Covid-19/2
Der erste Thread zu diesem heftigen Geschehen hat nahe 1000 Postings.
Deswegen bitte hier weiter schreiben.
Euch allen Bewahrung und Gesundheit
wünscht
Inge
Hier mal die Spanischen statistiken
haben eine sehr große Ähnlichkeit mit den Italienischen
"Die Zahlen sind vollkommen unzuverlässig"
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-die-zahlen-sind-vollkommen-unzuverlaessig-a-7535b78f-ad68-4fa9-9533-06a224cc9250
Die Gründe wurden ja schon teilweise angesprochen:
Wir wissen nicht, wie viele Menschen sich bislang mit dem neuen Coronavirus infiziert haben und wie viele jeden Tag hinzukommen. Außerdem ist unklar, wie viele Menschen ursächlich an einer Infektion sterben.
Allerdings sieht Antes das etwas anders als ein simples "ist nicht schlimmer als die Grippe:
Es gibt zweifellos ein Problem. Wir sehen in diesen Regionen, dass die Gesundheitssysteme überlastet sind, weil zu viele Menschen zur gleichen Zeit schwer erkranken. Das unterscheidet den Corona-Ausbruch von der jährlichen, sich vergleichsweise langsam ausbreitenden Grippewelle.
Gleichzeitig wissen wir allerdings nicht, wie tödlich das neue Coronavirus im Vergleich zur Grippe ist und wie viel schneller genau es sich ausbreitet. Wenn man es als Bild beschreiben will, warten wir auf einen Tsunami, wissen aber noch nicht einmal annähernd, wie hoch die Welle wird.
Und er hält die getroffenen Maßnahmen für richtig:
Berücksichtigt man die Gesamtsituation und die Erfahrungen aus anderen Staaten, hatte Deutschland keine andere Wahl, als dem Virus erst mal mit drastischen Maßnahmen zu begegnen. So konnten wir Zeit gewinnen. Die müssen wir jetzt nutzen, um eine bessere Datenlage zu schaffen und künftig fundierter entscheiden zu können. Wir befinden uns da in einem enormen Lernprozess.
Das Problem, das er sieht, ist, daß die Art zu testen chaotisch und willkürlich ist:
In meinem persönlichen Umfeld sehe ich völlig inkonsistente, teils chaotische Entscheidungen, wer einen Test erhält. Ob die Rückkehr aus Risikogebieten, Symptome oder die Bereitschaft, die Kosten privat zu übernehmen, maßgeblich sind, scheint lokal nach Belieben gehandhabt zu werden. Wie viele Personen in der Gesamtbevölkerung infiziert sind, ist daher unklar und wird es bei dieser Art zu testen auch bleiben
Was zu tun ist:
Wir müssen sehr regelmäßig, vielleicht jede Woche, einen repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt auf Infektionen untersuchen. Dafür sind sehr viele Tests nötig. Das bindet Ressourcen und ist teuer, wäre in Anbetracht der Lage aber angemessen, um eine solide Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Aus dem Anteil der Infizierten in einer solchen Stichprobe lassen sich genaue Rückschlüsse auf die Gesamtsituation ziehen. Damit wird es deutlich leichter, abzuschätzen, ob oder wie die Zahl der Neuinfektionen steigt oder abnimmt und mit wie vielen Patienten und Intensivpatienten die Krankenhäuser in den nächsten Wochen rechnen müssen.
Dem kann ich nur zustimmen... was wir jetzt so schnell wie möglich brauchen sind aussagekräftige Daten, mit deren Hilfe man die Situation realistisch einschätzen kann. Und auf dieser Basis muss man dann entscheiden, wie man die Wirtschaft wieder zum Laufen bekommt, ohne dabei die Risikogruppen zu gefährden.
Denn wenn diese Einschnitte jetzt noch lange über dne April hinausgehen, dann dürfte der Schaden für die Bevölkerung am Ende tatsächlich größer werden, als es durch den Virus allein gewesen wäre. Und dabei geht es nicht allein um wirtschaftliche Existenzen und Gewinneinbrüche, sondern auch um Menschenleben...
Studie mit repräsentativer Stichprobe in Heinsberg
Veröffentlicht von: @aleschaWas zu tun ist: Wir müssen sehr regelmäßig, vielleicht jede Woche, einen repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt auf Infektionen untersuchen. Dafür sind sehr viele Tests nötig. Das bindet Ressourcen und ist teuer, wäre in Anbetracht der Lage aber angemessen, um eine solide Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Aus dem Anteil der Infizierten in einer solchen Stichprobe lassen sich genaue Rückschlüsse auf die Gesamtsituation ziehen. Damit wird es deutlich leichter, abzuschätzen, ob oder wie die Zahl der Neuinfektionen steigt oder abnimmt und mit wie vielen Patienten und Intensivpatienten die Krankenhäuser in den nächsten Wochen rechnen müssen.
Genau eine solche Studie hat Prof. Hendrick Streeck jetzt im Kreis Heinsberg gestartet, und sein Team erwartet für nächste Woche die ersten Ergebnisse.
Er hat auch seiner Verwunderung Ausdruck gegeben, dass das Robert-Koch-Institut bisher noch keine solche Studie begonnen hat.
Covid-19/3
Veröffentlicht von: @irrwischDer erste Thread zu diesem heftigen Geschehen hat nahe 1000 Postings.
Hier sind es jetzt auch fast 1000 Beiträge, also:
https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl [post_uid]=12753506
Helmut
Nachtrag vom 03.04.2020 1409
Bitte beim Thema von Irrwich mitmachen:
https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl [post_uid]=12753514
Wegen Übersichtlichkeit und z.T.langer Ladezeiten Thread 3
bitte hier entlang:
https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?ctrl [post_uid]=12753514
Ups, wir hatten die gleiche Idee nahezu zeitgleich ...
Ich habe "meinen" Thread "geshlossen".
Helmut
Ja, meiner war halt wegen " Community+ Mitgliedschaft eher online.
Aber alles gut!
Inge
Veröffentlicht von: @stundenglasNaja, das hättest du auch sehen können.
Nein, konnte ich nicht.
Weil beide Aktionen zeitgleich liefen!