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Belarus und die Westeuropäer

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Banji
 Banji
Themenstarter
Beiträge : 3583

Ich habe grade gelesen: die EU-Staaten erkennen das Wahlergebnis von Belarus nicht an.

Ob das dort interessieren wird und überhaupt: würden sich die EU-Staaten darum scheren, wenn Belarus ein Wahlergebnis in Westeuropa nicht anerkennt?
Ist denn Westeuropa die globale Politik-Polizei, die den Maßstab vorgibt, wie etwas wo zu sein hat?
Ein bisschen arrogant und überheblich, finde ich.

Antwort
29 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Weißrussland eignet sich hervorragend zu entsprechender Symbolpolitik. Es schadet ja niemandem wenn man da große Töne spuckt.
China jedoch, dass weltweit durch Spionage auffällt und zudem besorgniserregende Industriebeteiligungen in Südamerika und Afrika hält, ist für die Welt eine viel größere Gefahr als das kleine Weißrussland.

Anonymous antworten


Ungehorsam
Beiträge : 3336

Ich sehe Parallelen zu den Kommunalwahlen in der DDR im Mai 1989. Damals brachten endlich viele (aber trotzdem zu wenig) den Mut auf, gegen den "Wahlvorschlag der Nationalen Front" zu stimmen oder den Stimmzettel ungültig zu machen. Zur öffentlichen Auszählung kamen dann plötzlich interessierte Bürger, die eifrig alles dokumentierten. Doch das Wahlergebnis fiel so eindeutig aus wie immer: 99,7 Prozent Zustimmung. Selbst wenn das wahre Ergebnis genannt worden wäre, hätte es immer noch eine breite Zustimmung gegeben, aber das durfte es ja nicht geben, das hieße ja, daß die politische Führung abgewatscht worden wäre.
So aber war allen klar, daß das Wahlergebnis manipuliert wurde - gerade weil engagierte Bürger den örtlichen Wahlhelfern auf die Finger schauten. Wenn ein DDR-Bürger wissen wollte, was wirklich in seinem Land passierte, mußte er die Westmedien nutzen. Die eigenen Medien brachten nur Propaganda und Erfolgsmeldungen.
Und genau das selbe passiert jetzt in Belarus. Ich jedenfalls habe ein sehr heftiges Deja-vu.

Es geht nicht um Lukaschenko. Der ist egal. Es geht um das belarussische Volk. Dessen Stimme ist laut geworden. Es geht um Menschenrechtsverletzungen.

Lukaschenko wollte sich nur einen demokratischen Anstrich verpassen, darum hat er regelmäßig Wahlen veranstaltet. Bisher war die Opposition schwach und zerstritten, da konnte er stets seiner Wiederwahl gewiß sein. Doch nun hat er sich verzockt. Das Volk hat genug von ihm. Sie haben die Gegenkandidatin nicht etwa deshalb gewählt, weil sie überzeugt hätte - das einzig Wichtige war, daß Lukaschenko abgewählt wird.

ungehorsam antworten
Herbstrose
Beiträge : 14193

Die erkennen das Wahlergebnis auch nicht an.

Und ich hoffe, das hier wird was: https://www.tagesschau.de/ausland/belarus-opposition-wahl-101.html

herbstrose antworten


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