AfD in 5 Jahren
Guten Morgen,
Guttenberg geht davon aus, die AfD wäre bei der nächsten BT-Wahl die dominierende Partei und die CDU eine Juniorpartei.
Die AfD als rechtsextremistisch Einzustufen interessiert den Bürger anscheinend nicht so sehr. Die AfD ist demokratisch gewählt und man sollte sich hüten, die Wähler als Rechtsextremisten zu bezeichnen. Kann sonst fatal sein. Man sieht ja, wie es in Amerika abgeht. Wer nicht pariert, wird kassiert. Die Gegenwehr in Amerika ist quasi nicht vorhanden. So ist mein Eindruck.
Ich glaube, unsere alten Politiker der letzten 10 Jahren haben es vergeigt auf die Bürger zu hören. Zuwanderung, Steuern, marode Infrastruktur.
Man erntet was man sät. Leider!
Die AfD schafft es, Menschen in den sozialen Netzwerken massiv zu beeinflussen. Die Volksverblödungsmaschinerie "soziale Netzwerke* läuft auf Hochtouren und man klebt am Handy wie die Fliege am Fenster. Das macht was mit dem Gehirn und DIE wissen das. Diese Falle musste auch Adam und Eva erleben. Hat Gott wirklich gesagt?? Heute heißt es: Tut die Regierung wirklich was dagegen? Verbrechen von Zuwanderer sind gestiegen, Drogenschwemme sind gestiegen, Vergewaltigungen jeden Tag. Dann werden alte Videos geteilt und als "NEU" deklariert.
Ja, die Regierungen der letzten 10 Jahren haben es vergeigt. Heizungszwang, Ökobilanz wichtiger als Kitaausbau oder Digitale Probleme. So vieles mehr nach dazu. Faeser, Habeck, Scholz haben den Volkswillen ignoriert.
Ganz ehrlich, ich war letzten Sonntag auf dem Volksfest. Sehr, sehr, sehr viele junge Männer, verschleierte Frauen. Versteht mich bitte nicht falsch, aber immer mehr Menschen macht das mulmig. Mir nicht! Aber ich komme immer wieder nicht mehr dagegen an. Die Stimmen die eben das kritisieren. Ich werde langsam zu einer Minderheit, die dagegen ankämpft.
Die Regierungen der letzten Jahre haben die AfD massiv gestärkt. Mir macht das echt Sorgen.
Für die Werte der AfD sehe ich zwei Gründe:
1. Die Politik verweigert ihren Job und macht uns sogar das Leben schwerer. Das sehen wir Tag für Tag im Geldbeutel und unseren Steuerbescheiden. Ok, Staatsbedienstete, Sozialleistungsempfänger und Rentner/Pensionäre bekommen das eher weniger mit.
2. Die AfD wird als die wirksamste Protestpartei markiert. An sich teilt sie den Status mit anderen Parteien wie der Linken, BSW, Freie Wähler und gar der FDP. Aber durch das mediale Herausheben der AfD ist sie der effektivste Weckruf auf Berufspolitiker - nur Berlin ist der Sonderfall, wo diese Rolle die Linke besetzen konnte.
Und damit ist das Gegenmittel klar:
Der Souverän ist das Volk.
Das Parlament soll seinen Job machen und dafür sorgen, dass die Exekutive ihren Job macht. Es geht um Innere Sicherheit, um Wirtschaft, um Migration und Infrastruktur. Das ist machbar, wie vergleichbare europäische Länder beweisen.
Was nicht hilft ist die Verteufelung von Wählern, Lächerlichmachen von Sorgen, das Leugnen von Problemen, das Dozieren von Berufspolitikern, Geschäftsordnungsmobbing in den Parlamenten, Angriffe auf das Privatleben usw.
1. Die Politik verweigert ihren Job und macht uns sogar das Leben schwerer. Das sehen wir Tag für Tag im Geldbeutel und unseren Steuerbescheiden.
Diese Behauptung sehe ich als das Grundübel unserer Zeit. Es wird überall die Geschichte verbreitet, dass unser Leben viel, viel besser sein könnte - und das die Politiker daran schuld seien. Und statt dass sie die Situation verbessern machen sie alles nur noch schlimmer.
Und Beispiele dafür finden sich ja auch genug... denn natürlich wird in der Politik Mist gebaut. Es wird Geld verschwendet, es wird gelogen und betrogen, es wird sich bereichert.
Und natürlich gibt es eine Menge völlig unnötiger und menschengemachter Probleme in der Welt welche, wenn wir uns als Menschheit nur genug Mühe geben würden, natürlich sehr viel besser für die meisten Menschen sein könnte.
Trotzdem gibt es hier eine fatale Fehleinschätzung, und die lautet: "Wenn wir die Menschen in der Regierung mit anderen, besseren Menschen austauschen würden, dann wäre Deutschland viel schöner und es würde allen besser gehen!"
Nein, würde es nicht... denn egal mit wem wir die Regierung austauschen, es werden immer Menschen sein, die an die Macht wollen. Und die werden immer fehlbar sein, die werden immer lügen, und die werden sich immer auch bereichern wollen... egal welches Parteibuch die haben!
Das heisst konkret: Wir werden immer gewisse Abstriche machen müssen. Denn die Situation "da oben" ist ohnehin sehr viel komplexer als viele Leute glauben. Auch die friedlichsten Pazifisten an der Macht werden mit der Tatsache konfrontiert sein, dass andere Regierungen Kriege anzetteln. Auch die klügsten Wirtschaftsleute können die Regeln der Marktwirtschaft und des Kapitalismus nicht ändern, sondern nur in einem gewissen Rahmen nutzen. Und auch die beliebteste Regierung kann es nicht jedem Recht machen, weil es in unserem Land tausende von Gruppen mit teils gegensätzlichen Interessen gibt.
Damit will ich sagen, dass wir selbstverständlich der Regierung auf die Finger schauen und sie auch kritisieren müssen. Aber wir müssen dabei auch im Blick behalten, was realistisch ist... und uns fragen, ob es uns wirklich so schlecht geht und inwiefern die Regierung direkt dafür verantwortlich ist.
2. Die AfD wird als die wirksamste Protestpartei markiert.
Ist sie längst nicht mehr. Wer jetzt noch AfD wählt, der will nicht "protestieren", sondern die Demokratie wie wir sie kennen abschaffen.
Und zwar aufgrund der oben genannten irrigen Annahme, die jetzige Regierung sei "an allem schuld" und dass es in Deutschland viel, viel "besser" sein könnte.
Wobei das, was die AfD unter "besser" versteht, zunächst einmal bedeuten würde, dass es sehr vielen Menschen in Deutschland sehr viel schlechter gehen würde... das kommt noch hinzu.
Zum 1.: Es gibt andere europäische Länder. Wir können also vergleichen.
Wir haben keinen Mechanismus mehr, der dafür sorgt, dass unfähige Berufspolitiker in Machtpositionen diese schnell wieder verlassen müssen. Alleine Baerbocks Visagistin ist ein Skandal. Ich finde diese Korruption überhaupt nicht witzig oder hinzunehmen.
Zum 2.:
Falsch. Sie wurde zum Wahlendspurt sogar noch extra medial herausgehoben als DIE Protestpartei. Divide et impera wäre eine klüger Strategie gewesen.
Die Personen in der AfD kennt man kaum. Da gibt es eine Handvoll Gesichter für ganz Deutschland. Die werden nicht gewählt, weil es etwa bekannte Gesichter aus anderen Kontexten sind. Die werden weitgehend blind gewählt als Gottseibeiuns der westdeutsch geprägten Parteienstruktur.
Was die AfD will, ist den Protestwählern egal (ich halte zumindest die Hälfte der AfD-Wähler für Protestwähler). Die wollen eine Veränderung der Poltik von v.a. Union und SPD erreichen.
Wir werden jetzt sehen, ob die neue Koalition ihren Job machen will oder nicht. Die Themen Innere Sicherheit, Migration, Wirtschaft, Verteidigung, Energiesicherheit und -bezahlbarkeit, ... dürfen nun mit reichlich Geld nicht hinter anderen vergleichbaren Ländern zurückstellen, also Frankreich, Polen, USA, Benelux, Nordische und baltische Länder, Italien.
Die Protestwähler bekommt man gut zurück.
Zum 1.: Es gibt andere europäische Länder. Wir können also vergleichen.
Das Gras bei den Nachbarn ist immer grüner. Um realistisch vergleichen zu können, weshalb in einem Nachbarland die Renten höher oder die Züge pünktlicher sind brauchst du Experten für Politik, Ökonomie, Finanzen, Geschichte und was weiss ich nicht alles... denn es reicht ja nicht, festzustellen, DASS es so ist - man muss auch nachschauen, WARUM es so ist.
Und dann darf man nicht übersehen, dass diese Länder ebenfalls ihre Baustellen und Probleme haben... nur eben auf anderen Gebieten. Das wird dann gerne ignoriert.
Eine deutsche Regierung, die einfach nur die Politik eines anderen europäischen Landes kopiert wird jedenfalls scheitern... wenn es so leicht wäre, die Züge pünktlich fahren zu lassen oder die Renten zu erhöhen hätten wir es schliesslich längst gemacht!
Wir haben keinen Mechanismus mehr, der dafür sorgt, dass unfähige Berufspolitiker in Machtpositionen diese schnell wieder verlassen müssen. Alleine Baerbocks Visagistin ist ein Skandal. Ich finde diese Korruption überhaupt nicht witzig oder hinzunehmen.
Das muss man in Relation sehen. Klar wird da viel Geld verschwendet, und das muss man auch kritisieren. Aber wegen Baerbocks Visagistin müssen hier keine Kinder verhungern oder Schulen schliessen.
(Davon abgesehen... warum eigentlich immer Baerbock? Hast du dich mal erkundigt, was andere Politiker so ausgeben...? Ich glaube nicht, dass die an erster Stelle der Verschwendung steht...)
Solche Sachen sind mir auch persönlich völlig wurscht... wenn ein Politiker eine kluge Politik macht, dann soll der von mir aus seinen persönlichen Schuhputzer bekommen - für jeden Schuh einen...
Zum 2.:
Falsch. Sie wurde zum Wahlendspurt sogar noch extra medial herausgehoben als DIE Protestpartei. Divide et impera wäre eine klüger Strategie gewesen.
Wie gesagt - eine Partei, die einen derartig großen politischen Einfluss hat und bereits an zweiter Stelle hinter der Regierungspartei steht ist keine "Protestpartei" mehr.
Und eine Zusammenarbeit mit einer Partei, die die anderen Parteien abschaffen will ("Volksverräter"!) verbietet sich schon aus Eigeninteresse - vom Interesse Deutschlands mal ganz zu schweigen.
Denn wie sollte denn eine konstruktive Zusammenarbeit mit einer Partei aussehen, die alle etablierten Parteien zutiefst verachtet und deren Politikier als Feinde des Volkes bezeichnet?
Veröffentlicht von: @lucan-7Wenn Russland bestimmte Gebiete der Ukraine als "russisch" betrachtet, dann kann man ja darüber reden. Man kann Volksabstimmungen in den betroffenen Gebieten durchführen, man kann Zahlungen leisten und Abkommen treffen, wenn man die Grenzen neu ziehen will. Dagegen ist prinzipiell nichts zu sagen, wenn die Verhandlungen respektvoll, zivilisiert und auf Augenhöhe geführt werden.
Hi Lucan-7,
was wäre denn, wenn in Deutschland ein relevanter Teil der Bevölkerung Schlesien bzw. das Elsass wieder als deutsch betrachten würde und die Wiedereingliederung in das deutsche Staatsgebiet fordern würde?
Zur Wendezeit 1989 war ich 16, da gab es, im Zusammenhang mit der deutschen Einheit, noch Leute, die sich mit dem was in der DDR "Oder-Neiße-Friedensgrenze" genannt wurde, nicht abfinden mochten...
LG
Stefan
was wäre denn, wenn in Deutschland ein relevanter Teil der Bevölkerung Schlesien bzw. das Elsass wieder als deutsch betrachten würde und die Wiedereingliederung in das deutsche Staatsgebiet fordern würde?
Das wäre völlig irrelevant.
Aber wenn die Polen, die in Schlesien leben, sich selbst als Teil Deutschlands betrachten würden... dann könnte man natürlich darüber reden.
Grundsätzlich kann man über Grenzen verhandeln... warum auch nicht?