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Angst vor Corona/Herdenimmunität

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Wir wohnen in NRW in der Nähe eines Corona Hotspots.
Mein Mann hat (aufgrund von Bluthochdruck und zu hohem Zucker) ein erhöhtes Risiko. Eines unserer Kinder muss demnächst eventuell wieder zur Schule. Mein Mann hat demnächst einen Arzttermin, bei dem es darum geht, ob er ein Attest bekommt (damit unser Junge bis zu den Sommerferien der Schule fern bleiben kann).
Meine Eltern haben beide Risikofaktoren und sind außerdem in dem Alter, wo Corona schon gefährlich ist. Sie wohnen ziemlich weit weg, aber wir haben sie vor Corona regelmässig einmal im Monat übers Wochenende gesehen. Jetzt seit Corona nicht mehr.
Mein Mann hat wegen Corona Todesängste.

Ich war bis jetzt Hoffnungsfroh, dass wir Corona durch den Lockdown so bekämpfen, dass es wieder rückverfolgbar ist... aber jetzt befürchte ich, dass wir den Weg der Herdenimmunität gehen... und ich fürchte mich.

Antwort
112 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @geronimo4711

Es scheint es soll das Recht des stärkeren gelten zu sollen, darf ich dann auch Gewalt anwenden um mich zu schützen?

Durchaus: Gewaltig zuhause bleiben und social distancing zu allen betreiben. 😊

Anonymous antworten


stundenglas
Beiträge : 4769

Wo?

stundenglas antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo liebe Anonyma,
schau mal, hier habe hier zwei Links zum Thema Bluthochdruck und erhöhter Blutzucker in Bezug zu Corona.
Vielleicht beruhigt das deinen Mann etwas, wenn er das auch liest.

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc ="s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjIlZuHt6LpAhVPsaQKHfO1BoMQFjABegQICBAB&url=https%3A%2F%2Fwww.blutdruckdaten.de%2Fcorona-risiko-bluthochdruck.html&usg=AOvVaw3GRd85sOsnEV3JfRLgP8io"

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc ="s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwir9cW_uKLpAhVFqaQKHTMzBxsQFjAAegQIARAB&url=https%3A%2F%2Fwww.diabetes-online.de%2Fa%2Fcovid-coronavirus-darauf-sollten-menschen-mit-diabetes-nun-achten-2139594&usg=AOvVaw3bI6Z9unBqgSTYp3yCASGi"

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und Liebe und dass die übergroße Angst bald verschwindet oder sich zumindest soweit reduziert, dass es erträglicher für euch wird diese Zeit zu überstehen.

Anonymous antworten


tristesse
Beiträge : 20559

Let the light in
Übersetzt: Lass das Licht hinein.

Liebe Anonyma,
ich kann Dich so gut verstehen. Ich kann verstehen, dass wenn man auf Corona schaut, vor Angst erstarrt. So viele Tote, so viel Erkrankte, so viel Sorge und Bedrohung. Mir ging es in den ersten Corona Wochen genauso.

Irgendwann habe ich aber dem Sturm in mir gesagt, dass Jesus den Sturm schon vor langer Zeit gestillt hat. Er peitscht mir immer noch ab und an um die Ohren, aber er hat keine Macht. Ich hab mich entschieden nicht wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren.

Ich hab eben dieses Lied gehört und sofort an Dich gedacht.
https://www.youtube.com/watch?v=GzQpptEdivA

Es ist von Cody Carnes und am Ende des Liedes singt er:
"Open up the windows, let the light in" -

"Öffnet die Fenster, lasst das Licht hinein."

Vielleicht hilft es Dir, das Fenster Deines Herzens ganz weit aufzumachen und das Licht reinzulassen:

Lies Gottes Wort und gute und ermutigende Literatur.
Hör Dir Lieder an, die von Hoffnung und Glauben sprechen, von Gottes Kraft und seiner Macht. Und sing mit.
Du kannst mit Gott über die Ängste reden, aber ihm auch zusprechen, dass er die Angst besiegt hat. Ihm immer wieder sagen, dass Du ihm glaubst.
Umgib Dich mit starken Menschen, die positiv reden und handeln.
Kleb Dir Bibelverse und Sprüche, die Dich stärken überall dahin, wo Dein Blick hin wandert: Spiegel, Küchenschrank, Schlafzimmertür.
Halte Dich daran fest, dass Deine Zeit und die von Deinem Mann nicht in Corona Händen liegt, sondern in Gottes Hand. Er hat den Anfang bestimmt und er bestimmt das Ende. Nicht der Virus!
Sei vorsichtig, aber nicht zwanghaft. Beachte die allgemein gültigen Empfehlungen, die es zu Corona gibt.

Was Du dagegen vermeiden solltest:
Überinformation über die Medien. Morgens und abends Nachrichten schauen reicht, hör auf zu googlen und womöglich Deine Informationen aus den sozialen Medien zu ziehen.
Umgib Dich nicht mit negativen, destruktiven und angstmachenden Menschen.
Diskutiere nicht mit Deinem Mann darüber, wie schlimm das alles ist. Ermutige ihn und tröste ihn, aber peitscht Euch in Eurer Angst nicht gegenseitig hoch. Und vor allem haltet da die Kinder raus. Für sie ist es nicht schön, wenn die Eltern Ängste immer wieder hochkochen.

Es ist eine Krise, das disktutiere ich nicht weg.
Aber ich sehe immer noch, dass Gott in dieser Krise handelt und sichtbar ist.
Und jede Krise ist endlich. Irgendwann ist sie vorbei.

Was Deinen Mann anbelangt würde ich glaube ich, wie andere schon empfahlen, mal über etwas professionellere Hilfe nachdenken, das hört sich grob gesagt etwas "ungesund" an, wie er mit der Krise umgeht.

Das sind ein paar Vorschläge. Ich weiß nicht, ob Du da was draus ziehen kannst, aber das hat mir persönlich geholfen, mit Corona zu leben 😊

Sei ganz, ganz fest gesegnet und schwesterlich gedrückt. Zum Glück müssen wir im Internet keinen Abstand einhalten.

Trissi❤

tristesse antworten
5 Antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4393

Hallo Trissi,
vielen Dank für die schönen Sätze.
Ich sah gerade vor mir das Bild von Petrus, wie er auf dem Meer lief: der Blick auf Jesus - er blieb oben/ der Blick auf die Wellen - er sank. Aber was so wunderbar ist, der Heiland hat dem sinkenden Petrus die Hand gereicht und hat ihn nicht untergehen lassen.
Sicher sollten wir uns nicht freiwillig in Gefahr begeben, indem wir die Anordnungen missachten und denken "Mir passiert schon nichts." Aber wir sollten - wie Du so schön geschrieben hast - auch nicht auf die Gefahr starren und uns dadurch lähmen lassen. Wir haben Jesus im Boot - und das ist Trost genug.

turmfalke1 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Sicher sollten wir uns nicht freiwillig in Gefahr begeben, indem wir die Anordnungen missachten und denken "Mir passiert schon nichts." Aber wir sollten - wie Du so schön geschrieben hast - auch nicht auf die Gefahr starren und uns dadurch lähmen lassen.

Das sehe ich genauso. Sicher ist es nicht einfach, sich von der Angst zu lösen, wenn man drin steckt.
Ich hatte einen Traum von / mit Gott bevor alles losging und den möchte ich hier doch zur allgemeinen Ermutigung teilen.
Ich saß mit einigen meiner Familie auf einer Wiese. Um uns herum herrschten Unruhen, Chaos und ein Durcheinander.
Dann hörte ich Gott sagen : Ihr seid Mein! Steht auf und verlasset die Stadt " Das taten wir. Ich blickte kurz zurück, um zu sehen, ob alle aus der Familie folgten. Da sah ich meinen älteren Bruder meinen kleinen Sohn auf seiner Schulter tragen und mir kam das Bild von dem Heiligen Christopherus in den Sinn. ( ich kenne mich mit Heiligen nicht so gut aus, dachte auch nicht weiter darüber nach)

Als ich wach wurde, wusste ich, das aufstehen und die Stadt verlassen war nicht örtlich, irdisch gemeint. Ich wusste, es war auf den seelischen/ geistigen Zustand bezogen. Ich fragte mich, ob was geschehen würde, was so einen Zustand hervorrufen wird oder ob der übliche Zustand um mich herum gemeint ist.... ich konnte mir nicht vorstellen, dass etwas passiert, was so einen Zustand bei den Menschen hervorrufen könnte.

Aber ich wusste, ich musste von nun an noch wachsamer auf mein Inneres achten und mich nicht mitreissen lassen von dem, was um mich passiert, noch passieren würde.

Dann kam Covid- 19. Äußerlich Stille, aber in den Menschen herrschen Unruhen, Unsicherheit, Verwirrung....
Dieser Strom aus diesen Emotionen und aus Angst können einen schneller mitreissen, als man denkt.
Daher gilt für mich, aufstehen, raus aus diesem Zustand und zu Gott hinbewegen. Dort innere Stille, Kraft und Sicherheit suchen.
Ihr seid Mein !! Dieser Satz hat so viel Kraft in sich!!!
Ich wünsche allen, diese Kraft zu spüren auf dass sie einen ergreift und Ruhe und Sicherheit ins Leben aller bringt in dieser Krise.

Gott stärke, schütze und segne euch alle!

Anonymous antworten
geli.grabner
(@geli-grabner)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 35

Dazu noch ein Liedhinweis. Am Anfang, als die Tipps zum Händewaschen kamen hieß es, die 30-40 Sekunden lang sollte das Lied: "Happy birthday" die Zeitspanne zeigen. Ich fand das etwas doof. Dann las ich den Hinweis zu einem anderen Song, nämlich dem Taize-Gesang: "Meine Hoffnung und meine Freunde, meine Stärke mein Licht, Christus, meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht". Das zu singen tut echt gut und hilft mir sehr. Vielleicht auch Anderen.

geli-grabner antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4393

https://www.youtube.com/watch?v=6ISpa5Kdeic

turmfalke1 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Das ist eine sehr gute Idee, ich habe bisher tatsächlich langsam bis 30 gezählt 😊

Werde ich aufgreifen, danke für den Impuls.

Anonymous antworten
Georg Heinrich
Beiträge : 258

Vielleicht sollte ich vorausschicken, dass es mir fern liegt, zynisch zu sein. Mein Anliegen ist zu helfen.

Die Frage der Todesangst wird für Euch jetzt natürlich akut, aber eigentlich ist sie jeden Tag aktuell - der Tod ist grundsätzlich jeden Tag möglich -, nur können wir sie leichter verdrängen - da die Wahrscheinlichkeit recht gering ist.

Der Tod an sich ist aber eigentlich nicht schrecklich:

Was Menschen beunruhigt sind nicht die Dinge selbst, sondern ihre Bewertung der Dinge. Zum Beispiel ist der Tod nichts schreckliches (sonst wäre er auch Sokrates schrecklich erschienen), sondern die Bewertung des Todes ist schrecklich.

Tatsächlich werden wir vorbereitet, wenn sich der Tod naht, siehe hier und hier (leider nur auf Englisch).
Darin geht es um Lebensenderlebnisse, Erscheinungen und Träume von vor uns verstorbenen Freunden, Verwandten und himmlischen Wesen, die uns auf das Sterben vorbereiten. (Ich hab noch ein Video auf deutsch gefunden, habe es aber selbst noch nicht gesehen.)
Diese Erlebnisse helfen innere Konflikte zu lösen und nehmen unsere Angst vor dem Sterben.

Und Nahtoderlebnisse sind ja allgemein bekannt. Da scheint es etwas zu geben, das auf uns wartet, und das scheint besonders spannend zu sein, ein großes Abenteuer. Wir werden endlich sehen, ob es das Drüben wirklich gibt und wie es dort aussieht.

Paulus hat auch so empfunden:

Ich habe Lust abzuscheiden und beim Herrn zu sein, denn es ist weit besser.

Und wenn es kein Drüben gibt, dann hätte Epikur recht:

Das schauerlichste Übel also, der Tod, geht uns nichts an; denn solange wir existieren, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr.

Da wir unseren eigenen Tod nicht erleben, brauchen wir ihn auch nicht zu fürchten. Ich meine aber, die Nahtoderlebnisse belegen, dass Epikur sich irrt.

In jedem Fall gibt es keinen Grund, sich vor dem Tod zu fürchten. Was bleibt ist die Trauer um den Verlust an Lebenszeit, wenn man noch nicht lebenssatt ist. Die ist aber zu bewältigen.

Und zuletzt liegt in der Angst vor dem Tod auch eine Chance:

So lehre uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!

Ein weises Herz ermöglicht uns eine Erfüllung, die das Gefühl vertreibt etwas verpasst zu haben. Auch dazu gibt es im Internet gute Ressourcen, sowohl philosophische als auch wissenschaftliche, die uns hilfreiche Einsichten vermitteln und gute Entscheidungen ermöglichen.

Ein Schlüssel, die Chance zu erkennen, ist Dankbarkeit:

Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen.

In Eurer Situation is dank tatsächlich ein Opfer!

Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus!

Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christus Jesus.

Ich wünsche Euch, dass Ihr die Chance erkennt, die diese Situation Euch bietet, und wenn Ihr neue Einsichten gewonnen habt, die Euch die Furcht nehmen, dann teilt uns das doch mit, damit wir auch lernen können!

Hope this helps!

groesste-liebe antworten


MrOrleander
Beiträge : 2445

Hallo Anonyma

Veröffentlicht von: @anonyma-f6c353e4e

Mein Mann hat demnächst einen Arzttermin, bei dem es darum geht, ob er ein Attest bekommt (damit unser Junge bis zu den Sommerferien der Schule fern bleiben kann).

Wenn Dein Mann entsprechend gravierende Vorerkrankungen hat und der Arzt ihm daraufhin ein Attest ausstellt, ist der Schulbesuch des Kindes vom Tisch. Wir kennen das auch aus der Schule, an der meine Frau arbeitet. In NRW funktioniert das so.

Veröffentlicht von: @anonyma-f6c353e4e

aber jetzt befürchte ich, dass wir den Weg der Herdenimmunität gehen

Das halte ich wegen der dabei zu befürchtenden Opferzahlen für ausgeschlossen. Woher hast Du denn die entsprechende Information?

Beste Grüße
Orleander

mrorleander antworten
1 Antwort
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 7706
Veröffentlicht von: @mrorleander

Das halte ich wegen der dabei zu befürchtenden Opferzahlen für ausgeschlossen.

So ist es. Der Schlachthof im Kreis Coesfeld, der dafür gesorgt hat, dass die Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern überschritten wurde, ist jetzt geschlossen worden.
Auch wenn NRW eher lockerungsfreudig ist: es ist keineswegs so, dass die Behörden hier einfach alles laufen lassen und auf Herdenimmunität setzen.
Wenn es nötig ist, wird durchgegriffen. Und das ist auch gut so.

suzanne62 antworten
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