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Männlichkeit - eine Umfrage von Plan international

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PeterPaletti
Themenstarter
Beiträge : 1343

hat Männer zwischen 18 und 35 Jahren in Deutschland über ihr Rollenbild befragt. https://www.plan.de/presse/umfragen-und-berichte/spannungsfeld-maennlichkeit.html

Die Hälfte der Männer (50 Prozent) möchte keine Beziehung mit einer Frau eingehen,
die viele Sexualpartner hatte. Gleichzeitig reizt es 37 Prozent der Befragten, mit so vielen
Frauen wie möglich zu schlafen.

Aufreizendes Verhalten aufseiten von Frauen darf als Aufforderung verstanden werden,
meinen 47 Prozent der befragten Männer.

52 Prozent der jungen Männer sehen ihre Rolle darin, im Beruf genug Geld zu verdienen.
Für Hausarbeit ist ihrer Meinung nach vor allem die Partnerin zuständig.

49 Prozent finden es wichtig, in der Beziehung oder Ehe das letzte Wort bei Entscheidungen
zu haben.

Mehr als ein Drittel der befragten Männer (34 Prozent) gibt an, dass sie gegenüber
Frauen schon mal handgreiflich werden, um ihnen Respekt einzuflößen.

Für jeden dritten Mann (33 Prozent) ist es akzeptabel, wenn ihm bei einem Streit mit
der Partnerin gelegentlich die Hand ausrutscht.

 

Also mich hat das Ergebnis der Umfrage schon recht erschreckt. Insbesondere das Ergebnis über die Gewalt in der Partnerschaft. 

Wie geht es euch damit? 

 

 

 

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103 Antworten
Arcangel
Beiträge : 6387

@peterpaletti 

Wurde die Identität der Befragten geprüft? Waren das alles Männer, die hier die Umfrage ausgefüllt haben?

arcangel antworten
4 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@arcangel 

Zum Hintergrund: Plan International Deutschland hat über das Marktforschungsinstitut transpekte und den Online-Panelbetreiber Mo-Web vom 09.03.2023 bis 21.03.2023 eine standardisierte Online-Befragung von 1.000 Männern sowie 1.000 Frauen zwischen 18 und 35 Jahren zu Themen wie Gefühle, Umgang in Beziehungen, Job & Familie, Bewertung anderer männlich gelesener Gruppen, Gewalt sowie Rollenbilder durchführen lassen. Es handelt sich um eine repräsentative Umfrage.

Die Stichproben waren bevölkerungsrepräsentativ nach Altersgruppen (18-24 Jahre, 25-29 Jahre und 30-35 Jahre), nach Bildungsgrad (Menschen mit gar keinem bis Realschulabschluss und mit Abitur oder Hochschulabschluss) und nach den Regionen Nord, Süd, West, Ost aufgebaut.

Quelle: https://www.plan.de/presse/umfragen-und-berichte/spannungsfeld-maennlichkeit.html

neubaugoere antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@neubaugoere 

Eine Umfrage zu den Rollenbildern junger Männer sorgt für Aufregung. Doch an der zugrundeliegenden Methodik gibt es Kritik - und Zweifel an der Repräsentativität.

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/umfrage-rollenbilder-kritik-100.html

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@arcangel 

Eine Umfrage zu den Rollenbildern junger Männer sorgt für Aufregung. Doch an der zugrundeliegenden Methodik gibt es Kritik - und Zweifel an der Repräsentativität.

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/umfrage-rollenbilder-kritik-100.html

Zitat aus dem Text:

Plan hält entgegen: Um keine Vorurteile zu schüren, habe man bewusst darauf verzichtet, nach Religion, Nationalität und Migrationshintergrund zu fragen, erklärt Geschäftsführerin Kathrin Hartkopf.

Vorurteile könnten nur dann geschürt werden, wenn sie durch die Studie bestätigt würden. Im anderen Fall gäbe es keinen Grund, diese Hintergründe zu verschweigen.

 

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@lucan-7 

Wie unzuverlässig diese Studie ist, wurde ja im Bericht beschrieben.

arcangel antworten


Gorch-Fock
Beiträge : 1349

gorch-fock antworten
10 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@gorch-fock 

Ist dem so? Hast du mal ne Quellenangabe?

neubaugoere antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@gorch-fock 

Um Haiattacken zu vermeiden, gibt man auch den Schwimmern Tipps und versucht nicht das Verhalten der Haie zu ändern.

Einen gewissen Anteil an gewallt bereiten Menschen wird es in einer Gesellschaft immer geben, es ist reine Utopie zu glauben wir als Gesellschaft können diese Gewaltbereitschaft ausmerzen. Als Männer können wir einiges dazu beitragen, dass die Welt sicherer wird, aber es wird nie ein null Risiko geben.

arcangel antworten
Gorch-Fock
(@gorch-fock)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1349

Guten Morgen @arcangel 

"Einen gewissen Anteil an gewallt bereiten Menschen wird es in einer Gesellschaft immer geben, es ist reine Utopie zu glauben wir als Gesellschaft können diese Gewaltbereitschaft ausmerzen. Als Männer können wir einiges dazu beitragen, dass die Welt sicherer wird, aber es wird nie ein null Risiko geben." 

Tja leider. Es gibt immer bekloppe Typen wie die Hooligans.

gorch-fock antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@arcangel 

Als Männer können wir einiges dazu beitragen, dass die Welt sicherer wird, aber es wird nie ein null Risiko geben.

Was denn, zum Beispiel?

Wenn sich testosterongesteuerte, männliche Jugendliche an tendenziell gewalttätigen und frauenverachteten Vorbildern orientieren, die eine perfekte Schablone zur Triebabfuhr darstellen - wie willst du ihnen dann beibringen, dass es doch viel cooler ist, wenn man nett und freundlich ist?

Als freundlicher und rücksichtsvoller Mann, der einen Kleinwagen fährt und seit Jahren mit der gleichen Frau verheiratet ist stellt man in deren Augen den Prototypen eines Verlierers dar. Da nützen auch flotte Sprüche nichts, weil das Hirn erst gar nicht eingeschaltet wird.

In meinen Augen ist ein Mann, der sich durch seinen Besitz definiert und Frauen nur durch Gewalt Respekt aufzuzwingen vermag ganz klar ein Loser. Ich sehe da keinerlei Stärke, nur Schwäche und Unsicherheit.

Aber vermittele das mal an Jugendliche... nicht durch Logik, sondern auf einer Gefühlsebene.

DAS ist eine echte Herausforderung...

lucan-7 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@lucan-7 

Im Falle der Jugendlichen gibt es genug Präventions- und Polizeimassnamen, die Politik muss dafür nur entsprechend Mittel sprechen. Gut gebildete Jugendliche mit einer Zukunftsaussicht und Hoffnung auf ein gutes Leben sind viel weniger gewalltbereit als schlecht gebildete, welche keine wirklichen Zukunftsperspektiven haben.

Die Korrelation zwischen Hoffnungslosigkeit und Gewallt, ist gut dokumentiert und nicht nur durch Korrelation, sondern auch Kausal verbunden.

arcangel antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@arcangel 

UND ein jeder kann in seinem Umfeld etwas bewirken, früh ansetzen ... da sein, gesprächsbereit sein, zuhören können (annehmen, wichtig nehmen, ernstnehmen ...) - Beides. Nicht nur der Staat und nicht nur jeder selbst. Aber beides zusammen ...

neubaugoere antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@neubaugoere 

Selbstverständlich, nur ich persönlich verkehre nicht in entsprechenden Kreisen, in denen sexualisierte Gewallt, toleriert und sogar zelebriert wird.

arcangel antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@arcangel 

Ein jeder kann durch sein eigenes Auftreten und das Teilen seiner Überzeugungen etwas bewirken. Dort, wo jeder steht. Selbst, wenn du nicht in Kreisen verkehrst, in denen sexualisierte Gewalt toleriert oder sogar zelebriert wird. - Es wird Auswirkungen haben auf all die, mit denen du Umgang hast. Das betrifft jeden. Selbst wenn die Auswirkungen nicht "direkt" sind, treffen sie vielleicht die, die auf dem Gebiet innerlich schwanken, "äußerlich" aber nicht drüber reden; oder jene, die sich Gedanken machen, aber niemanden zum reden haben, oder oder oder ... Es ist nie umsonst.

neubaugoere antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 6387

@neubaugoere 

Es ist nie umsonst.

Eine Aussage, die ich in Bezug zur Schule und deren Einfluss auf die Jugendlichen nicht teilen kann.

Ausserschulische Einfluss ist wesentlich dominanter, und gerade in den kritischen Fällen hat die Schule kaum einen Einfluss. Dies hat ja lucan weiter oben recht blumig beschrieben.

Aber klar, du hast recht, wenn du sagst, dass man mit seinem eigenen Auftreten sein Umfeld mitprägt und auch positiv beeinflussen kann.

Wenn ich unseren Teens zuhöre. Dann stelle ich fest, dass sexualisierte Gewaltsprache kein Alleinstellungsmerkmal der Jungs ist. Wie die Mädchen übereinander sprechen ist, in keinem Masse besser als Jungs, die über das andere Geschlecht sprechen.

Gewaltsprache ist Alltagssprache und normalisiert. Wir thematisierten dies an der Schule, und gehen auch in Klassenstunden darauf ein, aber die Wirkung scheint zu verpuffen. Nun, die meisten unserer Schüler werden irgendwann erwachsen und erfahrungsgemäss idR. auch vernünftiger.

Wenn Jugendliche in einem gesunden Rahmen erwachsen werden können, dann wächst sich diese Gewalt aus. Das Problem entsteht dann, wenn Erwachsene ihn ihrem pubertärem hormon getränkten Unreifestatus verweilen, weil ihr Umfeld es ihnen nicht erlaubt, wirklich erwachsen zu werden.

arcangel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@arcangel 

Im Falle der Jugendlichen gibt es genug Präventions- und Polizeimassnamen, die Politik muss dafür nur entsprechend Mittel sprechen. Gut gebildete Jugendliche mit einer Zukunftsaussicht und Hoffnung auf ein gutes Leben sind viel weniger gewalltbereit als schlecht gebildete, welche keine wirklichen Zukunftsperspektiven haben.

Jein...

Fehlende Bildung hat meist weniger mit einem fehlenden Bildungsangebot zu tun, sondern damit, dass dieses Angebot nicht genutzt wird. Letztlich liegen die Ursachen fast immer im unmittelbaren Umfeld, wo es entweder entsprechend nagative Vorbilder gibt (gewalttätige Väter) - oder wo es generell an Vorbildern fehlt (z.B. alleinerziehende Mutter mit ständig wechselnden Liebhabern, die den ganzen Tag ausser Haus ist und zweifelhafter Freundeskreis).

Und in dieses Umfeld kommst du als Aussenstehender kaum rein. Da brauchst du dann beispielsweise an der Schule entsprechende Vorbilder. Wenn der nette Lehrer dann aber als gutmütiger Schlaffi im Strickpulli daherkommt wird er von vielen kaum als echte Alternative zum coolen Gangsta-Rapper mit Geld und Frauen wahrgenommen werden...

lucan-7 antworten
Channuschka
Beiträge : 5441

@peterpaletti Was wundert daran?

Bei tiktok boomen Influencer aus der Manosphere. Andrew Tade (video von zdf.heute) als berühmtes Beispiel. Trumps Aussagen über seinen Umgang mit Frauen, wurde auch eher hingenommen. Und dass es Männern schwer fällt, ihre Rolle zu finden, ist auch keine neue Erkenntnis. Neu ist höchstens, dass sie die Antworten so ehrlich geben. Aber vielleicht liegt das wiederum an so Dingen wie Manosphere oder der allgemeinen größeren Bereitschaft an Gewalt zu mindest im Internet, wo ja auch die Umfrage stattfand.

channuschka antworten
2 Antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

@channuschka 

Bei tiktok boomen Influencer aus der Manosphere.

 

Und was könnten die Ursachen für diesen Boom denn sein?

 

 

tamaro antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@tamaro Keine Ahnung.

Die typen verkörpern Macht und Geld. Nehmen was man will. Klare Rollen und einfaches Weltbild. Und es provoziert die Erwachsenen. Ist das Gegenteil von dem was die Eltern versuchen vorzuleben. Kompliziert genug ist die welt ja sonst schon.

channuschka antworten


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