Warum bist du auf der Erde welchen Gedanken verfolgt Gott mit deiner Person
Warum bist du auf der Erde welchen Gedanken verfolgt Gott mit deiner Person
Woher soll ich das wissen? Hat er mir nicht gesagt.
Veröffentlicht von: @distelnickWoher soll ich das wissen? Hat er mir nicht gesagt.
Ds ist auch ein Zustand. Unwissend. Okay.
Vielleicht hat er uns das Leben ja auch geschenkt
Und wir dürfen selbst entscheiden, was wir damit machen? 😊
Eine wirklich gute Frage.
Denn: ich hatte schon im Kopf "ja, nee is klar, es ist aber nicht unser Leben, es gehört ihm, weil er den Preis bezahlt hat"
DANN aber kam die Frage hoch, die ich hiermit mal stelle: Gibt es da vielleicht "Rahmenbedingungen"? Mal davon abgesehen, dass mein Leben wirklich Gott gehört und ich dennoch denke, dass es tatsächlich "hilfreich" ist, ihm mein Leben auch zu überlassen. - Deshalb frag ich nach "Rahmenbedingungen" ...
Veröffentlicht von: @neubaugoereDANN aber kam die Frage hoch, die ich hiermit mal stelle: Gibt es da vielleicht "Rahmenbedingungen"? Mal davon abgesehen, dass mein Leben wirklich Gott gehört und ich dennoch denke, dass es tatsächlich "hilfreich" ist, ihm mein Leben auch zu überlassen. - Deshalb frag ich nach "Rahmenbedingungen" ...
Ich glaube tatsächlich das Gott uns unser Leben schenkt.
Und wir die Wahl haben, was wir daraus machen.
Ob wir zum Beispiel Gärtner werden oder Banker, oder Pastor ..
Ob wir Kinder bekommen oder heiraten...
Vielleicht gibt's ein paar Wenige, die er zu was Speziellem berufen hat, wo ER dann auch die Weichen früh stellt, das der Betreffende gar nicht anders kann...
Für die Meisten ist es die eigene Wahl. Wobei ich da dieses Beispiel von den anvertrauten Talenten im Kopf habe, wo man dann aus der eigenen Wahl für Gott das Beste herausholen sollte..
Sprich , nach Gottes Höherem streben, egal ob als Kanalarbeiter oder Zahnarzt.😉
Ein befreundeter Karmelit erzählte mir neulich , er hätte ganz lange an seiner Berufung zum Mönch gezweifelt, bis er auf denselben Gedanken kam. Dann konnte er aufhören sich zu fragen, ob er Gottes Willen für sich selbst richtig verstanden hatte und damit beginnen als Mönch den Platz auszufüllen, den er schon inne hatte.😊
Veröffentlicht von: @distelnickIch glaube tatsächlich das Gott uns unser Leben schenkt.
Und wir die Wahl haben, was wir daraus machen.
Das glaube ich auch.
Veröffentlicht von: @distelnickOb wir zum Beispiel Gärtner werden oder Banker, oder Pastor ..
Ob wir Kinder bekommen oder heiraten...
Und das alles ist auch in Ordnung, so lange wir uns an die 10 Gebote halten - sie geben den Rahmen vor, in dem wir uns frei bewegen können.
Veröffentlicht von: @distelnickVielleicht gibt's ein paar Wenige, die er zu was Speziellem berufen hat, wo ER dann auch die Weichen früh stellt, das der Betreffende gar nicht anders kann...
Ja, das gibt es tatsächlich, so ein Hingezogenfühlen z.B. zum Ordensleben.
Aber ich glaube auch bei diesen Menschen nicht, dass Gott eingeschnappt ist, wenn jemand seine Ordensgemeinschaft verlässt, um zu heiraten oder weil man merkt, dass man das einfach nicht mehr durchhält.
Veröffentlicht von: @distelnicknach Gottes Höherem streben, egal ob als Kanalarbeiter oder Zahnarzt.😉
Das sehe ich auch so: man kann zu Gottes Ehre Pastoralreferent, Verkäufer, Bäcker, Krankenpfleger, Bauarbeiter oder Friseur sein...
"Lass uns mit unseren Fähigkeiten nicht herrschen, sondern dienen" heißt es in einem Morgengebet der KJG, das ich bis heute häufig bete.
Veröffentlicht von: @suzanne62Aber ich glaube auch bei diesen Menschen nicht, dass Gott eingeschnappt ist, wenn jemand seine Ordensgemeinschaft verlässt, um zu heiraten oder weil man merkt, dass man das einfach nicht mehr durchhält.
Nee, denk ich auch nicht. ..😊
Veröffentlicht von: @suzanne62"Lass uns mit unseren Fähigkeiten nicht herrschen, sondern dienen" heißt es in einem Morgengebet der KJG, das ich bis heute häufig bete.
Ja, das ist gut... 😊
Veröffentlicht von: @distelnickFür die Meisten ist es die eigene Wahl. Wobei ich da dieses Beispiel von den anvertrauten Talenten im Kopf habe, wo man dann aus der eigenen Wahl für Gott das Beste herausholen sollte..
Die Frage, die sich für mich stellt, ist: Ist es wirklich "meine" Wahl? Ich erinnere mich an 2009/2010 meine letzte größere Bewerbungsaktion ... ich wollte einfach mit Gott gehen und nicht länger mehr allein, also fragte ich Gott, was ich tun solle. Ich weiß ja nie vorher, wie Gott antwortet ... ich hatte erstaunlich viele Stellenangebote zur Auswahl. Das macht es nicht einfacher, sagte ich Gott. Wie erkenne ich nun aber Deinen Willen für mich? Und er antwortete: Schau darauf, was ich in Dich an Fähigkeiten gelegt habe, schau drauf, was Du wirklich kannst und liebst. - Und da hatte ich die Spur, die im Grunde schon die Antwort war. - Ich konzentrierte mich auf einen bestimmten Berufszweig, hatte am Ende 3 Stellen noch offen, dann sprang 1 ab und es blieben noch zwei ... Wie nun aber, Herr, erkenne ich hier Deinen Willen für mich? Was soll ich tun? Welche Arbeit soll ich nehmen? - Ein Freund riet mir, zu telefonieren und offen und ehrlich zu sein. Bei beiden war ich zu einem Vorstellungsgepräch gewesen. Beide wollten mich. - Ich rief bei dem einen an, wo ein Chef in einer Klinik noch hätte zustimmen müssen, der aber in Urlaub war. Ich sprach mit der Dame am Telefon und sie fragte mich direkt: Welchen Grund hat Ihr Anruf wirklich? Und ich erzählte davon, noch ein anderes Angebot zu haben und sogar schon zu einem zweiten Gespräch eingeladen worden zu sein (was in der Regel heißt, ich könnte einen Vertrag unterschreiben). Sie schwieg kurz und sagte dann: Wissen Sie, Frau XYZ, in der heutigen Zeit gilt: Was Sie haben, haben Sie. - DAS war meine Antwort. Ich dankte ihr und ging frohen Mutes zum zweiten Vorstellungsgespräch, in welchem ich auch direkt mit dem Chef zu tun hatte, der für mich einen Notartermin unterbrach, um mich kennenzulernen, unterschrieb den Vertrag - es war der Geburtstag meiner Mutter - und hatte einen der besten Jobs, die ich je hatte (bis auf den jetzigen, der ist das Paradies 😀).
Was meine ich damit? Bin ich es, die gewählt hat?
Hab ich mir das ausgesucht? Ich hab auch die "Talente" im Kopf ...
Er hat mein Leben erkauft und teuer dafür bezahlt - mit seinem Leben. Es - mein Leben - gehört ihm. Ich gehöre ihm. Er ist mein Herr. Ich folge ihm. Warum? Nicht, weil ich "muss", weil mich seine Liebe dazu bringt ...
Deshalb meine Frage: Wenn Gott mein Leben gehört, wenn ER es ist, der Gaben verteilt (Geist) und Fähigkeiten in mich hineingelegt hat und sie fördert, ist es dann wirklich meine Entscheidung, was ich aus meinem Leben mache? Oder habe ich eine Art "Rahmenbedingung", also einen Rahmen, in dem ich frei agieren kann? Wie würdest Du das formulieren? Wie siehst Du das?
Hm, Ich habe jedesmal wenn ich einen Job wählen musste, intensiv und lange gebetet, das Gott mir zeigen möge, wo er mich haben will, aber es kam keine Antwort.
D eswegen bin ich damals in die Pflege gegangen, es war sozusagen ein Provisorium, bis ich Gottes Willen erfahre.
Was soll ich sagen, ich bin immer noch da...😀
Aber ich bin gut in dem was ich tue, also nehme ich an, ich soll da sein...😉
@neubaugoere 🌺 Ich empfinde richtige Freude für dich, wenn ich das lese! Glückwunsch!
Ich bin auf der Erde, damit die Herrlichkeit Gottes auch auf der Erde sichtbar wird, Seine Liebe, Sein Licht, die Fülle des Lebens aus Ihm.
Veröffentlicht von: @geebeeIch bin auf der Erde, damit die Herrlichkeit Gottes auch auf der Erde sichtbar wird, Seine Liebe, Sein Licht, die Fülle des Lebens aus Ihm.
Ein schönes Beispiel, wie der Schatten in Hebräerbrief. Oder?
Veröffentlicht von: @nikomotoEin schönes Beispiel, wie der Schatten in Hebräerbrief. Oder?
Wie meinst du das?
Schatten ist Muster.
Kol 2,17 die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper selbst aber ist des Christus.
Hebr 8,5 - die dem Abbild und Schatten der himmlischen Dinge dienen, wie Mose eine göttliche Weisung empfing, als er im Begriff war, das Zelt aufzurichten; denn "Sieh zu", spricht er, "dass du alles nach dem Muster machst, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist!". -
geebeezum Beitrag: Ich bin auf der Erde, damit die Herrlichkeit Gottes auch auf der Erde sichtbar wird, Seine Liebe, Sein Licht, die Fülle des Lebens aus Ihm.
Schatten gibt eine Ahnung vom Himmlischen?
Ich meinte das Wirken aus der Kraft des heiligen Geist Gottes. Dadurch kommen Liebe und Licht Gottes in die Welt.
Die Gebote z.B. kann man ja unterschiedlich lesen, einmal als moralische Vorschrift, das wäre dann der Schatten.
Aber man kann sie auch auch als Verheißung verstehen, dass derjenige, der Gott über alles liebt und von der Kraft Gottes erfüllt wird, nicht mehr lügt, nicht mehr tötet (auch nicht die Seele) usw Das meinte ich.
Veröffentlicht von: @nikomotoWarum bist du auf der Erde welchen Gedanken verfolgt Gott mit deiner Person
Für mich beginnt die Frage schon sehr viel früher - Warum hat Gott überhaupt den Menschen erschaffen?
jeder Mensch ist entweder als ein Gefäß zu Ehre oder als ein Gefäß zur Unehre geschaffen - Röm. 9,21-24
21 Oder hat nicht der Töpfer Macht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre, das andere zur Unehre zu machen?
22 Wenn nun aber Gott, da er seinen Zorn erweisen und seine Macht offenbar machen wollte, mit großer Langmut die Gefäße des Zorns getragen hat, die zum Verderben zugerichtet sind,
23 damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit erzeige, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat?
24 Als solche hat er auch uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden;
und ich denke, daß jeder Mensch ein Werkzeug Gottes in Seinem Plan mit Seiner Schöpfung ist. Durch jeden Menschen will Er etwas Bestimmtes offenbaren oder bewirken, sei es zum Guten oder sei es zum Bösen. Und sehr viele leben auch, weil Gott diese liebt und sie deshalb zu sich in Sein Reich holt durch das Erlösungswerk Jesu.
Ich denke, daß jeder Mensch der lebt, jemand ist, durch den Gott sich auf die eine oder andere Weise verherrlichen möchte.
Gruß Katrin
Veröffentlicht von: @katy3Veröffentlicht von: @katy3Warum bist du auf der Erde welchen Gedanken verfolgt Gott mit deiner Person
Veröffentlicht von: @katy3Ich denke, daß jeder Mensch der lebt, jemand ist, durch den Gott sich auf die eine oder andere Weise verherrlichen möchte.
Gott kann sich auch ohne Menschen verherrlichen. Oder?
Also, warum gerade dich?
Gruss Niko
Das Gott sich ohne Menschen verherrlichen kann bezweifle ich sehr stark.
Max
Veröffentlicht von: @nikomotoAlso, warum gerade dich?
Warum nicht? 😉
Ich weiß ,daß mich mein Schöpfer so sehr mächtig und verschlagen hat werden lassen ,so daß selbst die 'Bösen Engel'
keine Macht mehr über mich gewinnen können ! Infolgedessen kann Er nun selbst auch keine Macht mehr über mich gewinnen ;
jedoch Er braucht auch keine Macht über mich gewinnen ,denn ich lebe als ein Nachfolger des 'Jesus Christus' in
einer 'Vollkommenen Einheit' mit Ihm ! !
finde ich sehr speziell, wie und was du da in Worte fassest... "sehr mächtig und verschlagen" und "Böse Engel" ?! - Ich finde es gut, wenn Menschen nachdenken, frei und anders denken und manchmal auch ganz neu zu denken wagen... - "Seid klug wie die Schlangen und sanft wie die Tauben!" Matthäus 10,16
😀
Mein Hauptgedanke zum Thema: Gott hat uns geschaffen, damit wir Ihm ein Gegenüber sind. Einzeln sind wir vielleicht vergleichbar mit funktionierenden Gehirnzellen, die aber nicht oder nicht vollständig vernetzt sind, ein Bewusstsein also, das noch nicht wirklich mit dem vegetativen Leben des Leibes in Verbindung steht, wie ein Mensch, der aus einer Bewusstlosigkeit zurückkehrt in die Wachheit, aber noch nicht im Leib angekommen ist.
Gott hat uns als Sein Abbild Sich Selbst gegenübergestellt, wie es in der Schöpfungsgeschichte steht, und zwar von Anfang an in der Mehrzahl: "Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. - Am Tag, da Gott den Menschen erschuf, machte Er ihn Gott ähnlich; als Mann und Frau erschuf Er sie, Er segnete sie und nannte sie MENSCH an dem Tag, da sie erschaffen wurden." 1 Moses 1,26 + 5,1 + 2
Es wurde also eine Einheit geschaffen, aus vielen bestehend, oder?
Die ganze Menschheit steht sonach als eine Einheit vor Gott (wie ein Mensch), und das ist gewiss und wohlweise auch der Grund, warum uns die Nächsten- und sogar die Feindesliebe ans Herz gelegt wurde, die wir gerufen sind, sie als Gottes Liebe zu leben, sie dadurch in uns zu verankern, bis wir sie verinnerlicht haben. Nur so werden wir aus uns und durch unser selbständiges handeln mehr und mehr zu dem, wie wir mal aus Gott hervorgegangen sind: alle zusammen ein harmonierendes Wesen. Eine Menschheit - oder doch zumindest eine Gruppe von vielen Menschen, die harmoniert, kann wie ein Mensch vor Gott stehen und Ihm ein lebendiges, aufnahmefähiges und verständiges Gegenüber sein, und somit ist denn Gott nicht mehr ganz alleine in Seiner endlos grossen Unendlichkeit, sondern Er teilt alsbald Sein Wesen mit Seinesgleichen, und Er kann Sich sodann Seinem Sohn (seinem Abbild) als VATER offenbaren...
Gehen wir davon aus, dass wir als Menschheit zu einem mindest-nötigen Grad von Einheit und Vernetztheit gelangen (oder schon gelangt sind), so dass wir Göttliches - "Himmlisches" - bewusst wahrnehmen, richtig einordnen und auf diese Weise endlich Gott hören, sehen und verstehen können; in diesem Moment haben wir ja doch die Reife erlangt, dass Gott Sich uns - als Seinem geschaffenen Gegenüber - uns erstmals wirklich verständlich und uns bewusst offenbaren kann. Ab diesem Moment spätestens muss im grossen Menschen - bestehend aus der ganzen Menschheit - ja doch als Folge das geschehen, was Paulus schreibt: "Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des HERRN wider und werden in Sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des HERRN." 2 Kor 3,18
"Nicht durch Macht, nicht durch Kraft, sondern allein durch Meinen Geist! - spricht der HERR der HEERSCHAREN." Sacharja 4,6
Ich weiß ,daß mich mein Schöpfer so sehr mächtig und verschlagen hat werden lassen (...)
Infolgedessen kann Er nun selbst auch keine Macht mehr über mich gewinnen ; jedoch Er braucht auch keine Macht über mich gewinnen ,denn ich lebe als ein Nachfolger des 'Jesus Christus' in einer 'Vollkommenen Einheit' mit Ihm ! !
Na, das nenne ich mal eine Symbiose aus "Anspruch und Selbstsicherheit".
Ein Gallier würde jetzt sagen: "pass auf, dass dir der Himmel nicht auf den Kopf fällt",
(zumal es so scheint, dass du schon fast dort anstößt).
Veröffentlicht von: @der_weiseIch weiß ,daß mich mein Schöpfer so sehr mächtig und verschlagen hat werden lassen ,so daß selbst die 'Bösen Engel'
keine Macht mehr über mich gewinnen können ! ...
Wie sind die Begriffe 'mächtig und verschlagen' zu verstehen?
Hältst Du Dich für so 'perfekt', dass Du nicht mehr angreifbar bist?
Keine Ahnung!
Das Leben an sich hat gar keinen Sinn. Aber wir sind da, damit wir ihm Sinn geben.
@plueschmors
"wir sind da, damit wir ihm Sinn geben"
Das glaube ich nun gar nicht. Man kann für sich selbst irgend einen Sinn definieren, der dann aber eben nur für einen selbst gilt und nicht für die ganze Menschheit oder das Leben überhaupt. Was Tiere und andere lebende Organismen betrifft, kann ich im menschlichen Dasein so gut wie keinen Sinn erkennen.
@queequeg Genau. Der Mensch ist eben zum Bebauen und Bewahren da. Und wie er das tut, ist letztlich ganz individuell. Und ob so ein Leben nützlich war oder verdorben, das können wir vielleicht gar nicht beurteilen. Aber Gott sieht es.
@plueschmors
"Der Mensch ist eben zum Bebauen und Bewahren da."
Kann man so sehen, wenn man will. Ich sehe es, wie gesagt, nicht so. Ich glaube nicht, dass der Mensch einen "Auftrag" hat. Aber jeder kann sich selbst einen Auftrag zuschreiben. Solange das individuell bleibt, ist das ja auch meist in Ordnung. Wenn man daraus aber Menschheit übergreifendes System werden soll, ist es schief.
"Nützlichkeit" ist übrigens schon eine solche Zuschreibung.
@queequeg Hm, das klingt jetzt irgendwie verbittert nach "der Mensch ist das einzig sinnlose Geschöpf"? Ich bin aber sicher, dass zumindest Lucan irgendwo einen biologischen Sinn der Spezies findet und sei es nur, dass er - der Mensch - seit jeher "ordnend" in die Natur eingreift, wobei er offensichtlich aber mehr kaputtmacht als Nutzen bringt. Ein Kollege von mir meinte demnach auch einmal: "Der Mensch ist auf der Welt, um alles kaputtzumachen".
Also aus hinduistischer Sicht kann man sagen, dass der Mensch eigentlich der bewahrende Vishnu sein soll, aber viel mehr Gefallen daran findet, der weltzerstörende Shiva zu sein.
@plueschmors
"Verbittert"? Wieso das? Ich stelle lediglich fest, dass dem Menschen kein von außen kommender Sinn beigemessen wurde - so wenig wie einem Wiesen, einem Warzenschwein oder einer Ameise.
Dass alle diese Wesen, inklusive des Menschen, ein Wirkung haben, besagt ja nicht, dass sie um dieser Wirkung Willen da sind, sondern, dass sie in genau den biophysikalischen Raum passen, in dem sie existieren.
@queequeg Es klang für mich verbittert. Entschuldige, wenn dem nicht so ist. Was ist ein "Wiesen"? Meinst Du Wisent?
Warzenschweine und Ameisen haben aber doch einen erkennbaren Sinn? Was wäre die Welt ohne Ameisen!
Kann aber auch sein, dass ich zu doof bin, Dich zu verstehen. Und genau, alles Geschaffene bezieht sich aufeinander, hat irgendwo eine Wirkung, von der andere profitieren. Das ist ihr Sinn. Alles aufeinander abgestimmt. Die Zecke saugt Blut, damit sie Vögeln als notwendiger Proteincocktail dient. Beim Menschen ist das aber wirklich schwierig, ihn irgendwo einzuordnen. Er scheint wirklich sinnlos und der Natur entfremdet.
Aus meiner Sicht ist der Mensch aber auch lediglich zur Bewährung im Glauben auf dieser Welt. Und damit er dabei nicht müßiggeht, soll er eben bauen und bewahren.
@plueschmors
Es sollte Wiesel heißen.
Das, was wir diskutieren oder argumentieren, hat mit doof nichts zu tun. Die Unterschiedlichkeit hängt mit den Perspektiven zusammen, die 1970 Jaques Monod in seinem Buch "Zufall und Notwendigkeit" gut beschrieben hat.
Wenn wir irgend etwas aus der natürlichen Umwelt sehen - z.B. was Wölfe alles so machen -, dann können wir den Eindruck gewinnen, dass es sie gibt, um kranke Tiere zu beseitigen. Das ist der teleologische Blick: man guckt nach rückwärts und fragt sich wozu ein Lebewesen da ist. Das setzt voraus, dass es irgendeine Art von Willen gibt, der die Welt und mit ihnen die Lebewesen so gebaut hat, dass sie zueinander passen. Eine Vorstellung, die in so ziemlich allen Theologien beliebt ist, weil man den Eindruck hat, damit vieles erklären zu können.
Die andere Blickrichtung fragt, aus welcher Entwicklung sich ein Wesen entwickelt hat, so dass es den zur Verfügung stehenden Lebensraum ausnutzen konnte. Auf einer hypothetischen Erde, auf der es außer Wölfen keine Tiere geben würde, würde es auch keine Wölfe geben, sondern nur Tiere, die Pflanzenfresser wären.
Auf diese Weise hängt dann tatsächlich alles miteinander zusammen.
@queequeg Auf einer Erde nur mit Wölfen könnte es aber doch Wölfe geben, die kranke oder verendete Wölfe fressen? Wenn es keine Pflanzen mehr gibt auf dieser Erde, werden wir ja sowieso auf die verbleibenden Ressourcen zurückgreifen müssen. Soylent Green, näh?
@plueschmors
Wäre dann der "Sinn" der Wölfe, sich gegenseitig aufzufressen?
Eine Erde ohne Tiere ist ja realistisch kaum denkbar. Aber wenn - würde dann alle bisherigen Fleischfresser zu Pflanzenfressern mutieren? Oder bliebe es dabei, dass es überhaupt keine Tiere mehr gibt, auch keine Wölfe fressenden Wölfe?