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20 Jahre Euro

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ALF.MELMAC
Themenstarter
Beiträge : 2153

Am 1.1. 2002 wurde der Euro als Bargeld eingeführt

Als Währung und Verrechnungseinheit gab es ihn vorher schon

Wie lautet euer persönliches Fazit?

War die Einführung gut oder eher nicht so gut?

Antwort
65 Antworten
1-ichthys
Beiträge : 643
Veröffentlicht von: @alf-melmac

Wie lautet euer persönliches Fazit?

Wenn die derzeitige EZB-Politik (Geld drucken und keine Zinsen) nicht wäre, könnte ich mich noch mehr am Euro freuen.

1-ichthys antworten


Orangsaya
Beiträge : 2894

Schon zur Zeit des ECU war ich ein Freund von dem Gedanken. Die Währung war zwar nur für den Bankenverkehr, aber es gab auch Münzen. Diese waren leider kein zugelassenes Zahlungsmittel.

Veröffentlicht von: @alf-melmac

Am 1.1. 2002 wurde der Euro als Bargeld eingeführt

Die Tage habe ich auf youtube die Tagesschau vor zwanzig Jahren gesehen. Ich finde es allerdings nicht auf die Schnelle. Damals war alles wie verrückt hinter dem Euro her.

Veröffentlicht von: @alf-melmac

Wie lautet euer persönliches Fazit?

Mein Fazit ist, dass ich bis heute oft in DM umrechne. Gar nicht mal bewusst. Die DM scheint für mich noch ein Grundmaß zu sein, um einen Wert einzuschätzen. Auch fand ich die Aufteilung der Größe der Münzen besser. Allein an der Größe erkennt man den Wert. 50 Cent sind viel zu groß usw. Bei der DM sah ich eher eine Logik hinter.

Veröffentlicht von: @alf-melmac

War die Einführung gut oder eher nicht so gut?

Aus der Perspektive der Rückblende war die Einführung so nicht gut. Griechenland konnte mit krimineller Energie die Bilanz des Haushalt derartig fälschen, dass der Euro in Gefahr war. Als der Euro eingeführt wurde, hieß es solche Länder müssten Strafe zahlen. Es ist aber sinnlos, wenn ein Land, dass selbstverschuldet wirtschaftlich am Umfallen ist, Strafe zahlen zu müssen. Letztlich hat Griechenland keine Strafe gezahlt, sondern Griechenland hat Unterstützung bekommen.

Nicht nur wegen Griechenland. Der niedrige Zinssatz und die Staatsanleihen sind weit weg von der soliden Geldpolitik der Bundesbank. Länder wie Griechenland, Portugal und Italien haben davon profitiert, für den Rest wurde der Euro unsicher. Auch das Geld, dass die Oma auf der Bank spart, gehört gesichert.

orangsaya antworten
11 Antworten
Morran
 Morran
(@morran)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 490
Veröffentlicht von: @orangsaya

50 Cent sind viel zu groß usw. Bei der DM sah ich eher eine Logik hinter.

Spannend, wenn man bedenkt, dass die Logik bei DM und Euro exakt dieselbe ist. Mit steigendem Wert werden Münzen größer, außer wenn die Farbe wechselt, dann ist die höherwertige Münze kleiner. Das war bei der D-Mark schon ganz genauso.

morran antworten
BeLu
 BeLu
(@belu)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4161
Veröffentlicht von: @morran

Mit steigendem Wert werden Münzen größer, außer wenn die Farbe wechselt, dann ist die höherwertige Münze kleiner. Das war bei der D-Mark schon ganz genauso.

Stimmt. 50 Pfennig waren kleiner als 10 Pfennig, und 5 Pfennig zumindest vom Durchmesser etwas kleiner als 2 Pfennig.

belu antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Die Proportionen waren schon anders. Selbst, wenn die Farben wechselten, so war dann der Unterschied nur wenig. 1,XX Millimeter. Andere mögen damit gut zurecht kommen. Mich irritiert das bis heute. Besonders das 50 Cent Stück, dass einen großen Sprung macht.

orangsaya antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881

Die Logik dahinter
Früher waren die Münzen so viel wert wie das Metall in ihnen drin. Damit war eine Silbermünze kleiner als eine Kupfermünze mit gleichem Wert.

Inzwischen sind Münzen, wie schon vorher das Papiergeld, wertvoller als ihr reiner Materialwert. Aber noch heute sehen die Münzen so aus, als ob sie aus Kupfer (bzw. einer Kupferlegierung), Silber und (teilweise) Gold bestehen, auch wenn es natürlich anderes Material ist. Und die Größenverhältnisse sind auch daran angepasst.

Wie das mit den Größenordnungen nun exakt war, das war je nach Währung verschieden, der Euro bietet da wohl eine Art Kompromiss. Wenn dich was irritiert, hast du eben Pech gehabt. 😉

"Dank" schlechter Augen hab ich zuweilen auch meine Probleme, Münzen auseinanderzuhalten, aber das muss ich eben in Kauf nehmen.

Helmut

hkmwk antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2743

Dann schau dir mal den Rand an, die sind extra so gemacht, dass selbst Blinde damit klar kommen.

jigal antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 2847

Und es funktioniert wirklich. Ich hab es mal ausprobiert. Es braucht aber Zeit.

channuschka antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2446
Veröffentlicht von: @hkmwk

"Dank" schlechter Augen hab ich zuweilen auch meine Probleme, Münzen auseinanderzuhalten, aber das muss ich eben in Kauf nehmen.

Die Euro-Münzen sind taktil allerdings viel besser auseinanderzuhalten als die DM-Münzen es waren. Ich sortiere oft schon in der Hosentasche mein Geld passend aus, das Gegenüber guckt dann oft so niedlich erstaunt, wenn die Hand gleich mit dem passenden Geld entgegengereckt wird. 😉

lubov antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881
Veröffentlicht von: @lubov

Die Euro-Münzen sind taktil allerdings viel besser auseinanderzuhalten als die DM-Münzen es waren.

Bei Mark und Pfennigen hab ich es immer mit den Augen gemacht ...

... ein wenig hab ich mich schon an die Euro-Münzen gewöhnt. Aber dass ich, wenn ich passend geben will, schon mal 2 Cent statt 5 Cent gebe (also insgesamt zu wenig), das kommt immer noch ab und zu vor - umgekehrt ist es natürlich weniger peinlich 😉

Helmut

hkmwk antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2446
Veröffentlicht von: @hkmwk

Aber dass ich, wenn ich passend geben will, schon mal 2 Cent statt 5 Cent gebe (also insgesamt zu wenig), das kommt immer noch ab und zu vor - umgekehrt ist es natürlich weniger peinlich 😉

Die 2-Cent-Münze hat diese coole, umlaufende Kerbe im Rand. Also nicht Dellen wie die 20-Cent, oder Riffel wie die 10- und 50-Cent, sondern eben eine rundumlaufende Kerbe. Die finde ich (wenn man denn weiß, welchen Tasteindruck man haben will) gut fühlbar und unterscheidbar. 😊

lubov antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881
Veröffentlicht von: @lubov

Die 2-Cent-Münze hat diese coole, umlaufende Kerbe im Rand.

Ah ... ja!

Vielleicht sollte ich in Zukunft mehr auf meine Tastsinn setzen ...

Helmut

hkmwk antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2446

offtopic

Veröffentlicht von: @hkmwk

Vielleicht sollte ich in Zukunft mehr auf meine Tastsinn setzen ...

Der wird sowieso völlig unterbewertet. 😀

... ich bin froh, einigermaßen funktionierende Augen zu haben, aber ich merke, wie viel einfacher vieles läuft, wenn ich für die Feinheiten den Tastsinn stärker als die Augen nutze. Allein Faden in dünnes Nadelöhr pfriemeln - ja, um den Fadenanfang in die Nähe des Öhrs zu bringen, gucke ich hin. Und dann gucke ich ins Leere, weil mir die Finger viel genauer und schneller melden, ob's klappt oder nicht, und wo's sich langbewegt. Generell finde ich Ohren und Finger oft unterbewertet und zu wenig eingesetzt.

lubov antworten
Johannes22
Beiträge : 2973

Ich finde es noch immer sehr praktisch in Frankreich und in Spanien (da bin ich halt öfter) kein Geld umtauschen zu müssen.

johannes22 antworten
5 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @johannes22

Ich finde es noch immer sehr praktisch in Frankreich und in Spanien (da bin ich halt öfter) kein Geld umtauschen zu müssen.

Also ich war jahrelang mindestens einmal die Woche in den Niederlanden. Meine Frau hat als unser Kind klein war eine Zeit in den Niederlanden gelebt. Ich war bemüht, meine Freizeit möglichst an einem Stück zu halten und meine Freizeit mit meiner Familie zu verbringen. Das es Gulden und DM gab, war für mich kein Problem. Ich habe entweder mit der Karte bezahlt, oder am Geldautomaten entweder DM, oder Gulden abgehoben. Je nachdem, wo ich gerade war. Gestört hat das wirklich nicht. Meine Schwester hat in Vaals gelebt und in Brüssel studiert. Das sie zwischen drei Währungen hüpfen musste, war auch kein Problem.

orangsaya antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973

Das Problem war ja das man nicht gependelt ist sondern Urlaub gemacht hat, da konnte man die Pesetas oder Franc entweder am Ende des Urlaubs zwanghaft ausgeben oder hatte sie halt zu Hause und musste sie für den nächsten Urlaub in irgendeine Kiste packen. Ne das war schon extrem doof (von der Umrechnerei im Urlaub gar nicht zu reden, man musste ja immer Ausrechnen was das jetzt so alles kostet) . Nö, eine Währung in ganz Europa ist schon ungeheuer praktisch.

johannes22 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881

Nachteile im Urlaub

Veröffentlicht von: @johannes22

Das Problem war ja das man nicht gependelt ist sondern Urlaub gemacht hat,

Da erinnere ich mich an nen Fernsehbericht über Geldumtausch in Mallorca. da gab es sŚtände, duie Umtausch zu einem exzellenten Kurs anboten- aber nur (siehe Kleingedrucktes) ab 5000,-DM. Wer nicht aufpasste und sich darüber beklagte, dass er zu wenig Peseten bekam, wurde auf den Kurs für kleinere Beträge hingewiesen ... der war natürlich alles andere als günstig.

Mit Euro ist so was nicht mehr möglich.

Helmut

hkmwk antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2743

Nicht nur das. Es gibt auch keine Nachteile mehr innerhalb der EU wenn alles in Euro angeboten wird. Ich erinnere mich noch an Angebote für deutsche Maschinen in Franz. Franc, Kursrisiko war mit Frankreich gering, mit Italien aber schon gegeben.

So im Isarael Urlaub haben die gerne Euro genommen, D-Mark aber nie.
In Jordanien ebenfalls kein Problem.
Auf der Türkeirundreise stand in den Restaurants für Busreise der Preis für die Getränke gleich in Euro auf der Tafel.

jigal antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @johannes22

Das Problem war ja das man nicht gependelt ist sondern Urlaub gemacht hat, da konnte man die Pesetas oder Franc entweder am Ende des Urlaubs zwanghaft ausgeben oder hatte sie halt zu Hause und musste sie für den nächsten Urlaub in irgendeine Kiste packen.

Als ich den Führerschein hatte, war Frankreich, Spanien auch meine Route. Wobei nicht nur Geld eine Barriere war. Um nach Spanien zu dürfen musste man sich erst eine grüne Versicherungskarte kaufen. Auch Geld war nicht die einzige Währung. Wenn Du Zigarettenpapier hattes, war der Kontakt zu gleichaltrigen kein Problem und die besorgten noch Utensilien für eine Fete. 🤓 Wegen dem Wechseln hatte ich wenig Stress. Ich habe bevor ich die Grenzen wechselte Dinge gekauft, die es so einfach nur in dem Land gab. Wein in Plastikkanistern, Käse usw. In Andorra musste ich sogar mir nochmal Geld tauschen. Mit den Sachen über die Grenze zu kommen, war kein Problem. Oder, vielleicht hatte ich Glück.

orangsaya antworten


Helmut-WK
Beiträge : 4881

Durchwachsen
Der Euro hat Vorteile wie Nachteile.

Was nicht mehr geht: Bei wirtschaftlichen Ungleichgewicht zwischen Ländern mit Auf- und Abwertungen der jeweiligen Währungen reagieren. Insbesondere Griechenland hätte dringend eine Abwertung benötigt. Dass dem Land verboten wurde, aus der Eurozone auszuscheiden, hat zu Recht zu Verbitterung geführt.

Auch bei einigen anderen Ländern kann man darüber diskutieren, ob sie nicht besser eine eigene Währung haben sollten. Die Polen fahren ja gut damit, dass sie dem Euro fern geblieben sind.

Die Vorteile eines großen Währungsraums liegen auf der Hand, die kennt wohl jeder (mindestens einige).

Helmut

hkmwk antworten
1 Antwort
Bergliebe
(@bergliebe)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 131

Beim wöchentlichen Einkauf in Frankreich sehr gut.

Ich muß nicht mehr die Preise umrechnen.

bergliebe antworten
Suzanne62
Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @alf-melmac

War die Einführung gut oder eher nicht so gut?

Ich finde es eher gut. Reisen ist auf jeden Fall einfacher geworden, man muss nicht alle naselang Geld umtauschen und in eine andere Währung umrechnen, wenn man durch Europa reist.
Außerdem ist es für exportabhängige Branchen gut, dass deutsche Exporte preisgünstiger sind als zu DM-Zeiten.
Aber ich muss gestehen, dass ich mich immer noch dabei ertappe, dass ich in D-Mark umrechne.
Aber wir haben den Euro ja auch erst seit 20 Jahren....😉🤓😀

Nachtrag vom 03.01.2022 2304
Das ist für eine Währung ja echt noch kein Alter.

suzanne62 antworten
5 Antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 2847
Veröffentlicht von: @suzanne62

Nachtrag vom 03.01.2022 2304
Das ist für eine Währung ja echt noch kein Alter.

Doch. Ich hab mal kurz gegooglet. Eine Währung hält im Schnitt 27 Jahre. Quelle
Keine Ahnung wie zuverlässig es ist. Aber wenn man die letzten 150 Jahre anschaut.

Deutschland hatte
1871-1923 Mark
1923-1924 Rentenmark
1924-1948 Reichsmark
1944-1948 Alliierte Militärmark
1948-2001 D-Mark
1948-1990 DDR-Mark

Die D-Mark hat mit 53 Jahren am längsten Ausgehalten.

Österreich hatte im gleichen Zeitraum 6 Währungen. Die Schweiz hat seit 1850 den Franken.

Gut es gibt auch Währungen, die 150 bis 200 Jahre alt sind/wurden. Aber vermutlich viel mehr, die kürzer währten. Oder wo vielleicht nur der Name blieb.

channuschka antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2743

Ich habe noch nie etwas von einer Alliierten Militärmark gehört.
Die soll nach deiner Aufstellung von 1944 -1948 gegolten haben, gleichzeitig mit der Reichsmark?
Also mit hat einer erzählt seine erste Miete in Stuttgart im Sommer 1945 waren zwei Päckchen amerikanische Zigaretten.

jigal antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881

Militärmark

Veröffentlicht von: @jigal

Ich habe noch nie etwas von einer Alliierten Militärmark gehört.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Währungsgeschichte#Alliierte_Militärmark_(1944–1948)

Veröffentlicht von: @jigal

Also mit hat einer erzählt seine erste Miete in Stuttgart im Sommer 1945 waren zwei Päckchen amerikanische Zigaretten.

Ja, Zigaretten waren so was wie die "erste Währung", steht in allen möglichen Quellen, und wurde auch von Zeitgenossen (z.B. Vater) erzählt.

Helmut

hkmwk antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2743

Ach das erinnert mich an die Sendung Mash. Da gibt es auch eine Folge in der es neue Scheine gibt. Es war bei den Amerikanern also auch im Korea-Krieg üblich eigene Währungen einzuführen.
Der Artikel sagt sie gelten neben der Reichmark und wurden wie die Reichsmark behandelt. Es fand somit kein Umtausch oder wirklichen Währungswechsel statt. Den einzigen Sinn sehe ich in der Möglichkeit diese in US $ zu tauschen, was mit der Reichsmark ähnlich der D-Mark der SBZ nicht möglich war.

D-Mark der SBZ ja. Ich habe einen Schein über 20 Mark der Deutschen Notenbank Berlin. Es gab 1949 auch Briefmarken mit glaube es war Wilhelm Pieck mit 1DM Aufdruck.

jigal antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

OT - Tabak als Währung

Also mit hat einer erzählt seine erste Miete in Stuttgart im Sommer 1945 waren zwei Päckchen amerikanische Zigaretten.

Unter Inhaftierten gilt Tabak/Zigaretten als Währung.

ungehorsam antworten


Liberatus
Beiträge : 130

Die Einführung des Euro erlebte ich von Anfang an als unseriöse Veranstaltung.
Über die Presse wurde eine Informationsbroschüre über die Vorzüge des kommenden Euro angeboten worden. Die bestellte ich mir. Was dann kam, in einem gewöhnlichen DIN-Lang-Briefcouvert, war ein billiges kleines Heftchen: Ein Shopping-Führer, der mir mitteilte, daß man in den Hauptstädten der benachbarten Auslandes dies und das kaufen könne: Handtaschen, Schuhe u. dgl. Ein bißchen so, wie eine Einladung zur Senioren-Kaffeefahrt.
Echt jetzt? Sachen eingekauft hatte ich schon als Schuljunge auf jeder Klassenfahrt in der jeweiligen Landeswährung. Mir eine ernsthafte politischen und wirtschaftlichen Begründung für das Euro-Projekt zu schicken, hatte man also nicht die Absicht. Stattdessen dieser Quatsch. Offenbar hatte ich es mit einer Institution zu tun, die den Bürger als Dummkopf einschätzte.
In den Tagen nach der Umstellung hat mein bisheriges Stammcafé den Preis für ein einfaches Glas Mineralwasser nahezu verdoppelt, auf das Äquivalent von fast sechs Mark. Ich bin dort nicht mehr hingegangen.

liberatus antworten
5 Antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1133
Veröffentlicht von: @liberatus

In den Tagen nach der Umstellung hat mein bisheriges Stammcafé den Preis für ein einfaches Glas Mineralwasser nahezu verdoppelt, auf das Äquivalent von fast sechs Mark.

Ja, das konnte man in der ersten Zeit besonders in der Gastronomie sehen. In diesen Tagen war ich viel unterwegs und hatte oft außer Haus übernachtet. Wenn ich dann abends die Speisekarten studierte, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf:
Besonders bei den kleineren Gerichten, also Vor- und Nachspeisen sowie Suppen wurde wohl nur das "DM" gegen "Euro" ausgetauscht. Da waren wohl einige Wirte der Meinung, der altgewohnte Preis sei in den Köpfen der Gäste so fest "verankert", dass sich niemand daran stören würde.

bepe0905 antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2743

Das hat man bei den Brezeln hier auch gemerkt.
Ging etwa drei Wochen, dann hatte sich rumgesprochen was welcher Bäcker verlangt. Teilweise waren da 15 Cent Unterschied.
Es hat sich dann auf einen Tick teurer, wegen gerader Zahlen eingependelt.

jigal antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @jigal

Das hat man bei den Brezeln hier auch gemerkt.
Ging etwa drei Wochen, dann hatte sich rumgesprochen was welcher Bäcker verlangt.

Die Währungsumstellung wurde teilweise von den Unternehmen zur Verteuerung genutzt. Seien es Getränke, oder Brezeln. Ein Grund, warum der Euro eine Inflation auslöste, ist allerdings auch, dass die reichen Länder im Norden einen schlechteren Wechselkurs hatten, als die ärmeren Länder. In den Niederlanden wollte man dagegen klagen. Schließlich wird Privatleuten das gesparte auf der Bank gekürzt. Daraus ist allerdings nicht geworden. Begründung, die Regierung darf das.
In Deutschland war es einfacher. Der Kanzler sprach von eine gefühlten Inflation und die braven Deutschen nickten.

orangsaya antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4881
Veröffentlicht von: @orangsaya

In Deutschland war es einfacher. Der Kanzler sprach von eine gefühlten Inflation und die braven Deutschen nickten.

Du vereinfachst zu sehr.

Insgesamt (Preisindex) war die Erhöhung nicht höher als sonst. Also nur gefühlte Inflation.

Aber es gab Bereiche, wo das anders war, wer nur darauf schaute, der konnte eine deutliche Inflation wahrnehmen. Also war das Gefühl nicht völlig falsch.

Helmut

hkmwk antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @hkmwk

Du vereinfachst zu sehr.

Ja, natürlich, dass besagt aber nicht, dass es deswegen falsch ist.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Insgesamt (Preisindex) war die Erhöhung nicht höher als sonst. Also nur gefühlte Inflation.

Wann hatten wir mal einen Preisindex, der gleichmäßig anstieg, beziehungsweise sank. Tatsache, wir hatten 2001 eine Inflationsrate von 2 %. Während der Bankenkriese hatten wir eine Rate von 2,6 %. Wir hatten kurz zuvor es geschafft nach der Wiedervereinigung auf eine Inflationsrate zu kommen, die kleiner als 1 % ist.

Warum die Inflationsrate zur gefühlten Inflation erklärt wurde, war, weil die Fixkosten zunächst gleich blieben. Miete, Gas, usw. blieben zunächst gleich, weil einige daran gebunden waren, den Euro im Wechselkurs zu bestimmen. In anderen Bereichen sah das anders aus. Da stieg der Preisindex rasant, und Lebensmittel brauchen wir. Mit dem Preisindex für die flexiblen Kosten ist die Inflation gestiegen. Die Benzinpreise sind in dem Jahr auch gestiegen. Obwohl die Regierung die Jahre zuvor die Preise künstlich verteuerte.

orangsaya antworten
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