Benachrichtigungen
Alles löschen

Der große Potus Wahl Thread

Seite 7 / 8

Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

hmmm die Vorschau kann offenkundig kein ß darstellen. Egal zurück zum Thema. Potus = President of the United States of America.

Als Fan der USA fiebere ich der Wahl am 3. November entgegen. Ich dachte, es sei eine gute Idee zu versuchen alle Themen, die die Wahl in den USA betreffen, inklusive der Wahlnacht, in einem Thread zu verbinden.
Demgemäß ist die Wahl das große Thema. Hier wiederum gibt es eine Menge von beigeordneten Themen, die jedoch allesamt in der Frage Trump oder Biden kulminieren und hier gleichermaßen willkommen sind.

Die Wahl ist aus meiner Sicht extrem spannend, da es nicht klar ist, wer sich am Ende durchsetzen wird. Erinnern wir uns an 2016, da war sonnenklar, dass Frau Rodham-Clinton gewinnt... Die Prognosen konnten falscher nicht sein. Und wieder sehen die Umfragen den Demokraten vorne... sind die Umfragen dieses Mal zutreffender? Oder wird Trump noch dominater gewinnen, dieses mal sogar den sogenannten "popular vote" (die Mehrheit der abgegebenen Stimmen insgesamt) für sich reklamieren können?

Was hat es auf sich mit dem Skandal um Hunter Biden? Warum findet er kaum statt in den (Mainstream) Medien? Warum kommt er jetzt zum passenden Zeitpunkt auf?

Wie steht es um die geistige Verfassung von Joe Biden? Konservative Medien zeichnen ein Bild eines Biden in der Frühphase der Demenz, der nach einem Wahlkampfauftritt erstmal drei Tage Ruhe braucht. Und tatsächlich sind die Ausfälle oder Lapsi (?!) von Joe Biden in dieser Häufigkeit durchaus bedenklich (Zuletzt meinte er die größte Organisation für Wahlbetrug anzuführen und gegen George W. Bush anzutreten). Ist so jemand überhaupt in der Lage dazu die mächtigste Nation der Erde anzuführen?

Das alles und noch viel mehr darf hier rein, wenn ihr mögt. 😊

Antwort
982 Antworten
Helmut-WK
Beiträge : 4944

Tja, wenn niemand (weder Trumps Parteigänger noch seine Anwälte in ihren Klageschriften) jemals einen Hinweis auf Wahlbetrug in dieser Wahl gefunden hat (ein paar Unregelmäßigkeiten, die aber nichts am Ergebnis ändern können, gibts bei jeder USD-Wahl), das wär natürlich der größte Wahlbetrug aller Zeiten.

Bei einem echten Wahlbetrug sind es immer die Wähler, die als Erste aufmucken. Zuweilen gelingt es auch einem, der tatsächlich verloren hat, seine Wähler aufzustacheln. Hier aber protestiert fast niemand außer eben Trump.

Klar, ein paar Idioten, die solchen Parolen folgen, gibt es immer. Aber die große Protestwelle ist ausgeblieben - eben weil jeder, der seine fünf Sinne beisammen hat, erkennt, dass da kein Wahlbetrug vorlag.

Aber es ist im Interesse von Putin, dass Zweifel am Ergebnis gesät werden und sich die Nation spaltet. Und ein Präsident, der Putin eigentlich nie richtig weh getan hat, sondern sogar einen massiven Hackerangriff auf die USA herunterspielt, wird bei so was natürlich mitmachen, vor allem wenn er sich dabei irgendwelche Vorteile für sich selber ausrechnet. Und mit Sicherheit gibt es von Russland bezahlte Schreiberlinge, die ihm dabei helfen. Und Leute die drauf reinfallen und das weitertragen.

Helmut

Nachtrag vom 03.01.2021 0938
Korrektur: USD-Wahl -> US-Wahl

hkmwk antworten
7 Antworten
klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421

Ein großer Teil republikanischer Senatoren (knapp 25%) hat sich entschieden, die Wahl Bidens anzuzweifeln bis die Rechtmäßigkeit der Wahl überprüft wird. Für einen schlimmen Teil der republikansichen Partei in diesen Zeiten gilt:
Präsident wird, wer die Mehrheit der Wahlmänner auf sich vereint. Und es muss ein Republikaner sein.

Da kann man nur hoffen, dass uns der Trend des Lügens, des in-Zweifel-Ziehens, des Unruhestiftens, des Spaltens aus der Bananenrepublik in dieser Form hier in Deutschland erspart bleibt.

klappstool antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4944

Bananenrepublik
Ähemm ...

Veröffentlicht von: @klappstool

Bananenrepublik

Das war ein Ausdruck für Staaten, die de facto von US-Konzernen wie z.B. der United Fruit Company regiert wurden, mit einer korrupten Elite als Erfüllungsgehilfen, die die Regierung etc. stellte. Natürlich ging es nicht in jeder Bananenrepublik um Bananen, aber eben um i.d.R. landwirtschaftliche Güter, die in die USA exportiert wurden.

Dass (und dies wär ja der wohl realistischste Vergleichspunkt) inzwischen die USA von Moskau aus regiert werden, halte ich nun doch für übertrieben!

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @hkmwk

Dass (und dies wär ja der wohl realistischste Vergleichspunkt) inzwischen die USA von Moskau aus regiert werden, halte ich nun doch für übertrieben!

Die USA werden allerdings auch nicht vom Volk regiert wie vorgesehen, sondern von einer reichen Elite, der es in erster Linie um ihre eigenen Vorteile geht. Und diese "Elite" umfasst Demokraten wie Republikaner gleichermaßen.

Diese Leute verhindern, dass bestimmte Wählergruppen überhaupt wählen gehen können oder teilen Wahlbezirke so auf, dass die Stimmen auf die eigenen Leute verteilt werden ("Gerrymandering"). Das kommt einer "Bananenrepublik" schon sehr nahe.

Die Rolle von Putin bleibt interessant... zu Beginn von Trumps Präsidentschaft wurde vermutet, dass Putin belastendes Material über Trump besitzt und dieser erpressbar ist:

https://kurier.at/politik/ausland/ex-geheimdienstler-putin-hat-etwas-gegen-trump-in-der-hand/400067870

Vielleicht wird man irgendwann mehr darüber erfahren. Falls das der Fall sein sollte war's das jedenfalls endgültig für Trump. Hat man zwar schon tausendmal gehört, aber in diesem Fall wären zu viele Leute froh, ihn endlich los zu sein...

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4944
Veröffentlicht von: @lucan-7

Das kommt einer "Bananenrepublik" schon sehr nahe.

Es fehlt die Steuerung durch das übermächtige Ausland (im Fall der klassischen Bananenrepubliken waren das die USA).

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @hkmwk

Es fehlt die Steuerung durch das übermächtige Ausland (im Fall der klassischen Bananenrepubliken waren das die USA).

Ich habe ja auch nur geschrieben, dass es dem "nahekommt". Vor allem, wenn Putin tatsächlich Einfluss hatte, das wäre nochmal ein ganz anderes Kaliber.

lucan-7 antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2154
Veröffentlicht von: @lucan-7

Die Rolle von Putin bleibt interessant... zu Beginn von Trumps Präsidentschaft wurde vermutet, dass Putin belastendes Material über Trump besitzt und dieser erpressbar ist:

...hat ja vor der Wahl Trumps schwer gegen Hillary Clinton geschossen

Man darf gespannt sein, ob es da Zusammenhänge gibt und diese transparent werden....

alf-melmac antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @alf-melmac

Man darf gespannt sein, ob es da Zusammenhänge gibt und diese transparent werden....

Ich schätze, dass es Jahrzehnte dauern wird, bis da wirklich umfangreiches Material vorliegen wird.

lucan-7 antworten


lubov
 lubov
Beiträge : 2518

Die Wahl wurde bestätigt
Nach den Geschehnissen der heutigen Nacht bin ich gespannt, was da noch so kommt - und hoffe gegen jede Hoffnung, dass nichts mehr kommt.

lubov antworten
17 Antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Trump sagt
geordnete Amtsübergabe zu

herbstrose antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16798

die Frage ist, an wen er dabei denkt.... ich traue ihm nicht von der Tapete bis zur Wand.

Da ein Amtsenthebungsverfahren angesprochen wurde, Twitter für 12 Stunden gesperrt wurde und wenn er die beiden posts nicht löscht, dann wird er ganz gesperrt...und facebook hat ihn für 24 Stunden gesperrt....
Diese beiden Kanäle zum Aufwiegeln hat er erstmal eingeschränkt bekommen.
Die Ausgangssperre in Washington D.C. ist bis zum 20. Januar verlängert.

Ein Präsident, der sich hinstellt und zu den Capitolstürmern veröffentlicht "We love you, You are special", (Wir lieben euch. Ihr seid besonders) , gibt damit mindestens sein Einverständnis mit deren Vorgehen bekannt.

deborah71 antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2518

Die Art, wie er das sagt - wenn er denn von Hr. Scavino korrekt zitiert wird - finde ich auch schon wieder den Hammer:

“Even though I totally disagree with the outcome of the election, and the facts bear me out, nevertheless there will be an orderly transition on January 20th. I have always said we would continue our fight to ensure that only legal votes were counted. While this represents the end of the greatest first term in presidential history, it’s only the beginning of our fight to Make America Great Again!”

Grobe Übertragung, mein Englisch ist... simpel...

Obwohl ich absolut nicht übereinstimme mit dem Ergebnis der Wahl, und die Fakten mich bestätigen, wird es dennoch am 20ten Januar eine geordnete Übergabe geben.
Ich habe immer gesagt, wir würden weiterkämpfen, um sicher zu machen, dass nur legale Stimmen gezählt werden.
Wärend dies das Ende der großartigsten ersten Amtszeit der präsidialen Geschichte darstellt, ist es nur der Beginn unseres Kampfes, Amerika wieder groß zu machen!

Urgk!

lubov antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16798

Wach werden..........
Er ist keinen Millimeter von sich abgewichen.... er droht nach wie vor und versucht, einzuschüchtern...

Der Gedanke an die Geschichte "Der Zauberer von OZ" kam mir vorher. Den Kindern wurde gesagt: Ihr habt alles, was ihr braucht, diesen Zauberer zu überwinden. Da wurde als erstes Mut genannt, wenn ich mich recht an den Film erinnere...
Und in dem großen Berg saß eine winzige Person, die groß tat.

Scholz hat sich schon sehr klar geäussert, denn die Ereignisse in USA machen hoffentlich viele wach, worauf wir bei unseren anstehenden Wahlen achten sollten.

https://www.n-tv.de/politik/Das-passiert-wenn-Populisten-Macht-bekommen-article22275196.html

deborah71 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Alexander Graf Lambsdorff, der viel in afrikanischen Staaten unterwegs war, hat Donnie Despotismus vorgeworfen und 3 Merkmale genannt: Anfechtung des Ergebnisses der Wahl wider besseres Wissen, Nachträgliche Proteste gegen den Wahlperiode, Nichtanerkenben der Niederlage. Dazu hat er noch ausgeführt, dass in einer Demokratie nicht entscheidend ist, dass der Gewinner die Wahl annimmt, sondern dass der Verlierer seine Niederlage anerkennt. (gestern Abend im Liveinterview auf phoenix).

herbstrose antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16798

Danke für die Info.

deborah71 antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2518

Entscheidend in einer Demokratie

Veröffentlicht von: @herbstrose

Dazu hat er [Alexander Graf Lambsdorff] noch ausgeführt, dass in einer Demokratie nicht entscheidend ist, dass der Gewinner die Wahl annimmt, sondern dass der Verlierer seine Niederlage anerkennt.

Ich befürchte, das brauche ich erklärt. Klar, sobald der Verlierer die Macht nicht abgibt (oder abgenommen bekommt), ist es vorbei mit der Demokratie, aber im Grunde sollten die demokratischen Gremien und Prozesse, die sonst noch so existieren, doch stark genug sein, einen Präsidenten oder einen Kanzler... zu wechseln, wenn der Wechsel durch die Wahl legitimiert wurde. Unabhängig davon, ob der Wahlverlierer auch weiterhin jeden Morgen aufsteht und ruft: "Ich bin der Chef!"
Anders wäre es schon, wenn der Gewinner die Wahl nicht annähme - denn dann hat jemand die Wähler an der Nase herumgeführt und der Wählerwille wird nicht gewürdigt (Krankheit des Gewählten u.ä. mal ausgenommen).

Was hat denn Herr Lambsdorff genau gemeint?

lubov antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Klar, sobald der Verlierer die Macht nicht abgibt (oder abgenommen bekommt), ist es vorbei mit der Demokratie,

Genau das war der Tenor.

aber im Grunde sollten die demokratischen Gremien und Prozesse, die sonst noch so existieren, doch stark genug sein, einen Präsidenten oder einen Kanzler... zu wechseln, wenn der Wechsel durch die Wahl legitimiert wurde. Unabhängig davon, ob der Wahlverlierer auch weiterhin jeden Morgen aufsteht und ruft: "Ich bin der Chef!"

Es bleibt trotzdem ein fader Beigeschmack. Trump missachtet demokratische Traditionen:

https://www.dw.com/de/us-wahl-das-fehlende-eingest%C3%A4ndnis-der-niederlage/a-55537353

Anders wäre es schon, wenn der Gewinner die Wahl nicht annähme - denn dann hat jemand die Wähler an der Nase herumgeführt und der Wählerwille wird nicht gewürdigt (Krankheit des Gewählten u.ä. mal ausgenommen).

Für diesen Fall gibt es Verfahrensregeln. Allerdings hat der (unbegründet) Ablehnende denen, die ihn für die Wahl aufgestellt haben, einen Bärendienst erwiesen.

herbstrose antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @lubov

Ich befürchte, das brauche ich erklärt. Klar, sobald der Verlierer die Macht nicht abgibt (oder abgenommen bekommt), ist es vorbei mit der Demokratie, aber im Grunde sollten die demokratischen Gremien und Prozesse, die sonst noch so existieren, doch stark genug sein, einen Präsidenten oder einen Kanzler... zu wechseln, wenn der Wechsel durch die Wahl legitimiert wurde.

Eine Demokratie ist aber nur dann stabil, wenn sie von allen Beteiligten getragen und akzeptiert wird. Das heisst, die Spielregeln werden von allen zu jeder Zeit als jederzeit verbindlich betrachtet, und danach wird dann auch konsequent gehandelt.

Das ist in den USA jetzt nicht mehr der Fall. Wenn aber der Amtsinhaber nach seiner Wahlniederlage praktisch per staatlicher Gewalt aus dem Amt entfernt werden muss, und diese Wahlniederlage wider alle Belege auch von großen Teilen seiner Partei nicht mitgetragen wird, dann ist die Demokratie an dieser Stelle verloren gegangen. Denn ein großer Teil der Regierung (!), einschliesslich des Präsidenten, wünscht sich ein Autokratie und Diktatur anstelle der bisherigen Verfahrensweisen. Der Wille des Volkes spielt keine Rolle mehr.

Dass dies so offen gezeigt wird ist neu und einmalig in den USA. Und es wird sich zeigen, ob die Republikaner sich davon distanzieren können und weiterhin eine demokratische Partei bleiben - oder ob sie künftig weiterhin autokratische Bestrebungen unterstützen.

Denn falls es dabei bleibt, dann wird der nächste republikanische Präsident die vier Jahre seiner Amtszeit dafür nutzen sicherzustellen, auch unabhängig vom Ausgang der Wahl an der Macht zu bleiben. Und das war es dann tatsächlich endgültig für die Demokratie der USA.

lucan-7 antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2518
Veröffentlicht von: @lucan-7

und diese Wahlniederlage wider alle Belege auch von großen Teilen seiner Partei nicht mitgetragen wird, dann ist die Demokratie an dieser Stelle verloren gegangen. Denn ein großer Teil der Regierung (!)

Sag ich ja. Wenn der Staatsapparat funktioniert - und es könnte so aussehen, als täte er das doch - kann Trump und können auch die nicht-demokratischen seiner Wähler noch so sehr schimpfen - was stört es die Eiche, wenn...
Spannend wird es erst, wenn so viele Säue sich an der Eiche schubbeln - wenn also die demokratiefeindlichen Wähler und Politiker so viele und so stark werden - dass die Rinde abgescheuert ist.

lubov antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @lubov

Sag ich ja. Wenn der Staatsapparat funktioniert - und es könnte so aussehen, als täte er das doch - kann Trump und können auch die nicht-demokratischen seiner Wähler noch so sehr schimpfen - was stört es die Eiche, wenn...

Das ist aber nicht der Punkt. Wenn es der Demokratie gerade noch so eben gelingt, den Wahlverlierer mit Gewalt aus dem Regierungssitz zu schleifen, während ein wütender Mob versucht, seinerseits diesen mit Gewalt an der Macht zu halten... dann ist es um die Demokratie in diesem Land nicht mehr gut bestellt.

Es haben sich ja bereits Republikaner der Regierung aktiv gegen das Wahlergebnis gestellt. Was, wenn auch Pence dabei mitgespielt hätte und die Republikaner am Ende eine Mehrheit gehabt hätten? Und wenn dann auch noch Trumps Plan aufgegangen wäre, die Richter auf seine Seite zu ziehen?

Genau das war ja so von ihm geplant, und viel zu viele Leute bis hin in höchste Regierungsämter waren bereit, dabei mitzuspielen.

Natürlich kann man jetzt sagen, dass - gottseidank - alles noch mal gut gegangen ist und die amerikanische Demokratie funktioniert. Aber es war eben gar nicht so weit entfernt davon, dass sie nicht mehr funktionierte... in Teilen war sie ja schon lahmgelegt. Und das wäre nicht möglich gewesen, wenn die Wahlverlierer ihre Niederlage eingestanden hätten. Das ist es eben, was die Demokratie wirklich ausmacht: Die Anerkennung des Wahlergebnisses.

lucan-7 antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @lubov

Sag ich ja. Wenn der Staatsapparat funktioniert - und es könnte so aussehen, als täte er das doch - kann Trump und können auch die nicht-demokratischen seiner Wähler noch so sehr schimpfen - was stört es die Eiche, wenn...

Sieht nach dem Sturm auf das Capitol eher nicht mehr so aus. Auf Twitter gibt es auch Videos auf denen Polizisten offen mit den Stürmenden sympathisiert haben und sogar Absperrgitter zur Seite räumen. Die USA hat ein Faschistenproblem das sich durch alle Institutionen des Staates zieht.

johannes22 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16798

Zur Anerkennung der Niederlage in den USA habe ich diesen Artikel gefunden:
https://www.dw.com/de/us-wahl-das-fehlende-eingest%C3%A4ndnis-der-niederlage/a-55537353

Es ist demnach eine Tradition und keine Pflicht.
So wie ich den Artikel verstehe, bestätigt Trump mit seinem Verhalten seine despotische Einstellung.

deborah71 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

So wie ich den Artikel verstehe, bestätigt Trump mit seinem Verhalten seine despotische Einstellung.

So sieht es aus.

herbstrose antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2154

für den pesten Präsidenten aller Zeiten

die Gelder sind zur freien Verwendung

Das steckt wohl dahinter...

alf-melmac antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Die Ausgangssperre in Washington D.C. ist bis zum 20. Januar verlängert.

Das hab ich nicht mitbekommen, ist aber vielleicht gut so. Mein Mann fürchtet allerdings um Bidens Leben oder zumindest Gesundheit.

herbstrose antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16798

Ich hab CNN laufen... da wurde es kurz erwähnt.

Die Sicherheitsmaßnahmen um Biden sind neulich schon erhöht worden. Ob sie nochmal erhöht werden, werden wir vllt hören.

Ich halte es für wichtig, zu beten für die richtigen Entscheidungen und Sicherheit und sich nicht in Befürchtungen hineinzubegeben.

deborah71 antworten
lubov
 lubov
Beiträge : 2518

Trump sagt geordnete Machtübergabe zu

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/us-wahlen-liveblog-100.html
Der abgewählte US-Präsident Donald Trump wird sich nicht weiter gegen die Machtübergabe an Nachfolger Joe Biden sperren. Die Amtsgeschäfte würden am 20. Januar geordnet übertragen, sagte Trump laut Mitteilung, die Vize-Stabschef Dan Scavino per Twitter verbreitete.

Zuvor hatte der US-Kongress den Wahlsieg Bidens offiziell bestätigt. Trump bekräftigte zugleich, dass er nicht mit dem Ausgang der Wahl einverstanden sei.

Nun, die Wahl des Kommunikationsweges finde ich seltsam. Wenn Herr Trump denn jetzt Ruhe hielte, würde ich es begrüßen. So lange er nur "bekräftigt, dass er mit dem Wahlausgang nicht einverstanden ist" ist ja alles gut - wer verliert schon gerne? Ich frage mich ja, ob es die Möglichkeit gibt, ihn zu verklagen, wenn er weiter von Wahlbetrug redet - das ist Rufmord? Aufwiegelung? Missachtung der Regierung? oder sowas, oder nicht?

lubov antworten
15 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

Nun, Trump zeichnet sich ja nicht unbedingt dadurch aus, dass er bereit wäre, für Konsequenzen seiner Handlungen gerade zu stehen. Das ist wohl auch der Grund, weshalb er trotz vieler Sprüche nie einen echten Krieg angezettelt hat.

Und er ist auch nicht der Typ, der jetzt einen Putsch anführen würde, egal wie die Aussicht auf Erfolg sein mag. Sobald es kritisch wird, wird er sich schnell davon distanzieren... allerdings ohne irgendwelche Fehler einzugestehen, das lässt sein Ego nicht zu.

Vermutlich hat er jetzt auch begriffen, dass er sich nicht mehr so viel erlauben kann, wenn die Amtsübergabe an Biden, die sich jetzt nicht mehr verhindern lässt, immer näher rückt. Nur als Präsident waren seine Eskapaden möglich... und damit ist jetzt Schluss.

lucan-7 antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2518
Veröffentlicht von: @lucan-7

Nur als Präsident waren seine Eskapaden möglich... und damit ist jetzt Schluss.

Aber er ist doch noch 13 Tage Präsident. Ich halte ihn weiterhin für unberechenbar und gefährlich. Das wird wohl auch nicht in 13 Tagen aufhören.

lubov antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

Da kommt nicht mehr viel

Veröffentlicht von: @lubov

Aber er ist doch noch 13 Tage Präsident. Ich halte ihn weiterhin für unberechenbar und gefährlich. Das wird wohl auch nicht in 13 Tagen aufhören.

Spätestens mit der Bestätigung von Biden als Präsident muss er aber auch an die Zeit nach diesen 13 Tagen denken. Dann hat er keinen Schutz mehr - und die Angst, sich für irgendetwas verantworten zu müssen sitzt tief bei Trump. Zumindest lassen bestimmte Äusserungen und Verhaltensweisen während des Impeachements darauf schliessen, was auch zu seinem übrigen Verhalten passt.

Trump hat sich während seiner gesamten Amtszeit immer nur aufs Sprücheklopfen beschränkt - Konsequenzen mussten immer andere tragen. Daran wird er auch in den nächsten Tagen nichts ändern.

Er wird also weiter Sprüche klopfen, "Schuldige" benennen, aber nichts tun, was ihm nach dem 20. Januar noch gefährlich werden könnte.
Und meine einzige Befürchtung ist, dass es noch weitere Tote geben könnte, weil irgendwelche Deppen meinen, sie müssten jetzt mit Schusswaffe auf die Straße gehen... das ist ohnehin trauriger Alltag in den USA, und das wird jetzt sicher nicht aufhören...

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2177

Ich befürchte, mit dem Amtsantritt Bidens ist die Sache nicht gegessen. Weil Du schreibst: Da kommt nicht mehr viel.

Ich vermute, dass die Anstrengungen, die jetzt gemacht werden, um Trump noch vor Ende seiner Amtszeit des Amtes zu entheben, werden juristische Gründe haben, die sich auf die Zeit nach seiner Präsidentschaft beziehen. Leider kenne ich mich im Dickicht der juristischen Regeln der USA nicht genau genug aus, aber die Frage dürfte sein, wie weit Trump in Zukunft weiter unbehelligt seine Destruktionspolitik via Twitter & Co betreiben kann. Wie schnell wird ihm nach der Amtsübergabe der Prozeß gemacht werden können bezüglich all seiner Verfehlungen während seiner Amtszeit? Ein legal des Amtes enthobener Ex-Präsident dürfte da anders da stehen als einer, der ganz "ordentlich" die Geschäfte übergab.

Ist allerdings nur eine Vermutung meinerseits, eben da mir ein anderer praktischer Grund, ihn jetzt noch des Amtes zu entheben, nicht einfällt.

Übrigens, nur nochmal für alle, die sich gern mit dem Zusammenhang zwischen Politik und Justiz in den USA interessieren, der Hinweis auf die TV-Serie "The good fight". Ich kann es kaum erwarten, da die erste post-Trump-Ära-Staffel zu sehen. 😊

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @jack-black

Ich befürchte, mit dem Amtsantritt Bidens ist die Sache nicht gegessen. Weil Du schreibst: Da kommt nicht mehr viel.

Dass die Sache noch einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Aktionen nach sich ziehen wird ist klar... und das wird uns noch ein paar Jahre beschäftigen.

Von Trump selbst wird aber in den nächsten Tagen nicht mehr viel kommen. Denn er muss fürchten, künftig für die Dinge, die er jetzt verbockt, auch geradestehen zu müssen. Die Illusion, mit allem davonkommen zu können, wurde ihm spätestens seit gestern genommen.

Es wird also noch ein paar Bemerkungen geben, dass er mit allem recht hatte und wie großartig er doch ist... aber keine weiteren öffentlichen Reden, in denen er unmittelbar zur Gewalt aufstachelt. Nichts, was man ihm selbst in die Schuhe schieben könnte.

Entscheidend wird jetzt sein, ob die Republikaner weiter an ihm festhalten. Spätestens seit gestern erscheint mir das aber unwahrscheinlich... trotz seines Wahlerfolges und seiner Popularität ist Trump zum Unsicherheitsfaktor geworden, der letztlich auch der Wirtschaft schadet.
Und spätestens da hört dann der Spass für jeden Republikaner auf...

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4944
Veröffentlicht von: @lubov

So lange er nur "bekräftigt, dass er mit dem Wahlausgang nicht einverstanden ist" ist ja alles gut - wer verliert schon gerne?

So wie sich Trump bisher geäußert hat, kannst du Gift darauf nehmen, dass er damit zum Ausdruck bringt, dass das Wahlergebnis in seinen Augen ein Betrug ist ("und die Fakten sprechen für uns").

Veröffentlicht von: @lubov

Ich frage mich ja, ob es die Möglichkeit gibt, ihn zu verklagen, wenn er weiter von Wahlbetrug redet

Wär ne Überlegung wert (wer kennt sich hier im US-Recht aus?). Andererseits: Es gibt schon so viel potentielle Anklagepunkte, dass es mich nicht wundern würde, wenn all die Spenden für ihn demnächst in eine Kaution fließen, die ihm das (Untersuchungs-)Gefängnis erspart. Mit ziemlicher Sicherheit wird er auf Monate, wenn nicht Jahre, damit beschäftigt sein, sich vor Gericht zu verteidigen.

Und sollte er da wieder rauskommen, ohne verurteilt zu werden, werde ich ernsthaft überlegen, ob das die Erfüllung von Of 13,3 ist. Aber eigentlich glaub ich das nicht.

Helmut

hkmwk antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Wär ne Überlegung wert (wer kennt sich hier im US-Recht aus?).

Es ist sogar eine Amtsenthebung durchgespielt worden. Mit dem Ergebnis, dass dadurch noch mehr Wirrwarr entstehen würde. Mittlerweile sind es ja nur noch 11 Tage.

herbstrose antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16798

Die Amtsenthebung ist nicht vom Tisch.

In den zdf-Nachrichten heute 19:00 wurde es angesprochen.
Zur Debatte steht die Entscheidung, abzudanken oder ein Amtsenthebungsverfahren in Kauf zu nehmen.

Ziel der Amtsenthebung ist nicht so sehr die Sicherung der letzten Tage, damit er seine Macht nicht mehr mißbrauchen kann, sondern dass er nie wieder in ein öffentliches Amt gewählt werden kann, damit wäre auch eine Präsidentschaft ab 2024 vom Tisch.

deborah71 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Mitte der Woche klang es noch nach ad acta. Von den Nachrichten gestern war ich auch überrascht.

herbstrose antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2154

derGeldfluss versiegt nun

dadurch, dass er bei twitter und facebook gesperrt wurde

was ja an sich schon ein einmaliger vorgang ist

alf-melmac antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4944
Veröffentlicht von: @alf-melmac

dadurch, dass er bei twitter und facebook gesperrt wurde

was ja an sich schon ein einmaliger vorgang ist

Es ist nicht der erste account, der wegen ständiger Hetze, Trollerei o.ä. dauerhaft gesperrt wurde.

Aber angesichts der Person, die mit dieser Sanktion belegt wurde, schon ziemlich einmalig. Den Nachrichten zufolge war wohl die Furcht ausschlaggebend, dass Trump wieder zu ungesetzlichen Aktionen aufrufen könnte.

Helmut

hkmwk antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Twitter hat ihn nicht nur gesperrt sondern den Account komplett gelöscht.

herbstrose antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2518

Wenn ich es richtig verstanden habe, hat er mehrere Twitter-Accounts, und während einer davon gesperrt wurde, twittert er auf dem anderen weiter. War es gestern in den Nachrichten, oder heute früh?

lubov antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4944

Accounts

Veröffentlicht von: @lubov

Wenn ich es richtig verstanden habe, hat er mehrere Twitter-Accounts

Ich hab das so verstanden, dass einige Freunde oder Mitarbeiter in ihren Accounts Trump zitiert haben, was indirekt auf ein twittern von Trump hinauslief.

Helmut

hkmwk antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

So hatte ich das auch verstanden.

herbstrose antworten


Johannes22
Beiträge : 2973

Arnold Schwarzeneeger
hat eine großartige wenn auch unfassbar pathetische Rede gehalten in der er den Sturm auf das Kapitol mit der Kristallnacht vergleicht und das Nachkriegselend mit seinem ihm im Krieg zebrochenen und ihn misshandelnden Vater schildert. Ach ja un Conans Schwert hat er auch in der Hand:

https://twitter.com/Schwarzenegger/status/1348249481284874240

johannes22 antworten
4 Antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2154

Klasse Rede von Arnie....

alf-melmac antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4944

Zwiespältig
Ich hab die Rede nicht im Original gehört, kenne nur ein paar Ausschnitte aus den deutschen Nachrichten. Insofern könnte ich was falsch einschätzen ...

Grundsätzlich bin ich gegen leichtfertige Holocaust-Vergleiche. Und die "Kristallnacht" hatte nun mal eine andere Dimension als der Sturm aufs Kapitol. Ich bin gegen so nen Vergleich von Äpfeln und Birnen.

Andererseits: Es gibt gewisse Parallelen zwischen Trump und Hitler. Genügend Unterschiede, um vor einer einfachen Gleichsetzung zu warnen, aber doch Parallelen, die gewisse Schlüsse zulassen (u.a. dass Trump nicht für kleine Leute ist, aber eindeutig gegen Demokratie). Insofern ist bei Schwarzeneggers Nazivergleich ein wahrer Kern drin. Und die Rede ist offensichtlich ein Versuch, Trump-Anhänger zu beeindrucken, damit sie zur Besinnung kommen.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978

Den Vergleich mit der "Kristallnacht" halte ich auch für unangemessen. Andererseits: Die Methodik ist tatsächlich ähnlich.

Das macht Trump noch nicht zum "Hitler". Das ist er nicht, war er nicht und wird er nie sein.

Aber als Warnung für die Zukunft ist es tatsächlich bedenkenswert... der nächste Möchtegern-Diktator mag vielleicht raffinierter sein, und vielleicht hat er auch ein echtes Programm.

Und spätestens dann sollten die Leute ihre Lektion gelernt haben...

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6072

Hier kannst Du die Rede hören: https://youtu.be/x_P-0I6sAck

Er wird darin auch sehr persönlich, spricht von seinem Vater und anderen Männern seiner Generation, die vom Krieg traumatisiert sich betrunken und ihre Familien verprügelt haben. Er zeigt die Folgen von Hass und Gewalt auf, und das ist auch seine Parallele zur Nazizeit.

Den Sturm auf das Kapitol wertet er als Angriff auf die Demokratie, verübt von Leuten wie den Proud Boys, in denen er das Equivalent zum Nazi-Mob der Kristallnacht sieht.

alescha antworten
PeterPaletti
Beiträge : 1263

Buzz Windrip
Buzz Windrip, für seine Gegner ein ungebildeter Lügner mit idiotischer Weltanschauung und ein gefährlicher Populist, will Präsident der Vereinigten Staaten werden. Er gibt vor, sich für die kleinen Leute einzusetzen, und verspricht, aus Amerika wieder ein stolzes Land zu machen. Er schafft es trotz völlig unglaubwürdiger Wahlversprechen, unterschiedlichste Wähler an sich zu binden, und gewinnt tatsächlich. Sofort wird er zum Alleinherrscher, beschneidet die Freiheiten der Minderheiten, legt sich mit Mexiko an und lässt seine Kritiker rabiat verfolgen.

Davon schreibt Sinclair Lewis in seinem 1936(!) auf Deutsch erschienen Roman „Das ist bei uns nicht möglich“. Erinnert das jemand an irgendwen?

peterpaletti antworten
3 Antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2154

meine Bücherei hat es, auch digital:

Verfasser Lewis, Sinclair
Arnold, Frank
Titel ¬Das¬ ist bei uns nicht möglich.
Impressum Finch&Zebra, 2017.
Umfang 942 Min.
Bemerkung Buzz Windrip, für seine Gegner ein "ungebildeter Lügner mit idiotischer Weltanschauung" und ein gefährlicher Populist, will Präsidentschaftskandidat werden. Er gibt vor, sich für die kleinen Leute einzusetzen, und verspricht, " aus Amerika wieder ein stolzes Land zu machen". Er schafft es trotz völlig unglaubwürdiger Wahlversprechen, unterschiedlichste Wähler an sich zu binden, und wird Präsident der Vereinigten Staaten. Sofort wird er zum Alleinherrscher, beschneidet die Freiheiten der Minderheiten, legt sich mit Mexiko an und lässt seine Kritiker rabiat verfolgen. Einer davon ist der liberale Zeitungsherausgeber Doremus Jessup, der sich nicht mundtot machen lassen will.

alf-melmac antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2154

https://de.wikipedia.org/wiki/Sinclair_Lewis

Zitat aus Wikipedia:

"Lewis wusste vieles über den Aufstieg der Nazis durch seine zweite Frau, Dorothy Thompson. Sie war Auslandskorrespondentin in Berlin und hatte Hitler sogar persönlich interviewt. Sein Roman von 1935 It Can't Happen Here (dt. „Das ist bei uns nicht möglich“) über die Wahl eines autoritären Präsidenten war eine Reaktion auf den Aufstieg Hitlers und zugleich eine Wahlkampfhilfe für Franklin D. Roosevelt in der politischen Auseinandersetzung mit dem Radikalen Huey Long, einem „ungebildete(n) Lügner mit idiotischer Weltanschauung“, der sich aggressiv mit Minderheiten anlegte und im Buch Buzz Windrip genannt wird. Der Roman war in den USA sehr erfolgreich und hatte eine starke politische Wirkung. Nach der Amtseinführung Präsident Trumps wurde er 2017 vom Aufbau Verlag in der alten Übersetzung des Kleistpreisträgers Hans Meisel[2] neu herausgegeben.[3]"

alf-melmac antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2154

So böse war der Huey Long aber gar nicht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Huey_Long

"Bei der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1932 unterstützte Long Franklin D. Roosevelt, überwarf sich aber bereits im Juni 1933 mit ihm, da ihm die Pläne Roosevelts nicht weit genug gingen, und plante für die Wahl des Jahres 1936 eine eigene Kandidatur für das Amt des Präsidenten.[4] Landesweite Aufmerksamkeit erlangte er 1934 mit der Kampagne „Share Our Wealth“ (deutsch etwa „Wir teilen unseren Wohlstand“), die er als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise und als Gegenkampagne zum New Deal von Roosevelt initiierte. In dieser Kampagne forderte er eine weitgehende Umverteilung des Wohlstands, u. a. mit der Forderung, dass jeder Familie ein Grundeinkommen garantiert werden solle, für das im Gegenzug hohe Einkommen stärker steuerlich belastet werden sollten.[5] Kritiker hielten diese Pläne jedoch für radikal bzw. nicht umsetzbar."

alf-melmac antworten


MrOrleander
Beiträge : 2143

Das zweite Amtsenthebungsverfahren ist eingeleitet...
... und bemerkenswert daran ist, daß die weit überwiegende Mehrheit der Republikaner (197 stimmten gegen das Verfahren, 10 dafür) weiterhin zu Trump hält.

Wie sagte Trump im Jahre 2016: "Ich könnte mich auf die Fifth Avenue stellen und jemanden erschießen und würde keinen Wähler verlieren, das ist unglaublich."

Da hat er recht.

mrorleander antworten
23 Antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3339
Veröffentlicht von: @mrorleander

... und bemerkenswert daran ist, daß die weit überwiegende Mehrheit der Republikaner (197 stimmten gegen das Verfahren, 10 dafür) weiterhin zu Trump hält.

Ich finde es mittlerweile nur noch peinlich,wie sich seine Parteimitglieder in Sachen Trump verhalten, zumindest die Mehrheit.

irrwisch antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16798

Das ist schon erschreckend, wie sehr er diese Menschen vereinnahmt hat, dass sie nicht mehr klar sehen und voll durchgesteuert sind.

Es erinnert mich an diese "Ich bin"..bzw. "Wir sind"-Slogans.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @mrorleander

und bemerkenswert daran ist, daß die weit überwiegende Mehrheit der Republikaner (197 stimmten gegen das Verfahren, 10 dafür) weiterhin zu Trump hält.

Obwohl der Fall diesmal noch eindeutiger ist kann ich mir diesmal bessere Gründe vorstellen, gegen ein weiteres Impeachement zu sein.

Zum einen wäre es für die Republikaner das endgültige Eingeständnis, vier Jahre dem falschen Mann gefolgt zu sein. Zum anderen ist völlig unklar, wie die Basis der Anhänger reagiert und wie es künftig weitergeht... das Risiko eines totalen Chaos bezüglich der weiteren Ausrichtung steigt mit einem weiteren Impeachement.

Man könnte auch schlicht sagen: Wer vier Jahre lang diesem Mann gefolgt ist, der macht sich nicht unbedingt glaubwürdiger, wenn er im letzten Moment für eine Absetzung stimmt...

lucan-7 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2925
Veröffentlicht von: @mrorleander

... und bemerkenswert daran ist, daß die weit überwiegende Mehrheit der Republikaner (197 stimmten gegen das Verfahren, 10 dafür) weiterhin zu Trump hält.

Und? Hatte Trump während darüber abgestimmt wird, Golf gespielt? Das Impeachment hat beste Aussichten auf einen Misserfolg. Zwei Drittel Mehrheit, dass heißt, dass für eine Amtserhebung mindestens sieben Stimmen fehlen. Was passiert denn, wenn ein Politiker ständig angegriffen wird und er zu einem großen Teil gewinnt. Das war bei uns z.B. mit F.J. Strauß so. Er wurde von seinen Gegnern als gefährlich, aber stark angesehen. Von seinen Befürwortern aber als starker man, der sich fast unsterblich für die Sache einsetzt.
Die Personalie Trump ist nicht das Problem, sondern die Republikaner, seine Wähler, was einen Trump möglich machte. Noch vor fünf Jahren hat kaum jemand geglaubt, dass ein Trump möglich ist, aber die Wähler wollten jemand, der des dem Bush-Clan zeigt. Das Problem ist Jahrzehnte alt und gefährdet langfristig die Republikaner. Da hat etwas eine Entwicklung eingenommen, was in seinem eigentlichen Sinn gut ist, aber in dieser Entwicklung ist es aus meiner Sicht das Gegenteil. Nehmen wir doch nur die Namen. Tea-Party, oder der Sturm aufs Capitol, sind historische Ereignisse, die für die Unabhängigkeit und die Rechte der Menschen in den USA stehen. Der Separatismus, den Trump anstrebte, ist eine Auseinandersetzung, die es über hundert Jahre in den USA gibt. Ja und viele glauben, dass der mangelnde Separatismus die USA in Kriege führte. Unabhängigkeit, Friede, Bürgerrechte das sind eigentlich alles gute Wert, aber es hat sich ein Block entwickelt, der einen ungesunde Formen eingenommen hat und ungefähr die Hälfte der Amerikaner stehen zu diesem Block. Für diesen Block kann es kein Impeachment geben, aber falls es zur Amtsenthebung kommen sollte, löst das in diesem Block etwas aus. Das ist eine Gefahr, neben der Frage, was es auslöst, wenn das Verfahren erfolglos sein wird.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Wie sagte Trump im Jahre 2016: "Ich könnte mich auf die Fifth Avenue stellen und jemanden erschießen und würde keinen Wähler verlieren, das ist unglaublich."

Veröffentlicht von: @mrorleander

Da hat er recht.

Und hat er willkürlich jemanden erschossen, oder soetwas vor gehabt? Das Trump in seinen verbalen Auftritt etwas dick auftritt und dies nur warme Luft ist, ist wirklich nichts neues.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @orangsaya

Nehmen wir doch nur die Namen. Tea-Party, oder der Sturm aufs Capitol, sind historische Ereignisse, die für die Unabhängigkeit und die Rechte der Menschen in den USA stehen.

Sie stehen für die Rechte und Unabhängigkeit einiger weniger Menschen in den USA, die aber das ganze Land für sich allein beanspruchen.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Und hat er willkürlich jemanden erschossen, oder soetwas vor gehabt? Das Trump in seinen verbalen Auftritt etwas dick auftritt und dies nur warme Luft ist, ist wirklich nichts neues.

Seine Aussage lautete nicht: "Ich werde jemanden erschiessen", sondern: "Egal was ich tue, meine Fans halten zu mir."

Und das ist zweifellos der Fall.

lucan-7 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2925
Veröffentlicht von: @lucan-7

Sie stehen für die Rechte und Unabhängigkeit einiger weniger Menschen in den USA, die aber das ganze Land für sich allein beanspruchen.

Natürlich stehen sie für die Rechte in den USA. Es ist völlig unabhängig, wie wir kleinen Lichter, dass im Zusammen der Bewegung bewerten, sondern wie sich die Menschen mit solchen Begründungen fühlen? Nehmen wir doch das Kapitol. Es ist ein Haus für die Bürger. Da kommt der Bürger leichter rein, als in Berlin in den Reichstag. Darauf sind die Amerikaner im ganzen stolz. Deswegen wurde das Betreten des Kapitols so wenig wie möglich eingeschränkt. Was sagen die, die das Capitol stürmten? Wir holen unsere Bürgerrechte zurück. Das fühlen mehr, als die die gewaltbereiten Spinner, die das taten und das ist unsere kleine Meinung in Europa unerheblich. Die Macht sind die unzufriedenen in Amerika.
Aber deine Antwort führt am Kern meiner Fragestellung vorbei. Nochmal mit etwas anderen Worten. Wem nützt es, wenn Trump aus der Amtsenthebung gestärkt kommt, weil es voraussichtlich nicht funktionieren wird. Das Kapitol ist weit von der nötigen Mehrheit weg.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Seine Aussage lautete nicht: "Ich werde jemanden erschiessen", sondern: "Egal was ich tue, meine Fans halten zu mir."

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und das ist zweifellos der Fall.

Ja und auf seine Fans die auf den Satz in Iowa reagierten, wird kaum geschaut. Nächstes Jahr wird aber ein neuer Senat gewählt und darauf sollte man schauen. Amerika braucht es, dass es zur Ruhe kommt und nicht, dass weiter Wind in die Segel geblasen wird.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @orangsaya

Was sagen die, die das Capitol stürmten? Wir holen unsere Bürgerrechte zurück. Das fühlen mehr, als die die gewaltbereiten Spinner, die das taten und das ist unsere kleine Meinung in Europa unerheblich.

Es mögen eine Menge Leute in den USA sein, die so etwas fühlen... das ändert nichts daran, dass sie nur für sich selbst sprechen, und nicht für "die Menschen in den USA".

Denn diese bestehen für sie zu einem großen Teil aus Verrätern, die ihrer Ansicht nach nicht zu den USA gehören. In den Augen dieser Leute sind nur sie selbst "das Volk" - andere Leute, die ebenfalls Bürger der USA, aber anderer Meinung sind, sind Feinde, die bekämpft werden müssen.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Aber deine Antwort führt am Kern meiner Fragestellung vorbei. Nochmal mit etwas anderen Worten. Wem nützt es, wenn Trump aus der Amtsenthebung gestärkt kommt, weil es voraussichtlich nicht funktionieren wird.

Trump wird nirgendwo "gestärkt" herauskommen, völlig unabhängig vom Impeachment. Trump ist endgültig erledigt und die Republikaner sind in einer tiefen Krise.

Donald Trump wird kein politisches Amt mehr bekleiden und keine Macht mehr ausüben, abgesehen von der Hetze seiner Anhänger. Seine Widerwahl ist nicht im Interesse der Partei, deshalb wird es nur noch um die Frage gehen, wie mit seinen Wählern in Zukunft umzugehen ist. Und da haben die Republikaner jetzt vier Jahre Zeit, eine Alternative aufzubauen.

In den nächsten Wochen und Monaten wird man aber zunächst einmal vorsichtig sondieren und die Stimmung im Land beobachten. Leute aus der zweiten Reihe werden hier und da Versuchsballons starten, um die Reaktion der Wähler zu testen, und die Parteielite wird das sorgfältig beobachten.

Trump selbst wird aber kein Teil mehr davon sein - schon allein deshalb, weil er keine Funktion mehr innehat und ohnehin mit seinen eigenen Problemen beschäftigt sein wird.

lucan-7 antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1616
Veröffentlicht von: @lucan-7

Trump ist endgültig erledigt ... Donald Trump wird kein politisches Amt mehr bekleiden und keine Macht mehr ausüben .... Seine Widerwahl ist nicht im Interesse der Partei

Ich hoffe sooooo sehr, dass Du Recht hast.

belanna antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4944

Du bist kein Prophet

Veröffentlicht von: @lucan-7

Donald Trump wird kein politisches Amt mehr bekleiden und keine Macht mehr ausüben

Abwarten. Zunächst mal hat er kein Amt. Das Impeachment wird er vermutlich durchstehen, was seine Position bei seinen Fans stärkt. Das militärische Aufgebot bei der Amtsübernahme (was vermutlich mit den Warnungen vor Unruhen dazu führt, dass zu Bidens Amtseinführung weniger Leute kommen als bei der von Trump) wird die Ansicht von der "gestohlenen" Wahl eher verstärken.

Dann Gerichtsverfahren. Dank eines unzulänglichen Prozessverfahren (Jury, Ankläger und Verteidiger können fast nach Belieben tricksen) könnte Trump auch da unbeschadet rauskommen ("bei Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand") - womit die These von der Hexenjagd gegen ihn "bewiesen" wäre. Dazu kommt, dass es Biden in dem fall nicht schaffen wird, das Land zu einen. In zwei Jahren werden die Reps eine Mehrheit im Senat bekommen, in 4 Jahren könnte Trump wieder kandidieren ...

Klar, das war jetzt das worst-case-Szenario, vermutlich (und hoffentlich!) wirds anders kommen, aber Trump halte ich erst für ungefährlich, wenn er für mindestens 10 Jahre hinter Gitter kommt. Und obs dazu kommt, das werden wir wohl in einem Jahr wissen, aber nicht jetzt.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @hkmwk

Klar, das war jetzt das worst-case-Szenario, vermutlich (und hoffentlich!) wirds anders kommen, aber Trump halte ich erst für ungefährlich, wenn er für mindestens 10 Jahre hinter Gitter kommt. Und obs dazu kommt, das werden wir wohl in einem Jahr wissen, aber nicht jetzt.

Sicher, Genaues weiss man nicht. Aber Trump ist im Grunde seines Herzens ein Egomane, kein Politiker. Es wird für ihn in Zukunft weitaus einfacher sein, seine Opferrolle auszuspielen und sich dafür bejubeln zu lassen - was ihm sehr viel leichter fallen wird, wenn er selber gar keine Verantwortung mehr hat. Deshalb glaube ich auch nicht, dass er danach strebt, noch einmal Verantwortung in einer politischen Rolle zu übernehmen.

Denn 2016 konnte er im Vergleich zu vorher nur gewinnen. Selbst wenn er die Wahl verloren hätte wäre es immer noch ein PR Stunt gewesen.

Bei der nächsten Wahl hätte er hingegen alles zu verlieren... und das wird er nicht riskieren wollen. Was er natürlich niemals zugeben würde...

lucan-7 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Hoffen wir mal, dass diese 2/3-Mehrheit zustande kommt. Dann kann er nämlich nicht erneut für das Amt des Präsidenten antreten.

herbstrose antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4944
Veröffentlicht von: @orangsaya

Das Impeachment hat beste Aussichten auf einen Misserfolg. Zwei Drittel Mehrheit, dass heißt, dass für eine Amtserhebung mindestens sieben Stimmen fehlen.

Es ist noch schlimmer: 10 Stimmen im Repräsentantenhaus sind ungefähr 5% der Reps dort, auf den Senat umgerechnet wären das ca. 2½ 😉 Republikaner, seien wir optimistisch und rechen mit 4 Leuten, fehlen immer noch 13 Stimmen.

Eins hat das Impeachment erreicht: Trump hat Kreide gefressen und schärft seinen Fans ein, bitte keine Gewalt anzuwenden. Das dürfte für manche der Hauptgrund gewesen sein, das verfahren anzustoßen.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Noch vor fünf Jahren hat kaum jemand geglaubt, dass ein Trump möglich ist, aber die Wähler wollten jemand, der des dem Bush-Clan zeigt.

Du meinst vermutlich den Clinton-Clan.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Nehmen wir doch nur die Namen. Tea-Party, oder der Sturm aufs Capitol, sind historische Ereignisse, die für die Unabhängigkeit und die Rechte der Menschen in den USA stehen.

Na ja, "Sturm aufs Capitol" erinnert wohl am ehesten auf den Angriff der Engländer von 1814, eine Parallele, die auch schon gezogen wurde (mit der Betonung, dass diesmal der Feind von innen kam). Ansonsten wüsste ich jetzt nichts von einem früherem Sturm aufs Capitol (das wurde ja explizit als Gebäude für das Parlament errichtet).

Veröffentlicht von: @orangsaya

Der Separatismus, den Trump anstrebte

Separatismus ist das falsche Wort, das Wort trifft auf die Abspaltung der Südstaaten vor 160 Jahren zu. Du meinst offensichtlich Isolationalismus.

Helmut

hkmwk antworten
klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421

Eine Reporterin gestern bei CNN berichtete, dass eine Abgeordnete ihr gesagt habe, dass Trump und seine Gefolgschaft einen großen Teil der republikanischen Abgeordneten dermaßen unter Druck gesetzt habe, dass nahezu alle nicht nur um ihre eigene Gesundheit, Leib und Leben fürchten müssen sondern auch um das ihrer Familien. Das vor dem Hintergrund des Angriffs auf das Kapitol, habe ich da ziemlich Verständnis für das Abstimmungsverhalten mancher.

klappstool antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @klappstool

Eine Reporterin gestern bei CNN berichtete, dass eine Abgeordnete ihr gesagt habe, dass Trump und seine Gefolgschaft einen großen Teil der republikanischen Abgeordneten dermaßen unter Druck gesetzt habe, dass nahezu alle nicht nur um ihre eigene Gesundheit, Leib und Leben fürchten müssen sondern auch um das ihrer Familien.

Wenn das wirklich der Fall wäre, dann wäre das um so mehr ein Grund, für die Absetzung zu stimmen... und zwar so schnell wie möglich.

In dieser Form halte ich das für reine Stimmungsmache.

lucan-7 antworten
klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421
Veröffentlicht von: @lucan-7

Wenn das wirklich der Fall wäre, dann wäre das um so mehr ein Grund, für die Absetzung zu stimmen... und zwar so schnell wie möglich.

Was bringt es dir wenn du dafür gestimmt hast und am nächsten Tag ist deine Frau tot? Ich glaube, diesen Druck in dieser Situation kann sich kaum einer vorstellen, der das nicht selbst erlebt hat. Da werden weder Logik noch Zukunftsvisionen/-hoffnungen bedient sondern die nackte Angst.

klappstool antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @klappstool

Was bringt es dir wenn du dafür gestimmt hast und am nächsten Tag ist deine Frau tot?

Wie gesagt: Gäbe es ernsthaft derartige Drohungen von Trumps Seite aus, dann würden die Republikaner seine momentane Schwäche ausnutzen, um ihn endgültig abzuservieren - und dafür sorgen, dass er so bald wie möglich in den Knast kommt und ausgeschaltet wird.

Denn Trumps Stärke kommt ja nicht von ihm selbst, sondern von seiner Partei. Und seine Machtposition wird er nächste Woche verlieren - er wird dann noch nicht einmal mehr ein politisches Amt innehaben.

Man sagt Trump zwar nach, dass er wie ein "Mafiaboss" regiert, und auf seinen Stil als solchen mag das auch zutreffen. Aber Trump sass nur so lange fest im Sattel, wie die Republikaner sich persönliche Vorteile davon versprachen. Sollte die Partei sich gegen ihn stellen - und im Falle der Bedrohung der Familie wäre das sofort der Fall - dann hätte er schlagartig nichts mehr zu melden.

Dass es natürlich Drohungen von Seiten der Trump Fans gibt, daran besteht wohl kaum ein Zweifel... aber da können die Demokraten schon lange ein Lied von singen, und das hält sie trotzdem nicht davon ab, ein weiteres Impeachement anzuleiern.

lucan-7 antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1616
Veröffentlicht von: @lucan-7

Denn Trumps Stärke kommt ja nicht von ihm selbst, sondern von seiner Partei.

Falsch.
Trumps Stärke kommt von seinen Anhängern. Die, die bereit sind, ins Capitol zu stürmen. Die bereit sind, Senatsangehörige zu bedrohen.
Die bereit sind, die Drohungen wahrzumachen.

"Die Republikaner" (wer genau soll das sein?) schauen nur noch hilflosentsetzt zu....

belanna antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @belanna

Trumps Stärke kommt von seinen Anhängern. Die, die bereit sind, ins Capitol zu stürmen. Die bereit sind, Senatsangehörige zu bedrohen.
Die bereit sind, die Drohungen wahrzumachen.

Nein. Die Chaoten brechen ihm jetzt eher das Genick, die sind sicher keine "Stärke".

Seine politische Macht kommt allein daher, weil die Republikaner sich bedingungslos hinter ihn gestellt haben - selbst dann noch, als seine autokratischen Tendenzen mehr als deutlich wurden.

Richtig ist natürlich, dass die Republikaner das allein deshalb taten, weil Trump in der Lage war, für Wählerstimmen zu sorgen. Mit welchen Mitteln er das tat war egal.

Aber die gewalttätigen Fans dürften jetzt eher seine Absetzung beschleunigen. Denn das ist sicher das letzte, was die Republikaner jetzt wollen. Die Macht haben sie schon verloren, Trump hat ihnen nichts mehr zu bieten.

Eine "Macht" stellen diese Fans selbst nicht dar. Dafür sind sie zu unorganisiert. Sie können gezielt Krawall machen, aber keinen organisierten Krieg führen. Bei der Stürmung des Kapitols ging es in erster Linie um die Bilder und die Inszenierung, nicht um einen politischen Plan.

Veröffentlicht von: @belanna

"Die Republikaner" (wer genau soll das sein?) schauen nur noch hilflosentsetzt zu....

Die Republikaner sind orientierungslos, aber nicht hilflos. Entsetzt mögen sie darüber sein, dass ihre Strategie nicht aufging. Und sie können nicht einschätzen, wie viele verärgerte Wähler Trump jetzt noch hinter sich versammeln und für weitere Unruhe nutzen kann, das lässt sie zögerlich werden.

Es wird wohl heftige Richtungsdebatten darüber geben, ob man den radikalen Kurs der letzten Jahre jetzt noch weiter fahren will... oder auf einen gemäßigten Kurs zurückkehrt.

Aber Trump wird dabei keine Rolle mehr spielen. Für den war's das.

lucan-7 antworten
klappstool
(@klappstool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 421
Veröffentlicht von: @belanna

Falsch.
Trumps Stärke kommt von seinen Anhängern. Die, die bereit sind, ins Capitol zu stürmen. Die bereit sind, Senatsangehörige zu bedrohen.
Die bereit sind, die Drohungen wahrzumachen.

Das denke ich auch. Und der wird nicht nur eine Telefonnummer eines unterwürfigen Waffenbesitzers haben, dem er kurz mal bescheid sagt, wohin der gehen soll. Man kann ihm momentan alles zutrauen, da spielt auch die Partei keine Rolle mehr. Und das Schlimmste: Diese Anrufe kann er auch tätigen wenn er nicht mehr Präsident ist. Ich bezweifle, dass er 5 Min. nach der Vereidigung Joe Bidens in Handschellen abgeführt wird (wo auch immer er sich zu diesem Zeitpunkt aufhält).

klappstool antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15978
Veröffentlicht von: @klappstool

Und der wird nicht nur eine Telefonnummer eines unterwürfigen Waffenbesitzers haben, dem er kurz mal bescheid sagt, wohin der gehen soll. Man kann ihm momentan alles zutrauen, da spielt auch die Partei keine Rolle mehr.

Ich fürchte, Trump wird in dieser Beziehung massiv überschätzt. In erster Linie geht es ihm darum, selbst keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Er wird selbst keine Schlägertypen oder dergleichen beauftragen, ich bezweifle, dass er über solche Leute verfügt. Wenn überhaupt, dann lässt er solche Dinge von seinen Anwälten organisieren... und die werden inzwischen auch vorsichtiger werden, weil die Einschläge näher kommen.

Gefährlich sind die radikalen Fans selber. Aber die handeln auf eigene Faust, zwar mit Bezug auf Trumps Lügen, aber nicht unmittelbar von ihm gesteuert.

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6072
Veröffentlicht von: @klappstool

wo auch immer er sich zu diesem Zeitpunkt aufhält

Wenn es nach ihm gegangen wäre: In Schottland. Golf spielen.

Nicola Sturgeon hat aber vorsorglich erklärt, was Sache ist:

Es sei angesichts der Corona-Beschränkungen illegal, ohne notwendigen Grund nach Schottland einzureisen, sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon. "Herzukommen, um Golf zu spielen, ist nicht, was ich einen notwendigen Grund nennen würde", sagte sie.

Sie hat einen anderen Reisetip für ihn:

"Ich hoffe und erwarte - wie jeder erwartet, aber nicht unbedingt hofft -, dass sein aktueller Reiseplan vorsieht, das Weiße Haus zu verlassen."

Klick.

alescha antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4944

Republikaner oder so ...

Veröffentlicht von: @belanna

"Die Republikaner" (wer genau soll das sein?) schauen nur noch hilflosentsetzt zu....

Es gibt die GOP, aber die ist genauso wie das Gegenstück der Demokraten eher Wahlverein als politische Richtung. Insofern ist deine Frage berechtigt.

Vor ein paar Tagen gebrauchte ein Gast auf CNN das Wort "Re-Trump-licans". Das bringt die Lager auf den Punkt. Was vor 10 Jahren republikanisch war, stellt sich gegen Trump, sofern sie den Mut dazu haben.

Veröffentlicht von: @belanna

Die bereit sind, Senatsangehörige zu bedrohen.
Die bereit sind, die Drohungen wahrzumachen.

Darin dürften die in etwa so erfolgreich sein wie Rechtsradikale in D, die auch Druck erzeugen. Es gab ja auch schon Leute, die sich deswegen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben. Aber es ist ja nicht so, dass jetzt Politiker reihenweise vor den Leuten rechts von der AfD kapitulieren ...

Aber die eigentliche Angst des durchschnittlichen Rep-Abgeordneten dürfte sein, dass er die Wahl verliert wenn beim nächsten Mal kein einziger Trump-Fan für ihn stimmt. Leute die (noch?) davor Angst haben und echte Trump-Fans bilden derzeit die Mehrheit der Rep-Abgeordneten.

Helmut

hkmwk antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1344

Ich sehe das nicht so kritisch. Es war von Anfang an klar, dass die Mehrheit im Repräsentantenhaus ohnehin zustandekommt.

Entscheidend ist erst, ob im Senat genug Republikaner mitmachen werden.

johnnyd antworten
Seite 7 / 8
Teilen: