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Wird die Lage für Behinderte in Deutschland schlechter?

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo zusammen,

ich wollte mal all diejenigen, die mit Behinderten zu tun haben oder selber behindert sind fragen, ob sie die Stimmung in Deutschland zunehmend als feindlich betrachten oder ob sie erleben, dass eine Offenheit für Inklusion und ein fairer Umgang in Achtung miteinander eher wächst.

Von der politischen Seite her stehen wir vor einer gravierenden Zunahme der Rechte Behinderter. Kein Mensch kann mehr gegen seinen Willen irgendwo "weggesperrt" werden. Die Wünsche Behinderter müssen abgefragt, und resprektiert und so weit wie irgend möglich erfüllt werden. Rechtlich gibt es dafür die Grundlage schon länger. Sie ist eine Konsequenz von Deutschlands Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention und hat eine Grundlage im Bundesteilhabegesetz, das ab dem kommenden Jahr voll ungesetzt werden soll.

Das ist die eine Seite, die große Hofnung weckt.

Aber es gibt leider auch eine andere Seite, die ich schwer fassen kann und wegen der ich hier nachfrage.

Mein Eindruck ist der, dass Behinderte von der Gesellschaft oder zumindest von dominant auftretenden Teilen der Gesellschaft aktuell bedrängt werden. Schulen, an denen gute Inklusionskonzepte funktioniert haben, kämpfen mit Gewalt gegen die BEhinderten Mitschüler durch "normale" Schüler. Und das in einem Ausmaß, dass man sich fragen muss, wer da eigetnlich mehr behindert ist ...

Behinderte Kinder, die auf einen guten Weg in die Gesellschaft waren, brechen moralisch ein und ziehen sich zurück.

Das sind Beobachtungen von mir. Es mögen zufällige lokal auftretende geistige Wirrungen sein - aber es könnte ja auch sein, dass das eine weit verbreitete und möglicherweise sogar durch bestimmte gesellschaftliche Kräfte geförderte Entwicklung sein - vielleicht, um die Grundlagen von echten Konsequenzen aus dem Bundes-Teilhabegesetz durch Teufeleien aller Art gegen die Schwächeren unmöglich zu machen. Aber das kann man auch getrost eine "Verschwörungstheorie" nennen - wobei ja nicht jede Verschwörungstheorie atuomatisch gleich falsch sein muss. Also nicht mehr als eine vage Hypothese zu deren Widerlegung oder Bekräftigung ich auf eure rege Teilnahme an diesem Thread hoffe.

Liebe Grüße
Euer Ecc

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98 Antworten
Anonymous
 Anonymous
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Hi,
sie werden im Berufsleben immer besser eingegliedert, aber zwischenmenschlich immer noch isoliert.

M.

Anonymous antworten
4 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @meriadoc

Hi,
sie werden im Berufsleben immer besser eingegliedert, aber zwischenmenschlich immer noch isoliert.

Ja, das stimmt. Die Regierung kann Gesetze erlassen, die die Eingliederung erleichtern aber keine Nächstenliebe verordnen. Ein verrohendes Volk hält man so nicht auf. Dafür bedarf es Kirchen, die sich ihrer Aufgabe bewußt sind.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Da ich selber Behinderung habe weiß ich wie Menschen sein können. Aber ich erlebe auch ein paar wenige die anders sind. Trotzdem, echte Freundschaften sind schon schwer. Aber sowas haben auch mal nichtbehinderte nicht.

M.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @meriadoc

Da ich selber Behinderung habe weiß ich wie Menschen sein können. Aber ich erlebe auch ein paar wenige die anders sind. Trotzdem, echte Freundschaften sind schon schwer. Aber sowas haben auch mal nichtbehinderte nicht.

Das timmt. Du musst nur "irgendwie anders" sein - und schon bist Du oft ziemlich alleine ...

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Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 279

Ist das so?

Ich hab den Eindruck (aus sozialen Medien), dass immer noch zu viele (lieber) in die Werkstätten geschoben werden und auch dort hingegen der öffentlichen ... Zielsetzung, auf den 1. Arbeitsmarkt zu vermitteln, die wenigsten auf diesen vermittelt werden.

samira-jessica antworten


Lucan-7
Beiträge : 27522
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Kein Mensch kann mehr gegen seinen Willen irgendwo "weggesperrt" werden.

Das ist nicht ganz richtig. Mit dem entsprechenden psychologischen Gutachten bist du ganz schnell weg. Mir ist persönlich ein Fall bekannt, in dem ein Jugendlicher auf einem Spielplatz ein Kind für kurze Zeit an ein Klettergerüst gefesselt hatte.

Dem Jugendlichen wurde daraufhin eine "pädophile Neigung" unterstellt (Für die es keine reale Grundlage gab), woraufhin er für mehr als ein Jahrzehnt in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt verschwand. Die Eltern waren in der Situation überfordert, das Gutachten mehr als zweifelhaft, der Jugendliche selbst hatte keine Chance... und kam da nur mit viel Glück wieder heraus.

Trifft jetzt vielleicht nicht ganz das Thema, auf das du hinauswolltest... kommt aber dennoch auch hier in Deutschland immer wieder vor.

lucan-7 antworten
7 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

Dem Jugendlichen wurde daraufhin eine "pädophile Neigung" unterstellt (Für die es keine reale Grundlage gab), woraufhin er für mehr als ein Jahrzehnt in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt verschwand. Die Eltern waren in der Situation überfordert, das Gutachten mehr als zweifelhaft, der Jugendliche selbst hatte keine Chance... und kam da nur mit viel Glück wieder heraus.

Dann sollte es vielleicht Wege geben, die Behindertenschläger in eine Behandlung zu bringen ...
Und dazu bräuchte es dann keine "zweifelhaften Gutachten" sondern die klaren Belege der Tat.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

Weiss jetzt nicht wie ernst gemeint dein Vorschlag ist... aber "Lasst uns einfach noch mehr Leute einsperren" kann wohl kaum die Lösung sein.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

[Auf Wunsch des Autors wegen Missverständnis gestrichen. LG komMODe]

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Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

Weiss jetzt nicht wie ernst gemeint dein Vorschlag ist... aber "Lasst uns einfach noch mehr Leute einsperren" kann wohl kaum die Lösung sein.

Um einen dürfte es so sein, dass wenn Kinder sich Behinderten gegenüber assozial verhalten, zumeist ein entsprechendes Elternhhaus dahinter stehen dürfte. Im Grunde genommen müsste man also die ganze Famllie sarnieren.

Und dann denke ich, dass eine psychologische Begleitung von zur Gewalttätigkeit neigenden Menschen nicht zwangsläufig "einsperren" bedeutet. Und da, wo Psychiatire einsperrt, tut sie das nicht mit dem Ziel des Freiheitsentzuges sondern um einen geschützten Raum mit dem Ziel einer Heilung zu bieten.

LG
Ecc

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Und da, wo Psychiatire einsperrt, tut sie das nicht mit dem Ziel des Freiheitsentzuges sondern um einen geschützten Raum mit dem Ziel einer Heilung zu bieten.

Das wird natürlich nach aussen so dargestellt. Leider ist es oft so, dass die Personen öffentlich nicht mehr wahrgenommen werden und die Sache damit dann erledigt ist. Ohne den Verantwortlichen da unbedingt böse Absichten unterstellen zu wollen geht es eben oft gar nicht um "Heilung", weil der Aufwand dafür sehr groß wäre und es an Kapazitäten fehlt.
Wie so oft... aber welcher Politiker hat schon ein Interesse, sich aktiv für "Verrückte" einzusetzen?

lucan-7 antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

Das wird natürlich nach aussen so dargestellt. Leider ist es oft so, dass die Personen öffentlich nicht mehr wahrgenommen werden und die Sache damit dann erledigt ist.

Wir hatten da ja den Fall des Gustl Mollaths, der von persönlichen Feinden und einem Filz übelmeinender Politiker und "Stützen der Gesellschaft" in die Psychiatrie abserviert wurde.

Ich bin mir sicher, dass es da noch weiter Menschen mit ähnlichem Schicksal gibt - weil in gewissen Kreisen scheint Moral und Gewissen als überflüssig zu gelten und da gibt es dann halt auch mal Opfer.

Aber ich glaube kaum, dass das die Idee der Psychiatrie ist und dass es die Regel bei den Ärzten ist, solch dreckige Spiele mitzuspielen. Da habe ich dann doch noch Vertrauen in die Medizin.

LG
Ecc

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522
Veröffentlicht von: @ecclesiaja

Aber ich glaube kaum, dass das die Idee der Psychiatrie ist und dass es die Regel bei den Ärzten ist, solch dreckige Spiele mitzuspielen. Da habe ich dann doch noch Vertrauen in die Medizin.

Nein, ich würde zwar, wie gesagt, nicht allen Beteiligten durchweg böse Absichten unterstellen. Aber allzu viel Vertrauen habe ich in diesen Bereich, nach allem was ich persönlich von Betroffenen mitbekommen habe, auch nicht mehr.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
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...

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Es ist wohl Zeitgeist ...
Hallo zusammen,

grad fand ich diese Pressemeldung:

https://t3n.de/news/tiktok-tiktok-uhr-abgelaufen-1230086/?utm_source=pocket-newtab

Tiktok ist eine chinesische Online-Plattform, die sehr erfolgreich ist.
Jetzt wurde bekannt, dass die Inhalte moderiert gefördert oder blockiert werden - und dass es eine Obergrenze an Beiträgen für behinderte Menschen gibt.

Ich weiß nicht, ob es das sonst noch in Online Angeboten gibt - aber es ist ja leider das genau die Perversion, die man von totalitären Systemen fast schon erwartet. Ausgrenzen der Schwachen und Andersartigen - Förderung derer, die das Lied auf die Größe des perversen Systems mitsingen und so dann auch für die politischen Führer und ihren Idealen angenehm anzusehen sind.

Ich denke, dass es wichtig ist, dass Kuluturnationen da eine Sensibilität für die Menschlichkeit bewahren und sich von derartigen Machenschaften abgrenzen. Das mindeste aber, was man tun kann, ist, die Angebote mit derartigen Fehlhaltungen zu meiden (wie es auch der Artikel empfiehlt).

Anonymous antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 29979

Gibt es Ablehnung auf Migranten, so wird auch die Ablehnung von Behinderten geben. 

 

Das fängt schon bei der AfD an.

 

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Was-bedeutet-die-AfD-Politik-fuer-Menschen-mit-Behinderungen,afd3152.html

 

Gute Nacht

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27688

@meriadoc 

Zum Beitrag

Was steht denn nun genau im Programm der AfD > da ist ein link zur pdf Landeswahlprogramm für Niedersachsen in deinem verlinkten Artikel. 

Auf Seite 56 und 57 der pdf steht der ganze Text zum Thema:

183. Inklusion nur mit Augenmaß
Die AfD Niedersachsen steht für Inklusion mit Augenmaß.
Die Inklusion in Regelschulen, wie sie derzeit Anwendung findet, ist ein Irrweg. Hier spielen ideologische
Vorstellungen, nicht jedoch das Kindeswohl, der Elternwille oder die Arbeitssituation der Lehrer
eine übergeordnete Rolle.
Das in Niedersachsen zurzeit praktizierte System der Inklusion muss bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt
als gescheitert angesehen werden. Personalmangel und unzureichende finanzielle Ausstattung
der Schulen zeigen schon jetzt, dass die wesentlichen Ziele, die damit verbunden werden, nicht zu erreichen
sind. Die Lehrer sind überfordert, denn ein qualifizierter Unterricht auf verschiedenen Niveaustufen
gleichzeitig ist schlicht nicht möglich. Eine erzwungene Inklusion auf Kosten der Unterrichtsqualität
und auf dem Rücken unserer Kinder darf nicht weiter stattfinden und muss sofort beendet werden.
Wir wollen das ehemals gut funktionierende System der Förderschulen wiederherstellen, erhalten und
ausbauen.
Die AfD sieht aber auch die Chancen, die mit einer sinnvollen Inklusion verbunden sind. Dabei gilt es,
zwei Arten von Inklusion zu unterscheiden:
Die traditionelle, gewachsene Inklusion: Seit Jahrzehnten werden behinderte Schüler, die begabt sind
und sich angemessen verhalten können, an Regelschulen unterrichtet. Sie müssen dort dieselben
Leistungsanforderungen erfüllen wie ihre Klassenkameraden und erleben alle Höhen und Tiefen
des Schullebens. So können sie selbstverständlich auch sitzenbleiben. Allerdings werden sie entsprechend
ihrer Behinderung unterstützt. Diese Inklusion mit Augenmaß hat sich bewährt.
Die neue, erzwungene Radikalinklusion: In Niedersachsen dürfen alle behinderten Kinder eine
Schulform besuchen, die von ihren Eltern gewählt wird. Das betriff t auch Lernbehinderte, geistig
Behinderte und schwer Verhaltensgestörte. Sitzenbleiben können lernbehinderte und geistig
behinderte Schüler nicht. Wer die Leistungsanforderungen nicht erfüllen kann, hat Anspruch auf
einen maßgeschneiderten Unterricht im Unterricht, der aber von nur einem Lehrer in der Klasse
nicht gewährleistet werden kann. Die betroff enen Lehrer sind dauerhaft überfordert und können
niemandem mehr gerecht werden. Es kommt nicht selten vor, dass in einem Klassenraum mehrere
Förderkinder mit verschiedenen Behinderungen mit jeweils einer Schulbegleitung unterrichtet
werden. Dass in solch einer Situation kein normaler Unterricht möglich ist (allein schon wegen
des Lärmpegels), ist verständlich. Finanzpolitiker erhoff en sich von der Abwicklung der Förderschule
Einsparungen, die auf Kosten der Schwächsten in unserer Gesellschaft vollzogen werden.
Insbesondere die Lernbehinderten sollen in den Regelschulen preiswert untergemischt werden.
Wir wollen für jedes Kind, das aufgrund einer Behinderung Lernschwierigkeiten hat, eine angemessene
Förderung sicherstellen, die ihm ermöglicht, das beste aus seiner Situation zu machen. Von daher kann
es keine Automatik für eine gemeinsame Beschulung geben.

Was ist der Diskussionspunkt? siehe wiki-Artikel zu Förderschule. Es geht um eine  Forderung der UN:

 Zwang zur Regelschule

https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6rderschule_(Deutschland)#Diskussion_seit_der_deutschen_Zustimmung_(2009)_zur_UN-Konvention

Würde dem Zwang zur Regelschule stattgegeben und die spezifischen Förderschulen abgeschafft werden, würden sehr viele behinderte Schüler nicht behindertengerecht geschult werden können und untergehen. Von der Geschichte der Förderschulen her  sieht es so aus, als ob damals auf der einen Seite vom Pferd gefallen wurde und heute mit der UN-Forderung  auf der anderen Seite, die eine individuelle Förderung verunmöglichen würde.

Die Freiheit der Schulwahl darf den Eltern nicht genommen werden, wo sie ihr Kind besser gefördert sehen, inkludiert oder individuell.

Was für mich sehr auffällig ist, das ist der Schwerpunkt Angst im ndr-Artikel und das Angst-unterstützende verkürzte Zitat und zum anderen eine seltsame Sprache im wikiartikel, die noch Schatten der Vergangenheit beinhaltet meinem Empfinden nach.

 

Und Nein, ich wähle nicht AfD. Ich versuche genau hinzuschauen, wo ist begründete Kritik und wo nicht. Niedersachsen geht mich  an.

deborah71 antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1400

@deborah71 

Danke.

Ich denke auch, dass es um „Inklusion um jeden Preis“ geht. Wobei es mMn hauptsächlich darum ging im Zuge der geforderten Inklusion, auf Dauer das Geld für Förderschulen einzusparen.

Einfach alle Kinder mit jeder Art von Behinderung mit einer Integrstionshelferin auf Minijobbasis in eine durchschnittliche Regelschulklasse zu setzen, funktioniert so nicht. Es fehlte mal wieder an Leuten aus der Praxis, um Konzepte auszuarbeiten, an durchdachter Planung und an Geld.

Und dass die Tagesschau zB nicht grundsätzlich mit Gebärden gezeigt wird, wie beispielsweise Nachrichten in den USA, kann man nun wahrhaft nicht der AFD anlasten.

In dem Bericht werden leider Dinge vermischt zu Lasten der AfD um sie zu einem noch größeren Schreckgespenst zu machen. 
Als nächstes taucht dann noch Geraune von Euthanasie auf.

Man darf und sollte die AfD kritisch sehen, aber auch eine gewisse Objektivität walten lassen.

ga2 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27688

@ga2 

Man darf und sollte die AfD kritisch sehen, aber auch eine gewisse Objektivität walten lassen.

Genau. Da bin ich mit dir einer Meinung. 

Hinschauen...bei allen Parteien. Immerhin geht es am 23.02.2025 um wichtige Weichenstellungen für unser Land und auch mein Bundesland.

Als ich mich mit dem Artikel und der Info-Suche befasste, merkte ich sehr ungut, wie Gedanken der Befürchtung hochkamen...werde ich jetzt in die AfD-Schublade gesteckt? Es hat mich doch etwas Überwindung gekostet, nicht zu schweigen und Inhalte auf den Tisch zu legen und mich nicht von den Befürchtungen manipulieren zu lassen. Denn mMn wird dieser Wahlkampf sehr emotional geführt und weniger sachlich.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@deborah71 

Als ich mich mit dem Artikel und der Info-Suche befasste, merkte ich sehr ungut, wie Gedanken der Befürchtung hochkamen...werde ich jetzt in die AfD-Schublade gesteckt? Es hat mich doch etwas Überwindung gekostet, nicht zu schweigen und Inhalte auf den Tisch zu legen und mich nicht von den Befürchtungen manipulieren zu lassen. Denn mMn wird dieser Wahlkampf sehr emotional geführt und weniger sachlich.

Eine sachliche Auseinandersetzung schliesst ein, dass man auch klar benennen kann, wo die AfD recht hat. Da gibt es durchaus ein paar Punkte - wie eben die Sache mit dem Schulsystem. 

Macht man hingegen alles schlecht, weil: AfD, das darf ja nicht gut sein... dann tut man den Leuten einen Gefallen, denn dann wird es leicht, eben diese Vorbehalte als unbegründet aufzuzeigen.

So bleibt aber das Fazit, dass die AfD unterm Strich schlecht ist - auch und obwohl hier und da Ideen und Vorschlage vorhanden sind, die richtig sind. Aber das wiegt halt den Rest nicht auf.

 

lucan-7 antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1400

@lucan-7 

Eine sachliche Auseinandersetzung schliesst ein, dass man auch klar benennen kann, wo die AfD recht hat. Da gibt es durchaus ein paar Punkte - wie eben die Sache mit dem Schulsystem. 

Schön, dass du das auch so siehst.

So bleibt aber das Fazit, dass die AfD unterm Strich schlecht ist - auch und obwohl hier und da Ideen und Vorschlage vorhanden sind, die richtig sind. Aber das wiegt halt den Rest nicht auf.

Dein „So bleibt aber das Fazit“, erschließt sich mir hier nicht. Ein Dennoch oder  Trotzdem oder Aber wäre passender, finde ich.

Dass die AfD schlecht ist, laut deiner Überzeugung, du sie für schlecht für D hälst

oder wie oder was? 😉

 

 

ga2 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@ga2 

Dass die AfD schlecht ist, laut deiner Überzeugung, du sie für schlecht für D hälst

oder wie oder was?

Das setze ich als bekannte Selbstverständlichkeit voraus. Darüber wurde wirklich genug diskutiert.

 

lucan-7 antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1400

@deborah71 

Schön, dass du mutig warst.

 

ga2 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3667
Veröffentlicht von: @deborah71

@ga2 

Man darf und sollte die AfD kritisch sehen, aber auch eine gewisse Objektivität walten lassen.

Genau. Da bin ich mit dir einer Meinung. 

Hinschauen...bei allen Parteien. Immerhin geht es am 23.02.2025 um wichtige Weichenstellungen für unser Land und auch mein Bundesland.

Als ich mich mit dem Artikel und der Info-Suche befasste, merkte ich sehr ungut, wie Gedanken der Befürchtung hochkamen...werde ich jetzt in die AfD-Schublade gesteckt? Es hat mich doch etwas Überwindung gekostet, nicht zu schweigen und Inhalte auf den Tisch zu legen und mich nicht von den Befürchtungen manipulieren zu lassen. Denn mMn wird dieser Wahlkampf sehr emotional geführt und weniger sachlich.

Prüft alles und behaltet das Gute. Und was ist das Gute? 
Ich kann Deine Bedenken und Befürchtungen verstehen. 
Ganz sicher werde ich nicht AfD wählen, aber auch ich hab schon Dinge gehört und gelesen, die (aus meiner Sicht ganz objektiv) ganz vernünftig und nicht von der Hand zu weisen sind. 
Genauso wie ich bei jeder Partei Dinge höre und lesen, die (wiederum aus meiner Sicht) nicht vernünftig und durchaus von der Hand zu weisen sind. 
Die CDU ist keine 'christliche' Partei mehr, die SPD keine klassische Arbeiterpartei und bei den Grünen geht's ja auch nicht mehr hauptsächlich um Umweltschutz. Sicher ist, dass ich nicht zum Klientel der FDP gehöre ...
Da ist guter Rat teuer.

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27688

@chai 

Da ist guter Rat teuer.

So ist es.  Aktuell denke ich über die Idee nach, ob es bei einer Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Wahl hilfreich sein könnte, mir Gedanken über die Wahl einer nützlichen Opposition zu machen.

Üblicherweise dachte ich an das Wählen  der Regierungspartei und wer Kanzler werden könnte. Aus dieser Gewohnheit denke ich mich gerade heraus: wer wäre geeignet eine konstruktive Opposition zu bilden? Denn Alleingänge ohne Besprechung und Korrekturfähigkeit, das kanns ja auch nicht sein.

Ich habe ja noch einige Tage Zeit, eine Entscheidung zu finden.

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3667
Veröffentlicht von: @deborah71

Aktuell denke ich über die Idee nach, ob es bei einer Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Wahl hilfreich sein könnte, mir Gedanken über die Wahl einer nützlichen Opposition zu machen.

Üblicherweise dachte ich an das Wählen  der Regierungspartei und wer Kanzler werden könnte. Aus dieser Gewohnheit denke ich mich gerade heraus: wer wäre geeignet eine konstruktive Opposition zu bilden? Denn Alleingänge ohne Besprechung und Korrekturfähigkeit, das kanns ja auch nicht sein.

Ich habe ja noch einige Tage Zeit, eine Entscheidung zu finden.

Und wenn jedes meint, die Opposition wählen zu müssen, wird die angedachte Opposition zur Regierung ...

Woher soll ich wissen, wie x Millionen anderer Wähler sich entscheiden?

Von daher weiß ich beim besten Willen nicht, wie taktisches Wählen funktionieren soll.

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27688

@chai 

Woher soll ich wissen, wie x Millionen anderer Wähler sich entscheiden?

Durch die Sonntagsumfrage. Ca 30% der Befragten stimmen für CDU....   also mit jedes sucht ne Opposition, das ist mehr als unwahrscheinlich.

Umfrageergebnisse Tabelle:

https://www.wahlrecht.de/umfragen/

 

deborah71 antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1715

@ga2 

I-Helfer sind eine Methode, um an Sonderschulen und an Lehrkräften und kleinen Klassen an Regelschulen zu sparen.

Man packt einfach noch den dritten, vierten, fünften I-Helfer in die Klasse 🙄 und hofft, dass die Eltern irgendwann verstehen, dass das Kind medizinische/psychologische Angebote braucht oder eine andere Schulform.

johnnyd antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1400

@johnnyd 

Ich kenne die Situation, dass I-Helfer dann gerne noch weitere Kinder mit nicht diagnostiziertem Förderbedarf mitbetreuen dürfen. Weil die Lehrkräfte mit zu großen Klassen und den ganz „normalen“ auffälligen Schülern überfordert sind. 
Eltern können sehr blind sein, wenn es darum geht, was das Beste für ihr Kind ist. 

ga2 antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 1715

@ga2 

Meine Kinder erzählen nicht nur von der Klassenlehrerin, sondern auch den verschiedenen I-Helfern in der Klasse. 🤗 

Die Lehrkräfte werden dabei übersehen, das stimmt. Die müssen damit zurecht kommen, wie überfüllt das Klassenzimmer ist und müssen neben schwer beschulbaren Kindern auch noch aushalten, dass ständig irgendwelche I-Helfer herumspringen. 

Als Eltern ist es sehr schwer die Entscheidung zu treffen, das Kind auf eine andere Schule zu schicken. Es ist etwas Neues, Ungewisses und ein wenig Endgültiges. Wir hatten das in unserer Grundschulkinder mit einem Kind dieses Jahr. Da wurde es ein Jahr mal probiert und ein weiteres Jahr durchgeschleppt mit I-Helfer, weniger Hausaufgabendruck usw.  Am Ende hat das Kind gestreikt und war kaum noch in der Schule. Jetzt ist sie in einer anderen Schule und hat sich kurz gemeldet, dass ihr dort viel besser geht.

johnnyd antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18556

@ga2 

Ich werfe ein vorsichtiges Jaein in die Runde. 😀

In einem Gespräch vor ca 14 Tagen hatte ich einen gestandenen Christen vor mir zu sitzen am Tisch, der mir erzählt, er wähle AfD, weil die an der Basis gut sind in seiner ehemaligen Heimat Thüringen. Ja, dachte ich, und trotzdem ist die Führungsspitze rechter als rechts, menschenverachtend und Co. Die AfD - und das dachte ich, lernen die sogenannten Altparteien mal daraus - deckt hervorragend alle Schlupflöcher und Schwächen des Staates auf und werden - eben anders als die sogenannten Altparteien - genau dort "handgreiflich" tätig, also packen an, setzen Dinge um und so. So eben sicher nicht nur in Thüringen. Aber an der "Basis", wie er so schön sagte. Das wischt aber nicht weg, dass die "Spitze", die "Führung" der Partei rechter als rechts ist. Und die haben nun mal insgesamt das Sagen. Und ich muss ja langfristig denken. Klar kann ich die "guten AfD-Leute" an der Basis in die Landtage wählen oder wo sie noch überall tätig sein können. Ich muss aber auch bedenken, dass genau das - weil es so schön "harmlos" ausschaut -, eben die g-a-n-z-e Partei stärkt und unterstützt. Ich brauch doch gar nicht in den Wahlkampf schauen, ich brauch nur ein paar Jahre zurückschauen, was da so alles "passiert" ist ... ich kann im Internet sogar Auflistungen von Aussagen einiger AfD-Politiker finden, die einem die Schauer über den Rücken jagen. Der kleine Mann hat nicht das Sagen in der Partei. Das sind seit gefühlt ewig schleichende Prozesse .... und ich möchte keinen "Ausbruch" haben ... 

Ja, ich weiß auch, was uns vorhergesagt ist in der Schrift; welche Zustände wir haben werden, bevor Jesus wiederkommt. Die sind grauenvoll.

Da wähle ich dann doch eher das kleinere Übel ... und denke dabei an die Talk-Runde nach dem Quadrell, als - wer war es noch mal?? - sagte, und gannnz so schlecht ging es Deutschland ja nicht in der "Merkel-Zeit" vor der Ampel ...

neubaugoere antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1400

@neubaugoere

ich weiß jetzt gerade nicht, auf welchen meiner Beiträge hier du dich gerade beziehst. 😅 

Manche politischen Entscheidungen kann man mit ihren Folgen erst eine ganze Zeit später richtig beurteilen. Auch wenn es Leute gibt, die vorher warnen oder Bedenken haben.

Das gilt auch für Merkels Regierungzeit.

 

ga2 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1803

@deborah71 

Ich versuche genau hinzuschauen, wo ist begründete Kritik und wo nicht.

Die Ausführungen der AFD ist allerdings wenig begründet. Hier wird lediglich ein Strohmann abgefackelt. Auch in Niedersachsen gibt es Sonderschulen und auch keine Bestrebungen diese komplett abzuschaffen. Über die Hälfte Schüler mit "sonderpädagogischem Förderbedarf" werden an Sonderschulen beschult. 

Der Begriff "sonderpädogischer Förderbedarf" ist nicht mal klar definiert und Kinder bekommen das auch relativ schnell angehängt und laufen Gefahr abgeschoben zu werden, auch wenn das Kind mit wenig Mehraufwand relativ problemlos in einer Regelschule beschult werden könnte.

Es zeugt nicht gerade von Sachkompetenz, wenn man es als Partei nicht hinbekommt, einen in sich widerspruchsfreien Text zu formulieren und sich bei einer Problematik (deren Relevanz alles andere als klar ist) ausschliesslich auf den Weg der stärkeren Separierung von Schülern und Schülerinnen festlegt und dabei den Qualifikationsgrad des Lehrpersonals und die finanziellen Aspekte völlig aussen vor lässt. 

Niedersachsen geht mich an.

Würde mich jetzt schwer wundern, wenn du Kinder im schulpflichtigem Alter hättest.

derelch antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27688

@derelch 

Man darf also nur zu diesem Thema etwas sagen, wenn man gerade schulpflichtige Kinder hat? Die Sorgen und Nöte der Mitbürger wären kein Grund? Na, du bist lustig....

  🧐  😉

deborah71 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1803

@deborah71 

Man darf also nur zu diesem Thema etwas sagen, wenn man gerade schulpflichtige Kinder hat?

Nö, aber es ist viel leichter sich für die Benachteiligung anderer Menschen auszusprechen, wenn man selbst nicht betroffen ist.

Die Sorgen und Nöte der Mitbürger wären kein Grund?

Die interessieren die AFD sowieso nicht. Stattdessen lügen sie das Blaue vom Himmel und machen rückwärtsgewandte Politik für rückwärtsgewandte Ansichten.

derelch antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27688

@derelch 

Nun, wenn du meine Texte genau gelesen hättest, dann ging es mir darin gegen die Benachteiligung von Menschen.

Abgesehen davon habe ich in meinem Beruf u.a. auch mit gesundheitlich eingeschränkten Kindern gearbeitet.

Und wenn du den einen Artikel genau gelesen hättest (ndr) und parallel die Textstelle im Regierungsprogramm, dann wäre dir aufgefallen, dass auch andere ungenau gelesen hatten und eine -1- Wahrheit verbogen hatten zu ihrem eigenen Schaden. 

Welche Partei hat eigentlich im Wahlkampf immer die Wahrheit gesagt?

Aber genug des Geplänkels....  ☕ 😉 😆 

deborah71 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1803

@deborah71 

Nun, wenn du meine Texte genau gelesen hättest, dann ging es mir darin gegen die Benachteiligung von Menschen.

Achso. Du bist eigentlich für Inklusion und lehnst die Ausführungen der AFD dazu ab. Wo genau hätte ich das raus lesen sollen?

Abgesehen davon habe ich in meinem Beruf u.a. auch mit gesundheitlich eingeschränkten Kindern gearbeitet.

"Gesundheitheitliche Einschränkung" und "sonderpädogischer Förderbedarf" sind zwei paar Schuhe.

derelch antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27688

@derelch 

Wieder falsch gelesen...    ich bin für Differenzierung anhand der Belange des behinderten Kindes.  Und die AfD ist in ihrem Wahlprogramm auch für eine Differenzierung, damit die behinderten Kinder, die nicht inkludiert werden können, angemessen gefördert werden können.

Und die UN war für undifferenzierten Zwang für alle.

 

"Gesundheitheitliche Einschränkung" und "sonderpädogischer Förderbedarf" sind zwei paar Schuhe.

Ich schenk dir einen Kümmelspalter 😉  😆 

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3667
Veröffentlicht von: @deborah71

@derelch 

"Gesundheitheitliche Einschränkung" und "sonderpädogischer Förderbedarf" sind zwei paar Schuhe.

Ich schenk dir einen Kümmelspalter 😉  😆 

Diesen sprachlichen Unterschied erkenne sogar ich. 

Nach meinem Verständnis ist es schon ein Unterschied, ob ein Kind nicht laufen kann (gesundheitliche Einschränkung) oder geistig behindert (sonderpädagogischer Förderbedarf) ist. 

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
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@chai 

Ich kenne mehr gesundheitliche Einschränkungen, als nur nicht laufen können, und natürlich auch kombiniert mit geistigen Behinderungen.

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27688

Ergänze durch die Definition des RKI:

https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtuebertragbare-Krankheiten/Nichtuebertragbare-Krankheiten-A-Z/G/Gesundheitliche-Einschraenkungen/gesundheitliche-einschraenkungen-node.html

Unter gesundheitlichen Einschränkungen versteht man die Beeinträchtigung alltäglicher Aktivitäten aufgrund lang andauernder körperlicher und/oder geistiger Gesundheitsprobleme.

deborah71 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
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@deborah71 Schon ok.

chai antworten
DerElch
(@derelch)
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@deborah71 

Wieder falsch gelesen...

Nö. Lesen kann ich und im Gegensatz zu dir muss ich auch nichts wegzwinkern und weglachen.

ich bin für Differenzierung anhand der Belange des behinderten Kindes.

Es geht beim Thema Inklusion garnicht ausschliesslich um Kinder, die landläufig als "behindert" bezeichnet werden. Aber nun gut, du bist für die Differenzierung. Ich nehme das zur Kenntnis. Umso schwerer verständlich, dass du hier eine Lanze für die AFD-Positionen zur Thematik brichst.  

Und die AfD ist in ihrem Wahlprogramm auch für eine Differenzierung, damit die behinderten Kinder, die nicht inkludiert werden können, angemessen gefördert werden können.

Das steht so nicht im Programm der AFD. Im Programm steht, das jeder der nicht normkonform ist aus dem System gekickt und keinen Anspruch auf Inklusion hat. Das trifft relativ schnell zu. Legasthenie, Dyskalkulie, ADHS, Hochbegabung sind nur ein paar Möglichkeiten, die dazu führen, dass man die AFD-Norm für die Regelschule nicht mehr erfüllt.

Und die UN war für undifferenzierten Zwang für alle.

Die Vorstellungen der UN sind eben global und nicht deutschsprachig geprägt, Sonderschulen im deutschen Sinn sind global nicht etabliert.
Aber die Vorstellungen der UN hat sich in Deutschland auch abseits der AFD in den Parteien nicht durchgesetzt. Keine der relavanten Parteien will Sonderschulen komplett abschaffen. mehr als 50% der Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf (nicht ganz 7% aller Schüler) werden in Sonderschulen beschult.

Die AFD fackelt einen Strohmann ab und du klatschst Beifall.

derelch antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27688

@derelch 

Du hast es immer noch nicht auf Reihe.  Hat keinen Sinn, mit dir zu posten. 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

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@derelch 

Das steht so nicht im Programm der AFD. Im Programm steht, das jeder der nicht normkonform ist aus dem System gekickt und keinen Anspruch auf Inklusion hat. Das trifft relativ schnell zu. Legasthenie, Dyskalkulie, ADHS, Hochbegabung sind nur ein paar Möglichkeiten, die dazu führen, dass man die AFD-Norm für die Regelschule nicht mehr erfüllt.

Und letzteres steht so im Programm der AfD?

Das waren bisher nämlich keine Gründe, Kinder auf die Förderschule zu schicken... wo hat die AfD verlauten lassen, dass sie die Kriterien ändern wollen?

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
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Beiträge : 1803

@lucan-7 

Und letzteres steht so im Programm der AfD?

Das ist die Konsequenz aus dem Programmtext der AFD Niedersachsen. Gute Inklusion geht einher mit Normkonformität und Leistung. Wer das nicht kann, ist draussen oder geht unter.

Das kannst du gerne anders sehn, ich hab allerdings grad weder Zeit noch Lust dazu eine A4 Seite zu schreiben.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@derelch 

Das ist die Konsequenz aus dem Programmtext der AFD Niedersachsen. Gute Inklusion geht einher mit Normkonformität und Leistung. Wer das nicht kann, ist draussen oder geht unter.

Dazu muss man sich aber erst mal anschauen, wie "Inklusion" mancherorts aussieht. Ich habe es so kennengelernt, dass man einfach alle Kinder in eine Klasse gesteckt hat und das Ganze dann "Inklusion" nannte.

Das hatte dann natürlich das Ergebnis, dass jene, die da Schwierigkeiten hatten, automatisch "die Doofen" waren. Die hatten eigene Förderlehrer in der Klasse, und wenn die anderen Schüler ihren normalen Unterricht machten, dann wurde den Förderschülern klar gemacht: "Das kannst du nicht, das verstehst du nicht!"

Ich kannte persönlich Schüler, die da völlig niedergeschlagen und entmutigt waren.

Dann jedoch kamen sie in eine eigene Förderklasse... und plötzlich blühten die auf. Plötzlich waren die Klassenbeste, trauten sich etwas zu, waren ermutigt. Das letzte was ich von zwei dieser Schüler gehört habe war, dass sie ihren regulären Realschulabschluss machen. Das wäre in der "inclusiven" Klasse völlig unmöglich gewesen, obwohl da auch Realschüler drin waren.

Wenn das die Ausgangslage ist, dann ist "Inklusion" in dieser Form schlicht Quatsch. Es bringt nichts, es verschärft nur die Trennung.

Umgekehrt kann es natürlich nicht darum gehen, Förderschüler irgendwo "wegzuschliessen". Es geht um einen bedarfsgerechten Unterricht. Und das kann auch gemeinsame Projekte mit regulären Schulen bedeuten, etwa gemeinsamer Sportunterricht (Je nach Möglichkeiten).

Und wenn die AfD das so gemeint hat - dann hat sie in dem Punkt einfach recht.

Klar, man kann auch sagen, das sind ja alles böse Nazis, die wollen nur böse Dinge... kann sein, vielleicht ist damit tatsächlich eher "wegsperren" gemeint.

Aber das möchte ich dann auch so sehen, ob das so stimmt...

 

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 23 Jahren

Beiträge : 1803

@lucan-7 

Das hatte dann natürlich das Ergebnis, dass jene, die da Schwierigkeiten hatten, automatisch "die Doofen" waren. Die hatten eigene Förderlehrer in der Klasse, und wenn die anderen Schüler ihren normalen Unterricht machten, dann wurde den Förderschülern klar gemacht: "Das kannst du nicht, das verstehst du nicht!"

Ich kannte persönlich Schüler, die da völlig niedergeschlagen und entmutigt waren.

Und das was dir dazu einfällt ist, dass die Schüler in der Regelschule falsch waren. Zugegebenermassen liest sich das für mich wie unqualifiziertes Lehrpersonal. Da könnte man auch ansetzen, man kann auch mehr Geld für Bildung ausgeben. Aber nein ... nur nicht bewegen, lieber selektieren.

Wenn das die Ausgangslage ist, dann ist "Inklusion" in dieser Form schlicht Quatsch. Es bringt nichts, es verschärft nur die Trennung.

Zum wiederholten Male. Die meisten Schüler mit Förderbedarf werden nach wie vor an Sonderschulen beschult.

Klar, man kann auch sagen, das sind ja alles böse Nazis, die wollen nur böse Dinge... kann sein, vielleicht ist damit tatsächlich eher "wegsperren" gemeint.

Mit Nazi hat das nichts zu tun, aber mit mangelnder Sachkompetenz und rückwärtsgewandter Pädagogik. Das reicht auch schon, um in der Masse zu punkten. 

Aber das möchte ich dann auch so sehen, ob das so stimmt...

Du bist ja auch nicht der Leidtragende dabei.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 27522

@derelch 

Und das was dir dazu einfällt ist, dass die Schüler in der Regelschule falsch waren. Zugegebenermassen liest sich das für mich wie unqualifiziertes Lehrpersonal. Da könnte man auch ansetzen, man kann auch mehr Geld für Bildung ausgeben. Aber nein ... nur nicht bewegen, lieber selektieren.

Jetzt scheinst du mir aber tatsächlich in die Schiene "das darf nicht gut sein, weil es kommt ja von der AfD!" zu rutschen.

Die genannten Schüler wurden von qualifizierten Förderlehrern betreut - und die haben das System selbst kritisiert. Die "Inklusion" war eine Illusion.

An einer anderen regulären Schule wurden hingegen ehemalige Förderschüler aufgenommen, die sich entsprechend qualifiziert hatten, und das funktioniert auch sehr gut. Auch da kenne ich Schüler persönlich.

 

Mit Nazi hat das nichts zu tun, aber mit mangelnder Sachkompetenz und rückwärtsgewandter Pädagogik. Das reicht auch schon, um in der Masse zu punkten.

Offen gestanden gibt es an unserem Schulsystem einiges zu bemängeln. Aber das, was da bislang vor allem von linken Politikern kommt, die alles anders machen wollen, ist meist noch schlimmer als das, was wir haben - wie eben diese "Inklusion", die nicht viel mehr als ein Prestigeprojekt ist, damit sich die Verantwortlichen nach außen gut darstellen können, die betroffenen Kinder aber außen vor bleiben.

Und das sage nicht nur ich, sondern auch die Pädagogen.

Aber vielleicht erklärst du mal, was es für ein Kind für Vorteile haben soll, wenn es Tag für Tag vorgeführt bekommt, dass es nichts kann und nie so gut sein wird wie andere Kinder...?

Geht es darum, denen so früh wie möglich ihren Platz in der Gesellschaft zu zeigen und ihnen alle Hoffnung zu nehmen? Dann funktioniert das allerdings ganz gut...

Was soll es denn bringen, Schüler in einen Kurs zu stecken, der ihren Bedürfnissen nicht gerecht wird?

Das Einzige wofür das gut ist, ist das Prestige der Schule: "Wir machen Inklusion!". Dann noch ein paar Fotos auf der Internetseite wie toll das alles ist... ist doch egal, ob das den Kindern auch was bringt, hauptsache die Politik steht gut da.

 

Und nein, ich halte die AfD nicht für qualifiziert, eine gute Pädagogik zu entwerfen. Aber wenn sie Dinge ablehnen, weil sie schlechter sind als das, was wir bisher hatten - dann haben sie eben recht damit.

Sobald jemandem etwas wirklich Besseres einfällt bin ich gerne dabei...

lucan-7 antworten
Goldapfel
(@ga2)
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@derelch 

Der Begriff "sonderpädogischer Förderbedarf" ist nicht mal klar definiert und Kinder bekommen das auch relativ schnell angehängt

Woher hast du dein Wissen darüber, wie sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wird?

ga2 antworten
DerElch
(@derelch)
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@ga2 

Woher hast du dein Wissen darüber, wie sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wird?

Viellicht kann ich lesen. Vielleicht bin ich selbst betroffen gewesen. Vielleicht kenne ich Leute, deren Kinder betroffen sind. Vielleicht hab ich selbst Kinder, die betroffen sind. Suchs dir aus.

derelch antworten
Goldapfel
(@ga2)
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@derelch

Vielleicht…

klingt für mich eher nach Geraune.

Es gibt da auch durchaus andere Erfahrungen aus der Praxis.

ga2 antworten
DerElch
(@derelch)
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@ga2 

klingt für mich eher nach Geraune.

Oder .... es geht dich nichts an.

derelch antworten
Goldapfel
(@ga2)
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@derelch 

Ist ja deine These, die du damit (nicht) begründest…

ga2 antworten


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Was mich am meisten zu schaffen macht ist folgendes. 

 

Immer mehr Behinderte landen auf der Straße. 

 

M.

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neubaugoere
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@meriadoc 

So so. Ist das deine Wahrnehmung in deiner Gegend oder ist das aus ner Statistik oder haste das irgendwo gehört?

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@neubaugoere 

 

Der Hbf. ist meine Durchgangsstation. Ich sehe das. Gestern schlief einer in seinem E Rollstuhl mit seinen Habseligkeiten vor dem Eingang der Heilsarmee. Viele laufen mit Krücken. 

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neubaugoere
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@meriadoc 

Es ist also das, was du täglich siehst und betrifft nicht die ganze Welt. - Wie wäre es, wenn du das von Anfang an so beschreiben würdest?

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@neubaugoere 

 

Ich mach mal heimlich Fotos, die schick ich dir dann.

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neubaugoere
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@meriadoc 

ah ... na, jeder geht damit anders um ...

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DerElch
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@neubaugoere 

Es ist also das, was du täglich siehst und betrifft nicht die ganze Welt.

Nimmt in Berlin die Obdachlosigkeit ab?

derelch antworten
neubaugoere
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@derelch 

Ich erinnere daran, dass es meriadoc um Menschen mit Behinderungen geht, die er vermehrt in der "Obdachlosigkeit" wahrnimmt.

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@meriadoc 

Na ich will ganz bestimmt nicht mit dir "diskutieren" ...

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DerElch
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@neubaugoere 

Und das tust du in Berlin nicht?

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@derelch 

Ich kann nicht für ganz Berlin sprechen, nur für die Gegenden, wo ich mich "herumtreibe".

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Deborah71
(@deborah71)
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@meriadoc 

Hast du dich da mal auf die Spur gesetzt, warum das so zugenommen hat?

Wo hakt es im System der Altparteien?   Wenn ich google mit cdu + Behinderte oder spd + Behinderte....   dann kommen da einige Informationen, aber ich habe den Eindruck, dass sie das Kernproblem nicht treffen.

deborah71 antworten
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@deborah71 

 

Steigende Energiekosten, Psychische Probleme, Sucht. 

Ich kannte eine aus meiner Gemeinde. Psychische Grunderkrankungen, Aggressiv, Polizei, mehrmalige Obdachlosigkeit. Das war übrigens die, die mich früher geschlagen hat. Weiß nicht wo sie ist. Vielleicht verstorben. Tja, Jesus war nicht mit Ihr. Warum auch immer.

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