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Vielen Dank, ich verabschiede mich

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Themenstarter
Beiträge : 29827

Hallo,
ich möchte mich bei allen verabschieden, mit denen ich auch mit Nachrichten in Kontakt war. Ich danke euch von Herzen für den Austausch. Jedem und jeder für seine Zeit!

Ich merke dass das Forum mich runter zieht und meinen Glauben nicht stärkt. Als ich es fand dachte ich dass ein Austausch mit Christen gut wäre. Um den Glauben zu stärken und Erfahrungen zu teilen. Das klappt hinter den Kulissen hier und da. Aber im Forum macht mich vieles betroffen. Vor allem dass Christen so untereinander umgehen. Als angeblich ein Körper.

Jesus stritt mit den Phariäern, denen es darum ging wer drin und wer draußen ist. Und woran das gekoppelt ist. Jesus sagte dass der Buchstabe tötet und brach die Regeln bewusst. Er ging zu denen die draußen waren. Und kritisierte alle die diese Kreise ziehen.

In diesem Forum geht es vielen um diese Grenzen. Um Dogmatik. Um den Buchstaben. Wer ist drin, wer ist draußen. Und wenn einer nur wagt den Kreis zu öffnen wird es ungemütlich. Denn dann wird ja die gebaute Burg um einen aufgeweicht. So werden auch Autoren kritisiert und deren Inhalt als Müll bezeichnet die man nie gelesen hat. Es geht nicht um die Inhalte selbst sondern nur um die eigene Abgrenzung. Ein "das finde ich gut und das nicht" findet nur scheinbar statt. Mit KI wird rasch nach Gründen gesucht es ablehen zu können. Das Ergebnis steht schon fest bevor eine Meinung gebildet werden kann. Damit die Mauer hält. Die Mauer um das eigene Herz. Damit bloß nicht welche außerhalb des Kreises errettet werden. Das scheint die eigene Errettung zu gefährden. 

Wenn es "gut" läuft werde ich sauer und reagiere dann vor Wut in Fäden und mache Fehler (verhalte mich genauso). Wenn es schlecht läuft lese ich passiv Pauschlisierungen und Abgrenzungen. In beiden Fällen stärkt es nicht den Glauben. Ein Jesus Forum ist doch mehr politischer Stammtisch als Nächstenliebe.

"Spiritualität hat mehr mit Verlernen als mit Lernen zu tun" (Richard Rohr)
Ich habe hier viel verlernt. Das ist gut. Und darum geht mein Leben weiter. Ohne Jesus Forum. Gott sei dank!

Ich wünsche allen hier eine schöne Weihnachtszeit. Gesundheit (gerade auch für einen tollen Menschen hier, den ich Freund nennen durfte) und Frieden im Herzen. Shalom!

@channuschka Ich habe per Email um Löschung meines Accounts gebeten. Es wäre toll wenn du da noch einmal nachhaken könntest. Danke

 

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58 Antworten
1 Antwort
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3314
Veröffentlicht von: @seramis1

Ich merke dass das Forum mich runter zieht und meinen Glauben nicht stärkt. Als ich es fand dachte ich dass ein Austausch mit Christen gut wäre. Um den Glauben zu stärken und Erfahrungen zu teilen. Das klappt hinter den Kulissen hier und da. Aber im Forum macht mich vieles betroffen. Vor allem dass Christen so untereinander umgehen. Als angeblich ein Körper. 

Nein, der Glaube wird nicht immer gestärkt. Manchmal kommt man sehr ins Zweifeln. 
Und manchmal ist es gut, wenn man hinterfragt und manchmal darf man auch einfach zufrieden sein mit dem, was man schon hat. 
Und manchmal rollt man mit den Augen und denkt sich, dass der liebe Gott einen großen Tiergarten hat ...

Jesus stritt mit den Phariäern, denen es darum ging wer drin und wer draußen ist. Und woran das gekoppelt ist. Jesus sagte dass der Buchstabe tötet und brach die Regeln bewusst. Er ging zu denen die draußen waren. Und kritisierte alle die diese Kreise ziehen.

In diesem Forum geht es vielen um diese Grenzen. Um Dogmatik. Um den Buchstaben. Wer ist drin, wer ist draußen. Und wenn einer nur wagt den Kreis zu öffnen wird es ungemütlich. Denn dann wird ja die gebaute Burg um einen aufgeweicht. So werden auch Autoren kritisiert und deren Inhalt als Müll bezeichnet die man nie gelesen hat. Es geht nicht um die Inhalte selbst sondern nur um die eigene Abgrenzung. Ein "das finde ich gut und das nicht" findet nur scheinbar statt. Mit KI wird rasch nach Gründen gesucht es ablehen zu können. Das Ergebnis steht schon fest bevor eine Meinung gebildet werden kann. Damit die Mauer hält. Die Mauer um das eigene Herz. Damit bloß nicht welche außerhalb des Kreises errettet werden. Das scheint die eigene Errettung zu gefährden. 

... und manchmal ist es ja auch gut, wenn man sich denkt, dass es auch andere Gehege als das eigene gibt und solange wir nicht im Himmel sind, können Grenzen und Zäune ja auch zur Sicherheit dienen. Und wenn man ehrlich ist - man will ja auch nicht mit jedem dieser Tierchen in einem Käfig sitzen. 😉 

Genug geblödelt - manche Grenzen sind unnötig, manche Grenzen darf man ziehen, manche Grenzen sind sogar notwendig. 
Und das ist die eigentliche Herausforderung.

Gott, gib mir
die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

chai antworten
Queequeg
Beiträge : 7388

@seramis1

Ich kann Deinen Beitrag und die Konsequenzen, die Du daraus ziehst gut verstehen. Ich bin vor vielen Jahren hier eingetreten, weil ich gehofft habe, hier Gedanken und Argumente für die Menschen zu finden, die von ihren Heimatgemeinde ziemlich frustriert waren. Wenn es bei denen zu Problemen kam und sie sich in den Gemeinden Hilfe erwartet hatten, wurden durchweg die Gründe für ihre Schwierigkeiten in mangelhafter Ernsthaftigkeit in ihren Beziehungen zu Jesus oder Gott gesehen.

Gefunden habe ich, dass es hier teilweise noch schlimmer ist als in den Gemeinden.

queequeg antworten
13 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 18338

@queequeg 

Und trotzdem bleibst du ... 🤷‍♀️ ... es gibt wohl unterschiedliche Motivationen, hier zu sein ... und aufgrund dieser verhalten sich Menschen unterschiedlich. 🤷‍♀️

🙂

neubaugoere antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1336

@queequeg 

Wenn es bei denen zu Problemen kam und sie sich in den Gemeinden Hilfe erwartet hatten, wurden durchweg die Gründe für ihre Schwierigkeiten in mangelhafter Ernsthaftigkeit in ihren Beziehungen zu Jesus oder Gott gesehen.

 

Ich frage mich, wieviel davon eigene Wahrnehmung oder Verallgemeinerung ist oder einfach auch nur ein selektives Hören aufgrund eines eigenen schlechten Grwissens? Irgendwie scheinst du in einer Gegend gelebt zu haben/zu leben, in der es grundsätzlich keine guten Gemeinden gibt/gab.

Wenn hier jemand wirklich ein Problem/Probleme hat, bekommt er hier doch eine Menge Mitgefühl und Unterstützung, Gebetsunterstützung. So meine Erfahrung und Wahrnehmung. Ich erinnere mich nicht, dass hier irgendjemandem vorgeworfen wurde, nicht ernsthaft genug Christ zu sein, eine schlechte Beziehung mit Jesus zu haben und er/sie deswegen Schwierigkeiten hätte. Und wenn jemand sowas wagen sollte, bekommt er/sie ziemlich sofort zu Recht Kontra.

Gefunden habe ich, dass es hier teilweise noch schlimmer ist als in den Gemeinden.

Konkrete Beispiele für deine Anschuldigungen?

Dabei geht es jetzt nicht um unterschiedliche theologische Ausrichtungen. Du hast die persönliche Ebene bei Problemen ins Spiel gebracht und da würde ich jetzt auch gerne bleiben.

ga2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 7388

@ga2 

"ein selektives Hören aufgrund eines eigenen schlechten Grwissens?"

Was meinst Du denn damit?

"Gegend gelebt zu haben/zu leben, in der es grundsätzlich keine guten Gemeinden gibt/gab."

Im Einzugsbereich meiner Praxis haben sich 5 freievangelische Gemeinden, Zeugen Jehovas, Methodisten, Adventisten und vielleicht noch andere befunden, die sich untereinander nicht grün waren.

"Konkrete Beispiele für deine Anschuldigungen?"

Siehe den Themeneröffner.

"Du hast die persönliche Ebene bei Problemen ins Spiel gebracht und da würde ich jetzt auch gerne bleiben."

Was meinst Du damit.

 

queequeg antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1336

@queequeg 

zum Beitrag

Ich schrieb:

"Du hast die persönliche Ebene bei Problemen ins Spiel gebracht und da würde ich jetzt auch gerne bleiben."

Du antwortest:

Was meinst Du damit.

Ich bezog mich konkret auf diese deine Aussage 

Wenn es bei denen zu Problemen kam und sie sich in den Gemeinden Hilfe erwartet hatten, wurden durchweg die Gründe für ihre Schwierigkeiten in mangelhafter Ernsthaftigkeit in ihren Beziehungen zu Jesus oder Gott gesehen.

die ich in meiner Antwort an dich bereits zitiert hatte. 

Ich schrieb

"Konkrete Beispiele für deine Anschuldigungen?"

Du antwortest nur

Siehe den Themeneröffner.

Für mich sind deine Anschuldigungen und Schlussfolgerungen nicht nachvollziehbar im Zusammenhang mit deinen Erfahrungen aus deiner therapeutischen Arbeit. 

Du vermischt theologische Auseinandersetzungen und persönliche Kränkungen, weil man Kontra bekommt mit von dir geschilderter erlebter/gefühlter Unbarmherzigkeit wenn es um konkrete persönliche Probleme geht.

ga2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 7388

@ga2 

"Anschuldigungen und Schlussfolgerungen nicht nachvollziehbar im Zusammenhang mit deinen Erfahrungen aus deiner therapeutischen Arbeit."

Wenn nicht im Zusammenhang mit meiner Arbeit, in welchem Zusammenhang dann?

 

queequeg antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3314

@queequeg Zu diesem Zweig des Gesprächs: 

Du hattest es ja mit Menschen zu tun, bei denen es nicht rund lief. 
Und da kann eine Gemeinde durchaus mit dazu beigetragen haben. 
Oder eben einzelne Personen in den entsprechenden Gemeinden. 
(Gerade die Aussage, dass eine Person Probleme hat, weil sie nicht genug glaubt/betet/Gottesdienst besucht, ist jetzt wirklich nicht so selten, dass man sie anzweifeln könnte)
Von daher kann ich Deinen Einwurf gut nachvollziehen. 

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1336

@queequeg 

Du vergleichst hier theologische Auseinandersetzung wo es meist jedem hier um „die“ Wahrheit geht und einige sich auf (liberale) theologische Theorien/Deutungen berufen, andere auf das was sie Gottes Wort nennen und auf Glaubenserfahrungen,

mit (soweit ich das verstanden habe) seelsorgerlichen/sozialen Problemen innerhalb einer Gemeinschaft bzw. aktiver Lieblosigkeit und (Ver)Urteilen bei persönlichen Nöten oder Krankheiten. Ich sehe da einen himmelweiten Unterschied. 
Du nicht?

ga2 antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1336

@queequeg 

@ga2 

"ein selektives Hören aufgrund eines eigenen schlechten Grwissens?"

Q:

Was meinst Du denn damit?

Jetzt verstehe ich, worauf du hinaus willst. Sorry.

Ich meine, dass es nicht unüblich ist, dass man, wenn man (zu Recht oder Unrecht) ein schlechtes Gewissen hat, Äußerungen anderer schnell als Kritik oder Angriff wahrnimmt, man schnell „angetriggert“ ist, auch wenn die Intention des Senders ganz  anders gemeint war und evtl „nur“ die Wortwahl etwas unglücklich war. Und wenn diese Leute dann berichtet haben, auch viel gefärbtes dabei gewesen sein kann. Vielleicht auch, weil man sein Christsein (noch) nach vorher erlernten Leistungsprinzipien gestaltet, statt sein Leben auf der Beziehung mit Jesus und Seiner großen Liebe für einen selbst, aufzubauen.

Man hat vielleicht schon das Gefühl eines Mangels und führt das auf zu wenig eigenes Tun zurück. Und dann hört man teilweise auch so, dass das bestärkt wird.

Was nicht heißt, dass es nie sowas gab/gibt wie von anderen vermutete Schuld oder vermuteten mangelnden Glauben, wenn keine Besserung eintritt bzw. Gebete nicht erhört werden. Und es mag in (fast) jeder Gemeinde vermutlich mindestens einen geben, der zumindest im Stillen so denkt. Weil man es selber nicht verstehen kann, nicht nachvollziehen kann, wenn Gott scheinbar nicht eingreift.

Statt zu urteilen, wäre es aber besser, sich mit seinen Zweifeln vertrauensvoll an Jesus zu wenden. Aber auch das geschieht leider nicht überall.

Ich denke aber nicht, dass eine solche Lieblosigkeit in Gemeinden Usus war/ist.

Es gibt Wahrscheinlichkeiten, wo sowas eher auftreten kann. Aber im Großen und Ganzen sind das doch eher Ausnahmen in Gemeinden. Und dann ist entweder die Lehre falsch oder die Leitung erkennt das Problem nicht, um sowas einzudämmen.

 

ga2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 7388

@ga2 

Ja, was es überhaupt bei Menschen gibt, gibt es auch bei Christen. Das wäre auch kein Problem, wenn ein Einzelner oder eine Gemeinde zugestehen würden, dass sie sich mit diesem Menschen vertan haben oder alles Mögliche aufführen, um diesen außer Beschuss zu bringen.

Das geschieht, wen wundert es, besonders dann, wenn jemand aus ihrer Mitte getan hat, was strikt verboten war. Davon habe ich einiges mitbekommen. Der absurdeste und schlimmste Fall war ein Mädchen (so um 10 vielleicht), das von Prediger der Gemeinde mehrfach sexuell missbraucht wurde. Die Aufregung war anfangs groß, aber beruhigte sich schnell, nachdem jemand unter ihnen glasklar herausstellte, das der arme Prediger von Mädchen verführt worden war. Es endete alles damit, dass dieses Mädchen mit ihrer Familie die Gemeinde verlassen musste und der Prediger einen Schub an Mitleid bekam.

queequeg antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1336

@queequeg 

ein Mädchen (so um 10 vielleicht), das von Prediger der Gemeinde mehrfach sexuell missbraucht wurde. Die Aufregung war anfangs groß, aber beruhigte sich schnell, nachdem jemand unter ihnen glasklar herausstellte, das der arme Prediger von Mädchen verführt worden war. Es endete alles damit, dass dieses Mädchen mit ihrer Familie die Gemeinde verlassen musste und der Prediger einen Schub an Mitleid bekam.

Das finde ich sehr sehr traurig und schlimm.

Ich hoffe und bete, dass zuerst das Mädchen aber auch seine Familie noch tiefe innere Heilung erfahren konnten, können.

Und dass diejenigen, die nicht wahrhalten wollten, noch zur Buße gelangen können. In Erinnerung an Jesu Ausspruch darüber was denen droht, die „den Kleinen“ so etwas antun.

ga2 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 7388

@ga2 

"Ich hoffe und bete, dass zuerst das Mädchen aber auch seine Familie noch tiefe innere Heilung erfahren konnten, können."

Ich hatte damals die Mutter in Behandlung, die sich auch schuldig fühlte, dass sie ihre Tochter nicht beschützt hatte, obwohl sie "kleine Anzeichen" bemerkt hatte. Aber die Familie zog dann in eine andere Stadt. Ob sie da eine Therapie weitermachte, ist mit nicht bekannt.

"diejenigen, die nicht wahrhalten wollten, noch zur Buße gelangen können"

Das ist eher selten. Einer dieser Männer, der aber nur auf Druck der Familie zu mir kam, meinte, dass ihm das als Junge genau so passiert ist und er ja wohl keinen Schaden davon bekommen habe. Ich habe dann die Therapie nach 3 Stunden abgesbrochen.

queequeg antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3314
Veröffentlicht von: @ga2

Ich meine, dass es nicht unüblich ist, dass man, wenn man (zu Recht oder Unrecht) ein schlechtes Gewissen hat, Äußerungen anderer schnell als Kritik oder Angriff wahrnimmt, man schnell „angetriggert“ ist, auch wenn die Intention des Senders ganz anders gemeint war und evtl „nur“ die Wortwahl etwas unglücklich war.

Ich mag nicht zu sehr dazwischengrätschen, deshalb nur kurz - es ist ein Problem, wenn man schon in ein schlechtes Gewissen hineinwächst. 
Gerade für fromm aufgewachsene Kinder ist es wohl öfters so, dass sie ja von Anfang an wissen, dass sie Sünder sind, weswegen der Herr Jesus ans Kreuz gehen musste. Und da sind Schuldgefühle schon ein ständiger Begleiter.
Scheint nicht nur ein einzelnes Problem zu sein - das hab ich auch schon von in ganz anderen frommen Kontexten aufgewachsenen Freundinnen gehört. 

chai antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4062

@chai Das ist so ein Problem, was mich in meinem privaten Umfeld schon zum Nachdenken angeregt hat.

Hier im Forum hat mal jemand (mit entsprechendem Hintergrund) formuliert, daß Schuldgefühle und reale Schuld zwei verschiedene Dinge in der Psychologie sind.

Im frommen Kontext kriegt man das aber erstmal so beigebracht, daß es dasselbe ist.

(Und dann geh mal hin und erklär das...)

 

lg Tatokala

tatokala antworten


Mariposa22
Beiträge : 1113

@seramis1 Ich finde es schade, dass du hier aufhören möchtest, ganz ehrlich. Vielleicht überlegst du es dir noch mal und machst erstmal Pause?

mariposa22 antworten
Tamaro
 Tamaro
Beiträge : 2017

@seramis1 

 

Schade, dass solche Stimmen wie die deine hier immer wieder nach relativ kurzer Zeit verstummen.

Ich denke, viele nehmen das Ganze hier viel zu ernst und steigern sich total und unnötigerweise in etwas hinein. Stattdessen wäre mehr Gelassenheit gefordert. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir hier besser geht, wenn ich Kommentare von Usern, die mir nicht gut tun, versuche weitestgehend zu ignorieren. Manche User habe ich auch komplett auf eine gedachte Ignore-Liste  gesetzt und die wird leider immer länger. Das war entweder aufgrund des Umgangstons oder wegen wiederholter Nichtreaktion respektive unbeantworteter Fragen.

Aber unter dem Strich erhalte ich hier trotzdem nach wie vor viele wertvolle Inputs, auch für Gespräche oder Aktivitäten im real life.

Ich hätte dir gerne noch auf die eine PN geantwortet, aber das hat nun offenbar nicht sein sollen. Vielen Dank nochmals, dass du mich angeschrieben hast, das erlebe ich hier vielleicht nur alle fünf Jahre einmal.

Alles Gute dir!

 

tamaro antworten
1 Antwort
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 5751

@tamaro 

Ich denke, viele nehmen das Ganze hier viel zu ernst und steigern sich total und unnötigerweise in etwas hinein.

Ja, das passiert, wenn man inhaltliche Diskussionen, persönlich nimmt. Ich beobachte, dass diese Trennung hier vielen nicht gelingt. So steigern sich, wie du es sagst, manche unnötigerweise in etwas hinein. 

arcangel antworten


Arcangel
Beiträge : 5751

@seramis1 

In diesem Forum geht es vielen um diese Grenzen. Um Dogmatik. Um den Buchstaben. Wer ist drin, wer ist draußen. Und wenn einer nur wagt den Kreis zu öffnen wird es ungemütlich. Denn dann wird ja die gebaute Burg um einen aufgeweicht. So werden auch Autoren kritisiert und deren Inhalt als Müll bezeichnet die man nie gelesen hat. Es geht nicht um die Inhalte selbst sondern nur um die eigene Abgrenzung. Ein "das finde ich gut und das nicht" findet nur scheinbar statt. Mit KI wird rasch nach Gründen gesucht es ablehen zu können. Das Ergebnis steht schon fest bevor eine Meinung gebildet werden kann. Damit die Mauer hält. Die Mauer um das eigene Herz. Damit bloß nicht welche außerhalb des Kreises errettet werden. Das scheint die eigene Errettung zu gefährden.

Ich finde es spannend, wie gut du mich kennst und wie genau du meine Motivation verstehst. 

arcangel antworten
GoodFruit
Beiträge : 4130

@seramis1 Ich kann nachvollziehen, was Du schreibst. Ja, es geht viel um Grenzen, um Gesetzlichkeit, um Urteilen etc.

Aber ich glaube, dass wir damit nicht viel anders sind als anderswo in christlichen Kreisen.

Das hat viel mit unserer Geschichte und dem Missbrauch der Kirchen als Überwacher und Peacemaker der Herrschenden zu tun. Da wird genommen, was man braucht, um das Volk in einen gesetzlichen Rahmen zu bringen. Und wenn man erstmal den Calvinismus entdeckt hat, dann ist der Bruder neben Dir auf der Kirchenbank zugleich Dein Verkläger - öffentlich oder auch heimlich.

Die gute Nachricht ist damit komplett ruiniert, weil pervertiert - aber das macht nichts. Es geht ja darum, ein gefügiges Volk zu bekommen.

Wer das mal erkannt hat, der ist in der Kirche nicht mehr so zu Hause und der ist ab da alleine mit Jesus unterwegs. Das ist auch kein schlechter Weg. Gottesdienste gibt es reichlich im Netz und das weitet den Horizont. Abendmahl feiere ich alleine mit dem dreieinen Herrn. Man lernt so viel kennen und man darf erleben, wie Gott mit einem ist - oft in Situationen krasser Anschuldigung. Solches Erleben bringt Gottvertrauen.

Was die Dispute hier angeht, so sehe ich die oft von der Intellektuellen Seite. Was steht wirklich in der Schrift? Welche äußeren Umstände in der Zeit Jesu muss ich berücksichtigen, um die Bibelstelle verstehen zu können? Welche Erfahrungen haben andere gemacht?

Ja, es gibt hier offene oder verdeckte Gemeinheiten. Es kann sein, die Gesprächsführung läuft so, dass man als Konsequenz zum Deppen erklärt wird. Aber das ist nicht die Regel. Schade ist das immer nur dann, wenn solche Gesprächstechniken nicht durchschaut werden. Ich habe einiges auf diesem YouTube Kanal wiedergefunden: https://www.youtube.com/@ProfAshokRiehm/videos Prof. Ashok Riehm ist Neuropsychologe und das, was er so über das Verhalten bestimmter Menschen erzählt, fand ich hilfreich, solches Verhalten einzuordnen und sich zu schützen - z.B., indem man verletzende Äußerungen nicht annimmt, sondern gleich wieder aus dem anderen Ohr rauslässt. Vielleicht noch ne kleine Fürbitte hinterher und das war es dann.

Generell kann ich aber mit Jesus.de wachsen. Ja, es nervt manchmal, wenn man alles und jedes belegen soll. Aber so habe ich etwas Wichtiges gelernt, was heute, in Zeiten von Fake-News, Fake Bildern und Filmen wichtiger ist denn je: die saubere Recherche und Misstrauen gegen jede Information, die nicht an zuverlässigen Quellen belegt werden kann.

Du bekommst hier auch Ermutigung. Häufiger geht es aber um Sachfrage, theologische Details, Sichtweisen und Grundlagen dazu. Ich finde das interessant und so bin ich schon ganz lange dabei.

Aber wenn Du meinst, dass das Umfeld hier toxisch ist für Dich, dann fühle Dich frei zu gehen.

Das klingt vielleicht so, dass Du mir egal wärst. Aber das ist es nicht. Ich möchte, dass es Dir gut geht und dass Du wachsen kannst. Und wenn ich mich in einem Umfeld befinde, in dem es mir schlecht geht, ich auf die Dauer vielleicht sogar zermürbt werde, dann ist Gehen die beste Option. 

Ich wünsche Dir ein gelingendes Leben mit Jesus an der Seite. Sei gesegnet im Namen Jesus von Nazareth!

GoodFruit

goodfruit antworten


Adjutante
Beiträge : 3215

@seramis1 

Sei Gott befohlen!

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... bis wir uns wiedersehen ...

 

 

adjutante antworten
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