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Angst die ich nicht kenne

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Themenstarter
Beiträge : 14155

Hi,

zum allerersten Mal in meinem Leben spüre ich Ängste die ich so nicht kenne. Ich habe einiges hinter mir und könnte mich mit einigen besser arrangieren. Aber diese Angst kriecht sich durch den ganzen Körper.

Am meisten macht mir Angst vor Menschen, die die Grundfeste unserer Gesellschaft / Demokratie  zerstören wollen. Das die Dummheit zu Dingen wie Hass und Zerstörung führt.

Dann mancht mir der Klimawandel Angst. Jeder jammert über den Gasmangel und deren Kosten. Aber die Dürre und den Klimawandel wird verleugnet und verlacht. Eine Welt in Dürre und Wassermangel, das scheint vielen weit weg. Aber zu was diese Dinge führen werden ist bekannt. Anarchie, Unruhen und anderes. Das sechste Artensterben hat schon begonnen. https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/21267-rtkl-un-report-eine-million-arten-betroffen-das-sechste-massenaussterben

Letztens hies es, das 60% der Fläche von Europa von der Dürre betroffen ist.

Es sind nicht die Nachrichten...ich spüre das einfach. Das was nicht stimmt und es sich heranschleicht.

 

Ich hab vor vieles Furcht, aber diese jetzige Angst ist was anderes. Es geht mir nicht unbedingt um mein Wohlergehen, es geht mir um die hässlichen Folgen in der Gesellschaft. Ich kann nachvollziehen wie Juden sich damals fühlten, als man ihnen sagte, sie wären Abschaum...und dann dem Tod immer näher kamen.

 

Danke für eure Aufmerksamkeit.

 

M.

 

 

Antwort
16 Antworten
Lucan-7
Beiträge : 19426

@meriadoc 

zum allerersten Mal in meinem Leben spüre ich Ängste die ich so nicht kenne. Ich habe einiges hinter mir und könnte mich mit einigen besser arrangieren. Aber diese Angst kriecht sich durch den ganzen Körper.

Ich kann das durchaus nachvollziehen. Da greifen Dinge um sich, von denen wir dachten, dass wir sie längst hinter uns gelassen haben. Wir gaben uns auch der Illusion hin, ein Eroberungskrieg in Europa sei undenkbar. Und jetzt passiert genau das, während sich unsere Demokratien im Vergleich recht schwach zeigen.

Der Klimawandel ist schon nicht mehr aufzuhalten. Selbst wenn wir von heute auf morgen kein CO2 mehr immitieren würden, würde der Meeresspiegel weiter ansteigen. Dass aber das wertvollste Unternehmen der Welt ausgerechnet ein Ölkonzern ist, sagt schon viel aus. Die großen Konzerne denken überhaupt nicht daran, mit der Verbrennung von CO2 aufzuhören, es wird immer mehr und mehr gefördert und verbrannt. Dafür lässt man dann stolz ein paar Elektroautos herumfahren und druckt nette Broschüren, in denen man erklärt wie "klimaneutral" man doch ist, weil man irgendwo anders in der Welt eine handvoll Bäume pflanzen lässt, währed weiter CO2 in die Luft geblasen gibt als gäbe es kein morgen...

Also jede Menge gute Gründe, sich Sorgen zu machen. Aber man muss dabei auch aufpassen, was genau dabei auf Tatsachen basiert, und  was man sich selber davon ausgemalt hat. Dass es hier wirklich zu einer Diktatur kommt ist längst nicht gesagt, dafür gibt es auch keine Mehrheit. Künftige Kriege aufgrund des Klimawandels werden kaum zu verhindern sein... es ist aber durchaus denkbar, dass sich große Teile der Welt endlich zu einer echten Solidargemeinschaft zusammenfinden, weil wir anders keine Lösungen finden werden.

Wir haben auf der einen Seite eine Generation, die nur noch am Konsum interessiert ist, während in unserem Land Ausbildungsplätze nicht besetzt werden, weil es kaum qualifizierte Leute gibt und eine aufgeblasene Bürokratie mehr und mehr Geld verschlingt und die Wirtschaft lähmt.

Auf der anderen Seite haben wir aber auch kritische junge Leute, die sich Gedanken um die Zukunft machen und nach Lösungen suchen.

Wir haben die Spinner von den Querdenkern, denen aber eine Mehrheit sehr vernünftiger Leute gegenüber steht, die sich nicht nur nach ihren Gefühlen, sondern vor allem an Fakten orientiern.

 

Aber eines haben wir mit Sicherheit, und ich vermute, dass das der wesentliche Faktor ist, der dich beunruhigt: Die Welt ist endgültig nicht mehr so, wie sie einmal gewesen ist.

Allerdings: Das war schon zu unserer Jugendzeit nicht anders. Auch da hat sich die ältere Generation nicht mehr zurecht gefunden, auch damals war Umweltschutz ein Riesenthema. Und heute sind wir die Alten, die sich nicht mehr zurechtfinden.

Das für sich allein ist aber nicht schlimm. Wir müssen die Vergangenheit nicht auf ewig bewahren... wir wissen ja gar nicht, wie die kommenden Generationen leben wollen, das müssen die schon selbst entscheiden. Was wir dabei tun können, ist ihnen zu helfen den Mist wieder einzudämmen, den wir in der Vergangenheit verbockt haben.

Das ist eine große und sicher frustrierende Aufgabe... aber Aufgeben ist auch keine Option...

 

 

 

lucan-7 antworten


GoodFruit
Beiträge : 2272

@meriadoc

Veröffentlicht von: @meriadoc

Am meisten macht mir Angst vor Menschen, die die Grundfeste unserer Gesellschaft / Demokratie  zerstören wollen. Das die Dummheit zu Dingen wie Hass und Zerstörung führt.

Diese Angst teile ich mit Dir. Ich weiß nicht, ob ich es wirklich Angst nennen würde, denn Jesus hat uns zwar gesagt, dass wir in der Welt Angst haben werden - aber zugleich seine Anwesenheit zugesichert, weshalb wir zuversichtlich sein dürfen.

Was nun die Angst vor der Klimaveränderung angeht, so sind hier meine Bedenken, dass die oben angeführten Kräfte diese Klimaveränderung dreckig benutzen, um sie als Anlass zu nehmen, ihre verdorbenen und absehbar nicht oder nur unter großem Leid aller funktionierenden Systeme durchzudrücken.

Es scheint mir sogar so zu sein, dass erfolgversprechende Technologien sabotiert werden, um ja nicht die Umweltfolgen menschlichen Handelns als Begründung für das Durchsetzen ihres perversen Systems zu verlieren.

goodfruit antworten
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