Baumärkte offen aber Gottesdienste verboten?
Es gibt ein Grundrecht auf Religionsfreiheit. Ein solches auf den Besuch eines Baumarktes m.W. nicht.
Gibt es da in Euren Augen noch eine Verhältnismäßigkeit?
Interessant ist ja auch die Nebenwirkung.
Zum Übetragungsrisiko im Baumarkt im Vergleich zum sitzen auf Kirchenbänken will ich gar nichts sagen.
Die Baumärkte arbeiten auch mit Einschränkungen, der Raiffeisen-Markt hier hat das über Einkaufswagen geregelt. Ist kein Wagen mehr da sind gibt es keinen Zugang, da die Anzahl die drin sein darf erreicht ist.
Ein Freund von mir arbeitet in der Branche. Sie haben die Öffnungszeiten reduziert, weniger Personal, Zuschnitte gibt es nicht mehr. - Kontakminimierung mit Abstand halten.
Ich kenne einige aus der Automobilbranche die jetzt kurz arbeiten und
einiges renoviert haben. Männer heimwerken / renovieren zu lassen ist auch ein Ventil, damit es friedlicher in den Familien bleibt.
Trotzdem bedauere ich dass Frühlingsmissionsfeste nicht stattfinden können. Die sind eben durch gute Fernsehgottesdienste nicht zu ersetzen.
Veröffentlicht von: @jigalDie Baumärkte arbeiten auch mit Einschränkungen, der Raiffeisen-Markt hier hat das über Einkaufswagen geregelt. Ist kein Wagen mehr da sind gibt es keinen Zugang, da die Anzahl die drin sein darf erreicht ist.
Die Drogerie- und Supermärkte hier machen das geauso und es klappt ganz gut.
Veröffentlicht von: @jigalSie haben die Öffnungszeiten reduziert,
Echt? Die hiesige Hornbach-Filiale hat ihre Öffnungszeiten verlängert, um zu "entzerren", d.h. dafür zu sorgen, dass nicht zu viele Kunden gleichzeitig rein wollen.
Veröffentlicht von: @jigalMänner heimwerken / renovieren zu lassen ist auch ein Ventil, damit es friedlicher in den Familien bleibt.
Da ist wahrscheinlich was dran - zumal ja derzeit auch keine Bundesliga-Spiele stattfinden...
Veröffentlicht von: @jigalTrotzdem bedauere ich dass Frühlingsmissionsfeste nicht stattfinden können. Die sind eben durch gute Fernsehgottesdienste nicht zu ersetzen.
"Frühlingmissionsfest" ist jetzt kein Begriff, der mir etwas sagt....aber ich nehme mal an, es ist so etwas Ähnliches wie bei uns das Patronatsfest (da feiert man den Heiligen, der der Schutzpatron der jeweiligen Kirche ist - bei uns ist das der hl. Antonius, dessen Fest im Juni ist).
Ja, ich finde es auch sehr schade, dass unser Patronatsfest, die Wallfahrt zum Mariendom in Neviges und die Fronleichnamsprozession wohl nicht stattfinden werden - es steht zwar noch nicht endgültig fest, aber der Pfarrgemeinderat hat sich dafür ausgesprochen, diese Veranstaltungen von sich aus abzusagen.
Der Grund ist, dass dabei traditionell immer sehr viele Menschen zusammenkommen und die Einhaltung des nötigen Mindestabstands kaum bzw. gar nicht möglich ist.
Natürlich werden wir diese Veranstaltungen heftigst vermissen.
Aber wir möchten, dass möglichst alle gesund und unbeschadet durch diese Zeit kommen, dafür ist das dann ein geringes Opfer.
Wenn nun die "Nähe" Gefahr mit sich bringt ... kann ich doch nicht klagen wenn keine Zusammenkunft stattfindet. Grundrecht hin - her ... mein Kopf mit dem von Gott geschenkten Verstand funktioniert.
Ich werde nicht Baumarkt und das Haus Gottes vergleichen ... aber dankbar warten bis die Plätze wieder belegt sein werden.
Veröffentlicht von: @pvmWenn nun die "Nähe" Gefahr mit sich bringt ... kann ich doch nicht klagen wenn keine Zusammenkunft stattfindet.
Diejenigen, die eine Gefahr darin sehen, werden ja nicht gezwungen dahin zu gehen?
Veröffentlicht von: @pvmGrundrecht hin - her ... mein Kopf mit dem von Gott geschenkten Verstand funktioniert.
Tja, in dem Fall wollen diejenigen, die eine Gefahr sehen, den anderen vorschreiben, in den Gottesdienst zu gehen. Darin sehe ich schon die Grundrechte in Gefahr.
Ich würde allzugern bei meinen Glaubensgeschwistern sitzen, sie singen hören ... die Bibelstunde wahrnehmen.
So erschöpft sich z.Zt Gemeinschaft in kleinen Handreichungen, doch denke ich durchaus das sich jeder Nachfolger Christi individuell für seinen Weg Weisung und Hilfe erbitten sollte.
Es ist jedoch die Weisung derer in "Hoheit" zu befolgen und dazu kann man sich vom Herrn der Gemeinde Hilfe erbitten.
wenn ich meine evangelische Ortsgemeinde sehe, in der sich Sonntags 5 - 15 Personen zum Gottesdienst in einer Kirche für 150 Personen treffen, gehts da weniger ansteckungsgefährlicher zu als in einem Aldi. Unsere Politiker überschätzen die Zahlen der Gottesdienstbesucher ungemein 😉
Veröffentlicht von: @murphylinewenn ich meine evangelische Ortsgemeinde sehe, in der sich Sonntags 5 - 15 Personen zum Gottesdienst in einer Kirche für 150 Personen treffen, gehts da weniger ansteckungsgefährlicher zu als in einem Aldi. Unsere Politiker überschätzen die Zahlen der Gottesdienstbesucher ungemein 😉
Kommt auf die Region und die Gemeinden an.
Wenn Du nur auf Deine Kirche guckst, magst Du Recht haben.
Und bestimmt geht es einigen Landeskirchen so, auch katholischen. Aber was ist mit den Regionen wie Paderborn, wo der Katholizismus sehr ausgeprägt ist. Oder Köln, wo der Dom schon in der Woche voll ist von Besuchern?
Ich lebe in einer Region, in denen die Freikirchen sehr stark vertreten sind. Vor allem Mennoniten - und Baptistengemeinden. Da hast Du mitunter 800 Leute im Gottesdienst sitzen. In meiner charismatischen Freikirche sind wir 400 Gottesdienstbesucher und 120 Kinder. Die kleinen Freikirchen haben vielleicht weniger Besucher, aber darum auch nicht dir Räumlichkeiten, um die Abstandsregeln einzuhalten.
Wenn man die Gottesdienste wieder einführt, dann muss man das für alle Religionsgruppen machen. Und dann hast Du wieder den Salat.
Veröffentlicht von: @tristesseWenn man die Gottesdienste wieder einführt, dann muss man das für alle Religionsgruppen machen. Und dann hast Du wieder den Salat.
Sehe ich auch so. Man kann keinen Berechnungsschlüssel einführen nach dem Motto: Öffnen dürfen nur Gemeinden, deren Mitglieder zu x Prozent unter 60 Jahre alt sind, die zu y Prozent nicht weiter als 10 km entfernt wohnen und für die pro Person z m² Platz im Raum ist usw. Gerade die Gemeinden mit großen Kirchen haben eigentlich oft viele Mitglieder, die nur normalerweise nicht immer kommen. Soll man Platzreservierungen verteilen? Wie macht man das mit Eingängen und Toiletten?
Bei uns ist der Eingang ein langer, dunkler Gang, in dem der Kaffeeautomat steht und die Türen zu den Kinderräumen und Toiletten abgehen. Da ist es so unübersichtlich, dass ich schon manchmal fast über Krabbelkinder gefallen wäre.
Veröffentlicht von: @tristesseWenn Du nur auf Deine Kirche guckst, magst Du Recht haben.
Und bestimmt geht es einigen Landeskirchen so, auch katholischen. Aber was ist mit den Regionen wie Paderborn, wo der Katholizismus sehr ausgeprägt ist. Oder Köln, wo der Dom schon in der Woche voll ist von Besuchern?
Deshalb ja die Forderung nach flexiblen Regelungen. Die ersten Länder lassen Gottesdienste zu, ich glaube Sachsen mit 15 Mitgliedern, die Gerichte werden voraussichtlich auch Regelungen erzwingen, wenn die Ministerpräsidenten nicht von der strikten Verbotslinie, wenn man von den bekannten Ausnahmen absieht, abgehen.
Veröffentlicht von: @tristesseWenn man die Gottesdienste wieder einführt, dann muss man das für alle Religionsgruppen machen. Und dann hast Du wieder den Salat.
Meinst du alle Religionsgruppen oder alle Gegebenheiten.
So sind Geschäfte bis 800qm berechtig aufzumachen, die anderen nicht. Wieso soll es nicht Regelungen geben bis 50 Gottesdienstbesucher? Oder 5 oder 10% der Kapazität, oder strike Abstandsregelungen. Oder was sinnvolles den Politikern oder Gerichten sonst noch einfällt.
Veröffentlicht von: @jadwinDeshalb ja die Forderung nach flexiblen Regelungen.
Ich hatte ja nur auf Murphylines "Unsere Politiker überschätzen die Zahlen der Gottesdienstbesucher ungemein" (Zitat) geantwortet 😊
Veröffentlicht von: @jadwinMeinst du alle Religionsgruppen oder alle Gegebenheiten.
Ich meinte alle religiösen Gruppen, auch Muslime.
Aber wenn das Schützenvereine, Kneipen, etc. mitbekommen wollen die übrigens auch so eine flexible Regelung.
Veröffentlicht von: @jadwinWieso soll es nicht Regelungen geben bis 50 Gottesdienstbesucher?
Dagegen hab ich mich nicht ausgesprochen. Meines Wissens.
du hast schon Recht mit den größeren Besucherzahlen bei Freikirchen. Frei-kirche - Frei-luftgottesdienst 😉 vielleicht ein Idee.
Aber eine typische landeskirchliche Gemeinde leidet Sonntags nicht grad an Überfüllung. Wenn man in den Kirchenbänken die Sitzplätze markiert, an denen man den Mindestabstand zu den Nachbarn einhält, kann es nicht so gefährlich sein. Und wenn dann mehr Leute kommen, als Plätze vorhanden, gibt es eben einen zweiten Gottesdienst dannach.
Und in der Moschee ebenso. Da muss man dann den Teppich markieren.
Ich finde auch, dass die Restaurants, Cafes, Eisdielen und Kneipen zumindest draußen schon mal öffnen dürften, wenn die Tische weit genug voneinander entfernt stehen.
Veröffentlicht von: @murphylineIch finde auch, dass die Restaurants, Cafes, Eisdielen und Kneipen zumindest draußen schon mal öffnen dürften, wenn die Tische weit genug voneinander entfernt stehen.
Hier darf man sich ja nicht mal privat treffen, auch nicht mit Abstand. Also ab morgen dann zu zweit auch draußen. Hab noch nicht rausgefunden, ob ich dann bei Bekannten auf's Klo gehen darf, wenn sie draußen bleiben oder ob ich in den nahegelegenen Wald pinkeln muss.
Veröffentlicht von: @murphylineUnd wenn dann mehr Leute kommen, als Plätze vorhanden, gibt es eben einen zweiten Gottesdienst dannach.
Wie stellst Du Dir das praktisch vor? Warten die anderen dann 1 Stunde draussen? Wer darf in den ersten, wer in den zweiten oder dritten Gottesdienst? Darf der Pastor auch irgendwann mal nach Hause? Oder nur Gottesdienst nach Voranmeldung mit Bringlisten für ältere nicht mobile Gemeindeglieder?
An der Praxis würde so ein Modell scheitern...
Veröffentlicht von: @zaphodAn der Praxis würde so ein Modell scheitern...
Für meine Gemeinde wäre das ein logistischer Albtraum. Da würden wir vermutlich drauf verzichten und lieber eine Weile noch zulassen. Aber man könnte dann wieder mehr Hauskreisarbeit anbieten und sich in kleinen Gruppen treffen wie vor dem Versammlungsverbot.
Mal angenommen, es dürfen nur 20 Leute in den Gottesdienstraum, dann wären wir mit Band, Technik und Ordner schon ausgebucht 😀
Veröffentlicht von: @zaphodWie stellst Du Dir das praktisch vor?
Bei uns gibt es ohnehin schon an jedem Wochenende mehrere Gottesdienste - die Vorabendmesse Samstagabend, das Hochamt am Sonntagvormittag um zehn, die Familienmesse sonntags um 12 sowie die Abendmesse am Sonntagabend - und das sind nur die Gottesdienste in unserer Hauptkirche. In der Filialkirche gibt es ebenfalls jeden Sonntag ein Hochamt. So lässt sich das schon ganz gut entzerren.
Noch einen weiteren Gottesdienst in der Filialkirche anzubieten wäre durchaus machbar.
Veröffentlicht von: @zaphodDarf der Pastor auch irgendwann mal nach Hause?
Wir sind mit drei Priestern natürlich in einer sehr komfortablen Situation....aber Wortgottesdienste können auch von Laien gehalten werden, sodass hier die Pastoral- und Gemeindereferenten zum Zug kommen könnten - die haben ja immerhin auch alle ein Theologie-Studium sowie eine praktische Ausbildung hinter sich, die sie dazu befähigen.
Veröffentlicht von: @murphylineWenn man in den Kirchenbänken die Sitzplätze markiert
Daran halten sich dann alle, auch die Kinder und die Älteren? Außerdem entstehen die meisten Kontakte ja vor und nach dem Gottesdienst. Gerade die Älteren sind kaum in die Schranken zu weisen. Ich bin in verschiedenen Kreisen, aber der einzige Kreis, der sich in dieser Woche wieder treffen will, ist der mit dem Altersdurchschnitt ü 70.
Veröffentlicht von: @murphylineeinen zweiten Gottesdienst
Doppelte Mietkosten bei geichzeitig weniger Gottesdienstbesuchern.
Veröffentlicht von: @murphylineIch finde auch, dass die Restaurants, Cafes, Eisdielen und Kneipen zumindest draußen schon mal öffnen dürften, wenn die Tische weit genug voneinander entfernt stehen.
Das schon eher, in der Hoffnung, dass der soziale Druck, solche Einrichtungen zu besuchen, nicht so hoch ist, dass wieder die Risikopersonen den Tag dort mit ständig wechselnden Tischpartnern verbringen.
Veröffentlicht von: @tagesschimmerWenn man in den Kirchenbänken die Sitzplätze markiertDaran halten sich dann alle, auch die Kinder und die Älteren?
Das wurde bei uns schon vor dem allgemeinen Gottesdienstverbot gemacht und es wurde von allen beachtet - kommt wahrscheinlich auch darauf an, wie das von den Hauptamtlichen oder vom Pfarrgemeinderat/Presbyterium kommuniziert wird.
Veröffentlicht von: @tagesschimmerIch bin in verschiedenen Kreisen, aber der einzige Kreis, der sich in dieser Woche wieder treffen will, ist der mit dem Altersdurchschnitt ü 70.
Finde ich absolut verständlich - gerade diese Altersgruppe fühlt sich in "Digitalistan" meist nicht ganz so heimisch.
Auch hier wäre zu überlegen, ob und wie sich diese Treffen unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln durchführen lassen - denn diese Treffen komplett zu streichen bis ein Impfstoff auf dem Markt ist, das wäre dann doch eine sehr düstere Perspektive.
Veröffentlicht von: @suzanne62Finde ich absolut verständlich - gerade diese Altersgruppe fühlt sich in "Digitalistan" meist nicht ganz so heimisch.
Auch hier wäre zu überlegen, ob und wie sich diese Treffen unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln durchführen lassen - denn diese Treffen komplett zu streichen bis ein Impfstoff auf dem Markt ist, das wäre dann doch eine sehr düstere Perspektive.
Verständlich finde ich das auch. Allerdings funktioniert die Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln nur, wenn sich da auch alle daran halten wollen. Das ist die Krux der Sache...
Veröffentlicht von: @tagesschimmerDoppelte Mietkosten bei geichzeitig weniger Gottesdienstbesuchern.
Zahlt Ihr in Eurer Gemeinde die Miete stundenweise 🤨
Veröffentlicht von: @tristesseZahlt Ihr in Eurer Gemeinde die Miete stundenweise 🤨
Klar, wie diverse andere Gemeinden im Umfeld. Nur die großen Kirchen, die noch von früher Eigentum haben, haben hier noch durchgängig nutzbare Gebäude. Sie bekommen wahrscheinlich Gelder über den Denkmalschutz.
Ich persönlich bin allerdings lieber in einem Gebäude am Stadtrand, das preiswert genug ist, um es durchgängig zu mieten. Wahrscheinlich gibt es das einfach nicht. Die Mieten fallen erst deutlich, wenn die Kosten für die Anfahrt steigen.
Veröffentlicht von: @tagesschimmerKlar, wie diverse andere Gemeinden im Umfeld. Nur die großen Kirchen, die noch von früher Eigentum haben, haben hier noch durchgängig nutzbare Gebäude. Sie bekommen wahrscheinlich Gelder über den Denkmalschutz.
Ah okay, das höre ich heute tatsächlich zum ersten Mal 😊
Und ich höre zum ersten Mal, dass man dfür Miete zahlt.
Meine Gemeinde hat noch eigene Räume, in den 60ern gebaut, und die nutzen wir natürlich für viele Veranstaltungen selbst -
aber unser Gottesdienst ist Sonntags morgens, und Sonntags abends ist die CHristengemeinde in unseren Räumen und feiert ihren Gottesdienst - aber von denen Miete dafür zu verlangen, ich glaube, das ist unserem Vorstand im Leben noch nicht eingefallen.....
Veröffentlicht von: @belannavon denen Miete dafür zu verlangen, ich glaube, das ist unserem Vorstand im Leben noch nicht eingefallen.....
Bist du da richtig informiert? Bei uns muss sogar ein kleines übergemeindliches Grüppchen von Betern bei der evangelischen Kirche ein wenig Miete zahlen. Nicht viel, jeder gibt so 2 bis 5 € für 2 Stunden. Aber wenn man mehrmals in der Woche solche Veranstaltungen besucht, geht das schon ins Geld.
Andererseits müssen die Gebäude auch erhalten werden. Eine andere Gemeinde vermietet einen sehr schön restaurierten Saal für alle möglichen Zwecke - eben auch an eine Freikirche. Das ist richtig teuer.
Meine Gemeinde hat leider sehr genaue Vorstellungen von ihrem Gebäude und dessen Lage und so zahlen sie Unsummen an irgendwelche Vereine, mit deren Inhalten ich jedenfalls nicht übereinstimme. Das finde ich echt schade. Dann doch lieber an andere Gemeinden. Ich bin sehr für den Erhalt kirchlicher Gebäude, die auch noch zu diesem Zweck genutzt werden. Der Bedarf ist groß.
Veröffentlicht von: @belannaUnd ich höre zum ersten Mal, dass man dfür Miete zahlt.
Wir hatten bis vor 2 Jahren auch ein Mietobjekt. Fast 40 Jahre lang. Aber jetzt haben wir gekauft.
Ich kenne das auch so von vorherigen Gemeinden, dass man die Häuser kauft, in denen man sich trifft. Aber scheinbar ist das wirklich unterschiedlich.
Veröffentlicht von: @tristesseIch kenne das auch so von vorherigen Gemeinden, dass man die Häuser kauft, in denen man sich trifft.
Ich weiß nicht, wie bei euch die Preise sind, wir können hier nicht mit den großen Immobilienhaien mithalten. Man müsste schon sehr weit aufs Land ziehen.
Auch die großen Kirchen mit altem Besitz haben alle irgendwelche Spendenaktionen zu laufen, damit sie alles erhalten können. Manche haben zwar augenscheinlich viel Geld, aber ihre Ansprüche sind eben auch entsprechend. Es ist nicht einfach, als kleines Gemeindemitglied darauf Einfluss zu nehmen. Ich gebe einfach nicht mehr den ganzen 10. in die Gemeinde, sondern unterstütze die Projekte, die ich selbst auf dem Herzen habe, damit Glaube Raum bekommt und nicht die Gläubigen für die Räumlichkeiten da sind.
Hier im Ruhrgebiet gibt es einige (meist neuere) Freikirchen die Räume, Kinos oder Hallen anmieten...auch in Gummersbach war ich schon in der Halle der Handballer zum GoDi...
Nicht alle Gemeinden, gerade wenn sie neu und/oder klein sind, haben das Geld für eigene Immobilien. Auch wenn dies deutlich mehr Planungssicherheit bringt.
Aber gerade wachsende Gemeinden können am Anfang so natürlich auch viel Geld sparen bis man in etwa den Platzbedarf in der Zukunft weiß.
in meiner Stadt versucht grad die Katholische Kirche einige ihrer Gebäude, darunter auch Kirchen loszuwerden. Auch die evangelische Kirche will sich verkleinern. Eine Kirche der Adventisten musste mit Hilfe der Stadt einer neuen Nutzung zugeführt werden. Ich würde ja mal bei den Landeskirchen fragen, ob die nicht verkaufen wollen. Die sind froh, wenn sie ihre Unterhaltungs-kostspieligen, manchmal denkmalgeschützten Kirchen auf loswerden kann.
Das ist erheblich teurer als alle anderen Varianten. Privat würde man ja auch keine Wohnung in einem historischen Innenstadtbereich kaufen, wenn man nicht extrem gut betucht ist. So ein Modell geht nur, wenn knapp genug Geld für den Erhalt da ist, und durch die Gemeinde mit Raumbedarf noch das letzte Quentchen durch die Miete reinkommt.
Diese Variante haben wir in einem Fall vor Ort auch. Allerdings sind die Räume dort frei für jeden zu mieten (stundenweise) Deshalb bekommt die Gemeinde die Räume auch nicht immer, dann weicht sie auf andere Zeiten aus. Ich weiß nicht, ob sie einen Rabatt bekommt.
Natürlich stehen große Kirchen und Pfarrhäuser auch viele Stunden am Tag leer. Man kann sich selbst überlegen, warum es so schwer ist, damit andere Gemeinden zu unterstützen.
Generell brechen Kirchen aus allen Nähten, wenn sie einen guten Chor haben. Ich kenne evangelische Gemeinden, bei denen dies der Fall ist. Vor allem, wenn es anschließend ein gemeinsames (kostenloses / gegen Spende) Essen gibt, und alle dazu eingeladen sind.
Die Predigt ist auch wichtig, aber, mir ist aufgefallen, daß wirklich gute Chöre Wunder wirken 😊
Und ich habe ganz simple Gottesdienste erlebt mit sehr wenigen Betern, die unbeschreiblich, unvergeßlich kompakt waren.
Vermutlich werden jetzt alle Kirchen knallvoll sein, sobald die Leute dürfen.
Oder auch nicht.
Blöd finde ich die Anordnung, daß jetzt auch Kinder ab 6 Jahre Nasen-Mund-Masken tragen müssen. Es tut mir weh.
lustiges Gegenargument: Jesus war Zimmermann und kann jetzt schon mal die himmlische Hacienda oder wahlweise auch den Biergarten aufpolieren.
Wir hatten heute das erste Mal wieder Gottesdienst - natürlich unter den üblichen Auflagen. Um mehr Leuten den Besuch zu ermöglichen wurden sogar zwei Gottesdienste angeboten. Aber statt der 2x 70 Personen kamen dann wohl doch nur insgesamt 50 - und das ist nun nicht die Zahl unserer Gottesdienstbesucher vor Corona, denn die dürfte bei bis zu 500 liegen. Ich war dann doch überrascht, wie vorsichtig unsere Leute vor Ort noch sind und hatte eher erwartet, das der Andrang recht groß ist. Da habe ich meine Kirchengemeinde völlig falsch eingeschätzt. Bei den Baumärkten dürfte es dann schon etwas anders aussehen.
Wir hatten gestern auch Gottesdienst. Mit 40 Besuchern bei 40 Plätzen. Und auch noch genau so wie wir es gerichtet hatten, in 10 Zweiergruppen für Paare und 20 Einzelplätze. Über die Fügung waren wir sehr froh, dass es genau aufgegangen ist. Das ist so ungefähr die Hälfte des normalen Gottesdienstbesuches. Die meisten trugen Masken. Wir können nun schwer einschätzen, ob das nächste Mal mehr kommen werden und wir zwei Gottesdienste feiern sollen, oder ob es wieder zurück geht. Es waren auch Besucher dabei, die wir nicht kannten.
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