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Sinn des Lebens

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Diesel
 Diesel
Themenstarter
Beiträge : 30

In letzter Zeit frage ich mich immer wieder mal, was ist der Sinn des Lebens. Und komme immer öfter auf diese eine Antwort: es ist ein Warten auf den Tod. Die einen müssen länger warten, die anderen dürfen früher gehen. Ich finde das ungerecht ...

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53 Antworten
1 Antwort
venator
(@venator)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 36
Veröffentlicht von: @diesel

In letzter Zeit frage ich mich immer wieder mal, was ist der Sinn des Lebens. Und komme immer öfter auf diese eine Antwort: es ist ein Warten auf den Tod.

Wenn wir so gebaut wären, würden wir ja einen Kinofilm schauen, damit er endet.

Auch wenn Dein Thema zu einer philosophischen Diskussion einlädt, vermute ich dahinter sehr praktische Lebensfragen.

Dazu ein paar Gedanken, von denen ich hoffe, dass sie hilfreich sind:

Parallel zur Frage der Sinnsuche hast Du eine Dir eigene Werteordnung. Diese bestimmt, worauf du stolz bist am einen Ende und wofür Du Dich schämst am anderen Ende. Folgende Annahme liegt nahe: Du wirst unso stolzer auf Errungenschaften sein, je schwerer sie zu erlangen sind und je mehr sie dem Wohl Deiner Nächsten dienen. Such an dieser Stelle. Mach es Dir schwer. Trag Verantwortung. Hier wirst Du Sinnstiftung finden - garantiere ich Dir!

Nebeneffekt: Das sind die Dinge, die Dich nebenbei erfolgreich machen.

-v

venator antworten
neubaugoere
Beiträge : 19188

@diesel 

Hej, ich denke eine Weile darüber nach, möchte dir hier zusätzlich noch einen anderen Gedanken mitgeben. - Ich habe früher ein Leben gelebt, das im Grunde gar nicht meins war. Heute formuliere ich gern, dass mich andere gelebt haben. Ich war einfach immer so, wie mich andere haben wollten. Dass das auf Dauer "unbefriedigend" ist (und du weißt, wie gelinde das ausgedrückt ist), kann sich jeder denken. Auch ich dachte da über den Sinn des Lebens nach ... über das "wo bleibe ich" und "wer bin ich" und "wozu lebe ich" und all diese Fragen.

Dann fand ich eine Antwort. Für mich. Ich fand ihn, den Sinn meines Lebens. Ich darf Gott kennen. Der Sinn meines Leben ist es, Gott zu kennen.

Merkst du diese andere Perspektive?
Dies wollte ich dir mitgeben.

Friede mit dir.

neubaugoere antworten


Deborah71
Beiträge : 29331

@diesel 

Zum Beitrag

Als Sinn des Lebens bezeichne ich für mich, wieder mit Gott in Beziehung gekommen zu sein durch Seinen Sohn und in der Berufung zu leben, die Gott für einen hat.

Während einer Lungenentzündung, die nicht ausheilen wollte, sandte Gott dreimal einen starken Gedanken in mein Bewusstsein "Lies einen Psalm", bis ich endlich dieser Aufforderung nachkam. Ich öffnete meine kleine Bibel in der Mitte (damals wusste ich immerhin schon so viel, dass die Psalmen in der Mitte stehen) und landete tatsächlich in der echten Mitte in Psalm 118. Ich begann ihn durchzulesen und bei Vers 17 erlebte ich Seine stärkende Kraft aus den Worten wie eine deutliche Strömung in mich hinein:

17 Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten Jahs verkündigen.

Ab da ging es schnell aufwärts mit mir und die Krise war überwunden. Dieser Vers ist mein persönlicher Notfallvers geworden, der mir schon mehrfach geholfen und Hilfe und Freiheit vermittelt hat.

Kennst du deine Berufung? Wenn sie noch nicht in Aktion ist, noch nicht erfüllt ist, hast du noch einen Auftrag vor dir.

deborah71 antworten
Seltenhier
Beiträge : 80

@diesel

Gedanken zu deinem Eröffnungs-Post

Zu diesem Ergebnis komme ich auch öfter. Besonders, wenn gerade wenig Ablenkung ist. - Ja, wir warten.

Dann versuche ich, herauszufinden, wie diese Wartezeit täglich zu gestalten sein könnte. Wie ich - neben allen Alltagsanforderungen - mir selbst, einem Mitmenschen oder unsrem Schöpfer eine kleine Freude bereiten kann.

Manches verändert sich durchs Danken. Danken, trotz gesundheitlicher Einschränkungen und anderer Schicksalsschläge. Auch wenn dieser Blickwechsel wirklich nicht leicht ist.

Das ist mein Impuls zu deinem Post. Wünsch dir Zuversicht und Trost.

seltenhier antworten


Schlüsselkind
Beiträge : 997

Hallo Diesel,

Was ist dir noch wichtig, wenn du stirbst?

In den vergänglichen Dingen konnte ich für mich keinen Sinn finden.

Mir sind 2 Dinge eingefallen, die mir dann noch wichtig sind. 

1) Was ich gegeben hab.

2) Was darnach kommt.

Denn: Was bringt es wenn ich sterbe, ob ich mein Leben überwiegend glücklich war oder ich gelitten hab? Was bringt es, was ich an Erfahrungen gesammelt hab, die dann doch vergangen sind? 

Früher dachte ich, dass noch wichtig sein kann, was wir gelernt haben, aber da bin ich mir jetzt garnicht mehr so sicher, ob und inwieweit das ein Sinn sein kann. Vielleicht ja, weil wenn wir Wahrheit lernen und Gott kennen, können wir auch lernen richtig zu geben, nicht in der falschen Weise und auf das was darnach kommt besser hinarbeiten. 

Vielleicht aber auch nicht, weil etwas dass wir meinen zu wissen kann täuschen und ab einem bestimmten Punkt kann Wissen schädlich sein. Und vielleicht braucht man nicht mal Wissen, um Gott zu kennen und richtig zu geben, vielleicht braucht man nur Gnade und handelt aus dem Herzen das Richtige und das was man meint zu wissen kann einen auch darin bremsen das Richtige zu tun. 

Warum das Geben von Gutem ein Sinn sein kann, weil das nicht so vergänglich ist, wie das empfangen von vergänglichen Dingen. 

Da gibt's so ne Studie, heißt der "gute Samariter Effekt". Da haben sie Telefonzellen präperiert und ne Münze reingelegt und getestet, ob die Menschen mehr bereit waren zu helfen, wenn einem Schauspieler Bücher runtergefallen sind, wenn die Testpersonen (die nichts von dem Experiment und dem Schauspielern wussten) vorher eine Münze gefunden haben. Das waren sie - und zwar 4 mal mehr! 

Das kennst du sicher auch, wenn dir jemand etwas Gutes tut, und du fühlst dich so positiv aufgeladen und willst dann auch was geben. So lebt alles was du an Gutem gibst noch weiter, wie eine unvergängliche Kette lebt das Gute was du gegeben hast weiter, und das auch noch um ein Vielfaches mehr. 

Besser kann vielleicht noch sein, wenn man unvergängliche Wahrheit in der richtigen Weise gibt, als die vergänglichen Dinge.

LG

pumuckl97 antworten
tf8
 tf8
Beiträge : 1340

@diesel

Veröffentlicht von: @diesel

In letzter Zeit frage ich mich immer wieder mal, was ist der Sinn des Lebens. Und komme immer öfter auf diese eine Antwort: es ist ein Warten auf den Tod. Die einen müssen länger warten, die anderen dürfen früher gehen. Ich finde das ungerecht ...

Ungerecht finden, klar. Ansonsten finde ich das völlig korrekt. Und was danach für jeden einzelnen ist, weiß ich nicht.

tf8 antworten


Queequeg
Beiträge : 7591

@diesel 

"Naßdunkle Wolke. Wachsam abwehrende Blicke. Müde Lippen. Es ist spät. In gleichgültigem Ablauf geschieht die Arbeit. Noch warten viele am schwarzen, friedhofsblanken Marmortisch.

In Glas und Email spiegelt sich der weißen Lampenreihe geschlechtsloses Licht. Draußen steht Finsternis. Die Türe schlägt - und rauhe Feuchtigkeit durchzieht die trockene, chemikaliengesättigte Luft.

»Leben, du umarmendes, reiches, warmes gesegnetes Wort.«

Dag Hammarskjöld, "Zeichen am Weg

queequeg antworten
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