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[TRIGGERWARNUNG eingefügt] Leben mit der Straftat, die Einsamkeit, die Reue, die Gesellschaft und die Vergebung

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Dismas50
Themenstarter
Beiträge : 5

Triggerwarnung!  - frosch80-mod

 

 

 

 

 

 

Viele Fehler habe ich in meinem Leben begangen, aber der mit Abstand größte Fehler meines Lebens war Jesus nicht in mein Herz zu lassen, nicht mit ihm zusammen in Beziehung zu leben, mein Leben nicht in seine Hände zu geben. 51 Jahre alt bin ich nun, und erst jetzt aufgewacht.

Seine Eingebung für mich war, mich hier doch mal zu offenbaren.

Ich bin ein Verbrecher. Für das was mir vorgeworfen wird, kann die Gesellschaft niemals vergeben, auch wenn Jesus es tat.

Der Versuchung des Teufels nicht wiederstehen zu können wurden in Gruppen einer Chat-Community (nicht Darknet aber ein Sumpf des perversen Sexualaustausches) durch mein Smartphone kinderpornographische Darstellungen angeschaut und in einer Art Austausch weitergeleitet.

Ich bitte alle, die mir jetzt antworten möchten, wie verwerflich das ist, sich an dieser Stelle zurück zu halten. Denn das weiß ich seit reichlichen Wochen selbst.

Jesus Christus hat mir vergeben, auch wenn die Gesellschaft das niemals tuen kann. Jesus weiß, dass ich keinerlei krankhaft pädophile Neigungen habe. Meiner Person lag es völlig fern mich an sowas zu ergötzen. Und ich hatte nie irgendein finanzielles Interesse daran, mich in so einen Sumpf der Weiterleitung (des Austausches) hinein zu begeben. Es war die Versuchung etwas noch nie gesehenes mal zu sehen und nicht einzuschränken.

Meine Reue ist zu tiefst und dauerhaft. Jesus ist immer bei mir und gibt mir jeden Tag unglaublich viel Kraft. Und dennoch werde ich von der gesamten irdischen Gesellschaft, insbesondere meinem Umfeld, nur noch als pädophil-kranker Kinderschänder gesehen. Ich wurde im hohen Bogen von meiner Arbeit gefeuert. Das Arbeitsamt verweigert die Zahlung wegen Selbstverschulden. Rechtschutzversicherung läßt eine Finanzierung der anwaltlichen Verteidigung wegen Vorsatzhandlung nicht zu. Ohne irgendein Einkommen gehen Ersparnisse in den Keller und es wird nicht mehr lange dauern bis sie aufgebraucht sind. Ich versuche hier aber keinesfalls Mitleid zu erzeugen, sondern möchte nur kund tun was geschehen ist um mich zu erklären.

Ohne gute anwaltliche Vertretung (und selbst Anwälte scheuen beschuldigte "Kinderschänder") ist eine strafrechtliche Verurteilung als Verbrecher vorauszusehen.

 

Ich bin weltlich allein mit meiner Straftat. Jeden Tag muss ich mich ab dem Aufwachen damit konfrontieren und auseinander setzen, allein.

Man möchte was geschehen ist rückgängig machen, aber es geht nicht. Es gibt nur die Tat und die daraus resultierende gesellschaftlichen Ausgrenzung und Verurteilung.

Ich weiß, dass ich mit der Reue zu meiner Straftat und dem Leben auf Dauer damit, nicht der Einzige bin dem es so geht, da mir bekannt ist, dass es vielen Christen schon ähnlich ergangen ist oder gerade ergeht. Die Straftat, die unendliche Reue und das allein sein damit, gibt mir Anlass hier eine Forengruppe zu eröffnen, die sich an Christen richten soll, dennen es genau so ergangen ist oder gerade ergeht.

Die eigentliche Straftat war, Jesus in meinem Leben NICHT in mein Herz gelassen zu haben und keine Beziehung mit ihm geführt zu haben, ihm mein Leben nicht früzeitig übergeben zu haben, obwohl Angebote und Rufe da waren. Denn mit ihm zusammen wäre so viel schrenkliches nicht passiert, inklusive meines Verbrechens.

Ich möchte Menschen denen es ählich ergeht oder ergangen ist an dieser Stelle ermutigen, sich mal zu melden und mit mir in den Austausch zu treten. Mein Leben als Christ mit der Straftat. Vielleicht kann man gegenseitige, weltliche Unterstützung geben.

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Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 157

Hallo Carsten,

ich tu mich mit Deiner "Offenbarung" etwas schwer.

Und zunächst wirst Du nun was von mir hören, was Du nicht hören willst.

Ich bin Vater von 2 Kindern. Diese zwei Kinder sind für mich das größte Geschenk, dass Gott mir hätte machen können. Ich fühle eine nie enden wollende Freude, wenn meine Tochter jetzt die ersten Sätze spricht, und versuche mich mit dem älterem Pubertier in der maximalst möglichen Geduld.

Wenn ich daran denke, dass es Personen - und ich musste mich jetzt stark zusammennehmen, hier jetzt keine andere Bezeichnung zu verwenden - gibt, die ein sexuelles Vergnügen daran haben, Kinder zum Geschlechtsverkehr zu zwingen - und auch hier wollte ich gerade eine andere, deutlichere Formulierung verwenden -, oder es als immens geil finden, sich derartige Darstellungen anzuschauen, dann möchte ich mit aller Seele tatsächlich die Tatsache in Frage stellen, dass der Mensch ein Geschöpf Gottes ist.

Und dass hier nun sich einer als eben solche Person offenbart ist für mich sehr schwer zu schlucken. Tatsächlich habe ich Deinen Beitrag bereits gestern gelesen, musste mich aber zunächst zurückhalten, denn glaube mir - das hier ist noch die milde Variante dessen, was ich zu schreiben beabsichtige.

Und das muss hier stehen, damit Du das nachfolgende auch genauso verstehst und hoffentlich auch siehst, dass mir 

Wenn es so ist wie Du schreibst, und Du zwischenzeitlich Jesus Christus als Herrn in Deinem Leben angenommen hast, dann bist Du mein Bruder. Und das bedeutet, dass ich Dich nicht an deinen Taten aus der Vergangenheit ansehen werde, sondern Dich so sehen werde wie Gott Dich sieht: Als sein geliebtes Kind.

Ich habe es selbst erlebt wie Jesus Christus jemanden verändern kann. Jesus Christus sprach davon, dass er der Weinstock und wir die Reben sind. Wer sich mit der Winzerei beschäftigt, der weiß, wieviel Arbeit so ein Weinberg machen kann. Und manch faulige Traube kann von der Rebe weggeschnitten werden, so dass trotz der faulen Trauben nicht die gesamte Rebe verloren geht. Und wenn es stimmt, dass Jesus Christus dich gerufen hat und Du diesen Ruf angenommen hast, dann werden auch Deine faulen Trauben beschnitten werden, auch wenn das manchmal nicht leicht ist.

Allerdings gibt mir manches, was Du schreibst, Anlass zum Zweifel. Du schreibst z.B.

Veröffentlicht von: @dismas50

Für das was mir vorgeworfen wird, kann die Gesellschaft niemals vergeben, auch wenn Jesus es tat.

Ja, bereust Du eigentlich das, was Dir vorgeworfen wird oder das, was Du getan hast?

Du redest davon, wie es Dir geht - Entlassung von der Arbeit, Finanzielle Nöte, Rechtsschutz greift nicht - was mir die Frage in den Kopf bringt, ob Du die Sache nur bereust, weil man Dich erwischt hat, oder weil Du tatsächlich echte Reue empfindest?

Es gibt vieles, was hier für mich noch zu unklar ist, um zu sehen, was hier richtig ist. Vielleicht kannst Du dazu nochmal Stellung beziehen? Wünschenswert wäre es. 

Gott mag Deine Schuld vergeben haben. Dennoch ist die Verantwortung vor der weltlichen Gesellschaft Teil einer Buße, die noch zu leisten wäre.

Ich möchte Dich jetzt dennoch nicht entmutigen, denn Deutschland besitzt eines der fairsten Justizsysteme der Welt. Und wenn es so ist, wie Du schreibst und Du die Kindschaft Gottes durch Jesus Christus akzeptiert hast, dann wird Gott gemäß Römer 8, 28 auch dafür sorgen, dass Dir dieser Umstand zum Besten dienen wird.

Liebe Grüße,

Mr.K

 

 

mr-k antworten
Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 157
Veröffentlicht von: @mr-k

Und das muss hier stehen, damit Du das nachfolgende auch genauso verstehst und hoffentlich auch siehst, dass mir

... das nachfolgende zu schreiben mich einiges an Überwindung kostet, hätte da noch stehen sollen...

mr-k antworten
Deborah71
Beiträge : 23518

@dismas50 

Ich bin ein Verbrecher.

Jein.    Bist du oder warst du?  Was für wen?  Wie verhält sich deine Aussage zur Wirkung der Bekehrung (alte Natur - Neue Schöpfung)?

Für das was mir vorgeworfen wird, kann die Gesellschaft niemals vergeben

Wer ist "Die Gesellschaft"?  Ist sie wichtiger für deine Heiligung, als die Vergebung und Reinigung durch Jesus? Lässt du dein neues Selbstbild von der Gesellschaft bestimmen, oder von wem?

Die rechtliche Seite, da musst du durch...  aber auch da kann Jesus Wege ebnen. Meiner Ansicht nach halte ich es für wichtig, dass du deine neue Natur in Christus nährst und aufbaust.

Wenn ich da an die Lebensgeschichte von Pastor Pierrot Fey (Die Taube e.V. Heidelberg) denke, der kaum einen Mist ausgelassen hat in seinem Leben, bevor Jesus ihm im Gefängnis begegnete...  und nun ist er in einem starken prophetischen Gebets- und Heilungsdienst..... 

Ich wünsche dir, dass du  Weggefährten findest, die dir in allen Ebenen ermutigend beistehen können.

 

 

 

deborah71 antworten
8 Antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3955

@deborah71 Jein. Bist du oder warst du?

Wer ein Verbrechen begangen hat, ist ein Verbrecher.

Wer ist "Die Gesellschaft"?

Vermutlich die Gesellschaft, der gegenüber er das Verbrechen begangen hat. Jene Gesellschaft, in der die Regel gilt, dass man Kinderpornografie weder herstellt noch verbreitet.

jack-black antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23518

@jack-black 

Vom natürlichen Standpunkt ist das so.  Das ist in dem J....des Jein enthalten.

Aber, wer von Jesus gerettet wurde und Vergebung erlangt hat, ist es nicht mehr in seiner Identität. Das ist wieder die Unterscheidung zwischen Sein und Tun. Ändert sich das Sein, kann das Tun folgen.

Meinen Beitrag oben habe ich von diesem geistlichen Standpunkt heraus verfasst, um Dismas nicht in der Vergangenheit festzuschreiben, sondern einen Ausblick in eine befreite Zukunft zu öffnen. Ob er in diese Richtung weitergeht und sich nicht entmutigen lässt.... seine Entscheidung.

 

deborah71 antworten
Fizzibitz
(@fizzibitz)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 67
Veröffentlicht von: @jack-blackhofft eetwas voonseunerVVerhgamgenheiit ansat

@deborah71 Jein. Bist du oder warst du?

Wer ein Verbrechen begangen hat, ist ein Verbrecher.

Wer ist "Die Gesellschaft"?

Vermutlich die Gesellschaft, der gegenüber er das Verbrechen begangen hat. Jene Gesellschaft, in der die Regel gilt, dass man Kinderpornografie weder herstellt noch verbreitet.

Das erinnert mich an eine Geschichte, die ein Gemeindemitglied von uns mal erzählt hatte:
Ihre Mutter war in einer streng konservativen Gemeinde aktiv. Eines Tages gab es einen Aufruhr dort weil  herauskam, dass sich ein Vorbestrafter in der Gemeinde befand
Der Gemeindevorstand beschloss, diesen Mann aus der Gemeinde auszuschliessen, wegen der Gemeindedisziplin halt.
Die Mutter der Bekannten legte daraufhin Protest ein, sie meinte (völlig zu Recht, denke ich ) ....hey Leute, wir sind alle auf die Vergebung Gottes durch Jesus Christus angewiesen und haben nicht das Recht, Leute aus der Gemeinde auszuschließen wegen irgendwelcher Vergehen in ihrer Vergangenheit....
Daraufhin erteilte ihr der Kirchenvorstand eine "Abmahnung" (ich wusste gar nicht, dass es so etwas in Kirchen überhaupt gibt, ich dachte, das gäbe es nur im Berufsleben) weil sie es gewagt hatte, öffentlich den Kirchenvorstand zu kritisieren.
Woraufhin die Mutter der Bekannten ihrerseits beleidigt war und die Gemeinde unter Protest verlassen hatte.
Heute besucht  sie gar keine Gemeine mehr sondern schaut Gottesdienste  nur noch online an.
Also zwei Gemeindemitglieder weniger für die Kirche.

Was lernen wir daraus? Wenn sich jemand freiwillig  outet oder es kommt unverhofft etwas von seiner Vergangenheit ans Tageslicht, dann gibt es natürlich eine gute Gelegenheit, sich selber jetzt in ein  gutes Licht zu stellen und den anderen fertig zu machen. Das erinnert doch gleich an eine bestimmte Bibelstelle.
Freilich, ich würde auch nicht gern meine 10jährige Tochter (wenn ich eine hätte) in die Obhut von jemandem geben, der gerade wegen Kinderpornografie verurteilt oder wegen Kindesmißbrauch aus dem Gefängnis entlassen wurde.  Aber man muss den ja nicht gleich  ganz aus der Gemeinde auschliessen, man kann ja darauf achten, dass er nicht alleine mit Kindern sich in einem geschlossenen Raum befindet.

fizzibitz antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23518

@fizzibitz 

Der thread ist ja schon ne Zeit her.... ich wollte immer noch diesen Bibelvers suchen:

2. Kor 2, 5 Wenn aber jemand Betrübnis angerichtet hat, der hat nicht mich betrübt, sondern zum Teil – damit ich nicht zu viel sage – euch alle. 6 Es ist genug, dass derselbe von den meisten gestraft ist, 7 sodass ihr ihm nun desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, auf dass er nicht in allzu große Traurigkeit versinke. 8 Darum ermahne ich euch, dass ihr Liebe an ihm beweist. 9 Denn darum habe ich auch geschrieben, damit ich erkenne, ob ihr rechtschaffen seid, gehorsam in allen Stücken. 10 Wem aber ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um euretwillen vor Christi Angesicht, 11 auf dass wir nicht überlistet werden vom Satan; denn uns ist nicht unbekannt, was er im Sinn hat. 

Vergeben ist die eine Sache... Vertrauen wieder gewinnen und sich bewähren, eine andere, die Zeit fordert.

 

deborah71 antworten
Fizzibitz
(@fizzibitz)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 67
Veröffentlicht von: @deborah71

@fizzibitz 

Der thread ist ja schon ne Zeit her.... ich wollte immer noch diesen Bibelvers suchen:

2. Kor 2, 5 Wenn aber jemand Betrübnis angerichtet hat, der hat nicht mich betrübt, sondern zum Teil – damit ich nicht zu viel sage – euch alle. 6 Es ist genug, dass derselbe von den meisten gestraft ist, 7 sodass ihr ihm nun desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, auf dass er nicht in allzu große Traurigkeit versinke. 8 Darum ermahne ich euch, dass ihr Liebe an ihm beweist. 9 Denn darum habe ich auch geschrieben, damit ich erkenne, ob ihr rechtschaffen seid, gehorsam in allen Stücken. 10 Wem aber ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um euretwillen vor Christi Angesicht, 11 auf dass wir nicht überlistet werden vom Satan; denn uns ist nicht unbekannt, was er im Sinn hat. 

Vergeben ist die eine Sache... Vertrauen wieder gewinnen und sich bewähren, eine andere, die Zeit fordert.

 

Ich dachte da eigentlich eher an Lukas 18, 9 bis 14.....was bin ich doch für ein toller Hecht....ich habe nichts mit Kinderpornografie zu tun, war auch noch nie besoffen und rauche nicht...das muss Gott doch für mich irgendwie positiv berücksichtigen.

Muss er das wirklich? Bei uns in der Gemeinde sind einige, die geben damit an, dass sie noch nie betrunken gewesen seien...... warum hat Jesus dann Wasser zu Wein gemacht, wenn man davon gar nicht trinken darf?
Früher gab es noch "Frau" und Fräulein", einige Frauen haben damit angegeben dass sie mit 40 immer noch Jungfrau wären, dann hat man mit der bösen Männerwelt gar nichts zu tun. Aber hat Gott das wirklich so gewollt? Einnert wiederum an Lukas 19, 11 bis 27.

fizzibitz antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15759

@fizzibitz 

Veröffentlicht von: @fizzibitz

Muss er das wirklich? Bei uns in der Gemeinde sind einige, die geben damit an, dass sie noch nie betrunken gewesen seien...... warum hat Jesus dann Wasser zu Wein gemacht, wenn man davon gar nicht trinken darf?

Vergleichst du da nicht Äpfel mit Birnen?

Wein trinken und betrunken-sein sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

neubaugoere antworten
Fizzibitz
(@fizzibitz)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 67
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@fizzibitz 

Veröffentlicht von: @fizzibitz

Muss er das wirklich? Bei uns in der Gemeinde sind einige, die geben damit an, dass sie noch nie betrunken gewesen seien...... warum hat Jesus dann Wasser zu Wein gemacht, wenn man davon gar nicht trinken darf?

Vergleichst du da nicht Äpfel mit Birnen?

Wein trinken und betrunken-sein sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

also bei Wein bin ich immer schon nach dem ersten Schluck besoffen, daher trinke ich lieber Bier oder noch lieber alkoholfreies  Bier.

fizzibitz antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

@fizzibitz 

also bei Wein bin ich immer schon nach dem ersten Schluck besoffen, daher trinke ich lieber Bier oder noch lieber alkoholfreies  Bier.

Das war jetzt eigentlich nicht das Thema.
tristesse antworten


lhoovpee
Beiträge : 2938

@dismas50 

Die eigentliche Straftat war,

Es ist schön, dass du Reue zeigst und hoffentlich nie wieder so etwas tust. Aber bitte hör auf deine Straftaten zu relativieren. Jesus nicht in sein Leben zu lassen ist KEINE Straftat. Kindesmissbrauch ist eine Straftat. Und dieses solltest du mit solchen Formulierungen nicht relativieren. 

Es mag von dir nicht so gemeint sein, aber so wirkt dein Beitrag auf mich. 

Für Personen, die sich zu Kindern hingezogen fühlen, gibt es Hilfsangebote, wie z.B. "kein täter werden". 

Ich hoffe du wirst wieder Freunde und Arbeit finden. 

lhoovpee antworten
tristesse
Beiträge : 19561

@dismas50 

Die eigentliche Straftat war, Jesus in meinem Leben NICHT in mein Herz gelassen zu haben und keine Beziehung mit ihm geführt zu haben, ihm mein Leben nicht früzeitig übergeben zu haben, obwohl Angebote und Rufe da waren. Denn mit ihm zusammen wäre so viel schrenkliches nicht passiert, inklusive meines Verbrechens.. 

Ich hab wie andere hier ein mulmiges Gefühl. Es ist keine "Straftat", von Gott getrennt zu sein und du hast dieses Verbrechen nicht begangen, weil du damals kein Christ warst. Denn nicht jeder Nichtchrist begeht automatisch die schlimmsten Straftaten. Und was gerade in dem Bereich von Christen an Schandtaten begangen worden ist, wissen wir inzwischen. 

Du schüttest dir hier dein Herz voller Reue aus und machst viele Worte, aber im Grunde schiebst du dein Verhalten auf wen andern.

Ich wünsche dir, dass du für dich mit Gott und deinem Umfeld Frieden schließen und alles in guter Weise verarbeiten kannst. Ob dir da Austausch mit Gleichgesinnten hilft, halte ich für fraglich 

 

tristesse antworten


Jack-Black
Beiträge : 3955

@dismas50 Jesus Christus hat mir vergeben, auch wenn die Gesellschaft das niemals tuen kann. Jesus weiß, dass ich keinerlei krankhaft pädophile Neigungen habe. Meiner Person lag es völlig fern mich an sowas zu ergötzen. Und ich hatte nie irgendein finanzielles Interesse daran, mich in so einen Sumpf der Weiterleitung (des Austausches) hinein zu begeben. Es war die Versuchung etwas noch nie gesehenes mal zu sehen und nicht einzuschränken.

Jesus Christus hatte Dir eigentlich in der hier zur Rede stehenden Angelegenheit überhaupt nix zu vergeben. Falls Du keinerlei krankhaft pädophile Neigungen hast, also schuldeinsichtsfähig handeltest, dann ist Dein Verbrechen gravierender, als wenn ihm eine krankhafte Neigung zugrunde lag.

Es war die Versuchung etwas noch nie gesehenes mal zu sehen und nicht einzuschränken.

Nicht einzuschränken? Das liest sich so, als wäre die Nicht-Weiterverbreitung von Kinderpornografie sowas wie Zensur, wie Einschränkung der Meinungs- Gedanken oder Redefreiheit. Sorry, aber für mich liest sich das, als würdest Du noch nicht wirklich einsehen, was das Verbrecherische an Deinen Taten war. Wenn ich von Tätern solche Sätze a la "Jesus Christus hat mir vergeben." lese, dann geht mir immer die Hutschnur hoch, denn automatisch stellt sich mir da die Frage: Haben es die Kinder, denen Du durch Dein Handeln Leid zufügtest und denen zukünftig durch dein Handeln noch Leid zugefügt werden wird (denn die Nachfrage nach Kinderpornografie ist es, die zukünftige Kinderpornografie-Angebote bestimmt), denn auch schon getan?

Du bereust Deine Taten? Ich glaube es Dir erstmal, wiewohl es mir scheint, als würdest Du inbesondere die Konsequenzen des Erwischtwerdens bedauern - von Schuldgefühlen gegenüber Deinen Opfern lese ich im Eingangsposting wenig. Aber beweisen wirst Du's so oder so weder "der Gesellschaft" noch Dir selbst können, solange Du nicht nach Wegen suchst, den tatsächlichen Opfern Deiner Taten zu helfen oder dabei, zukünftig gegen Kindermißbrauch/pornografie zu agieren.

In Deiner jetztigen Situation wirst Du das vielleich gar nicht können, weil Dich die von Dir ausgeführten Probleme mit Job, Geld und Gericht zu sehr beanspruchen. Aber irgendwann, sobald das "Gröbste" hinter Dir liegt, solltest Du da vielleicht mal drüber nachdenken: wie kann ich meine Schuld an den Opfern meiner Taten abtragen?

Die Flucht von Verbrechern in den Glauben daran, Jesus habe ihnen schon vergeben, scheint mir oft eine psychische Abwehrmethode gegen das schlechte Gewissen zu sein, und in dieser Vermutung bestärkst Du mich, wenn Du behauptest:

Die eigentliche Straftat war, Jesus in meinem Leben NICHT in mein Herz gelassen zu haben und keine Beziehung mit ihm geführt zu haben

Das ist nämlich Quatsch.

 

jack-black antworten
3 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22649

@jack-black 

Wenn ich von Tätern solche Sätze a la "Jesus Christus hat mir vergeben." lese, dann geht mir immer die Hutschnur hoch, denn automatisch stellt sich mir da die Frage: Haben es die Kinder, denen Du durch Dein Handeln Leid zufügtest und denen zukünftig durch dein Handeln noch Leid zugefügt werden wird (denn die Nachfrage nach Kinderpornografie ist es, die zukünftige Kinderpornografie-Angebote bestimmt), denn auch schon getan?

Nur der Vollständigkeit halber: Es wäre zu viel verlangt, von diesen Opfern Vergebung zu verlangen. Zwar wäre es gut, wenn sie den Tätern vergeben könnten (von denen sie einen Großteil ja noch nicht einmal kennen), allerdings um ihrer selbst willen, damit sie sich nicht ewig selbst mit diesen Taten belasten müssen, sondern loslassen können. Das dürfte aber ein langer Prozess sein.

Dass Jesus die Taten vergibt ist aus christlicher Perspektive schon richtig. Das setzt aber voraus, dass tatsächlich eine Einsicht und echte Reue erfolgte. Und diese Einsicht muss unabhängig von einer möglichen Strafe sein, es geht darum, das Unrecht selbst zu erkennen.

Ich will aber nicht ausschließen, dass die Konsequenzen möglicherweise auch zu der Erkenntnis geführt haben, dass es sich eben nicht um eine Bagatelle gehandelt hat. Dass dem TE aufgrund der Konsequenzen möglicherweise klar geworden ist, dass da eben nicht "nur" ein paar Bilder verschickt wurden, sondern dass er damit Teil von einem sehr viel größerem Unrecht wurde.

Dieses Unrechtsbewusstsein geht aus dem Eingangsthread nicht so recht hervor, aber das bedeutet ja nicht, dass es nicht vorhanden ist.

Deshalb kann ich hier ja auch nur schreiben, wie mir die Sache erscheint... nicht wie sie tatsächlich zu beurteilen ist.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3955

@lucan-7 Nur der Vollständigkeit halber: Es wäre zu viel verlangt, von diesen Opfern Vergebung zu verlangen.

Du hast vermutlich statt "verlangen" eher "erbitten" gemeint. Dass Vergebung nicht verlangt werden kann, ist selbstverständlich. Und ja, ich vermute, dass Du andere typisch christliche Diskussionen im Hinterkopf hast, in denen (christlichen) Opfern, durchaus in guter Absicht, vorgeschlagen (d.h. untergründig erwartet, also verlangt) wurde, den Tätern zu vergeben, weil: ... vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern...

Mir ging es darum, darauf hinzuweisen, dass es recht billig ist, sich mal eben der Vergebung Jesu Christi zu vergewissern. Persönlich ärgert mich dieses ganze Konzept der Gewissensentlastung, das dahinter steckt. Wie perfide es wirken kann, fiel mir bei der Lektüre von "der Pate" auf, bei welchem die Ehefrau von "Mikey Corleone", statt ihren Mann zu konfrontieren und gegebenenfalls sich von ihm scheiden zu lassen oder gar ihn an die Staatsgewalt zu verraten, lieber religiös wird und Jesus/Gott um die Vergebung ihrer und ihres Mannes Sünden/Verbrechen bittet. Dass hier, bei Jesus/Gott Vergebung für noch die widerlichsten Verbrechen zu haben sei - das ist freilich ein USP der Kirchen, die diese Dienstleistung durch das Beichtgeheimnis nochmal extra schützen. Aber in meinen Augen ist das eben ein billiges Versprechen: ob tatsächlich Jesus/Gott jedes Verbrechen vergeben, lässt sich nicht nachweisen, es ist einfach eine auf geduldigem Papier notierte Behauptung.

Soll von mir aus Jesus oder Gott jene Sünden vergeben, die direkt ihm gegenüber verbrochen wurden. Meinetwegen Mißbrauch seines Namens, Anbetung anderer Götter, Nicht-Heiligen des Feiertags, Bezweifeln der Trinität oder Lästerung des Heiligen Geistes. Von mir aus auch Unglaube. Das mögen die Gläubigen dann untereinander klären, mich tangiert es nicht. Aber wenn es um Sünden geht, die Menschen gegenüber begangen wurden, dann will ich nicht, dass da der Gewissens-Shortcut genommen werden kann. Denn das tangiert mich: ich bin Teil der Gesellschaft, der auch die Opfer solcher Sünden angehören und ich will ganz pauschal nicht, dass Täter ihr Gewissen allzu einfach beruhigen können.

Das hat nichts damit zu tun, dass ich Tätern prinzipiell eine Reintegration in die Gemeinschaft verbauen wollte. Wer seine verbrecherischen Taten als solche erkennt und erkennbar in der Zukunft keine Gefahr mehr darstellt (bei dem also Rückfälligkeit nicht zu vermuten ist), der soll lieber früher als später wieder produktiver Teil der Gemeinschaft sein und nicht bis ans Ende seines Lebens als Paria ausgegrenzt werden. Aber genau diese Einsicht und diese vermutliche soziale Unbedenklichkeit in der Zukunft, die muss ja irgendwie auch an etwas festgemacht werden können.

Und da wünsche ich mir konkrete Taten, die zeigen, dass das Problematische am früheren Verhalten erkannt wurde: Wiedergutmachung da, wo es möglich ist, Engagement* dafür, das vergleichbare Verbrechen in Zukunft nicht mehr oder seltener geschehen da, wo Wiedergutmachung gegenüber den konkreten Opfern nicht möglich ist.

Ein Totschläger, der sich nach Verbüßung oder schon während seiner Haft z.B. dafür einsetzt, jungen Menschen gewaltfreie Konfliktbewältigung beizubringen, wäre dafür ein Beispiel. Oder auch, um mal ein weniger theatralisches Beispiel zu nehmen: der Steuerhinterzieher, der sich zukünftig für mehr Steuergerechtigkeit einsetzt, der Trickbetrüger, der pro bono für Schuldnerberatungen arbeitet usw. usf. 

 

 

 

 

 

 

*Engagement gegenüber den Opfern, soweit sie bekannt sind, sähe im ersten Schritt so aus: "Sag mir bitte, wie ich meine Tat wiedergutmachen kann!" Sie einfach nur um Vergebung zu bitten, zeugt gerade nicht sonderlich von Engagement und Schuldeinsicht, sondern nur davon, dass man selbst sein Gewissen beruhigen möchte.

 

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22649

@jack-black 

Mir ging es darum, darauf hinzuweisen, dass es recht billig ist, sich mal eben der Vergebung Jesu Christi zu vergewissern.

Wenn man glaubt, dass es da einen Automatismus gibt... ja, da bin ich ganz bei dir.

Aber die Vergebung durch Jesus setzt eine klare Einsicht voraus. Natürlich kann man es auch dazu verwenden, jede Schuld einfach beiseite zu wischen... "Hey, egal, was ich gemacht habe, Jesus vergibt es mir doch sowieso!"

Nö, tut er nicht. Er vergibt Schuld, die eingesehen und bekannt wird. Und das hat seinen Sinn... denn die Opfer können es eben oftmals nicht. Aber wenn man seine Schuld erkennt und aufrichtig bereut - dann hat man auch eine zweite Chance verdient. Aber eben auch nur dann.

Denn wenn man es dazu missbraucht, sich einfach selber von jeder Schuld freizusprechen und dabei die Opfer ihrem Schicksal überlässt... dann wird die Vergebung in ihr Gegenteil verkehrt. Denn dann wird den Opfern noch zusätzlich die Gewissheit aufgeladen, dass der Täter künftig fröhlich sein Leben weiterlebt und er die Sache einfach hinter sich lässt. So kann es nicht funktionieren.

Es gibt ja dieses Klischee vom Beichtstuhl... da redet man halt mal kurz über üble Dinge, dann ein paar Vaterunser als Strafe, und schon ist alles vergeben.

Das ist natürlich sinnlos. Wer so etwas propagiert, dem geht es jedenfalls nicht um Vergebung und Versöhnung oder sonstwas. Vergebung als Dienstleistung der Kirche... das führt genau zu dem, was du hier zu Recht kritisierst.

Wenn es aber eine echte Vergebung gibt - so wie sie ja im christlichen Glauben verankert ist - , dann ergibt diese nur Sinn im Zusammenhang mit einer echten Reue und einem echten Bekenntnis.

Und "echt" ist es dann, wenn einem die Schuld bewusst wird... und nicht nur das, was man möglicherweise selbst aus Konsequenz daraus erleiden muss.

 

lucan-7 antworten
Lucan-7
Beiträge : 22649

@dismas50 

Der Versuchung des Teufels nicht wiederstehen zu können wurden in Gruppen einer Chat-Community (nicht Darknet aber ein Sumpf des perversen Sexualaustausches) durch mein Smartphone kinderpornographische Darstellungen angeschaut und in einer Art Austausch weitergeleitet.

Wenn du der Versuchung gar nicht widerstehen konntest, dann wärst du ja sozusagen unschuldig... das ist aber vermutlich nicht das, was du hier schreiben wolltest.

 

Meine Reue ist zu tiefst und dauerhaft.

Das mag so sein und es ist ganz sicher nicht an mir, das zu beurteilen. Für mich, obwohl ich mich nicht als Christ sehe, ist Vergebung ein sehr zentrales und wichtiges Thema. Und darum geht es ja hier.

Was mir aber hier auffällt... du schreibst ausschließlich von den Folgen, die deine Tat für dich hatte, nicht von der Tat selbst. Ich will dir hier sicher kein Unrecht tun, deshalb schreibe ich nur, wie es bei mir hier ankommt... mir scheint, dass du nicht die Tat selbst, sondern die Konsequenzen bereust. Und dass deine Reue, auch wenn sie aufrichtig sein mag, auch erst mit den Konsequenzen für dich einsetzte.

Deine Tat war aber nicht deshalb falsch, weil es Konsequenzen für dich hatte. Es geht nicht um dich, sondern um die Opfer. Und jenen sollten deine Gedanken um Vergebung gelten... nicht der Gesellschaft, die derartige Taten verurteilt.

Vielleicht hast du dir ja entsprechende Gedanken gemacht und tust das bereits. Ich will dir hier nichts unterstellen. Aber mir fällt auf, dass es bei deiner Schilderung hier doch sehr um dich geht. Was auch verständlich und legitim ist, deine Situation ist nicht zu beneiden.

Aber es gibt eben noch einen anderen, wichtigen Aspekt, nämlich die Opfer. Und das halte ich für sehr zentral, wenn wir hier von Reue und Vergebung sprechen.

Wie gesagt, es ist nicht an mir, das zu beurteilen und du musst dich hier für nichts rechtfertigen. Ich finde es bereits bemerkenswert, dass du deine Situation hier offen schilderst.

Aber ich wollte dennoch schildern, wie das bei mir ankommt und warum da für mich noch ein gewisser Beigeschmack ist... aber vielleicht kannst du das ja für dich klären.

lucan-7 antworten


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