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Woher kommen die kranken Gedanken

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Meriadoc
Themenstarter
Beiträge : 1018

Hi,

 

ich selbst rätsele seit Jahren übner einige meiner schädlichen und krassen Gedanken. Die sind wirklich schlimm. Ich will jetzt nicht näher darauf eingehen. Aber mit Seelsorger darüber geredet. Auch gebetet und auch gebietet mit Worten wie ...Nein in Jesu Namen. 

 

Trotzdem sind die da. Hässlich, widerlich..... 

 

Ich weiß bis heute nicht woher die kommen und wie sie reinkamen.

 

Wie werden manche Menschen dann dadurch so brutal? Selbstverletzend, Verletzend..

 

 

 

 

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AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2370
Veröffentlicht von: @meriadoc

Hi,

 

ich selbst rätsele seit Jahren übner einige meiner schädlichen und krassen Gedanken. Die sind wirklich schlimm. Ich will jetzt nicht näher darauf eingehen. Aber mit Seelsorger darüber geredet. Auch gebetet und auch gebietet mit Worten wie ...Nein in Jesu Namen. 

Es ist ja nicht möglich, Dir darauf eine wirkliche Antwort hier im Forum geben zu können.

Meine Rückfrage lautet erstmal: "Mit einem Seelsorger" drüber geredet ... in welchem Kontext (Gemeinde, Umfeld, ausgebildeter Ansprechpartner?) hast Du Rat gesucht? Was hast Du für Antworten bekommen?

Ich tendiere dazu, diese inner-psychischen Dinge (die Dir so zusetzen und Dich ratlos machen) nicht sofort ins Geistliche zu stellen (böses Herz, dunkle Mächte etc.), sondern die Phänomene tatsächlich mal psycho-therapeutisch anzugehen und sich einzulassen auf einen kompetent begleiteten Weg der Selbstergründung und Selbsterforschung ...

L'Chaim

awhler antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1018

@awhler 

 

Wir hatten einen Seelsorger der auch vom Beruf Seelsorger ist.

 

Mit dem habe ich geredet.

 

Vom Schuld her ist das vor Gott geklärt.

 

 

meriadoc antworten
tristesse
Beiträge : 20559

@meriadoc

Hi Max, 

wenn ich quer durch deine Themen der letzten Zeit, eigentlich Jahre hier gehe, überrascht mich dein Thread nicht.

Es gibt sehr wenig gute oder positive Meldungen und Themen über die du sprichst. Du scheinst dich also recht viel mit schlimmen und negativen Dingen zu beschäftigen, wie zum Beispiel Medien. Kann das sein? 

Daß das nicht ohne Folgen bleibt, ist völlig klar. Was oben rein geht, geht auch wieder raus und setzt sich auch in dir fest.

Ich bin nur noch selten hier, verzeih mir, wenn ich nicht auf dem neuesten Stand bin, was dein Glaubensleben anbelangt, aber zwischendurch warst du ja der Meinung, daß Gott nicht mehr recht in deine Glaubensvorstellung passt.

Wenn ich mir überlege, ich würde mich intensiv mit der Schlechtigkeit der Welt und dem Elend des Daseins beschäftigen und mir würde obendrauf noch die Hoffnung und der Halt des Glaubens fehlen, hätte ich mit Sicherheit auch eine grundlegend negative Haltung zu mir, zu allem und meinem Gegenüber. 

Ohne dich auffordern zu wollen, den Kopf in den Sand zu stecken, würde ich dich dennoch ermutigen, dich etwas mehr positiveren Medien zuzuwenden, zumindest aber ein Gleichgewicht herzustellen. Mach es dir bitte etwas leichter. 

Negative Gedanken wegzugebieten funktioniert nur, wenn man sie dann auch weglässt. Das ist wie bei einer Sucht, da wird man auch nur frei, wenn man die Droge weglässt. Natürlich gibt es auch spontane Befreiung, aber danach darf man dennoch nicht wieder zur Droge greifen. 

Vielleicht ist es der Konsum der Negativität, der dich plagt. Vielleicht magst du da mal drüber nachdenken. 

 

 

tristesse antworten
4 Antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1018

@tristesse 

Liebe Tris,

 

ich denke nach, glaub mir, ich tue es.

 

Ich habe zurückgedacht und festgestellt, das mit 12 Jahren es angefangen hat. Über die Pupertät verstärkte es sich, dann kam Ruhe rein, dann wurde ich "Christ" und seit einigen Jahren verstärkt sich das. 

 

Das verstehe ich nicht. Die Jahre, bevor ich Christ wurde, waren nie so heftig. Das verstehe ich nicht. 

Ich hasse Gewalt, ich hasse Erniedrigungen und doch greife ich Menschen verbal an wenn die was tun was mir stinkt. Letztens hat mich fast einer von der Straße abgedrängt. Ich verfluchte ihn mit übelsten Worten. Ja, ich verfluchte ihn mit wirklich übelsten Worten. Ich hab den Fahrer später nochmal parkend gesehen. Ich dachte nur: Fahr weiter....Fahr weiter. Ich wusste sonst nicht ob das passiert. In meinen Gedanken habe ich ihn schon halb tot geschlagen.

 

So, jetzt ist es raus.

 

Genau das verstehe ich nicht.

 

Genau solche Sache gehe ich dann zur Seelsorge und der Pastor zeigt schon was er davon hält.

meriadoc antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@meriadoc Also dass mit dem Christsein die Anfechtungen kommen, ist doch völlig normal. Viel, viel, viel, viel mehr als vorher. Böse Lüste, böse Gedanken, böse Worte. Galater 5,17: Geist gegen Fleisch, Fleisch gegen Geist. Immer im Kampf. Tag und Nacht. Hier und da mal kurz Ruhe. Dann geht's wieder los. Ganz normal.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@meriadoc 

Hej 🙂 ich bin kein Seelsorger und weiß nicht, ob dir das hilft - prüfe einfach selbst, du weißt: das Gute (!!!) behalte.

Mein alter Pastor hatte mich mal auf eine Spur gebracht, weil ich in so Situationen, wenn mir einer wo zwischenfunkt oder etwas nicht so läuft, wie ich es mir (vielleicht wochenlang) vorher ausgemalt hatte, eine sehr lose Zunge hatte (die halt sehr viel anrichten kann) und eben - ähnlich wie du - dann nicht so feine Worte aus meinem Mund kamen. Er sagte: In den Momenten, die wir nicht (!) kontrollieren können, kommt das zum Vorschein, was in uns lebt. Wir können hinschauen und wissen, wie viel Liebe ist da eigentlich in uns? Und wenn - wie bei mir - da eher Unschönes zum Vorschein kam, wurde mir gewahr, oi, da haste wohl keine Liebe ... da darfst du dich noch füllen lassen und mit etwas aufräumen, was da noch vorhanden ist und Überhand hat.

Je näher ich in den Jahren Gott kam, je besser ich ihn kannte und vor allem meine Identität in ihm und wer ich bin eben in ihm, desto ruhiger wurde ich, desto liebevoller kann ich mittlerweile auch in ungeplanten Situationen genau mit dieser oder mit den Menschen eben dann umgehen. Und "keine Angst", ich motze auch noch rum in Alltagssituationen, nur eben viel weniger als früher. Und dann durchdenke ich mit Jesus diese Situation (weil ich immer wissen will, was da eigentlich passiert ist <-- und hierauf dürfen wir mit den geistlichen (!!!) Augen schauen) und wir finden eine andere Umgangsweise dann damit. Der Rest ist dann eher Übungssache UND dass ich mich füllen lasse mit seiner Liebe. Denn wenn ich die nicht von ihm hole, hab ich auch nichts zum Weitergeben.

neubaugoere antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 2325

@meriadoc Lese das jetzt erst, nachdem ich allgemein geantwortet habe.

Wenn du dich in diesem Moment nicht kontrollieren kannst - sobald es dir bewusst ist, kannst du um Verzeihung bitten. Und du kannst in den Situationen versuchen zu lernen, die Perspektive zu wechseln und/ oder Mitgefühl zu empfinden. Vielleicht hilft dir auch der Gedanke, ob du deinen Reflex umkehren kannst. Stichwort: segnen (oder danken) statt fluchen.

Was sicher am wenigsten hilfreich ist, ist sich selbst zu verdammen.

seidenlaubenvogel antworten


Seidenlaubenvogel
Beiträge : 2325

@meriadoc Vielleicht weil alles da sein kann, was möglich ist?

Zwei Ansatzpunkte sehe: 1) Sich damit auseinandersetzen, woher sie kommen und was dazu beiträgt. Und dann sehen, was sich daran auflösen oder verändern lässt. Ich denke, es hilft, mit dem, was war in Frieden sein zu dürfen und sich auf Dinge einzulassen, die gut tun - Freude, Liebe und Frieden stärken.

Woran es liegt, dass das Gegenteil geschieht? Stichwort: (Selbst-)Verletzungen. Ich befürchte, es liegt daran, dass Unfrieden (und auch das Böse) eine seltsame Anziehungskraft hat. Warum wir uns darauf einlassen? Schwäche oder Defizite? Selbstbetrug? Lust (woran?)? Irregeleitete Einschätzungen? … Es mag in Einzelfällen hilfreich sein, dem nachzugehen. Entscheidend halte ich den Blick auf das, wo man (ich) hin will. Das andere gilt es auszuhalten und zu überwinden und das gelingt mir am wenigstens bei weiterer Beschäftigung mit „Abgründen“.

Führe uns nicht in Versuchung. Diese Bitte ist uns allen vertraut. Am wenigstens wird das gelingen, wenn man sich im nächsten Schritt, „die Versuchungen“ ausmalt.

2) Sich bewusst ausrichten: Was tut dir gut, was wirkt gut auf dich? Das würde ich versuchen, verstärkt wahrzunehmen und bewusst zu fördern. Als erster Schritt - ganz konkret und oft erprobt - kann helfen, für sich festzuhalten, wofür wir dankbar sein dürfen.

 

seidenlaubenvogel antworten
Kappa
 Kappa
Beiträge : 1648

@meriadoc mir geht's genauso.

Seitdem ich ein Jugendlicher war und Angst machende Bibelstellen gelesen habe, setzen sich genau solche Gedanken fest, die ich auf keinen Fall wollte. Eine Art psychologische Falle. 

kappa antworten


Dorisa
 Dorisa
Beiträge : 86

@meriadoc Der Eröffnungspost ist schon etwas älter ich werde trotzdem nochmal darauf eingehen. Hast du dich schonmal mit Zwangsgedanken beschäftigt? Das ist eine psychische Störung. Ich hatte das auch schon. Ich musste ständig an den Teufel denken obwohl oder gerade weil ich so viel Angst davor hatte an ihn zu denken. Ich habe den heiligen Geist in Gedanken beleidigt und mir vorgestellt wie ich meine Seele an den Teufel verkaufe. Ich musste an alles denken was ich gerade nicht denken wollte und was mich gequält hat. Das würde bei mir durch emotionaler Belastung ausgelöst. Vielleicht hast du auch Zwangsgedanken.

elfentanz antworten
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