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Was hört ihr gerade?

Seite 36 / 63

Irrwisch
Themenstarter
Beiträge : 3642

Nachdem der bestehende Thread von 2021 ist und schon 84 Seiten hat, finde ich es an der Zeit, einen neuen zu starten.

 

Ich denke, miteinander zu teilen, welche Musik wir gerade hören, vielleicht auch in welchen aktuellen Lebenssituation, kann auch Andere inspirieren, ihnen sogar Trost, Hilfe, neuen Mut oder Fröhlichkeit schenken.

 

Bitte schreibt in die Eingangszeile Interpret(in)und Titel, wenn möglich.

 

Herzlichen Dank allen Mitschreibenden und Lesern

Inge

Antwort
883 Antworten
Goldapfel
Beiträge : 1591

Gestern Nacht in der Bibel TV Mediathek Teil eines alten Crowder Konzerts gefunden. 
Bei einem Lied hat er „He‘s got the Whole World“ eingestreut? gesamplet? egal, auf jeden Fall schnell und rhythmisch in ein anderes Lied mit eingeschoben.😅

Begleitet mich seitdem…

*He‘s got the whole world in His hands, He‘s got the whole wide world in His hands, He‘s got the whole world in his hands, He‘s got the whole world in his hands…* 🎶🎹🎸
Und plötzlich klang es gar nicht mehr nach Sonntagsschule und wurde ein deutliches Bekenntnis zu Seiner Verheißung.

 

 

ga2 antworten
16 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@ga2 

Ja 😀 als ich sowas von ihm/ihnen das erste Mal hörte, stutzte ich auch kurz und dachte: ach gugge, ein ganz "normaler" Christ kann auch so cool sein 😀 😀 Ich mag seine - wenn er sie "ausspielt" - texanische Art ...

Es geht mir mittlerweile mit "alten Liedern" oft so, dass ich sie anders höre ... hinhöre und voller Inbrunst plötzlich mitsingen kann und mich die Melodien oder Formulierungen gar nicht mehr "stören" ... 😉

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Es geht mir mittlerweile mit "alten Liedern" oft so, dass ich sie anders höre ... hinhöre und voller Inbrunst plötzlich mitsingen kann und mich die Melodien oder Formulierungen gar nicht mehr "stören" ... 😉

Nicht nur die Lieder werden älter 🙃 

Ernsthaft - es gibt etliche 'alte Lieder', die im neuen Gewand (etwas flotter und / oder rockiger) richtig gut sind. 
Das macht die Outbreakband ganz gut.

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1591

@neubaugoere 

Mit das erste Lied, das ich von Crowder, damals noch DCB, gehört hatte, war „How He Loves Us“ und ich war begeistert.

Kirchenchoräle mochte ich eigentlich schon immer, bin ja ein bisschen landeskirchlich sozialisiert, evangelischer Kindergarten und konfirmiert und in der Grundschule damals haben wir aus der Mundorgel auch Glaubenslieder gesungen. Das gefiel mir. Eins meiner absoluten Lieblingslieder ist seit der Grundschule „Die güldne Sonne“ 

Was ich enorm gerne mag, ist das Liederschatz Projekt. Davon das Livekonzert bei YouTube, ist mit das beste, was ich je gehört habe.
Eine nicht fromme Freundin  meinte, sie hätte noch nie so eine fetzige  Version von ein feste Burg gehört. Gefiel auch ihr.
Ich mag auch die alte Sprache. Und irgendwie reagiert mein Geist darauf, auch wenn die Sprache vielleicht etwas sperrig wirkt. War schon immer so.

Diese alten Glaubenslieder, die aus dem Amerikanischen kommen, fand ich anfangs „schwieriger“ 

Aber inzwischen liebe ich auch „Welch ein Freund ist unser Jesus“

Auch, weil wir in unserem Minichor einige Gospelversionen dieser Klassiker gesungen haben. Chriss Lass hat da ziemlich gute Arbeit gemacht.

ga2 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@ga2 

Veröffentlicht von: @ga2

Mit das erste Lied, das ich von Crowder, damals noch DCB, gehört hatte, war „How He Loves Us“ und ich war begeistert.

Ich liebe es. - Ich hatte hier mal den Hintergrund, die Entstehungsgeschichte hier irgendwo gepostet/verlinkt. Sehr interessant. Ganz allgemein ist es sehr interessant, wie Lobpreis-/Anbetungslieder entstehen ... 🙂

Veröffentlicht von: @ga2

Ich mag auch die alte Sprache. Und irgendwie reagiert mein Geist darauf, auch wenn die Sprache vielleicht etwas sperrig wirkt. War schon immer so.

Eine wunderschöne Ausdrucksweise von dir ... 😍 ...

neubaugoere antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1591

@neubaugoere 

danke, *erröt*

Kleine Story am Rande, bei uns in der Gegend war „Sunnematten“ oder Martinssingen am 10.November Brauch. Von Haus zu Haus ziehen, klingeln und singen und dann hoffentlich schöne kleine (süße) Anerkennungen dafür erhalten. Die ersten Jahre bin ich mit den älteren Mädchen aus meiner Nachbarschaft losgezogen und bei einem Haus hieß es immer „Hier müssen wir Ein feste Burg  singen, der ist Pastor.“ 😅 Von daher war mir das Lied schon früh „bekannt“, wenn ich den Text zunächst auch weder aussprechen noch singen konnte und kaum was verstand. Die Melodie fand ich als Kind auch schwierig 😅

Übrigens noch einen Choral, den ich in der neuen Version auch ziemlich klasse finde ist Jesus ist kommen - Johannes Hartl & Freunde

ga2 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874

@ga2 Ich bin ja mit den 'Reichsliedern' aufgewachsen; begleitet vom Harmonium. Das fand ich nicht so prickelnd. 
Da waren dann die Lieder im Jugendbund schon recht modern.
Und ich tu mich tatsächlich schwer mit manchen alten Texten, grad wenn dann die Wortwahl auch so altertümlich ist.

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1591

@chai 

Was sind „Reichslieder“?

ga2 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874

@ga2 Das war (ganz früher) ein Liederbuch der Landeskirchlichen Gemeinschaft.

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1591

@chai 

Und das hieß echt offiziell so? Da bekomme ich irgendwie schräge Assoziationen. Einerseits kommt da was in Richtung Zeugen, mit den Königreichssälen und dann an die Hitlerzeit.

Was irgendwie schade ist, weil mir schon klar ist, dass es um Gottes Reich geht und um Seinen Herrschaftsbereich.

Mein Denken und meine Emotion gehört da wohl etwas aufgeräumt, wenn mich sowas hindern kann, Gottes Herrschaft nicht richtig zu denken.😉

ga2 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874

@ga2 Genau, es ging um Reich Gottes. 
Und ja, der Begriff ist heute aus der Zeit gefallen - so wie auch einige Lieder in diesen Büchern eben nicht mehr 'zeitgemäß' wirken. 
Manche gingen mit in unsere Zeit, manche gingen mit der Zeit. 

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1591

@chai 

Hatte ein Verzeichnis der Lieder bei evsngeliums.net gefunden und einige der Lieder mal aufgerufen. Was mir noch mal aufgefallen ist, dass viele der Lieder fast schon komplette Predigten sind und viel Tiefe haben.

Kenne jemand, Musiker, der immer mal wieder über vereinfachte moderne Lobpreislieder klagt. Ihm fehlt oft der Inhalt.

Ich mag die Mischung. So ganz allein ohne Choräle würde mir auch etwas fehlen.

Das Lied „In Christ allein“, das ja noch sehr jung ist, kommt übrigens im Stil eines Chorals daher.

ga2 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874

@ga2 Ich denke, dass jede Zeit 'gutes' und 'weniger gutes', 'tiefes' und 'weniger tiefes' Liedgut zu bieten hat. 
Das, was in früheren Jahren nicht so 'gut' war, ist halt irgendwann in der Versenkung verschwunden. 
Und von 'Glaubenskrieg' zu singen, ist halt heute weniger zeitgemäß.

chai antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@chai 

Was findet sich denn da so drin? Also hast du ein paar "Beispiellieder" parat?

neubaugoere antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874

@neubaugoere Klassische Kirchen- und Glaubenslieder, die man halt früher (geschätzt ca. bis in die 70-er Jahre) so gesungen hat. 
Mal gucken, vielleicht findet sich bei meiner Mama noch so ein antikes Stück.

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1591

@neubaugoere 

Hier kannst du gucken. Verzeichnis der Lieder, die du mit den Texten dann auch aufrufen kannst.

ga2 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@ga2 

Oh wow, Danke ... ah, so 2, 3 bis 5 kenn ich tatsächlich auch und mag die auch voll ...

neubaugoere antworten


Deborah71
Beiträge : 29340

Songs In The Night (Live) - Matt Redman

 

deutscher Text hier

deborah71 antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188

https://www.youtube.com/watch?v=9OiLpShQ6F4

sei ein Mensch, von Andy Weiss........

.....menschlich bleiben, trotz unterschiedlichen Meinungen, Geschmäcker, auch über unsere unterschiedlichen Musikvorlieben

hier...................... 

Wenn jetzt alle – aus jeder Richtung –
laut auf den Straßen marschiern.
Und laut und mit großen Parolen,
Recht und Ordnung skandieren.

Wenn grad Jeder und Jede,
fest überzeugt,
auf der richtigen Seite zu stehn,
dann trau Dich Du dazwischen,
in der Mitte, verbindend zu stehn.

Wenn grad Alles nur groß und laut diskutiert,
nur in schwarz und weiß unterteilt,
im Kopf nur links und rechts existiert,
und jeder gegen jeden keilt.

Wenn immer nur sein darf,
was ein' selbst betrifft, und der gut ist,
der sich um dich dreht.
Dann wird es Zeit endlich aufzustehen,
damit sich endlich in uns was bewegt.

Wenn grad Alle nur von den Anderen sprechen,
und "die da oben" machen alles nicht recht,
Wenn dich die Ohnmacht quält und Träume zerbrechen
und der Morgen scheint Dir nur schlecht.

Dann setz doch ein Zeichen, das weiter geht.
Mehr als jedes Wort es nur kann.
Stell selbst die Weichen, es gibt kein zu spät!
Und fang damit heute schon an.

Sei Du die Stimme, die sich jetzt erhebt,
die laut für Liebe schreit,
weil mit Hass doch niemals Hass vergeht,
und kein Mensch mit Fäusten heilt.

Trau Dich mutig dazwischen, in der Mitte aller zu stehn.
Und den Schmerz, die Angst und die Sorgen um Morgen,
von Jeder und Jedem zu sehn.
Nur dann wird gemeinsames Leben gelingen,
wenn Du beginnst und Dich selbst verschenkst,
wir werden gemeinsame Lieder singen,
Kurz und gut: Sei ein Mensch.

 

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GoodFruit
Beiträge : 4219

@irrwisch Ich habe grad eine für mich neue US Lobpreisleiterin entdeckt: Charity Gayle

In dem Stil finde ich Gospel, Soul, Pop, Rock ... modern halt.

Für mich hebt sich ihre Musik positiv von üblicher "worshipsoße" ab. Ich weiß nicht, ob ihr nachvollziehen könnt, wovon ich spreche. Mir ist da oft einiges zu schmalzig, zu süß, zu fett.

Charity Gayle ist da mehr so im Uptempo Bereich unterwegs. Fröhlich mit viel Druck nach vorne. Aber immer noch Worship. Vielleicht ist es auch ein Unterschied, dass ihr Umfeld weniger eine Megagemeinde als wie eine normale (von der Größe her) Kirchengemeinde zu sein scheint. Die hier verlinkten Aufnahmen stammen jedenfalls aus einer Kirche.

Beste Empfehlung:

https://www.youtube.com/watch?v=zQ844gkniyQ&list=PL_ODYPL1mUCQB28PS-SeI7KKZPXxkdeGz

https://www.youtube.com/watch?v=w-6XPWmnBXs&list=PL_ODYPL1mUCQB28PS-SeI7KKZPXxkdeGz&index=2

https://www.youtube.com/watch?v=P52RhAZzP4c

Theologisch klar auf Jesus und das Evangelium fixiert. Verkündigung pur.

goodfruit antworten
40 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@goodfruit

Für mich hebt sich ihre Musik positiv von üblicher "worshipsoße" ab. Ich weiß nicht, ob ihr nachvollziehen könnt, wovon ich spreche. Mir ist da oft einiges zu schmalzig, zu süß, zu fett.

Ich persönlich kenne keine "Worshipsoße". Ich kenne Worship, der mich anspricht und welchen den ich weniger verstehe. Aber nur weil ich etwas nicht mag, ist es noch lange keine "Soße", sondern immer noch ein gesungenes Gebet eines anderen, was ich halt anders beten würde.

Ich empfinde so eine anfällige Äußerung der Person gegenüber, die solche Musik schreibt als beleidigend. Ein schlechtes Zeugnis für dich ist es ausserdem.

Ist es denn so schwer, etwas was man nicht versteht, neutral stehen zu lassen? 

tristesse antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@tristesse Hallo Tristesse,

Die Kritikfähigkeit unserer Welt, unseres Zeitgeistes scheint nahezu ganz verloren zu sein. Jede kritische Anmerkung wird gleich mit einem Verdikt verwechselt, was es in meinem Fall nicht sein sollte.

Ich mag Musik, die noch Akzente hat, die mich nicht in einer dicken Wolke, wie ein mit Sirupwasser getränkter Wattebausch umschließt. Das ist mein persönliches Empfinden und ich sehe keinen Grund, das nicht so zu äußern.

Es gab eine Zeit, da war Authentizität gefragt. Ich sage ehrlich, wie es mir mit dieser oder jener Sache geht. Schon damals war es schwierig, wenn man abseits des Mainstreams dachte oder empfand. Heute scheint das unmöglich zu sein - in einer Zeit, in der jegliche sexuelle Orientierung frei geäußert werden darf (was ich hier nicht werten will), ist es unmöglich, musikalische Vorlieben zum Ausdruck zu bringen.

Ich empfinde so eine anfällige Äußerung der Person gegenüber, die solche Musik schreibt als beleidigend. Ein schlechtes Zeugnis für dich ist es ausserdem.

Das Problem ist zumeist nicht die Komposition und schon gar nicht der Text. Problematisch wird für mich meist nur die Interpretation, wo aufgefahren wird, was geht. Und das kommt auf mich dann oft wirklich wie eine dicke Soße zu. Ich weiß nicht, wie ich das treffender beschreiben soll. Da fehlt dann jegliche Akzentuierung und Klarheit. Und das ist für mich dann auch nicht mehr mit den theologischen Aussagen, die da getroffen werden, vereinbar.

Ist es denn so schwer, etwas was man nicht versteht, neutral stehen zu lassen? 

Eine Meinung ist eine Meinung. Und eine Meinung ist, wenn sie ehrlich und klar ausgedrückt wird, niemals neutral. Ich bin noch in einer Zeit geboren, wo es normal war, Meinungen zu äußern und wo es niemals ein Problem war, wenn jemand anders eine andere Meinung hatte als ich. Eine andere Meinung zu haben, war kein Grund, jemanden nicht freundlich zu begegnen, ihn zum Freund zu haben. Das war normal und so ein Mindset halte ich für eine Demokratie und eine pluralistische Gesellschaft im Übrigen für absolut notwendig. Wo kämen wir hin, wenn wir alle dieselben dinge gut finden und alle dasselbe wollen - nur um eines Friedhofsfriedens willens, der sehr an Gleichschaltung erinnert.

Aber vielleicht ist es ja grade diese bombastische und unartikulierte Masse, die einem in vieler Worshipmusik entgegenkommt, die in den Zeitgeist passt. Bloß alles so vermengen, dass darin keine eigenständigen Akzente mehr erkennbar bleiben. Das mal nur als Hypothese. Wie gesagt: mein Ding ist das nicht.

goodfruit antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

Das von mir beschriebene Problem könnte auch damit zusammenhängen:

https://www.jesus.de/nachrichten-themen/es-gibt-einen-grund-warum-viele-beliebte-worship-songs-gleich-klingen/

Quelle des Artikels: https://worshipleaderresearch.com/100-of-the-top-25-worship-songs-are-associated-with-just-a-handful-of-megachurches/

und noch etwas umfangreicher hier:

https://religionnews.com/2023/04/11/theres-a-reason-every-hit-worship-song-sounds-the-same/

Hier die Übersetzung zum letzten Link mit Google:

https://religionnews-com.translate.goog/2023/04/11/theres-a-reason-every-hit-worship-song-sounds-the-same/?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp

Zitat daraus:

Adam Perez, Assistenzprofessor für Gottesdienststudien an der Belmont University in Nashville, Tennessee, sagte, die vier einflussreichsten Megakirchen entstammen allesamt der charismatischen Tradition protestantischer Kirchen. Sie alle, sagte er, hätten eine Spiritualität, die davon ausgeht, dass Gott auf „bedeutungsvolle und kraftvolle Weise“ gegenwärtig werde, wenn die Gemeinde ein bestimmtes Loblied singe.

Diese Lieder werden zu einer der wichtigsten Möglichkeiten, sich mit Gott zu verbinden – anstelle von Gebeten, Sakramenten oder anderen Ritualen. Aufgrund ihres Markterfolgs haben diese Kirchen die spirituellen Praktiken und manchmal sogar die Theologie von Gemeinden aus vielen Traditionen verändert.

„Die Branche selbst wird zu dieser unsichtbaren Hand“, sagte er. „Wir benennen die Theologie des Lobpreises und der Anbetung nicht – wir nehmen sie einfach an. Und wir verwenden dieses Liedrepertoire, um sie zu untermauern.“

Hier ein Artikel, der mein vage beschriebenes Gefühl wissenschaftlich fundiert artikuliert:

https://godcenteredchristian.blogspot.com/2012/10/emotionally-manipulative-worship-and.html

Übersetzung mit Google Translate:

https://godcenteredchristian-blogspot-com.translate.goog/2012/10/emotionally-manipulative-worship-and.html?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp

Daraus zitiert:

Die Autoren argumentieren, dass Megakirchen ein hohes Maß an emotionaler Energie (EE) und ritueller Solidarität bieten. „Die Gottesdienste von Megakirchen werden bewusst orchestriert, komplett mit Elementen aus der Popkultur, die sowohl unterhaltsam als auch sinnlich anregend sind. Die Teilnehmer kommen ‚hungrig‘ nach EE und gehen voller Energie.“

Dieser emotionale Höhepunkt ist kein Zufall. Die Elemente des Gottesdienstes sind darauf ausgelegt, eine emotionale Wirkung zu erzielen: „ Die Gottesdienste tragen durch den Einsatz von Licht, großen Bildschirmen vor der Kirche und Bildern religiöser Erfahrungen anderer dazu bei, eine gegenseitige Aufmerksamkeit und eine gemeinsame Stimmung unter den Teilnehmern zu erzeugen, was zu einer emotionalen Erfahrung führt, die auch nach dem Ende des Gottesdienstes anhält. “

Die Manipulation von Emotionen auf Kosten des intellektuellen Engagements beschränkt sich nicht nur auf das Singen. Nach einer Befragung von Gottesdienstbesuchern einer Megakirche kamen die Autoren zu dem Schluss: „Die Antworten der Teilnehmer deuten weniger auf komplizierte theologische Erklärungen oder kritische Analysen eines Bibeltextes hin, sondern eher darauf, dass die Predigten über die Emotionen verstanden werden .“

Dem Autor des Artikels selbst ist diese säkulare wissenschaftliche Betrachtung nicht ganz Recht. 

Ich lehne diesen Worship auch nicht ganz ab. Aber mich führt dieser Worship nicht in die Präsenz Gottes. Mir ist das zu viel Show, die Musik zu dick aufgetragen, die emotionale Choreografie zu aufdringlich.

Dabei sind die Lieder oft richtig gut - wenn man sie zurückhaltender Interpretieren würde und Gott in dem allen noch Raum lassen würde!

goodfruit antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7595

@goodfruit 

Die Welt, so wie Du sie hier darstellst, ist noch nicht begegnet.

queequeg antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874

@queequeg Bei Gottesdiensten dieser Megakirchen ist schon viel Show dabei. 
Und ich denke, es geht @goodfruit gar nicht so sehr um die Lieder an und für sich, sondern eher um die Inszenierung derselben. 
Und ja - wenn man solche Inszenierungen anguckt, kann das schon etwas eigenartig wirken. 

Ansonsten hatten wir uns heute mit meiner Mama (demnächst 88), über die schon einige Wellen hinweggingen, über die fromme Musik von früher und heute unterhalten. 
Ich hab an anderer Stelle schon mal die 'Reichslieder' (also das Liedgut der Landeskirchlichen Gemeinschaft, in der ich aufgewachsen bin) erwähnt. Da gab's Lieder, die waren angelehnt an die Marschmusik, die eben in einer Zeit vor der unseren gesungen wurden. Ich wüsste nicht, dass diese Lieder heute noch in einem Gottesdienst gesungen werden. 
Unser Fazit war, dass eben jede Zeit ihre Lieder hat. 

Ich selber liebe es übrigens, wenn Johnny Cash alte Gospelsongs singt. 
Da hab ich eine wunderbare CD mit dem Titel 'My Mothers Hymn Book'. 
Aber ich mag auch die Outbreakband, die auch alte Lieder modern interpretiert. 

chai antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7595

@chai 

es hat alles immer viele Seiten.

Johnny Cashs bestes Lied - meinen Geschmack - ist "I saw the Light". Spitzenmäßig in dem Firm mit Inspektor Columbo in "Schwanengesang"

Ansonsten sind mir schon vor einiger Zeit die alten Fahrtenlieder, unter anderen des CVJM - aufgefallen, wie viel imperialistisches und nationalistische Gedankengut darin ist oder andere peinliche Elemente, die man heute kaum noch erkennen kann.

Das schöne Lied, "Jenseits des Tales standen ihre Zelte" hat eine Passage:

"Ihn heilten nur zwei knabenfrische (jugendfrische) Wangen
Und nur ein Mund, den er sich selbst verbot.
Noch fester schloss der König seine Lippen
Und sah hinüber in das Abendrot."

Im Urtext heißt es "Knabenfrische" Wangen. Aber ein Homosexueller, gar ein homosexueller König, war nicht tolerabel. Generationen von Fahrtenbrüdern haben somit ein falsches Lied gesungen.

Und davon gibt es viele Beispiele.

queequeg antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@chai

 Bei Gottesdiensten dieser Megakirchen ist schon viel Show dabei. 

Und ich denke, es geht @goodfruit gar nicht so sehr um die Lieder an und für sich, sondern eher um die Inszenierung derselben

Aber die Inszenierung wurde ja in der ursprünglichen Antwort nicht kritisiert, das wurde erst nach meiner Kritik nachgereicht.

Ich hör viel Worship der "Mega Kirchen" und da schau ich erst mal auf die Texte und nicht, wer sich wo evtl "inszeniert" oder nicht. Vielleicht ist manches etwas dicker als bei uns angelegt, aber das gibt uns überhaupt kein Recht, sie zu verurteilen. Sie loben Gott auf ihre Weise und wenn, dann erkenn ich die Echtheit ihres Gemeindelebens an den Früchten und nicht, ob da ne Rauchmaschine läuft oder nur einer Gitarre und Harmonium vorne steht. Auch ein Lobpreisleiter, der nur am Piano sitzt und Choräle singt, kann unecht sein und eine Show abziehen.

Ich würde mir wünschen, wir würden einfach nur auf unser Herz gucken, ob WIR echt sind, anstatt auf andere zu schauen. 

tristesse antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@goodfruit 

Du, ich hab hier überhaupt keine Lust, so ein Fass aufzumachen, das tut mir fast ein wenig leid, wie du dich da jetzt rein hängst. 

Ich finde es eben lieblos, wie du über die Anbetungsmusik anderer herziehst, die lediglich nicht "deins" ist. Muss es ja auch nicht, aber dann lass es doch einfach stehen und diskutier es nicht in Grund und Boden.

Mehr will ich dazu gar nicht sagen, weil es meiner Meinung nach das Lob Gottes entehrt, wenn wir uns über den Stil anderer negativ auslassen. Das hat weder ein Künstler, der auf seine Art und Weise anbetet, noch Gott verdient.

 

tristesse antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@tristesse Du, ich hab hier überhaupt keine Lust, so ein Fass aufzumachen, das tut mir fast ein wenig leid, wie du dich da jetzt rein hängst. 

Das ist Dein Fass! Ich habe nur von Musik geredet - Du sprichst die Ebene des Gebets an, die ich überhaupt nicht erwähnt habe!

goodfruit antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@goodfruit

OT.

Die Kritikfähigkeit unserer Welt, unseres Zeitgeistes scheint nahezu ganz verloren zu sein. Jede kritische Anmerkung wird gleich mit einem Verdikt verwechselt, was es in meinem Fall nicht sein sollte.

Da muß ich jetzt kurz einhaken:

Mir ist es schnurzpiepe, was "der Zeitgeist unserer Welt" nun sagt oder nicht, um den hab ich mich noch nie geschert 

Aber wenn jemand die Gebete der Mitgeschwister im Herrn als "Worshipsoße" runtermacht, mach ich halt meinen Mund auf. Wenn dir das nicht passt, dann bemüh dich eben um eine neutralen Ton, anstatt dich danach als Opfer des "heutigen Zeitgeistes" darzubieten. 

 

tristesse antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874

@tristesse Das trifft bei Dir aber auch einen Nerv. 

Nicht alles empfinde ich als 'Gebet der Mitgeschwister im Herrn', manches ist eben auch einfach Tralala und / oder Show. 
Und das mit dem Zeitgeist - nun ja, ganz falsch ist das ja auch nicht. 
Früher wurde halt gesungen, heute wird geworshipt. 

chai antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@chai

Das trifft bei Dir aber auch einen Nerv

Und das ist auch gut so.

Nicht alles empfinde ich als 'Gebet der Mitgeschwister im Herrn', manches ist eben auch einfach Tralala und / oder Show. 

Und das mit dem Zeitgeist - nun ja, ganz falsch ist das ja auch nicht. 

Früher wurde halt gesungen, heute wird geworshipt

Das hast du aber meiner Meinung nach nicht zu befinden. Das, was du vielleicht als "Show" empfindest, weil du es anders machst, meint derjenige völlig ernst. Wer bist du, das zu beurteilen?

Ich könnte ja auch daher kommen und das Nachbeten der katholischen Gemeinde in ihrer Liturgie als "nachblöken" bezeichnen, weil das absolut nicht meine Art des Gebets ist, aber ich würde nicht im Traum dran denken, derart respektlos zu sein.

"Singen" ist übrigens nicht zwangsläufig "Worshippen" oder umgekehrt.

Das mit dem Zeitgeist von Goodfruit bezog sich übrigens nicht auf den Inhalt meines Postings, sondern dass ich gewagt hab, ihn zu kritisieren.

Ich will da eigentlich auch nicht weiter diskutieren. Ich würde mir nur einfach wünschen, dass wir die Anbetungsstile anderer stehen lassen

tristesse antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874
Veröffentlicht von: @tristesse

@chai

Nicht alles empfinde ich als 'Gebet der Mitgeschwister im Herrn', manches ist eben auch einfach Tralala und / oder Show. 

Und das mit dem Zeitgeist - nun ja, ganz falsch ist das ja auch nicht. 

Früher wurde halt gesungen, heute wird geworshipt

Das hast du aber meiner Meinung nach nicht zu befinden. Das, was du vielleicht als "Show" empfindest, weil du es anders machst, meint derjenige völlig ernst. Wer bist du, das zu beurteilen?

Es ging um mein Empfinden und meine Beobachtung. Daraus entsteht etwas, was Du als Beurteilung empfindest. 
Vielleicht ist 'Show' nicht ganz das richtige Wort, aber ganz sicher muss die Choreographie auch stimmen, wenn es Sänger X oder Y grad nicht so zumute ist. 

Ich könnte ja auch daher kommen und das Nachbeten der katholischen Gemeinde in ihrer Liturgie als "nachblöken" bezeichnen, weil das absolut nicht meine Art des Gebets ist, aber ich würde nicht im Traum dran denken, derart respektlos zu sein.

Auch da gibt's Abläufe, die ablaufen, egal ob's jemand ernst ist oder nicht.

"Singen" ist übrigens nicht zwangsläufig "Worshippen" oder umgekehrt.

Allein der Begriff 'Worship' war hier bis vor einigen Jahren noch nicht bekannt. 

chai antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@chai

Ich habe nicht vor, das Thema hier noch weiter zu befeuern.

Mir ging es einfach nur darum darauf aufmerksam zu machen, wie hier über andere Christen geurteilt wird. Und ja, es ist eine Verurteilung, wenn man etwas als "Show" oder "Worshipsosse" bezeichnet 😉 und da ist es völlig egal, ob man "Worship" oder "Lobpreis" oder "Anbetung" sagt. 

tristesse antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@tristesse Aber wenn jemand die Gebete der Mitgeschwister im Herrn als "Worshipsoße" runtermacht, mach ich halt meinen Mund auf. Wenn dir das nicht passt, dann bemüh dich eben um eine neutralen Ton, anstatt dich danach als Opfer des "heutigen Zeitgeistes" darzubieten. 

Ich habe das hier in "zuletzt gehört" gepostet. Das heißt, hier geht es vor allem um eins: MUSIK!

Und die ist Geschmackssache und war es schon immer. Die einen stehen auf fetten Sound bis zum Abwinken, die anderen lieben mehr so die erkennbaren Instrumente und Künstler.

Und wenn es um das Gebet geht, dann gehört für mich auch Intimität dazu. Ich würde nie auf die Idee kommen, mich in meinem Gebetsleben von den bis in die letzte Perfektion getriebene und maximal ausgestattete Worshipmusik unterstützen zu lassen. Wenn ich im inneren berührt werden will, dann höre ich den Worship der Taube in Heidelberg an. Da hast Du oft nur einen Musiker - manchmal bis zu drei. Die Lieder sind meist dieselben und schon nen Tag älter. Aber ich glaube, dass das alles egal ist - weil dort sthet Jesus im Mittelpunkt. Und der Kern des Ganzen ist nicht das Instrument, sondern das Herz des Musikers, das da Jesus seinen Worship als Opfer bringt. Da soll niemand beeindruckt werden, die ziehen da keine bis ins letzte Detail und mit maximalem Aufwand inszenierte Show ab. Die sein einfach nur echt. Da geht es 100% um Anbetung.

Ich kann natürlich nicht sagen, dass die Künstler auf den Bühnen der Megakirchen nicht auch 100% mit dem Herzen bei Jesus wäre. Ich weiß nur, dass sie unter enormen Druck stehen, dort Höchstleistungen zu bringen - sonst steht da das nächste Mal jemand anders. Ich habe mal bei einer Gemeinde, die ähnliche Ziele für den Worship verfolgte, mitbekommen, welchen Aufwand die da treiben - und ich habe erlebt, was dabei herauskommt. Geistlich ist so etwas meist nicht dienlich. Und weil das so ist, habe ich auch keine Hemmungen da Kritik zu üben.

Aber wie gesagt: Geschmackssache. Mir ging es ausschließlich um die Musik. Die einen Liebe Glamrock und die anderen Folk. Und das darf jeder halten wie er will - und er darf sicher auch die Gründe nennen, warum er das eine mehr liebt als das andere.

Dein Beitrag hat mich jedenfalls total überrascht. Mal Hand aufs Herz: Wenn Du den Worship hörst, den ich nicht zu meiner absoluten Lieblingsmusik zähle: Betest Du da alles mit? Sind das wirklich Gebete, die da im Mittelpunkt stehen - oder sind es auch und vielleicht sogar hochrangig Kriterien, die wie bei jeglicher Art kommerzieller Musik gelten?

Wenn Du mal in die Links reingegangen wärst, wäre Dir vermutlich aufgefallen, dass der Worship dort nicht eine komplett andere Welt ist als das, was mir nicht so gut gefällt. Der einzige Unterschied ist der, dass das nicht so dick aufgetragen ist und nicht derart extrem auf Wecken von Gefühlen aus ist. Alles scheint mir dort klarer.

Gebete der Mitgeschwister im Herrn als "Worshipsoße" runtermacht

Ja, es ist Kritik. Aber habe ich das deshalb gleich "runtergemacht"?

Ich habe benannt, was mir an der Interpretation der Songs nicht gefällt. Ich habe weder Anmerkungen zu Inhalt noch zur Komposition gemacht. Wenn die Lieder in Feiert Jesus stehen und jemand schnappt ne Klampfe - dann funktionieren die oft sehr gut!

Was den Begriff, den ich da verwendet habe, angeht, so stehe ich dazu.

Und die Links, die ich in meinen Antworten auf Deinen Beitrag gegeben habe, erklären die Sache zum Teil. Wenn man berechtigterweise fragt: Warum klingen alle Worshipsongs gleich, dann meint man sicher nicht den gesamten Worship - aber doch die Top Titel, die meist aus den gleichen Quellen stammen.

Wenn etwas immer gleich klingt und man es sehr oft hört, dann setzt ein ganz normaler psychologischer Effekt ein: Anfangs findet man es gut, dann wird man satt und dann hat man es über. Heavy Rotation kann jeden Song killen. Und wenn das gar nicht mal Heavy Rotation ist, sondern einfach alles nur gleich klingt, dann hat man denselben Effekt bei ein paar mal hören.

Ich empfinde die Musik als einen dichten und aufdringlichen Soundteppich. Nicht mein Geschmack halt. Das ist alles. Da ist keine geistige Aussage drin - nur ein Feedback zur Musik selber.

goodfruit antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@goodfruit

Ich möchte das Thema jetzt nicht weiter vertiefen, nur allgemein noch mal appellieren, nicht den Fehler zu machen, den eigenen Geschmack als Maßstab für den Inhalt und die geistliche Haltung eines anderen zu werten.

Das war es auch schon 🙂 

tristesse antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@tristesse Ich bin nicht Gott - von daher ist meine Sich der Dinge eine von Milliarden! Wenn ich eine Vorliebe äußere und sage, warum mir etwas anderes nicht so gut gefällt, dann ist das eine Meinung im pluralistischen Meer der Meinungen. Ich kritisiere etwas - aber ich verurteile damit weder diejenigen, die den kritisierten Inhalt gemacht haben, noch mache ich überhaupt irgendeine Aussage über diejenigen, denen das gefällt.

Das ist nicht nur bei Musik so, sondern eine generelle Sache. Wenn ich alles persönlich nehmen, würde, was mir so an Meinungen über den Tag begegnet, dann wäre ich ständig am kämpfen, mich rechtfertigen - hätte keinen Frieden.

Ich habe mein Leben lang mit Menschen anderer Ansichten gelebt und habe mir den Frieden nicht rauben lassen. Warum sollte es mich auch berühren, wenn jemand das Auto, das ich fahr, unmöglich findet, die Musik, die ich höre abscheulich findet etc.

Der Job der Kritiker ist ein alter und nicht immer ein dankbarer. 

https://www.nachtkritik.de/meldungen/hannover-ballettchef-beschmiert-kritikerin-mit-hundekot

Aber doch meine ich, dass Kritik sein muss. Keiner muss sich ihr anschließen - aber sie ist wichtig, weil sie deutlich macht: es darf, es muss Feedback geben. Ich erinnere mich an Fernsehabende mit Marcel Reich-Ranicki und dem literarischen Quartett, wo sie Bücher gradezu auseinandergenommen haben. Das war vielleicht nicht immer fair, denn es war subjektiv. Aber die Literatur bekam da ein Forum, eine gewisse Öffentlichkeit und eine negative Kritik musste ja keinesfalls gleichbedeutend sein mit einem ökonomischen Reinfall - auch wenn es häufig so gewesen sein dürfte.

Hegels dialektischer Ansatz sieht ja These und Antithese vor. Und wenn eine Kritik (z.B. die Kritik der reinen Vernunft) eine gute Sache war, dann toppte dies manchmal die Kritik der Kritik oder gar die Kritik der Kritik der Kritik ...

Das ist eine wichtige kulturelle Größe in unserer Kulturgeschichte. Sie ist gewissermaßen auch der Motor kulturellen Fortschritts.

Ich weiß um die Bemühungen, keine negativen Dinge mehr zu sagen. Jedem beizuspringen, gegen den Kritik geübt wird. Das ist Teil woker Kultur. Es bleibt mir nichts, als das zur Kenntnis zu nehmen. Dann machen wir eben den Motor der Kultur und philosophischen Fortschritts aus.

Ich meine, dass da nicht nur die Freiheit auf der Strecke bleibt, sondern auch die Diversität der Meinungen, die plurale Gesellschaft wird eingeebnet.

Es ist natürlich klar, dass es weiter Kritik geben wird. Nur ist man dann gezwungen, diese hinter Codes zu verstecken - so wie es sehr wohl auch grottenschlechte Arbeitszeugnisse gibt - auch wenn sich das sehr positiv liest. Jederzeit sehr bemüht ... immer zur Stimmung in der Abteilung beigetragen ...

Da kommt dann so etwas heraus wie diese Filmanalyse von einem Til Schwaiger Film von Wolfgang M. Schmitt:

https://www.youtube.com/watch?v=Kk3KxiQ_KOk&t=394s

Das ist auf den ersten Blick eine faire und fast schon liebevolle Auseinandersetzung mit dem Werk des Till Schwaiger. Allerdings ist es zugleich eine der ätzendsten und vernichtentsten Kritiken die ich von diesem Kritikern gesehen habe.

Wollen wir das lieber so - oder dürfen wir vielleicht doch lieber offen, aufrichtig und mit den Worten, die unsere Sprache dafür hergibt, unsere Meinung zu Dingen äußern?

Ich will denen Worshippern nichts böses. Es sind auch keine einzelnen Titel, die mir da nicht gefallen und es kann sein, ich sehe einzelne Titel z.B. von Kari Jobe, und das gefällt mir total. Es wird für mich nur problematisch, wenn es zu viel wird - viele Titel am Stück, immer und immer wieder dasselbe. Und es sind auch nicht die Komponisten, Autoren oder Interpreten - sondern sehr wahrscheinlich zu einem großen Teil die Technik, die Soundmixer, die die Sache zur "Soße" werden lassen.

Für mich hatte sich da die Musik von Charity Gale positiv abgehoben. Im Grunde genommen ist es derselbe Stil. Aber ihre Texte erinnern in Bezug auf den Inhalt mehr al klassische Kirchenmusik, indem da auch biblische Bezüge vorkommen und die Musik ist in meine Ohren artikulierter. Aber wie gesagt - das ist alles Geschmackssache und früher hieß es mal, dass man über Geschmack nicht streiten sollte.

goodfruit antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874

@goodfruit Das waren viele Worte, aber ich stell mich mal zu Dir. 

Ich hab diese 'Soße' so verstanden, wie ich es auch über die Beschallung mit Weihnachtsliedern empfinden würde. 
D.h. nicht die Musik ist schlecht, aber eben die Darreichungsform. 
Man wird berieselt, manches klingt ganz nett und ein Ohrwurm-Medley ist garantiert. 
Damit ist weder der Tölzer Knabenchor niedergemacht noch der Komponist von 'Stille Nacht...', aber in Dauerschleife bohrt sich's einfach ins Hirn, ohne dass wirklich weihnachtliche Gefühle aufkommen. 

chai antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@goodfruit https://www.youtube.com/watch?v=U3Q1xtGR9as&pp=ygUod2llIGVpbiBmZXN0IG5hY2ggbGFuZ2VyIHRyYXVlciBtaXQgdGV4dA%3D%3D

"so ist Versöhnung." von Debus Mayer Band.

 

hallo goodfruit,

über Musik kannst du dich lange streiten.........................................................

Aber es hilft weder dir noch tristesse. Weder du noch sie müssen sich 

rechtfertigen. Ich wünsche euch von Herzen, das du dich wieder mit tristesse

versöhnen kannst, ihr beide wieder Frieden findet. Es gibt schon genug

Kriege und Beziehungskriege. 

 

Gott segne dich,

liebe Grüße,

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GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@hundemann Ich sehe das nicht als Krieg, sondern als Verteidigung von Freiheit und kulturellen Werten, die Europa ausmachen.

goodfruit antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

https://www.youtube.com/watch?v=D6Cc4Erbpn0&list=RDD6Cc4Erbpn0&start_radio=1

"liebet eure Feinde"  Jonathan Böttcher.

 

Lieber GoodFruit,

ich lese deine Beiträge immer gerne und mit Gewinn, weil du so ein großes

Wissen hast. Aber die einfachen Worte Christi sind so was von wichtig.

Aus deiner Sicht kannst du nicht verstehen, warum tristesse so reagiert hat.

Aber tristesse hat eine ganz andere Lebensgeschichte wie du, versuche doch 

einmal, das Ganze aus ihrer Sicht zu sehen.........................................

Aus ihrem Gemeindehintergrund...........

Und da haben deine Worte sie verletzt.......

 

liebe Grüße,

 

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tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@goodfruit

Ich versteh irgendwie nicht, warum du dich da jetzt so rein steigerst und bin nicht bereit, da noch weiter drauf einzugehen.

Ich hab es gewagt, Kritik an einer Äußerung von dir zu üben, hab jetzt zweimal erklärt warum und das mit einer Bitte verbunden. . Okay, mach ich in Zukunft bei dir halt nicht mehr wenn das so ausartet 🙂 

tristesse antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@tristesse Letztendlich geht es um die Tradition der Aufklärung und die Wurzeln europäischer Kultur und der Tradition der letzten 200 Jahre.

Du hältst das vermutlich für sehr weit ausgeholt, aber das, was uns lange selbstverständlich war, ist in großer Gefahr. Auf der einen Seite große Empfindlichkeit bei Kritik, die das Recht auf freie Meinungsäußerung gefährden kann (die woke Seite) und auf der anderen Seite drohende Willkürherrschaft und Refeudalisierung mit Konsequenzen für die Gesellschaft, wie das jeder russische Bürger kennt.

Weil es hier um fundamentale Werte geht, die ich zu verteidigen bereit bin, dürfte eine deutliche Reaktion meinerseits die Regel sein.

War der Begriff der "Worshipsoße" denn wirklich eine derart ehrabschneidende Beleidigung, dass da eine Verurteilung meinerseits unterstellt werden musste?

Ich will niemanden derart beleidigen, dass er therapiewürdig wird. Aber ich will auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen müssen - insbesondere, wenn es um das Ausdrücken von Gefühlen geht.

goodfruit antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874
Veröffentlicht von: @goodfruit

War der Begriff der "Worshipsoße" denn wirklich eine derart ehrabschneidende Beleidigung, dass da eine Verurteilung meinerseits unterstellt werden musste?

Für mich nicht, aber das hab ich ja auch schon gesagt. 

chai antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29340

@goodfruit 

Zum Beitrag

Ich will niemanden derart beleidigen, dass er therapiewürdig wird. Aber ich will auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen müssen - insbesondere, wenn es um das Ausdrücken von Gefühlen geht.

Hier im Zitat hast du zwei Extreme gelistet.  

Es gibt einen Mittelweg, wenn man sich mal verformuliert hat. z.B. der kleine Satz: "Tut mir leid, ich habe mich im Ton vergriffen".
Damit ist noch keinem ein Zacken aus der Krone gefallen, im Gegenteil... sie scheint wieder insgesamt hell.

Probier's doch mal....  ist ganz einfach. Und schon kommt der Friede Christi wieder zum Vorschein und wirkt.

deborah71 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@deborah71 Ich würde das gerne machen! Allerdings würde ich zunächst einmal gerne nachvollziehen, was an dem Begriff so schlimm gewesen sein soll. Ich kann das einfach nicht nachvollziehen. Wenn ich schuldig geworden sein sollte, dann bin ich selbstverständlich auch an Vergebung interessiert und will das tun, was von meiner Seite dazu gehört. Dazu muss aber erst einmal eine Schuld da sein - und ich halte es einfach für falsch, sich wegen jeder Lappalie zu entschuldigen, weil man dann immer nur noch am sich entschuldigen ist und so eine ganz üble Schere in den Kopf bekommt.

Ich ordne den Vorfall in ein wokes Mindset ein. Anders kann ich es nicht verstehen. Da "woke" offenbar nachhaltig die amerikanische Demokratie gekillt hat - denn es war ja grade auch diese woke geistige Übergriffigkeit, die viele zu Trump getrieben hat - sehe ich Anlass genug, hier in Europa dieser Strömung nicht zu viel Raum zu geben.

Wenn ich religiöse Gefühle verletzt habe, dann tut es mir leid. Das war nicht meine Absicht und ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass dieses eine Wort so wirkmächtig ist. Ich will hier niemanden verletzen. Ich halte die Freiheit der Meinungsäußerung für einen großen Wert. Freiheit geht auch durch Nichtbenutzen verloren. Ich hoffe, dass mir in Zukunft die Abwägung hier sensibler gelingt.

Der Friede Christi ist bei mir übrigens nie von äußeren Umständen abhängig sondern immer von dem, was in meinem Herzen ist. Und da ist nur drin, was ich erlaube, dort hineinzugelangen. Und das ist allein in meiner eigenen Macht (mit Unterstützung des Herrn).

goodfruit antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29340

@goodfruit 

Zum Beitrag

Wenn ich religiöse Gefühle verletzt habe, dann tut es mir leid.

Hast du, das war an einigen Reaktionen offensichtlich. Dass es dir leid tut, entspannt die Lage deutlich.

Das war nicht meine Absicht

mit Sicherheit nicht. Es war einfach eine unbedachte Äußerung. Der Mund war mal wieder schneller, als der Verstand. 

und ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass dieses eine Wort so wirkmächtig ist.

Die Wirkung von Worten kann sehr explosiv sein, negativ wie positiv. Gott sprach: Es werde Licht! und Licht war!

Ich will hier niemanden verletzen. Ich halte die Freiheit der Meinungsäußerung für einen großen Wert. Freiheit geht auch durch Nichtbenutzen verloren.

Die Freiheit der Meinungsäußerung ist ein großer Wert, Höflichkeit und Demut stehen dem aber nicht nach. Das sind auch wesentliche Werte....aber der größte Wert von allen ist das Liebesgebot.

Ich hoffe, dass mir in Zukunft die Abwägung hier sensibler gelingt.

Davon gehe ich aus.  Deswegen habe ich Sorgfalt auf die  Erklärung verwendet. Und wenn dann noch die Weisheit Gottes dazu kommt und du dir einen Engelwächter für deine Zunge erbittest.....  das kann nur gut werden. 🙂

Danke, dass du mir zugehört hast. ❤️ 

 

 

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29468

@tristesse 

Mir ist es schnurzpiepe, was "der Zeitgeist unserer Welt" nun sagt oder nicht, um den hab ich mich noch nie geschert

Aber wenn jemand die Gebete der Mitgeschwister im Herrn als "Worshipsoße" runtermacht, mach ich halt meinen Mund auf.

Ich habe jetzt nicht alles komplett gelesen, und normalerweise stimme ich auch mit Good Fruit selten überein... aber ich denke, er hat hier einen wichtigen Punkt aufgegriffen, nämlich die Frage, ob Worship, so wie es bei großen Veranstaltungen inszeniert wird, nicht auch etwas Manipulatives hat. Denn Menschen in der Masse verhalten sich anders als als Individuum, und das wird bei solchen Veranstaltungen ausgenutzt. Und das widerspricht auch dem Anspruch, dass es um ein individuelles Verhältnis zu Gott im Glauben geht.

Ich denke, ich verstehe daher, was Good Fruit mit "Worship-Soße" meint... aber ich verstehe auch was du meinst, wenn es dir um die individuelle Musik geht, die jeder natürlich anders empfindet und die völlig unabhängig von manipulativen Massenveranstaltungen ist.

Deshalb passt das Thema auch nicht recht hierher... da wäre wohl ein eigener Thread besser, der sich mit der Frage befasst, inwiefern solche Massenveranstaltungen denn nun tatsächlich manipulativ sein können und inwiefern sich das möglicherweise negativ auf den persönlichen Glauben auswirkt, wenn hier mit psychologischen Tricks einer Massenveranstaltung gearbeitet wird.

Aber wie gesagt... das Thema hat dann mit einzelnen Musikstücken nichts zu tun, da hast du völlig recht.

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7595

@lucan-7 

"da wäre wohl ein eigener Thread besser, der sich mit der Frage befasst, inwiefern solche Massenveranstaltungen denn nun tatsächlich manipulativ sein können"

Sicher, aber Musik und auch deren Inszenierung gehören zu diesem Thema mit dazu. Ich habe einige Males solche - für deutsche Verhältnisse - Großveranstaltungen gesehen. Und mir kam jedes Mal das Gruseln.

Das hat aber mit Religion, speziell der christlichen nicht viel zu tun, umso mehr aber mit allgemein massenpsychologischen Phänomenen. 

queequeg antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874

@queequeg Richtig. 

Da mögen die Lieder noch so schön und ehrlich sein - mich gruselt's auch, wenn ich Aufzeichnungen von solchen Veranstaltungen sehe. 

chai antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1591

@chai 

hm, ich weiß nicht. Solche Veranstaltungen haben auch damit etwas zu tun, „sein Bestes“ für den Herrn zu geben.
Exzellenz für Gott und versuchte Manipulation können von außen ähnlich scheinen. 

Ich habe auch schon versuchte Manipulation durch Lobpreis im kleinen und mittelmäßigen empfunden und Lobpreis, wo meinem Eindruck nach, der Sänger etwas wollte, aber nicht mit dem Herz bei und für Gott dabei war. Auch empfinde ich manchmal Wiederholungen als manipulativ.

Ob mein inneres Urteil da gerecht war, weiß ich nicht. Ich versuche inzwischen dann, mich von meinem Gefühl/Urteil zu lösen und mich (wieder) Gott zuzuwenden. Denn darum soll es mir gehen. 

Die „Gefahr“ die ich sehe, dass Lobpreis zu einer Art Happening wird oder werden kann.

Gute Gefühle, Gemeinschaft und irgendwie auch dabei Gott anbeten. Aber jeder muss für sich selbst die Ausrichtung und Gewichtung haben und verantworten.
Und wenn mir ein Lobpreiskonzert hilft, Gott und seinem Willen näherzukommen, warum nicht?

Sonst kommen wir auch irgendwann wieder dazu, dass die Form eines Gottesdienstes völlig egal ist. (Was meistens bedeutet, dass man nichts ändern muss und man sich nicht bemühen braucht und auch nicht überlegen musd, wer kommt und was die Leute brauchen)

 

ga2 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

Seit Adam und Eva gehört Machtdenken zu unserem Leben dazu. Jeder Mensch,

auch ich, möchte gerne an die Macht, besser sein, alles wissen, recht haben....

Und als Musiker weiß ich auch, das man mit Musik manipulieren kann. 

Musik kann heilend sein, aber auch zerstörend, manipulierend.................

Wenn ich nicht mehr für Christus spiele, sondern für mein Ego..........

 

Charismatische Menschen sind attraktiv, sprengen verkrustete Strukturen

auf, schöne Lobpreismädels, perfekt gerichtet.........................................

Im Gegensatz zu Kirchen, wo man kein Schlagzeug spielen darf, nicht 

klatschen.........Das ist das andere Extrem........................................

Am besten finde ich als Musiker den Ausgleich. Auch mal ältere Lieder 

singen, dann wieder moderne Lieder.

Nicht nur von Wundern singen, vom tollen Leben eines Christen ohne Leid,

vom Wohlstand, gut gehen..............

Wenn ich die Psalmen lese, da gibt es das ganze Leben. Halleluja, 

Begeisterung, Wunder, aber auch Krankheit, Leid, Trauer..............

Christus hat diese Ausgeglichenheit gelebt. Und von daher wünsche ich 

mir auch mehr Ausgeglichenheit bei den ganzen christlichen Liedern.

Deshalb sehe ich in den nur charismatischen Liedern singen eine Gefahr.

Menschen folgen der charismatischen Musik, den Leitern, weil sie sich 

dafür ein Wohlergehen erhoffen. Wenn aber Wunder ausbleiben, dann muss

man Wunder erfinden. ............................................................................

Christus ist Gott sei Dank so anders, ehrlich, echt......................

 

deleted_profile antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29468

@queequeg 

Sicher, aber Musik und auch deren Inszenierung gehören zu diesem Thema mit dazu.

"Manipulation der Massen" und "Was hört ihr gerade" hat wohl nur sehr bedingt etwas miteinander zu tun, wenn man darüber diskutieren will...

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874

@lucan-7 Das hat sich halt so ergeben.

chai antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7595

@lucan-7 

Es kommt nicht darauf an, was die Leute hören wollen, sondern zu hören bekommen.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29468

@queequeg 

Es kommt nicht darauf an, was die Leute hören wollen, sondern zu hören bekommen.

Um das thema an der Stelle mal abzuschliessen: Es gibt sicher Musikstücke, die für "manipulative Massenveranstaltungen" besser geeignet sind als andere.

Aber auch diese Musik kann man sich dann als einzelne Person anhören und sie einfach nur schön finden - die Geschmäcker sind ja verschieden. Und zu den Massenveranstaltungen gehören halt noch ganz andere Inszenierungen dazu, über die man sicher diskutieren kann, die aber mit der Musik allein nichts mehr zu tun haben.

Deshalb ja mein Vorschlag, ein eigenes Thema dazu zu eröffnen. Ich selber bin mir zwar des Themas "Massenphänomene" durchaus bewusst, aber mehr im politischen Bereich, deshalb werde ich da nichts eröffnen.

Aber vielleicht will Good Fruit das Thema weiter vertiefen... er hat es ja angesprochen.

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@lucan-7

Du hast völlig recht, das Thema gehört nicht hierher, ich wollte Goodfruits Bemerkung nur nicht so stehen lassen.

Aber einen neuen Thread dazu mache ich auf keinen Fall auf 🙂 

tristesse antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4874

@tristesse Hätt ich gestern gern gemacht, war mir dann aber nicht sicher, in welcher Rubrik der am besten aufgehoben wäre.

chai antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2028 Jahren

Beiträge : 20559

@chai

Hätt ich gestern gern gemacht, war mir dann aber nicht sicher, in welcher Rubrik der am besten aufgehoben wäre

Vielleicht irgendwas mit Gemeinde? 🤔 Oder Musik? 

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 29340

@goodfruit 

Zum Beitrag

Ich habe den Ablauf jetzt durchgelesen bis zu Chai's post über einen extra Thread bzgl Manipulation mit Musik.  Das sehe ich aber nicht als Hauptthema, wo es hier den Bach runtergegangen ist.

Charity Gale ist durch den Vergleich mit anderen Musikstilen und Darbringungen durch eine abwertenden Aussage (worshipsoße) für mich komplett untergegangen. Ein Reizwort im post und schon läuft die Selbstsabotage deiner guten Absicht, Charity und ihre Darbringung positiv vorzustellen, dich einfach zu freuen und Mitfreuende zu erleben. Beginnt man zu vergleichen, gibt es nur Verlierer und die gemeinsame Freude ist zur Tür hinaus.

deborah71 antworten
neubaugoere
Beiträge : 19188

Dein Name befreit | Timo Langner

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

Ich kann das so sehr unterschreiben, was er am Anfang singt:

Die Finsternis hatte uns verblendet. Ein Schleier trübte uns'ren Blick.
Lüge schien für uns die Wahrheit. Verborgen war uns dein Gesicht.
Aus Gnade fanden wir Bewahrung. Erlösung, die die Welt nicht gibt.
Wir leben in der Offenbarung: Jesus, der Messias, lebt.

Ich habe es erlebt/gesehen (!!!!), wie Gott den Schleier wegnahm, als ich ihn um Hilfe anrief. Das war sooooo kraaaaasss!!!! 

Und dieser kurze Ausschnitt geht mir seit Tagen im Kopf rum ... mal mit anderen Passagen, mal ohne:

"und dein Name steht über allem"

neubaugoere antworten


Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188

https://www.youtube.com/watch?v=hOATCPhCVBE&pp=ygU6YW5qYSBsZWhtYW5uIGxpZWRlciBkaWUgZ8O8bGRuZSBzb25uZSB2b2xsIGZyZXVkIHVuZCB3b25uZQ%3D%3D

"die güldne Sonne voll Freud und Wonne..........." Anja Lehmannn

 

Danke für die Sohne die wieder scheint. Das kann der beste Kaffee nicht bringen. Die hellen Strahlen der

Sonne machen mehr wach..............

 

liebe Grüße,

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1 Antwort
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1591

@hundemann 

Danke für die Erinnerung an dieses wunderbare Lied 

ga2 antworten
Seite 36 / 63
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