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Nicht gut gerade

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Triggerwarnung- nicht lesen, wenn es Dir gerade selber nicht gut geht...

Ich weiß nicht genau warum ich gerade ausgerechnet hier das Bedürfnis habe mich mitzuteilen... Als Jugendliche war ich häufig hier, vor allem in der GK für SVV aktiv. Die Mods erinnern sich bestimmt noch an mich und vielleicht ja auch der ein oder andere User...

Ich befinde mich nach drei glücklichen Jahren mal wieder in einer depressiven Episode. Seit Februar drifte ich mehr und mehr ab. Der Strudel der Depression zieht mich tiefer und tiefer. Ich versuche ihn aufzuhalten, gut zu mir zu sein, einfach zu akzeptieren was ist. Ich habe mir prof. Hilfe geholt, Gespräche geführt und trotzdem lässt die Depression sich nicht aufhalten. Corona tut ihr übriges...

Am Freitag hatte ich dann einen Nervenzusammenbruch mit Weinkrämpfen, Schreien und purem Schmerz... Gestern fühlte ich mich einfach nur taub. Nicht da. Dissoziativ. Gedanken einer passiven Suizidalität werden lauter (Vorstellungen wie man es tun könnte ohne es aktiv umzusetzen).

Ich schreie nach Aufmerksamkeit. Will gesehen, umarmt und geliebt werden. Aber zeitgleich weiß ich, dass Niemand diesen Mangel ausgleichen kann. Aber ich hoffe es doch.... wenn ich mich zb auf eine Brücke stelle und man um mich kämpfen muss, dass ich nicht springe... wenn man sich dann intensiv um mich kümmern muss... vielleicht werde ich ja dann gesehen??? Das sind die Gedanken meiner passiven Suizidalität...

Der Schmerz ist gerade so übermächtig... ich glaube ich befinde mich in einem emotionalen Flashback... wahrscheinlich bin ich auch deswegen hier...weil es Gefühle sind, die auch als Jugendliche so präsent waren...

Hat mich hier vielleicht jemand lieb?

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88 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Angst
Vor drei oder vier Tagen kam ich beim Tagebuch schreiben zu der These, dass ich die Fragen des Lebens "Bin ich glücklich? Bin ich mit mir und meinem Leben zufrieden? Bin ich glücklich mit meinem Beruf? Bin ich mit der Partnerschaft zufrieden?" alle durchweg doch ehrlicherweise mit nein beantworten müsste. Weiter kam mir beim Schreiben "die Erkenntnis", dass mich Ängste davon abhalten, Veränderungen in diesen Bereichen herbei zuführen.

Ich habe Angst alleine zu sein (die größte und stärkste meiner Ängste, sie schnürt mir den Brustkorb zu).
Ich habe Angst eine falsche Entscheidung zu treffen.
Ich habe Angst durch falsche Entscheidungen (beruflich, privat) in den finanziellen Ruin zu geraten.
Ich habe Angst all meine Gefühle, die tief in mir vergraben sind, zuzulassen.
Ich habe Angst abgelehnt/abgewiesen, nicht gemocht zu werden.
Die Liste könnte bestimmt noch weiter fortgesetzt werden. Eigentlich habe ich gefühlt vor allem Angst.

Ich habe mir daraufhin die Aufgabe gestellt mich mit meiner Angst auseinander zu setzen. Auszuklamüsern woher sie kommt, wie sie entstanden ist und wie ich sie auflösen kann.
Ich bin dieser Aufgabe nicht ein einziges Stückchen nachgekommen. Da ist eine Blockade. Die Angst vor der Angst wohl. Da kann ich nur verzweifelt drüber lachen.
Werde ich meine Ängste zulassen, werde ich wohl final die Fassung verlieren.
_________________________
Vor ein paar Tagen ist hier ein grooßer Teddybär eingezogen. Für das innere Kind. Einerseits ist es lächerlich, andererseits tut es dem Kind in mir soo gut. Er gibt ein wenig Schutz und Geborgenheit. Er nimmt mich so wie ich bin ;-D
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Zur Info, ich habe den Frosch gebeten meine Beiträge zu anonymisieren. Ihr wisst ja wer ich bin. Möchte nicht, dass mein Beitrag direkt über die Suche gefunden wird. So fühle ich mich gerade etwas geschützter. Eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr verstecken, aber gerade ist doch leider wieder mehr Schutz nötig.

Vielen Dank, wenn ihr bis hierhin gelesen habt.
Einen schönen Abend noch, bzw. einen guten Start in die Woche!

Alles Liebe ❤

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3 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hallo 😊

Ich lese diesen Thread schon seit Anfang an mit. Hatte einmal schon begonnen, auf ein Post zu antworten und es dann wieder gelöscht. Aus Angst, es sei doof und unnütz und sowieso.
Zumindest mit einigen der Ängste, die du aufzählst, kann ich mich gut identifizieren.

Veröffentlicht von: @anonyma-ab2bfdf8f

Ich habe mir daraufhin die Aufgabe gestellt mich mit meiner Angst auseinander zu setzen. Auszuklamüsern woher sie kommt, wie sie entstanden ist und wie ich sie auflösen kann.
Ich bin dieser Aufgabe nicht ein einziges Stückchen nachgekommen. Da ist eine Blockade. Die Angst vor der Angst wohl. Da kann ich nur verzweifelt drüber lachen.
Werde ich meine Ängste zulassen, werde ich wohl final die Fassung verlieren..

Wenn ich ein paar Jahre zurückblicke, sind meine Ängste sehr viel weniger geworden. Zu Beginn der Traumatherapie damals hatte ich panische Angst und ich konnte mir nicht vorstellen, dass das je weniger werden würde. Und doch ist genau das passiert. Für mich hat sich dieses "ausklamüsern" gelohnt. Es brauchte Zeit, es brauchte Geduld und vor allem sehr sehr viel Feingefühl, die nicht nur meine Therapeutin mir von Anfang an entgegen gebracht hatte, sondern ich nach und nach auch mir selbst gegenüber entgegen zu bringen gelernt habe. Sachte und beharrlich die Fragen angehen nach dem Woher der Angst, ihrem Ursprung, ihrer Funktion und dem "Nutzen" heute, und auch was es braucht, dass sie weniger wird. Was oder "wer" muss womit versorgt werden? Was oder "wer" muss geschützt werden? Ohne professionelle Hilfe aber hätte ich das nicht gepackt. Und weil die Traumatherapeutin wirklich was von ihrem Metier verstand, ist es nie dazu gekommen, dass ich die finale Fassung verloren habe, auch wenn ich auch davor total Angst hatte.

Veröffentlicht von: @anonyma-ab2bfdf8f

Vor ein paar Tagen ist hier ein grooßer Teddybär eingezogen. Für das innere Kind. Einerseits ist es lächerlich, andererseits tut es dem Kind in mir soo gut. Er gibt ein wenig Schutz und Geborgenheit. Er nimmt mich so wie ich bin ;-D

Klingt gut, finde ich, und absolut nicht lächerlich. Ich hab nen grossen XXX und der liegt neben meinem Bett und scheint einen ähnlichen Auftrag zu haben wie dein Teddy. 😉

Hab auch du eine ganz gute neue Woche.
Lg, Anonyma

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Liebe Anonyma,
entschuldige, ich habe deinen Post irgendwie übersehen.

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast mir zu schreiben. Das was Du geschrieben hast finde ich überhaupt nicht doof und unnütz.
Deine Worte machen mir Wut, dass es besser werden kann und bestätigen mich darin, dass es sich lohnt durch den Schmerz zu gehen, denn Angst tut soo weh. Also mir jedenfalls. Gestern lag ich im Bett und es kam eine Angst hoch, die auch angesehen werden will. Ich fürchte mich so sehr vor dem Tod- vor meinem, aber auch wenn mich ein geliebter Mensch oder gar ein Tier verlässt. Wenn ein Tier mich verlässt, ist der Schmerz schon übermächtig. Wie soll es nur werden, wenn mich ein sehr nah stehender Mensch mal verlässt. Es schnürt mir alles zusammen.
Und bei meinem eigenen Tod... diese Vorstellung, dass auf einmal alles aufhört und einfach nichts mehr da ist... dieses Gefühl ist auch kaum auszuhalten.
Irgendwie habe ich vor allem Angst.

Deine Worte haben mir aber sehr gut getan, dankeschön 😊
Liebe Grüße von mir an dich und von meinem Teddy an deinen Teddy ❤

Anonymous antworten
Sternenbluete
(@sternenbluete)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 850

Der grooooße Teddybär, das ist ja cool 😊

Vielleicht kannst du deine Ängste und Themen grob sortieren.
Also, was geht, was muss nicht unbedingt geändert werden.

Was geht gar nicht, was muss auf jeden Fall geändert werden.
Warum?

Vielleicht kannst du dich dann ganz langsam an ein Thema herantasten.

Ich wünsche dir viele gute Kuschelmomente mit dem super Teddy 😊

sternenbluete antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ich bin meines Lebens müde.
Wofür kämpfe ich eigentlich? Ich bin müde zu kämpfen und weiß nicht wozu überhaupt. Ob ich heute, morgen, in 10 oder 30 Jahren sterbe, ist im Grund egal. Am Ende läuft es auf das selbe hinaus. Den Tod.

Anonymous antworten
8 Antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Hallo Ano,

ich hoffe, du konntest inzwischen etwas schlafen. Ich setzt mich einfach mal neben dich, stell dir eine Tasse Tee hin (hab keinen Kaffee im Haus) und - falls du möchtest - nehmen dich in den Arm.

herbstrose antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

ich wünsche Dir ganz viel Kraft und neue Hoffnung. Ist irgendwie Hilfe in Sicht?

Denk an Dich

eine Ano

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-ab2bfdf8f

Ob ich heute, morgen, in 10 oder 30 Jahren sterbe, ist im Grund egal.

Nein, das ist nicht egal.

Veröffentlicht von: @anonyma-ab2bfdf8f

Am Ende läuft es auf das selbe hinaus. Den Tod.

Und Gottes Arme, so hoffe ich.

Bitte, wenn du Selbstmorgedanken hast, ruf die Telefonseelsorge an oder vertraue dich jemanden an. Leider weiß ich genau, wie du dich fühlst... Gerade darum, bitte hol dir Hilfe und bleib nicht allein.

Es sieht für dich gerade überhaupt nicht so aus, das weiß ich. - Aber: du lebst, du sollst leben, das hat jemand gewollt. Und es gibt wieder ein anderes Leben, ein besseres. Daran musst du jetzt nicht glauben, geht nicht, ich weiß. Aber bitte hole dir Hilfe, damit du dein Leben nicht vor der Zeit verlierst.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @anonyma-ab2bfdf8f

Wofür kämpfe ich eigentlich? Ich bin müde zu kämpfen und weiß nicht wozu überhaupt.

Diese Gedanken sind mir sehr vertraut - aus Zeiten, in denen ich in einer Depression steckte.

Es geht dir nicht gut - bitte hole dir Hilfe und bleibe nicht allein mit dir. Du hast doch eingangs geschrieben, dass du in Therapie bist, richtig? Melde dich unbedingt bei der Therapeutin/dem Therapeuten und sage, wie es dir geht. Oder melde dich an einem Ort, wo du Hilfe bekommst.

Mir haben zeitweise Medikamente geholfen. Hast du unterstützende Medikamente? Vielleicht ist eine kurzzeitige stationäre Aufnahme hilfreich?

Veröffentlicht von: @anonyma-ab2bfdf8f

Ob ich heute, morgen, in 10 oder 30 Jahren sterbe, ist im Grund egal. Am Ende läuft es auf das selbe hinaus. Den Tod.

Das sehe ich anders. 😊 Dein Leben ist viel wert und es ist darum nicht egal, ob du heute oder morgen stirbst. Und wenn es dir wieder besser geht, kannst auch du selbst wieder sehen, dass dein Leben lebenswert ist.

Lass wieder hören von dir. 😊

Ich gehe das kommende Wochenende wandern. Das draussen in der Natur sein tut mir gut und ich genieße die Bewegung, die Ruhe, die singenden Vögel, die vielen schwirrende Insekten, die ich dabei entdecke... 😊

Ganz liebe Grüsse
Anonyma

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Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3339
Veröffentlicht von: @anonyma-ab2bfdf8f

Wofür kämpfe ich eigentlich? Ich bin müde zu kämpfen und weiß nicht wozu überhaupt. Ob ich heute, morgen, in 10 oder 30 Jahren sterbe, ist im Grund egal. Am Ende läuft es auf das selbe hinaus. Den Tod.

Falsch!

Wir müssen noch unbedingt zur Sandbank!

Ausserdem sieht das Leben nach einer Weile wieder ganz anders aus.

Tunnel gibts.
Aber an ihrem Ende ist Licht!

irrwisch antworten
Jan.S
 Jan.S
(@jan-s)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 163

Liebe [Nickname entfernt - iV Orleander]

hat Jesus nicht versprochen, wenn du willst, dich durch jedes noch so tiefe Tal zu leiten und dein dich alles liebender Hirte zu sein? (nach Ps 23)

Sprich doch mit IHm, der alle deine Sorgen wie kein anderer kennt und sie dir nehmen kann. Schütte dein Herz vor IHm aus. Jesus wird dich nie enttäuschen.

Fühle dich geborgen und behütet in SEiner Liebe.

jan-s antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke für Eure Nachrichten.

Ich lebe noch. Mehr "leider" als "zum Glück".
Zur Zeit werde ich von einem starken Angstgefühl dominiert. Das Gefühl an sich ist nicht neu. Es trat früher schon immer mal wieder auf, aber nie über einen so langen Zeitraum wie jetzt. Der Begriff "lähmende Angst" füllt sich mit Leben. Ich glaube ich gehe gerade durch die schwerste Zeit meines Lebens und ich weiß nicht wie ich das überleben soll.

Ach, wollte nur kurz sagen dass ich "ok" bin.

Anonymous antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1374

Tut mir sehr Leid, dass du durch all das gehen musst. Was immer es ist.

ich wünsch dir gute Begleiter auf dem Weg und etwas, das dich durchträgt.

Liebe Grüße
Tineli

tineli antworten
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