Der Einzug von Gesetzlichkeit und Anklage in unserer Gesellschaft
Hallo Community,
Der Satz, der unter der dem Titel des Forums, in dem ich das hier poste, steht, lautet:
Hier geht's um das, was unsere Gesellschaft bewegt.
Zum Threadtitel:
Begriffe klären:
Verkehrsregeln, Verkehrsschilder und Straßenmarkierungen sind verkehrsregelnde Gesetze, die zum Schutz der Versteilnehmer erlassen wurden. Man tut gut daran, sich daran zu halten.
Gesetzlichkeit ist etwas anderes: nämlich, wenn man sich an (oft fehlinterpretierte) religiöse Gesetze hält UND sie dann anderen zwangsweise aufdrücken will.
imperial ...auf Kaiser Augustus und andere Kaiser bezogen: das Volk mit vielen unnötigen Gesetzen drangsalieren
"imperial spirit" - ein Denkmuster, das eine dämonische Macht anziehen kann oder durch eine dämonische Macht Tyrannei verbreitet
"religious spirit" - eine Macht, die Kontrolle über Mitgeschwister ausüben will und immer nur Fehler sieht, dabie den davon Befallenen unkorrigierbar halten will
In welchem Bereich wolltest du diskutieren? Die Argumentationskette weist Gedankensprünge auf, so dass das Diskussionsziel nicht eindeutig angesteuert werden kann.
@deborah71 Hallo Deborah,
Danke für die Begriffsklärung!
Ich mag ein modernes Rechtssystem und als Teil von dem die Verkehrsregeln. Alles ist aufgeschrieben, es gibt Experten, die einem helfen, darin zurechtzukommen - aber die Grundsätze sind für jeden auch so einsichtig.
Ich sehe einen globalen Trend hin zu totalitären Strukturen. Wir müssen davon ausgehen, dass das auch hier eine Problematik werden könnte. Wie zieht so etwas ein? Nun: erst der Geist - dann die Struktur.
Und so ist es das Einschleichen eines "imperial spirit" den ich befürchte und wo ich zu Wachsamkeit auf der einen Seite aufrufe, aber auch zu einem verteidigen unseres modernen Rechtssystems auf der anderen Seite.
Der "religious spirit" geht ja in eine ähnliche Richtung: Letztendlich soll Unsicherheit und Angst in die Gemeinde getragen werden, was den Gläubigen im Glauben schwächt und entmutigen kann. Das Evangelium wird hintenrum entkräftet, indem man am Ende wieder bei einem System landet, bei dem Gesetze eine verdammende Dimension haben.
Ich möchte das Gute bewusst machen, stärken und bewahren. Ich möchte vor wieder modernen Irrwegen warnen und zu Wachsamkeit aufrufen, wo die einschleichen.
Ich sehe einen globalen Trend hin zu totalitären Strukturen. Wir müssen davon ausgehen, dass das auch hier eine Problematik werden könnte. Wie zieht so etwas ein? Nun: erst der Geist - dann die Struktur.
Totalitäre Strukturen sind seit biblischen Zeiten der Normalzustand in der Welt, bis heute.
Demokratische, freie Gesellschaften sind die Ausnahme und existieren erst seit kurzem.
@lucan-7 Totalitäre Strukturen sind seit biblischen Zeiten der Normalzustand in der Welt, bis heute.
Das stimmt. Aber warum ist das so? Sind solche Strukturen irgendwie besser? Die Planwirtschaft, die trotz Mühen immer weit weg sein wird von optimaler Versorgung - im Vergleich zur Marktwirtschaft.
Demokratien werden erst da möglich, wo ein gewisser Bildungsstandard der Bevölkerung sichergestellt ist.
Die Regierenden müssen sich vor dem Volk verantworten und sie können abgewählt werden, was gut, aber auch schlecht sein kann.
Jesu predigt das Reich der Himmel. Das hat zunächst einmal nichts mit einem politischen Reich zu tun.
Aber Staatsstrukturen bringen Lebensbedingungen von Menschen mit sich. Und hier wird dann das politische Konzept, in dem ich lebe, wichtig:
Werde ich als Individuum wahrgenommen. Werde ich in meinem Sein gefördert, sodass ich mich optimal in der Gesellschaft zu deren Nutzen einbringen kann?
Darf ich politische Zusammenhänge zumindest kommentieren, ohne dass mir Verfolgung droht?
Es wird immer eine Opposition geben, eine Gruppe von Menschen, die einen anderen Weg für besser hält. Wie wird mit diesen Menschen umgegangen? Gibt es einen Dialog? Oder ist da nichts als Abgrenzung und Unterdrückung?
Totalitäre Staaten agieren zentral mit dem Faktor "Angst". Angst blockiert. In einem totalitären System bleibt jeder unter seinen Möglichkeiten, weil jeder in seiner Entwicklung behindert ist.
Angst wird durch verschiedene Methoden in die Gesellschaft getragen. Gulags und KZs sind fast immer dabei. Spitzelwesen sowieso.
Wenn ich konkret auf Wladimir Putin schaue und was er mit politischen Gegnern mache oder was seine Soldaten so in der Zivilbevölkerung treiben - aber auch wie er selbst mit eigenen Soldaten umgeht, dann kann ich nicht anders, als wie mit Ekel zu kämpfen. Putin ist da ein ganz normaler staatsterroristischer Despot.
Ja, das hat es früher auch schon gegeben. Aber nun, wo wir wissen, wie es besser geht - warum sollten wir es zulassen, in längst überwundene Zustände zurückzufallen?
Lucan, spricht irgendetwas dafür, einen Despoten aufs Schild zu heben - außer man lebt in dessen Dunstkreis und hofft auf Dolce Vita?
Das stimmt. Aber warum ist das so? Sind solche Strukturen irgendwie besser? Die Planwirtschaft, die trotz Mühen immer weit weg sein wird von optimaler Versorgung - im Vergleich zur Marktwirtschaft.
Totalitäre Systeme sind zumindest erfolgreich. Planwirtschaft gibt es da heute kaum noch, Marktwirtschaft, Kapitalismus und Diktatur passen recht gut zusammen. Und viele Menschen können sich damit offenbar gut arrangieren.
Werde ich als Individuum wahrgenommen. Werde ich in meinem Sein gefördert, sodass ich mich optimal in der Gesellschaft zu deren Nutzen einbringen kann?
Darf ich politische Zusammenhänge zumindest kommentieren, ohne dass mir Verfolgung droht?
Damit können viele Leute offenbar nichts anfangen. Denn das bedeutet ja auch Eigenverantwortung - und davor schrecken viele Leute zurück.
Lucan, spricht irgendetwas dafür, einen Despoten aufs Schild zu heben - außer man lebt in dessen Dunstkreis und hofft auf Dolce Vita?
Es muss noch nicht einmal der "Dunstkreis" sein.
Viele Rechtspopulisten hierzulande hoffen ja auf einen "starken Mann" wie Putin. Denn der vertritt ja ihre eigenen Werte: Hass auf Menschen, die anders sind, klare, rückwärtsgerichtete Werte, das Gefühl der Wertschätzung, weil man zu den "Siegern" gehört, die Genugtuung, dass die "Feinde" ausgeschaltet werden und auf die Fresse bekommen.
Dabei geht es noch nicht einmal darum, dass es einem selber "besser" geht - im Gegenteil, viele dieser Leute sind ja bereit, Opfer zu geben dafür, dass es anderen schlechter geht, damit diese nicht am Ende triumphieren. Linke, "Woke", Migranten und freie Länder - die müssen bekämpft und unterdrückt werden, auch wenn der eigene Lebensstandart darunter leidet.
Denn das ist ja auch das, was Putin tut... er lässt das eigene Volk leiden, sie wissen das auch - und jubeln ihm trotzdem zu, weil der "Westen" nicht gewinnen darf...
Der "imperial spirit" agiert mal hier und mal da... wo er Menschen findet, die für ihn anfällig sind. Das ist nicht nur auf Leitungsebene, sondern auch darunter.
Der "Gegenspieler" ders "imperial spirit" ist Handeln in der Gegengesinnung, der agape-Liebe Gottes, die dem Nächsten mit Respekt, Klarheit und besonnener Festigkeit begegnet. agape-Liebe spricht die Würde im anderen an und das macht einen riesen Unterschied.
Je mehr jemand in der Liebe Gottes gegründet ist und sich nicht durch Angst manipulieren lässt, umsomehr positiven Einfluß kann er gewinnen.
Es gibt zwei Bibelstellen, die ich mit angeeignet habe für den Einsatz in der Fürbitte gegenüber feindlichen Plänen:
1.) Psalm 119,23 Sitzen auch Oberste und verhandeln gegen mich, dein Knecht sinnt nach über deine Ordnungen.
24 Deine Zeugnisse sind auch meine Lust, meine Ratgeber ⟨sind sie⟩.
Das ist die Frage nach einem gezielten Wort Gottes, einem Schwert des Geistes, wie es in Eph 6 angeraten ist.
2.) Zuspruch durch ein "Schwertwort": Psalm 21, 12 Haben sie auch Böses gegen dich geplant, einen Anschlag ersonnen: Nichts werden sie zustande bringen.13 Denn du wirst sie in die Flucht schlagen, wirst deine Bogensehne gegen ihr Angesicht richten.
14 Erhebe dich, HERR, in deiner Kraft! Wir wollen singen und spielen deiner Macht.
Ermutigung durch Gotteslob. Und dann in Festigkeit der Angst keine Macht geben:
Jak 4, 5 Meint ihr denn, die Schrift redet umsonst? Gott wacht eifersüchtig über den Geist, den er in uns wohnen lässt.
6 Aber Gnade gibt er umso mehr. Deshalb sagt er ‹in seinem Buch›: „Den Hochmütigen widersteht Gott, aber den Demütigen gibt er Gnade.“
7 So unterwerft euch nun Gott, widersteht aber dem Teufel! Der wird dann von euch fliehen.
Im Moment kann man diese Abläufe gut trainieren, denn es sind so viele youtube influencer, die Angst verbreiten wollen, dass es auffällig ist. Und dieses Training gibt es da kostenlos ohne psychotherapeutische Sitzunge bzw. Coaching. 😉
Also, außer dass eine Linie auf dem Radweg und Stop auf beiden Seiten geschrieben Verkehrstechnisch ziemlich sicher keine Bedeutung hat, weil es das als Verkehrszeichen so nicht gibt und ohne Schild oder Ampel oder einer Wegkreuzung und ohne Entsprechende Breite der Linie etc. das ganze keine Gültigkeit hat - ja es gibt Menschen, die finden es lustig sowas auf die straße zu malen, oder sehen es als Kunstaktion um Menschen zum Nachdenken anzuregen. Und letzteres haben sie bei dir geschaft.
Ansonsten - in meinem Heimatort hat mal ein Bauer eine Haltelinie mit Stop an seiner Hofeinfahrt angebracht, weil er wollte, dass er beim Rausfahren immer Vorfahrt hat und nicht aufpassen muss. Da die Linie offensichtlich nicht den Normen entsprach hatte sie nicht nur keine Gültigkeit, sondern für den Bauern auch keine Strafe nach sich gezogen. Deutsches Verkehrsrecht (das war allerdings in den 90ern muss ich dazu sagen).
Das mit den Normen gilt aber heute noch so. Und falls da an der Stelle mal ein Stau entsteht, solltest du dir wirklich Gedanken um deine Mitmenschen machen.
Ansonsten fällt mir dazu nur ein, dass unser Gehirn dazu neigt überall Muster zu entdecken und wenn es etwas sucht, das auch zu finden. Also, immer ganz genau prüfen, ob das nur das Gehirn ist, das findet, was es sucht oder doch ein Wink des Himmels. Ich tendiere an dieser Stelle zu erstem.
Einen "Wink des Himmels" hat vor einigen Jahren ein Bürokrat unserer Verwaltung sicher nicht bekommen, als er veranlasse, dass rings den Innenstattbereich alle Straßen genau in der Mitte einen durchgehenden gelben Strich bekamen, der genauso dick war wie die üblichen Straßenmarkierungen. Er wollte damit einen "Ring" um die Innenstadt markieren.
Das Ergebnis war, dass kein Mensch wusste, ob er links oder rechts vom gelben Strich fahren musste oder genau über ihm und es deswegen zu etlichen Unfällen kam. Nach 4 Wochen musste er daher teuer wieder entfernt werden.
Warum gelb? Grün oder Orange - aber doch nicht gelb oder weiß..... aber das hatte das straßenbauamt halt da und war einfach zu beschaffen schätze ich 🙂
Ja also - eigentlich haben "Kunstprojekte" irgendwelcher Art auf Straßen nichts verloren. Außnahme sind noch Kreidezeichnungen von Kindern. Alles andere sollte höchstens am Straßenrand stehen. Verkehr ist schon kompliziert genug, ohne dass man raten muss, was der Sinn hintereinem Strich ist, der sich nicht gleich ergibt.
Verkehr ist schon kompliziert genug, ohne dass man raten muss, was der Sinn hintereinem Strich ist, der sich nicht gleich ergibt.
Dann solltest du aber nie ins Ausland fahren. Da gibt es lustige Sachen. Rot Grün, Blau alles Mögliche und Unmögliche. 🤣
Ein bisschen Flexibilität muss man im Verkehr schon mitbringen.
Wenn ich in Ausland fahre erkundige ich mich davor übe die dortigen Gegebenheiten und dann bin ich genauso wenig verwirrt wie in Deutschland - solange keine Lokalpolitiker auf komische Kunstaktionen kommen. Gibt es sicher auch im Ausland.
Verschiedene Verkehrszeichen/Regeln sind ja mal was ganz anderes als "Verkehrszeichen", die eigentlich keine sind, sondern nur eben so aussehen, und wo man dann nicht weiß, ob sie gelten und wenn ja was sie bedeuten, weil ihre eigentliche Bedeutung so gar nicht passt.
Nicht hier Dinge durcheinander werfen, die nichts miteinander zu tun haben.
Wenn ich in Ausland fahre erkundige ich mich davor übe die dortigen Gegebenheiten und dann bin ich genauso wenig verwirrt wie in Deutschland -
Was nicht dokumentiert ist und auch unterschiedlich verwendet wird, kann man nicht nachlesen. Ich rede auch nicht von Schildern, sondern farbigen Strassenmarkierungen.
Meinst du tatsächlich im Zeitalter von Reisebloggs und YT-Videos halte ich mich mit Gesetztestexten auf, wenn es um so was kulturelles wie Autofahren geht? Ich bin Millenial nicht Boomer.