Deutsche Bahn - ich bin zornig!
... eigentlich sollte ich jetzt am Arbeitsplatz sitzen ...
Ist aber nicht, weil die Deutsche Bahn das Deutschlandticket auf ihrer App versteckt hat!
Ich stand vor dem Bus, und konnte nicht rein, weil ich mein Deutschlandticket nicht mehr finden konnte.
Der Button, ober den ich sonst in den Bereich für dieses Ticket kam war nicht da bzw. hatte andere Funktion.
Hat das was mit dem neu konstituierten Bundestag zu tun, der das Deutschlandticket oder generell den öffentlichen Nahverkehr hasst?
Klar hätte ich noch einmal bezahlen können und mit dem Bus fahren. Aber dafür ist das Ticket zu teuer. So wie ich das nutze rechnet sich das vermutlich grade so. Vermutlich bekommt die DB von mir mit dem Ticket mehr, als wenn ich jede Fahrt einzeln zahlen würde. Aber ich finde das Ticket ganz einfach praktisch - wenn es denn funktionieren würde.
Deutschlandticket abschaffen mag politisch erwünscht sein. Aber unsere Politiker haben ja das Nudgeing entdeckt (seit Merkel). Warum verbieten, wenn man es nicht auch einfach durch Wegekeln und in der Folge dann Verkümmern und Sterben erreichen kann?
Was soll das? Wer entwickelt da die Apps? Sollte es nicht so sein, dass jemand, der das Ticket bezahlt hat, es auch erreichen kann - und zwar ohne Suche und Zwang doppelt zu zahlen, weil irgendein IT Fuzzi mal wieder Osterhase gespielt hat?
Als der Bus weg war habe ich es dann doch irgendwo gefunden. Aber da war es zu spät. Auf jeden Fall war es nicht da, wo es sonst war. Und wenn ich die App neu öffnen würde, dann könnte ich nicht sagen, wo ich hinmuss, um es zu öffnen.
Ich habe Verständnis für Verspätungen, für Busfahrer, die wie gesengte Säue durch die Gegend brettern, weil sie Verspätungen wieder einholen wollen. Ich kann da mit ganz viel mitmachen, einfach, weil ich auch weiß, wie belastet der ganze Sektor ist. Aber ich habe kein Verständnis dafür, wenn irgendwelche Vollhonks die Nutzung der Öffis so schwer machen, dass keiner sie mehr nutzen mag.
Aber wie gesagt: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das von der Bahn kommt (es sei denn das Unternehmen plant der wirtschaftlichen Selbstmord). Solche Apps dürfen doch nicht ungetestet an die Öffentlichkeit und es muss die Nutzbarkeit absolut an erster Stelle stehen!
So, jetzt geht es mir besser und ich lasse die App mit Ticket offen (wenn ich sie denn wiederfinde) und versuche einfach, den nächsten Bus zu erreichen!
Habt Ihr auch schon mal so etwas erlebt, dass ihr den Eindruck hattet, dass Öffis bewusst und willentlich ruiniert werden sollen?
fragt
GoodFruit
Hallo lieber goodfruit, das tut mir leid, dass dich das mit Zorn erfüllt hat. Schade finde ich auch, dass für solche Fälle nicht einfach Alternativen einfach greifen können, dass man dann eben den Ticketbeleg nachreichen kann. An der Stelle will ich positiv erwähnen, dass mir zwei, drei Mal in kniffligen Situationen einfach geglaubt wurde, dass ich ein Ticket habe. Das kann nicht der Standard sein, das ist mir bewusst. Es zeigt aber, dass wir menschlich miteinander umgehen können, wenn Situationen aus technischen oder anderen Gründen nicht „nach Plan“ laufen.
Seltsam finde ich, was der Zorn mit dir gemacht hat und welche Szenarien du dabei gesponnen hast. Warum sollte sich jemand gegen Deutschlandticket-Nutzende verschwören?
Für mich nehme ich aus deiner Geschichte zwei Sachen mit. Ich hätte mich schlecht gefühlt, wenn ich nicht in der Lage gewesen wäre, eine App zu bedienen und hätte mir Vorwürfe gemacht, dass ich mich nicht besser vorbereitet hätte. Es hat mich fasziniert, dass du dich bei deiner Beschreibung selbst gar nicht in Frage gestellt hast. Mehr zu mir stehen, das kann ich von dir lernen. Was ich von mir kenne ist, dass ich mich unglaublich aufregen kann. Bei der Verfolgung deiner Geschichte sieht man deutlich, wie ungesund und auch absurd diese Aufregerei sein kann. Im Rückblick auf eine aktuelle ganz andre Geschichte von mir sag ich sehr bewusst DANKE, denn ich beginne zu bemerken, wie sehr ich mich in manchen Punkten wohl verrannt haben könnte. Ich will das Prüfen. Und das kann ich uns allen nur empfehlen. Wir leben in aufregenden und auch aufgeregten Zeiten. Inne halten, besonnen bleiben, sich nicht das Schlimmste ausmalen, zugewandt und aufgeschlossen bleiben, das Gute sehen - das steht uns gut zu Gesicht.
@seidenlaubenvogel Seltsam finde ich, was der Zorn mit dir gemacht hat und welche Szenarien du dabei gesponnen hast. Warum sollte sich jemand gegen Deutschlandticket-Nutzende verschwören?
Ich musste da an Watzlawiks "Anleitung zum Unglücklichsein" denken, an die Geschichte mit dem Hammer. 😉
@jack-black Wenn ich komplett unerwartetes und dazu destruktives erleben, dann poppt bei mir immer die Frage auf: Cui bono? Gibt es jemanden, der einen Nutzen von dieser Fehlfunktion hat? Und in Zeiten, wo "Nudging" politisches Werkzeug geworden ist, ist diese Frage ja auch gar nicht sooo weit weg, sondern durchaus mit einem realistischen Hintergrund.
Damit will ich nicht sagen, dass Nudging generell schlecht ist. Wenn jemand möchte, dass ich etwas anders mache - und zum Beispiel ein Gesetz oder eine Verordnung auf demokratisch korrektem Weg entstanden ist, dann kann es sinnvoll sein, das Umdenken mit kommunizierten Nudging zu fördern. Das natürlich grade auch, wenn es ein ungewohnter Schritt oder Einschränkung ist. Dann kann ich sage: Die Sache muss einfach sein und daher haben wir das durchgesetzt. Um Euch zu helfen, dass ihr Euch daran gewöhnt, haben wir dies und jenes getan, damit die Umstellung leichter wird.
Watzlawicks ist gut. Aber ich habe hier ja keine Schritte in destruktiver Richtung unternommen. Ich habe mich lediglich "ausgekotzt", das Ventil geöffnet. Und wenn der Druck weg ist, dann macht man weiter, als sei nichts geschehen. Das war der Hintergrund von diesem Thread. Zu dem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, dass die Bahn nichts dergleichen bietet, sondern dass man nur anonym und möglicherweise für den Mülleimer seine Beschwerden abgeben kann.
Veröffentlicht von: @goodfruitIch habe mich lediglich "ausgekotzt", das Ventil geöffnet.
Und wenn der Druck weg ist, dann macht man weiter, als sei nichts geschehen.
Das war der Hintergrund von diesem Thread.
Und deshalb macht man dann so ein Fass auf?
@seidenlaubenvogel Für mich nehme ich aus deiner Geschichte zwei Sachen mit. Ich hätte mich schlecht gefühlt, wenn ich nicht in der Lage gewesen wäre, eine App zu bedienen und hätte mir Vorwürfe gemacht, dass ich mich nicht besser vorbereitet hätte. Es hat mich fasziniert, dass du dich bei deiner Beschreibung selbst gar nicht in Frage gestellt hast.
Ich nutze die App seit Monaten! Ich weiß, wie ich zum Ticket komme. Das sollte reichen. Und wenn das Ticekt dann auf einmal nicht mehr da ist - dann ist das wohl was passiert, das nichts mit mir zu tun hat.
Ich bin gerne bereit, Schuld einzugestehen. Ich finde es aber falsch, reflexhaft jedes Scheitern auf sich zu beziehen. Das hilft in der Sache nämlich nicht weiter.
Bei der Verfolgung deiner Geschichte sieht man deutlich, wie ungesund und auch absurd diese Aufregerei sein kann.
Ich habe mich doch "ausgekotzt". Damit war die Aufregung mal weg.
Ich habe mich nicht verrannt, weil ich keine Wege der Erklärung fix gemacht habe. Ich habe lediglich Möglichkeiten erörtert.
Wir leben in aufregenden und auch aufgeregten Zeiten. Inne halten, besonnen bleiben, sich nicht das Schlimmste ausmalen, zugewandt und aufgeschlossen bleiben, das Gute sehen - das steht uns gut zu Gesicht.
Da sehe ich einen gewissen Zwiespalt: Einerseits ist es immer ein guter Weg, zunächst einmal nichts Schlimmes anzunehmen. Das darf aber nicht dazu führen, Schlimmes zu übersehen, denn wenn das passiert, kann das Böse über uns kommen, ohne dass wir es merken und uns wehren können. Das wäre fatal. Insofern sind grade schlimme Zeit und Zeiten des Umbruchs wichtige Zeiten extremer Aufmerksamkeit und Wehrhaftigkeit! Wenn die Welt wieder normal tickt, kann man dann wieder entspannter leben.
Veröffentlicht von: @goodfruitWenn die Welt wieder normal tickt, kann man dann wieder entspannter leben.
Dann funktioniert hoffentlich auch Dein Ticket wieder.
Von Zeit zu Zeit schmeißt mich Jesus.de raus und ich muss mich neu einloggen. Einfach so.
Muss ich mir da jetzt Sorgen machen?
@chai ich komme zur Zeit am Handy erst nach mehreren Versuchen rein.
Es könnte ein Zeichen sein, daß ich es nicht sollte, weil ich hier zuviel Zeit verbringe. *grübel*
Wie dem auch sei...
Lg Tatokala.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, was für Interpretationen und Schlussfolgerungen man aus ziemlich alltäglichen Dingen und Ärgernissen ziehen kann.
@goodfruit danke für den Hinweis an der Stelle. Ich hab es auf meiner APP nun erledigt
Das Problem hab ich mit der App des Verkehrsverbundes immer wieder. Ich nutze sie allerdings auch sehr selten.
Scheint mir bei dir aber eher an einem normalen Sicherheits-Up-Date (Daten neu eingeben) und einem übermotivierten Programmierer aus der Generation Z gelegen zu haben... die haben manchmal andere Vorstellungen davon, was intuitiv ist...
@channuschka Was mich daran am meisten stört ist der Umstand, dass da so gut wie gar nichts kommuniziert wird.
Jemand hatte mir gesagt, ich könne mich doch auch bei der Bahn beschweren. Hab eben mal in der App nach einer Kommunikationsmöglichkeit gesucht. Die gibt es tatsächlich: Feedback geben. Wenn man darauf geht, gibt es Möglichkeiten das zu tun. Allerdings ist die Angabe von persönlichen Daten dort unerwünscht, denn es ist angekündigt, dass es eh keine Rückantwort geben wird. So kann man sich dann die ganze Beschwerdeabteilung schenken! Vermutlich gehen die ganzen Beiträge schon in eine Datenbank. Allerdings schaut da wohl wirklich keiner auf individuelle Fälle, sondern ich vermute, dass da der Text statistisch ausgewertet wird und die Manager dann schöne Grafiken über die Problemgebiete bekommen. Wie kostenbewusst! Dann lieber auf Jesus.de beschweren. Da gibt es jedenfalls echte Menschen, die einen hören.
Veröffentlicht von: @goodfruitDann lieber auf Jesus.de beschweren. Da gibt es jedenfalls echte Menschen, die einen hören.
😀 👍
Vielleicht liest ja auch ein Bahn-Mitarbeiter mit.
Allerdings schaut da wohl wirklich keiner auf individuelle Fälle, sondern ich vermute, dass da der Text statistisch ausgewertet wird und die Manager dann schöne Grafiken über die Problemgebiete bekommen. Wie kostenbewusst!
Es wird da Quoten geben, wieviele Beschwerden akzeptabel sind. Wenn du der Einzige weit und breit bist, dann wird das die Bahn nicht weiter interessieren. Wenn es aber etliche Kunden betrifft, dann wird es irgendwann relevant sein.
Vorausgesetzt natürlich, die Beschwerdefunktion wird auch genutzt...
Ich würde ja sagen - zum Glück wird das nicht immer kommuniziert. Ich bekomm so schon mehr als genug Mails und Infos, die ich nicht lese und die mich mehr stressen als, dass sie nutzen bringen. Wenn jetzt noch jede App auf meinem Smartphone ihr up-date ankündigt......neee, lieber nicht vorstellen 🙂
Und selbst wenn das bei der bahn kein Mensch liest und es nur in eine Statistik einfließt, wenn genug mit der App unzufreiden sind, dann wird da schon drauf geschaut mit was genau die unzufrieden sind. So ist es ja nicht, dass Unternehmen da gar nicht drauf schauen.
Wenn man natürlich eine Reaktion möchte und nicht im Anonymen der vielen Bahn.App-User, dann ist jesus.de sicher ein guter Platz um mal Luft abzulassen.
@channuschka Wenn jetzt noch jede App auf meinem Smartphone ihr up-date ankündigt......neee, lieber nicht vorstellen 🙂
Wenn ein Update oder eine Verifizierung des Zugangs geplant ist, dann wünsche ich mir aber unbedingt rechtzeitig vorher eine Ankündigung, damit ich mich darauf einstellen kann - wenn die App denn wichtige Aufgaben wie das Erhalten der Mobilität hat! Wenn ich ein gültiges Ticket habe, dann muss der Zugriff auch gewährleistet sein. Da darf kein Update oder irgendetwas, was geplant ist und in der Macht des Betreibers steht, den Zugang stören.
Es kann übrigens auch an deinem Smartphone liegen. Meines entfernt bei nicht Benutzung Zugriffsberechtigungen und "löscht" das Passwort, wenn ich nicht aufpasse.
Ein Tipp - bevor man losgeht prüfen, ob alles klappt. Wie man früher geschaut hat, ob auch die Fahrkarte wirklich im Geldbeutel ist.