Angst vor Jesus nach Film in der Kindheit – brauche Rat
Hallo zusammen,
ich hoffe, ihr könnt mir mit einem Thema helfen, das mich schon länger beschäftigt. Als ich jünger war, habe ich einen Film über das Leben Jesu gesehen, der mich sehr erschüttert hat. Es handelte sich um eine Nachstellung seines Lebens, und ich erinnere mich, dass die Darstellung der Kreuzigung und der letzten Stunden Jesu besonders eindrucksvoll und beängstigend war. Ich denke, es könnte sich um „Die Passion Christi“ von Mel Gibson oder „Jesus von Nazareth“ von Franco Zeffirelli gehandelt haben.
Seitdem habe ich immer wieder Angst vor dem Gedanken, dass Jesus plötzlich vor mir stehen könnte. Nicht, weil ich seine Präsenz ablehne, sondern weil ich erschrocken wäre oder mich dieser Moment überfordern könnte. Ich fühle mich sogar unwohl, wenn ich Bilder von Jesus oder Kunstwerke mit seiner Darstellung sehe.
Ich möchte mich jetzt, wo ich älter bin, mit dieser Angst auseinandersetzen und hoffe, dass ihr mir helfen könnt. Ich würde gerne wissen, wie ich Jesu Leben und seinen Charakter besser verstehen kann, um diese Angst zu überwinden. Gibt es vielleicht Gebete, Bibelstellen oder Rituale, die mir helfen könnten, eine positive Beziehung zu Jesus aufzubauen? Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen mit religiösen Filmen oder Eindrücken gemacht und wie seid ihr damit umgegangen?
Ich möchte den Film, den ich damals gesehen habe, vielleicht noch einmal anschauen, um ihn mit reiferen Augen zu betrachten. Doch zuerst möchte ich verstehen, wie ich meine Angst besser einordnen und überwinden kann.
Vielen Dank im voraus für eure Unterstützung und euren Rat!
Liebe Grüße
Doch zuerst möchte ich verstehen, wie ich meine Angst besser einordnen und überwinden kann.
Tja, schwierig.
Dein Erlebnis ist beispielhaft für Religions-Pädagogen, die sich mit der Vermittlung des Sterbens Jesu am Kreuz ggü kindlichen Seelen schwertun.
Ich bin mit diesen Bildern in der Passionszeit aufgewachsen - aber eben auch neben den schönen und anheimelnden Dingen im Advent und in Weihnachtstagen, zu Ostern und zu Pfingsten.
Dazwischen viele Loblieder über Gottes gute Schöpfung im Sommer und Dankbarkeit zum Erntedankfest.
Das Sterben Jesu stand also nicht im Fokus, sondern hatte seinen Platz im immer wiederkehrenden Jahreskreis.
Erst viel später in meinem Leben kam mir mal unmittelbar der Eindruck, wie trostlos eig eine Gemeinde wirkt, die im Gottesdienst ständig auf ein großes Kruzifix schauen muss...
Diese krasse martialische Verfilmung muss für dich ein Schock gewesen sein, der sich tief eingegraben hat.
Vllt hilft es, die Evangelien zu lesen (Warum nicht auch in der Kinderbibel?), um sich mit den vielen anderen Gesichtern Jesu zu beschäftigen?
Und dann vor allem mit Ostern. Als Suchende*r früh morgens im Garten. Alles grün, Vogelgezwitscher, Sonnenaufgang.
Eine leere Grabstätte, an der dich ein Engel erwartet, um dir zu sagen: "Er ist nicht hier. Er ist auferstanden."
Es ist vorbei. Das Grauen ist vorbei. Jesus kann dir als Auferstandener begegnen. Mit Licht, Liebe, Wärme und Trost gegen das Grauen.
1 Joh 4,18Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht.
lerne den wahren lebendigen liebevollen Gott und Jesus-Christus sein Sohn wahrhaftig kennen. Der Film ist viel zu oberflächlich, um den Willen eines so mächtigen Gottes aufrichtig darzustellen.
Johannes 3, 16
"Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat."