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ESC 2024

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Hopsing
Themenstarter
Beiträge : 1039

Meine Wertung:

12 Punkte: Spanien

10 Punkte: Lettland

 8 Punkte: Italien

 7 Punkte: Serbien

 6 Punkte: Armenien

 5 Punkte: Schweiz

 4 Punkte: Estland

 3 Punkte: Ukraine

 2 Punkte: Frankreich

 1 Punkt:  Griechenland

 

Deutschland sollte diesmal zumindest nicht Letzter werden - Platz 23 vor Slowenien und Irland wäre meiner Meinung nach verdient.

Antwort
82 Antworten
Tamaro
 Tamaro
Beiträge : 2055

Noch ein paar Gedanken zum ESC 2024

Wenn ich auf den diesjährigen ESC nochmal Rückschau halte, so frage ich mich, ob die Veranstaltung nicht langsam in eine Richtung zu kippen droht, die immer stärker und einseitiger LGBTQ und woke-orientiert dominiert ist und ob ich das noch gut finde. Ich habe mir nochmals einen kritischen Youtube-Zusammenschnitt angeschaut und dabei gedacht: Ach, war das dieses Jahr wirklich so extrem? Beim Live-Zuschauen ist mir das viel weniger aufgefallen, wohl auch deshalb, weil ich vieles davon einfach auszublenden versuchte und weil ich bei ESC ja auch in etwa weiss, was mich erwartet. Aber dieses Jahr war es schon ziemlich arg. Auch wenn man die Entwicklung schon nur der letzten ca. zehn Jahre anschaut, damals und früher ging es doch noch einigermassen gesittet zu und her, finde ich.

Zumindest wenn ich mir vorstelle, wenn das in die Richtung weiterverläuft, wo wird das noch enden? Wird das noch eine familientaugliche Veranstaltung sein, bei denen alle mehr oder weniger sich repräsentiert fühlen können?

Für mich stellt sich die Frage, ob diese Show noch ein gutes Aushängeschild für Europa und die westlichen Werte darstellt. Denn der ESC hat in der Tat eine weltweite Ausstrahlungskraft. Sogar in Asien, Afrika und Nordamerika waren schon ESC-Veranstaltungen in Planung, wurden mW bisher aber nicht umgesetzt.

Ein weiteres grosses Problem sind die Einflüsse politischer Themen, die nicht konsequent genug unterbunden werden und ebenso, sollten religiöse Einflüsse oder Bezüge dazu jeglicher Ausrichtungen nicht mehr erlaubt sein, wie ich finde.

Eines ist für mich klar: Ich habe in den letzten zehn Jahren ein grosses Interesse für den ESC entwickelt, nächstes Jahr kommt er sogar in die Schweiz. Aber ich werde mit Sicherheit einen grossen Bogen um die Veranstaltung machen und höchstens wie gewohnt mir ein paar Songs im Voraus anhören und die Übertragungen aunschauen.

tamaro antworten
4 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@tamaro 

Wenn ich auf den diesjährigen ESC nochmal Rückschau halte, so frage ich mich, ob die Veranstaltung nicht langsam in eine Richtung zu kippen droht, die immer stärker und einseitiger LGBTQ und woke-orientiert dominiert ist und ob ich das noch gut finde.

Ich verstehe Deine Bedenken, glaube aber, dass der ESC einfach den momentanen Zeitgeist künstlerisch widerspiegelt. Die queere, woke Community ist natürlich in der Kunstszene besonders laut, weil Musiker (und auch andere Künstler) nun mal oft gegen alles schwimmen, was nach "Bürgerlichkeit" riecht und vielleicht dann auch etwas "drüber" agieren.

Wie z.B. in den 70er Jahren der Punk als Rebellion gegen das Establishment aufkam und sich bis heute vielleicht musikalisch schon noch hält, aber es gibt relativ wenig "echte" Punker noch. Bei uns sitzen immer so 5 Leute vorm DM 😉 

Vielleicht springen auch die ESC Künstler auf den momentanen queeren Zug auf, um Erfolg zu haben, was ja gut funktioniert hat. Aber ich vermute, diese "Welle" wird auch weniger werden und dann haben wir wieder anderes beim ESC oder zumindest nicht mehr so viel queere Auftritte. Das beruhigt sich wieder.

Für mich stellt sich die Frage, ob diese Show noch ein gutes Aushängeschild für Europa und die westlichen Werte darstellt. Denn der ESC hat in der Tat eine weltweite Ausstrahlungskraft. Sogar in Asien, Afrika und Nordamerika waren schon ESC-Veranstaltungen in Planung, wurden mW bisher aber nicht umgesetzt.

Definiere "westliche Werte". Und wenn, müssen wir unsere "westlichen Werte" unbedingt nach Afrika oder Asien transportieren? Sollen die doch ihren eigenen Wettbewerb nach ihren kulturellen Maßstäben durchführen und dann ernten sie von uns evtl. Kopfschütteln und hochgezogene Augenbrauen.

Einige Beiträge fand ich diesmal sogar tatsächlich landestypisch-folkloristisch so wie Aserbeidschan z.B. oder eben auch Frankreich, das den großen Chanson auf die Bühne zurück brachte. 

Aber ich werde mit Sicherheit einen grossen Bogen um die Veranstaltung machen und höchstens wie gewohnt mir ein paar Songs im Voraus anhören und die Übertragungen aunschauen.

Ich hätte wirklich Lust, mir den ESC mal live zu geben, aber deswegen fahre ich jetzt nicht unbedingt für ein Wochenende in die Schweiz 😉 Ich kenne da niemanden und die Hotelpreise werden unerschwinglich sein.

tristesse antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @tristesse

@tamaro

 

Ich hätte wirklich Lust, mir den ESC mal live zu geben, aber deswegen fahre ich jetzt nicht unbedingt für ein Wochenende in die Schweiz 😉 Ich kenne da niemanden und die Hotelpreise werden unerschwinglich sein.

Man muss ungefähr in der Schweiz immer das dreifache von dem Preis annehmen, der in Deutschland gilt.  Wenn ich nicht einen Bekannten dort hätte, wo ich übernachten konnte, dann hätte  ich mir den Lauterbrunnen Besuch niemals leisten können.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@tamaro 

Wenn ich auf den diesjährigen ESC nochmal Rückschau halte, so frage ich mich, ob die Veranstaltung nicht langsam in eine Richtung zu kippen droht, die immer stärker und einseitiger LGBTQ und woke-orientiert dominiert ist und ob ich das noch gut finde.

Wenn dir das erst beim diesjährigen ESC aufgefallen ist, dann frage ich mich, auf welchem Planeten du die letzten Jahre warst... 😆 

Der ESC ist schon seit vielen Jahren bei der Homosexuellen bzw. jetzt eben LGBTQ Communitiy sehr beliebt, und das spiegelt sich auch bei vielen Künstlern wieder.

Das mag nicht unbedingt repräsentativ sein, aber es steht eben auch für eine gewisse Weltoffenheit. Ich erinnere mich damals, dass aus russischen Medien und Regierungskreisen sehr über Conchita Wurst gelästert wurde (Man erinnere sich: die Diva, die als "Frau mit Bart" auftrat...). Aus der russischen Bevölkerung gab es damals aber etliche Punkte, und das zeigte eben, dass es im russischen Volk eben doch mehr Aufgeschlossenheit und Toleranz gab als es die Offiziellen wahrhaben wollten. Auch wenn das natürlich nicht repräsentativ war war es dennoch ein wichtiges Signal.

Persönlich finde ich es nicht weiter schlimm, wenn LGBTQ Themen dort überrepräsentiert sind, weil das in Künstlerkreisen generell eher der Fall ist... würde das zu einer reinen Gay-Pride Veranstaltung werden wäre mir das allerdings auch zu viel, irgendwo sollte sich da jeder auch wiederfinden können...

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 2055

@lucan-7 

 

Wenn dir das erst beim diesjährigen ESC aufgefallen ist, dann frage ich mich, auf welchem Planeten du die letzten Jahre warst...

Deshalb schrieb ich ja:

Beim Live-Zuschauen ist mir das viel weniger aufgefallen, wohl auch deshalb, weil ich vieles davon einfach auszublenden versuchte und weil ich bei ESC ja auch in etwa weiss, was mich erwartet.

Oder mit anderen Worten: Dieses Jahr fand ich die LGBTQ-Lastigkeit des ESC besonders ausgeprägt und viel extremer also vor zehn Jahren oder früher, auch wenn sie damals natürlich schon offensichtlich war.

Also an Lucan (der aufgrund seiner Pause vorerst nicht mehr antworten wird) erteile ich bessere Noten für seine Schreibe als für seine Lesekunst - und das gilt nicht nur für das Thema hier.

 

tamaro antworten


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