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die "Klima-Kleber" der "Letzten Generation"

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Katy-III
Themenstarter
Beiträge : 33

Hallole und guten Abend zusammen 😀¬†

die Medien sind ja voll von den Klebe-Einbetonier- und sonstigen Blockade-Aktionen der sog. "Letzten Generation" und vielleicht ist auch schon mal jemand von Euch in einem von denen verursachten Stau gestanden.

Mich w√ľrde interessieren, was Ihr √ľber deren Aktionen denkt - haltet Ihr deren "Methoden" f√ľr dazu angetan, das Unweltbewusstsein f√ľr den Klimaschutz zu sch√§rfen bzw. zu sesibilisieren? Deren Forderungen sind ja die Wiedereinf√ľhrung des 9,00EUR-Tickets und eine allgemeine Geschwindigkeitsbeschr√§nkung von 100 Kmh auf den Autobahnen. Aber sind das wirklich die ausreichenden Ma√ünahmen, um den Klimawandel zu stoppen? - So viel Erpressung f√ľr so wenig "Gegenwert" - ?! Und wird sich die Bundesregierung mit diesen Mitteln √ľber kurz oder lang dazu zwingen lassen, deren Forderungen nachzugeben? - Und wenn, was w√§re das f√ľr ein Signal f√ľr zuk√ľnftige Aktionisten?

Gibt es unter den Usern hier eigentlich auch Aktionisten von der "Letzten Generation"? Wenn Ja - w√ľrdest Du erz√§hlen, was Dich antreibt?

Gr√ľssle von Katrin

Antwort
516 Antworten
1 Antwort
Florian
(@florian)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 172
Veröffentlicht von: @katy-iii

Hallole und guten Abend zusammen 😀¬†

die Medien sind ja voll von den Klebe-Einbetonier- und sonstigen Blockade-Aktionen der sog. "Letzten Generation" und vielleicht ist auch schon mal jemand von Euch in einem von denen verursachten Stau gestanden.

Mich w√ľrde interessieren, was Ihr √ľber deren Aktionen denkt - haltet Ihr deren "Methoden" f√ľr dazu angetan, das Unweltbewusstsein f√ľr den Klimaschutz zu sch√§rfen bzw. zu sesibilisieren? Deren Forderungen sind ja die Wiedereinf√ľhrung des 9,00EUR-Tickets und eine allgemeine Geschwindigkeitsbeschr√§nkung von 100 Kmh auf den Autobahnen. Aber sind das wirklich die ausreichenden Ma√ünahmen, um den Klimawandel zu stoppen? - So viel Erpressung f√ľr so wenig "Gegenwert" - ?! Und wird sich die Bundesregierung mit diesen Mitteln √ľber kurz oder lang dazu zwingen lassen, deren Forderungen nachzugeben? - Und wenn, was w√§re das f√ľr ein Signal f√ľr zuk√ľnftige Aktionisten?

Gibt es unter den Usern hier eigentlich auch Aktionisten von der "Letzten Generation"? Wenn Ja - w√ľrdest Du erz√§hlen, was Dich antreibt?

Gr√ľssle von Katrin

Ich bin zwar kein Klima Aktivist, aber¬† die Wieder-Einf√ľhrung des neun-Euro-Ticket und die Geschwindigkeitsbeschr√§nkung auf 100kmh¬† auf deutschen Autobahnen halte ich trotzdem f√ľr sinnvoll. Das einzige, was dagegen spricht, sind halt die Profitinteresen der Automobilfabriken und deren Drohung mit Abbau von Arbeitspl√§tzen.
Falls das alles ignoriert wird, sind die Toten aus dem Ahrtal erst der Anfang von noch viel schlimmerem. Und die Gletscher zum Skilaufen sind eh schon am Abschmelzen,  da ist der Zug längst abgefahren.

florian antworten
bepe0905
Beiträge : 1495
Veröffentlicht von: @mariposa22

Meine Mutter z.B. √§rgert sich massiv √ľber Habecks Heizungspl√§ne. Ihr Argument ist, ihre Generation h√§tte durch ihre erbrachte Leistung ein Anrecht auf den Werterhalt ihres Hauses

Über die in Politik und Wirtschaft gern verwendete Wortschöpfung der deutschen Sprache rege ich mich immer wieder auf: "Besitzstandssicherung". 
Auch wenn mancher Mitb√ľrger diesen Begriff so bisher nicht kannte - die dahinter steckende Erwartungshaltung steckt nach meiner Erfahrung in den allermeisten K√∂pfen unserer Mitmenschen unverr√ľckbar fest.¬†
Denn tats√§chlich scheinen viele zu glauben, sie h√§tten einen Anspruch auf ewigen Erhalt des einmal Erreichten - und m√∂glichst auch noch auf darauf aufbauenden weiterem Wohlstands- und Wohlf√ľhlzuwachs.¬†¬†

Zugegeben - es ist nicht leicht, eine einmal erreichte Position aufzugeben und evtl. ein paar Schritte zur√ľck zu machen. Dabei ist es gleichg√ľltig, ob es um den Wert meines Hauses geht oder um die PS-Zahl meines PKW, um die Gr√∂√üe meines Flachbild-TV, die Anzahl meiner Urlaubstage, meine berufliche Stellung, mein Monatseinkommen oder das allgemeine Renteneintrittsalter.¬†¬†

So lange man selbst beruflich oder in einer privaten Beziehung "Schiffbruch" erleidet und "zur√ľck auf Null" muss, wird das meistens schamhaft verschwiegen oder sch√∂ngeredet.
Sind es jedoch allgemeine politische, √∂kologische oder wirtschaftliche Ursachen, die ein Umdenken erfordern und m√∂glicherweise k√ľnftig zu privaten Einschr√§nkungen f√ľhren k√∂nnen, dann wird gern der "Exit des Abendlandes", das "Ende der christlichen Kultur", die "Preisgabe aller erreichten Positionen" herbeigeredet oder schlicht und einfach auf die Regierung geschimpft, die dem "kleinen Mann" das "letzte Hemd" nimmt und "die da oben" bzw. "die Superreichen" verschont.¬†

Neulich war eine politische Karikatur in der Zeitung, die das m.E. bestens aufzeigte: Ein √§lterer Mann und seine Enkelin sitzen auf einer br√ľchigen Bank und schauen auf eine versteppte, ver√∂dete Landschaft, √ľber der die Sonne brennt - und er sagt "Nat√ľrlich haben wir das alles kommen sehen - aber h√§tten wir deshalb wirklich auf unseren Wohlstand verzichten sollen?".

bepe0905 antworten
15 Antworten
Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 458

@bepe0905 

Über die in Politik und Wirtschaft gern verwendete Wortschöpfung der deutschen Sprache rege ich mich immer wieder auf: "Besitzstandssicherung". 
Auch wenn mancher Mitb√ľrger diesen Begriff so bisher nicht kannte - die dahinter steckende Erwartungshaltung steckt nach meiner Erfahrung in den allermeisten K√∂pfen unserer Mitmenschen unverr√ľckbar fest.¬†
Denn tats√§chlich scheinen viele zu glauben, sie h√§tten einen Anspruch auf ewigen Erhalt des einmal Erreichten - und m√∂glichst auch noch auf darauf aufbauenden weiterem Wohlstands- und Wohlf√ľhlzuwachs.¬†

Und diese "Besitzstandssicherung" wird dann noch als erstrebenswert verkauft! Versicherungsunternehmen freuen sich dar√ľber. Auch ich habe manchmal √Ąngste, das Erreichte zu verlieren, aber wenn ich dann mit diversen Absicherungen anfangen w√ľrde, h√§tte ich keine Kraft mehr f√ľr das Wesentliche, n√§mlich dem Hier und Jetzt.

Leider ist es all zu wahr, was du hier beschreibst. Interessanterweise berichten viele Menschen von neu gewonnener Freiheit, nachdem sie erst einmal alles verloren hatten.

mariposa22 antworten
Florian
(@florian)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 172

@bepe0905 
Also ich bin vor 25 Jahren von einer Dreizimmer in eine Einzimmer Wohnung umgezogen. Das habe ich auch nie bereut und es ist mein Beitrag zum Klimaschutz ausser meiner vorwiegend vegetarischen Ernährung. Je weniger Wohnfläche, je weniger Heizkosten, je weniger mein CO2-Anteil.

florian antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1495

@florian Respekt!
wir hatten auch schon √ľberlegt, in eine kleinere Wohnung zu ziehen.¬†
Fr√ľher (mit 3 Kindern) war sie optimal, heute eigentlich zu gro√ü.

Aber ein Zimmer - das wäre mir doch zu knapp. 
Wo sollte ich dann unsere ca. 3000 B√ľcher und die gut 1000 CD's und LP's unterbringen, die sich so im Laufe der Jahre angesammelt haben?
Und (vor allem) wohin mit meinen 110 Flaschen des schottischen Nationalgetränks?

bepe0905 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2025 Jahren

Beiträge : 18521

@bepe0905 

Wo sollte ich dann unsere ca. 3000 B√ľcher und die gut 1000 CD's und LP's unterbringen, die sich so im Laufe der Jahre angesammelt haben?

Mach es wie ich 😊 Geh einfach mal durch und sortiere aus, was Du nicht brauchst und verschenke, bzw. verkauf sie. Mitnehmen in die Ewigkeit kannst Du sie nicht und so viele B√ľcher kann eh kein Mensch lesen.

tristesse antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1495

@tristesse Es gibt √ľberall in unserer Stadt solche B√ľcherschr√§nke, die ich immer wieder auff√ľlle.¬†
Aber B√ľcher haben eine Eigenschaft: sie wachsen nach! 😳 😳 😳 😱 😱 😱 😬 😬 😬¬†

Unsere Freunde wissen, dass meine liebe Frau und ich viel lesen.
Also meinen sie, uns eine Freude zu bereiten, wenn sie uns B√ľcher schenken. Und wir haben hinterher wieder die Last mit der Entsorgung....

Mit den CD's ist es etwas anderes. Da w√ľhle ich mich manchmal einfach so durch, bis ich etwas gefunden habe, was ich gerade h√∂ren will.¬†

Und die LP's sind nochmal eine ganz andere Sache. Durch den Tod eines Onkels (der war Sammler) kamen noch mal so 200 St√ľcke dazu. Und wie ich jetzt feststellte, sind da einige wirklich wertvolle Platten darunter (u.a. eine der ersten Beatles-Pressungen sowie eine alte Elvis-LP, die heute unter Liebhabern f√ľr einen glatten Tausender gehandelt wird). Da wartet noch einiges an Arbeit auf mich...

bepe0905 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1624

@bepe0905 

Wo sollte ich dann unsere ca. 3000 B√ľcher und die gut 1000 CD's und LP's unterbringen, die sich so im Laufe der Jahre angesammelt haben?

Wie oft schaust, resp. h√∂rst du dir die an? 😉¬†

 

 

tamaro antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1495

@tamaro Manche sind Fachb√ľcher, die ich gerne zur Vorbereitung von Gottesdiensten nehme.¬†
Andere landen bald in irgendeinem √∂ffentlichen B√ľcherschrank, wieder andere lese ich auch 2 - 3 mal und da ich fast uneingeschr√§nkt multitaskingf√§hig bin verstehe ich es, beim abendlichen Fernsehen auch zu lesen.

bepe0905 antworten
mamba
 mamba
(@mamba)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 140

@bepe0905 

Ich habe das gerade hinter mir. Vom Einfamilienhaus mit 8 Zimmern, 180 qm Wohnfl√§che,Garage, voll unterkellert,¬† in eine 2-Zimmer-Wohnung mit 50 qm. Das war ein l√§ngerer Prozess, habe ca. 3 Jahre geplant und entr√ľmpelt und mich von allem getrennt, was ich in meinem jetzigen Leben nicht brauche.

Ich war auch eine B√ľchersammlerin und stolz auf mein gro√ües B√ľcherregal. Aber letztendlich liest man kaum ein Buch ein zweites Mal und bis auf einige Nachschlagewerke und die paar B√ľcher, die einem wirklich am Herzen liegen, und in die man immer mal wieder reinschaut, ist alles weg. In meinem kleinen B√ľcherregal stehen jetzt, abgesehen von diesen Ausnahmen nur noch die B√ľcher, die ich in n√§chster Zeit lesen will (und das sind nat√ľrlich auch einige). Ich habe mir auch angew√∂hnt, B√ľcher nach dem Lesen sofort weiter zu geben (verschenken oder verkaufen).

Meine CD-Klassik-Sammlung habe ich auch stark ausged√ľnnt und selbst das, was ich noch besitze, h√∂re ich eher √ľber spotify, weil bequemer.

Also mir hat das sehr gut getan, mich von allem unn√∂tigen Besitz und letztlich Ballast zu trennen. Kann ich nur empfehlen.. ūüôā

 

 

mamba antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1624

@mamba 

 

Also mir hat das sehr gut getan, mich von allem unnötigen Besitz und letztlich Ballast zu trennen. Kann ich nur empfehlen.

Ist zwar jetzt eher eine traurig stimmende Anmerkung - aber: Wenn man es selber nie tut, so m√ľssen es vielleicht einmal andere f√ľr einen erledigen.

 

tamaro antworten
mamba
 mamba
(@mamba)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 140

@tamaro 

Ja, das spielte bei meinen √úberlegungen sicher auch eine gewisse Rolle. Ich hatte das bei zwei mir nahestehenden Verwandten genau so erlebt: Sie hatten sich zu dem Zeitpunkt, als sie es h√§tten noch stemmen k√∂nnen, daf√ľr entschieden, alles so zu belassen, wie es seit Jahrzehnten war. Irgendwann lie√üen dann die Kr√§fte nach und sie brauchten zunehmend Hilfe und trotzdem wurde alles nach und nach vernachl√§ssigt, bis dann der Weg ins Pflegeheim unausweichlich war. Das wollte ich meinen Kindern ersparen.

 

mamba antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1495

@mamba Viele meiner B√ľcher liegen mir am Herzen, sie sind fast wie Kinder (nur nicht so nervig).¬†
Also fällt mir die Trennung dann schwer. Und irgendwann lese ich sie auch mal wieder. 

Manche B√ľcher (meist Geschenke) muss ich gar nicht zu Ende lesen, die kommen sofort wieder weg.¬†
Andere werden so im Rhythmus von 4-5 Jahren wieder hervor geholt und gelesen, manche teilweise, manche wieder komplett. Ich schaue mir ja auch manche Filme mehrfach an. 

Streamingdienste (ob f√ľr Filme oder Musik) lehne ich ab, der Stromverbrauch und damit die CO2-Bilanz der gro√üen Clouds ist verheerend - und das muss ich nicht noch unterst√ľtzen.¬†

bepe0905 antworten
Florian
(@florian)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 172

@bepe0905 
Hallo bepe, zu meiner Einzimmerwohnung habe ich zum Gl√ľck noch so einen Abstellverschlag auf dem Dachboden und einen im Keller. Meine Fotoalben habe ich mittlerweile alle eingescannt und auf mehreren externen Speicherplatten abgespeichert, ich bin da noch altmodisch, den Clouds traue ich nicht recht.
Könnte ich also meine Fotoalben alle verbrennen, die brauchen noch viel Platz auf dem Dachboden (wäre mir lieber als fort werfen wegen dem Datenschutz) dann hätte ich noch mehr Platz gewonnen.
Ich war halt nie ein gro√üer Sammler, ein Bekannter braucht allein ein ganzes Zinmmer nur f√ľr seine Briefmarkensammlung,¬† was da Lagergeb√ľhren zusammen kommen.

Du hast eine  Whiskeysammlung? Wird man da nicht zum Alkoholiker?
Ein Bekannter hat laut seiner Frau f√ľr 50tausend Euro guten Wein in seinem Keller gelagert. Angeblich trinkt er davon jeden Tag eine ganze Flasche.
Aber das ist ihm gar nicht gut bekommen, er hat eine schwere Diabetes entwickelt und sitzt nun im Rollstuhl,  ein Bein ist bis zum Knie schon weg amputiert.  Vielleicht gibt es da einen Zusamenhang mit dem Wein, oder?

florian antworten
frosch80
(@frosch80)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 804

@florian 

Hej Florian,

 

"Du hast eine  Whiskeysammlung?"

Bepe hat wohl eher eine Whiskysammlung...

"Wird man da nicht zum Alkoholiker?"

Das ist nat√ľrlich nicht ausgeschlossen. Aber tendenziell denke ich, dass man Alkoholiker eher vom Trinken als vom Sammeln wird. Freilich schlie√üt das eine das andere nicht aus, aber ich denke, dass der, der dazu neigt Alkoholiker zu werden, es eher nicht zu einer Sammlung von 110 Flaschen bringt. Okay... zu 110 LEEREN Flaschen vielleicht schon, aber so, wie ich Bepe in den letzten Jahren im Forum (und einmal auch pers√∂nlich) erlebt habe, bin ich zu dem Eindruck gekommen, dass diese 110 Flaschen NICHT leer sind.

Liebe Gr√ľ√üe

fr ūüôā sch

 

 

 

 

frosch80 antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1495

@frosch80 Hej Frosch und Florian, 
Ja, ich habe (z.B. auf Whiskymessen) schon Leute erlebt, denen man ansehen konnte, dass f√ľr sie der Whisky kein "Wasser des Lebens" ist, sondern eine Abh√§ngigkeit.¬†
Aber das muss ja nicht sein. 
Was mich an diesem Getränk so fasziniert ist seine langwierige Herstellung und besonders die Zeit der Reife. Da zeigt sich dann, dass nicht jeder Whisky mit dem Alter an Qualität zunimmt. Mancher 8-jährige läuft einem anderen 30-jährigen den Rang ab. Und ganz wichtig ist das Fass (also die Umgebung), in dem der Whisky reift. Man könnte es fast als Parabel sehen und Parallelen zu menschlicher Reife ziehen.  

Und bei wirklich altem Whisky denkt man vielleicht an die Menschen, die vor 25 oder 30 Jahren bei der Destillation, Auswahl der F√§sser und Abf√ľllung mitwirkten und dann jahrzehntelang die F√§sser mit dem ruhenden Whisky pflegten. Es gibt wenige Genussmittel, bei deren Erzeugung au√üer dem fachlichen K√∂nnen der Beteiligten vor allen Dingen Zeit und Geduld eine solche Rolle spielen.¬†
Und besonders spannend ist es, einen Whisky zu trinken, dessen Distillery heute vielleicht gar nicht mehr besteht. Das ist bei jedem kleinen respektvollen Schluck sozusagen ein "Eintauchen in die Vergangenheit". 

bepe0905 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2270

@bepe0905 Die Frage ist, inwieweit Besitzbestandssicherung Altersabsicherung ist.

Solange es da um Werte geht, die ich in realistischer Weise in meinem Leben noch verbrauchen kann, habe ich Verst√§ndnis daf√ľr, wenn es den Menschen wichtig ist, dass diese Werte erhalten bleiben.

Wenn es aber um irgendwelche Zahlen auf Konten geht, die so hoch sind, dass die Menschen da kaum noch einen Bezug dazu haben, frage ich mich, was das soll. Haben sie Enkel, so wäre die richtige Zeit, ihnen von dem Ersparten abzugeben, vielleicht jetzt. Denn jetzt wird Kapital zur Bewältigung eines großen Wechsels im Wirtschaften benötigt.

 

 

goodfruit antworten


bepe0905
Beiträge : 1495
Veröffentlicht von: @florian

Angeblich trinkt er davon jeden Tag eine ganze Flasche.
Aber das ist ihm gar nicht gut bekommen, er hat eine schwere Diabetes entwickelt und sitzt nun im Rollstuhl,  ein Bein ist bis zum Knie schon weg amputiert.  Vielleicht gibt es da einen Zusamenhang mit dem Wein, oder?

Kann sein - muss aber nicht. 
Bei uns im Rheingau (auch im benachbarten Rheinhessen) ist es Usus, gerne und reichlich Wein zu trinken. 
Da gilt die alte Weisheit: 
Trinkt jemand viel Alkohol und stirbt fr√ľh, dann h√∂rt man "der hat sich zu Tode gesoffen".
Trinkt er viel Alkohol und wird alt, dann heißt es "der Wein hat ihn jung gehalten". 

Ich vermute mal, dass die die k√∂rperliche Veranlagung, vielleicht erbliche Faktoren, bestimmt auch allgemeine Fitness und √ľberhaupt die ganze Lebensf√ľhrung eine Rolle spielen.¬†
Und so eine Flasche Wein am Tag, z.B. bei einem sch√∂nen Abendessen auf der Terrasse, das ist hier im Rheingau keineswegs √ľbertrieben.¬†¬†

 

 

bepe0905 antworten
bepe0905
Beiträge : 1495
Veröffentlicht von: @frosch80

aber so, wie ich Bepe in den letzten Jahren im Forum (und einmal auch persönlich) erlebt habe, bin ich zu dem Eindruck gekommen, dass diese 110 Flaschen NICHT leer sind.

Naja, alles hat irgendwann ein Ende....

So hatte ich mir vor √ľber 20 Jahren (als ich gerade beruflich einen gr√∂√üeren Erfolg feiern durfte) eine Flasche 29-j√§hrigen Port Ellen geleistet. Die kostete damals schon den stolzen Preis von etwa 250 Euro. Heute w√§re sie fast unbezahlbar (ca. 9.800,-- Euro).¬†

Ich wollte sie aber nicht aufheben, sondern wir haben sie im Laufe der Jahre mit viel Genuss in kleinen Portionen genossen - √ľber 20 Jahre lang. Die Qualit√§t lies allerdings in den letzten Jahren nach, der Sauerstoff setzte der angebrochenen Flasche doch zu.¬†
Aber als ich im vergangenen Herbst mit 3 Freunden die letzten Tropfen aus der Flasche quetschte, standen die Freunde auf, weil sie meinten, einen solchen Tropfen könnten sie nicht mit gutem Gewissen im Sitzen trinken. 

bepe0905 antworten


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