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[Geschlossen] [TRIGGERWARNUNG eingefügt] Leben mit der Straftat, die Einsamkeit, die Reue, die Gesellschaft und die Vergebung

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Dismas50
Themenstarter
Beiträge : 5

Triggerwarnung!  - frosch80-mod

 

 

 

 

 

 

Viele Fehler habe ich in meinem Leben begangen, aber der mit Abstand größte Fehler meines Lebens war Jesus nicht in mein Herz zu lassen, nicht mit ihm zusammen in Beziehung zu leben, mein Leben nicht in seine Hände zu geben. 51 Jahre alt bin ich nun, und erst jetzt aufgewacht.

Seine Eingebung für mich war, mich hier doch mal zu offenbaren.

Ich bin ein Verbrecher. Für das was mir vorgeworfen wird, kann die Gesellschaft niemals vergeben, auch wenn Jesus es tat.

Der Versuchung des Teufels nicht wiederstehen zu können wurden in Gruppen einer Chat-Community (nicht Darknet aber ein Sumpf des perversen Sexualaustausches) durch mein Smartphone kinderpornographische Darstellungen angeschaut und in einer Art Austausch weitergeleitet.

Ich bitte alle, die mir jetzt antworten möchten, wie verwerflich das ist, sich an dieser Stelle zurück zu halten. Denn das weiß ich seit reichlichen Wochen selbst.

Jesus Christus hat mir vergeben, auch wenn die Gesellschaft das niemals tuen kann. Jesus weiß, dass ich keinerlei krankhaft pädophile Neigungen habe. Meiner Person lag es völlig fern mich an sowas zu ergötzen. Und ich hatte nie irgendein finanzielles Interesse daran, mich in so einen Sumpf der Weiterleitung (des Austausches) hinein zu begeben. Es war die Versuchung etwas noch nie gesehenes mal zu sehen und nicht einzuschränken.

Meine Reue ist zu tiefst und dauerhaft. Jesus ist immer bei mir und gibt mir jeden Tag unglaublich viel Kraft. Und dennoch werde ich von der gesamten irdischen Gesellschaft, insbesondere meinem Umfeld, nur noch als pädophil-kranker Kinderschänder gesehen. Ich wurde im hohen Bogen von meiner Arbeit gefeuert. Das Arbeitsamt verweigert die Zahlung wegen Selbstverschulden. Rechtschutzversicherung läßt eine Finanzierung der anwaltlichen Verteidigung wegen Vorsatzhandlung nicht zu. Ohne irgendein Einkommen gehen Ersparnisse in den Keller und es wird nicht mehr lange dauern bis sie aufgebraucht sind. Ich versuche hier aber keinesfalls Mitleid zu erzeugen, sondern möchte nur kund tun was geschehen ist um mich zu erklären.

Ohne gute anwaltliche Vertretung (und selbst Anwälte scheuen beschuldigte "Kinderschänder") ist eine strafrechtliche Verurteilung als Verbrecher vorauszusehen.

 

Ich bin weltlich allein mit meiner Straftat. Jeden Tag muss ich mich ab dem Aufwachen damit konfrontieren und auseinander setzen, allein.

Man möchte was geschehen ist rückgängig machen, aber es geht nicht. Es gibt nur die Tat und die daraus resultierende gesellschaftlichen Ausgrenzung und Verurteilung.

Ich weiß, dass ich mit der Reue zu meiner Straftat und dem Leben auf Dauer damit, nicht der Einzige bin dem es so geht, da mir bekannt ist, dass es vielen Christen schon ähnlich ergangen ist oder gerade ergeht. Die Straftat, die unendliche Reue und das allein sein damit, gibt mir Anlass hier eine Forengruppe zu eröffnen, die sich an Christen richten soll, dennen es genau so ergangen ist oder gerade ergeht.

Die eigentliche Straftat war, Jesus in meinem Leben NICHT in mein Herz gelassen zu haben und keine Beziehung mit ihm geführt zu haben, ihm mein Leben nicht früzeitig übergeben zu haben, obwohl Angebote und Rufe da waren. Denn mit ihm zusammen wäre so viel schrenkliches nicht passiert, inklusive meines Verbrechens.

Ich möchte Menschen denen es ählich ergeht oder ergangen ist an dieser Stelle ermutigen, sich mal zu melden und mit mir in den Austausch zu treten. Mein Leben als Christ mit der Straftat. Vielleicht kann man gegenseitige, weltliche Unterstützung geben.

85 Antworten
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Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 290

Hallo Carsten,

ich tu mich mit Deiner "Offenbarung" etwas schwer.

Und zunächst wirst Du nun was von mir hören, was Du nicht hören willst.

Ich bin Vater von 2 Kindern. Diese zwei Kinder sind für mich das größte Geschenk, dass Gott mir hätte machen können. Ich fühle eine nie enden wollende Freude, wenn meine Tochter jetzt die ersten Sätze spricht, und versuche mich mit dem älterem Pubertier in der maximalst möglichen Geduld.

Wenn ich daran denke, dass es Personen - und ich musste mich jetzt stark zusammennehmen, hier jetzt keine andere Bezeichnung zu verwenden - gibt, die ein sexuelles Vergnügen daran haben, Kinder zum Geschlechtsverkehr zu zwingen - und auch hier wollte ich gerade eine andere, deutlichere Formulierung verwenden -, oder es als immens geil finden, sich derartige Darstellungen anzuschauen, dann möchte ich mit aller Seele tatsächlich die Tatsache in Frage stellen, dass der Mensch ein Geschöpf Gottes ist.

Und dass hier nun sich einer als eben solche Person offenbart ist für mich sehr schwer zu schlucken. Tatsächlich habe ich Deinen Beitrag bereits gestern gelesen, musste mich aber zunächst zurückhalten, denn glaube mir - das hier ist noch die milde Variante dessen, was ich zu schreiben beabsichtige.

Und das muss hier stehen, damit Du das nachfolgende auch genauso verstehst und hoffentlich auch siehst, dass mir 

Wenn es so ist wie Du schreibst, und Du zwischenzeitlich Jesus Christus als Herrn in Deinem Leben angenommen hast, dann bist Du mein Bruder. Und das bedeutet, dass ich Dich nicht an deinen Taten aus der Vergangenheit ansehen werde, sondern Dich so sehen werde wie Gott Dich sieht: Als sein geliebtes Kind.

Ich habe es selbst erlebt wie Jesus Christus jemanden verändern kann. Jesus Christus sprach davon, dass er der Weinstock und wir die Reben sind. Wer sich mit der Winzerei beschäftigt, der weiß, wieviel Arbeit so ein Weinberg machen kann. Und manch faulige Traube kann von der Rebe weggeschnitten werden, so dass trotz der faulen Trauben nicht die gesamte Rebe verloren geht. Und wenn es stimmt, dass Jesus Christus dich gerufen hat und Du diesen Ruf angenommen hast, dann werden auch Deine faulen Trauben beschnitten werden, auch wenn das manchmal nicht leicht ist.

Allerdings gibt mir manches, was Du schreibst, Anlass zum Zweifel. Du schreibst z.B.

Veröffentlicht von: @dismas50

Für das was mir vorgeworfen wird, kann die Gesellschaft niemals vergeben, auch wenn Jesus es tat.

Ja, bereust Du eigentlich das, was Dir vorgeworfen wird oder das, was Du getan hast?

Du redest davon, wie es Dir geht - Entlassung von der Arbeit, Finanzielle Nöte, Rechtsschutz greift nicht - was mir die Frage in den Kopf bringt, ob Du die Sache nur bereust, weil man Dich erwischt hat, oder weil Du tatsächlich echte Reue empfindest?

Es gibt vieles, was hier für mich noch zu unklar ist, um zu sehen, was hier richtig ist. Vielleicht kannst Du dazu nochmal Stellung beziehen? Wünschenswert wäre es. 

Gott mag Deine Schuld vergeben haben. Dennoch ist die Verantwortung vor der weltlichen Gesellschaft Teil einer Buße, die noch zu leisten wäre.

Ich möchte Dich jetzt dennoch nicht entmutigen, denn Deutschland besitzt eines der fairsten Justizsysteme der Welt. Und wenn es so ist, wie Du schreibst und Du die Kindschaft Gottes durch Jesus Christus akzeptiert hast, dann wird Gott gemäß Römer 8, 28 auch dafür sorgen, dass Dir dieser Umstand zum Besten dienen wird.

Liebe Grüße,

Mr.K

 

 

mr-k antworten
Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 290
Veröffentlicht von: @mr-k

Und das muss hier stehen, damit Du das nachfolgende auch genauso verstehst und hoffentlich auch siehst, dass mir

... das nachfolgende zu schreiben mich einiges an Überwindung kostet, hätte da noch stehen sollen...

mr-k antworten
Rapperswilerin
(@rapperswilerin)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 20
Veröffentlicht von: @dismas50

Triggerwarnung!  - frosch80-mod

@Dismas50: Zuerst eine kurze Information zu mir. Meine Antworten können sehr direkt sein, vielleicht auch verletzend, das ist nicht gewollt, kann aber passieren, da ich dir, A.) als betroffene Mutter schreibe, dessen Kind sexuellen Missbrauch erleben musste. Und B.) Als Opfer Sexuellen Missbrauchs, ich weiss nicht, wieviele Bilder von mir im Darknetz vorhanden sind.

 Viele Fehler habe ich in meinem Leben begangen, aber der mit Abstand größte Fehler meines Lebens war Jesus nicht in mein Herz zu lassen, nicht mit ihm zusammen in Beziehung zu leben, mein Leben nicht in seine Hände zu geben. 51 Jahre alt bin ich nun, und erst jetzt aufgewacht.

--- @Dismas50:

---"Das sehe ich nicht als deinen grössten Fehler, denn du hast damit nur dir allein geschadet.Hier liegt meines Erachtens auch kein Verschulden vor. Weil Jesus anzunehmen, als Sohn Gottes, ist ein Geschenk, also Gnade.Für ein Geschenk gibt es kein Verschulden."

Seine Eingebung für mich war, mich hier doch mal zu offenbaren.

Ich bin ein Verbrecher. Für das was mir vorgeworfen wird, kann die Gesellschaft niemals vergeben, auch wenn Jesus es tat.

Der Versuchung des Teufels nicht wiederstehen zu können wurden in Gruppen einer Chat-Community (nicht Darknet aber ein Sumpf des perversen Sexualaustausches) durch mein Smartphone kinderpornographische Darstellungen angeschaut und in einer Art Austausch weitergeleitet.

Ich bitte alle, die mir jetzt antworten möchten, wie verwerflich das ist, sich an dieser Stelle zurück zu halten. Denn das weiß ich seit reichlichen Wochen selbst.

---@Dismas50:

... Ich möchte hier nur etwas nachfragen: Hast du jetzt, wo du verurteilt wurdest, also eine Gefängnisstrafe abgesessen hast, etwas gelernt?

Jesus Christus hat mir vergeben, auch wenn die Gesellschaft das niemals tuen kann. Jesus weiß, dass ich keinerlei krankhaft pädophile Neigungen habe. Meiner Person lag es völlig fern mich an sowas zu ergötzen. Und ich hatte nie irgendein finanzielles Interesse daran, mich in so einen Sumpf der Weiterleitung (des Austausches) hinein zu begeben. Es war die Versuchung etwas noch nie gesehenes mal zu sehen und nicht einzuschränken.

...@Dismas50:

...Da du jetzt ja weisst, wie schnell es gehen kann, dass du Sachen auf deinem Handy hast, die Verabscheuenswürdig sind, gibst du in irgendeiner Art und Weise weiter, dass es eben NICHT mehr passiert? Meine Frage geht darauf hinaus, dass du aus jedem Schrecklichen auch etwas Gutes tun kannst, sei dir deiner Verantwortung bewusst, du weiss wie man dort hineingerät, hilf Anderen gar nicht erst dort hineinzugeraten. Das ist das , was Gott mir gesagt hat, soll ich dich fragen und da ich gelernt habe, auf Gottes Fragen zu antworten, gebe ich Sie an dich weiter.

Meine Reue ist zu tiefst und dauerhaft. Jesus ist immer bei mir und gibt mir jeden Tag unglaublich viel Kraft. Und dennoch werde ich von der gesamten irdischen Gesellschaft, insbesondere meinem Umfeld, nur noch als pädophil-kranker Kinderschänder gesehen. Ich wurde im hohen Bogen von meiner Arbeit gefeuert. Das Arbeitsamt verweigert die Zahlung wegen Selbstverschulden. Rechtschutzversicherung läßt eine Finanzierung der anwaltlichen Verteidigung wegen Vorsatzhandlung nicht zu. Ohne irgendein Einkommen gehen Ersparnisse in den Keller und es wird nicht mehr lange dauern bis sie aufgebraucht sind. Ich versuche hier aber keinesfalls Mitleid zu erzeugen, sondern möchte nur kund tun was geschehen ist um mich zu erklären.

Ohne gute anwaltliche Vertretung (und selbst Anwälte scheuen beschuldigte "Kinderschänder") ist eine strafrechtliche Verurteilung als Verbrecher vorauszusehen.

 ...@Dismas50:

... Was hast du erwartet? Das man dich mit Samthandschuhen anfässt, weil du ja "nur" Fotos weitergegeben hast? In meinen Augen gibt es da nur sehr wenig Verständnis, dass muss sich der Verurteilte erst wieder erarbeiten. Eben indem er mit der Gefährdetenhilfe schaut, wo kann ich anderen Jugendlichen helfen,dass ich nicht in diese Falle gerate, als Beispiel. Oder hilf sonst mit in der Gefährdetenhilfe, ich glaube die würden immer gerne Verurteilte sehen, die aktiv n Ihren Prozess herangehen und versuchen, nie mehr in diesen Sprudel zu geraten.

Ich bin weltlich allein mit meiner Straftat. Jeden Tag muss ich mich ab dem Aufwachen damit konfrontieren und auseinander setzen, allein.

...@Dismas50

... Ich finde dein Selbstmitleid ehrlich gesagt, zum Ko...en! Weil so sieht für mich keine Reue aus, einfach jammern, was man für ein Armer ist! Ja, du bist geächtet von der Gesellschaft, kein Wunder, bei der Tat! Aber nichts desto trotz, kannst du mit Gottes Hilfe ein Anderer werden, aber dazu musst du von deinem Selbstmitleidstrip herunterkommen, weil so geschieht keine Veränderung.

Man möchte was geschehen ist rückgängig machen, aber es geht nicht. Es gibt nur die Tat und die daraus resultierende gesellschaftlichen Ausgrenzung und Verurteilung.

Ich weiß, dass ich mit der Reue zu meiner Straftat und dem Leben auf Dauer damit, nicht der Einzige bin dem es so geht, da mir bekannt ist, dass es vielen Christen schon ähnlich ergangen ist oder gerade ergeht. Die Straftat, die unendliche Reue und das allein sein damit, gibt mir Anlass hier eine Forengruppe zu eröffnen, die sich an Christen richten soll, dennen es genau so ergangen ist oder gerade ergeht.

...@Dismas50

... Ich weiss ja nicht, was du dir genau erhoffst, aber falls du dir erhoffst, hier ein Ausstasuch zwischen ehemaligen Sexualstraftätern bei Jesus.de zu eröffnen, denke ich, bist du falsch. Denn ich glaube nicht, dass es viele Christen gibt, die Sexualstraftäter sind.

Die eigentliche Straftat war, Jesus in meinem Leben NICHT in mein Herz gelassen zu haben und keine Beziehung mit ihm geführt zu haben, ihm mein Leben nicht früzeitig übergeben zu haben, obwohl Angebote und Rufe da waren. Denn mit ihm zusammen wäre so viel schrenkliches nicht passiert, inklusive meines Verbrechens.

...@Dismas50

... Nein, ist es meines Erachtens nicht. Das ist meines Erachtens, eine Sinnesverzerrung. Weil wie gesagt, die Straftat ist der Kinderpornograhfische Besitz, nicht dass du Jesus noch nicht in deinem Leben hattest!

Ich möchte Menschen denen es ählich ergeht oder ergangen ist an dieser Stelle ermutigen, sich mal zu melden und mit mir in den Austausch zu treten. Mein Leben als Christ mit der Straftat. Vielleicht kann man gegenseitige, weltliche Unterstützung geben.

...@Dismas50

... Ermutigung ist wichtig, ein dazu stehen und mit den Opfern deiner Taten ein Schuldbekenntnis zu geben, ein guter Anfang. Meines Erachtens, sieht man der Wandel an den Taten....

 

rapperswilerin antworten
Irrwisch
Beiträge : 3640

@dismas50 Hi

 

Zunächst einmal zu deiner Info:

dieses Forum Miteinander - Füreinander ist aus meiner und einem weiteren Kollegen Arbeit mit jungen Menschen in selbstverletzendem  Verhalten, die oft auch Opfer sexualisierter Gewalt sind, entstanden.

Vor etwas mehr als 20 Jahren.

Wir kennen also persönlich Menschen, die genau Opfer deines unsäglichen Tuns wurden.

 

Vielleicht kannst du deswegen ein klein wenig verstehen, dass mir dein Bad im Selbstmitleid hier am Allerwertesten vorbeigeht.

Dein Text ist eine einzige Ansammlung von Worten aus dem Jammertal. Ich nehme dich wahr als Jemand, der nur um sich selbst kreist!

Auch die Behauptung, du seist nicht pädophil, ist eine sehr gerne gebrauchte und meist lügenhafte Schutzbehauptung.

 

Mir persönlich bereitet es große Genugtuung, dass du geschnappt wurdest.

Meine Vermutung ist, dass deine Geldgier (für KP gibt es gutes Geld) dir zum Verhängnis wurde.

Dass du die Dreistigkeit hast, hier noch Jesus ins Spiel zu bringen, den du offenbar zu spät in dein Leben gelassen hast, macht sich in einem christlichen Forum auf den ersten Blick gut.

Mein 2. Blick sagt mir allerdings, dies als deinen größten Fehler anzusehen, wie wenig du wirklich aufrichtige Reue zeigst.

Denn diese aufrichtige Reue würde sich den Opfern deines Tuns zuwenden.

Davon allerdings lese ich hier kein Wort.

Du hast nichts von dem begriffen, wie schändlich deine Tat(en)sind!

 

Du meinst, uns hier etwas vom Pferd erzählen zu können.

Heraus stellt sich das Selbsporträt einer listigen Schlage, die sich sogar hier nicht zu schade ist, ihren Geldmangel für einen Anwalt zu thematisieren. Wobei hoffentich jeder Leser weiß, dass es Pflichtverteidiger gibt.

Es ist nicht zu fassen, was du meinst, hier ablassen zu können.

 

Eins aber möchte ich dir noch mit auf den Weg geben:

 

Häftlinge, die wegen Gewalt gegen Kinder verurteilt werden, stehen in den meisten Haftanstalten bei ihren Mithäftlingen ganz unter auf der Leiter der Gewalt.

 

 

 

irrwisch antworten
19 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@irrwisch 

Auch die Behauptung, du seist nicht pädophil, ist eine sehr gerne gebrauchte und meist lügenhafte Schutzbehauptung.

Mir persönlich bereitet es große Genugtuung, dass du geschnappt wurdest.

Heraus stellt sich das Selbsporträt einer listigen Schlage, die sich sogar hier nicht zu schade ist, ihren Geldmangel für einen Anwalt zu thematisieren

Häftlinge, die wegen Gewalt gegen Kinder verurteilt werden, stehen in den meisten Haftanstalten bei ihren Mithäftlingen ganz unter auf der Leiter der Gewalt.

Liebe Irrwisch,

als Moderatorin des Mi-Fü versteh ich dass du aufgebracht bist 

Dennoch ist dieser Mix aus Häme, Beleidigungen, unbewiesenen Behauptungen dem TE gegenüber zutiefst  unsachlich und unfair. 

 

tristesse antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@tristesse Hi Tristesse

 

Mein Posting ist ein Mix aus Begegnungen und Begleitung von imAnfang meist sehr jungen Menschen, die Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind.

 

Das Wort " Missbrauch" möchte ich in diesem Zusammenhang nicht benutzt wissen ( zumindest von mir), denn es signalisiert im Grunde, dass esauch einem" Gebrauch"im sexuellen Kontext von Kindern gibt.

 

Wer weiß, wie kaputt und selbsverletzend Kinder sein können, wer weiß, wie oft junge Erwachsene nicht in der Lage sind, einen Beruf zu erlernen,zu studieren, für ihren täglichen Lebensunterhalt zu sorgen,der mag vielleicht einekleine Vorstellung davon bkommen, was meine Worte wirklich ausdrücken wollen.

 

Wer miterlebt hat, wie Menschen mit zersplitterten Seelen, die für mich einem seelischen Mord gleichkommen, kämpfen müssen, damit sie im Alltag klarkommen, der begreift vielleicht meinen Zorn ob dieses sehr Opfer verachtende Postings.

 

Wenn ein Täter sich versucht zum Opfer hochzuschwingen, dann sagt das im Grunde alles über ihn aus.

Passt punktgenau zu dem Buch einer amerikanischen Psychologin, die genau solche Täter in Haftanstalten aufgesucht hat.

Leider fällt mir gerade der Titel des Buches nicht ein.

Falls ich noch darauf komme, reiche ich es nach.

Ich habe es gelesen.

 

Du unterstellst mir Häme.

Es ist für mich keine Häme, wenn ich darüber froh bin, wieder einen Täter gefasst zu wissen.

 

Es ist auch keine Häme, wenn ich diesem mitzuteilen versuche, was in der Haftanstalt vermutlich auf ihn zukommen wird.

Das ist ein belegter Fakt.

 

Wenn dir mein Posting zu krass ist, dann versuche vielleicht, dich in die Kinder hineinzuversetzen.

 

Das wird krass, davon kannst du ausgehen.

 

Wer hier im Mi-Fü meint, mit solchem Auftritt durchzukommen, der hat seinen Text total falsch gewählt.

 

Ich hatte gehofft, mein Posting rüttelt hier einige wach.

 

Schau mer mal.

 

 

 

 

 

 

irrwisch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@irrwisch 

Wer hier im Mi-Fü meint, mit solchem Auftritt durchzukommen, der hat seinen Text total falsch gewählt.

Das ist ja vielen Anderen hier auch schon aufgefallen.

Trotzdem geht es ja auch um Vergebung. Auch für solche Täter. Auch wenn das schwer fällt.

Inwiefern die Reue hier echt ist oder nicht kann wohl niemand von uns beurteilen. Und zu sagen, dass sie es nicht ist - aufgrund der Formulierungen im Eingangstext - ist natürlich die einfachste Variante.

Aber wir sollten uns anderen Möglichkeiten nicht von vornherein völlig verschließen.

Dass hier nicht unbesehen alles geglaubt wird... das ist ja nun mehr als deutlich geworden.

lucan-7 antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@lucan-7Hi Lucan

 

Bescheib mir bitte einmal, wer hier was vergeben soll.

 

Danke

Inge

irrwisch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@irrwisch 

Bescheib mir bitte einmal, wer hier was vergeben soll.

Jesus. Darum ging es doch. "Vergib' uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern".

 

Das setzt aber zwei Dinge voraus: Zum einen, dass man auch selber bereit ist, Schuld zu vergeben (Das ist an dieser Stelle aber kein Thema), und zum anderen, dass man seine eigene Schuld aufrichtig bekennt.

Und hier ist der Eindruck entstanden, dass Letzteres eben nicht der Fall ist, weil es im Text kaum erwähnt wird.

Die Vergebung der Schuld durch die Opfer ist dann nochmal ein ganz anderes Thema. Das ist etwas, was ein Täter allenfalls erhoffen, aber nicht erwarten kann.

Aber auch solche Gedanken spielen beim TE zumindest im Eingangsposting keine Rolle. Was aber nicht bedeutet, dass es generell nicht der Fall ist - das wissen wir schlicht nicht.

lucan-7 antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@lucan-7 Lieber Lucan

 

Vergebung ist schon immer wieder ein Thema gewesen.

Leider aber von christlichen Co. Tätern.

Die Opfer aufgefordert haben, doch demTäter bitte zu vergeben.

Damit das Opfer wieder mit dem Täter versöhnt sei.

Das finde ich in  diesem Kontext nicht nur eine äusserst täterloyale Aufforderung, sie steht Anderen schlichtweg nicht zu.

Ausserdem wrden wir den Opfern mit der Aufforderung zu Vergebung nicht gerecht.

So sehr ich persönlich Vergebung schätze.Denn oft steht Vegebung erst amEnde eines Weges.

Opfer hingegen haben eine ganz andere Schmach erlitten.

Die mit Vergebung nicht wieder gut werden kann.

Denn sie wurden/werden durch den Täter zutiefst beschämt.

 

Diese tiefe Beschämung aufzulösen bedarf ganz anderer Mechanismen.

 

Aber der Täter hier braucht ja nur Vergebung dafür, dass er zu spät Jesus begegnet ist.

Alles sonst scheint doch  in Butter.

 

lg

Inge

 

irrwisch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@irrwisch 

Vergebung ist schon immer wieder ein Thema gewesen.

Leider aber von christlichen Co. Tätern.

Die Opfer aufgefordert haben, doch demTäter bitte zu vergeben.

Damit das Opfer wieder mit dem Täter versöhnt sei.

Das finde ich in diesem Kontext nicht nur eine äusserst täterloyale Aufforderung, sie steht Anderen schlichtweg nicht zu.

Das habe ich doch geschrieben... warum erwähnst du es jetzt nochmal?

 

Opfer hingegen haben eine ganz andere Schmach erlitten.

Die mit Vergebung nicht wieder gut werden kann.

Denn sie wurden/werden durch den Täter zutiefst beschämt.

Es kann wieder gut werden, wenn es den Opfern gelingt, dem Täter zu vergeben. Nicht für den Täter, sondern für sich - damit sie loslassen können und sich selbst nicht mehr damit belasten.

Das ist aber nur eine von mehreren Möglichkeiten, und dabei stehen ausschließlich die Opfer im Mittelpunkt. Denn eine solche Vergebung bedeutet keineswegs dass "alles wieder gut" ist, wie manche Leute irrtümlich meinen - es bedeutet. "Es belastet mich nicht mehr wie zuvor, weil ich loslassen kann.".

Aber das funktioniert nicht immer, und deshalb gibt es hier natürlich auch andere Wege.

Darum geht es hier aber gar nicht.

 

Aber der Täter hier braucht ja nur Vergebung dafür, dass er zu spät Jesus begegnet ist.

Alles sonst scheint doch in Butter.

Das wurde hier ja bereits deutlich kritisiert.

lucan-7 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@irrwisch 

Deine Loyalität gegenüber den Opfern sexueller Gewalt ehrt dich.

Aber es ist genau diese, die dich Dimas gegenüber blind macht, meiner Meinung nach.

Es hätte auch noch anderes Möglichkeiten gegeben.

Zunächst mal, den Beitrag aus dem Mi Fü Forum zu verschieben. 

Den Beitrag vielleicht zu verstecken und persönlich bei ihm nachzufragen. Ihr seid Moderatoren und habt da doch Möglichkeiten. Triggerwarnung konnte man doch auch setzen.

Du unterstellst ihm einfach mal finanzielle Interessen. 

Wir wissen nicht, was das genau für Bilder waren, wie lange das ging, usw. Vielleicht kommt sein Beitrag "frömmelnd" rüber, aber hast du konkretes Wissen über die ganze Sache, die wir hier nicht haben? Es kann durchaus sein, dass das Leid der Menschen auf den Bildern noch nicht bei ihm angekommen ist. Und das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Auch, dass die Bekehrung überwiegend noch im Kopf ist, statt den ganzen Dimas zu erreichen. 

Vielleicht steht er erst am Anfang des Weges, vielleicht faked er auch, aber auch Umkehr ist ein Weg. Ihn so zur Schnecke zu machen, finde ich da einfach nicht richtig. 

Wenn du der Ansicht bist, eine sanftere Antwort wäre Verrat an "deinen" Begleiteten, hättest du vielleicht besser nichts geschrieben.

Und Besitz und Teilen von Kinderpornografie führt nicht unbedingt zu Gefängnis. In einem minderschweren Fall und ohne Akteur zu sein, ohne Vorstrafe, wird es wohl eher auf Bewährung oder Geldstrafe hinaus laufen. Dein Gefängnis Szenario finde ich also unpassend. 

Auch wenn viele Überlebende von SMB schwer leiden, kaum leben können, möchte ich nicht, wenn jemand den Weg der Umkehr geht/beginnt/gehen will, dass er beispielsweise in den Suizid getrieben wird oder ihm Christen signalisieren, dass er "Dreck" sei. Das macht nichts besser. Und widerspricht Jesu Geboten.

 

deleted_profile antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@goldapfel 

 

Hi Goldapfel

Einiges hier kannst du nicht wissen.

Zum Beispieldass bei dem neuenJesus.de Threadverschiebung nicht mehr geht.

Auch nicht, dass wir Moderatatoren nicht rund um die Uhr hier Tastatur bei Finger stehen oder sitzen und manchmal erst einen Thread sehen, wenn er schon online ist und bereits Antworten da sind.

So geschehen bei mir.

 

Was deine anderen Punkte betrifft:

 

Dabeiist mir erst so richtig bewusst geworden, wie nützlich meine Worte an den Täter sein können, zieht er daraus die richtigen Schlüsse für sein Auftreten vor Gericht.

Weswegen ich hier erst einmal das Feld räume.

 

lg

Inge

 

 

irrwisch antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

Zum Beitrag

@irrwisch

Die heutige Morgenandacht interessiert dich vllt:

Der Ekel vor Vergebung

Müller-Hansen, Melitta | 01. Juli 2024, 06:35 Uhr

Liebe Grüße in den Tag. 

martha antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@martha 

Sehr ansprechende Predigt, die in die Tiefe der Wirkung von Vergbung führt.  Vertikale und horizontale Belange finde ich ausgezeichnet ausgearbeitet d.h. verständlich erklärt.
Von der Mitte des Kreuzes aus kommt Heilung und Friede, wenn man sich drauf einlässt.  Gott kann!

 

deborah71 antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@martha Vielen Dank!

irrwisch antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@irrwisch 

❤️

Dabeiist mir erst so richtig bewusst geworden, wie nützlich meine Worte an den Täter sein können, zieht er daraus die richtigen Schlüsse für sein Auftreten vor Gericht.

👌

martha antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@irrwisch 

Danke für deine Antwort. Ich kenne aus meinem Umfeld auch Missbrauchsopfer, ich weiß, was das für sie bedeutet. 

Wie ich bereits sagte, versteh ich, dass dich das Thema anfasst.

Deine Unsachlichkeit als Userin, die ebenso Moderatorin ist, nicht.

Ich überlege grad, was ich zu erwarten hätte, wenn ich einen Beitrag wie deinen hier los gelassen hätte. 

Ich hatte gehofft, mein Posting rüttelt hier einige wach.

Durch Unsachlichkeit?

Wen sollte das denn hier "wach" rufen? Nicht einer hier hat wohlwollend oder verständnisvoll reagiert. Im Gegenteil, der TE hat es von allen Seiten abbekommen. 

Wer hier im Mi-Fü meint, mit solchem Auftritt durchzukommen, der hat seinen Text total falsch gewählt.

Wenn der TE sich nicht usergemäss verhalten hat, habt ihr Moderatoren alle Handhabe, zu reagieren. 

Deine Reaktion war in meinen Augen unangemessen. 

Mehr sag ich nicht dazu, das muß jetzt eine andere Instanz klären.

tristesse antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@tristesse 

 

Was gibt dir  die Kompetenz, mir Unsachlichkeit zu unterstellen?

irrwisch antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

Was gibt dir die Kompetenz, mir Unsachlichkeit zu unterstellen

Ich kann lesen 😉 

Aber wie ich bereits sagte: klärt das unter euch. Mehr als meine Meinung sagen und Modalarm setzen kann ich ja nicht tun und das hab ich. 

tristesse antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@irrwisch Ich kann Deinen Zorn sehr gut nachvollziehen. Was Du dem TE hier auf den Kopf hin zusagst, habe ich meistenteils ähnlich vermutet.

Aber.

Eben nur vermutet. Ein Satz von Dir ist mir aufgefallen, über den ich ein Weilchen nachdenken musste:

Du hast nichts von dem begriffen, wie schändlich deine Tat(en)sind!

Der Satz ist vermutlich zutreffend. Allerdings sieht mein Menschenbild so aus, dass jeder, der geistig gesund ist, dessen Handeln also nicht durch Krankheit bedingt (und von daher unvermeidbar) war, prinzipiell auch die Möglichkeit hat, einzusehen, wie schändlich (falsch) seine Taten waren. Und damit so jemand irgendwann wieder (produktiver...) Teil der Gesellschaft sein kann, muss man Wege suchen und finden, ihn zu solcher Einsicht zu bringen.

Vielleicht ist Dein Beitrag dabei hilflich. Vielleicht bringt es etwas, Tätern, die mit Ausreden und Beschönigungen und Ablenkungen von ihren Taten und deren schlimmen Folgen für die Opfer kommen, es deutlich in's Gesicht zu sagen: Wir nehmen es dir nicht ab! Das reicht nicht! Verstecke dich nicht schon wieder vor deiner Verantwortung! Hör mal auf mit dem Selbstmitleid!

 

Aber.

Vielleicht kann auch so eine Reue und Umkehr und Einsicht nicht von einem Tag auf den anderen folgen. Vielleicht sollten wir uns hüten, erste, zögerliche Keimlinge von Einsicht durch kompromisslose Härte im Umgang gleich wieder umzuwalzen.

Der TE hatte so einen Keimling m.A.n. durch Selbstauskunft: "Ich bin ein Verbrecher"  gezeigt. Mehr als ein Keimling, mehr als ein allererster Schritt ist das noch nicht, und wenn auf diesem Weg nicht die nächsten Schritte folgen, ist es auch keinesfalls ausreichend. Aber anders als in kleinen Schritten wird ein Verbrecher, der ja nicht aus Überzeugung von selbst den Weg wechselte, sondern der halt erwischt wurde und auf diesen neuen Weg sozusagen gezwungen wird (wenn er ihn nicht geht, rennt er gegen die Wand), da nicht vorankommen. Als Suchtkranker (ich bin videospielsüchtig) in den entsprechenden Selbsthilfegruppen lernte ich als erstes folgendes - mich damals erstmal befremdende - Ritual: Wer immer sich zu Wort meldete, leitete es so ein: "Hi, mein Name ist XYZ, ich bin spielsüchtig (alkoholsüchtig, drogensüchtig... wir hatten Süchtige mit sozusagen Mehrfach-Süchten dabei)." Wer das nicht ausdrücklich so gleich zu Anfang sagte, dem wurde von den anderen das Wort abgeschnitten, denn mit dieser Selbstauskunft gibt man zuallererst mal zu verstehen, dass man sich zumindest um Ehrlichkeit bemüht. Wer das nicht über die Lippen bringt - der ist noch nicht reif für eine Selbsthilfegruppe, denn der hat noch nicht wirklich kapiert, dass er hilfsbedürftig ist.

Entsprechend hatte ich die Selbstauskunft des TEs verstanden: als ersten Schritt, der gegangen werden muss, damit weitere folgen können. Wenn diese weiteren Schritte nicht folgen, dann war der erste Schritt auch umsonst: denn ein Ziel wurde dann nicht erreicht.

Wir anderen - wir müssen, wenn wir da reagieren, überlegen, inwieweit wir dem Verbrecher helfen (können), zu einem integrationswürdigen produktiven Teil der Gesellschaft zu werden.

Du weißt, ich bin kein Christ, daher muss ich aufpassen, jetzt nicht zu christlich zu argumentieren. Aber mir ist ein Motiv im Hinterkopf hängen geblieben, das der christlichen Mythologie entspringt: das Tannhäuser-Motiv. Tannhäuser ist ja einer, der es arg getrieben hat, der seine Sünden bereut und, zwecks Vergebung seiner Sünden, nach Rom zum Papst pilgert, dort um Schuldbefreiung zu bitten. Seine Sünden sind aber so schlimm, dass der Papst sagt: "Bevor nier nicht an meinem Bischofsstab frische Blätter sprießen, kann dir nicht vergeben werden." Was er so meint: "Dir kann deine Schuld nicht vergeben werden."

Tannhäuser versteht es genau so, reist ohne Vergebung seiner Sünden aus Rom ab und wirft sich der Sünde nach dem Motto: "Ist eh alles verloren und egal!" endgültig in die Arme. Währenddessen am Bischofsstab tatsächlich frische Blätter wachsen. Die Botschaft dieses mythologischen Motivs ist klar: Gott kann jede Sünde vergeben und es ist nicht an seinem Bodenpersonal, irgendeine Sünde als unverzeihbar hinzustellen.

Als Ungläubiger übertrage ich das auf die Ebene meiner säkularen Weltsicht: Bestimmte Verbrechen sind derart verwerflich, dass es uns fast unmöglich erscheint, und vorzustellen, dass man den Tätern jemals wieder wird trauen können. Entsprechend ist das, was der TE da (selbstmitleidig) erzählt, ja die übliche Reaktion: Niemand will mit solchen Verbrechern noch was zu tun haben. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht... Erst recht nicht, wenn es sich um eine perfide Lügen handelt. Aber man kann nicht beides haben: die Vorstellung, dass sich Menschen ändern können und die Vorstellung, dass sich verbrecherische Menschen nicht ändern können.

Falls also der TE nicht psychisch (unheilbar) krank ist, dann kann er sich ändern*.

Und wenn wir uns ihm gegenüber verhalten wollen, dann müssen wir überlegen, wie wir dazu beitragen können.

Ich glaube, dass es hilfreicher dabei ist, nüchtern zu bleiben in dem Sinne, dass wir unserer Wut und unserem Abscheu die Zügel kurz halten. Jemandem, wie Du es getan hast, auf den Kopf zuzusagen, dass man ihm bestimmte Aussagen/Schilderungen/Beteuerunge nicht abnimmt, finde ich richtig. Ich hatte bei meinem weiter oben befindlichen Posting überlegt, ob ich nicht einzelne Behauptungen des TEs glatt als lügenhafte Beschönigungen bezeichnen sollte und scheute mich, weil hier im Forum die moderatorische Linie da meiner Erfahrung nach eher so aussieht, dass Behauptungen, deren Falschheit man nicht beweisen kann, erstmal hingenommen werden müssen.

Aber in der Hinsicht finde ich es gut, dass Du da mutiger und direkter warst.

Dein Hinweis am Ende, dass es Kinderschändern im Knast bekanntermaßen dreckig geht - der scheint mir allerdings nicht im obigen Sinne hilfreich. Ja, es ist bekannt, dass Leute, die Gewalt gegen Kinder ausgeübt haben, im Knast ganz unten in der Hierarchie stehen. (Das hat übrigens, mal so rein aus unbeteiligtem Interesse betrachtet, eine Art stimmiger Logik: Wer sich an den Schwächsten und Wehrlosesten vergreift, der macht dadurch kenntlich, wie schwach und wehrlos er selbst ist: man wählt sich als Täter also diese soziale Position selbst.)

Aber das weiß der TE - wie so ziemlich jeder erwachsene Mensch - selbst. Es ihm also nochmal mit auf den Weg zu geben, kann kaum als Hilfestellung verstanden werden, sondern nur so, dass Du es jedem Kinderschänder von Herzen gönnst, im Knast nach allen Regeln der Zunft vergewaltigt und gedemütigt zu werden. Das ist eine Art schwarzer Pädagogik auf Erwachsenen-Niveau. Angst taugt allerdings nicht dazu, Einsicht in eigene Verfehlungen zu finden. Wer Angst hat, macht eher "zu", das ist ein ganz normaler Reflex. Der TE soll nicht Angst vor Rache-Gewalt erlernen, sondern Mitleid mit seinen Opfern. Er soll auf sie schauen, nicht auf sich. Wir alle reagieren auf Angstgefühle so, dass wir Mauern um uns herum zu bauen versuchen.

Mauern sind nicht gut für Empathie.

Wäre ich Teil so einer Gruppe, wie der TE sie hier ja offenbar gründen wollte (ich glaub ja nicht, dass das was wird... 😉 ), so würde ich ihm im Kreise dieser Selbsthilfegruppe zunicken, wenn er anfängt: "Hi, ich bin XYZ und ein Verbrecher." Und wenn er dann anfangen würde mit Jesus, der ihm schon vergeben hätte, würde ich ganz schnell sagen: "Stopp, nicht so schnell, warte mal! Was genau war denn dein Verbrechen? Erzähl mal konkret."

Und wenn er dann die Anklagepunkte auflisten würde, dann würde ich weiter nachhaken: "Und warum genau waren das Verbrechen? Erklär mal, was daran verbrecherisch war..."

Und ich würde nachhaken, was er denn wohl gefühlt habe, als er seine Taten beging. Irgendwas muss er ja gefühlt haben. Fühlte er sich stark? Fühlte er sich überlegen? Fühlte er sich smart? Genoß er den Angstkitzel (Angst, erwischt zu werden)? Genoß er die Gemeinschaft mit den anderen Verbrechern, diese Banditenbandensolidarität? Oder geilte er sich doch sexuell** auf?

Gnothi seauton, erkenne dich selbst: das ist bei Verbrechern, die "umkehren" wollen in die zivilisierte Gesellschaft, besonders wichtig als Voraussetzung. Aber ob diese Erkenntnis dann auch irgendwann gefunden wurde - das wird sich für die Gesellschaft nur daran ablesen lassen, wie der Verbrecher sich in Bezug zu den Opfern zeigt. Er wird Empathie bezeugen müssen und diese Empathie darf sich meinem Verständnis nach nicht allein in Worten erschöpfen, auch wenn die wiederum der erste Schritt sein dürfen.

Ich zitiere da nochmal das m.A.n. Wichtigste und Richtigste, was Du geschrieben hast:

 

(...) diese aufrichtige Reue würde sich den Opfern deines Tuns zuwenden.

Davon allerdings lese ich hier kein Wort.

 

 

 

 

 

 

 

*Falls er - unheilbar - krank sein sollte, dann hat unser Zorn, unsere Wut auf ihn kein substantielles Fundament: dann müssen wir akzeptieren, dass er nicht anders konnte. Was freilich nichts daran ändern würde, dass man ihn dann für die Zukunft unschädlich machen müsste, also in Sicherheitsverwahrung stecken.

** Man muß nicht direkt pädophil sein, um sich an pornografischen Opfer-Darstellungen aufzugeilen. Ein Blick auf die einschlägigen Pornoseiten im Internet genügt um herauszufinden, dass sad(omasoch)istische Phantasien weitverbreitet sind, und jemand, dem einer abgeht, wenn er der (inszenierten) Vergewaltigung einer Neunzehnjährigen zuschaut, kann dann sachlich korrekt behaupten, er sei nicht "wirklich" pädophil. Aber er wird dann sich eben mit dem Umstand konfrontieren müssen, dass er da sexuell fragwürdige und gefährliche Präferenzen hat und sehr genau aupassen sollte, wo die Grenzen zwischen Phantasie und Realität verlaufen.

jack-black antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 25 Jahren

Beiträge : 3640

@jack-black Lieber Jack

In die hat der Threaderöffner einen sehr guten Anwalt gefunden.

 

Auch andere Postings sprechen von großer Zugewandtheit.

 

Sieh mich bitte als Vertreterin der Opfer.

Die durchaus in der Lage ist, deine Worte für sehr wertschätzend zu sehen.

 

Ich hingegen habe mir das Recht herausgenommen, dem TE  sehr kritisch gegenüber zu stehen.

Denn ich sehr in seinem Eingangstext leider keinen ruigen Menschen, sondern nach wie vor einen nicht geläuterten Täter.

Das mache ich an folgenden Punkten fest:

 

Massives Drehen um ihn selbst

Keinen Blick, geschweige denn Reue den Opfern gegenüber

Sich über gesellschaftliche Ächtung beklagen.

Durchblicken lassen, dass kein Geld für einen Anwalt mehr da sei.

Sperrung von AL Geld, da selbst verschuldete AL (die  meines Kenntnisstandes aber nur 3 Monate dauert)

Bemerkenswert auch seine fristlose Kündigung, die mir mehr flüstert als das hier Offenbarte.

Es ist eine Aufzählung vieler Fakten, die nur ihn betreffen.

Von den Opfern kein Wort.

Bemerkenswert und auch irgendwie typisch.

 

Von  daher mein Statement pro Opfer.

Andere gibt es hier genug

 

Lieben Gruß

Inge

 

 

 

 

irrwisch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@irrwisch 

Von  daher mein Statement pro Opfer.

Andere gibt es hier genug

Ich möchte an dieser Stelle dezent darauf hinweisen, dass niemand hier ein Statement "contra Opfer" abgegeben hat. Was diese betrifft sind so ziemlich alle hier auf deiner Seite, und ich denke du solltest mit deiner Wortwahl ein wenig aufpassen, weil du doch gerade sehr über das Ziel hinausschießt.

Nur weil ich die Möglichkeit einräume, dass er seine Taten möglicherweise tatsächlich erkannt und aufrichtig bereut haben könnte mache ich mich hier nicht gegen dich zu seinem Anwalt.

Es wurde sehr deutlich gemacht, wie das Eingangsposting hier ankommt, und das ist keineswegs zugunsten des Täters... und die Reaktionen hier dürften auch nicht ganz so ausfallen, wie er sich das wohl erhofft hat.

Und ich sehe hier beim besten Willen nicht, dass wir hier eine Situation "Vertreter des Täters" vs. "Vertreter der Opfer" haben.

So fair solltest du bitte sein.

lucan-7 antworten


Deborah71
Beiträge : 29331

@dismas50 

Was genau verstehst du unter Reue? Und was genau bereust du? Darüber Klarheit für sich zu haben, finde ich sehr wichtig.

Reue ist ein Schritt.... er ist aber unvollständig, wenn keine Umkehr in einen neuen Lebenswandel folgt.

Die Mitschreiber haben dir signalisiert, dass sie etwas wahrnehmen, auf das du reagieren solltest. Möglicherweis bist du den zweiten Schritt nicht gegangen und hängst in einem Spagat fest.

 

Saul hatte Reue.... aber sie führte bei ihm nicht zur Umkehr. David hatte Reue und sie führte bei ihm zur Umkehr.

Beide sind den Konsequenzen ihrer Handlungen nicht entkommen. Da mussten sie durch. Die unterschiedlichen Konsequenzen machen deutlich, wie ernst Gott eine halbe bzw. eine vollständige Umkehr nimmt. Es gibt ein unterschiedliches Ergebnis.

 

deborah71 antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188

Also, ganz ehrlich - ich würde dich niemals verurteilen. Ganz einfach aus zwei Gründen - wer verurteilt, wird selber verurteilt, wenn wir vergeben, wird auch uns vergeben. Und dann - ich kann alle Schwächen verstehen. Ich habe beinahe mal jemanden umgebracht. Am ganzen Körper gezittert und wenn ich die Wohnung in diesem Augenblick nicht verlassen hätte... Glück gehabt. Die Grenze zwischen Liebe und Hass, etwas tun oder etwas eben nicht tun kann sehr dünn sein. Ein Mann, mit dem ich mal in der Kneipe geredet habe, und der 15 Jahre in der Kiste in Frankreich war, sagte mir: die Grenze ist nicht dünn, sie existiert nicht.

Deine Reue ist aufrichtig - und ich finde es gut, dass Du so ehrlich bist. Ich habe als junger Mann (da war ich so 16 oder 17) oft unter sexuellen Belästigungen von Homosexuellen gelitten. Ich habe das niemals jemandem erzählt. Aber das ist Vergangenheit. Ich glaube heute (bin ja auch schon alt) dass man viel im Leben durchmacht. Wer nichts durchmancht - hat nicht gelebt. Sei froh dass Du in Deutschland bist. In England würdest Du auf die Liste gesetzt und hättest KEINE Chance mehr in deinem Leben.

 

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11 Antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@exjw 

Wer nichts durchmancht - hat nicht gelebt.

Diesen Satz finde ich im Zusammenhang mit Opfern von sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt sowas von zum Kotzen!!!

Denn ich würd sagen - zuviele haben es nicht überlebt. Die psychischen Folgen sind einfach zu schwer. Man kann auch lebendig tot sein.

channuschka antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@channuschka 

Diesen Satz finde ich im Zusammenhang mit Opfern von sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt sowas von zum Kotzen!!!

Ich kotze mit 🤮 

tristesse antworten
frosch80-mod
Moderator
(@frosch80-mod)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1459

@channuschka 

Hej Channuschka,

"sowas von zum Kotzen!!!"

man merkt, dass du Moderatorin bist... was eine moderate Formulierung...

Liebe Grüße

fr 🙂 sch

 

frosch80-mod antworten
Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 290

@frosch80-mod 

Das ist richtig, Channuschka ist in ihrem Beitrag sehr deutlich.

Das ist aber aufgrund der Thematik verständlich. Nicht umsonst hast Du dem Thema ne Triggerwarnung verpasst...

mr-k antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@exjw 

ich würde dich niemals verurteilen. Ganz einfach aus zwei Gründen - wer verurteilt, wird selber verurteilt, wenn wir vergeben, wird auch uns vergeben.

In beiden Fällen - nein.

Wenn wir niemals jemanden verurteilen wollten, dann würde das bedeuten, dass es keine Regeln und keine Gesetze gibt. Jeder könnte machen, was immer er auch wollte.

Und dann soll auch noch alles vergeben werden...?

Selbst der fanatischste Christ wird dir hier kaum zustimmen... so einfach ist die Sache nicht, und wäre sie es, dann hätte Paulus wohl nicht so viel schreiben und Jesus nicht so viel predigen müssen.

Es gibt ein weltliches Urteil, das Straftäter betrifft, und das in einer Gemeinschaft notwendig ist.

Im christlichen Glauben gibt es auch noch ein geistliches Urteil, welches davon abhängt, wie ein Mensch selbst mit seinen Vergehen umgeht, ob er sie erkennt und bereut.

Dass uns selbst vergeben wird, wenn wir vergeben... nun ja, das stimmt im Prinzip, aber das betrifft eine Lebenseinstellung, nicht ein paar bestimmte Fälle. Und die Vergebung von Menschen ist nichts, das wir einfordern könnten.

 

Deine Reue ist aufrichtig - und ich finde es gut, dass Du so ehrlich bist.

Wenn es denn so ist... es gibt berechtigte Zweifel daran, aber ich stimme dir zu, dass wir grundsätzlich diese Möglichkeit einräumen sollten.

 

Ich habe als junger Mann (da war ich so 16 oder 17) oft unter sexuellen Belästigungen von Homosexuellen gelitten. Ich habe das niemals jemandem erzählt. Aber das ist Vergangenheit. Ich glaube heute (bin ja auch schon alt) dass man viel im Leben durchmacht. Wer nichts durchmancht - hat nicht gelebt.

Sehe ich auch gerade etwas mit gemischten Gefühlen... ich will deine Erfahrungen hier nicht relativieren, aber würde eine Frau jemals sagen, dass sie unter "Belästigung von Heterosexuellen" gelitten hätte...? Warum diese Betonung?

 

Ich habe beinahe mal jemanden umgebracht. Am ganzen Körper gezittert und wenn ich die Wohnung in diesem Augenblick nicht verlassen hätte... Glück gehabt. Die Grenze zwischen Liebe und Hass, etwas tun oder etwas eben nicht tun kann sehr dünn sein.

Das mag so sein. Ich denke, wir alle haben unsere dunkle Seite in uns... und es ist nur eine Frage der Umstände, ob sie zum Vorschein kommt oder nicht.

Das halte ich für eine wichtige Feststellung. Aber es entbindet uns nicht von unserer Verantwortung...

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Hast du die Äusserung von exjw bzgl  nicht verurteilen im Sinne von Rechtssystem verstanden? Dann habt ihr klassisch aneinander vorbeigeredet.

Es ging, so wie ich exjw verstanden habe, um den Bereich "richtet nicht, dass ihr nicht gerichtet werdet, denn was ihr richtet, tut ihr selber". 

Be-urteilen von Tatbeständen ist damit nicht gemeint.

 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Hast du die Äusserung von exjw bzgl nicht verurteilen im Sinne von Rechtssystem verstanden? Dann habt ihr klassisch aneinander vorbeigeredet.

Ich sehe da keinen prinzipiellen Unterschied.

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Da ist ein sehr großer Unterschied. Wenn der nicht beachtet wird, gibt es sofort krasse Missverständnisse.

Die Stelle dazu ist Mt 5,22   was mit "Narr" übersetzt ist, bedeutet Ungläubiger, der aus dem Buch des Lebens ausgelöscht ist. 

Das hat nun so gar nichts mit der Schwertgewalt eines Staates und dem Richteramt zu tun.

 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@deborah71 

Wenn das auf ein "geistiges Verurteilen" oder so was hinausläuft... dann bin raus. Darüber diskutiere ich auch nicht.

 

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@lucan-7 

Ja... du hast es erfasst...  deshalb war da ein Mißverständnis.

Wenn ich als Christ auf der Geistlichen Ebene sage: ich verurteile/richte dich nicht, weil es mir nicht zusteht und ich genauso unter bestimmten Umständen zu krassen Untaten fähig sein könnte...  dann ist das was ganz anderes, als das Rechtssystem der Welt.

Die Be-urteilung, dass bestimmte Haltungen und Verhaltensweisen vor Gott und den Menschen nicht richtig und angemessen sind, ist davon nicht betroffen.Ich soll be-urteilen, was falsch ist und was richtig wäre.  Des weiteren,  als Privatperson stünde es mir auch nicht zu, mir ein weltliches Richteramt anzumaßen und jemanden in ein Gefängnis zu stecken. Als Privatperson habe ich aber die Freiheit, Rechtsbeistand anzufordern und ein weltliches Gericht in Anspruch zu nehmen.

 

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@exjw 

Ich habe als junger Mann (da war ich so 16 oder 17) oft unter sexuellen Belästigungen von Homosexuellen gelitten. Ich habe das niemals jemandem erzählt. Aber das ist Vergangenheit. Ich glaube heute (bin ja auch schon alt) dass man viel im Leben durchmacht. Wer nichts durchmancht - hat nicht gelebt.

Und dass du so ein harter Brocken warst und so viel mitgemacht, soll jetzt genau was über sexuellen Missbrauch sagen?

"Nun stellt euch mal nicht so an!" oder was?

tristesse antworten


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Beiträge : 30188

Ich finde die Wortwahl ein wenig traurig.

Es gibt ein weltliches Gesetz denn der "Staat trägt das Schwert nicht ohne Grund". Klar. Diese Gesetze ändern sich. Ich bin aber kein Richter. 1980 konnte man noch nach Thailand fliegen und das offiziell machen, während Abhängigkeit (was heute als Krankheit gilt) damals noch als kriminell beurteilt wurde. Ok, so ist das halt.

Es gibt die Gesetze der Bibel, an die sich jeder Christ halten sollte - und wir fehlen oft. Dort verurteilt mich mein Gewisssen, wenn ich was falsches mache, tue oder denke. Diese Gesetze werden sich nie verándern und sind immer gleich geblieben.

Das ich jemanden verstehen kann, noch dazu wenn er offen ist und bereut (obwohl das hier vielleicht einige zum Kotzen finden) finde ich schade. Wenn jemand bereut, wer bin ich das ich urteile? 

Ich glaube ich verabschiede mich aus dem Forum. Hier ist kein Platz für mich. Weisst Du, ich musste leider in Afghanistan erleben, wie 10 jährige Mädchen in die Ehe verkauft wurden, um die Familie durch den Winter zu bringen. Von den Unruhen und Kriegen in Afrika und den damit verbundenen Sachen will ich gar nicht reden. 

Ende - ich bin raus hier. Schade. Ich dachte es ist Platz für verschiedene Meinungen.

 

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@exjw 

Es gibt ein weltliches Gesetz denn der "Staat trägt das Schwert nicht ohne Grund". Klar. Diese Gesetze ändern sich. Ich bin aber kein Richter. 1980 konnte man noch nach Thailand fliegen und das offiziell machen, während Abhängigkeit (was heute als Krankheit gilt) damals noch als kriminell beurteilt wurde. Ok, so ist das halt.

Früher waren Gesetze anders... aber wir beurteilen heute nicht nach dem, was früher war.

 

Das ich jemanden verstehen kann, noch dazu wenn er offen ist und bereut (obwohl das hier vielleicht einige zum Kotzen finden) finde ich schade. Wenn jemand bereut, wer bin ich das ich urteile?

Vielleicht liest du nochmal genau. Es geht hier um Zweifel an der Reue. Und das würde auch die Grundlage dessen ändern, was du hier beschreibst.

 

Ende - ich bin raus hier. Schade. Ich dachte es ist Platz für verschiedene Meinungen.

Das ist es.

Aber unterschiedliche Meinungen bedeutet eben auch, dass man nicht immer zustimmt... was genau erwartest du eigentlich?

Wenn deine Meinung anders ist... dann stimmt man nicht zu. Das ist logisch.

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5441

@exjw 

Das ich jemanden verstehen kann, noch dazu wenn er offen ist und bereut (obwohl das hier vielleicht einige zum Kotzen finden) finde ich schade.

Falls du auf meinen Kommentar anspielst - dann ließ nochmal nach was genau ich zum Kotzen finde. Nicht dein verständnis und auch nicht dass du nicht urteilst. Das hab ich gar nicht kommentiert.

channuschka antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@exjw 

Ich glaube ich verabschiede mich aus dem Forum. Hier ist kein Platz für mich. 

Ich find es persönlich armselig, abzuhauen nur weil es mal Gegenwehr gibt. 

So ein wenig mehr Rückgrat hätte ich dir schon zugetraut. 

tristesse antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@tristesse 

Was für ein Rückrat erwartest Du bei einem Menschen, der sich an Kinder heranmacht?

Hätte er Rückrat, würde er die Dinge seines Lebens mit Erwachsenen regeln.

queequeg antworten
Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 290

@queequeg Sorry, aber jetzt bin ich verwirrt... Hat sich exJW an die Kinder heran gemacht oder der TE Dismas50?

mr-k antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@mr-k 

Ich denke, der TE. Hab ich vermutlich daneben gegriffen. Von der Sache her ist es trotzdem richtig.

queequeg antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@queequeg 

Was für ein Rückrat erwartest Du bei einem Menschen, der sich an Kinder heranmacht?

Ich sprach nicht mit Dimas, sondern mit exjz 😉

tristesse antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7591

@tristesse 

Hab ich inzwischen gemerkt. Stimmt trotzdem - bei Dimas.

queequeg antworten
Wasilis
(@wasilis)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 520

@exjw Das wäre Schade wenn du das Forum verlässt. Deine Erfahrungen im Leben brauchen wir. Jetzt verstehe ich warum du eine Frist bis Sonntag gesetzt hast. Und ich hatte was schlimmeres gedacht. Mach diesen Schritt nicht. Jeden Anschluss der dich mit Gott verbindet, breche nicht ab!

wasilis antworten
Mr.K
 Mr.K
Beiträge : 290
Veröffentlicht von: @dismas50

 

Der Versuchung des Teufels nicht wiederstehen zu können wurden in Gruppen einer Chat-Community (nicht Darknet aber ein Sumpf des perversen Sexualaustausches) durch mein Smartphone kinderpornographische Darstellungen angeschaut und in einer Art Austausch weitergeleitet.

Ich habe hier noch einen Gedanken zur späten Stunde.

Hier klingt es so, dass Dein Smartphone sich entweder verselbstständigt hat (not very likely) oder dass jemand anderes Dein Smartphone bedient hätte.

Ich weiß wohl, dass es schwierig ist, sich seine eigene Schuld einzugestehen, besonders wenn es etwas abscheuliches ist. Dennoch solltest Du vor allem bei einer Selbstoffenbarung Dir selbst auch eingestehen, dass Du derjenige warst, der gehandelt hat, und niemand sonst.

Das kann schwer sein, aber schwammige Formulierungen helfen Dir nicht.

mr-k antworten
6 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@mr-k 

Auch smartphones können sich "verselbständigen", wenn dir jemand malware a la botnet unterjubelt.  Dann kann man unbemerkt zum Straftäter gemacht  werden und fällt aus allen Wolken.

Früher ging das nur auf pc....inzwischen sind auch Handys die Zielscheibe.

https://www.tecchannel.de/a/botnets-auf-smartphones-und-tablets-erkennen-und-abwehren,2040723

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@deborah71 

Auch smartphones können sich "verselbständigen", wenn dir jemand malware a la botnet unterjubelt. Dann kann man unbemerkt zum Straftäter gemacht werden und fällt aus allen Wolken.

Ich denke, wenn das bei Dimas so gewesen wäre, hätte er das deutlich kommuniziert. Dann wäre er tatsächlich nicht schuldig.

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@tristesse 

Ich weiß nicht, ob er das ausdrücken wollte. Es klang unvollständig.  Ich hatte ja selbst nur eine vage Erinnerung an eine bestimmte malware und musste meinen Mann fragen, wie das genau hieß, um es formulieren zu können und hier nicht digitalbegrifflich rumzustottern.

Was ich jedenfalls ausdrücken wollte, ist, dass das Handy von anderen mißbraucht werden kann, ohne dass man es mitbekommt, als Ergänzung zu Mr.-K's Aussage.

deborah71 antworten
Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 290

@deborah71 

Was ich jedenfalls ausdrücken wollte, ist, dass das Handy von anderen mißbraucht werden kann, ohne dass man es mitbekommt, als Ergänzung zu Mr.-K's Aussage.

Das ist zwar durchaus richtig und mir durchaus bewusst, aber im Kontext zu dem, was Dimas50 hier verlauten ließ eben "not very likely".
 
Wo wäre denn die von Dimas erwähnte Versuchung des Teufels, wenn hier Malware im Spiel gewesen wäre?
 
Daher ist die Verselbstständigung des Smartphones eben für mich "Not very likely".
 
Aber vielleicht kann Dimas hier Klarheit verschaffen, sofern er sich weiter dazu äußern möchte. Wünschenswert wäre es allemal.
mr-k antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29331

@mr-k 

Aber vielleicht kann Dimas hier Klarheit verschaffen, sofern er sich weiter dazu äußern möchte. Wünschenswert wäre es allemal.

Das sehe ich auch so. Auf Eindrücken und Vermutungen hin über ihn zu reden, statt mit ihm in ein lösungsorientiertes Gespräch zu kommen, ist sicher nicht im Sinne des Erfinders von Kommunikation.

deborah71 antworten
Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 290

@deborah71 Das Problem, das ich darin sehe, ist dass einige Antworten so deftig formuliert waren, dass ich auch zweimal drüber nachdenken würde, nochmal zurückzukommen...

mr-k antworten


Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188

@dismas50 

Ich bin nicht auf dem neuesten Stand, was hier so geschrieben wurde, darum Entschuldigung, wenn evtl doppelt

Lieber Dismas, es tut mir leid, wieviel Verurteilung du hier erfahren hast.

Obwohl du "nur" Kinderpornografie geteilt hast (soweit ich das richtig verstanden habe), machen Leute dich hier zum Kinderschänder und das ist rechtlich immer noch ein Unterschied. Zwar regelt auch hier die Nachfrage den Markt, neue Taten, neue Opfer, neues Leid, neue Täter können daraus folgen, aber du hast das weder persönlich getan noch scheinst du Freude daran gehabt zu haben und vielleicht bist du da wirklich nur reingerutscht. Auch sowas gibt es. Auch weiß hier keiner etwas über das Ausmaß. 

 

Ich will hier gar nicht weiter auf das Leid der Personen auf den Bildern eingehen. 

Dass du es nicht erwähnst/erwähnen kannst, dafür gibt es viele Gründe:

Allgemeine Abstumpfung durch bereits länger erfolgten Pornokonsum, mit der Suche nach immer neueren Reizen, grundsätzliche Schwierigkeiten Empathie zu empfinden oder Schuld, Scham und durchaus verständliche existenzielle Not lähmen und blockieren dich in der Hinsicht. Natürlich kannst du auch einfach ein Verbrecher sein, der versucht, sich als Opfer generieren, aber damit müsstest du leben und irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen. Vielleicht kannst du dich irgendwann mal mit den Geschichten von Überlebenden sexueller Gewalt in der Kindheit auseinander setzen. 

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg mit Jesus mutig weiter voran gehst.

Und ich empfehle dir dringend eine christliche Gemeinschaft, einen guten Seelsorger und eine Therapie.

Letztere um deine Beweggründe für dein Handeln zu verstehen, erstere zur geistlichen Unterstützung, zum Wachstum und den Seelsorger um Erkenntnisse gemeinsam im Gebet vor Gott zu bringen, bzw geistliche Erkenntnisse zu gewinnen. Das ganze geistlich aufzuarbeiten.

Vielleicht lässt sich Kontakt übers Schwarze Kreuz kriegen? Oder jemand wie Johannes Hartl vom Gebetshaus Augsburg hat Adressen von Gemeinden, Seelsorgern? Vielleicht wissen andere da mehr? Ich hoffe, du findest das, was dich auf dem Weg unterstützt. Damit du irgendwann deiner Bestimmung als Kind Gottes gemäß leben kannst.

 

Ich wünsche dir Gottes Gnade und seinen Segen, dass du Genesung erfährst und dass sich Probleme lösen, du den Weg der Reue, Buße und Umkehr weiter gehen kannst.

Viel Kraft dir.

Und es ist Freude im Himmel über einen Sünder, der umkehrt. 

 

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