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AfD Waehler aechten, Hass auf AfD Waehler entwickeln

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Anonymous
 Anonymous
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Hallo an alle,

ich beziehe mich auf folgenden Artikel, den ich gerade vor fünf Minuten gefunden habe:

AfD Wähler ächten?

Es geht um folgendes:

Vergangene Woche setzte der „Spiegel“- Redakteur Hasnain Kazim auf Twitter eine Empfehlung zum Umgang mit AfD-Wählern ab. „Es geht nicht darum, AfD-Wählerinnen und AfD-Wähler zu, erreichen’“, schrieb er. „Es geht darum, sie auszugrenzen, zu ächten, sie kleinzuhalten, ihnen das Leben schwer zu machen, sie dafür, dass sie Neonazis und Rassisten den Weg zur Macht ebnen wollen, zur Verantwortung zu ziehen.“ 448 Menschen versahen den Beitrag spontan mit einem Herzen.

Am Tag zuvor hatte der Deutschlandfunk einen Kommentar gesendet, in dem der Kommentator seine Zuhörer aufforderte, mehr Hass auf AfD-Anhänger zu entwickeln. „Wir müssen wieder hassen lernen – und zwar richtig“, empfahl er. „Wer glaubt, dass Hass generell von gestern ist, der glaubt auch an die Unumkehrbarkeit der Geschichte und der demokratischen Zivilisierung. Dass dieser Glaube ein Irrglaube ist, wenigstens diese Einsicht sollte sich inzwischen durchgesetzt haben.“

Für mich ist das absolut inakzeptabel. Wenn das nicht Einzelstimmen bleiben, denen aufs Entschiedenste widersprochen wird, dann sieht es ganz düster für die Zukunft aus. Dann haben diejenigen, die vor einer Meinungsdiktatur warnen vollkommen recht.

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klappstool
Beiträge : 421

Moin,

ich hab mir das nochmal überlegt:

Der Autor dieses "AfD-Wähler-hassen"-Beitrages scheint an dem Tag vor Facebook und Twitter gesessen zu haben, anders kann ich mir diese Fantasie gar nicht erklären. Denn, mal Hand aufs Herz: Wer von uns erkennt denn AfD-Wähler im alltäglichen Leben beim Einkauf oder in seinem/ihrem Umfeld? Selbst wenn es der Nachbar oder einer aus dr alten Clique ist, man kennt sich doch und weiß meist ziemlich genau wie die ticken. Man hat gemeinsame Geschichte und Erlebnisse gehabt, ist vielleicht über viele Jahre zusammen zur Schule gegangen. Und dann soll man - auf Empfehlung - diese Leute "hassen"?

Ich hab mal versucht, das an meinem eigenen Leben nachzuvollziehen: In den allermeisten Fällen ging es beim täglichen Plausch gar nicht um Politik, sondern die üblichen Themen standen in der Mitte der Aufmerkamkeit. Ganz selten mal hat mal jemand einen unpassenden Witz eingeworfen oder ein Erlebnis kurz eingebracht. Aber das hat nie so recht gereicht, um da Hass zu entwickeln.

Es gibt jemanden in meinem Bekanntenkreis, dessen gesamte Persönlichkeit hat sich durch die permanente Braun-Impfung allerdings extrem geändert. Für den gibt es den ganzen Tag nichts anderes als zu hetzen und das meine ich wörtlich. Und das auch völlig unabhängig von "zurückgelassen fühlen", "Armut", "Ängsten um den Job" und was da noch so alles als Erklärung/Entschuldigung angekarrt wird. Er hat 4 Autos, ein Wohnmobil, ein Motorrad, Frau und Kind, ein eigenes Haus und muss nicht mehr arbeiten.. Aber für ihn empfinde ich eher Mitleid als Hass, denn er ist für mich nicht mehr zu erreichen.

Wie ich an anderer Stelle schon schrieb: Hass- und Sympathie-Gefühle sind schwer bis gar nicht zu steuern. Ich kann mir also unter diesem vermeintlichen Aufruf zum Hass mehr und mehr nur vorstellen, dass damit letztendlich das Gedankengut gemeint ist (ich weiß, der Autor hat Wähler geschrieben, aber niemand ist vor Denkfehlern gefeit).

klappstool antworten
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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @klappstool

Und dann soll man - auf Empfehlung - diese Leute "hassen"?

Das ist die Empfehlung.

Veröffentlicht von: @klappstool

Es gibt jemanden in meinem Bekanntenkreis, dessen gesamte Persönlichkeit hat sich durch die permanente Braun-Impfung allerdings extrem geändert. Für den gibt es den ganzen Tag nichts anderes als zu hetzen und das meine ich wörtlich. Und das auch völlig unabhängig von "zurückgelassen fühlen", "Armut", "Ängsten um den Job" und was da noch so alles als Erklärung/Entschuldigung angekarrt wird. Er hat 4 Autos, ein Wohnmobil, ein Motorrad, Frau und Kind, ein eigenes Haus und muss nicht mehr arbeiten.. Aber für ihn empfinde ich eher Mitleid als Hass, denn er ist für mich nicht mehr zu erreichen.

Armer Mensch. Vielleicht hilft beten. Es ist leider nicht allen zu helfen.

Veröffentlicht von: @klappstool

(ich weiß, der Autor hat Wähler geschrieben, aber niemand ist vor Denkfehlern gefeit)

Das ist es wieder. Bei einem eher linker Autor ist es ein (kleiner) Denkfehler. Hätte ein Rechter so etwas gesagt, wäre der Teufel los.

Ich bin der Meinung das ist Zündeln. Du gehst von dir aus und hast über deine Erfahrungen reflektiert. Es lesen auch schlichtere Gemüter solche Thesen (oft noch nicht einmal den ganzen Text). Was könnte ein Antifa Anhänger denken, wenn Journalisten publikumswirksam im Spiegel, im DLF, in der Süddeutschen solche Sätze platzieren. Das geht meiner Meinung nach gar nicht, und das muss thematisiert werden.

Schau mal hier: https://www.sueddeutsche.de/kultur/hass-fremdenfeindlichkeit-liebe-1.4567186

Die Überschrift: Wir haben lange genug geliebt. Dann ein Bild mit hate auf den Fingern.

Da kann der Autor sich noch so eloquent über das Thema auslassen. Das geht nicht, das stachelt auf.

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klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421

Du bist aber auch hartnäckig! 😀

Veröffentlicht von: @jadwin

(ich weiß, der Autor hat Wähler geschrieben, aber niemand ist vor Denkfehlern gefeit)

Das ist es wieder. Bei einem eher linker Autor ist es ein (kleiner) Denkfehler. Hätte ein Rechter so etwas gesagt, wäre der Teufel los.

Nein, nicht weil er vermeintlich links sei (der war früher Mitglied in der FDP), sondern aus den Gründen die ich schrieb: Es ist völlig unlogisch, Hass oder Sympathie "empfehlen" oder "verordnen" zu wollen - das geht schlicht nicht. Deswegen gehe ich von einem Denkfehler aus. Berücksichtigend, dass er hier geborener Deutscher mit Migrationshintergrund ist, gehe ich davon aus, dass er in seinem Leben mehr Anfeindungen durch hat, als du und ich albträumen können. Und dann schreibt man in seinem privaten Twitter-Account vielleicht mal Unsinn (der Tweet ist übrigens nicht mehr zu finden, aber vielleicht hab ich auch nicht sorgfältig genug gesucht). Er ist Marineoffizier a.D. und ich schätze ihn als sensiblen und gerechten Menschen ein.

Übrigens: Das Gegenteil von rechts ist nicht links sondern anständig. Ein Wort, von dem sich die extreme Rechte um AfD und Pegida seit vielen Jahren verabschiedet haben. Spätestens seit sie political correctness auf dem Müllhaufen der Geschichte verortet sehen wollen.

klappstool antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @klappstool

Es ist völlig unlogisch, Hass oder Sympathie "empfehlen" oder "verordnen" zu wollen - das geht schlicht nicht.

Es geht nicht um Symphatie. Es geht um Hass und Hassgefühle kann man sehr wohl unterdrücken, oder nähren.

Es fängt doch zumeist mit Wut an. Und wenn ich die Wut nähre, dann wird sie zum Hass.

Und wenn ich sage, hey, deine Wutgefühle gegen AfD Wähler sind ok, sie sind angebracht, du darfst und sollst sie ruhig hassen, dann verordne ich den Hass nicht aber ich befördere ihn. Ich breche in den Menschen die Schranken, die den Hass in Grenzen halten.

Veröffentlicht von: @klappstool

Übrigens: Das Gegenteil von rechts ist nicht links sondern anständig. Ein Wort, von dem sich die extreme Rechte um AfD und Pegida seit vielen Jahren verabschiedet haben. Spätestens seit sie political correctness auf dem Müllhaufen der Geschichte verortet sehen wollen.

Ich muss sagen, ich finde die PC in Grundzügen totalitär. Dass man sich um eine vernünftige und faire Sprache bemühen sollte, versteht sich von selbst. Wer legt fest was PC ist und was nicht. Wie weit soll das gehen? Müssen wirklich historische Kinderbücher umgeschrieben werden, weil dort Ausdrücke stehen, die man heute besser nicht mehr benutzen möchte? Wie geht man mit jeden um, die einen freieren Sprachgebrauch wollen. Die von vorneweg zu diffamieren finde ich nicht ok.

Und da rede ich nicht von den unsäglichen Entgleisungen und Tabubrüchen mancher AfD Politiker.

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klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421
Veröffentlicht von: @jadwin

Es fängt doch zumeist mit Wut an. Und wenn ich die Wut nähre, dann wird sie zum Hass.

Wer nährt denn die Wut? Beispiel AfD: Die provozieren doch schon seit Anbeginn und nahezu alle Bürger sind sich einig, dass sie die Grenzen des Sagbaren ständig überschreiten und ausweiten. "Wir brauchen eine erinnerungspolitische Wende um 180° ...!"; "Deutschland ist das einzige Land der Welt, dass sich ein Mahnmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat ...": "Kopftuchmädchen", "Messermänner" usw. So etwas war - zumindest im politischen Diskurs in der Republik wie ich sie kenne vor der AfD möglcherweise denk- aber nicht sagbar. Und genau das ist es, was die AfD mit Abschaffung von "Political Correctness" meint. Denen gehts doch nicht um Kinderbücher, sondern darum ihren Wortschatz in Reden zum Volk ins Unerträgliche zu steigern, Volksverhetzung gesellschaftlich zu etablieren.
Und selbstveständlich kann man darüber diskutieren, ob man Straßen umbenennt oder nicht (ich stelle mir das ein oder andere Mal die Frage ob das sinnvoll oder vertane Zeit ist, aber seis drum). Aber was die AfD damit anstrebt ist unterstes Niveau und gegen eine vernunftbegabte Gesellschaft. Die sie ja auch gar nicht will.

Ich würde mir wünschen, du würdest dich mit den Aussagen der AfD etwas mehr beschäftigen und prüfen, inwiefern diese geneigt ist, Abneigung, Wut und am Ende Hass zu erzeugen. Denn dann würdest du merken, dass es keines Hasnain Kazims bedarf, solche Gefühle anzuregen. Weder gegen das Gedankengut noch gegen die Personen.

klappstool antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Zur PC. Ich fühle mich schon eingeengt durch die PC. Und ich will nicht "Kopftuchmädchen", "Messermänner" usw. sagen.

Veröffentlicht von: @klappstool

Ich würde mir wünschen, du würdest dich mit den Aussagen der AfD etwas mehr beschäftigen und prüfen, inwiefern diese geneigt ist, Abneigung, Wut und am Ende Hass zu erzeugen. Denn dann würdest du merken, dass es keines Hasnain Kazims bedarf, solche Gefühle anzuregen. Weder gegen das Gedankengut noch gegen die Personen.

Zu erzeugen ist eine Sache, die Berechtigung ihnen nachzugehen eine andere.

Mir geht es regelmäßig so, dass mir bei Aussagen von Linken die Hutkrempe hoch geht. Aber ich beruhige mich doch jedesmal wieder und lasse negativen Emotionen keinen Raum. Ich könnte auch gewisse AfD Leute hassen. Sie haben die AfD gekapert und machen es mir als Konservativen nahezu unmöglich für Verständnis für gewisse Positionen zu werben, weil die mit Populismus und Hass alles in den Dreck ziehen, was mir teuer ist. Aber siehe oben.

Es darf keinen Freibrief geben und keinen moralischen Überbau Hassgefühle zu kultivieren, egal von welcher Seite.

Eine Gefahr, wenn man gegen etwas kämpft ist, dass man selbst so wird, wie das was man bekämpft, nur anders rum. Man muss für etwas kämpfen.

Man bekämpft zwar Feuer mit Feuer, aber dass man Hass mit Hass erfolgreich bekämpfen kann, das wäre mir neu. Jesus hat uns da einen anderen Weg gezeigt.

Anonymous antworten


MrOrleander
Beiträge : 2133

Hass ist ein schlechter Ratgeber
Aber Georg Schramm, ein von mir sehr geschätzter Kabarettist, hat ein schönes Zitat von Papst Gregor I. (gestorben 604) ausgegraben, das in meinen Augen als gebotenes Gefühl gegenüber der AfD sehr viel besser paßt:

Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht

mrorleander antworten
12 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Als ich die Überschrift las, habe ich mich gefreut, aber dann...

Hass ist nicht gut, Zorn schon. Nun gut, Zorn der sich der Vernunft unterstellt. Hm.

Es ist sehr die Frage, wem sich der Zorn unterordnet und was genau das Ziel des Zornes ist.

Man kann den Zorn nicht ganz ablehnen, denn selbst Jesus wurde zornig. Ich glaube aber, dass der Zorn nur zu oft, nicht Diener sondern Meister der Menschen ist, so dass ich dieses Zitat nicht unterschreiben würde.

Da komme ich auf den Begriff "gerechter Zorn", das erinnert mich irgendwie an "gerechter Krieg". Wo soll man da die Grenze ziehen, wann Zorn noch "gut" ist.

Also ich werde glaube ich besser nicht zornig und möchte ohne ihn auskommen, das ist mir zu heikel.

Wenn du glaubst Zorn für dein Engagement gegen "Rechts" zu brauchen...

Anonymous antworten
Groffin
(@groffin)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1872

Ich hüpf mal aus dem Wiki herbei:

Heiliger Zorn:
Eine besondere Form ist der heilige Zorn. Letzterer ist ein gerechter Zorn über etwas eindeutig Ungerechtes. Der heilige Zorn richtet sich nicht gegen Menschen. Im Idealfall führt er dazu, sich nicht nur über eine ungerechte Sache zu ärgern, sondern sich dafür einzusetzen, sie zu beseitigen. Sie deutlich zu benennen, aktiv zu werden und selbst barmherzig zu handeln oder andere zum Handeln zu bewegen. Heiliger Zorn kann also wertvoll sein, weil er Energien freisetzt, die dazu beitragen können, etwas zu verändern. Der Ärger wird beim heiligen Zorn in positive Energie umgewandelt. Das unterscheidet ihn von seinem alltäglichen Bruder.

groffin antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

schon klar, aber wie erkennst du ob du ihm "heiligen" Zorn bist, oder in der im banalen, der ein Bruder des Hasses ist.

Woran erkennst du, dass sich der Zorn nicht gegen Menschen sondern nur gegen Ungerechtes handelt.

Ein heiliger Zorn ist ein Eifer. So interpretiere ich es auch, wenn Gott als zornig beschrieben wird. Das mag er hin bekommen, ich halte mich da besser raus.

Anonymous antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1147
Veröffentlicht von: @jadwin

Woran erkennst du, dass sich der Zorn nicht gegen Menschen sondern nur gegen Ungerechtes handelt.

Eben genau daran erkennst du, ob es Zorn ist oder Hass.

"Heiliger Zorn" richtet sich gegen Ungerechtigkeit, gegen ungute herrschende Zustände" und er ein mächtiger Antrieb, der uns Kraft gibt, Übelstände anzupacken, vor denen wir uns sonst klein machen und verzagen würden.
Selbstverständlich kann er sich auch gegen die Urheber der Zustände und deren Handeln (oder gegen ihre Gleichgültigkeit) richten.
Wenn wir aber merken, dass sich unser Zorn gegen Menschen richtet, dann müssen wir darauf achten, dass er nicht destruktiv und niederträchtig wird. Denn dann ist der Hass (als dunkler Bruder des Zorns) nicht mehr weit.

Aus Zorn kann etwas Positives entstehen - sogar wieder Einigkeit und Gemeinschaft. Hass dagegen trennt und zerstört.

bepe0905 antworten
Tertullian
(@tertullian)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 413
Veröffentlicht von: @bepe0905

Aus Zorn kann etwas Positives entstehen - sogar wieder Einigkeit und Gemeinschaft.

Kann, muss aber nicht. Nicht umsonst fordert uns die Bibel auf, "langsam zum Zorn" zu sein. Auch einen Martin Luther hatte der Zorn in seinen späteren Tagen allzu gut im Griff. Und in islamischen Ländern wird auch mal gern zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen. Ob das so segensreich ist?

tertullian antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @jadwin

"heiligen" Zorn bist, oder in der im banalen, der ein Bruder des Hasses ist.

😉
- ein heiliger Zorn entzündet Scheiterhaufen unter dem Jubel der Massen, oder startet einen Kreuzzug mit Unterstützung der Massen. Selbst das AT bietet da so einiges an heiligem Zorn.

stimmungsvoll kann man noch in das da reinhören: https://www.youtube.com/watch?v=REGHIOql-Eg

- ein gewöhnlicher fanatischer Zorn zündet Autobomben um Massen zu töten, oder landet mit Flugzeugen in Hochhäusern.

Ich denke der Unterschied ist eindeutig.... ob beides so gut ist oder das eine besser als das andere? Ich bin da nicht derselben Meinung.

stefantweeetys antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

- ein gewöhnlicher fanatischer Zorn zündet Autobomben um Massen zu töten, oder landet mit Flugzeugen in Hochhäusern.

Das tut heiliger Zorn auch. Andere Religion aber womöglich selber Gott.

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

ob beides so gut ist oder das eine besser als das andere? Ich bin da nicht derselben Meinung.

Dem schließe ich mich an.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Deshalb möchte ich meine Wut und meinen Zorn zügeln.

Ich hatte zum Thema Wut ein Schlüsselerlebnis. Ich habe im Rahmen von Stuttgart 21 darüber nachgedacht. Da sollte gerade ein Spaßbad in meiner Stadt gebaut werden. Die Stadt übernahm weitreichende Garantien, denn es sollte auch ein Sportbad entstehen, das von den Schulen genutzt werden konnte.

Einer meiner grünen Freunde hat mich drauf gebracht darüber nachzudenken. Ich empörte mich darüber, auch dass Kinder ausgeschlossen werden sollten.

Aber dann dachte ich über das Wesen der Wut nach. Das sich Empören. Ich erkannte, dass dabei letztendlich immer die Komponente der Empörung gegen Gott auftritt. Man ist unzufrieden mit den Umständen. Man ist unzufrieden wie Gott die Welt führt.

Es geht um Empörung gegen die Menschen, die etwas "verwerfliches" tun, statt sie gewinnen zu wollen.

Wer nicht mit mir sammelt der zerstreut. Ich möchte jedenfalls die Rebellion in mir beenden. Die Empörung soll sterben bis auf das letzte Atom.

Sicherlich verzichte ich damit auf einen guten Teil meiner Wirksamkeit. Aber lieber unwirksam sein, als Leben aus der falschen Quelle.

So schwenkte ich um und empörte mich auch nicht mehr gegen das Spaßbad. Übrigens ist es ein voller wirtschaftlicher Erfolg, an der Stadt sind über die Garantien keine Kosten hängen geblieben. Und was den Ausschluss der Kinder betrifft, immerhin haben sie Samstag einen Familientag eingerichtet.

Es ist schwer zu beschreiben und das was ich für richtig halte, halten die meisten nicht für richtig. Man muss sich doch einsetzen, man muss sich doch engagieren. Das tue ich im wesentlichen nur noch für Personen, nicht mehr für die Gesellschaft, auch für keine Partei mehr.

Ich werde weiter versuchen die Flammen in mir zu löschen, statt anzufachen. Wer den golden Panzer der (Selbst)Gerechtigkeit anlegen und die Rechten hassen will, der soll das tun. Ich will die Rechten nicht hassen, ich will die Linken nicht hassen, ich will keine Trump hassen, keinen Putin und keinen Erdogan und auch keinen Maduro.

Das heißt nicht, dass man zu dem schweigen soll was geschieht, aber Hass und Wut beiseite lassen und nüchtern agieren. Und was engagierte Bewegungen ohne Hass und Wut hinbekommen haben, das kann ich auch sehen lassen. "We shall overcome..."

Anonymous antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @jadwin

Es ist sehr die Frage, wem sich der Zorn unterordnet und was genau das Ziel des Zornes ist.

Ich verstehe es so, daß Gregor I. den Zorn als Handlanger der Vernunft bezeichnet. Als einen Motor, der die Vernunft wach hält, antreibt, nicht ermüden läßt. Der Zorn muß natürlich nicht der einzige Antreiber der Vernunft sein: Auch Mitgefühl kann ein solcher Motor sein. Sorgen macht mir nur eine Vernunft, die ohne Emotion daher kommt.

Veröffentlicht von: @jadwin

Ich glaube aber, dass der Zorn nur zu oft, nicht Diener sondern Meister der Menschen ist, so dass ich dieses Zitat nicht unterschreiben würde.

Ich kann zu jeder guten menschlichen Regung ein Beispiel ihres Mißbrauchs finden. Aber ich muß es nicht unbedingt. 😊

Veröffentlicht von: @jadwin

Also ich werde glaube ich besser nicht zornig und möchte ohne ihn auskommen, das ist mir zu heikel.

Wenn Du mit Blick auf Dich selbst an dieser Stelle Skrupel hast, werde ich das sicher nicht kritisieren.

Veröffentlicht von: @jadwin

Wenn du glaubst Zorn für dein Engagement gegen "Rechts" zu brauchen...

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Reaktion auf Höckes 'Denkmal der Schande'. Ich habe das Zitat gelesen und abgehakt, ja, da hat der Höcke mal wieder was rausgehauen, wen interessiert es. Erst einige Zeit später ist das in mir hochgekocht, wie es sich ein Geschichtslehrer erdreisten kann, so eine Aussage zu tätigen. Ich habe das Fach ebenfalls studiert, ich weiß ein wenig um die Methoden, es ist einfach infam. Für mich war das Gefühl des Zorns sehr hilfreich, Höckes Äußerung einzuordnen. Andere werden das nicht brauchen, aber ich offenbar schon. Von daher: An diesem Punkt stehe ich zu Gregor dem Großen. 😊

mrorleander antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @jadwin

Es ist sehr die Frage, wem sich der Zorn unterordnet und was genau das Ziel des Zornes ist.

Es gibt zornige Menschen und oft ist Zorn ihre Schwäche.

Ich glaube abernicht, dass das unbedingt so sein muss. Wenn ich meinen Zorn beändigen kann und nur in Ausnahmesituationen bewußt von der Leine lassen kann, dann ist mir mein Zorn eine starke Waffe.
Ein unbeherrschter Zorn wird viel kaputt machen - aber wenn der Zorn aus der Situation heraus bewußt eingesetzt wird, dann entfachter in entscheidenen Moment eine Urgewalt, die niemand stoppen kann.

Ich erinner mich da an den Film "Whale Rider". Er handelt von einem jungen Maori Mädchen, dass vom Großvater aufgezogen wird, weil die Mutter wohl tot ist und der Vater nach Deutschland gegangen ist.

Sie lebt dort in der alten Maori Kultur auf, in der ein Mädchen wenig zählt und in der die alten Riten, Kampfeskünste und dergleichen nur an Jungen tradiert werden.

Sie schuat heimlich bei dieser Ausbildung zu und übt heimlich selber. Als das auffliegt, bildet ein Onkel sie heimlich weiter aus. Der bringt ihr z.B. bei, den Zorn gezielt einzusetzen, um sich kampfbereit zu machen. Das war ein Moment, in dem ich erkannt habe, dass Zorn nicht nur eine Last sondern bei einer Persönlichkeit, die stark ist und sich im Griff hat, eine starke Waffe sein kann.

Ja, und den Heiligen Zorn, den kennt man auch - der Moment also, wo z.B. Ungerechtigkeit zum Himmel schreit, jede Maßnahme recht erscheint und der Moment für eine Bündelung der Kräfte mit nur einem einzigen Ziel gekommen ist.
LG
Ecc

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @mrorleander

Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht

Im 6. Jhd. verständlich. Aber unchristlich.

Anonymous antworten
Tertullian
(@tertullian)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 413

Gutes Zitat. Wobei ich George Herbert da noch besser finde. 2008 ausgegraben und vertont von den übrigens ziemlich linksdrehenden R.E.M.

https://www.youtube.com/watch?v=sAqGXEE-PhY

tertullian antworten
Helle
 Helle
Beiträge : 772

Wer zum Hass aufruft, gleich welcher Couleur, ist geistiger Brandstifter! Aus biblischer Sicht gibt es keine Legitimation zum Hass auf Menschen. Ich hoffe, dass solche Menschen niemals eine politische Rolle spielen werden!

helle antworten
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LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @helle

Wer zum Hass aufruft, gleich welcher Couleur, ist geistiger Brandstifter!

Sowas...und schon ist der gute alte Jesus ein geistiger Brandstifter. sowas aber auch 😀

Lukas 14,25 - 26: Es ging aber eine große Menge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Am besten denkst du nochmal drüber nach. Und am besten liest du auch einfach mal alle Kommentare, die da so getätigt wurden.

littlebat antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @littlebat

Lukas 14,25 - 26:

Hier geht es doch primär darum, dass man sein eigenes Leben nicht mehr liebt, als Jesus, und auch alle aufgezählten Verwandten. aber ich lasse Dich auch gerne in Deinem Glauben sofern es denn so ist.

Veröffentlicht von: @littlebat

Am besten denkst du nochmal drüber nach. Und am besten liest du auch einfach mal alle Kommentare, die da so getätigt wurden.

Habe ich bereits. Und ich bleibe dabei: Die Bibel legitimiert Hass gegen Menschen nicht. Wie gesagt, Deine Meinung belasse ich Dir gerne.

helle antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @helle

Hier geht es doch primär darum

Wie ist es zu erklären, dass du eine Interpretation bei einer Bibelstelle intellektuell hinbekommst, aber bei einem Kommentar nicht? Liegt es daran, dass das eine nicht in dein Weltbild passt, und angepasst werden muss, das andere nicht? Oder liegt es daran, dass du das eine gelesen hast, und das andere nicht? Wer weiß das schon. ich bezweifle, dass es hier eine ehrliche Antwort geben wird.
Gute Nacht.

littlebat antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Entschuldige, aber ist das eine respektvolle Art, zu diskutieren?

helle antworten
Groffin
(@groffin)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1872
Veröffentlicht von: @littlebat

Lukas 14,25 - 26: Es ging aber eine große Menge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, dazu auch sein eigenes Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Das Wort, welches hier verwendet wird kann als hassen übersetzt werden aber auch als "weniger lieben" "unterordnen".
Letztere ist tatsächlich auch die passendere Übersetzung, da so der Satz zum einen mehr Sinn macht und zum anderen auch nicht im Widerspruch zu den 10 Geboten steht.

Die Hoffnung für alle übersetzt das verständlicher:
26 »Wenn einer mit mir gehen will, so muss ich für ihn wichtiger sein als seine Eltern,[2] seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister, ja wichtiger als das eigene Leben. Sonst kann er nicht mein Jünger sein.

groffin antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @littlebat

Am besten denkst du nochmal drüber nach. Und am besten liest du auch einfach mal alle Kommentare, die da so getätigt wurden.

Und ich schlage vor du denkst noch mal darüber nach was Jesus mit dieser Aussage wohl bezwecken sollte. Ein Aufruf zum Hass ist das sicherlich nicht. Groffin hat schon einen Hinweis gegeben.

Anonymous antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813

Ich weiß schon, wenns um euren Religionsstifter geht, dann wird fleißig interpretiert. Kenne ich doch alles. Ist doch seit Jahrtausenden so, dass diejenigen, deren Aussagen man irgendwie integrieren muss, auch immer fleißig interpretiert werden. Eine Leistung, die man bei anderen nicht erbringen will.

q.e.d.
Habt ihr alle drei sehr gut gemacht.

littlebat antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @littlebat

Ich weiß schon, wenns um euren Religionsstifter geht, dann wird fleißig interpretiert.

Ich wäre froh, wenn Du respektvoller schreiben würdest. Für uns ist >Jesus Christus kein Religionsstifter, sondern Erlöser. Jemanden, der für die Schuld der gesamten Menschheit sein eigenes Leben gab, als Religionsstifter zu bezeichnen, finde ich respektlos.

Und es geht gar nicht um Interpretation, sondern um die richtige Übersetzung, das hat aber Groffin oben bereits sehr gut beschrieben!

helle antworten
Groffin
(@groffin)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1872
Veröffentlicht von: @littlebat

Ich weiß schon, wenns um euren Religionsstifter geht, dann wird fleißig interpretiert.

Da gibts eigentlich nicht viel zu interpretieren. Der Originaltext lässt mehrere Deutungen zu. Und mal ganz ehrlich: glaubst Du tatsächlich, dass Jesus hier von hassen (im Sinne von feindlich sein, Abneigung empfinden) gesprochen hat?

Um zum Thema zurückzukehren...
Wenn ich mir die obige Bedeutung des Wortes Hass anschaue, finde ich es in diesem Kontext gar nicht einmal so falsch die AFD zu hassen. Allerdings verbinde ich damit mehr als nur "Abneigung". Hass in politischer Dimension verbinde ich zwangsläufig früher oder später mit Gewalt. Siehst Du das anders?

groffin antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @groffin

Da gibts eigentlich nicht viel zu interpretieren. Der Originaltext lässt mehrere Deutungen zu.

Was in den Kommentaren, die der Kommentar des Ausgangspostings aufgriff, ebenfalls möglich war. Aber das haben die meisten nicht verstanden, weil sie die nie angeschaut haben.

Herzlichen Glückwunsch, dass du genau das Problem herausgearbeitet hast.

Veröffentlicht von: @groffin

Siehst Du das anders?

Ich hab halt alle drei Kommentare gelesen und sehe das Thema hier dementsprechend anders.

littlebat antworten
ichsen
 ichsen
(@ichsen)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 197

Hallo Groffin,

Veröffentlicht von: @groffin

Da gibts eigentlich nicht viel zu interpretieren. Der Originaltext lässt mehrere Deutungen zu. Und mal ganz ehrlich: glaubst Du tatsächlich, dass Jesus hier von hassen (im Sinne von feindlich sein, Abneigung empfinden) gesprochen hat?

Warum wurde denn, wenn der Originaltext mehrere Deutungen zulässt, dann mit "hassen" übersetzt?

LG

Stefan

ichsen antworten
Groffin
(@groffin)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1872
Veröffentlicht von: @ichsen

Warum wurde denn, wenn der Originaltext mehrere Deutungen zulässt, dann mit "hassen" übersetzt?

Ganz einfach: weil das griechische Wort misei oft die Bedeutung von hassen hat.
Ich denke aber das Problem liegt darin, dass sich das Wort hassen in der deutschen Sprache selbst gewandelt hat.
Wir benutzen es heute entweder recht leichtfertig: "Ich hasse dieses kalte Wetter." oder wir meinen damit sehr starke negative, zerstörerische Gefühle "Ich will Dich nie wieder sehen - ich hasse Dich!".
Laut dem Wörterbuch der philosophischen Grundbegriffe ist Hass:
"die leidenschaftliche Abneigung gegen das, was uns Unlust bereitet hat. Der Hass, das Gegenteil der Liebe, verabscheut nicht nur einen Menschen, sondern möchte ihm auch schaden. Er entspringt oft dem Eigennutz, dem Neide, dem gekränkten Ehrgeiz, der Eifersucht oder der verschmähten Liebe. "
Von Nicht so gern mögen bis ich will das zerstören ist also alles dabei.

Diese beiden Abstufungen finden sich auch im Original:
1. Jmd oder etwas zutiefst verabscheuen
2. etwas ungern tun, nicht so gern haben, nicht wollen, weniger lieben

Das Wort misei hier mit 1. zu übersetzen geht am Ziel vorbei, da es dem 4. Gebot entgegen läuft. Dass es hier um eine Rangfolge/Priorisierung geht, lässt sich dem Kontext entnehmen. Denke Luther war sich das bewusst, nur eben nicht, dass das Wort hassen hier mit allen negativen Assoziationen gefüllt wird, wie wir es heute tun.

groffin antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813

Das mag alles sein. Aber findest du es nicht verwunderlich, dass die allermeisten Übertragungen weiterhin beim hassen bleiben? Und andere durchaus ähnlich starke Worte verwenden (mit jmd. brechen z.B.).

Ich hoffe, dass das wirklich meine Auswahl anzeigt.
https://www.bibleserver.com/LUT.HFA.ELB.SLT.ZB.NG%C3%9C.MENG.Ne%C3%9C.NLB.EU.GNB.KJV/Lukas14%2C26

Denn normalerweise werden in Übertragungen auch dann andere Worte benutzt, wenn der Inhalt des deutschen Wortes nicht mehr passt. Also scheinen andere durchaus auch eine sehr heftige Trennung zu sehen, die hier gemeint ist.

Am Ende ging es mir aber auch um die Interpretationsleistung, die hier im Thread an vielen Stellen schlicht und ergreifend verweigert wurde.

littlebat antworten
Groffin
(@groffin)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 1872
Veröffentlicht von: @littlebat

Aber findest du es nicht verwunderlich, dass die allermeisten Übertragungen weiterhin beim hassen bleiben? Und andere durchaus ähnlich starke Worte verwenden (mit jmd. brechen z.B.).

Nein, weil ich den Sinn dahinter verstehe und nicht am Wort Hass hängen bleibe. 😉
Schau Dir die Parallelstelle in Matthäus 10, 37 ff an:
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. 39 Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.

Lukas schreibt hier von "hassen", drückt aber das Gleiche aus. Wenn es um die Jüngerschaft Jesu geht, dann wird damit verdeutlicht, dass diese oberste Priorität haben soll - auch entgegen der Sorgen und Vorhaltungen der Eltern und Geschwister. Sogar das eigene Leben soll diesem Ziel untergeordnet werden - was für einige seiner Jünger später Realität wurde.

Veröffentlicht von: @littlebat

Denn normalerweise werden in Übertragungen auch dann andere Worte benutzt, wenn der Inhalt des deutschen Wortes nicht mehr passt

Naja - es passt ja auch - nur hat eben das deutsche Wort hassen auch mehrere Bedeutungen. Hier geht es aber nicht darum, aktiv feindselig gegen die eigene Familie zu arbeiten, wie es gerne ausgelegt wird.

Veröffentlicht von: @littlebat

Also scheinen andere durchaus auch eine sehr heftige Trennung zu sehen, die hier gemeint ist.

Das sehe ich durchaus auch so. Aber zwischen persönliche Prioritäten setzen und aktiv feindselig handeln ist ein großer Spielraum.
Spätestens wenn wir das Gebot der Feindesliebe wieder hinzuziehen, sollte klar sein, dass es hier um Prioritäten geht, wem die eigene Liebe gelten soll.

Veröffentlicht von: @littlebat

Am Ende ging es mir aber auch um die Interpretationsleistung, die hier im Thread an vielen Stellen schlicht und ergreifend verweigert wurde.

Schon verstanden. Du hast auch ein gutes Beispiel gebracht, das mir selbst aufzeigt, wie interpretierbar das Wort Hass eben ist.
Im Kontext von politischen Gesinnungen macht es mir aber immer noch Bauchschmerzen.

groffin antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @groffin

Im Kontext von politischen Gesinnungen macht es mir aber immer noch Bauchschmerzen.

Im Kontext der kommentierten Kommentare war es in meinen Augen nicht halb so schlimm, wie hier behauptet wurde.

littlebat antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Grüß dich, Jadwin!
Danke dir, dass du dich so unmissverständlich gegen diesen demagogischen Aufruf zum Hass geäußerst hast. Ich bin selbst ganz bewusste Wählerin der AfD. Ich habe mich drei Jahre lang mit dieser Partei befasst, bevor ich ihr 2017 meine Stimme gab. Ich gehöre also zu den knapp 13 % "bösen, hasserfüllten und rassistischen Rechtswählern". Natürlich lässt es mich nicht kalt, wenn vollkommen hysterische und tobende Personen zu Hass und Gewalt aufwiegeln. Allerdings prallen rein verbale Angriffe an mir nur noch ab. Mit denen komme ich zurecht. Haznain Kazin ist nur eines von vielen Schreikindern. Alles Gute dir.

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3 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @christianemarianne

Alles Gute dir.

Dir auch
❤ lich willkommen

lg

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Danke, ebenfalls.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15625
Veröffentlicht von: @christianemarianne

Danke dir, dass du dich so unmissverständlich gegen diesen demagogischen Aufruf zum Hass geäußerst hast. Ich bin selbst ganz bewusste Wählerin der AfD.

Dass du darin keinen Widerspruch erkennst scheint wohl leider typisch für AfD Wähler zu sein.

Aber Respekt dafür, dass du dich hier offen dazu bekennst (Wo man das doch eigentlich gar nicht mehr sagen darf...).

lucan-7 antworten
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