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Heute ist Internationaler Männertag

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MikeFromMUC
Themenstarter
Beiträge : 879

Heute ist Internationaler Männertag. Er wurde gegründet, um Männergesundheit zu stärken, Gewalt gegen Männer sichtbar zu machen, positive männliche Vorbilder zu fördern und Gleichberechtigung für alle zu stärken. 

Das Bayrische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales macht in einer Pressemitteilung auf diesen Tag aufmerksam.

Insgesamt fällt auf, daß der Tag sehr wenig in den Medien besprochen wird. Woran kann das liegen? 

Beispiele für Männeranliegen wären:

  • Männer haben höhere Selbstmordraten
  • Männer haben eine kürzere Lebenserwartung
  • Männer haben mehr und schlimmere Arbeitsunfälle
  • Männer sind häufiger von Obdachlosigkeit betroffen
  • Buben werden in fast allen Bildungsabschlüssen von Mädchen überholt
  • Es gibt immer weniger positive Rollenvorbilder für Männer und Väter

Ist es aus Eurer Sicht wichtig, über Männeranliegen zu sprechen? 

Antwort
114 Antworten
neubaugoere
Beiträge : 18326

Rollenklischees? - Ja, ich finde das wichtig. Und: Ui, wusste ich auch nicht. Ich wusste zwar, dass es ihn gibt, aber siehste mal ... Ich habe in der Familie einen Fall von Vater war wenig Vorbild, derjenige selbst schätzt sich als sehr schlechten Vater ein ("ich war kein guter Vater") und hat Gewalt gegen sich erlebt von seiner Frau.

Ich denke gerade noch parallel darüber nach ... Ja, wenn Mann und Frau "zusammenarbeiten" ergänzen sie sich, "arbeiten" sie nicht "zusammen", wird der Unterschied krass deutlich und wie sich dann in der Welt diese Dinge spiralenartig entwickeln können (nicht müssen).

Auch in unserer Obdachlosenarbeit begegnen uns auch leider viele Frauen (wieso eigentliich leider? *ichdenkenoch*), aber eben auch mehr Männer. Niemand ist für das Alleinsein gemacht/gestrickt ... So einfach ist das Leben allein nicht zu meistern. Erst recht nicht, je älter wir werden ... (ich kann ein Lied davon singen)

Insgesamt wird Leid und Armut gern "unterdrückt" - darüber redet (dieser ominöse) man nicht, das ist peinlich ... Scham spielt eine große Rolle und die hängt ja auch unter anderem (nicht nur) an den Rollenbildern, denke ich. Wir sind ja auch, wenn wir alle mal an uns selbst denken, geprägt von Rollenbildern und die reichen echt tiefer als "nur" das schnöde "der Mann als Versorger, Maloocher etc." und die Frau als Hausdame und Kindererzieherin.

Ja, wir müssen über Dinge, die verschwiegen werden sollen (in der Finsternis bleiben), offen reden, sie ans Licht bringen. Auch wenn es unangenehm ist.

neubaugoere antworten


Lucan-7
Beiträge : 26928

@mikefrommuc 

Das Bayrische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales macht in einer Pressemitteilung auf diesen Tag aufmerksam.

Insgesamt fällt auf, daß der Tag sehr wenig in den Medien besprochen wird. Woran kann das liegen? 

Böse Zungen sagen, dass doch im Grunde jeder Tag in der Welt ein "Männertag" ist, da muss man das nicht extra hervorheben...

 

Buben werden in fast allen Bildungsabschlüssen von Mädchen überholt

Unterschiede wird es immer geben, und die Gründe sind ganz verschieden... manchmal bevorzugen weibliche Lehrkräfte unbewusst die Mädchen, manchmal haben Jung mehr Flausen im Kopf und Mädchen verhalten sich eher brav und angepasst.

Manchmal sind aber auch die Mädchen verunsichert und haben wenig Selbstbewusstsein, was sich dann negativ auf deren Leistung auswirkt. Es kann also sowohl in die eine wie die andere Richtung gehen.

 

Es gibt immer weniger positive Rollenvorbilder für Männer und Väter

Die gibt es schon... sie werden halt nur nicht wahrgenommen, weil sie in den sozialen Medien untergehen.

lucan-7 antworten
41 Antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 879

@lucan-7 

Böse Zungen sagen, dass doch im Grunde jeder Tag in der Welt ein "Männertag" ist, da muss man das nicht extra hervorheben...

Und wie siehst Du das? Sollte mehr über berechtigte Männeranliegen gesprochen werden? Zum Beispiel auch hier im Unterforum MannSein?

mikefrommuc antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@mikefrommuc 

Sollte mehr über berechtigte Männeranliegen gesprochen werden?

Wäre die Frage denn nicht vielmehr, welche Anliegen von Männern denn überhaupt "berechtigt" sind...?

Reden kann man ja über alles, aber welche wichtigen Themen sind denn derartig unterrepräsentiert, dass hier ein klarer Mangel herrscht?

Männliche positive Rollenvorbilder halte ich ja persönlich für wichtig. Aber es reicht ja nicht, irgendwelche Leute als ideale Wunsch-Vorbilder zu präsentieren - sie müssen dann auch Vorbilder SEIN, also von einer wesentlichen Anzahl männlicher Wesen als solche gesehen werden.

Und da müsste man erst einmal verstehen, wen sich Männer denn überhaupt so zum Vorbild nehmen... und warum. 

 

lucan-7 antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 879

@lucan-7 

Wäre die Frage denn nicht vielmehr, welche Anliegen von Männern denn überhaupt "berechtigt" sind...?

Die Beispiele, die ich oben genannt habe, zum Beispiel. Welches Anliegen findest Du unberechtigt? Und warum?

mikefrommuc antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@mikefrommuc 

Die Beispiele, die ich oben genannt habe, zum Beispiel. Welches Anliegen findest Du unberechtigt? Und warum?

Ich würde nicht sagen, dass sie unberechtigt sind... aber es geht ja darum, dass dafür extra ein "Männertag" ausgerufen werden soll.

Gesundheit ist eigentlich ein allgemeines Thema, natürlich auch für Männer, aber da braucht man nicht extra einen Tag für.

Gleichberechtigung ist für Männer auch kein Thema, weil sie kaum unterdrückt werden... "positive Rollenbilder" hingegen wäre schon wichtig.

Denn vielen Männer macht eine "Verweiblichung" der Welt, in der sie "nur" noch gleichberechtigt sind, Angst. Manche reagieren dann mit einem übertriebenen Machotum, was ganz objektiv schlecht ist, weil damit auch das Potential der Frauen unterdrückt wird.

Und das wäre dann schon ein Thema, finde ich... was ist "positive Männlichkeit", die sich klar von Frauen unterscheidet?

 

lucan-7 antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 879

@lucan-7 

Ich würde nicht sagen, dass sie unberechtigt sind... aber es geht ja darum, dass dafür extra ein "Männertag" ausgerufen werden soll.

Den Männertag gibt es ja schon, er wird in Deutschland lediglich nicht besonders wahrgenommen. 

Der Frauentag wird ungleich stärker wahrgenommen. In zwei Bundesländern ist er gesetzlicher Feiertag. 

mikefrommuc antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@mikefrommuc 

Den Männertag gibt es ja schon, er wird in Deutschland lediglich nicht besonders wahrgenommen. 

Eben. Das liegt wohl daran, dass die Themen nicht als so wichtig empfunden werden - im Vergleich zum Frauentag.

 

 

 

lucan-7 antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1450

@mikefrommuc 

In zwei Bundesländern ist er gesetzlicher Feiertag. 

Das crazy! 🙃

stern antworten
NeuesLeben
(@seramis1)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 147

@lucan-7 Ich finde es sehr wohl berechtigt über Männlichkeit zu sprechen. Es wird viel über toxische Männlichkeit gesprochen. Zu recht! Aber gerade junge Männer brauchen neben den Negativpunkten auch Orientierung. Und hier im Forum spielt dann auch der Glaube eine Rolle. Was macht einen christlichen Mann aus

seramis1 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@seramis1 

Aber gerade junge Männer brauchen neben den Negativpunkten auch Orientierung. Und hier im Forum spielt dann auch der Glaube eine Rolle. Was macht einen christlichen Mann aus

Und was wäre das?

Wie würde mir - als Ungläubigem - denn so ein christlicher Mann idealerweise erscheinen? Und worin könnte er mir Vorbild sein?

 

 

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@lucan-7 

Und da müsste man erst einmal verstehen, wen sich Männer denn überhaupt so zum Vorbild nehmen... und warum.

Na, erstmal den eigenen Vater...  kleine Kinder orientieren sich ja an ihren Eltern. Da wird die Basis gelegt. Papa nachahmen.... er muss es ja schließlich wissen. 

Schwierig wird es dann, wenn der Vater nicht real oder emotional anwesend ist..  Und wenn das Vatervorbild sich später als untauglich erweist, dann ist es nicht einfach, ein anderes aufzubauen. 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@deborah71 

Na, erstmal den eigenen Vater...  kleine Kinder orientieren sich ja an ihren Eltern. Da wird die Basis gelegt. Papa nachahmen.... er muss es ja schließlich wissen. 

Das ist klar. Aber ich denke, hier geht es ja gerade deshalb um den Vater: Wen nimmt der sich denn zum Vorbild?

Mein Vater war ja seinerseits durch meinen Großvater geprägt... der war aber aufgrund seiner nationalsozialistischen Überzeugung kein Vorbild mehr für meinen Vater, als er dann erwachsen war. Und das machte ihm durchaus zu schaffen, denn in der damaligen Jugendbewegung fand er sich auch nicht recht wieder.

Deshalb ist die Frage, welchen Idealen eine Gesellschaft nachstrebt, gar nicht unwichtig. Es muss dabei auch nicht ein einheitliches Bild sein, sondern durchaus mehrere Bilder, in denen man sich dann irgendwo als Mann wiederfindet...

 

lucan-7 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18326

@lucan-7 

im Grunde geht es um so Sachen wie Wie gehe ich mit Krisen um? Wie reagiere ich auf Verletzungen? Wie reagiere ich auf Kritik? Wie gehe ich mit Emotionen um? Das sind Dinge, die Menschen ausmachen ... das schauen sich Kinder unbewusst von den Eltern ab ... 

neubaugoere antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@neubaugoere 

im Grunde geht es um so Sachen wie Wie gehe ich mit Krisen um? Wie reagiere ich auf Verletzungen? Wie reagiere ich auf Kritik? Wie gehe ich mit Emotionen um? Das sind Dinge, die Menschen ausmachen ... das schauen sich Kinder unbewusst von den Eltern ab ... 

Richtig. Es geht aber auch um Identität. Und das bedeutet: Was unterscheidet mich als Mann von einer Frau? 

Was mache ich anders als Frauen, wenn es um Emotionen oder Konflikte geht?

Da wird "typisch männliches" Verhalten gerne kritsiert, wenn Jungs sich dabei laut und aggressiv verhalten. Und das halte ich nicht immer für konstruktiv. Denn man darf ja ruhig mal laut werden - man muss nur bestimmte Grenzen einhalten.

lucan-7 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18326

@lucan-7 

Das gilt doch aber für beide ... Männer UND Frauen.

neubaugoere antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@neubaugoere 

Das gilt doch aber für beide ... Männer UND Frauen.

Ja, sicher. Aber es gibt die Tendenz, als "typisch weiblich" angesehenes Verhalten als allgemeingültig zu betrachten.

Also beispielsweise, dass Männer und Frauen gleichermaßen über ihre Gefühle sprechen sollten... auch wenn sich etliche Männer bei dem Gedanken unwohl fühlen und es als "unmännlich" betrachten.

Was ich auch in Ordnung finde... aber wenn man als Mann mit Gefühlen anders als mit Frauen umgehen will - was genau macht man denn dann anders? Wenn "typisches" männliches Verhalten - sich zurückziehen, ungehalten werden, Gefühle ignorieren - als negativ betrachtet werden?

lucan-7 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18326

@lucan-7

Wenn kein Vaterbild da ist, orientieren sich wohl jene an anderen männlichen Vorbildern in der Umgebung, Familie ...

neubaugoere antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@neubaugoere 

Wenn kein Vaterbild da ist, orientieren sich wohl jene an anderen männlichen Vorbildern in der Umgebung, Familie ...

Natürlich.

Und auch wenn ein Vater da ist halte ich es für einen Jungen wichtig, auch andere Männer im Umfeld zu haben, um auch Unterschiede zu sehen.

Mein Onkel beispielsweise war für mich als Kind auch eine positive Figur, aber er war ein ganz anderer Typ als mein Vater. Und das war wichtig für mich zu sehen: "So was gibt es also auch", in Bezug auf Charakter oder Lebensentwurf.

Und da ist es auch erst mal gar nicht wichtig, ob das positiv oder negativ ist... bei manchen Lehrern dachte ich mir etwa: "So will ich nie werden!" - und auch das war hilfreich für mich zur Orientierung.

Aber es bleibt eben immer noch die Frage: Was genau macht denn ein positives, männliches Rollenvorbild aus?

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@lucan-7 

Zum Beitrag

Wenn "typisches" männliches Verhalten - sich zurückziehen, ungehalten werden, Gefühle ignorieren - als negativ betrachtet werden?

Ist das wirklich typisch oder nur üblich? 

Da stecken doch auch toxische Lügen dahinter: ein Junge weint nicht, ein Indiander kennt keinen Schmerz.... und dann noch die vierfache Progammierung aus der Hitlerjugend: 

Schlank und Rank, hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder, flink wie Windhunde. 

mit der er ein System des willenlosen Gehorsams installieren wollte. Es wird nicht mehr wörtlich propagiert, steckt aber immer noch unter den unausgesprochenen Regeln, die man(n) riechen und worauf man(n) reagieren soll. 

Diese falsche Basis macht die natürlichen wie die seelischen Herzen kaputt, weil sie ein Muster an Verdrängung generieren. 

deborah71 antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 879

@deborah71 

Diese falsche Basis macht die natürlichen wie die seelischen Herzen kaputt, weil sie ein Muster an Verdrängung generieren. 

Meinst Du, daß typisches männliches Verhalten irgendwie falsch ist, weil es auf einer falschen Basis aufbaut?

Ich denke, daß das von @lucan-7  beschriebene Verhalten universell typisch männlich ist. Ich denke auch, daß Männer und Frauen unterschiedliche Strategien haben, um mit Lebenssituationen umzugehen. 

mikefrommuc antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@mikefrommuc 

Da es gar nicht so klar ist, was typisch männlich ist, kann es sein, dass wir das erst herausarbeiten müssten. 

Einiges wird durch den Körperbau und den anderen Muskelaufbau bedingt. Meistens sind Männer körperlich stärker. 

Für die seelische Seite würde ich Jesus betrachten, seine kontrollierte Stärke, seine verantwortliche Gefühlsfähigkeit, sein Mut zum Weinen, seine Rücksichtnahme gegenüber Schwächeren, sein Selbstbewusstsein Seiner Identität in seinen IchBin-Aussagen, Seine Barmherzigkeit und Sein klares Genzen setzen, Seine Leitungsqualitäten..und was einem da noch mehr ins Auge fallen kann. 

deborah71 antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 879

@deborah71 

Für die seelische Seite würde ich Jesus betrachten

Ein sehr wichtiger Punkt, der ein eigenes Thema wert wäre: Welches Vorbild ist Jesus für den heutigen Mann?

Ausgangspunkt waren ein paar Eigenschaften, die als typisch männliches Verhalten gesehen werden: "sich zurückziehen, ungehalten werden, Gefühle ignorieren" - und die Beobachtung, daß dieses Verhalten oft als negativ betrachtet wird. 

Ich hatte Dich so verstanden, daß Du das ebenfalls als negativ betrachtest. 

Ich selbst sehe das Verhalten an mir, auch an meinem Sohn. Für Männer scheint das eine normale, übliche Verhaltensweise zu sein. Zum Beispiel die Dinge für sich alleine zu klären, im Stillen, im Kopf. Frauen gehen stärker aus sich heraus und formulieren ihre Gedanken und Gefühle in Worte, teilen sie mit anderen.

Warum sollte die eine Strategie negativer als die andere sein? Bei Jesus finden wir beides: Beherrschung und offenes Zeigen von Gefühlen.

mikefrommuc antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 1450

@mikefrommuc 

Warum sollte die eine Strategie negativer als die andere sein? 

Ist sie nicht! Zumindest nicht grundsätzlich.

Wenn Männer etwas mit sich alleine ausmachen…alles ok…es wird ja nur schwierig, wenn das in einer Beziehung (egal welche, selbst wenn es nur eine Nachbarschaftsbeziehung ist) zu einem unguten Schweigen kommt…also da, wo man(n) eigentlich 

-Grenzen ziehen müsste

- sein eigenes Verhalten reflektieren und daraus auch verbal Konsequenzen ziehen sollte 

-man ehrlich mit sich und anderen sein sollte

…es aber nicht ist und nicht tut.

Ein sehr wichtiger Punkt, der ein eigenes Thema wert wäre: Welches Vorbild ist Jesus für den heutigen Mann?

Ja…finde ich auch! 

 

stern antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@mikefrommuc 

Bei Rückzug winkt die Bitterkeit und Beziehungsstörung. Es wird nie etwas wirklich aufgeräumt. 

Mir wäre es lieb, wenn du oder Lucan wirklich den Thread "Jesu Vorbild für  Männer" starten würdet. Wie wirkt sein Verhalten auf euch, was möchtet ihr in euch umgesetzt haben? Ich sehe da eine große Chance mit dem neuen Thread etwas Aufbauendes zu schaffen. 

Übrigens hatte ich noch ein video gesehen über Jesus und narzisstischen Zeitgenossen. Dort wurde dieses Thema und Herzenshärtigkeit betrachtet. Das war sehr erhellend für mich. 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@deborah71 

Ist das wirklich typisch oder nur üblich? 

Ich würde sagen: Es ist unter Männern sehr verbreitet, sich zurückzuziehen und nicht über Gefühle zu sprechen. Ausnahmen gibt es natürlich immer.

Ich merke beispielsweise, dass ich, wenn es um Gefühle geht, immer erst noch eine Weile brauche, bis ich mich so weit sortiert habe, dass ich darüber reden kann - während meine Frau am liebsten immer sofort und spontan über alles redet.

Da ist es natürlich manchmal schwierig auf eine gemeinsame Basis zu kommen.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@lucan-7 

Du nimmst dir die Zeit zum Sortieren und kommst aber dann zum Sprechen und Klären. *Daumen hoch* 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3280
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich merke beispielsweise, dass ich, wenn es um Gefühle geht, immer erst noch eine Weile brauche, bis ich mich so weit sortiert habe, dass ich darüber reden kann - während meine Frau am liebsten immer sofort und spontan über alles redet.

Manche Männer brauchen Tage, Wochen, Monate, Jahre ...

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@chai 

Manche Männer brauchen Tage, Wochen, Monate, Jahre ...

Das kann vorkommen... macht die Sache nicht gerade einfacher.

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@deborah71 

Da stecken doch auch toxische Lügen dahinter: ein Junge weint nicht, ein Indiander kennt keinen Schmerz.... und dann noch die vierfache Progammierung aus der Hitlerjugend: 

Ich denke, der Vergleich geht doch etwas zu weit. Dass man nicht wegen jeder Kleinigkeit jammern und auch mal etwas einstecken muss ist ja nicht generell negativ. 

Letztlich geht es ja darum, sich im Leben und in der Gesellschaft zurecht zu finden. Da geht es um Balance und Kompromisse... wann genau sollte ich mich beschweren, was sollte ich hinnehmen, wann lohnt es sich, Härte zu zeigen, wann ist Sanftheit die bessere Wahl...?

Die Ablehnung von Extremen sollte dann nicht gleich ins andere Extrem führen.

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@lucan-7 

Viele ungeschriebenen Familienregeln gehen durch die Generationen. Sind sie gut, helfen sie. Sind sie schlecht, transportieren sie den Schaden möglicherweise weiter und es kann sehr mühsam sein, die frühkindliche Programmierung zu durchbrechen. 

Ich befasse mich gerade mit dem Vorbild narzisstischer Eltern und überprüfe seltsame Familienregeln dysfunktionaler Familien inwieweit ich selbst betroffen war/bin. Krasse Angelegenheit. 

Der Therapeut Jerry Wise hat in Kurzform ein video zu 30 falschem Vorbildverhalten aufgestellt, das ist heftig. Die Originalsprache ist Englisch. Hinter dem Zahnrad kann man Deutsch einstellen. 

 Narzisstische Eltern: 30 bizarre Regeln, mit denen du dich herumschlagen musstest

Wenn ein Mensch (Mann wie Frau) nicht er/sie selbst sein darf, schlägt das auf allen Ebenen ein und verhindert freies, selbstbestimmtes Leben und auch eine Gottesbeziehung. (Was ist, wenn Gott so ist, wie mein Vater?!?!) Überforderung im Leben kostet Kraft und Lebenszeit. 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@deborah71 

Viele ungeschriebenen Familienregeln gehen durch die Generationen. Sind sie gut, helfen sie. Sind sie schlecht, transportieren sie den Schaden möglicherweise weiter und es kann sehr mühsam sein, die frühkindliche Programmierung zu durchbrechen.

Das ist ein Thema, mit dem ich mich auch lange beschäftigt habe. Da geht vieles von dem ich weiss bis auf meinen Urgroßvater zurück, und ich weiss zumindest zum Teil, das auch mich da vieles geprägt hat. Da war dann auch Vergebung wieder ein Thema für mich, eben um manches zu durchbrechen. Auch wenn da jetzt nichts Spektakuläres dabei war - direkte Verbrechen meiner Vorfahren sind mir nicht bekannt, aber sehr wohl ein "toxisches" Verhalten.

In dem Zusammenhang ist natürlich auch "Neu geboren werden" ein Thema, so wie ich es verstanden habe... wenn man sich dieser Dinge bewusst wird und vergeben kann.

Dass Glaube dabei hilfreich sein kann steht auch ausser Frage. Ich denke aber nicht, dass das der einzige Weg ist.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@lucan-7 

Da man an das toxische Verhalten gewöhnt ist, kann es ganz schön dauern bis man dahinter kommt, dass es nicht normal, sondern nur üblich ist. 

Schön, dass du da deine Freiheit erobert hast. Ich finde, dass Vergebung den Weg dann leichter macht. Da diese Progammierung nicht nur im Verstand abgelaufen ist, sondern den emotionalen Bereich sehr stark beeinflusst hat, gehören meiner Ansicht nach Verstehen, Lügen gegen Wahrheit austauschen  und Vergeben zusammen. 

Inzwischen wird ja auch im säkularen Therapiebereich mit Vergebung gearbeitet. 

 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@deborah71 

Da man an das toxische Verhalten gewöhnt ist, kann es ganz schön dauern bis man dahinter kommt, dass es nicht normal, sondern nur üblich ist. 

Das stimmt. Wobei ich denke, dass ich es meinem Vater schuldig bin zu erwähnen, dass er kein toxisches Verhalten gezeigt hat, das geht noch ein paar Generationen zurück. Aber er hatte halt mit diesem Erbe zu kämpfen, und das hat sich dann eben zu einem Teil auch auf mich ausgewirkt.

 

Da diese Progammierung nicht nur im Verstand abgelaufen ist, sondern den emotionalen Bereich sehr stark beeinflusst hat, gehören meiner Ansicht nach Verstehen, Lügen gegen Wahrheit austauschen und Vergeben zusammen.

Vor allem ist es ein Prozess. Verstehen allein reicht da nicht, das ist nur der Anfang.

 

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3280
Veröffentlicht von: @lucan-7

@deborah71 

Da man an das toxische Verhalten gewöhnt ist, kann es ganz schön dauern bis man dahinter kommt, dass es nicht normal, sondern nur üblich ist. 

Das stimmt. Wobei ich denke, dass ich es meinem Vater schuldig bin zu erwähnen, dass er kein toxisches Verhalten gezeigt hat, das geht noch ein paar Generationen zurück. Aber er hatte halt mit diesem Erbe zu kämpfen, und das hat sich dann eben zu einem Teil auch auf mich ausgewirkt.

Ich hab mir zwischenzeitlich erklärt, dass das möglicherweise mit den 'Sünden der Väter' und dem 'dritten und vierten Glied' gemeint ist. 
Und der erste Schritt zum Durchbrechen dieses Selbstläufers ist das Erkennen von gewissen Mechanismen.  
Dadurch wird das Verhalten meiner Oma, die Gründe für ihre Verbitterung und Nicht-Annahme ihres Sohnes, nicht besser - aber ich entwickle Verständnis für diese verbitterte Frau, die sich ihrem Kind gegenüber nicht sehr liebevoll verhalten hat. Wobei dann halt auch noch das damalige 'Erziehungsideal' dazukommt, das für die Eltern dieser Generation ja auch 'normal' war. 

Da diese Progammierung nicht nur im Verstand abgelaufen ist, sondern den emotionalen Bereich sehr stark beeinflusst hat, gehören meiner Ansicht nach Verstehen, Lügen gegen Wahrheit austauschen und Vergeben zusammen.

Vor allem ist es ein Prozess. Verstehen allein reicht da nicht, das ist nur der Anfang. 

Wie gesagt, es hilft, wenn man gewisse Abläufe versteht - da kann man dann auch diese Kette durchbrechen.

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@chai 

Ja, die Heimsuchung aus den destruktiven Mustern und damit das Zerbrechen der falschen Bindungen kann ich mit dem Vers  "bis ins dritte und vierte Glied" sehr gut zusammenbringen. 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@chai 

Ich hab mir zwischenzeitlich erklärt, dass das möglicherweise mit den 'Sünden der Väter' und dem 'dritten und vierten Glied' gemeint ist.

Möglich. Ich gehe davon aus, dass in der Bibel häufig ein recht handfester Hintergrund existiert, der dann aber aus damaliger Perspektive "geistig" erklärt wird.

 

Wobei dann halt auch noch das damalige 'Erziehungsideal' dazukommt, das für die Eltern dieser Generation ja auch 'normal' war.

Das wäre dann ein Thema mütterlicherseits... da wurde meine Mutter sehr von Regeln geprägt, so nach dem Motto: "Das tut man nicht", "Darüber redet man nicht", "Was sollen denn die Nachbarn denken?".

Ich denke frühere Generationen wurden da auch noch sehr von Scham geprägt... für alles mögliche, was uns heute vielleicht völlig unbedeutend erscheint.

Das Gute ist, dass meine Eltern ihre negativen Prägungen aus ganz unterschiedlicher Richtung hatten und sich so im Positiven ergänzen und bereits manches aufarbeiten konnten.

Und was Regeln und Erziehungsideale betrifft - das ist ja genau das Thema, wie diese Ideale denn für Männer heute aussehen sollen.

Damals war es ja sehr durch Pflicht, Dienst und Militär geprägt... das brauchen wir nicht nochmal.

Aber wie sollen die Ideale heute aussehen...?

 

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3280
Veröffentlicht von: @lucan-7

@chai 

Ich hab mir zwischenzeitlich erklärt, dass das möglicherweise mit den 'Sünden der Väter' und dem 'dritten und vierten Glied' gemeint ist.

Möglich. Ich gehe davon aus, dass in der Bibel häufig ein recht handfester Hintergrund existiert, der dann aber aus damaliger Perspektive "geistig" erklärt wird.

Damit kann man viele biblische Aussagen erklären. 
Aber es ist doch auch klar - da haben die Eltern einen 'Schaden' und verhalten sich entsprechend. Und das geht natürlich auf die Kinder über - wenn sie gewisse Dinge nur auf eine ungute Weise lernen und nicht reflektieren, geben sie das dann wieder an die nächste Generation weiter. 

Wobei dann halt auch noch das damalige 'Erziehungsideal' dazukommt, das für die Eltern dieser Generation ja auch 'normal' war.

Das wäre dann ein Thema mütterlicherseits... da wurde meine Mutter sehr von Regeln geprägt, so nach dem Motto: "Das tut man nicht", "Darüber redet man nicht", "Was sollen denn die Nachbarn denken?".

Ich denke frühere Generationen wurden da auch noch sehr von Scham geprägt... für alles mögliche, was uns heute vielleicht völlig unbedeutend erscheint.

Da gab's so einen Ratgeber für die 'deutsche Mutter', in dem ihr nahegelegt wurde, ihr Kind schon im Säuglingsalter nicht zu 'verwöhnen'. Und 'eine Ohrfeige hat ja auch noch niemandem geschadet' ... 

 

 

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@chai 

Da gab's so einen Ratgeber für die 'deutsche Mutter', in dem ihr nahegelegt wurde, ihr Kind schon im Säuglingsalter nicht zu 'verwöhnen'. Und 'eine Ohrfeige hat ja auch noch niemandem geschadet' ... 

Ja, und in den 70er Jahren hat man dann alles abgelehnt, was vorher war, weil das war ja alles schlecht... dann hat man einfach das Gegenteil gemacht, und das war dann noch schlimmer...

Gerade frühkindliche Erziehung ist so eine Sache, wo man auch mal seinen Gefühlen trauen kann - wenn man denn mit sich selbst einigermaßen im Reinen ist, das ist halt die Voraussetzung.

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3280
Veröffentlicht von: @lucan-7

@chai 

Da gab's so einen Ratgeber für die 'deutsche Mutter', in dem ihr nahegelegt wurde, ihr Kind schon im Säuglingsalter nicht zu 'verwöhnen'.
Und 'eine Ohrfeige hat ja auch noch niemandem geschadet' ... 

Ja, und in den 70er Jahren hat man dann alles abgelehnt, was vorher war, weil das war ja alles schlecht... dann hat man einfach das Gegenteil gemacht, und das war dann noch schlimmer...

Gerade frühkindliche Erziehung ist so eine Sache, wo man auch mal seinen Gefühlen trauen kann - wenn man denn mit sich selbst einigermaßen im Reinen ist, das ist halt die Voraussetzung.

Am besten, man traut seinem Bauchgefühl und liest nicht zuviele Ratgeber-Bücher. 

Kinder sind ja auch schon kleine Individuen und was fürs Eine passt, kann fürs Andere grad verkehrt sein.

chai antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1750

@lucan-7 

Ja, und in den 70er Jahren hat man dann alles abgelehnt, was vorher war, weil das war ja alles schlecht... dann hat man einfach das Gegenteil gemacht, und das war dann noch schlimmer...

Der erwähnte Pamphlet ist bis in die 80er verkauft worden.

 

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@derelch 

Der erwähnte Pamphlet ist bis in die 80er verkauft worden.

Ja, und alle Mütter haben sich daran halten müssen. Gab ja kein anderes Buch.

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@lucan-7 

Mein Vater ist früh aus der Familie gefallen, dafür war dann ein toxisches Gottesbild der Erziehungsgehilfe. Meine Großväter kenne ich nicht. 

In der Schwiegerfamilie war auch nicht alles Gold was glänzte. Das bizarre Regeln-Thema ist jetzt der letzte Abschnitt der Trauerarbeit. 

deborah71 antworten
Tojak
 Tojak
Beiträge : 568

@mikefrommuc 

Der 19. Nov als Männertag ist bisher völlig an mir vorbeigegangen. Ich bin auch etwas zwiespältig, was ich davon halten soll. Habe ich Lust, einer neuen Opfergruppe (Männer) beizutreten? Wohl kaum. Ist es ein Verdienst, ein Mann zu sein, und möchte ich dafür gefeiert werden? Auch nicht.

Das Einzige, was ich mir in diesem Zusammenhang wünschen würde, wäre, dass man den Begriff "toxische Männlichkeit" aus dem Verkehr zöge. Man stelle sich zum Vergleich nur mal vor, jemand spräche von "toxischer Weiblichkeit". Da wäre aber was los!

tojak antworten
13 Antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 879

@tojak 

Habe ich Lust, einer neuen Opfergruppe (Männer) beizutreten?

Davon ist nicht die Rede. Es geht um berechtigte Anliegen von Männern. Woran liegt es zum Beispiel, daß Männer früher sterben als Frauen? Was kann getan werden, um ihre Gesundheut zu stärken? Ich habe ja oben ein paar Beispiele aufgeführt. Wenn Du von keinem betroffen bist, umso besser für Dich.

 

mikefrommuc antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 879

Ergänzung: Es erscheint mir auch typisch für Männer zu sein, die eigenen Anliegen hintenan zu stellen, um nicht als schwach wahrgenommen zu werden. Bloß kein "Opfer" sein! Dann schon lieber fünf Jahre früher sterben, ohne zu jammern und zu klagen ... 😉 

mikefrommuc antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18326

@mikefrommuc 

Die KI sagt: "Männer sterben im Durchschnitt früher als Frauen, was
auf eine Kombination aus Lebensstil, Risikoverhalten und biologischen Faktoren zurückzuführen ist. Ein riskanterer Lebensstil mit höherem Tabak- und Alkoholkonsum, ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel spielt eine große Rolle. Hinzu kommt, dass Männer seltener ärztliche Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, wodurch Krankheiten später erkannt werden. Auch biologische Faktoren wie das Y-Chromosom und der hormonelle Schutz bei Frauen tragen zur Lebenserwartung bei.

Gesellschaftliche Aspekte
Risikobereitschaft: Männer zeigen oft eine höhere Risikobereitschaft, die sich beispielsweise in gefährlicheren Freizeitaktivitäten oder riskanteren Verhaltensweisen äußert, was unter anderem auch mit der "Männerrolle" in Verbindung gebracht wird, so MED in Mainz.
Soziale Unterstützung: Männer scheinen soziale Isolation, wie beispielsweise nach einer Scheidung, schlechter zu verarbeiten."

neubaugoere antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 879

@neubaugoere 

Ja, das sind alles relevante Aspekte. Umso bedauerlicher, daß dort, wo gesellschaftlich und staatlich etwas getan werden könnte, Schweigen herrscht. In meiner Tageszeitung habe ich zum Beispiel heute nichts zum Männertag gefunden. Auch bei Tagesschau und Br24 nichts.

mikefrommuc antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3280
Veröffentlicht von: @mikefrommuc

Ergänzung: Es erscheint mir auch typisch für Männer zu sein, die eigenen Anliegen hintenan zu stellen, um nicht als schwach wahrgenommen zu werden. 

Ist das so? 
Sagt man nicht auch von Frauen, dass sie sich zu sehr zurücknehmen? 
Oder wird das 'einfach' von Frauen erwartet?

chai antworten
MikeFromMUC
(@mikefrommuc)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 879

@chai 

Sagt man nicht auch von Frauen, dass sie sich zu sehr zurücknehmen? 

Ich denke, das ist ein anderer Zusammenhang. Männern geht es darum, stark zu erscheinen, keine Memme zu sein, kein Opfer zu sein, eben: männlich zu erscheinen. 

Bei Frauen mag das Zurücknehmen häufig mit Altruismus zusammenfallen, wenn sie sich um andere mehr sorgen als um sich. Aber heute (am Männertag) und hier (im Männerforum) ging es mir um die Männer 😉 

 

mikefrommuc antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 5394

@mikefrommuc Ich denke, ob Männer ihre eigenen Anliegen hinten an stellen, kommt darauf an, um welche Anliegen es sich handelt. Im Themenkomplex Gesundheit (körperlich und psychisch) trifft es wahrscheinlich zu. Wenn es aber um Anliegen geht, die beispielsweise der Karriere förderlich sind, sieht das ganz anders aus. 

belu antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@tojak 

Der 19. Nov als Männertag ist bisher völlig an mir vorbeigegangen. Ich bin auch etwas zwiespältig, was ich davon halten soll. Habe ich Lust, einer neuen Opfergruppe (Männer) beizutreten?

Was haben vorhandene Probleme (Denn die hat ja nun mal jeder irgendwie) mit einer "Opferrolle" zu tun...?

 

Das Einzige, was ich mir in diesem Zusammenhang wünschen würde, wäre, dass man den Begriff "toxische Männlichkeit" aus dem Verkehr zöge. Man stelle sich zum Vergleich nur mal vor, jemand spräche von "toxischer Weiblichkeit". Da wäre aber was los!

Klar, worüber nicht mehr gesprochen wird, das existiert dann auch nicht mehr... 😶 

Und natürlich gibt es auch "toxische Weiblichkeit", was eben ein entsprechend bösartiges Verhalten darstellt, wie es typischerweise eher bei Frauen zu finden ist.

lucan-7 antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 5394

@tojak Klingt nach "Echte Männer brauchen keinen Männertag"

belu antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 568
Veröffentlicht von: @belu

@tojak Klingt nach "Echte Männer brauchen keinen Männertag"

Das sollte es nicht. Mir liegt es fern, jemandem die "echte" Männlichkeit abzusprechen, der sich dafür interessiert.

 

tojak antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@tojak 

Zum Beitrag

Man stelle sich zum Vergleich nur mal vor, jemand spräche von "toxischer Weiblichkeit". Da wäre aber was los!

Das Thema ist schon lang und breit z.B. in Büchern über narzisstische Mütter  oder z.B. in dem Film "Der Teufel trägt Prada" und auch weibliche Mobber  und Beziehungsgewalt behandelt worden. 

Und wo ist da jetzt was los? 

deborah71 antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 568

@deborah71 

"Der Teufel trägt Prada" habe ich nicht gesehen. Die anderen Phänomene sind mir bekannt, theoretisch und an praktischen Einzelfällen. Zurzeit lese ich "Die Klavierspielerin" von Elfriede Jelinek, wo es auch auf so etwas hinaus läuft.

Die Begriffsbildung "toxische Weiblichkeit" habe ich in diesen Zusammenhängen aber noch nicht gehört oder gelesen.

tojak antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4050

@tojak 

Die Begriffsbildung "toxische Weiblichkeit" habe ich in diesen Zusammenhängen aber noch nicht gehört oder gelesen.

Ich habe jetzt nicht extra recherchiert, bin aber der Überzeugung, daß es ihn schon gibt. Keine Sorge. 😅

So wie es sie überhaupt gibt. Ich fürchte, daß tyrannisierende Frauen eine sehr große Bedeutung in Familien haben.

tatokala antworten


AWHler
 AWHler
Beiträge : 1150

😉

https://www.youtube.com/watch?v=QvUxi7X6lBg

L'CHaim

awhler antworten
2 Antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 568

@awhler 

"Männer sind auch Menschen". Danke, Herbert! 

tojak antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 568

@awhler 

https://www.youtube.com/watch?v=j-XKgB5guDQ

"Haus am See" von Peter Fox gefällt mir persönlich zum Anlass Männertag besser. Ich sehe darin u. a. eine Sammlung von Männerträumen. Und damit verbunden Hinweise auf bestimmte Faktoren, die zur geringeren Lebenserwartung im Vergleich zu Frauen beitragen.

Und weil das hier ein christliches Forum ist, möchte ich noch auf die Formulierung "Gott hat einen harten linken Haken" hinweisen. Möglicherweise muss man Männern mit anderen Worten predigen als üblich, um sie anzusprechen. 😀 

tojak antworten
hundemann
Beiträge : 236

https://www.youtube.com/watch?v=XSJZpYJPU0A&list=RDXSJZpYJPU0A&start_radio=1&pp=ygUybmVobXQgZWluYW5kZXIgYW4gd2llIGNocmlzdHVzIGV1Y2ggYW5nZW5vbW1lbiBoYXSgBwE%3D

"nehmt einander an" Arno und Andreas.

 

Heute ist auch noch Buß und Bettag. Leider nur noch in Sachsen.

Und diesen Tag finde ich persönlich wichtiger. 

Das mir bewusst wird, wie viele Dinge ich schon in meinen Beziehungen falsch gemacht habe.

So viele Beziehungskriege, Schmerzen, Leid..........

Anstatt sich anzunehmen, wie es Arno und Andreas singen.......

 

liebe Grüße,

hundemann antworten


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