Heute ist Internationaler Männertag
Heute ist Internationaler Männertag. Er wurde gegründet, um Männergesundheit zu stärken, Gewalt gegen Männer sichtbar zu machen, positive männliche Vorbilder zu fördern und Gleichberechtigung für alle zu stärken.
Das Bayrische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales macht in einer Pressemitteilung auf diesen Tag aufmerksam.
Insgesamt fällt auf, daß der Tag sehr wenig in den Medien besprochen wird. Woran kann das liegen?
Beispiele für Männeranliegen wären:
- Männer haben höhere Selbstmordraten
- Männer haben eine kürzere Lebenserwartung
- Männer haben mehr und schlimmere Arbeitsunfälle
- Männer sind häufiger von Obdachlosigkeit betroffen
- Buben werden in fast allen Bildungsabschlüssen von Mädchen überholt
- Es gibt immer weniger positive Rollenvorbilder für Männer und Väter
Ist es aus Eurer Sicht wichtig, über Männeranliegen zu sprechen?
Ist es aus Eurer Sicht wichtig, über Männeranliegen zu sprechen?
Sind es denn Männeranliegen? Bis auf den vorletzten Punkt hat man das weitgehend selbst in der Hand und der letzte Punkt ist einfach nichtssagend.
Bis auf den vorletzten Punkt hat man das weitgehend selbst in der Hand
Also "sieh zu, daß Du selbst damit zurecht kommst, und jammere nicht rum?"
Würdest Du beim Thema Selbstmord jemandem das Gespräch verweigern, schließlich hat er es ja selbst in der Hand?
Also "sieh zu, daß Du selbst damit zurecht kommst, und jammere nicht rum?"
Nein. Hilfsangebote existieren, annehmen muss man sie aber selbst. Die Verwantwortung hat man einfach für sich.
Würdest Du beim Thema Selbstmord jemandem das Gespräch verweigern, schließlich hat er es ja selbst in der Hand?
Suizidgefährdete sind oft nicht gerade gesprächig. Und auch sie müssen selbst dazu bereit sein Hilfe anzunehmen, wenn ihre das noch können. Ansonsten bleiben Zwangsmassnahmen.
Nein. Hilfsangebote existieren, annehmen muss man sie aber selbst. Die Verwantwortung hat man einfach für sich.
Nimm an, ein Mann ist betroffen von häuslicher Gewalt gegen ihn. Er ruft die Polizei - und wird aus der Wohnung geworfen, weil die Polizei in ihm den Täter sieht und nicht das Opfer. Wohin? Er versucht, in einer der Männerschutz-Einrichtung unterzukommen - leider vergeblich. Es gibt 15 solcher Einrichtung mit insgesamt 48 Plätzen für ganz Deutschland.
Findest Du es nicht sinnvoll, an einem Tag im Jahr auf solche Situationen hinzuweisen? Sie einfach ins Bewußtsein zu rufen, um vielleicht eine Diskussion darüber anzustoßen?
Findest Du es nicht sinnvoll, an einem Tag im Jahr auf solche Situationen hinzuweisen? Sie einfach ins Bewußtsein zu rufen, um vielleicht eine Diskussion darüber anzustoßen?
Eigentlich nicht. Diskutieren gründet keine Männerhäuser und ehrlich gesagt finde ich es befremdlich, dass du hier solche Beispiele konstruieren musst, angesichts deines Eingangspostings. Häusliche Gewalt gegen Männer hat nichts mit den Punkten des Eingangspostings zu tun.
Diskutieren gründet keine Männerhäuser und ehrlich gesagt finde ich es befremdlich, dass du hier solche Beispiele konstruieren musst
Diskutieren allein nutzt natürlich nichts... aber ohne ein Bewusstsein für Probleme geschieht erst recht nichts. Und das Bewusstsein beginnt nun einmal oft damit, dass darüber geredet wird.
Ich weiß nicht - mir ist der 'Frauentag' nicht wichtig und der 'Männertag' auch nicht.
Das sind ja doch so flächendeckende Aussagen, die für die unterschiedlichen Personen nicht sehr relevant sind.
Es geht an dem Tag ja nur darum, mal kurz an die Situation einer Gruppe zu denken und das eine oder andere wahrzunehmen, was einem sonst nicht auffällt. Wie so oft wird die Statistik dem Individuum nicht gerecht. Doch sie kann die Aufmerksam wecken.
Zum Beispiel das Thema Bildung. Wenn Du einen Sohn oder Neffen oder Bruder hast, der in der Ausbildung steckt, ist das schon spannend: Es besteht die Gefahr, daß er bei gleicher Leistung schlechter bewertet wird als ein Mädchen. Buben brechen auch viel häufiger die Ausbildung ab als Mädchen. Da haben sich die Verhältnisse gedreht zu früher. Doch von Bubenförderung wirst Du nicht viel hören.
Es geht nicht darum, die Förderung von Mädchen in Frage zu stellen. Sondern die Nicht-Förderung von Buben zu hinterfragen.
@mikefrommuc Ich hab nur Töchter.
Aber ja - als die klein waren, kam die Idee mit dem Girls-Day auf. Später wurde er dann zum Girls-&Boys-Day.
Aber da dachte ich auch, dass die Mädels damit 'bevorzugt' werden. Da hat das Pendel von der Benachteiligung in die Bevorzugung umgeschlagen.
Aber ja - als die klein waren, kam die Idee mit dem Girls-Day auf. Später wurde er dann zum Girls-&Boys-Day.
Aber da dachte ich auch, dass die Mädels damit 'bevorzugt' werden. Da hat das Pendel von der Benachteiligung in die Bevorzugung umgeschlagen.
Sehe ich etwas anders. Der Girls Day hat den Zweck, dass Mädchen sich auch für die sog. MINT-Berufe interessieren sollen. Die werden nämlich im Allgemeinen besser bezahlt. Mein Mann und ich sind das beste Beispiel. Mein Mann: Mittlere Reife, Lehre als Anlagenelektroniker, Fachabi, Ingenieursstudium an einer FH. Ich: Abitur, Studium der Geschichte und Anglistik an einer Universität. Jetzt rate mal, wer das deutlich höhere Gehalt hatte.
Und dieses Muster hat man ja öfter. Frauen tendieren eher zu "sozialen" Berufen und Geisteswissenschaften, und die werden tendenziell schlechter bezahlt.
Der Girls Day soll da ein Ansatz gegen den Gender Pay Gap sein, der ja nicht nur u.a. daran liegt, dass Frauen Kinder kriegen und dann beruflich kürzer treten, sondern auch daran, dass sie tendenziell schlechter bezahlte Berufe ergreifen.
Zum Beispiel das Thema Bildung. Wenn Du einen Sohn oder Neffen oder Bruder hast, der in der Ausbildung steckt, ist das schon spannend: Es besteht die Gefahr, daß er bei gleicher Leistung schlechter bewertet wird als ein Mädchen.
Ich habe zwei Söhne und eine Tochter, alle noch in der Schule, und kann das jetzt nicht bestätigen. Wenn meine Söhne in der Schule schlechter als meine Tochter waren oder sind, lag das schlicht an deren Faulheit. Wer lieber am Computer Fortnite, Minecraft oder wasauchimmer zockt statt zu lernen, muss sich über schlechte Noten nicht wundern.
Aber selbst wenn Jungs in der Schule benachteiligt werden: Gleicht sich im Beruf wieder aus und geht sogar in die andere Richtung. Dann haben wir den Gender Pay Gap, bei dem die Männer dann mehr verdienen. Und obwohl Frauen Männer in puncto Abitur und Studium überholt haben sind es nachher doch die Männer, die besser bezahlten Jobs haben und in Führungspositionen sind.
Wenn meine Söhne in der Schule schlechter als meine Tochter waren oder sind, lag das schlicht an deren Faulheit
[...]
Dann haben wir den Gender Pay Gap, bei dem die Männer dann mehr verdienen.
Hilf mir mal auf die Sprünge. Was genau ist Deine Botschaft? Im Zusammenhang mit den berechtigten Anliegen von Männern, wie zum Beispiel daß Buben in der Schule im Durchschnitt schlechtere Noten bekommen, schlechter Lesen können und häufiger die Schule abbrechen.
Was genau ist Deine Botschaft?
Systemisch bedingte Schulschwierigkeiten relativieren sich später.
Hilf mir mal auf die Sprünge. Was genau ist Deine Botschaft?
DerElch brachte es schon auf den Punkt:
Systemisch bedingte Schulschwierigkeiten relativieren sich später.
Sofern es sich überhaupt um systemische Schulschwierigkeiten handelt. Nicht selten liegt die Ursache nämlich einfach nur im Lernverhalten der Jungs, die eher dazu tendieren, weniger zu lernen.
Und wo es daran liegt, macht es wenig Sinn, das auf eine ungerechtere Benotung zu zurückzuführen:
Im Zusammenhang mit den berechtigten Anliegen von Männern, wie zum Beispiel daß Buben in der Schule im Durchschnitt schlechtere Noten bekommen, schlechter Lesen können und häufiger die Schule abbrechen.
Dann sollte es das Anliegen der Männer sein, ihre Söhne zu einem anderen Lernverhalten zu animieren. (Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das gar nicht so einfach ist. Aber ich schiebe die Schuld auch nicht auf die Lehrkräfte, die Jungen schlechter benoten. Gibt es dazu eigentlich Studien?)
Aber egal was die Gründe sind: Es sind hinterher die Männer, die mehr als Frauen in Führungspositionen vertreten sind, und es sind Männer, die mehr verdienen, ich verweise nochmal auf den Gender Pay Gap, und da spielt es hier mal keine Rolle, ob der nun bereinigt ist oder nicht.
Sofern es sich überhaupt um systemische Schulschwierigkeiten handelt.
Es ist systemisch. Die Anforderung der Schule sind ausgelegt auf normkonforme Kinder. Für andere ist kein Platz. Meistens sind es Jungs die als nicht kormkonform auffallen.
Nicht selten liegt die Ursache nämlich einfach nur im Lernverhalten der Jungs, die eher dazu tendieren, weniger zu lernen.
Oder der Bullshit den sie lernen sollen, ist die Ursache. Oder wie sie es lernen sollen. Man soll ins Schema passen. Fertig.
Es ist systemisch. Die Anforderung der Schule sind ausgelegt auf normkonforme Kinder. Für andere ist kein Platz. Meistens sind es Jungs die als nicht kormkonform auffallen.
Mag sein. Das war aber früher nicht anders. Warum wird das jetzt als Benachteiligung für Jungs wahrgenommen, bzw. für deren schlechtere Leistungen verantwortlich gemacht?
Oder der Bullshit den sie lernen sollen, ist die Ursache.
Mädchen müssen den gleichen Bullshit lernen.
Und da wurde auch schon beklagt, dass die Themen eher auf Jungs zugeschnitten sind, wenn etwa der schiefe Wurf in Physik mit dem Freistoß im Fußball erklärt wird. Ist allerdings auch schon wieder ein paar Jährchen her.
Mag sein. Das war aber früher nicht anders.
Doch klar war es das. Es gab eine Normverschiebung. Die Anforderungen, denen Jungs genügen sollen, haben sich massiv geändert. Dummerweise ist Verhalten, Interessen und Persönlichkeit nicht bis ins letzte Detail erziehbar. Manche Leute hätten das zwar gerne, ist aber trotzdem nicht so.
Ausserdem wurde früher in der Schule mit Repression gearbeitet.
Mädchen müssen den gleichen Bullshit lernen.
Es ist trotzdem nicht das gleiche. Mädchen lassen es oft weniger raushängen, wenn sie etwas für Bullshit halten und passen sich an. Im grossen Ganzen kommen die Lerninhalte und erwartetes Verhalten Mädchen eher entgegen.
Was auch nicht ganz zu verachten ist, sind die grad in niedrigen Klassenstufen massiven Entwicklungsstufen der einzelnen Kinder. Zum einen ist da der Gap zwischen Jungs und Mädchen und dann kommen noch die Wenn ich bei uns in die Grundschule gucke sind da in der ersten Klasse Jungen und Mädchen im Alter zwischen 5 und 7 Jahren. Und alle sollen die gleiche Leistung und das gleiche angepasste Verhalten bringen. Funktioniert halt nicht.
Für die Individualisierung des Lernens sind Lehrpersonen, aber nicht fit genug. Die wissen viel zuwenig was abseits der Norm passiert und wollen es leider auch oft nicht wissen.
Und da wurde auch schon beklagt, dass die Themen eher auf Jungs zugeschnitten sind, wenn etwa der schiefe Wurf in Physik mit dem Freistoß im Fußball erklärt wird. Ist allerdings auch schon wieder ein paar Jährchen her.
Es gibt wohl mehr Mädchen, die sich für Fussball interessieren (wenn man sie lässt), als für Physik. Aber zum Glück kann man auf dem Gymnasium Physik irgendwann abwählen. Deutsch aber leider nicht.
Es gibt wohl mehr Mädchen, die sich für Fussball interessieren (wenn man sie lässt), als für Physik.
Naja, wenn ich unsere Fußballliga anschaue - B-Juniorinnen in Südbayern - da fehlt es an allen Ecken und Enden an Spielerinnen! 😉
Was denkst Du, woran es liegt, daß sich Mädchen so wenig für Physik, Mathe, Informatik interessieren?
Naja, wenn ich unsere Fußballliga anschaue - B-Juniorinnen in Südbayern - da fehlt es an allen Ecken und Enden an Spielerinnen!
Wie alt sind B-Juniorinnen? 16? Die haben dan so vor 10 Jahren angefangen. Da war der Frauenfussball an einem anderen Punkt als heute. Aber auch heute sind die Bedingungen für Frauen und Mädchenfussball erbärmlich im Vergleich zum Männerfussball. Keine Platz auf den Feldern, schlechte Trainingsbedingungen kein Geld, kein Staff und vor allem keine Aussicht auf Lebensunterhalt.
Was denkst Du, woran es liegt, daß sich Mädchen so wenig für Physik, Mathe, Informatik interessieren?
Schlechte Lehrer? Schlechter Ruf der Fächer, falsche Vorstellungen. Keine Ahnung.
Wie alt sind B-Juniorinnen? 16? Die haben dan so vor 10 Jahren angefangen. Da war der Frauenfussball an einem anderen Punkt als heute.
Ich sehe da keinen großen Unterschied zu der Zeit vor 10 Jahren. Es ist eher so, daß insgesamt das Interesse am Fußballspielen abgenommen hat. Die meisten Vereine müssen heute in Spielgemeinschaften gehen, um überhaupt noch für alle Jahrgänge ein Team aufzustellen.
[...] vor allem keine Aussicht auf Lebensunterhalt.
... so wie bei den allermeisten Buben auch. Ich rede hier von Freizeitsport. Von den vielen Buben und Mädchen, die ich hier beim Fußball sehe, wird keiner sein Geld mit Fußball verdienen.
Oh, stimmt nicht ganz. Aus unserer Stadt stammt eine junge Frau, die hier mit Fußball begonnen hat und ihren Weg über verschiedene Profivereine bis in die Nationalmannschaft gegangen ist.
Was denkst Du, woran es liegt, daß sich Mädchen so wenig für Physik, Mathe, Informatik interessieren?
Schlechte Lehrer? Schlechter Ruf der Fächer, falsche Vorstellungen. Keine Ahnung.
Es gibt seit Jahrzehnten eine massive Förderung, um Mädchen für diese Fächer zu interessieren. Den Girls Day gibt es seit 2001. Notenmäßig gibt es keinen Unterschied zwischen Buben und Mädchen, eher haben die Mädchen die Nase vorn. Und dennoch entscheiden sich weniger Mädchen für Ingenieursberufe als Buben.
Kommen wir der Sache näher, wenn wir fragen: Warum entscheiden sich Buben für Ingenieursberufe, auch wenn sie im Durchschnitt schlechtere Noten als Mädchen haben?
Es ist eher so, daß insgesamt das Interesse am Fußballspielen abgenommen hat.
Ich habe dazu jetzt ein wenig recherchiert. Gemäss meinen Infos verzeichnet der Bayerische Fussballverband aktuell einen neuen Mitgliederrekord mit 1,7 Millionen. Bei den Jüngsten (G bis E- Jugend) gab es 50k Neueintritte. Rückgängig sind die Zahlen ein wenig bei den Jahrgängen der 14 bis 18-jährigen.
Falls es zur Bildung von Spielgemeinschaften kommt, ist das - gemäss meinen Infos - mehr in ländlichen Gebieten der Fall und eher auf den demografischen Wandel denn auf ein abnehmendes Interesse bei Jugendlichen zurückzuführen. Der Fussball ist davon aktuell noch kaum betroffen. Andere Sportarten wie Eishockey, Handball oder Basketball jedoch stärker. Finde ich noch interessant. 🙂
Deine Aussage machte mich ein wenig stutzig, denn hier in der Schweiz erlebt der Frauenfussball - und gerade bei den Mädchen - einen nie dagewesenen Boom. Dass der Unterschied zwischen der Schweiz und Bayern derart gross wäre, hätte mich doch sehr überrascht.
Ich habe dazu jetzt ein wenig recherchiert.
Danke. Du hast völlig recht.
Mein Eindruck hat getrogen. Ich bin vor allem von der aktuellen Situation ausgegangen, habe aber nicht bedacht, wie sie davor war. Außerdem habe ich mich von den Worten der Trainer auf die falsche Fährte locken lassen.
Bei den B-Juniorinnen ist die unterste Liga die Bezirksliga (hier: Bezirk Oberbayern). Das bedeutet Fahrzeiten von eineinhalb Stunden zu einigen Auswärtsspielen. Bei den Buben gehen die Ligen runter bis auf Landkreisebene mit Fahrzeiten von maximal 30 Minuten. Nicht bedacht habe ich, daß es davor vielleicht gar keinen Ligabetrieb gab.
Bei den B-Juniorinnen ist das Alter sehr gemischt. Um überhaupt ein Team zusammenzubekommen, werden jüngere Mädchen "raufgeholt". Das ist in fast allen Teams so. Nicht bedacht habe ich, daß es früher vielleicht gar keine Teams gab.
Fast alle Vereine spielen heute in Spielgemeinschaften. Auch bei den Buben geht der Trend dorthin. Ein Trainer sagte zu mir, daß die wenigsten Vereine ohne SG auskommen, was früher ganz anders war. Es ist wohl tatsächlich so, daß früher mehr Jugendliche aus dem gleichen Ort spielten, so daß der Verein ein ganzes Team aufstellen konnte. Insgesamt spielen heute mehr Jugendliche, aber die kommen aus mehreren Orten.
Danke für Deinen Hinweis!
Deine Aussage machte mich ein wenig stutzig, denn hier in der Schweiz erlebt der Frauenfussball - und gerade bei den Mädchen - einen nie dagewesenen Boom.
Von einem Boom würde ich trotzdem nicht sprechen. Letztes Jahr veranstaltete der Verein meiner Tochter einen Mädchen-Fußballtag. Gekommen ist: genau ein Mädchen. Unser Stadtteilverein hat gar keine Mädchenmannschaft, weshalb meine Tochter auf den Nachbarverein ausweichen mußte.
Ich war vorletztes Jahr bei einem Spiel der Frauen des FC Ingolstadt, 2. Bundesliga. Anzahl Zuschauer: etwa 50. Gespielt wurde auf dem Trainingsplatz der Männer hinter dem Stadion. Da sind die Spiele der A-Jugend unseres Stadtteilvereins bei den Buben besser besucht ...
Andererseits hat der FC Bayern beim Eröffnungsspiel der Frauen-Bundesliga einen neuen Zuschauerrekord aufgestellt: fast 58.000 Zuschauer. Schön!
In diesem Artikel wird bestätigt, daß es in Bayern einen starken Anstieg gibt: "Wir konnten den Abwärtstrend stoppen. Vor allem bei den C- und D-Juniorinnen steigen die Mädchen-Mannschaften extrem an". Heißt aber auch, daß es davor eine Flaute gab. Vielleicht schwappt dieser Trend ja noch aus den Großstädten über aufs Land.
Ich sehe da keinen großen Unterschied zu der Zeit vor 10 Jahren. Es ist eher so, daß insgesamt das Interesse am Fußballspielen abgenommen hat.
Das ist anscheinend regional unterschiedlich.
... so wie bei den allermeisten Buben auch. Ich rede hier von Freizeitsport.
Es gibt im Fussball Freizeitsport? Also bei uns ist das ne ernste Sache. 2 bis 3x pro Woche Trainung bei jedem Schietwetter und viele Wochenenden Spielbetrieb.
Die Talente wandern ja schon U15 in die grösseren Vereine ab und für alle anderen ist es ein recht zeitaufwändiges Hobby und spätestens wenn man gegen Schulende kommt oder in Ausbildung ist, muss man sich gut überlegen, ob das Platz hat.
Von den vielen Buben und Mädchen, die ich hier beim Fußball sehe, wird keiner sein Geld mit Fußball verdienen.
Schon nicht, aber als Junge kann man wenigstens davon träumen. Als Mädchen braucht man nicht mal das. In Deutschland bekommt eine Spielerin der 1. Bundesliga nur einen Bruchteil von dem Gehalt, was ein Drittligaspieler bei den Herren nach Hause schleppt.
In anderen Ländern, verdienen die Frauen in der höchsten Liga gar kein Geld oder fast keins. Die Trainings finden dann erst am Abend statt, damit die Damen noch einem Brotjob nachgehen können. Da sitzen die Herren der Schöpfung schon vor der Playstation.
Es gibt seit Jahrzehnten eine massive Förderung, um Mädchen für diese Fächer zu interessieren. Den Girls Day gibt es seit 2001. Notenmäßig gibt es keinen Unterschied zwischen Buben und Mädchen, eher haben die Mädchen die Nase vorn. Und dennoch entscheiden sich weniger Mädchen für Ingenieursberufe als Buben.
Als den Girls- und Boysday würde ich jetzt nicht als massive Förderung betrachten. Da wird ja lediglich den Kindern und Jugendlichen gezeigt, welche Berufe es gibt in denen ihr Geschlecht unterrepräsentiert ist. Unterrepräsentiert ist ein Geschlecht ab einem Gap >20% bei den Ausbildungsanfängern. Das ist recht niedrig angesetzt.
Ich hab anhand der Berufelisten jetzt gesehn, dass ich einen geschlechtsuntypischen Beruf ausübe. Bin fast nicht mehr rausgekommen aus dem Lachen. Mit der Lebenswirklichkeit hat das genausoviel zu tun, wie das Studium mit dem Berufsalltag. Nämlich nichts.
Kommen wir der Sache näher, wenn wir fragen: Warum entscheiden sich Buben für Ingenieursberufe, auch wenn sie im Durchschnitt schlechtere Noten als Mädchen haben?
Ich fänds ja mal gut von dieser Überbewertung der Noten wegzukommen. Noten sind eigentlich im Kern bedeutungslos. Gute Noten helfen einem einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu bekommen, dass wars dann aber auch schon. Gute bis sehr gute Schulabschlüsse treffen keine Aussage, ob man ein guter Ingenieur oder Mediziner oder sonst was sein kann oder wird. Noten treffen auch keine Ausage über Interessen.
Für ein Ingenieursstudium braucht man im übrigen auch keine Topschulnoten. Selbst für Medizin und Psychologie gibt es inzwischen gangbare Umwege, um auch mit einem Schnitt schlechter als 2 einen Studienplatz zu bekommen. Aber das steinig, man es auch wirklich wollen und ich behaupte, dass sind dann am Ende die besseren Fachleute, als diejenigen, die mit 1.0 vom Gymnasium kommen.
Weshalb bleibst du eigentlich selbst so vage in deinen Aussagen. Worauf willst du hinaus?
Weshalb bleibst du eigentlich selbst so vage in deinen Aussagen. Worauf willst du hinaus?
Ich beobachte, daß Buben in der Schule im Schnitt schlechter abschneiden; dennoch ergreifen sie Studienfächer aus dem mathematisch-ingenieurswissenschaftlichen Bereich.
Gleichzeitig werden die MINT-Fächer den Mädchen durch Förderungen schmackhaft gemacht. In der Schule schneiden sie in diesen Fächern mindestens so gut wie die Buben, häufig sogar besser ab. Dennoch ergreifen sie deutlich weniger häufig Studienfächer aus diesem Bereich.
Ich kann mir das nicht erklären.
Nehmen wir an, es liegt daran, daß sich die Mädchen nicht für MINT-Fächer interessieren, auch wenn sie darin gut sind.
Wäre es dann nicht sinnvoll, die Förderung auf die Buben zu verlagern? Wenn die Buben sich dafür mehr interessieren, wäre eine frühere Förderung unterm Strich für die Wirtschaft und die Zufriedenheit aller besser.
Da interessiert mich der Blick anderer, die vielleicht eine Erklärung dafür haben.
Ich beobachte, daß Buben in der Schule im Schnitt schlechter abschneiden; dennoch ergreifen sie Studienfächer aus dem mathematisch-ingenieurswissenschaftlichen Bereich.
Zur Bedeutung von Noten hab ich mich schon ausführlich geäussert, ich finde es nicht sinnvoll darauf herum zu reiten.
Gleichzeitig werden die MINT-Fächer den Mädchen durch Förderungen schmackhaft gemacht.
Welche Förderungen sind das ausser der eine Tag im Jahr? Gibts Gratisnachhilfe in Mathe für Mädchen und für Jungs nicht?
Ich kann mir das nicht erklären.
Muss man das erklären?
Nehmen wir an, es liegt daran, daß sich die Mädchen nicht für MINT-Fächer interessieren, auch wenn sie darin gut sind.
Wäre es dann nicht sinnvoll, die Förderung auf die Buben zu verlagern?
Nein. Wenn man meint bestimmte Fähigkeiten fördern zu müssen, kann man das geschlechtsunabhängig machen.
Wenn die Buben sich dafür mehr interessieren, wäre eine frühere Förderung unterm Strich für die Wirtschaft und die Zufriedenheit aller besser.
Es ist völlig egal, was gut für "die Wirtschaft" wäre. In der Schule gehts um die Kinder. Ist schon schlimm genug, dass sich "die Wirtschaft" in den Hochschulen breit macht, aber sonst Nachwuchs nur als Geldverschwendung betrachtet.
Welche Förderungen sind das ausser der eine Tag im Jahr? Gibts Gratisnachhilfe in Mathe für Mädchen und für Jungs nicht?
Es gibt nicht nur den Girls Day. Es gibt zahlreiche andere Förderprogramme. CyberMentor, Wir stärken Mädchen, ESTEAM fests and communities for girls, Ada Lovelace Projekt. Schon bei mir im Studium gab es Einführungskurse speziell für Frauen. Du wirst sicher viele Projekte finden, wenn Du danach suchst.
Nein. Wenn man meint bestimmte Fähigkeiten fördern zu müssen, kann man das geschlechtsunabhängig machen.
Wenn es um Fähigkeiten geht, hast Du recht. Wenn es um das Interesse geht, nicht. Deshalb fragte ich nach den Gründen. Ich glaube, es hängt vor allem vom Interesse ab.
Es ist völlig egal, was gut für "die Wirtschaft" wäre. In der Schule gehts um die Kinder. Ist schon schlimm genug, dass sich "die Wirtschaft" in den Hochschulen breit macht, aber sonst Nachwuchs nur als Geldverschwendung betrachtet.
Diese Initiativen gibt es seit vielen Jahren. Das Interesse der Mädchen ist weiterhin gering. Also scheinen die Initiativen nicht so richtig viel zu bringen. Ist es wirtschaftlich, auf diesem Weg weiter zu machen?
Du hast nur den Aspekt "Wirtschaft" rausgepickt. Ich schrieb aber auch von der Zufriedenheit. Ob Mädchen so viel Spaß haben, wenn man ihnen immer wieder sagt, wie cooool MINT ist? Wer weiß, vielleicht wollen sie in Ruhe gelassen werden mit dem Girls Day?
Doch klar war es das. Es gab eine Normverschiebung. Die Anforderungen, denen Jungs genügen sollen, haben sich massiv geändert.
Hast Du mal Beispiele? Was für Normverschiebungen meinst Du, und welche Anforderungen haben sich geändert?
Mädchen lassen es oft weniger raushängen, wenn sie etwas für Bullshit halten und passen sich an.
Weiß ich nicht Ich habe vieles für Bullshit gehalten, und meine Tochter bringt oft sehr leidenschaftlich zum Ausdruck, was sie für Bullshit hält. Oder wo es im Schulsystem krankt.
Gelernt wird das dann halt trotzdem. Wenn auch die Motivation in solchen Fällen durchaus zu wünschen übrig lässt.
Es heißt ja auch, dass Mädchen früher reif werden - und zwar nicht nur körperlich. Unsere Lokalzeitung hat das vor zig Jahren mal so auf den Punkt gebracht: Während die jungen Frauen schon in Businessklamotten rumlaufen tragen die gleichaltrigen jungen Männer noch Baggypants.
Symptomatisch ist m.E. auch der Frauenschwund in Ostdeutschland. Wenn Frauen was nicht passt, ändern sie etwas an der Situation. Männer bleiben und jammern lieber. Jetzt mal ganz pauschal, aber der Effekt ist ja schon irgendwie statistisch nachweisbar.
Das scheint mir eher dafür zu sprechen, dass es nicht nur Anpassung ist, sondern auch ein Mindset der sagt: Mir passt was nicht, aber ich mach was dagegen. Der Stoff ist zwar Bullshit, ich will aber keine schlechten Noten, also mach ich was dagegen. Während sich Jungs dann ihre Erfolgserlebnisse am Computer holen.
Was auch nicht ganz zu verachten ist, sind die grad in niedrigen Klassenstufen massiven Entwicklungsstufen der einzelnen Kinder. Zum einen ist da der Gap zwischen Jungs und Mädchen und dann kommen noch die Wenn ich bei uns in die Grundschule gucke sind da in der ersten Klasse Jungen und Mädchen im Alter zwischen 5 und 7 Jahren. Und alle sollen die gleiche Leistung und das gleiche angepasste Verhalten bringen. Funktioniert halt nicht.
Aber das ist doch auch nichts wirklich neues. Seit wann haben wir Koedukation, und seit wann treffen Kinder, die recht spät eingeschult werden, weil sie zurückgestellt wurden, auf Kann-Kinder, die so früh wie irgend möglich eingeschult werden? Letzteres zeigt übrigens, dass durchaus auf den Entwicklungsstand von Kindern Rücksicht genommen wird.
Und wenn sich abzeichnet, dass ein Kind noch Defizite hat, kann es auch passieren, dass es eine Klasse wiederholen muss. Ich arbeite an einer Grundschule und sehe, dass das Jungs wie Mädchen gleichermaßen betrifft. Aber o.k., das mag man unter "anekdotische Evidenz" verbuchen.
Es gibt wohl mehr Mädchen, die sich für Fussball interessieren (wenn man sie lässt), als für Physik. Aber zum Glück kann man auf dem Gymnasium Physik irgendwann abwählen. Deutsch aber leider nicht.
Ja, war jetzt auch nur ein Beispiel, was bei mir hängen geblieben ist. Insgesamt hieß es, dass sich die Präsentation der Lernstoffe tendenziell eher an der Lebenswirklichkeit oder den Interessen von Jungs orientieren.
Aber zum Glück kann man auf dem Gymnasium Physik irgendwann abwählen. Deutsch aber leider nicht.
Von der Möglichkeit, Physik abzuwählen, habe ich dann auch Gebrauch gemacht. Ebenso Chemie, Biologie. "Deutsch aber leider nicht" war bei mir "Mathe aber leider nicht". Deutsch habe ich dann sogar noch als LK gemacht.
Ich bin das volle Klischee, was den Bildungsweg von Frauen betrifft: Auf der sprachlich-geisteswissenschaftlichen Schiene unterwegs. Auf dem Gleis also, das zu schlechter bezahlten Jobs führt. Mit einem Abschluss, wo man dem Typ auf dem Arbeitsamt erstmal erklären muss, dass das ein Universitätsabschluss ist (Magistra Artium).
Während mein Mann so ominöse LK wie Mathe und Physik hatte, seinen Dipl.Ing. gemacht hat, sich nie mit Problemen wie Jobsuche befassen musste und deutlich mehr Geld verdiente als seine Geisti-Gattin.
mit insgesamt 3 Mitschülern erinnere*
Schräg. Ich glaube, bei uns gab es eine Mindestanzahl an Interessenten, damit ein LK etabliert wird. Weiß nicht mehr welche, aber so kleine Kurse gab es bei uns nicht.
Das dürften eigentlich traumhafte Lernbedingungen sein.
@tatokala Ich glaube, bei uns wurde auch diskutiert, ob der Physik-LK stattfindet. Alternativ hätte ich vermutlich Chemie genommen. Im 12. Schuljahr hatten wir tatsächlich diese Minimalbesetzung, im 13. Schuljahr wurden wir dann mit den "Physikern" des nächsten Jahrgangs zusammengelegt, da waren wir dann etwas über 10 Leute.
Von den Lernbedingungen war es natürlich sehr gut, allerdings hatte ich dann einen sehr fragmentierten Stundenplan, da der kleine Physik-LK natürlich bei der Stundenplanerstellung keine hohe Priorität hatte und zu Zeiten stattfand, zu denen die meisten Mitschüler schon auf dem Heimweg oder gar zu Hause waren.
Ich hatte auch "so ominöse LK wie Mathe" und erinnere mich immer noch gerne an diesen Kurs zurück. Für mich war es ein super Ausgleich zum Kunst-LK und damit die ideale Kombination.
Bin später aber doch Geisti geworden.
lg Tatokala
Danke für die Antwort. Ich dachte eher an die Botschaft zwischen den Zeilen, die mir vielleicht verborgen geblieben ist. Sei's drum.
Ich hatte das Thema bewußt hier im Unterforum "MannSein" aus Anlaß des Weltmännertags gestartet. Es interessiert mich, wie der Tag und die Männeranliegen wahrgenommen werden und was die Gründe für die geringe mediale Beachtung sein könnten.
Der Gender Pay Gap ist ein feministisches Standardthema. Darum geht es mir bei dem Thema gerade nicht. Auch das Schlechtmachen von Männern ("faul") gehört nicht zu meinem Thema.
Es geht mir um die männliche Perspektive, um die Erfahrungen von Männern, um ihre Belastungen und ihre Anliegen.
Ehrlich gesagt, finde ich es frustrierend. Sogar am Weltmännertag im MannSein-Forum wird auf Frauenthemen umgelenkt.
Ich hatte anfangs geschrieben:
Ist es aus Eurer Sicht wichtig, über Männeranliegen zu sprechen?
Aus Deiner Antwort lese ich ein "Nein" heraus. Oder gibt es Männeranliegen, die Du interessant und wichtig findest?
Es geht mir um die männliche Perspektive, um die Erfahrungen von Männern, um ihre Belastungen und ihre Anliegen.
Ehrlich gesagt, finde ich es frustrierend. Sogar am Weltmännertag im MannSein-Forum wird auf Frauenthemen umgelenkt.
Auch "Frauenthemen" wie Gleichberechtigung kommen nicht ohne Vergleich mit den Männern aus. Das bedingt sich einfach.
Auch "Frauenthemen" wie Gleichberechtigung kommen nicht ohne Vergleich mit den Männern aus. Das bedingt sich einfach.
Gleichberechtigung ist kein Frauenthema, sondern ein gesellschaftliches Thema. Das dürfte auch bei Männern einen großen Konsens genießen.
Der Vergleich mit dem anderen Geschlecht dient in meinen Beispielen dazu, sie tatsächlich als Männeranliegen nachzuweisen. Wenn 78% der Obdachlosen Männer sind, dann ist es vermutlich eher ein Männeranliegen.
Zum Thema würde dann eine aktuelle Schlagzeile des SWR passen: Wohnungslosigkeit: Warum besonders Frauen betroffen sind 😉 Nein, vergiß es... siehe nächsten Satz ...
Ich habe bewußt versucht, bei den Themen nicht die Anliegen von Männern gegen die Anliegen von Frauen auszuspielen. Warum auch. Zur Gleichberechtigung gehört für mich, daß man über Männeranliegen ebenso spricht wie über Frauenanliegen.
Gleichberechtigung ist kein Frauenthema, sondern ein gesellschaftliches Thema. Das dürfte auch bei Männern einen großen Konsens genießen.
Wie man's nimmt. "Gleichberechtigung" bzw. "Gleichstellung" lässt sich auch dadurch erreichen, dass Männer künftig genau so wenig verdienen wie Frauen.
Da dürfte sich dann wohl nirgends ein Konsens finden lassen...
Ich habe bewußt versucht, bei den Themen nicht die Anliegen von Männern gegen die Anliegen von Frauen auszuspielen. Warum auch. Zur Gleichberechtigung gehört für mich, daß man über Männeranliegen ebenso spricht wie über Frauenanliegen.
Ja, nur kommt man da doch kaum ohne Vergleiche aus. Wenn Jungs durchweg schlechte Schulnoten haben, Mädchen aber nicht - dann muss man hier doch vergleichen. Was läuft bei den einen gut, was bei den anderen nicht klappt?
Denn eine "Männerangelegenheit" wird es ja nicht durch die Schulnoten allein, sondern aufgrund der besseren Noten der Mädchen im Vergleich.
So ganz ausklammern lässt sich das also nicht.
Aus Deiner Antwort lese ich ein "Nein" heraus.
Zu unrecht. Ich bezog mich, wenn Du mal hochscrollst, auf einen ganz konkreten Punkt, nämlich:
Zum Beispiel das Thema Bildung. Wenn Du einen Sohn oder Neffen oder Bruder hast, der in der Ausbildung steckt, ist das schon spannend: Es besteht die Gefahr, daß er bei gleicher Leistung schlechter bewertet wird als ein Mädchen.
Und da habe ich meine Sicht als Mutter von zwei Söhnen und einer Tochter geschildert. Eine Sicht, mit der ich auch nicht alleine stehe.
Und dann erlaube ich mir auch darauf hinzuweisen, dass sich die Nachteile in der Schule offenbar sich insgesamt gesehen langfristig nicht niederschlagen. Dann haben Frauen zwar die höhere Bildung, aber trotzdem geringere Aufstiegsmöglichkeiten oder weniger Gehalt.
Oder gibt es Männeranliegen, die Du interessant und wichtig findest?
Durchaus, die höhere Suizidanfälligkeit z.B. Es scheint, als hätten Männer tendenziell eine geringere Resilienz als Frauen.
Oder aber sie holen sich seltener Hilfe. Das ist auch ein Grund, warum ihre Lebenserwartung geringer ist: Weil sie z.B. seltener Vorsorgeangebote wahrnehmen, sich um Arztbesuche drücken. Dazu kommt ein tendenziell ungesünderer Lebensstil. Oder warum sie auf der Straße landen. Hilfsangebote gibt es vermutlich genug.
Es interessiert mich, wie der Tag und die Männeranliegen wahrgenommen werden und was die Gründe für die geringe mediale Beachtung sein könnten.
Der Unterschied zwischen Frauen- und Männerthemen ist m.E. ganz grob gesagt der, dass Frauenthemen strukturell bedingt sind, und sowas halt auch eher thematisiert wird. Nicht nur beruflich. Heute z.B. ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Ja, natürlich werden auch Männer Opfer von häuslicher Gewalt, meist sind aber Frauen und Kinder die Opfer und Männer die Täter.
Immer wieder wird auch thematisiert, dass sich die Dosierung von Medikamenten und Beschreibung von Symptomen an Männern orientieren, und Frauen dementsprechend auch Nachteile haben.
Bei Männern dagegen sind die Probleme weniger strukturell bedingt. Naja, vielleicht auch etwas kulturell - der Mann als Versorger, Macher, der harte Kerl.
Und da wird dann wieder das interessant:
- Es gibt immer weniger positive Rollenvorbilder für Männer und Väter
Der Macho ist out, aber der Softie, der im Haushalt hilft und Elternzeit nimmt, wird auch ausgelacht.
Im übrigen wollte ich Männer auch nicht als "faul" schlecht machen. Verbietet sich schon allein deshalb, weil mein Mann fleißiger ist als ich. Ein Schaffer.
Die "Faulheit" bezog sich ganz konkret auf das Phänomen, wenn intelligente Personen schlechte Noten schreiben, weil sie überm Gamen alles andere um sich herum vergessen. Und das ist tendenziell eher bei Jungs der Fall.
Und dann erlaube ich mir auch darauf hinzuweisen, dass sich die Nachteile in der Schule offenbar sich insgesamt gesehen langfristig nicht niederschlagen. Dann haben Frauen zwar die höhere Bildung, aber trotzdem geringere Aufstiegsmöglichkeiten oder weniger Gehalt.
Blöderweise hocken in der Schule Individuen und keine Statistiken.
Leider hat das Forum meinen Beitrag beim Abschicken geschluckt. Deshalb jetzt mein zweiter Versuch. Der wird wohl weniger durchdacht und weniger diplomatisch. Sorry.
Hallo @alescha
danke für Deine Antwort. Leider gehst Du darin nicht auf das ein, was mir am wichtigsten war, nämlich die Frage: Warum lenkst Du den Fokus auf Frauenthemen? Warum ist es Dir wichtig, hier Deine Sicht als Mutter zu betonen?
Ich habe aus gutem Grund das MannSein-Forum gewählt und zum Männertag geschrieben. Ich habe deutlich darauf hingewiesen, daß es mir um die Sicht von Männern geht und um Männeranliegen. Dennoch schreibst Du wiederholt über Frauenthemen, wie den Gender Pay Gap und den Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.
Ich hatte darauf hingewiesen, daß mich das frustriert. Dennoch machst Du weiter.
Aus welchem Grund? Das verstehe ich nicht. Ich grüble darüber nach, statt mich auf die Themen zu konzentrieren. Ist es Absicht? Ist es Unachtsamkeit? Oder stört es Dich, wenn Frauenanliegen nicht mitgenannt werden?
Ich wollte es vermeiden, Männeranliegen gegen Frauenanliegen aufzurechnen. Ich kenne die Frauenanliegen, denn ich lese sehr viel darüber. Im Verhältnis dazu kommen Männeranliegen sehr kurz. (Siehe Anmerkung unten.) Deshalb wollte ich am Männertag bewußt den Blick auf Männeranliegen lenken.
Ich habe nichts dagegen, wenn sich Frauen hier im MannSein-Forum beteiligen. Doch ich bitte darum, das Thema und den Fokus zu respektieren.
Wenn Dir Frauenanliegen wichtig sind, dann nutze bitte das Frauenforum oder das Politik-Forum.
Ich werde mich hier nicht zu den Frauenthemen äußern. Dir und den anderen Foristen steht es natürlich frei, hier weiter über Gender Pay Gap, Gewalt gegen Frauen oder frauenbenachteiligende Medikamente zu diskutieren.
Zum Männertag habe ich ChatGPT gebeten, zu analysieren, wie sich die Berichterstattung über den Frauentag und den Männertag in deutschen Medien quantitativ unterscheidet. Fazit:
Der Frauentag ist in deutschen Medien deutlich präsenter als der Männertag — in Reichweite, thematischer Tiefe und Regelmäßigkeit. Der Unterschied ist sichtbar und konsistent über Leitmedien und Regionalsample.
Für viele große deutsche Medien existiert eine deutlich intensivere und regelmäßige Berichterstattung zum Internationaler Frauentag im Vergleich zu Beiträgen zum Internationaler Männertag.
Frauentag bekommt regelmäßig Aufmerksamkeit, Männertag kaum.
Hallo Mike
Leider hat das Forum meinen Beitrag beim Abschicken geschluckt.
So, jetzt ist mir das gleiche passiert.
Ich versuche es auch nochmal:
Warum ist es Dir wichtig, hier Deine Sicht als Mutter zu betonen?
Weil ich die Mutter von Söhnen bin. Von Männern oder zukünftigen Männern also.
Und meine Erfahrung eben die ist, dass es eben nicht damit getan ist, einfach sowas in den Raum zu stellen:
Zum Beispiel das Thema Bildung. Wenn Du einen Sohn oder Neffen oder Bruder hast, der in der Ausbildung steckt, ist das schon spannend: Es besteht die Gefahr, daß er bei gleicher Leistung schlechter bewertet wird als ein Mädchen.
Die Gefahr, dass Jungs schlechtere Noten haben liegt meiner Meinung nach weniger in ungerechter Benotung (auch wenn ich nicht ausschließe, dass es sowas gibt), d.h. also an einer Benachteiligung von Jungs, sondern daran, dass es Jungs tendenziell mehr als Mädchen vorziehen, ballernd durch virtuelle Welten zu laufen oder mit Endermen und Creepern zu kämpfen als sich mit ihrem Schulstoff zu befassen.
Aber wenn für Dich die Erfahrung von Jungsmüttern nichts mit Männern zu tun hat, o.k.
Oder stört es Dich, wenn Frauenanliegen nicht mitgenannt werden?
"Stören" ist das falsche Wort. Aber wie Lucan schon sagte, bedingen sich Männer- und Frauenanliegen mitunter gegenseitig.
Ich werde mich hier nicht zu den Frauenthemen äußern. Dir und den anderen Foristen steht es natürlich frei, hier weiter über Gender Pay Gap, Gewalt gegen Frauen oder frauenbenachteiligende Medikamente zu diskutieren.
Hier zum Beispiel. Hast Du mal darüber nachgedacht, dass die Gewalt gegen Frauen auch mit den Gründen zu tun haben könnten, die auch zu einer höheren Selbstmordrate bei Männern oder einem höheren Obdachlosigkeitsrisiko führen? Ich weiß es nicht, aber man könnte ja mal darüber nachdenken, und dann hätte man eine Überschneidung von Männer- und Frauenanliegen.
Und Gewalt gegen Frauen ist m.E. auch nicht nur ein Frauenthema, wenn man sieht, dass Täter meist männlich sind. Man könnte ja fragen: Woran liegt das? Was macht Männer zu Gewalttätern? Von entsprechenden Überlegungen profitieren auch Männer, schließlich sind ja nicht nur Frauen Ziel männlicher Aggression.
Aber lassen wir das, bevor ich wieder anfange, Dein Anliegen zu ignorieren.
Auch wenn ich durchaus finde, dass sich Deine Punkte um
- Männer stellen die Mehrheit in Justizvollzugsanstalten
ergänzen ließe.
Deswegen zu Deinem Punkt, warum der Männertag weniger Aufmerksamkeit erhält. Meine Gedanken dazu:
Seit der Sesshaftwerdung des Menschen lebt der Mensch meist in patriarchalen Strukturen, wo der Mann das Maß aller Dinge war. Frauen hatten keine oder weniger Rechte und wurden in allen möglichen Belangen benachteiligt. Jetzt liegt der Fokus darauf, wie man davon weg kommt. Natürlich erfahren dann Frauenthemen eine höhere Aufmerksamkeit. Weil man da halt mehr Handlungsbedarf sieht.
Zum Beispiel das Thema Bildung. Wenn Du einen Sohn oder Neffen oder Bruder hast, der in der Ausbildung steckt, ist das schon spannend: Es besteht die Gefahr, daß er bei gleicher Leistung schlechter bewertet wird als ein Mädchen.
Das stimmt. Gleiches gilt aber auch umgekehrt, weil eine Beurteilung in der Schule (Oder Berufsschule) nie völlig neutral und gerecht ist. Denn am Ende sind da immer noch Menschen, die urteilen, und die sind nie völlig neutral - egal wie man sich auch bemüht.
Buben brechen auch viel häufiger die Ausbildung ab als Mädchen. Da haben sich die Verhältnisse gedreht zu früher. Doch von Bubenförderung wirst Du nicht viel hören.
Fragt sich woran das liegt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Jungs ein Problem mit Autorität haben. Die schmeißen dann alles hin, wenn es mal ein ernsthaftes Kritikgespräch gab.
Denkbare Gründe gibt es da viele. Ich würde da nicht sofort auf eine Ungerechtigkeit schließen.
Denkbare Gründe gibt es da viele. Ich würde da nicht sofort auf eine Ungerechtigkeit schließen.
Ich schrieb oben nicht von Ungerechtigkeit, sondern daß es darum geht, die Nichtförderung von Buben zu hinterfragen.
Sind Schule und Erziehung bubengerecht, wenn sie dazu führen, daß Buben in den Noten und Schulabschlüssen hinter die Mädchen zurückfallen?
Der Männertag wäre geeignet, das anzusprechen. Leider ist das so gut wie gar nicht geschehen. Woran mag es liegen, daß das nicht thematisiert wird?
Ich schrieb oben nicht von Ungerechtigkeit, sondern daß es darum geht, die Nichtförderung von Buben zu hinterfragen.
Das wäre ja eine Ungerechtigkeit, oder nicht?
Aber liegt es denn wirklich an falscher oder fehlender Förderung? Da müsste man ja erst mal hinschauen, wie die Ergebnisse zustandekommen.
Ich erlebe Mädchen oft als angepasster und aufmerksamer. Kann sein, dass ich da eine falsche Wahrnehmung habe - dann läge es an mir. Kann aber auch sein, dass es andere Ursachen gibt. Dann müsste man schauen, was da los ist.
So pauschal lässt sich kaum was sagen.
Das wäre ja eine Ungerechtigkeit, oder nicht?
Eine Ungleichheit.
Da müsste man ja erst mal hinschauen, wie die Ergebnisse zustandekommen.
Genau. Und das passiert nicht. Nicht einmal am Männertag. Darüber rede ich.
So pauschal lässt sich kaum was sagen.
Ok.
Ups, der Teil mit „Ungleichheit“ sollte außerhalb des Zitats stehen. Sorry, mein Editier-Fehler.
Genau. Und das passiert nicht. Nicht einmal am Männertag. Darüber rede ich.
Na ja... aber erst müsste man ja einmal feststellen, ob es tatsächlich ein "Männerproblem" ist, bevor man es zum Thema macht, oder?
Also, zumindest die Ursachen feststellen... damit man sagen kann: "Hey, hier werden Jungs/Männer ungerecht behandelt!"
Na ja... aber erst müsste man ja einmal feststellen, ob es tatsächlich ein "Männerproblem" ist, bevor man es zum Thema macht, oder?
Es ist schon lange bekannt, daß Buben in der Schule zurückfallen. Bereits 2003 meldete die OECD in ihrem Bildungsbericht, daß Buben tendenziell durch den Schulbetrieb benachteiligt sind, und zwar in allen Bundesländern gleichmäßig.
Auch der PISA-Test zeigt das Ungleichgewicht regelmäßig deutlich. Ein Fünftel der Buben hat gravierende Schwächen beim Lesen.
Gleichzeitig gibt es so gut wie keine Förderung beispielsweise durch Ministerien. Während es sehr viele Mädchenförderprojekte gibt, die offensichtlich Erfolg haben, gibt es nur ein paar Alibi-Projekte für Buben.
Ich habe vor ein paar Jahren im Internet nach einer Leseförderung für Buben recherchiert. Da gab es dann eine Liste mit Büchertips. Die Liste war schon etwas betagt und wurde nicht mehr gepflegt. Das fand ich ernüchternd.
Es gibt mehrere Untersuchungen, die zu dem Ergebnis kommen: Bei gleichen Leistungen bekommen Buben die schlechteren Noten als Mädchen, und bei gleichen Noten werden Buben seltener fürs Gymnasium empfohlen als Mädchen. Das wurde schon 2007 vom Bundesbildungsministerium festgestellt.
Also, zumindest die Ursachen feststellen... damit man sagen kann: "Hey, hier werden Jungs/Männer ungerecht behandelt!"
Man sollte meinen, daß es bei der Datenlage jede Menge Untersuchungen zu den Ursachen gibt. Genau darauf hinzuweisen, wäre das versucht der Männertag.
Vielleicht finden wir die Ursache nicht oder wollen sie nicht finden. Wir sehen aber doch, daß Buben zurückfallen. Wäre es nicht die Aufgabe der Pädagogen, einen Weg zu finden, das Lernen für Buben auch bubengerecht zu gestalten?
Es ist schon lange bekannt, daß Buben in der Schule zurückfallen. Bereits 2003 meldete die OECD in ihrem Bildungsbericht, daß Buben tendenziell durch den Schulbetrieb benachteiligt sind, und zwar in allen Bundesländern gleichmäßig.
Auch der PISA-Test zeigt das Ungleichgewicht regelmäßig deutlich. Ein Fünftel der Buben hat gravierende Schwächen beim Lesen.
Wenn sie tatsächlich Schwächen beim Lesen haben - inwiefern werden sie dann benachteiligt? Denn dann würden sie ja lediglich nach ihren (schwachen) Fähigkeiten beurteilt.
Es ist halt schwer zu sagen, was genau nun ein Nachteil ist, der durch das System entsteht - und was möglicherweise eher an Veranlagung und Erziehung liegt.
Natürlich soll ein Schulsystem den Schülern helfen, ihr Potential optimal zu entfalten. Und wenn dabei die Bedürfnisse von Jungs und Mädchen verschieden sind, dann muss man das berücksichtigen.
Ich finde es halt nur sehr schwer herauszufinden, woran genau es liegt.
Es gibt mehrere Untersuchungen, die zu dem Ergebnis kommen: Bei gleichen Leistungen bekommen Buben die schlechteren Noten als Mädchen, und bei gleichen Noten werden Buben seltener fürs Gymnasium empfohlen als Mädchen. Das wurde schon 2007 vom Bundesbildungsministerium festgestellt.
Mädchen verhalten sich oft braver und angepasster, während Jungs wilder und undisziplinierter agieren. Das mag bei der Beurteilung eine Rolle spielen.
Die Empfehlung fürs Gymnasium sollte aber bei gleichen Noten keine große Rolle spielen... denn die Entscheidung liegt meines Wissens bei den Eltern. Vor allem dann, wenn die entsprechenden Noten vorliegen.
Vielleicht finden wir die Ursache nicht oder wollen sie nicht finden. Wir sehen aber doch, daß Buben zurückfallen. Wäre es nicht die Aufgabe der Pädagogen, einen Weg zu finden, das Lernen für Buben auch bubengerecht zu gestalten?
Nur in Zusammenarbeit mit den Eltern. Und daran hapert es oft. Da wird sehr viel auf die Pädagogen abgewälzt, was diese gar nicht leisten können.
Auch das gehört beim Gesamtbild dazu...
Wenn sie tatsächlich Schwächen beim Lesen haben - inwiefern werden sie dann benachteiligt? Denn dann würden sie ja lediglich nach ihren (schwachen) Fähigkeiten beurteilt.
Zu Beginn sind sie gleichauf. Erst mit der Zeit fallen sie zurück. Vor Jahrzehnten war es auch nicht so, daß Buben im Lesen schwächer waren. Was hat sich in dieser Zeit geändert?
Es ist halt schwer zu sagen, was genau nun ein Nachteil ist, der durch das System entsteht - und was möglicherweise eher an Veranlagung und Erziehung liegt.
Ist nicht die Ergebnisgleichheit das Mantra der heutigen Zeit? Dafür gibt es die Gleichstellungsbeauftragten. Allerdings werden sie in der Regel nicht aktiv, wenn Buben oder Männer Nachteile haben.
Mädchen verhalten sich oft braver und angepasster, während Jungs wilder und undisziplinierter agieren. Das mag bei der Beurteilung eine Rolle spielen.
Klingt wie ein sexistisches Vorurteil. Tatsächlich deuten Untersuchungen genau darauf hin.
Nur in Zusammenarbeit mit den Eltern. Und daran hapert es oft. Da wird sehr viel auf die Pädagogen abgewälzt, was diese gar nicht leisten können.
Vor Jahrzehnten sah es ganz anders aus. Durch intensive Förderung von Mädchen konnten die Mädchen ihren Rückstand aufholen. Nun sind sie den Buben weit voraus. Das ist unabhängig vom Elternhaus.
Es wäre schon viel gewonnen, wenn die Tatsache, daß die Buben zurückgefallen sind, an einem solchen Tag wie dem Männertag thematisiert wird. Und genau das war auch mein Anliegen hier.
Klingt wie ein sexistisches Vorurteil. Tatsächlich deuten Untersuchungen genau darauf hin.
Dass sich Jungs undisziplinierter verhalten habe ich jetzt schon so oft beobachtet, dass ich das kaum für Zufall halte.
Dabei würde ich Jungs keineswegs generell für aggressiver halten... sie zeigen einfach nur ein auffälligeres Verhalten.
Es wäre schon viel gewonnen, wenn die Tatsache, daß die Buben zurückgefallen sind, an einem solchen Tag wie dem Männertag thematisiert wird. Und genau das war auch mein Anliegen hier.
Das ist allerdings schon länger bekannt und auch immer wieder mal ein Thema. Wobei gerade die schulischen Leistungen generell so weit abfallen, dass ich eine generelle Förderung für sinnvoll halte, nicht nur bei den Jungs. Also erst mal das Gesamtniveau steigern, und dann schauen wer noch extra Hilfe braucht.
Und wir sollten mit der Unsitte aufhören, jedem Trottel ein Zeugnis in die Hand zu drücken, egal was er oder sie geleistet hat... damit tut man niemandem einen Gefallen.
Aber das ist wieder ein weites Feld...