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Ein Versuch der Klärung [Triggerwarnung]

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Themenstarter
Beiträge : 28

Background

Kurz zu meiner Person ich bin keine Christ*in mehr. Bis ca. 2012 war ich Gläubig. Aber nach meinem Abfall vom Glauben habe ich eine sehr große Verbitterung auf diese Zeit. Ziel ist es dies zu klären und zu bereinigen.

Ich komme aus einer nicht gläubigen Familie (bzw. nur Kartei Leichen)
Im Dorf musste man Konfirmation machen was ich dann auch tat. Da ich Mobbing Opfer in der Schule war nahm mich mein Pastor bei Seite. So fand ich trotz, dass ich die Konfimation nur aus Vorgabe der Eltern gemacht hatte einen Bezug zum Glauben. Später ging ich dann in freie Gemeinden bis hin zu Sektenhaften Gruppierungen. Mit 21 liess ich mich nochmal als Erwachsener Taufen. Ich lebte für den Glauben suchte Gott mit meinen ganzen sein, im Fasten, langen Gebetten etc. Kamm aber nie so richtig in einer Gemiende an. Aufgrund der damit verbunden Einsamkeit ging es mir sehr schlecht. So das ich nur noch die Wege Suizid oder weggehen vom Glauben gesehen hatte.

Ich entschied mich vom Glauben zu entfernen. Es ging mir wieder besser und besser ich lernte Menschen aus der “Welt” kennen die im Gegenzug zu den vielen Christen ehrlich waren. Wenn dich jemand nicht mag lässt er dich dass wissen. Christen waren immer nur sehr Oberflächlich.

Trotz das ich so lange aus dem Christlichen Kontext weg bin habe ich noch einen unglaublichen Hass auf alles was mit Christentum, Gott, Jesus, und glauben, zu tun hat. Dieser Hass ist nicht gut für mich er frisst mich innerlich auf. Unfrienden jeglicher Art ist ungut. Als ich letztens eine Werbung auf FB für Jesus gesehen hatte mit der Möglichkeit direkt zu schrieben hatte ich dies getan bloss ohne Antwort. Daher versuche ich es hier einmal. Da ich füher das Forum auch sehr oft genutzt hatte.

SO NUN ZUM EIGENTLICH TEIL

Daher möchte ich hier Versuchen dies für mich zu klären und zu überwinden.

Woher kommt der Hass? Ich bin Transident Mann zu Frau, das war ich schon immer aber ich muss ja keinem erklären wie damals und auch oft jetzt noch die Haltung von Christen zu Homosexuellen ist, geschweige den zu Trans* Personen. Ich kämpfte bis zu meinem 28 Lenbensjahr in dieser Zeit komplett gegen mich um Gott wohlgefällig zu sein. Was habe ich dafür bekommen? Einsamkeit Depression, und Suizidale Gedanken. Damals als Christ*in dachte ich noch Ich bin nur Homosexuell. So ergab es sich auch mit 17 das ein ich einen Freund der mich liebte und ich Ihn.
Streng reglementierte, dass dies (unsere Liebe) nicht sein dürfte da dies eine schwere Sünde sei.
Die Folge war: Er nahm sich 3 Tage später das Leben. Ich war mir die ganze Zeit sicher das diese das beste sei, damit wir beide nicht in Sünde fallen. Also ich habe das Blut meiner ersten Liebe an meinen Händen dank Gott oder dem Homophoben gerede seiner Anhänger!

Nun fast 10 Jahre Später merke ich wie diese Gehirnwäsche aus der Christenzeit immer noch wirkt und ich einen starken Selbsthass habe. Im Grunde genommen habe ich miene Sturm und Drang Zeit damit vergeudet einem Gott nach zu Jagen den es nie gab und MICH GEGEN MICH SELBST KÄMPFEN LASSEN. So hat mich der Glaube nicht nur damals kaputt gemacht sondern macht es immer und immer noch. Jetzt wo ich kurz vor einer Transition stehe kommt dieser einprogrammierte Selbsthass in seiner ganzen Form wieder hoch so das ich mich nur noch schneiden kann um diesen Selbsthass zu ertargen.

Bitte kommt mir nicht mit Gott ist Liebe und so weiter. Von 12 Jahren bis 27 Jahren habe ich immer nur gehört alles ist Sünde, alles ist Sünde, du bist Sünde geboren, Homosexualität / Transsexualität etc. ist Sünde, ....Sünde,...Sünde,...Sünde ..... Nur Jesus,.... Nur Jesus, ....Nur Jesus .... Leider funktioniert es nicht. Homosexualität und Transsexualität KANN NICHT GEHEILT WERDEN! schon gar nicht mit Phrasen von Jesus liebt dich blablabla. Ja ich habe auch Pseudo Heilungsbücher gelesen und versucht mich davon zu Heilen. Ich habe somit fast 16 Jahre gegen mich gekämpft und kaputt gemacht. So Kaput wie ich dann mit 28 Jahren war so das ich nur noch Sterben wollte.

Jedenfalls wurde mit dem Glauben mein Selbst komplett zerstört und nebenbei hat man als kleineres übel eine Sozialphobie bekomme. Dies nur um zu verdeutlichen woher mein Hass kommt. Ich würde gerne einen Weg finden denn Hass auf Gott bei zu legen um auch evtl. mein Selbsthass zu überwinden. Leider erwarte ich hier nicht wirklich eine ernsthafte Lösung, möchte aber auch nicht den Weg unversucht lassen. Vieleicht gibt es ja doch einen guten Rat Hilfe oder Idee.

Danke fürs Lesen und für ernstgemeinte Ideen oder Anregungen.

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Nachtrag vom 24.01.2021 2307
Sorry merke gerade das ich hätte Blocksatz schrieben sollen

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67 Antworten
Tineli
 Tineli
Beiträge : 1374

Hi du,
es tut mir sehr Leid, was du alles erlebt hast. Es tut mir selbst sehr weh, wenn ich sehe, wie "Gottes Bodenpersonal" so viel Mist baut.
Ein so extremer Selbsthass, wie du ihn beschreibst, braucht unbedingt gute therapeutische Hilfe. Bitte suche nach einem Therapeuten, der dich begleiten kann. Ein paar nette Sprüche - egal, wie richtig sie sein mögen - können das nicht in Ordnung bringen.
Ich wünsche dir von Herzen, dass du mir dir selbst ins Reine kommen kannst und dass die Verletzungen, die dir angetan wurden, wirklich heilen dürfen. Und dass du dann sehen kannst, wie wunderbar du in Gottes Augen bist - genau so, wie er dich gemacht hat.
Liebe Grüße
Tineli

tineli antworten


Plueschmors
Beiträge : 3793
Veröffentlicht von: @gefallen777

Woher kommt der Hass?

Ich schätze mal, wenn man sein ganzes Leben lang nur Ablehnung und Isolation erfährt, Verletzungen und Kränkungen, kann das ziemlich aufs Gemüt drücken. Und dann hofft man auf Annahme wenigstens bei Gott und bekommt auch nur wieder Ablehnung zu spüren. Wohin also noch? Natürlich zu Menschen, die Dich verstehen können. Und es freut mich sehr, daß Du nicht alleine geblieben bist, sondern offenbar Menschen gefunden hast, die ehrlich sind, wie Du beschrieben hast.

Veröffentlicht von: @gefallen777

Ich kämpfte bis zu meinem 28 Lenbensjahr in dieser Zeit komplett gegen mich um Gott wohlgefällig zu sein...

Und zu der Ablehnung dann offenbar auch noch ein unerträglicher Druck und beständiges Scheitern. Pure Aussichtslosigkeit.

Veröffentlicht von: @gefallen777

Also ich habe das Blut meiner ersten Liebe an meinen Händen dank Gott oder dem Homophoben gerede seiner Anhänger!

Wieso hast Du das Blut an Deinen Händen? Wohl doch eher die, die den Menschen in diese Verzweiflung getrieben haben.

Veröffentlicht von: @gefallen777

So hat mich der Glaube nicht nur damals kaputt gemacht sondern macht es immer und immer noch. [...] Von 12 Jahren bis 27 Jahren habe ich immer nur gehört alles ist Sünde, alles ist Sünde, du bist Sünde geboren, Homosexualität / Transsexualität etc. ist Sünde, ....Sünde,...Sünde,...Sünde .....

So eine Form des "Glaubens" macht natürlich auch kaputt. Was waren das für Kreise, die Dir dieses unbarmherzige Gottesbild so streng vermittelt haben? Meine evangelische Kirche lehrt solche Dinge jedenfalls nicht, da gibt es Seel-Sorge und keine Seelen-Ignoranz.

Veröffentlicht von: @gefallen777

Ich würde gerne einen Weg finden denn Hass auf Gott bei zu legen um auch evtl. mein Selbsthass zu überwinden.

Bei Gott ist der neue Anfang immer ein großes Thema. Ich wünsche Dir sehr, daß Du heute oder morgen oder wann Du bereit bist, einen neuen Anfang (mit Gott) finden kannst. Er ist nicht ein Gott, der seine Schöpfung in Selbsthaß und Ängsten verzweifeln lassen will. Er ist für Dich da, so wie Du bist. Du mußt nicht erst "wohlgefällig" sein. Du bist ihm wert und wichtig als einzelne Person, nicht als unpersönlicher Ausdruck einer Masse von Anforderungen, die andere Menschen Dir diktieren, weil sie Dich nicht akzeptieren wollen.

Alles Liebe und Gute!

Plueschmors.

plueschmors antworten
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(@gefallen777)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 28
Veröffentlicht von: @plueschmors

Bei Gott ist der neue Anfang immer ein großes Thema.

Ich glaube nicht. Bin froh wenn ich Ihrgenwann mit mir ins reine komme. Da werde ich den Teufel tun, um mich von Gott fern zu halten. Schönes Wortspiel 😊.

Nein, selbst wenn ich es würde wollen, ist in mir ein ganz ganz großes Stopschild, dass mich davor wahrnt. Wenn ich daran denke was für ein Frack ich damals mit dem Glauben war. Ist es heute 100% besser auch wenn ich noch Selbsthass trage.

Ein Kind das sich am Herd verbrannt hat. Hat auch gelernt da greift man besser nicht nochmal hin. Und jeder Versuch es zu versuchen währe eine größerer Selbstverletzung wie ich Sie durch unzählige Schnitte nicht erfahren könnte.

Als Christ war meine Seele hässlich. So hatte ich mich whansinnig über unglück und Leid andere gefreut da dies meine Existens nicht ganz so schlimm erscheinen lies. Erst nach dem ich nicht mehr glaubte, entwickelte sich Emphatie bei mir.

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Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1374
Veröffentlicht von: @gefallen777

Ein Kind das sich am Herd verbrannt hat. Hat auch gelernt da greift man besser nicht nochmal hin. Und jeder Versuch es zu versuchen währe eine größerer Selbstverletzung wie ich Sie durch unzählige Schnitte nicht erfahren könnte.

Genau - ein Kind, dass sich am Herd verbrannt hat, hält erst einmal Abstand. Sehr verständlich. Wenn es aber sich in die fixe Idee verrennt, dass man jetzt lebenslang einen großen Bogen um alle Herde macht, dann wird es sich nie selbst ein Essen kochen können. Und das wäre doch ein großer Verlust. Sinnvollerweise lernt das Kind, vernünftig mit dem Herd umzugehen. (Und hat hoffentlich Eltern, die es dabei gut anleiten!)

Es tut mir sehr, sehr Leid dass du so viel Negatives in Verbindung mit dem Christsein erfahren hast. Ich habe es ganz anders erfahren. Und von Herzen wünsche ich dir, dass du eines Tages eine neue Begegnung mit Gott haben kannst und erfährst, dass er dich voller Liebe ansieht und dass dadurch die Hässlichkeiten der Seele einfach wegschmelzen können.

Aber Gottes Geduld ist groß - wenn jetzt die Angst vor dem "Herd" noch zu groß ist, muss man da nichts über's Knie brechen. Alles Gute auf dem Weg!

Gruß, Tineli

tineli antworten
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(@gefallen777)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 28

Abgesehen davon, dass ein Gott so wie er in der Bibel beschrieben ist kein gute und erstrebenswerte Führungspersönlichkeit ist. Und somit auch kein guter Gott sein kann.

Vermisse ich schon manchmal die simplen Phrasen und das stark vereinfachte Wletbild des Glaubens. Wenn man schon mehr (vor allem die Unlogik des Glaubens) erkannt hat, kann man sich wieder schlecht so strak reduzieren.

Aber vor allem vermisst man die Furchtlosigkeit gegenüber der eigene Streblichkeit. Aber würde ich nur deswegen Glauben ist mir der Glaube an eine Endlose Reinkanation lieber.

Grüße

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Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1374

Dein Post zeigt sehr deutlich, wie du aufgrund der Angst vor dem Verbrennen am Herd leider auch das Kochen verlierst...

Es gibt einen Glauben, der keine "simplen Phrasen" braucht, sich den Zweifeln stellt, der den Gott, wie er in der Bibel beschrieben wird, anders sieht. Aber vermutlich wird es schwer, den zu finden, so lange die Verletzungen, die früher passiert sind, noch so aktiv sind und es noch so viel Abwehr braucht. Das meine ich nicht abwertend - ich denke einfach, dass es erst Heilung dieser Verletzungen braucht (und das braucht Zeit und gute Begleitung), bevor es möglich ist, einen neuen, passenden Glauben zu suchen und zu finden.

Und letztlich - wenn du eine endlose Reinkarnation für irgendwie besser, richtiger, erstrebenswerter hältst (mich schreckt das eher - aber da ist ja jeder anders), dann kannst du ja auch darin deinen Glauben finden. Ich brauche meinen Glauben niemanden überzustülpen. Ich stehe gern hier und bezeuge, was ich in Gott gefunden habe. Aber ich muss Gott nicht verteidigen und niemanden zu meinem Weg zwingen.

Einen lieben Gruß
Tineli

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chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @gefallen777

Ist es heute 100% besser auch wenn ich noch Selbsthass trage.

Versuch es mal mit Selbstliebe. Nicht die Egoistische. Umgestellter Spruch "Liebe Dich selbst so wie Du Deinen Nächsten liebst". Hass führt zu Verbitterung, und dies führt dann zum Tod während Dein Körper noch lebt. Wie tief hingen die Mundwinkel derer die dich verbiegen wollten? Ich vermute tief, sehr tief!

chubzi wünscht Dir das Du dich lieben kannst (lernst) ohne selbstsüchtig zu werden.

chubzi antworten
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(@gefallen777)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 28
Veröffentlicht von: @chubzi

Versuch es mal mit Selbstlieb

Habe schon einige geführte Meditaionen durch gehört. Leider bislang ohne Erfolg. Oder wenn dann nur kurzfristig.

Aber danke trotzdem

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chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287

Sich selbst lieben ist ein hartes Geschäft!

Denen die Dir weh getan haben solltest Du LmaA sagen.
Suche Dir Menschen die auch echte Mitmenschen sind.

chubzi

chubzi antworten
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(@gefallen777)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 28
Veröffentlicht von: @chubzi

Suche Dir Menschen die auch echte Mitmenschen sind.

Diese zu finden ist schwierig. Mit einer zunehmenden Individualisierung nimmt auch das wir Gefühl ab. Zudem ist für mich Vertrauen aufbauen sehr schwierig. Ich hoffe ich kann es Ihrgennd wann wieder.

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chubzi
 chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @gefallen777

Ich hoffe ich kann es Ihrgennd wann wieder.

Dafür wünsche ich Dir viel Erfolg.

chubzi

chubzi antworten
Georg Heinrich
Beiträge : 258

Die offensichtlichen Opfer der Apartheid in Südafrika waren natürlich die Schwarzen und Farbigen, die von den Weißen missachtet und unterdrückt wurden.

Aus der Sicht der Schwarzen waren aber auch die Weißen ein Opfer der Apartheid, da diese Ideologie ihnen ihre Menschlichkeit genommen hat.

Im Moment betrachtest Du nur Dich selbst als Opfer der Christen.

Vielleicht gelingt Dir aber die Einsicht, dass die, die Dich missachtet und unter Druck gesetzt haben, selbst auch Opfer ihrer Weltanschauung sind und dadurch Schaden erlitten haben - den Schaden nämlich, Dich nicht als wertvollen Mitmenschen erkennen, annehmen und erleben zu können.

Alles Gute Dir.

groesste-liebe antworten
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Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @groesste-liebe

Aus der Sicht der Schwarzen waren aber auch die Weißen ein Opfer der Apartheid, da diese Ideologie ihnen ihre Menschlichkeit genommen hat.

Finde ich ne interessante Sichtweise.

Veröffentlicht von: @groesste-liebe

selbst auch Opfer ihrer Weltanschauung sind und dadurch Schaden erlitten haben - den Schaden nämlich, Dich nicht als wertvollen Mitmenschen erkennen, annehmen und erleben zu

Problem ist nur, daß diese Menschen das ja selber nicht so sehen - weil sie den Aspekt einfach für sich ausblenden.

Also, ob das als trost so funktioniert? *denk*

tatokala antworten
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(@gefallen777)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 28
Veröffentlicht von: @tatokala
Veröffentlicht von: @tatokala

selbst auch Opfer ihrer Weltanschauung sind und dadurch Schaden erlitten haben - den Schaden nämlich, Dich nicht als wertvollen Mitmenschen erkennen, annehmen und erleben zu

Es ist mir klar das Manche einfach nur Emphatielos sind. Nicht umsonst sind "Geistliche Führer" im Berufsrangin "Wer ist ein Psychophat" an 7. Stelle.
Ich möchte aus Tätern auch wenn Sie es mehr oder wenig mit absicht Taten keine Opfer machen. Dann würde ich diese ja von jeglicher Möglichkeit des Erkennen frei sprechen. Und es könnte nie ein Umdenken geben

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Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @gefallen777

einfach nur Emphatielos sind. Nicht umsonst sind "Geistliche Führer" im Berufsrangin "Wer ist ein Psychophat" an 7. Stelle.

Du liest/hast also Kevin Dutton gelesen? 😀

Ich bin erst vor kurzem darauf gestoßen... nun steht das Buch erstmal auf meiner next-to-do-Liste.

tatokala antworten
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(@gefallen777)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 28
Veröffentlicht von: @tatokala

Du liest/hast also Kevin Dutton gelesen? 😀

🙂 Ne die Info hatte ich aus einem True Crime Podcast von ARD "Mordlust" Da ging es um Psychopaten. Dabei ist die Info mit abgefallen.
Da es von einer ofizielen Mediengruppe ist habe ich die Info als wahr und richtig recherchiert genommen.

In miener Sekte in der ich lange Zeit war der Typ war definitiv einer. Man müsse jetzt schon Leider damit man sich im später nicht Leiden muss.

Aber hast du da einen konkrete Buchempfehlung.

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Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Das Buch ist von Kevin Dutton: "Psychopathen. Was man von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen kann." dtv München

https://www.amazon.de/-/en/Kevin-Dutton/dp/3423348232/ref=sr_1_3?dchild=1&keywords=kevin+dutton&qid=1611999637&sr=8-3

Ich habe gerade einen zusammenfassenden Artikel im SPIEGEL darüber gelesen. war ne Ausgabe von 2013. Aber exakt dieses mit den Geistlichen an 7. Stelle kam darin vor... ich nehme mal stark an, daß sich der von dir erwähnte Podcast darauf bezog. 😀

tatokala antworten


Anonymous
 Anonymous
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Hier gibt es den User "Distelnick", der dich evtl. gut verstehen könnte.

Veröffentlicht von: @gefallen777

Es ging mir wieder besser und besser ich lernte Menschen aus der “Welt” kennen die im Gegenzug zu den vielen Christen ehrlich waren. Wenn dich jemand nicht mag lässt er dich dass wissen. Christen waren immer nur sehr Oberflächlich.

Ja, das ist ein Problem. Speziell in sehr frommen Gemeinden, bei den Evangelikalen. Wenn eine Gemeinde sehr missionarisch ausgerichtet ist, bemüht man sich, zu allen "nett" zu sein. Weil es aber gar nicht möglich ist, zu vielen eine tiefere Beziehung aufzubauen, bleibt das oft sehr an der Oberfläche. Da habe ich auch schlechte Erfahrungen. Mir ist es dann auch lieber, wenn jemand gleich auf Distanz geht, statt oberflächlich freundlich zu sein. Speziell wenn man über den Weg der "Freundschaft" jemanden evangelisieren/missionieren möchte, finde ich es ganz schrecklich, wenn der andere dann fallengelassen wird, sobald er sich nicht als Kandidat für den Glauben entpuppt. Auch schon erlebt. Menschliche Beziehungen als Mittel zum Zweck lehne ich ab und können so vom christlichen Glauben nicht gemeint sein.

Auf der anderen Seite: Das wäre jetzt das Extrem.

Der Normalfall ist, dass Christen leider auch nur Menschen sind. Und dass es auch in christlichen Gemeinden oft sehr menschelt.

Für das, was du erlebt hast, möchte ich Tineli beipflichten: Es wäre vielleicht am besten, wenn du dir einen Ort suchst, wo du das alles aufarbeiten kannst. Das könnte eine Psychotherapie sein, aber auch was ganz anderes. Jedenfalls Menschen, denen du vertraust und die dich begleiten.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
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Hi,

also, ich habe was anderes und habe woanders meine Kämpfe. Ich kann dich (wahrscheinlich von den meisten hier) sehr gut verstehen. So ungefähr stark deckt sich auch meine Gefühle mit deinem.

Ich sage dir mal was. Ich bezeichne mich als einen gefährlichen Menschen und doch bin ich Christ. Weil in mir 2 Naturen wirken. Ich habe an manchen Tagen einen sehr starken Hass auf vieles und auf mich und dann (darüber staune ich oft) spüre ich Gottes Gnade so stark auf mich. Ich verstehe das nicht. Aber ich bezeichne mich als extrem gefährlich. Keine Therapie hat mir geholfen und meine Gemeinde kennt meine Situation. Ich bin wahrscheinlich auch deswegen (lieber) Single. Ich habe wunderbare Freunde die mich lieben. Christen mehr und weniger Nichtchristen.

Wir spüren doch beide, dass dass Gefühl "Hass" zerstört. Im Grunde genommen wissen wir auch woher das kommt. Sei doch mal ehrlich, wir Rechtfertigen unsere Gefühle doch immer zu. Diese Situation, Christen sind schuld, mein Papa oder mein Mama. Ja, sie haben auch Fehler gemacht. Aber deswegen ist HASS keine Rechtfertigung.

Ich und du, wir entscheiden selbst wessen Sklave man sein möchte. Willst du ewig Sklave deiner negativen Gefühle sein? Oder doch endlich mal lernen zu Vergeben? Dazu muss man kein Christ sein.

Du gibst andere die Schuld das du Schiffbruch erlitten hast? Gut! Dann ist es so. Aber bringt dir das weiter? Du bist do schon ohnehin verbittert und voller Selbsthass.

Keine Sorge, ich belästige dich nicht mit diesem Gott- und Jesuskram. Du wirst es alleine schaffen und hast dem, der ja nichts dafür kann, in die Mülltonne geworfen. Aber das kennt er ja zu genüge.

Fange an zu leben! Lass das alles hinter dir und ja, vielleicht gibst mal eine leise Chance auf dem, der selber Hass und Ablehnung ertragen hat und dich gut versteht. Und wenn nicht, ja, dann Scheiß drauf auch "ohne" Gott kann man relativ gut leben.

Vielleicht brauchst Zeit und eine Therapie. Keine Ahnung, aber hör auf dich zum Sklaven machen zu lassen.

Ich jedenfalls habe einiges erlebt und ja, ich denke auch oft an Selbstmord. Ich ich habe Gefühle in mir...die zu gerne mal ausbrechen. Seelisch verletzt habe ich etliche und manch einer will mit mir nichts zu tun haben. was ich durchaus verstehen kann. Aber wenn du wüsstest was in meinen Gedanken abgeht...sei froh das wir uns nicht real kennen.

Aber trotzdem ist dieser Jesus mein Freund und mein Retter und alles andere. Er hat sehr viel in mir verändert und doch bleiben Berge übrig.

Denk nach!

M.

Anonymous antworten
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(@gefallen777)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 28
Veröffentlicht von: @meriadoc

Fange an zu leben! Lass das alles hinter dir und ja, vielleicht gibst mal eine leise Chance auf dem, der selber Hass und Ablehnung ertragen hat und dich gut versteht. Und wenn nicht, ja, dann Scheiß drauf auch "ohne" Gott kann man relativ gut leben.

Es lebt sich definitiv besser ohne Ideologie. Ich spreche aus Überzeugungung und Erfahrung.

Veröffentlicht von: @meriadoc

sei froh das wir uns nicht real kennen.

Hast du es schon ohne Glauben einmal versucht ?
Empathie habe ich erst ausserhalb Christlicher Kreise gelernt.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @gefallen777

Hast du es schon ohne Glauben einmal versucht ?
Empathie habe ich erst außerhalb Christlicher Kreise gelernt.

Entschuldige, aber das ist (bei allem Respekt) eine Saudoffe Frage. Ich hatte ein Leben ohne Glauben und bin durch eine Lernkrankenschwester erst recht zu Jesus gekommen. Ich bin seit über 20 Jahren Christ und gehe nicht nochmal in (aus meiner Sicht) Sinnlosigkeit ohne Glauben. Ich hatte vorher null Bock und nahe dem Alkohol und Feigheit

Und ich habe Empathie bei mehreren Christen erlebt und weniger durch Nichtchristen. Was ich gemerkt habe, das die allermeisten Menschen...auch Christen...eine verlogene Maske tragen können. Die tun alles so und dann....naja....zerreissen sie dich. Manch Christen und viele Nichtchristen ebenso.

Das du glaubst, von Nichtchristen (oder leider auch durch manch komische Gläubige) mehr Empathie zu bekommen kann sich echt täuschen. Solange man "funktioniert" ist Empathie auch nur ein Produkt. Weil Empathie kriegst auch von Dschihadisten wenn unzufrieden bist.

M.

Anonymous antworten


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