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Kontaktabbruch

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schmunzel-ich
Themenstarter
Beiträge : 32

.... ich bin diesen Schritt (endlich) gegenüber meiner M. gegangen. Dieses Mal direkt, also in Worten ihr gegenüber. Es gab mal einen Versuch, eher hinten rum, ausgesprochen durch jemand anderen, aber in meinem Sinne. Aber dann schlich sie sich wieder in mein Leben. Als wäre nie etwas gewesen. Und ich ließ es zu. Irgendwie hilflos zu. Sie ist ja schließlich meine M.

So viele Dinge sind geschehen. Dann noch mehr und ich konnte nicht mehr. Nicht mehr zusehen. Nicht mehr schweigen. Nicht mehr aushalten. Ich muss(te) mich und meine Familie schützen.

Ich habe es ausgesprochen bzw. "ausgeschrieben". Nicht der rechte Weg, aber der für mich sichere. Resultat: Vorwürfe ihrerseits. So wie schon immer. Ich gebe meine Beweggründe preis, versuche zu vertrauen, aber das Ergebnis ist ihre Opfersicht (?). Ich teilte ihr mit, dass ich lieber sterben wollte, als das aushalten und laut schweigen zu müssen. Antwort: "War ich denn eine so schlechte M....?" Was soll man denn darauf antworten????

Wieder fühlt sich in mir alles so an: Ich werde nicht gesehen. Ich bin nicht. Nicht gut genug. Nicht dankbar genug. Ich bin falsch.

Alles in mir ist gerade so ambivalent. Ich sollte erleichtert sein und doch ist da viel Angst. Ich sollte durchatmen und doch fühle ich mich stündlich erschöpfter. Ich sollte mich frei(er) fühlen und doch sind da so viele Schuldgefühle.

Warum ich schreibe? Gedanken lesen hat mir schon immer geholfen. Meine Gedanken und die anderer. Gedanken sortieren. Last ablegen.

Antwort
168 Antworten
schmunzel-ich
Themenstarter
Beiträge : 32

341 Tage.

Und es ist nichts passiert. Nichts im Außen. Nichts, was auch nur im Geringsten auf Änderung hindeutet.

Und im Innen? Ich hadere. Nicht mit der Entscheidung an sich. Rational war/ist es der rechte Schritt gewesen. Ich hadere mit meinen Gefühlen. Zum einen diese tiefe Traurigkeit und Leere aufgrund des Gefühls, nicht gewünscht zu sein. Zumindest nicht so, wie ich bin. Da ist das Gefühl, es nicht wert und egal zu sein, nicht gesehen oder gehört zu werden. Im Grunde sollte ich mich daran gewöhnt haben, aber ich bekomme das nicht hin. Vielleicht, weil ich selbst Mutter bin und versuche so ganz anders zu meinen Kindern zu sein. Und immer wieder spüre ich den Mangel an Liebe, Liebe, die man mir entgegenbringt.

Auch nach 341 Tagen ist dieses Thema nicht abgeschlossen.

schmunzel-ich antworten
5 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478

@schmunzel-ich 

Auch nach 341 Tagen ist dieses Thema nicht abgeschlossen.

Das wäre auch zu viel verlangt. So etwas braucht Jahre, bis man da seinen Frieden findet.

Natürlich sagt man das nicht so gerne... "Warte ein paar Jahre, du wirst sehen, dann wird es besser!".

"Ein paar Jahre"... das klingt so fürchterlich lange. Fast so, als ob es gar nicht passieren würde.

Aber: Es wird besser. Nach und nach. Zumindest denke ich das, weil ich denke, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Und allein das ist schon mehr als Andere geschafft haben...

 

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5490

@schmunzel-ich 

Ich wünsche dir die Kraft bei deiner Entscheidung zu bleiben und die Kraft, den Mut und die Zeit den Verlust zu betrauern. Und sicher braucht das Zeit. Du hast mit deiner Entscheidung auch etwas verloren. Und das schützt dich und deine Familie vor neuen Verletzungen, aber es füllt nicht die Leere oder heilt die Verletzungen, die schon da waren. Das ist dir sicher klar und ich kann jetzt auch nichts tröstendes sagen. (((Schmunzel-ich)))

P.S. Deiner Mutter wünsche ich den Mut und die Kraft sich selbst in Frage zu stellen.

channuschka antworten
schmunzel-ich
(@schmunzel-ich)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 32

1 Jahr und ein bisschen.

Sucht ist stärker als Liebe. Das macht traurig.

Ich übe mich in Akzeptanz, im Annehmen der Situation. Ich übe mich darin, die Schuld nicht bei mir zu suchen. Es gelingt mir inzwischen besser und ich merke öfter eine Leichtigkeit in mir. Zumindest solange, wie ich nicht mit der Thematik konfrontiert bin.

Danke!

schmunzel-ich antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@schmunzel-ich Hallo du, ich möchte dich darin bestärken, dass du auf einem guten Weg bist und dass genau das, dich stärken darf. Wenn du mit deinen Gefühlen haderst, vielleicht sagt dir auch eine Formulierung zu, die ich letztens für mich gefunden habe: Wieg dich im Wind! Es darf sein, dass einen etwas umtreibt. Du kannst es aushalten. Du wirst nicht daran zerbrechen. Weiterhin viel Kraft und immer wieder mehr von der Leichtigkeit!

LG!

seidenlaubenvogel antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5490

@schmunzel-ich 

Es gelingt mir inzwischen besser und ich merke öfter eine Leichtigkeit in mir.

Das freut mich so zu lesen. 

Auch wenn ich weiß, dass diese kleinen Lichtblicke eben nur das sind - klein. Ich freu mich, dass du sie wahr nehmen kannst und hoffe, dass du sie dir auch zugestehst. Auch wenn die Schwere nicht weg ist, wenn sie noch öfter da ist als die Leichtigkeit und das einfach manchmal nervt. ich finde es so stark, dass du dran geblieben bist.

Ich wünsch dir noch ganz viel Kraft!

channuschka antworten


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