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AfD Waehler aechten, Hass auf AfD Waehler entwickeln

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallo an alle,

ich beziehe mich auf folgenden Artikel, den ich gerade vor fünf Minuten gefunden habe:

AfD Wähler ächten?

Es geht um folgendes:

Vergangene Woche setzte der „Spiegel“- Redakteur Hasnain Kazim auf Twitter eine Empfehlung zum Umgang mit AfD-Wählern ab. „Es geht nicht darum, AfD-Wählerinnen und AfD-Wähler zu, erreichen’“, schrieb er. „Es geht darum, sie auszugrenzen, zu ächten, sie kleinzuhalten, ihnen das Leben schwer zu machen, sie dafür, dass sie Neonazis und Rassisten den Weg zur Macht ebnen wollen, zur Verantwortung zu ziehen.“ 448 Menschen versahen den Beitrag spontan mit einem Herzen.

Am Tag zuvor hatte der Deutschlandfunk einen Kommentar gesendet, in dem der Kommentator seine Zuhörer aufforderte, mehr Hass auf AfD-Anhänger zu entwickeln. „Wir müssen wieder hassen lernen – und zwar richtig“, empfahl er. „Wer glaubt, dass Hass generell von gestern ist, der glaubt auch an die Unumkehrbarkeit der Geschichte und der demokratischen Zivilisierung. Dass dieser Glaube ein Irrglaube ist, wenigstens diese Einsicht sollte sich inzwischen durchgesetzt haben.“

Für mich ist das absolut inakzeptabel. Wenn das nicht Einzelstimmen bleiben, denen aufs Entschiedenste widersprochen wird, dann sieht es ganz düster für die Zukunft aus. Dann haben diejenigen, die vor einer Meinungsdiktatur warnen vollkommen recht.

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103 Antworten
Lucan-7
Beiträge : 15303

Meinungsdiktatur?

Veröffentlicht von: @jadwin

Wenn das nicht Einzelstimmen bleiben, denen aufs Entschiedenste widersprochen wird, dann sieht es ganz düster für die Zukunft aus. Dann haben diejenigen, die vor einer Meinungsdiktatur warnen vollkommen recht.

Du möchtest eine "Meinungsdiktatur" verhindern, indem du inakzeptable Meinungen unterdrückst?

Bist du sicher, dass du das Prinzip der "freien Meinungsäusserung" tatsächlich verstanden hast?

lucan-7 antworten
19 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @lucan-7

Du möchtest eine "Meinungsdiktatur" verhindern, indem du inakzeptable Meinungen unterdrückst?

Solche Meinungen sind brandgefährlich. Man muss diesen Leuten entschieden widersprechen und ihnen zeigen, dass sie sich verstiegen haben.

Stell dir mal vor was los wäre, wenn solche Meinungen common sense werden würde?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Bist du sicher, dass du das Prinzip der "freien Meinungsäusserung" tatsächlich verstanden hast?

Was unterstellst du mir da?

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @jadwin

Solche Meinungen sind brandgefährlich.

Welche Meinungen sind brandgefährlich? Und wie gehst Du mit ihnen um? Sie ächten?

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @lavoisine

Welche Meinungen sind brandgefährlich? Und wie gehst Du mit ihnen um? Sie ächten?

Der Aufruf AfD Wähler zu ächten und sie zu hassen ist brandgefährlich. Dass die Leute so weit gehen würden, das waren bislang nur Befürchtungen. In dieser Schärfe habe ich sie zum ersten Mal in öffentlichen Diskurs gelesen.

Wie gehe ich damit um? Indem ich diese Aussagen hier zitiere, so dass möglichst viele es lesen und sich davon distanzieren können.

Ich bin sehr gespannt, ob dies passiert. Wenn ja, dann sind es Einzelstimmen. Wenn es aber (viele) Leute gibt, die solche Aufrufe verteidigen, dann hat der Autor wohl recht, dass es einen entscheidenden Stimmungswandel gibt. Dann kann man schon mal interpolieren, wohin das wohl führen wird.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @jadwin

Wie gehe ich damit um? Indem ich diese Aussagen hier zitiere, so dass möglichst viele es lesen und sich davon distanzieren können.

Wir haben heute den 9. November. Vor 81 Jahren war Reichspogromnacht und es fällt mir schwer mich von den Aussagen zu distanzieren wenn die AfD Wähler es nicht schaffen sich vom völkisch-nationalen Flügel zu distanzieren aus dem heute in aller Öffentlichkeit die braune Rhetorik zu verlauten ist, die damals herrschte.

Wer die AfD wählt obwohl in diesen Reihen Angriffe auf eine Synagoge heruntergespielt werden, wird von mir ganz sicher nicht geliebt und ganz sicher wird so eine Meinung nicht widerspruchslos hingenommen werden.

Veröffentlicht von: @jadwin

Dann kann man schon mal interpolieren, wohin das wohl führen wird.

Wohin wird das wohl fühlen wenn man immer noch so tut als sei die AfD keine zunehmend faschistische Partei, deren völkisch-nationaler Flügel laut Gauland gerade in der Mitte der Partei ankommt?

Was glaubst Du?

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klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421
Veröffentlicht von: @jadwin

Wie gehe ich damit um? Indem ich diese Aussagen hier zitiere, so dass möglichst viele es lesen und sich davon distanzieren können.

Diese Aussage ist genauso fragwürdig wie die, dass sich alle Muslime von Selbstmordattentätern distanzieren sollen. Ich kann mich nur von Aussagen distanzieren, die mal von mir gekommen sind. Davon gibt es genug, aber das war ja nicht deine Frage.

Ich möchte die Aufforderung nach dem "AfD-Wähler hassen" an mich persönlich gerichtet so verstehen, dass ich aufhören soll, ständig das Gute in Allem zu sehen und ihm oder ihr eine Chance zu geben.

Das deutsche Volk hat nach meiner Meinung mit dem 3. Reich ein für alle Mal verkackt. Es hat von der Weltgemeinschaft und christlich gesprochen von Gott noch einmal eine Chance bekommen, durch die sich insbesondere West-Deutschland vorzüglich erholt hat. Wir gehören mittlerweile zu den reichsten Ländern der Welt. Die Einheit war eine weitere Chance zu zeigen, dass nicht nur ein geteiltes Land nur halb so gefährlich oder sogar gar nicht gefährlich ist. Wir hätten dieses Land völlig neu aufziehen können (in meiner Fantasie auch mit völlig neuen Hoheitsabzeichen und Hymne). Wir hätten uns vollständig neu erfinden können. Aber mit der Einheit ging der ganze Schmodder wieder von vorne los. Es KONNTE ja nicht schnell genug gehen, nicht groß genug, nicht deutsch genug sein!

Und tatsächlich kann ich Menschen nichts abgewinnen, die wider besseren Wissens oder sogar wegen dieses Wissens rechtsextrem wählen. Die sollen froh sein, wenn ich sie hasse. Schlimmer wärs, wenn sie mir egal wären.

Es gibt in meinem Bekanntenkreis Menschen, die ein Gedankengut haben wie die ehemalige CDU. Mit denen befinde ich mich auf einer Beziehungsebene, die man als "Freundschaft" bezeichnen könnte. Die wählen aber keine AfD. Und sie sprechen auch nicht davon, dass man aufhören sollte anständig zu sein (was gleichbedeutend wäre mit "Political Correctness gehört auf den Müllhaufen der Geschichte" - Alice Weidel).

Man kann Deutschland gut finden und dabei anständig bleiben. Das haben viele, wenn nicht die meisten Leute im 3. Reich nicht geschafft und viele schaffens heute wieder nicht.

klappstool antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @klappstool

Und tatsächlich kann ich Menschen nichts abgewinnen, die wider besseren Wissens oder sogar wegen dieses Wissens rechtsextrem wählen. Die sollen froh sein, wenn ich sie hasse. Schlimmer wärs, wenn sie mir egal wären.

Die sollen froh, sein, dass ich sie hasse? Meinst du das ernst?

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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

Die sollen froh, sein, dass ich sie hasse? Meinst du das ernst?

Ich bin ja schon eingewiese Zeit auf j.de. Ich habe selten, vielleicht noch nie, so konkret über Hass reden hören. Vielleicht ist das auch ein indirekter Aufruf zum Hass.

orangsaya antworten
klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421
Veröffentlicht von: @jadwin
Veröffentlicht von: @jadwin

Und tatsächlich kann ich Menschen nichts abgewinnen, die wider besseren Wissens oder sogar wegen dieses Wissens rechtsextrem wählen. Die sollen froh sein, wenn ich sie hasse. Schlimmer wärs, wenn sie mir egal wären.

Die sollen froh, sein, dass ich sie hasse? Meinst du das ernst?

Du hast es zitiert und dennoch falsch wieder gegeben. Das ist eine Art, die ich sonst nur von Herrn Meuthen und Konsorten kenne (ohne dich da mit denen in einen Topf werfen zu wollen). Ich schrieb:

Die sollen froh sein, wenn ich sie hasse.

Sprachlich korrekter wäre es vermutlich wenn ich geschrieben hätte "die könnten froh sein, wenn ich sie hassen würde!"

Mitnichten habe ich damit ausgedrückt, dass ich AfD-Wähler hasse. Egal sind sie mir aber auch nicht. Lieben kann ich sie nicht und das Gegenteil von Liebe wäre nicht Hass sondern Gleichgültigkeit.

Ich würde sagen, ich bin da ein bisschen an Gott angelehnt, wenn es um Sünder und Sünden geht: Ich hasse nicht die Menschen in den AfD-Wählern sondern das was sie leben/reden/glauben.

klappstool antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich entschuldige mich, dass ich dich falsch zitiert habe. Man sollte sich angewöhnen auch kleine Textstellen mit copy/paste zu kopieren.

Veröffentlicht von: @klappstool

Sprachlich korrekter wäre es vermutlich wenn ich geschrieben hätte "die könnten froh sein, wenn ich sie hassen würde!"

Diese Feinheit ist mir entgangen. Macht es aber meiner Meinung nach nicht viel besser.

Veröffentlicht von: @klappstool

Mitnichten habe ich damit ausgedrückt, dass ich AfD-Wähler hasse. Egal sind sie mir aber auch nicht. Lieben kann ich sie nicht und das Gegenteil von Liebe wäre nicht Hass sondern Gleichgültigkeit.

Wie wäre es mit Feindesliebe? Man kann auch lieben, wer ungutes tut. Damit liebe ich aber nicht das Ungute, sondern nur den Menschen.

Veröffentlicht von: @klappstool

Ich würde sagen, ich bin da ein bisschen an Gott angelehnt, wenn es um Sünder und Sünden geht: Ich hasse nicht die Menschen in den AfD-Wählern sondern das was sie leben/reden/glauben.

Ok, das kann ich nachvollziehen. Jedoch, was man von den Rechten fordert, sollte auch für die Linken gelten. Wer sich bewusst oder unbewusst mehrdeutig ausdrückt, muss sich nicht wundern, wenn er falsch verstanden wird. Ein Aufruf zum Hass ist derart sensibel, dass man schnell als geistiger Brandstifter da steht.

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Ein Aufruf zum Hass ist derart sensibel, dass man schnell als geistiger Brandstifter da steht.

Als Christ sollte man zur Liebe aufrufen.

ungehorsam antworten
klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421
Veröffentlicht von: @jadwin

Wie wäre es mit Feindesliebe? Man kann auch lieben, wer ungutes tut. Damit liebe ich aber nicht das Ungute, sondern nur den Menschen.

Guter Vorschlag. Klappt aber bei mir nur unzureichend. Im RL ging das prima. Da gibt es etliche, vor allem aus meiner alten Gemeinde, wo ein gefühlter Hass in Liebe umgewandelt werden konnte. Rechte aus meinem Bekanntenkreis haben sich von mir verabschiedet, nicht andersrum. Und dann gibts da noch die, die mir egal geworden sind. Und das ist das wesentlich größere Übel, weil ich bei denen nicht mal den Hauch von Bedürfnis habe, für die auch nur zu beten.

Was die Führung der AfD angeht, empfinde ich keinen Hass, aber manchmal Gefühle, die man plump als "Hassgefühle" beschreiben könnte. Da muss ich aber dazu sagen, dass die ordentlich vorgelegt haben. In keinem meiner öffentlichen Statements habe ich aber je dazu angeregt, Gewalt gegen jemanden anzuwenden. Einfach schon aus dem Grund, weil die sich schon genug Geschichten selber ausdenken (Stichwort "Kantholz") da würde es solcher Aufrufe von mir oder sonstwem schon gar nicht mehr bedürfen. Das glaub doch eh keiner mehr.

Herrn Lucke fand ich ganz zu Anfang sogar mal sehr sympathisch. Da stand er kurz davor, seine Partei aus der Taufe zu heben und da war von rechts oder rechtsextrem noch gar keine Rede. Frau Petry finde ich aus irgendeinem Grund ziemlich attraktiv. Die hat so eine freche Art, das hat mich mal ziemlich angemacht. Aber wenn es politisch wurde (und das war ja dann fast auschließlich der Fall) war es dann vorbei. Heute bin ich drüber weg und nehme sie als politisch gescheitert aber immer noch hübsch wahr.

Veröffentlicht von: @jadwin

Jedoch, was man von den Rechten fordert, sollte auch für die Linken gelten.

Ja, das sehe ich auch so. Gestern habe ich hier bei jesus.de einen User gelesen, der öffentlsich schrieb, er hasse die Linken. Das kannst ja nicht du gewesen sein, aber irgendwer war das. Bin erst seit kurzem wieder dabei und muss mir erstmal die Namen merken.

Veröffentlicht von: @jadwin

Wer sich bewusst oder unbewusst mehrdeutig ausdrückt, muss sich nicht wundern, wenn er falsch verstanden wird. Ein Aufruf zum Hass ist derart sensibel, dass man schnell als geistiger Brandstifter da steht.

Gut, dass du mich nicht meinst. Ich hab ja nur auf deine Frage geantwortet und hätte das, was ich schrieb sonst gar nicht geschrieben. Dein Satz passt aber hervorragend auf fast ausnahmslos alle Politiker der vorderen Reihe in der AfD, ohne wenn und aber.

klappstool antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @klappstool

Ich möchte die Aufforderung nach dem "AfD-Wähler hassen" an mich persönlich gerichtet so verstehen, dass ich aufhören soll, ständig das Gute in Allem zu sehen und ihm oder ihr eine Chance zu geben.

Das magst du so differenziert sehen. So wird es aber nicht ausgedrückt und ich bin mir sicher, dass es Gruppen gibt, die sich bei ihrem eh schon vorhanden Hass gegen die Rechten voll bestätigt und ermutigt sehen.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15303
Veröffentlicht von: @jadwin

Solche Meinungen sind brandgefährlich. Man muss diesen Leuten entschieden widersprechen und ihnen zeigen, dass sie sich verstiegen haben.

Stell dir mal vor was los wäre, wenn solche Meinungen common sense werden würde?

Eine "Meinung" allein ist völlig ungefährlich.
Wenn ich der Meinung wäre, dass Deutschland nur noch halb so viele Einwohner haben sollte, und deshalb jeder versuchen sollte seinen Nachbarn zu töten... würdest du dann etwa ernsthaft befürchten, dass etwas derartig Absurdes auch tatsächlich umgesetzt würde? Wohl kaum...

Was sagt deine Befürchtung also aus? Du hast anscheinend Angst vor der Dummheit der Menschen. Du befürchtest, dass sie das mit dem "Hass" tatsächlich glauben und umsetzen.

Und was ist deine Lösung? Es verhindern!

Eine solche Meinung ist gefährlich, eine solche Meinung ist nicht zu akzeptieren - eine solche Meinung muss deshalb unterdrückt werden! Denn das Volk ist viel zu wankelmütig und dumm, dass man sich darauf verlassen könnte! Am Ende glauben die das noch!

Man muss das dumme Volk also zu seinem Glück zwingen... indem man eine unliebige Meinung bekämpft und unterdrückt! Nur damit lässt sich das Schlimmste verhindern!

Veröffentlicht von: @jadwin

Was unterstellst du mir da?

Ich unterstelle dir, das Volk für dumm zu halten und es deshalb bevormunden zu wollen.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

Eine "Meinung" allein ist völlig ungefährlich.

Warum geht man dann gegen die rechten Brandstifter vor, wenn eine Meinung doch völlig ungefährlich ist?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Was sagt deine Befürchtung also aus? Du hast anscheinend Angst vor der Dummheit der Menschen. Du befürchtest, dass sie das mit dem "Hass" tatsächlich glauben und umsetzen.

Genau. Und dazu reichen ganz wenige, bei denen das auf fruchtbaren Boden fällt.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und was ist deine Lösung? Es verhindern!

Dazu muss man als erstes mal widersprechen. Hier im Threat haben aber kaum Menschen das getan.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich unterstelle dir, das Volk für dumm zu halten und es deshalb bevormunden zu wollen.

Also wird die eine Unterstellung durch die nächste ausgetauscht.

Warum denn dann vor der AfD warnen? Das Volk wird doch wohl nicht so dumm sein, oder?

Ein anderes Problem ist, dass einige wenige Extremisten ausreichen, Terror zu verbreiten und das Klima völlig zu vergiften.

Wer auffordert zu hassen, ist ein Hassprediger. Ganz egal, ob es ein Linker, ein Rechter oder ein Islamist ist.

Und nun frage ich dich ganz konkret: Findest du es gut, richtig, und angemessen, dass im Öffentlichen Diskurs, es geht hier immerhin um Spiegel und Deutschlandfunk, dazu aufgerufen wird, AfD Wähler zu ächten und sie zu hassen. Ja oder nein.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Jadwin schrieb: "Wenn das nicht Einzelstimmen bleiben, denen aufs Entschiedenste widersprochen wird..."

Du antwortest:

Veröffentlicht von: @lucan-7

Du möchtest eine "Meinungsdiktatur" verhindern, indem du inakzeptable Meinungen unterdrückst?

Ist für dich "aufs Entschiedenste widersprechen" dasselbe wie "inakzeptable Meinungen unterdrücken"?

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15303
Veröffentlicht von: @moorwackler

Ist für dich "aufs Entschiedenste widersprechen" dasselbe wie "inakzeptable Meinungen unterdrücken"?

Aus der Formulierung sprach deutlich der Wunsch, dass bestimmte Meinungen nicht verbreitet werden sollten. Die Grenzen sind da nicht immer so eindeutig. Ist es z.B. eine "Meinungsdiktatur", wenn die Leugnung des Holocaust in Deutschland verboten wird?

Ich denke schon... auch wenn der Sinn dieser Vorgabe den meisten Leuten durchaus einleuchtet. Aber es ist halt auch eine klare Einschränkung der Meinungsfreiheit.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Naja, nach meinem Verständnis ist ein entschiedener Widerspruch nicht dasselbe wie die Unterdrückung einer Meinung. Und dann halte ich es für schwierig, zwischen den Zeilen einen Wunsch zu lesen, mit dem aus dem einen das andere wird.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @moorwackler

Naja, nach meinem Verständnis ist ein entschiedener Widerspruch nicht dasselbe wie die Unterdrückung einer Meinung. Und dann halte ich es für schwierig, zwischen den Zeilen einen Wunsch zu lesen, mit dem aus dem einen das andere wird.

Ich habe das auch nicht zwischen den Zeilen geschrieben. Es steht eindeutig da, was ich möchte, dass dem entschieden widersprochen wird, statt dass zu zum common sense wird. Es ist so leicht einem was unterzuschieben. Dann muss man sich nicht mit den Argumenten auseinandersetzen.

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Tertullian
(@tertullian)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 409
Veröffentlicht von: @lucan-7

Bist du sicher, dass du das Prinzip der "freien Meinungsäusserung" tatsächlich verstanden hast?

Hast Du es besser verstanden? Es gibt nun mal keinen "guten" Hass...

tertullian antworten


agapia
Beiträge : 1353

Viele derer, die vor einer Meinungsdiktatur warnen, sind meist gar nicht daran interessiert, Argumente auszutauschen.

Der Aufruf, geht mir, so wie er da steht, auch zu weit. Was ich mir allerdings wünschen würde (insbesondere von mir selbst!) ist, mehr Haltung zu zeigen. Und zwar in der Art, in Diskussionen Argumente einzufordern und nicht vor lauter Phrasen das Thema aus den Augen zu verlieren.
"Meinungsdiktatur" ist so ein Schlagwort, das zwar gewichtig daher kommt, aber inhaltlich absolut leer ist.

agapia antworten
5 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

Das mag sein. Aber unabhängig von dem Reizwort Meinungsdiktur hat die Mehrheit der Bevölkerung gemerkt, dass Schranken gesetzt werden.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/allensbach-umfrage-ueber-meinungsfreiheit-und-kritische-themen-16200724.html

Was die Jugend betrifft, so sieht sie es mit der Meinungsfreiheit ähnlich.

https://www.focus.de/perspektiven/gesellschaft-gestalten/nach-shell-jugendstudie-keine-meinungsfreiheit-experte-erklaert-wie-sich-die-gesellschaft-aendern-muss_id_11246316.html

Erwachsene und Jugendliche haben zu über zwei Drittel die Erfahrung dass sie ihre Meinung nicht frei äußern können.

orangsaya antworten
agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1353
Veröffentlicht von: @orangsaya

Das mag sein. Aber unabhängig von dem Reizwort Meinungsdiktur hat die Mehrheit der Bevölkerung gemerkt, dass Schranken gesetzt werden.

Da hat niemand etwas gemerkt, sondern:

Der Raum für die Meinungsfreiheit wird kleiner, so sieht es eine Mehrheit der Bürger. In einer Allensbach-Umfrage äußern fast zwei Drittel der Befragten das Gefühl, man müsse im öffentlichen Raum „sehr aufpassen“, was man sagt.

Das klingt für mich dann doch etwas anders.

agapia antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

Das Thema hatten wir ja in einem anderen Thread. Es ist hier nur erwähnt. Die Diskussion war da ja unerquicklich genug. In der Spitze fing es an, ihr fühlt euch als Opfer und auf der unteren Ebene, war ein Miteinander reden nicht möglich. Das ist nicht nur hier so, sondern im Moment geht hier im Land einiges durcheinander. Zu einem Teil sehe ich in der Tabuisierung, die nicht so geteilt wird, auch eines der Ursache in den Wahlergebnissen.

Hier ein Zeitungsartikel, soll doch jeder für sich darüber nachdenken. Für eine Diskussion hier, sehe ich, weil ich kein besseres Miteinander erwarte keine Grundlage.

https://www.welt.de/politik/article193977845/Deutsche-sehen-Meinungsfreiheit-in-der-Oeffentlichkeit-eingeschraenkt.html

orangsaya antworten
agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1353

Bei deinem ersten Absatz verstehe ich nicht, was du sagen willst.

Ein Großteil der Befragten sieht also seine Meinungsfreiheit eingeschränkt, weil der Umgangston zu rüde sei. Man behält die eigene Meinung daher lieber für sich. Auf der anderen Seite wird eine übertriebene Political Correctness beklagt.

Wenn es um die eigene Meinung geht, möchte man also gerne alles unwidersprochen sagen dürfen. Wenn es aber darum geht, mit der Sprache andere Menschen nicht zu verletzen oder herab zu würdigen, dann reagiert man empfindlich. Merkwürdig.

agapia antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

Lese den Artikel. Ich will die Diskussion vom anderen Thread nicht in diesem Thread fortsetzen.

Wenn es um die eigene Meinung geht, möchte man also gerne alles unwidersprochen sagen dürfen. Wenn es aber darum geht, mit der Sprache andere Menschen nicht zu verletzen oder herab zu würdigen, dann reagiert man empfindlich

Ich wurde nicht gefragt und kenne die Fragen nicht. Ich gehe allerdings davon aus, dass es nicht um den Anspruch geht, keinen Widerspruch zu haben. Auch gehe ich davon aus, dass die politischen Meinungen der Befragten politisch durchmischt waren. Sonst wäre eine herausragende Meinung von weit über siebzig Prozent nicht möglich.

Was die Sprachsensibilität betrifft, gebe ich nur zum Nachdenken nur zum Nachdenken. Sprachsensibilität ist gut, aber darf nicht nur in eine Richtung gehen. Sonst besteht die Gefahr, dass man nur eine einseitige Denkweise einfordert. Auch kann man bei der Forderung von Sprachsensibilität das als Waffe im Diskurs verwenden.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ich mache Menschen, die rassistische und völkisch-nationale Aussagen machen das Leben schwer in dem ich sie mit ihren Aussagen immer wieder konfrontiere und zu Argumenten bewegen versuche.

Das wird allerdings oft geächtet.

Anonymous antworten
2 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15303
Veröffentlicht von: @lavoisine

Ich mache Menschen, die rassistische und völkisch-nationale Aussagen machen das Leben schwer in dem ich sie mit ihren Aussagen immer wieder konfrontiere und zu Argumenten bewegen versuche.

Das wird allerdings oft geächtet.

Und es wird völlig unmöglich in dem Moment, in dem die Menschen einfach zu ihrem völkisch-nationalen Rassismus stehen.
Genau das geschieht ja immer offener, auch wenn es bislang einfach nicht so genannt wird. Wegen "Meinungsdiktatur".
Oder so.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

In dem Moment, wo sie dazu stehen, ist die Sache ja klar. Mit Rassisten oder Antisemiten gibt es nichts zu diskutieren, da ich ganz sicher nicht zur Debatte stelle, ob Neger vielleicht wirklich nicht nach Deutschland gehören oder es möglicherweise doch eine "zionistische Verschwörung" gibt.

Aber bis dahin kann man entweder zum Umdenken bewegen oder genau das sichtbar machen.

Allerdings wird in den meisten Fällen wohl deswegen auf Argumente verzichtet, weil man eben doch nicht klar sagen will, was man denkt. Und da für viele AfD Wähler "Meinungsfreiheit" nichts anderes ist als ihre Meinung unwidersprochen sagen zu können, radikalisieren sie sich eben noch mehr und erfinden "Meinungsdiktaturen", "Lügenpresse" und "Wir sind das Volk" - die Anderen natürlich nicht.

Anonymous antworten


Irrwisch
Beiträge : 3339

Nein, damit wird dieses Problem eher noch schlimmer.

Ich sehe nicht alle AFD Wähler auch als AFD Anhänger.
Vermutlich ist ein großer Teil davon Protestwähler.

Was ich aber mache ist, klare Stellung gegen die AFD und ihre Macher beziehen!

irrwisch antworten
11 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @irrwisch

Was ich aber mache ist, klare Stellung gegen die AFD und ihre Macher beziehen!

Diese Macher sind vor allem die Wähler.

Anonymous antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3339
Veröffentlicht von: @lavoisine
Veröffentlicht von: @lavoisine

Was ich aber mache ist, klare Stellung gegen die AFD und ihre Macher beziehen!

Veröffentlicht von: @lavoisine

Diese Macher sind vor allem die Wähler.

Das kann Mensch so oder so sehen.

irrwisch antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @irrwisch

Das kann Mensch so oder so sehen.

Kaum. Wenn die NPD nur deswegen nicht verboten wird, weil sie keine große Partei sind, ist ziemlich klar, dass nicht die Politiker, sondern vor allem die Wähler diejenigen sind, die eine Partei groß machen. Aus Protest kann man auch "Die Violetten" wählen. Wer sein Kreuz bei einer völkisch-nationalen Partei macht, macht das Kreuz da nicht aus Versehen.

Anonymous antworten
21thdigitalmen
(@21thdigitalmen)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 120

Du siehst aber schon einen Unterschied zwischen Brandtner, Höcke, Kalbitz und Konsorten und den Wählern?
Argumente einfordern hilft vielleicht schon mal. Das fällt bei manchen ja schon unter "Meinungsdiktaktur"

21thdigitalmen antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @21thdigitalmen

Du siehst aber schon einen Unterschied zwischen Brandtner, Höcke, Kalbitz und Konsorten und den Wählern?

Welche Unterschiede würdest Du denn benennen? Das die einen an die Macht gewählt werden und die anderen sie an die Macht wählen? Das gehört zusammen.

Anonymous antworten
agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1353

Einen großen Teil der AfD-Wähler als Protestwähler anzusehen bedeutet für mich, sie nicht ernst zu nehmen. Dafür ist der braune Sumpf zu sehr an der Oberfläche angekommen, dass das ignoriert werden könnte.

agapia antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3339

Ich ignoriere sie nicht, ganz im Gegenteil.
Ich nehme sie sehr ernst.

Würde mit ihnen allen gerne einmal KZs besuchen.

irrwisch antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @irrwisch

Würde mit ihnen allen gerne einmal KZs besuchen.

"Die meisten AfD-Wähler sind männlich, älter als 30 Jahre, durchschnittlich gebildet, und verdienen gut". (Quelle)

Glaubst Du, die wissen nicht was "damals" geschah?

Anonymous antworten
agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1353

Das glaube ich dir sofort.

Mein Einwand zielt darauf ab, dass der Begriff Protestwähler überhaupt nichts darüber aussagt, wogegen eigentlich protestiert wird. Um dort sein Kreuz zu machen, muss es doch eine gewisse Zustimmung zu den Positionen der AfD geben.

agapia antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813

Gedenkstätten immunisieren niemanden

Veröffentlicht von: @irrwisch

Würde mit ihnen allen gerne einmal KZs besuchen.

Das bringt nur nichts. Da kommen dann so Dinge wie "man gönnt das ja keinem, aber einige waren ja auch zu Recht drin".

KZ-Gedenkstätten (KZ gibts nicht mehr) mögen ein Bildungsort sein. Aber sie immunisieren nicht und sie sorgen auch nicht dafür, dass Rassisten, Nationalisten odert Antisemiten "geläutert" werden.

Ich wäre dankbar, wenn so ein Blödsinn nicht weiter verbreitet würde. Das würde die Arbeit deutlich erleichtern.

littlebat antworten
stundenglas
(@stundenglas)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 4769

Und dann?

stundenglas antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @jadwin

ich beziehe mich auf folgenden Artikel, den ich gerade vor fünf Minuten gefunden habe:

Was hat nun das Ausrufen eines Nazi-Notstandes mit "Ächten" von Personen zu tun?
Ich versteh das nicht. Ich kann feststellen, dass wir hier in Deutschland deutlich mehr echte fremdenfeindliche und ultrarechte Mitbürger haben. Das ist schon eine gesellschaftliche und kulturelle Not, die das Ausrufen eines Notstands berechtgit erscheinen lässt.

Aber damit werden doch keine Menschen geächtet. AfD Wähler müssen sich nicht offentlich outen (was eine Ächtung wäre). Es wird lediglich detulich gemacht, dass wir in Deutschland ein massives Problem der Demokratie durch demokratiefeindliche Ansichten und eine große Gefahr für den gesellschftlichen Frieden haben, da ein Fraktion stark geworden ist, die mit bürgerlichen Strukturen inkompatibel ist.

Damit werden AfD Wähler nicht geächtet. Aber sie werden als Problem für unser aller Miteinander erkannt. Es ist da etwas im Argen, und es besteht die Gefahr einer politischen Kultur und staatlichen Struktur, die niemand ernsthaft anstreben kann. Würde sich so etwas durchsetzen, wäre ich als Wessi, der seinen Staat immer mochte, von jetzt auf gleich heimatlos.

DAs, was Du da im Spiegel gelesen ahst oder auf Deutschalndfunk gehört hast, finde ich für den gesellschaftlichen Frieden nicht gut.

Die AfD Wähler haben ihre Meinung oder Haltung ja aus bestimmten Gründen. Da muss man ansetzen und schauen, wo das herkommt und was da versäumt wurde. Mein Eindruck ist der, dass in der DDR anders als im Westen, keine Entnazifizierung im Sinne einer Umerziehung gegeben hat. So konnte sich der braune Mist in den Köpfen halten und bricht heute wieder hervor. Dagegen hilft nur: Bildung, Bildung, Bildung! - aber keineswegs Hass!

LG
Ecc

Anonymous antworten
10 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

massives Problem der Demokratie durch demokratiefeindliche Ansichten

Ich sehe andere Feinde der Demokratie, dazu gehören die Linken, die mit ihren Aufmärschen und Standarte, zeigen welch Geistes Kind sie sind.

und eine große Gefahr für den gesellschftlichen Frieden haben, da ein Fraktion stark geworden ist, die mit bürgerlichen Strukturen inkompatibel ist.

Vielleicht stimmst du auch noch Ramelow zu, wenn er sich bürgerlich und und konservativ nennt. Der Streit, wer bürgerlich, die Mitte, konservativ eine Volkspartei ist, geht ins Groteske über. Selbstverständlich sind unter den Wählern der AfD viele bürgerliche drunter.

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gegenstromprinzip
(@gegenstromprinzip)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2

Also, zunächst mal : " brauner Mist " ist die AfD nicht. Wäre sie eine Nachfolgepartei der NSDAP ,müsste sie der Verfassungsschutz bzw. das Verfassungsgericht per einschlägigem Urteil verbieten, da gibt es überhaupt keinen Verhandlungssspielraum.
Es handelt sich hier um eine demokratisch legitimierte Partei, die berechtigterweise Fragen an die Bundesregierung und den Mainstream aufwirft.

Es dürfte wohl jedem von uns klar sein, dass Deutschland nicht die ganze Welt retten kann. Sehen Sie auf Ihren Rentenbescheid, sehen Sie auf den Wohnungsmarkt, auf den Niedriglohnsektor, in die städtischen Tafeln, wo gerade Verdrängungswettbewerbe stattfinden, wo sich die "schon länger hier Lebenden " tagtäglich behaupten müssen.

Wo sie schon beim Thema Thema " Bildung" waren, Ecclesia....
ich bilde mir meine Meinung an Hand der Kenntnisse, die ich in einem wirklich guten gymnasialen Geschichtsunterricht erworben habe ( der Lehrer war übrigens überzeugter Sozi) , aus der Interpretation der täglichen Nachrichten und meiner Lebenserfahrung. Da brauche ich kein betreutes Denken von Ihnen.

Sie sollten vorsichtig sein, mich und andere als Nazis zu bezeichnen. Diese Verbrecher haben Millionen unschuldiger Menschen umgebracht. Heute geht es darum, unseren Sozialstaat auch zukunftsfähig zu gestalten. Also nicht nach dem Motto : Nach mir die Sintflut.

gegenstromprinzip antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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Mein Eindruck ist der, dass in der DDR anders als im Westen, keine Entnazifizierung im Sinne einer Umerziehung gegeben hat.

So, war es so?
Es gab eine massive Umerziehung in der DDR, die mitunter auch über das Ziel hinausschoß.
Wogegen es im Westen offenbar kein Problem war, daß ehemalige NSDAP-Mitglieder weiterhin in Amt und Würden blieben. Daran entzündeten sich doch auch die Studentenproteste 1968 in Westdeutschland.

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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

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Hier ein interessanter Artikel vom mitteldeutschem Rundfunk.
https://www.mdr.de/zeitreise/nazis-in-der-ddr-100.html

Da ist wohl auch eher Mythos, als Wahrheit. Es ist auch gar nicht so einfach, wenn in Deutschland das Regime wechselte, mussten fast immer vom alten Regime die Beamten übernommen werden.
Vom Kaiserreich zur Weimarer Republik wurden in der Demokratie weiter arbeiten. Sie funktionierten, obwohl sie Kaisertreu waren. Das NS Regime war punktuell etwas schärfer, aber hat im Wesentlichen auch den Apparat aufrecht gelassen. Da wo es nötig war auch bei der Aufhebung und Zentralisierung der Länder.
Nach dem zweiten Weltkrieg war es ähnlich. Die Beamten wurden zum größten Teil übernommenen. Davor hatten einige zwei drei grundverschiedenen Systemen gedient. Wie dem Link zu entnehmen ist, war es tatsächlich in der DDR auch so. In den neuen Ländern war ein ähnlicher Vorgang. Nur etwas entspannter denn Beamte aus dem Westen wurden in die neuen Länder geschickt, um vorübergehend einen Ablauf zu gewähren.

Zur Studentenbewegung kannst vielleicht du mir vielleicht erklären warum Menschen, wie ho chi Minh, Mao, Trotzki usw. so verherrlicht wurden. Mit menschlichen Antlitz hat es wenig zu tun. Mao war ein schlimmer Herrscher und Vergewaltiger. Er glaubte, wenn er junge Frauen vergewaltigt, er seine Geschlechtskrankheiten in den Griff bekommt. Ho chi Minh hat ein Terrorirregime aufgebaut das Menschen zur Flucht trieb und viele ertranken. Trotzki hatte während der Revolution das Amt, des politischen Massenmörders. Keine Gestalten, die man sich zum Vorbild nehmen sollte.

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Vielen Dank, ist sehr aufschlußreich.
Im verlinkten Artikel wird aber auch bestätigt, daß die Entnazifizierung im Osten konsequenter als im Westen durchgeführt wurde.

Daß die Idole der 68er u.a. Mao und Ho Chi Minh waren, ist jetzt aber ein ganz anderes Thema. Mir ging es darum, daß viele ihrer damaligen Professoren eine NS-Vergangenheit hatten, und dagegen protestierten die Studenten.

Ich selber stamme aus der DDR und ging da zur Schule. Der propagierte Antifaschismus diente u.a. auch zur Legitimation der Partei-Elite. Der wurde jedoch durch die stetige Ausweitung der Bespitzelung immer unglaubwürdiger. Daß Mauer und Eiserner Vorhang keineswegs ein antifaschistischer Schutzwall war, sondern die eigene Bevölkerung an der Flucht hindern sollte, war jedem klar.
Ich denke, durch von oben verordneten und zelebrierten Antifaschismus durch Funktionäre, die selber keine weiße Weste haben, bekam die an sich richtige Doktrin einen unangenehmen Beigeschmack. Hinzu kommt, daß die Widerstandskämpfer laut SED-Geschichtsschreibung durch die Bank Kommunisten waren. Christen wie Bonhoeffer oder gar Adlige wie Stauffenberg paßten da einfach nicht ins Bild.

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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

Daß die Idole der 68er u.a. Mao und Ho Chi Minh waren, ist jetzt aber ein ganz anderes Thema. Mir ging es darum, daß viele ihrer damaligen Professoren eine NS-Vergangenheit hatten, und dagegen protestierten die Studenten.

Ja, natürlich waren die Professoren Mitglied in der NSDAP. Man konnte noch nicht mal Briefe austragen, wenn man nicht Mitglied war.
Die Einführung der Handwerksrolle diente auch nur diesen Zweck. Wenn man nicht die voraus erfüllte, war es mit Parteibuch trotzdem möglich.
Ich sage, im Jetzt bei voller Rückblende, hätten einige es anders gemacht. Das sage ich nicht als Entlastung. Ich sehe es als belastend,denn der Opportunismus ist heute genauso da. Daran hat sich auch in der freien Welt nichts erheblich geändert.
Hätten Eichmann, oder Speer in einer anderen Zeit gelebt, hätten sie als Beamter, oder Architekt wohl Erfolg gehabt und, wenn der Nationalsozialismus schlecht im Kurs wäre, würde es mich nicht wundern, wenn sie Gegner wären.
Verstehe mich nicht falsch. Das Urteil gegen Eichmann finde ich korrekt. Gegen Speer war es ein Fehlurteil. Es hing an einen Richter, dass er mit einem blauen Auge davon kam.
Das die DDR breiter und intensiver gegen den Faschismus vorging, ist für mich schlüssig. Schließlich war der Faschismus, der Feind der Sozialisten, oder Bolschewisten, was damals eher gesagt wurde. Nicht nur in Deutschland, auch in Österreich waren sie vor Hitler interniert. In Italien ebenfalls und in Spanien, wo am intensivsten eine internationale Solidarität gab, oder sie ist da nur bekannter. Es war der Feind bei dem im Bürgerkrieg mitgemischt wurde.

Es war nicht so, dass die Professoren vorwiegend Nazis waren. Ein Beispiel, die Reformpädagogik für Schulen und Heime wurden entwickelt. Das war im Widerspruch zur Nazi-Ideologie.
Was sie Studentenbewgung und Mao betrifft, oder in was für Vereinigungen sie überhaupt waren. Ist für mich Kretschmann ein Beispiel. In Interviews sagt er, dass waren Jugendsünden und in seinem handeln ist er authentisch. Er hat keine Flausen im Kopf, sondern ist bodenständig.
Was mich stört ist der Kult wird haben Deutschland demokratischer gemacht und unkritisch gesehen wird, was sie damals glaubten und taten

Ich selber stamme aus der DDR und ging da zur Schule. Der propagierte Antifaschismus diente u.a. auch zur Legitimation der Partei-Elite.

Es gibt ja keine klare Ideologie des Faschismus. Nur klare Merkmale. Der Faschismus war eine Alternative zur Monarchie, ein Bollwerk gegeben eine Bolschewisirung, gegen Demokratie, aber trotzdem stand es für Ordnung und Sicherheit. Das war die damalige Auseinandersetzung, die heute so nicht möglich ist.

... Der wurde jedoch durch die stetige Ausweitung der Bespitzelung immer unglaubwürdiger...

Die Ironie des Schicksal ist, dass für die Durchsetzung ihrer sozialistischen Ziele, dem Faschismus angleichen. Es ist ein ähnliches Muster. Ich bin froh, dass ich in ein Land geboren bin, bei dem die Demokratie in der Bevölkerung ein Konsens ist. In Weimar war es von Anfang an kein Konsens. Und dass ich ohne Vorgaben mich mit Themen wie Weiße Rose, Bonhoeffer und auch sonstige Themen auseinandersetzen darf. Das ist eine Gnade, bislang so gelebt zu haben.

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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aber trotzdem stand es für Ordnung und Sicherheit.

Aber nicht für Juden, Andersdenkende, Homosexuelle, fahrendes Volk .......

Du darfst die Liste gerne fortsetzen.

ungehorsam antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

Aber nicht für Juden, Andersdenkende, Homosexuelle, fahrendes Volk .......

Ja, selbstverständlich. Warum sagst du das? Meinst du, ich heiße, dass was die Nazis, oder andere Faschisten machten gut? Das sollte insofern hier keine Erwähnung wert sein, weil es klar ist.

orangsaya antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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Warum sagst du das?

Ich wollte deine steile Aussage über Ordnung und Sicherheit unter dem Nazi-Regime relativieren.

ungehorsam antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

Alles ist gut.
Wenn ich von Ordnung sprach, dann vorwiegend nicht aus der Rückblende, sondern aus der damaligen Situation. Die Monarchie sind zusammengebrochen, Nationen standen noch unter den Wirkungen des Krieges, usw. Die Monarchie stand damals gar nicht so schlecht im Kurs. Das kann man sich heute, wo Demokratie selbstverständlich ist, nicht vorstellen. Aber zuvor war die Monarchie ein Garant für Sicherheit und Ordnung und Stabilität. Sie hatten eine Figur, der sie zujubelten
Da hatten sich Monster entwickelt, wie faschistische Ausrichtung und sozialistische/kommunistische Ausrichtungen. Das sorgte für Ordnung usw6. Demokratie stand gar nicht so hoch im Kurs. Es war ja erst hundert Jahre her, da wurde die Leibeigenschaft abgeschafft. Das Bild zur Obrigkeit war ein anderes.

orangsaya antworten


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