Woher kommen die kranken Gedanken
Hi,
ich selbst rätsele seit Jahren übner einige meiner schädlichen und krassen Gedanken. Die sind wirklich schlimm. Ich will jetzt nicht näher darauf eingehen. Aber mit Seelsorger darüber geredet. Auch gebetet und auch gebietet mit Worten wie ...Nein in Jesu Namen.
Trotzdem sind die da. Hässlich, widerlich.....
Ich weiß bis heute nicht woher die kommen und wie sie reinkamen.
Wie werden manche Menschen dann dadurch so brutal? Selbstverletzend, Verletzend..
Veröffentlicht von: @meriadocHi,
ich selbst rätsele seit Jahren übner einige meiner schädlichen und krassen Gedanken. Die sind wirklich schlimm. Ich will jetzt nicht näher darauf eingehen. Aber mit Seelsorger darüber geredet. Auch gebetet und auch gebietet mit Worten wie ...Nein in Jesu Namen.
Es ist ja nicht möglich, Dir darauf eine wirkliche Antwort hier im Forum geben zu können.
Meine Rückfrage lautet erstmal: "Mit einem Seelsorger" drüber geredet ... in welchem Kontext (Gemeinde, Umfeld, ausgebildeter Ansprechpartner?) hast Du Rat gesucht? Was hast Du für Antworten bekommen?
Ich tendiere dazu, diese inner-psychischen Dinge (die Dir so zusetzen und Dich ratlos machen) nicht sofort ins Geistliche zu stellen (böses Herz, dunkle Mächte etc.), sondern die Phänomene tatsächlich mal psycho-therapeutisch anzugehen und sich einzulassen auf einen kompetent begleiteten Weg der Selbstergründung und Selbsterforschung ...
L'Chaim
Quelle von unguten Gedanken:
z.B. irgendwann aufgeschnappte Lebenslügen
Nachwirkungen von Ablehnung, Selbstablehnung, Minderwertigkeitsgedanken
verletzende verankerte Sprüche
Verdammnisgedanken
Demütigungen, Diskriminierungen
Angstinfusion durch Medien
.....
Deine Gedanken sind nur ein Hauch, nichts Ernstes (Ps 94,11). Dagegen hilft Zerstreuung.
Böse Gedanken. Zwangsgedanken. All der Kram, der einem das Leben zur Hölle machen will: Nur ein Hauch. Nur Wolken, die vorübergehen. Ausgesprochen fein abgemalt von Joos van Craesbeeck.
@plueschmors Wirklich ein interessantes Bild. 👍
lg Tatokala
Immerhin erkennst du sie als (selbst-) verletzend. Das ist doch schon der erste Schritt - denn dann weisst du, was du loswerden willst.
Irgendwelche Verletzungen, die man selbst abbekommen hat können die Einlasspforte sein, aber ist eigentlich fast egal -Hauptsache man lernt was neues zu denken.
Meiner Erfahrung nach helfen liebevolle Gedanken als Substitut, aber bewusst eingesetzt. Also immer wenn du etwas verletzendes denkst - erstmal sich darüber klar sein, dass es das ist- und dann sich überlegen was denn der gesunde Gedanke dazu wäre. Mir hilft das… dann wächst zwischen dem Unkraut doch auch noch was fruchtbares…
Ich stelle mir immer vor, wie es wäre, wenn die Menschen ihre Gedanken nicht verbergen könnten… und dann müsste ich ganz schön viel aus dem Kopf schmeissen🙂
also probiere ich darauf zu achten, wenn es mir bewusst wird und mir in Erinnerung zu rufen, was denn jetzt liebevoll wäre (auch mir selbst gegenüber- oder sogar besonders mit selbst gegenüber - denn ohne Selbstliebe wird dir die Nächstenliebe nicht gelingen)
Selbstverachtung rührt aus Selbstbezogenheit. Ich glaube, es ist hilfreich, wenn man sich selbst zu nahe ist, sich Gott und anderen Menschen zu widmen. Sich sinnvolle Aufgaben zu suchen und sich gar nicht so viel damit zu befassen, woher jetzt die dunklen Gedanken kommen. Das sind die Abgründe unserer Seele, wir haben sowas in uns.
Es ist schön, wenn man etwas zu tun hat und über andere nachdenken kann: über Gott, über andere Menschen, über interessante Themen... Das macht glücklich und schafft "Erhabenheit".
Das, was du verachtest und was in dir schlimme Gedanken provoziert, liebt Gott. Sowohl dich als auch die anderen Menschen. Er ist nicht mit allem glücklich in dieser Welt und in uns, aber er liebt uns, und er hat das eigentlich alles für uns überwunden. Das müssen wir aber lernen, weil unsere eigenen Gedanken und Gefühle das erstmal nicht hergeben: immer mehr zu werden wie Er und mit seinen Augen zu sehen.
LG und Segenswünsche