Männlichkeit - eine...
 
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Männlichkeit - eine Umfrage von Plan international

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PeterPaletti
Themenstarter
Beiträge : 1343

hat Männer zwischen 18 und 35 Jahren in Deutschland über ihr Rollenbild befragt. https://www.plan.de/presse/umfragen-und-berichte/spannungsfeld-maennlichkeit.html

Die Hälfte der Männer (50 Prozent) möchte keine Beziehung mit einer Frau eingehen,
die viele Sexualpartner hatte. Gleichzeitig reizt es 37 Prozent der Befragten, mit so vielen
Frauen wie möglich zu schlafen.

Aufreizendes Verhalten aufseiten von Frauen darf als Aufforderung verstanden werden,
meinen 47 Prozent der befragten Männer.

52 Prozent der jungen Männer sehen ihre Rolle darin, im Beruf genug Geld zu verdienen.
Für Hausarbeit ist ihrer Meinung nach vor allem die Partnerin zuständig.

49 Prozent finden es wichtig, in der Beziehung oder Ehe das letzte Wort bei Entscheidungen
zu haben.

Mehr als ein Drittel der befragten Männer (34 Prozent) gibt an, dass sie gegenüber
Frauen schon mal handgreiflich werden, um ihnen Respekt einzuflößen.

Für jeden dritten Mann (33 Prozent) ist es akzeptabel, wenn ihm bei einem Streit mit
der Partnerin gelegentlich die Hand ausrutscht.

 

Also mich hat das Ergebnis der Umfrage schon recht erschreckt. Insbesondere das Ergebnis über die Gewalt in der Partnerschaft. 

Wie geht es euch damit? 

 

 

 

Antwort
103 Antworten
MikeFromMUC
Beiträge : 962

Heute finden sich einige Berichte über die Studie und vor allem über ihre Schwächen, siehe zum Beispiel hier.

Es ist schade, daß die Medien so etwas überhaupt ungeprüft übernommen haben. Sogar in die Tagesschau hat es die Studie geschafft. Früher wurde vorher geprüft, ob das eine Fake-Meldung ist.

Befragt wurden 947 Männer mittels online-Fragebogen. Weder die Fragen sind bekannt, noch wie die Befragten angesprochen wurden. Die Studie ist weder repräsentativ noch seriös. Und bisher konnte niemand die Studie lesen, weil sie nicht online verfügbar ist.

Es gibt zahlreiche seriöse Studien, die ein ganz anderes Bild darstellen. 

mikefrommuc antworten
6 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@mikefrommuc 

Befragt wurden 947 Männer mittels online-Fragebogen. Weder die Fragen sind bekannt, noch wie die Befragten angesprochen wurden. Die Studie ist weder repräsentativ noch seriös. Und bisher konnte niemand die Studie lesen, weil sie nicht online verfügbar ist.

Da habe ich auch schon vergeblich gesucht. Mir fällt auch immer wieder in vielen Umfragen auf, dass viele Fragen nicht eindeutig sind. Was zum Beispiel ist mit "aufreizendem Verhalten" gemeint? Ich verstehe das eigentlich so, dass eine Frau tatsächlich flirten will und das auch so zeigt. Für andere Männer mag ein kurzer Rock oder Make Up schon "aufreizend" sein - das ist aber eine völlig andere Situation.

Und so lange wir den Hintergrund der befragten Leute nicht kennen lässt sich auch nichts darüber sagen, wie repräsentativ die Studie ist.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@lucan-7 In der Vorstellung der Umfrage läßt sich im Kapitel "Methodik" in den Fußnoten 6 und 7 dazu Folgendes finden:

Befragt wurden 1.000 Männer und 1.000 Frauen, in die Auswertung flossen jedoch nur die Aussagen von 949 Frauen sowie 947 Männern ein, da 104 Personen die Fragebögen fehlerhaft ausfüllten, weshalb
diese nicht gewertet werden konnten. | 7 Die Online-Befragung wurde im Online-Access-Panel von Mo-Web durchgeführt; die Koordination und Analyse erfolgten über das Marktforschungsinstitut transpekte.

 

 

 

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@jack-black 

In der Vorstellung der Umfrage läßt sich im Kapitel "Methodik" in den Fußnoten 6 und 7 dazu Folgendes finden

 

Das hatte ich gelesen. Es steht aber nicht dabei, inwieweit sichergestellt wurde, dass die ausgewählten Personen repräsentativ sind.

 

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@lucan-7 

Um die Repräsentativität der Stichprobe zu sichern, wurden
auf Basis der amtlichen Statistiken QuotenVorgaben ge
macht. Definiert wurden pro Geschlecht (männlich / weib
lich)8 drei Altersvorgaben (18-24 Jahre, 25-29 Jahre und
30-35 Jahre), die mit Schulbildung in zwei Abstufungen
(ohne Abschluss bis mittlerer Abschluss / Hochschulreife und
abgeschlossenes Studium) kombiniert wurden. Erfahrungs-
gemäß befinden sich in Online-Panels eher Personen mit
etwas höherer Bildung, einer gewissen Computer-Affinität
und einer natürlichen Neugierde und Mitteilungsbereitschaft.
Hier wurde durch die Bildungsquote „ohne Schulabschluss /
Hauptschulabschluss / mittlerer Schulabschluss“ gegen
gesteuert. Unabhängig davon wurden Fallzahlen für die
regionale Aussteuerung der Stichprobe vorgegeben. Dazu
wurden vier Gebiete definiert (Nord, West, Süd, Ost) und die
jeweils gewünschten Fallzahlen vorgegeben. Somit bildet die
Stichprobe der Befragten die Gesamtbevölkerung im Alter
von 18 bis 35 Jahren pro Geschlecht in den drei vorgegebenen
Merkmalen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ab.

Aus dem Absatz2 Methodik( S.5)

 

So wie bei jeder Bachlor, Master oder Doktorarbeit gie Daten mit Umfragen erhoben werden.

 

channuschka antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@channuschka 

So wie bei jeder Bachlor, Master oder Doktorarbeit gie Daten mit Umfragen erhoben werden.

Das überzeugt mich nicht. Bildung und Schulabschlüsse allein schaffen noch keinen repräsentativen Querschnitt.

Ich würde auch gerne wissen, ob das Thema vorher bekannt war. Wenn man eine Umfrage zum Thema "Flüchtlinge" macht, kann es durchaus passieren, dass Konservative und Rechtspopulisten eher daran teilnehmen... oder die Teilnahme verweigern, wenn ihnen die Befrager nicht geheuer sind.

 

 

 

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@lucan-7 Vermutlich schon. Ich bin bei mehreren solcher panles angemeldet (noch von Studienzeiten her. Unterstützung von Freunden, Geschwistern und deren Kommilitonen) und wenn ich ne Anfrage bekomme, dann steht da zumindest ein Thema drin. Allerdings wird ja regelmäßig am Anfang angegeben, dass was erforscht werden soll, wo dann am Ende der Befragung steht - eigentlich ging es uns um was anderes, aber hätten wir das gleich gesagt, wäre das Ergebnis verfälscht gewesen.

channuschka antworten


Jack-Black
Beiträge : 6191

@peterpaletti

Also mich hat das Ergebnis der Umfrage schon recht erschreckt. Insbesondere das Ergebnis über die Gewalt in der Partnerschaft.

Wie geht es euch damit?

Ich hab mir die Ergebnisse der Umfrage (Studie würde ich sowas nicht nennen) gestern mal en detail durchgelesen und mein erster Eindruck war: "Huch - die Männer sind erstaunlich ehrlich bei ihren Antworten!"

Dann überlegte ich ein Weilchen und dachte mir: Vielleicht sind sie ehrlich, vielleicht auch nicht. Das müsste man erstmal überprüfen und dazu bietet diese Umfrage wenig.

Nehmen wir mal die spezielle Gewalt-Frage. Um zu wissen, inwieweit die Antwort auf die Frage: "Ist Ihnen schon mal gegenüber ihrer Partnerin im Streit die Hand ausgerutscht?" wahrheitsgemäß und nicht nur gemäß dem Selbstbild des Befragten beantwortet wurde, müssten seine Partnerinnen befragt werden: "Wurden sie von ihrem Partner schon mal geschlagen?"

Ansonsten wäre sehr gut der Fall möglich, dass der Befragte sich auch die Gewalt gegenüber seiner Partnerin nur ausgedacht hat, um wie ein echter Kerl zu wirken, der sich von Frauen nicht auf der Nase herumtanzen läßt. So, wie Männer auch regelmäßig, wenn sie nach der Zahl ihrer Sexualpartnerinnen befragt werden, übertreiben (während es bei den Frauen andersrum ist).

In dieser Umfrage wurde wiederum nicht danach gefragt, wieviele Männer von ihren Partnerinnen schon mal geschlagen wurden. Warum ist das von Relevanz? Ich gehe mal von meinem Beispiel aus: Im Streit wurde ich von vier meiner einstigen Partnerinnen geschlagen. Und im Streit habe ich eine meiner einstigen Partnerinnen geschlagen (die zu den genannten Vieren gehörte und zuerst die Grenze zur Handgreiflichkeit überschritt). Ich müßte also, wollte ich ehrlich sein, auf die Frage antworten: Ja, mir ist schon mal die Hand ausgerutscht. Und ja, selbstverständlich ging es dabei darum, ihr Respekt einzuflößen. Einen Respekt, den sie vorher, als sie mich schlug, nicht hatte: den Respekt vor der Grenze zur Handgreiflichkeit. Indem ich ihr zeigte, dass ich körperlich stärker war als sie, demonstrierte ich ihr, dass es keine gute Idee sei, unsere Konflikte mit physischer Gewalt auszutragen. Es war eine einmalige Sache, sie schlug mich hernach nie wiede rund ich sie auch nicht. Wir stritten uns hernach auf andere Weisen, in denen sie mir häufig überlegen war. Bis diese Beziehung dann glücklicherweise ein Ende fand.

Damit will ich nun ganz gewiß nicht regelmäßig ausgeübte körperliche Gewalt gegenüber Schwächeren (und Frauen sind nun mal i.d.R. schwächer als Männer) schön und klein reden. Sondern darauf aufmerksam machen, wie (wenig) aussagekräftig solche Umfrageergebnisse sein können, wenn man nicht mal Aussagen und Fakten quer checkt.

Was die Umfrage zeigt: Es scheint unter jungen Männern zumindest die Ansicht verbreitet zu sein (bei einer Minderheit!), dass man(n) sich nicht als Looser outet, wenn man berichtet, schon mal eine Frau geschlagen zu haben. Das heißt: Das Narrativ der Emanzipationsbewegung, nach welcher Männer, die Frauen schlagen, eigentlich arme, erbärmliche, bzw. verachtenswerte Würstchen seien, scheint bei vielen noch nicht verfangen zu haben.

Und nun stellt sich die spannende Frage: Warum nicht?

Ich würde mich dieser Frage nähern mit einem Definitionsversuch: ein absoluter Looser ist im hier diskutierten Zusammenhang ein Mann, der keine Frau abkriegt, d.h. keinen Sex hat. Ein einfacher Looser ist im hier diskutierten Zusammenhang ein Mann, der nur eine abkriegt und sich selbst bei dieser einen noch bildlich gesprochen den Arsch aufreissen muss, um Sex von ihr zu kriegen.

Das ist in meinen Augen die Definition für Looser und diese Definition beruht auf biologischen Fakten. Wer mit keiner Frau Sex hat, kann sich nicht reproduzieren. Wer nur mit einer Frau Sex hat und auch das nur zu ihren Bedingungen, riskiert immerhin noch, sich nicht zu reproduzieren (in dem Fall, wo diese Frau sich von jemand anders schwängern läßt).

Wer ist ein Winner? Einer, der mit vielen Frauen Sex zu seinen Bedingungen hat.

Aus biologischer Perspektive ist es für einen Mann wichtig, mit möglichst vielen Frauen Sex zu haben und zwar, bevor ein anderer Mann schon die Möglichkeit hatte, diese Frauen zu schwängern: die Wahrscheinlichkeit, dass diese Frauen seine Kinder gebären werden, ist dann am höchsten, seine Gene verbreiten sich in der nächsten Generation signifikant - er ist der evolutionsbiologische Sieger. Sich entsprechend zu verhalten ist in den allermeisten Männern so fest eingecodet, wie das Verhalten der Löwenmännchen, die, wenn sie einen "Harem" übernehmen, erstmal sämtliche Jungtiere ihres Vorgängers töten, damit sich die Löwinnen ganz ihm und seinen leiblichen Nachkommen widmen können.

Der Wunsch, mit möglichst vielen, möglichst "unberührten" jungen, attraktiven Frauen Sex zu haben, ist also in der überwiegenden Mehrheit (Geht mir weg mit Euren Ausnahmen von der Regel!) aller Männer fest als Triebwunsch eingecodet. Dass die Befragten dies in dieser Umfrage so offen zugaben, brachte mit zu der oben erwähnten Ersteinschätzung, dass sie erstaunlich ehrlich waren. Dass Männer und Frauen nach denselben moralischen Kriterien beurteilt werden sollten, ist zwar eine hierzulande weit verbreitete Meinung, geht aber halt an den Tatsachen vorbei (wie das mit der Moral überhaupt erstaunlich oft der Fall ist): Für einen Mann fühlt es sich richtig und notwendig an, für viele unterschiedliche Sexualkontakte offen zu sein, während sich die Vorstellung, dass seine Partnerin mit vielen anderen Männern sexuelle Kontakte hatte (oder gar noch nebenbei haben könne) falsch und gefährlich anfühlt.

Dazu muß auch das Institut der exklusiv monogamen Partnerschaft mal aus evolutionsbiologischer Sicht betrachtet werden. Mein Lieblings-Arthur (Schopenhauer) formulierte im 19. Jahrhundert mal: "Für den Mann bedeutet zu heiraten: seine Pflichten verdoppeln und seine Rechte halbieren."

Er bezog das vermutlich tatsächlich bloß auf das bürgerliche Institut der Ehe, aber evolutionsbiologisch betrachtet ist die monogame Beziehung für den Mann praktisch etwas Ähnliches: der Verzicht auf das Ausleben des basalen Triebwunsches (Sex mit vielen Frauen) einerseits und die Verpflichtung darauf, den basalen Triebwunsch einer Frau zu erfüllen: nämlich sie, bzw. ihre Kinder mit Ressourcen zu versorgen.

Aus Perspektive der Frau sieht die Sache nämlich so aus: um sich möglichst erfolgreich zu reproduzieren, muß sie dafür sorgen, dass möglichst viele der von ihr geborenen Kinder auch überleben (selbst in's reproduktionsfähige Alter gelangen). Dafür bedarf es  vieler Ressourcen, und wenn sie es schafft, diese Ressourcen  zu ergattern, ist sie eine Gewinnerin. Wie wurde sie über hunderttausende von Jahren hin eine Gewinnerin? Indem sie es schaffte, sich einen möglichst mächtigen, über viele Ressourcen verfügenden Mann zu schnappen, d.h. an sich zu binden. Was für Männer waren das über hunderttausende Jahre hinweg? Große, starke, risikobereite, rücksichtslos gegenüber Konkurrenten agierende und also ohne viel Federlesens auch Gewalt einsetzende Männer: Alphatiere eben.

Wenn eine Frau es schaffte, sich so einen zu angeln und ihn dazu zu bringen, für ihre Kinder genügend Ressourcen herbeizuschaffen, dann waren ein paar Klatschen, die sie sich gelegentlich in der (nicht notwendigermaßen glücklichen) Beziehung zu ihm einfing, ein geringer Preis für die Erreichung ihres biologischen Primärziels: viele ihrer leiblichen Kinder bis zur Geschlechtsreife  durchzubringen.

So waren also Frauen darauf geprägt, Alpha-Männer an sich zu binden und Männer waren darauf geprägt, möglichst viele junge, nicht schwangere Frauen zu beschlafen.

Zur Realität gehörte dabei, dass die allermeisten Männer keine Alpha-Männer waren und also so gut wie keinen Sex bekamen (und daran hat sich bis heute wenig geändert), und dass Frauen sich anstrengen mußten, die Gunst eines einmal geschnappten Alpha-Mannes auch zu bewahren. Wobei es eben sehr hilfreich war, ihm offensiv Sex anzubieten (ihn zu "verführen") und wenig an ihm herumzunörgeln: denn andernfalls bestand ja die Gefahr, dass er sich von ihnen (und ihren Kindern) abwendete und seine Ressourcen in andere, verführerischere und weniger "schwierige" Frauen und deren Kinder umleitete.

Umgekehrt sah es für die weniger attraktiven Frauen und die Nicht-Alpha-Männer aus, die immer schon bei beiden Geschlechtern die Mehrheit bildeten. Für den Nicht-Alpha-Mann gab es zu den wirklich attraktiven Frauen kaum einen Zugang. Seinen primären Triebwunsch, mit vielen jungen Frauen Sex zu haben, konnte er sich abschminken. Wenn er Glück hatte, ließ ihn mal eine von den Mädels aus der zweiten Reihe ran. Aber nur, wenn er sich an sie band, sich verpflichtete, wirklich alle seine so kümmerlich begrenzten wirtschaftlichen Ressourcen ihr und ihren Kindern zukommen zu lassen. Damit er sich dazu verpflichtete, musste sie ihm umgekehrt absolute sexuelle Treue schwören (denn für einen, der wenige Ressourcen hat, ist es existentiell wichtig zu wissen, dass diese Ressourcen tatsächlich seinen leiblichen Nachkommen zufließen: ein Kukukskind groß zu ziehen ist für einen, desse Ressourcen nur für sehr wenige Kinder ausreichen, evolutionsbiologisch betrachtet eine Katastrophe) und das Versprechen, wenigstens von ihr regelmäßigen Sex zu bekommen. Unsere heutige gesellschaftlich als gültig erachtete monogame Sexualmoral hat also ihre Ursprünge in den Bedürfnissen, bzw. in den Interessen der Looser. Wer es sich - sowohl als Frau wie auch als Mann - leisten konnte, hat immer schon auf diese Moral gepfiffen und tut dies noch heute.

Entsprechend ziehen auch heutzutage noch am Ende eines langen Partyabends die größten, den stärksten Testosteronduft ausstrahlenden Machos mit den schönsten Frauen von dannen, während die Looser*innen entweder frustriert allein heimfahren oder in ihrer Verzweiflung zum Restenuadln übergehen.

So läuft es. Und wenn auch die offizielle Moral was anderes behauptet: die Leute sind ja nicht blind, selbst Männer nicht. Wenn mein Kumpel, der sich wie ein klassischer Macho gibt, ständig hübsche, ständig wechselnde Frauen am Start hat, während ich, sensibel über meine Gefühle redend, im Zweifelsfall bei Konflikten immer nachgebend, meine Unsicherheiten zeigend und über jedes Wehwehchen jammernd, gegenüber Frauen nie "Grenzüberschreitungen" (Hinterherpfeifen, anzügliche Komplimente machen usw. usf.) wagend, geduldig zu langen, ernsten Problemgesprächen bereit, an deren Ende dann allerhöchstens ein angedeuteter Wangenkuss zum Abschied erwartet werden kann ständig ungefickt bleibe - dann brauche ich nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein, um zu bemerken: offizielle Moral und Tatsachen sind zwei wenig kongruente Angelegenheiten.

Wenn da nun in der Umfrage sowas herauskommt:

Die Hälfte der Männer (50 Prozent) möchte keine Beziehung mit einer Frau eingehen,
die viele Sexualpartner hatte. Gleichzeitig reizt es 37 Prozent der Befragten, mit so vielen
Frauen wie möglich zu schlafen.

ist das also einerseits ehrlich von den 50, bzw. 37 Prozent der Befragten. Andererseits juckt es einen, so zu reagieren: Vielleicht sind die genannten 50 und 37 Prozent der Befragten Gruppen, zwischen denen es keine Überschneidung gibt. Rein rechnerisch wäre das ja gut möglich.

Andererseits reizt es aber auch, die Fragestellung mal genauer zu analysieren. Wenn jemand sagt: ich möchte keine Beziehung mit einer Frau eingehen, die schon viele andere hatte - dann sagt er nicht, dass er dies im konkreten Fall nicht doch tun würde: niemand möchte Kompromisse eingehen, wenn er auch seine Wünsche hundertprozentig umsetzen kann. Aber dann kommt halt häufig die Realität dazwischen...

Erstmal ergibt die Frage genaugenommen nur für Männer einen Sinn, die sich gerade nicht in einer (exklusiv monogamen) Beziehung befinden. Denn die anderen denken entweder, dass ihre Frau noch nicht viele Sexualpartner hatte, oder sie denken das Gegenteil. In beiden Fällen kann es stimmen, dass sie möchten, dass sie der erste und einzige Sexualpartner ihrer Frau wären - hat aber keine Relevanz.

Bleiben also die anderen, die Single-Männer. Von denen will womöglich ein erklecklicher Anteil überhaupt keine "Beziehung mit einer Frau eingehen" gemäß dem Konzept der  exklusiv-monogamen Beziehung, wie es der offiziellen Moral entspricht. Sondern sie wollen einfach nur mit einer Frau ficken - ohne Beziehung. Solche Männer würden also zu den 50 Prozent gehören, ungeachtet dessen, ob es ihnen nicht doch egal ist, wieviele Sexualpartner die Frau, die sie ficken wollen, schon vor ihnen hatte.

Was nun die 37 Prozent angeht, so habe ich da Bedenken, was die Ehrlichkeit der Befragten angeht. Es ist freilich wieder eine Frage der Formulierungsweise: Was heißt in diesem Zusammenhang: "es reizt mich"? Spontan würde ich sagen: an einem normalen Fernsehabend sehe ich durchschnittlich zwischen zehn und hundert Frauen mit denen ich gern Sex haben würde, die mich also "reizen". Aber dieser Reiz ist hinsichtlich seiner Wirksamkeit halt ziemlich überschaubar. Ich stehe nicht vom Fernsehsessel auf um zu recherchieren, wie die Schauspielerin XYZ heißt, wo sie wohnt und wie ich schnellstmöglich mit ihr in Kontakt treten kann, um sie flachzulegen. Und diese Diskrepanz zwischen Reiz meines Triebwunsches und Aufwand, diesen Triebwunsch dann zu realisieren, ist in der Regel sehr, sehr groß, praktisch unüberwindlich.

Ja, ich hätte gern jeden Tag mit mehreren attraktiven Frauen Sex.

Und nein, dazu wird es in dieser Welt nicht kommen.

Nun halte ich mich in dieser Hinsicht für ziemlich durchschnittlich und schließe also von mir auf die anderen Männer: Auch sie reizt es zwar, mit möglichst vielen Frauen in's Bett zu gehen. Aber sie kriegen das so wenig auf die Kette wie ich. "Reizen" und "möchten" sind hier also m.A.n. schlechte Frageformulierungen, wenn man aussagekräftige Ergebnisse haben möchte.

Wollte man solche Ergebnisse bekommen, müßte man zusätzlich noch mindestens fünf Fragen anschließen:

1. Befinden Sie sich momentan in einer Paar-Beziehung?

2. Falls nicht, streben Sie eine Paar-Beziehung an?

3. Hatten Sie schon viele (wieviele?) Sexualkontakte mit unterschiedlichen Frauen?

4. Falls Sie sich in einer Beziehung befinden: Wieviele Sexualpartner hatte Ihrem Kenntnisstand gemäß Ihre Partnerin vor Ihnen?

5. Falls Sie eine Beziehung anstreben: würden Sie, falls sie keine Partnerin finden, die wenige Sexualpartner vor Ihnen hatte, gegebenenfalls darauf verzichten, überhaupt eine Beziehung aufzubauen oder würden Sie den Kompromiß eingehen, auch eine Partnerin zu "nehmen", die schon mit vielen Männern vor Ihnen im Bett war?

Wenn man noch etwas aussagekräftigere Ergebnisse haben wollte, müßte man auch noch die jeweiligen Partnerinnen fragen, wieviele Sexualpartner sie tatsächlich vor ihrem jetzigen hatten.

 

 

 

 

 

ceterum censeo, dass das Alignmentproblem gelöst werden muss.

jack-black antworten
11 Antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@jack-black 

Wenn eine Frau es schaffte, sich so einen zu angeln und ihn dazu zu bringen, für ihre Kinder genügend Ressourcen herbeizuschaffen, dann waren ein paar Klatschen, die sie sich gelegentlich in der (nicht notwendigermaßen glücklichen) Beziehung zu ihm einfing, ein geringer Preis für die Erreichung ihres biologischen Primärziels: viele ihrer leiblichen Kinder bis zur Geschlechtsreife  durchzubringen.

[...]

Zur Realität gehörte dabei, dass die allermeisten Männer keine Alpha-Männer waren und also so gut wie keinen Sex bekamen (und daran hat sich bis heute wenig geändert), und dass Frauen sich anstrengen mußten, die Gunst eines einmal geschnappten Alpha-Mannes auch zu bewahren. Wobei es eben sehr hilfreich war, ihm offensiv Sex anzubieten (ihn zu "verführen") und wenig an ihm herumzunörgeln: denn andernfalls bestand ja die Gefahr, dass er sich von ihnen (und ihren Kindern) abwendete und seine Ressourcen in andere, verführerischere und weniger "schwierige" Frauen und deren Kinder umleitete.

Das hat sich inzwischen offensichtlich geändert. Wenn es hierzulande zu Scheidungen kommt, geht das mehrheitlich von der Frau aus. Frauen haben es also offensichtlich nicht mehr nötig, ein paar Klatschen hinzunehmen und möglichst brav zu sein. Inzwischen können sie es sich leisten, den Partner vor die Tür zu setzen, wenn er sich nicht so benimmt, wie frau das möchte.

alescha antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@alescha Das hat sich inzwischen offensichtlich geändert. Wenn es hierzulande zu Scheidungen kommt, geht das mehrheitlich von der Frau aus. Frauen haben es also offensichtlich nicht mehr nötig, ein paar Klatschen hinzunehmen und möglichst brav zu sein. Inzwischen können sie es sich leisten, den Partner vor die Tür zu setzen, wenn er sich nicht so benimmt, wie frau das möchte.

Ja. Und diese Entwicklung, dass heutige Frauen sich relativ leicht von Männern, die ihnen nicht passen, trennen können ist erfreulich und begrüßenswert. Allerdings sind wir nach wie vor so genetisch programmiert, wie es sich in den vergangenen zehn- oder hunderttausenden Jahren ausmendelte. Dementsprechend beurteile ich halt die Ergebnisse der Umfrage (inwieweit die überhaupt unter methodischen Gesichtspunkten belastbar seien, wird ja inzwischen, soweit ich das mit halbem Auge noch richtig verfolgt habe, mehrheitlich bestritten) als nicht sooooo überraschend.

Übrigens gibt es hinsichtlich der von Dir beschriebenen Entwicklung im "neo-konservativen" Milieu der USA ja starke Kritik, die ich in mancher Hinsicht für ziemlich idiotisch halte, in anderer Hinsicht allerdings von der Analyse her nicht für so ganz verkehrt.

Für idiotisch halte ich z.B. das Hängematten-Argument, soziale Hilfen für Alleinerziehende sollten abgeschafft werden, weil Frauen sich nicht mehr anstrengten, eine Beziehung/Ehe "durchzuhalten", wenn sie sich darauf verlassen können, auch ohne Partner und mit Kindern vom Staat durchgefüttert zu werden. Dieser Umstand führe dazu, dass immer mehr Kinder in Alleinerziehenden-Haushalten aufwüchsen und Untersuchungen hätten ergeben, dass solche Kinder schlechtere allgemeine Lebenschancen hätten als Kinder aus "traditionellen" Familien, wo Papa und Mama anwesend sind. Frauen per sozialer Absicherung zu ermöglichen, sich von ihren Partnern zu trennen, schade auf diese Weise der heranwachsenden Generation.

Das erscheint mir deutlich zu unterkomplex argumentiert: Die Lebenschancen der Kinder aus Alleinerziehendenhaushalten dürften vor allem darunter leiden, dass Alleinerziehendenhaushalte eben im Durchschnitt ärmer sind. Womöglich wäre also eine deutlich stärkere Unterstützung von Alleinerziehenden der Königsweg, der heranwachsenden Generation was Gutes zu tun...

Ein anderes Argument indessen halte ich für plausibel: Dass "moderne Frauen" häufig klagen darüber, keinen passenden Mann für die Ehe (wichtig! für Sex einen abzukriegen, ist nach wie vor für junge Frauen kein Problem) abzukriegen, hänge damit zusammen, dass sie zwar immer noch entsprechend ihrer genetischen Veranlagung eher Männer mit Macht (ökonomisch, sozial) präferieren, gleichzeitig aber zu dieser präferierten Eigenschaft potentieller Partner einen ganzen Haufen weiterer Eigenschaften als unerläßlich verstehen, ohne ihrerseits den Präferenzen der Männer genügen zu können. Man kann es zwar im Sinne von "Gleichberechtigung" doof finden, dass Männer, wie in der hier diskutierten Umfrage zu erfahren, Frauen bevorzugen, die wenige (am besten: keine) anderen Sexualpartner hatten, während sie selbst kein Problem darin erkennen, mit vielen Frauen herumzuvögeln. Aber die Primärphantasie der Männer ist nun mal nicht die langfristige Bindung (Ehe) und daher haben sie auch kein sonderliches Interesse daran, eine Frau, die nicht den "klassischen" Vorstellungen entspricht, zu heiraten.

Das führt unterm Strich zu der Situation, dass die Frustrationen, was Partnerschaft und Sex angeht, stetig weiter ansteigen - übrigens sowohl bei den Frauen wie den Männern. Ich bin jetzt zu faul, die entsprechenden Quellen nochmal rauszusuchen, aber falls ich die Zahlen richtig memoriert habe, so werden beispielsweise in Dating-Apps nur zwischen 5 und 10% aller männlichen Profile im erwähnenswerten Umfang überhaupt mal angeklickt, bei Tinder (ich hab das nie benutzt und kann mich da also falsch ausdrücken) konzentrieren sich die Anfragen/Matches der Frauen zu über 90% auf lediglich 2% der männlichen User. Entsprechend haben über 40% aller Männer zwischen 18 und 30 (also in dem Alter, in welchem der sexuelle Drang am stärksten ist) im letzten Jahr überhaupt  keinen Sex mit einer Frau gehabt (fast jeder Zweite lebt so gesehen also wie ein katholischer Priester! 😀 ). Weil für die "modernen" Frauen der überwiegende Teil der Männer überhaupt nicht existiert.

Finanziell und überhaupt hinsichtlich der staatlich gewährleisteten Absicherung gegen existentielle Lebensrisiken können moderne Frauen sich diese "Blindheit" leisten. Aber hinsichtlich des Findens eines "geeigneten Partners" für das Beziehungsglück hat das nun mal gravierende statistische Auswirkungen, wenn frau die Mehrheit des Partnerangebots praktisch nicht sehen kann. Insbesondere, wenn man noch den Altersaspekt mit bedenkt: Die natürliche Neigung von Männern, im Gegenzug für die Aussicht, regelmäßig guten Sex zu bekommen, eine langfristige monogam-exklusive Beziehung (Ehe) einzugehen, läßt mit zunehmendem Alter der Frauen nach und zwar ziemlich deutlich.

 

jack-black antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

@jack-black 

Die Lebenschancen der Kinder aus Alleinerziehendenhaushalten dürften vor allem darunter leiden, dass Alleinerziehendenhaushalte eben im Durchschnitt ärmer sind.

... und oftmals auch weniger gebildet.

 

Ich bin jetzt zu faul, die entsprechenden Quellen nochmal rauszusuchen, aber falls ich die Zahlen richtig memoriert habe, so werden beispielsweise in Dating-Apps nur zwischen 5 und 10% aller männlichen Profile im erwähnenswerten Umfang überhaupt mal angeklickt,

Ich habe mal mitbekommen, dass es bei Dating-Apps eine 80/20-Regel gäbe. Sprich 80% der Frauen konzentrierten sich auf die 20% der mutmasslich besten Männer.

 

Entsprechend haben über 40% aller Männer

Wie kommst du nun auf 40%? Müssten das nicht wesentlich mehr sein?

 

Weil für die "modernen" Frauen der überwiegende Teil der Männer überhaupt nicht existiert.

Richtig und zwar handelt es sich in erster Linie um die eher "untypischen" Männer. Hingegen jenes typisch männliche Verhalten, das v.a. vom Feminismus so arg kritisiert wird, kriegt wesentlich mehr Beachtung.

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@tamaro 

Richtig und zwar handelt es sich in erster Linie um die eher "untypischen" Männer. Hingegen jenes typisch männliche Verhalten, das v.a. vom Feminismus so arg kritisiert wird, kriegt wesentlich mehr Beachtung.

Was übrigens ein Phänomen ist, welches allgemein noch viel zu wenig Beachtung findet...

Wenn "toxische Männlichkeit" doch ach so schlimm ist und so viele Frauen darunter leiden - warum finden sich dann so viele Frauen, die genau auf diese Macho-Typen abfahren, sich ihnen an den Hals werfen und auch ihnen sonst hörig sind...?

Denn anscheinend funktioniert die Sache ja doch recht gut... da sind irgendwelche Machos, die Frauen als Ware betrachten und eine nach der anderen für ihre Zwecke gebrauchen - und sie finden trotzdem immer noch welche, die gerne die Nächste in der endlosen Reihe an Frauen wären... auch wenn sie nur Sexobjekte sind.

Da passt doch irgendwas nicht...

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

@lucan-7 

warum finden sich dann so viele Frauen, die genau auf diese Macho-Typen abfahren, sich ihnen an den Hals werfen und auch ihnen sonst hörig sind...?

Ich denke das hat evolutions-biologische Gründe und Jack-Black hat das ganz gut erklärt.

Link zum Beitrag

 

Macho-Typen versprechen gute Gene, sichere Versorgung sowie Schutz und Sicherheit für den Nachwuchs.

 

 

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@tamaro 

Ich denke das hat evolutions-biologische Gründe und Jack-Black hat das ganz gut erklärt.

Tja... aber was macht man dann draus?

Sollte der Feminismus die Biologie ignoriert haben...?

Und wenn ja - was macht man dann daraus?

Offen gestanden, ich habe auch keine Antwort. Es kommt mir vor wie der Marxismus... im Grunde eine tolle Idee, hört sich prima an und auch irgendwie erstrebenswert... scheitert aber völlig an der Realität...

 

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@tamaro Der Macho-Typ ist nett zum Vögeln, aber doch nichts um ihn zu heiraten 🙂 Wenn man die evolutions-biologische Begründung annimmt, reicht das ja auch.

channuschka antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@channuschka 

Der Macho-Typ ist nett zum Vögeln, aber doch nichts um ihn zu heiraten

Wenn man den biologischen Klischees folgt, dann wird der Macho-Typ gevögelt, und anschließend der Versorger-Typ geheiratet... mit der Behauptung, es sei sein Kind...

 

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@lucan-7 So ungefähr sollte es laufen. Den Versorger sucht man sich dann nicht mehr bei Tinder, weil da ja jeder alles behaupten kann. Das körperliche sieht man auf Fotos. Ich kenn tatsächlich nur ein Paar, dass sich auf tinder kennengelernt hat.

channuschka antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@tamaro Wie kommst du nun auf 40%? Müssten das nicht wesentlich mehr sein?

Das war die Zahl, die ich mir in dem Zusammenhang (es ging um die Zustände in den USA) gemerkt habe. Es ging da um alle (auch welche, die sich in Beziehungen befinden) Männer in einer bestimmten Altersgruppe (zwischen 20 und 40 oder 20 und 35 oder so - das hab ich nicht mehr im Kopf), nicht ausschließlich um die Männer, die bei Tinder nach Sexkontakten suchen.

Hingegen jenes typisch männliche Verhalten, das v.a. vom Feminismus so arg kritisiert wird, kriegt wesentlich mehr Beachtung.

Das war ja der Punkt, auf den ich in meinem ersten Posting hinauswollte. Man kann so ein Verhalten dann als "toxisch" bezeichnen, muss dann aber damit zurecht kommen, dass viele (nicht alle) Frauen offenbar auf solche toxischen Männer stehen.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@jack-black 

Das war ja der Punkt, auf den ich in meinem ersten Posting hinauswollte. Man kann so ein Verhalten dann als "toxisch" bezeichnen, muss dann aber damit zurecht kommen, dass viele (nicht alle) Frauen offenbar auf solche toxischen Männer stehen.

Das ist überhaupt ein Punkt, der von Feministen sträflich vernachlässigt wird. Denn die konzentrieren sich allein auf die Opfer, also jene Frauen, die unter einem "toxischen" männlichen Verhalten leiden.

Vernachlässigt werden aber jene, die sich von eben jenem Verhalten auch noch angezogen fühlen und damit die Männer in ihrer Machohaftigkeit bestätigen.

Denn wäre es so, dass Frauen vor irgendwelchen grunzenden Macho-Typen automatisch immer die Flucht ergreifen würden, dann würde sich dieses Verhalten in allerkürzester Zeit ändern und die Welt würde vor freundlichen und zuvorkommenden Männern nur so wimmeln.

lucan-7 antworten
DerElch
Beiträge : 2120

@peterpaletti 

Wie geht es euch damit? 

Sonderlich viel Sachkompetenz scheinen die Verfasser nicht zu besitzen. Die Auswertung ist grauenhaft einseitig. Wenn die Verfasser erreichen wollten, dass Männer als rückständige Wesen betrachtet werden sollen, haben sie zumindest das geschafft. Die Aufmerksamkeit liegt bei den Männern, die ein archaisches Weltbild vertreten, alle anderen werden nicht erwähnt, selbst wenn sie die Mehrheit bilden. 

derelch antworten


Tagesschimmer
Beiträge : 1248

@peterpaletti Da ich keine Cookies akzeptieren wollte, konnte ich nicht weiter nachschauen. Hast du die Aussagen zusammengefasst oder beziehen sie sich auf den Wortlaut der Fragen? Dann finde ich die Fragen ziemlich wage formuliert. 

Z.B.

Die Hälfte der Männer (50 Prozent) möchte keine Beziehung mit einer Frau eingehen,
die viele Sexualpartner hatte. Gleichzeitig reizt es 37 Prozent der Befragten, mit so vielen
Frauen wie möglich zu schlafen.

Was sind „viele“? Das Wort kann schon fast als Bewertung gelesen werden. Manch ein Mann denkt vielleicht an einen Lebensstil mit ständig wechselnden Sexualpartnern. Dass in Jungmännerphantasien so einiges passiert, ist bekannt. Was sie dann wirklich tun, mag abweichen.

Ich finde die Zusammenstellung dieser beiden Aussagen nicht ganz objektiv. Ein junger Mann, der mit Sex-Phantasien kämpft und sich eine monogame, dauerhafte Beziehung wünscht, würde hier Antworten geben, die ihn in einem falschen Licht erscheinen lassen.

tagesschimmer antworten
Gorch-Fock
Beiträge : 1349

Vera Birkenbihl spricht über die Unterdrücken Gefühle der Männer 

Komm sei ein Mann...

gorch-fock antworten


Gorch-Fock
Beiträge : 1349

. Mann sein ist ein Gefühl

gorch-fock antworten
3 Antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

@gorch-fock 

 

Ich habe mich durch dieses Video jetzt nur rasch "quergeklickt" und finde es einfach nur mühsam, v.a. auch die zu hörende Stimme. Tut mir leid, aber ich kann nichts damit anfangen.

Von dir selbst formulierte Gedanken @Gorch-Fock würden mich wesentlich mehr interessieren!

 

 

tamaro antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@gorch-fock Zum 100sten Mal. Keine Links ohne Inhaltsangabe was dahinter ist und bei Videos kurzer Zusammenfassung!!!!

Hier zum wiederholten Mal die entsprechenden Stellen aus den FAQ

 

Weiterführende Links können nützlich sein, sollten aber sparsam benutzt werden.

10. Darf ich auf Videoseiten (zum Beispiel Youtube) verlinken?

Ja, auf eine Videoseite kann verlinkt werden, wenn das Video einen sinnvollen Beitrag zum Gespräch im Forum darstellt. Wir möchten aber darum bitten, folgende Einschränkungen zu beherzigen:

Die Videos müssen deutschsprachig sein (Ausnahme: Musikvideos).

Im Forenbeitrag muss auf das Video Bezug genommen werden, eventuell in Form einer kurzen Inhaltsangabe.

Deine Beiträge bestehen oft nur aus links und eine "Überschirft" ist keine Inhalsangabe.

channuschka antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@gorch-fock 

Zum Beitrag

Boah...ist der unsympatisch....  wenn ich mir vorstelle, dass ne Menge Klone von ihm herumlaufen.... nö...

Den kann ich mir nun so absolut gar nicht in einem freundlichen Thread, wie beim Rosen verschenken,  vorstellen.

Das einzig sinnvolle Wort in der Titelsammlung auf seinem youtube Kanal ist "Selbstwertgefühl".  Schluß mit "Selbstverzwergung", ein Wort, das Jack-Black in einem anderen post verwendete und mir gefallen hat.

 

Wenn Gott sagt Sei!, dann ist da alle Wertschätzung des Universums drin.

deborah71 antworten
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