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Es wird kalt - Gasmangel

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Meriadoc
Themenstarter
Beiträge : 200

Hi, 
wie man oft liest, droht uns ein teurer oder gar kalter Winter. Mein Versorger kann nicht garantieren das Fernwärme läuft. Zu Sicherheit habe ich, für den Extremfall einen sparsamen Heizlüfter zugelegt. Wärmflasche habe ich auch…und Decken.

 

Was plant ihr? Lagerfeuer in der Wohnung? 

M.

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staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 361
Veröffentlicht von: @meriadoc

Hi, 
wie man oft liest, droht uns ein teurer oder gar kalter Winter. Mein Versorger kann nicht garantieren das Fernwärme läuft. Zu Sicherheit habe ich, für den Extremfall einen sparsamen Heizlüfter zugelegt. Wärmflasche habe ich auch…und Decken.

 

Was plant ihr? Lagerfeuer in der Wohnung? 

M.

Die Obrigkeit verspricht doch für uns zu sorgen und so soll es ja Wärmstuben geben für Ältere und Ärmere – wohl ähnlich wie nach dem zweiten Weltkrieg. Da kann ich mich dann hinbegeben und sollte vielleicht nach bewährtem Obdachlosen-Usus ausreichend Decken und Rotwein als Wärmhilfe mitnehmen.

Da hab ich dann viel freie Zeit und kann übers Netz etwa in Spiegel-Berichten vergangener Tage rumstochern. Dort kann man ziemlich genau nachlesen, wie es eigentlich zu diesem Disaster kommen konnte, etwa in diesem Artikel hier aus 2018: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/heiko-maas-weist-donald-trump-zurecht-a-1218242.html

Folgendes wird berichtet:

Scharf wies Maas Trumps Behauptung zurück, Deutschland habe sich durch Erdgas-Verträge von Russland abhängig gemacht. "Wir sind keine Gefangenen, weder Russlands noch der USA", kritisierte der SPD-Politiker. "Entscheidungen über unseren Haushalt, unsere Energieversorgung und unsere Handelsbeziehungen treffen wir frei und souverän, und auf Grundlage von Fakten."

Nun ja, Fakt im nächsten Winter sind ja vielleicht Wärmstuben für Ältere und Ärmere.

Vielleicht schreib ich in der Wärmstube dem Heiko Maas dann ja einen Dankesbrief, dass er mitgeholfen hat, uns so zielsicher und zielstrebig in dieses Disaster zu führen.

staffan antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 122

@staffan 

Vielleicht schreib ich in der Wärmstube dem Heiko Maas dann ja einen Dankesbrief, dass er mitgeholfen hat, uns so zielsicher und zielstrebig in dieses Disaster zu führen.

Dann schreib doch lieber an Habeck oder Scholz. Herr Maas kann nun nichts dafür, dass man zwar überhaupt keine Hemmungen hat, fossile Brennstoffe von diversen Schurkenstaaten zu kaufen, aber russisches Gas und Öl jetzt doch plötzlich zu böse ist. Ökonomisch und ökologisch ist es absolut richtig Gas und Öl über Pipelines aus Russland zu beziehn statt LNG über die Meere zu schippern. Da braucht man auch Jahre später mit dem Finger auf die damals Verantwortlichen zeigen.

derelch antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1654

@derelch Wir stehen ja vor einer Dekarbonisierung der Wirtschaft. Gas ist da keine Lösung! Es gibt also keinen Bedarf für eine zweite Pipeline und dass es so hohen Bedarf an Gas in Deutschland gibt, zeigt doch deutlich, dass man das Signal nicht gehört hat oder nicht wahrnehmen will.

Wie oft wird dringend benötwigte Technologie vom Marktstart abgehalten oder sogar vorhandene Ausbaukapazität behördlich sabotiert?

Hier ein Bericht über Photovoltaikanlagen, die wegen neuer behördlicher Auflagen nicht ans Netz dürfen:

https://www.youtube.com/watch?v=H_4IktoCTQQ

Wie verantwortungslos ist sowas! Grad in Zeiten, wo Energie händeringend gesucht ist.

Dazu müssen dann natürlich Speicherlösungen kommen. In dem Spiegel TV Beitrag wird auch über eine blockierte Speicherlösung berichtet.

Und wer für sich selber Strom für den Winter speichern will, was über Salzbatterien mühelos gehen sollte, der wird feststellen, dass es diese relativ alte Technologie heute einfach nicht zu kaufen gibt. "Kein Bedarf" kann nicht die Ursache sein. Was also stimmt da nicht?

goodfruit antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 122

@goodfruit 

Wir stehen ja vor einer Dekarbonisierung der Wirtschaft.

Wers glaubt, wird seelig. Das ist Zukunftsmusik, momentan sind wir auf Gas als Energieträger angewiesen, zumal damit der Ausstieg aus der Kohle-, Öl- und Atomenergie teilweise kompensiert werden sollte. Gas ist blöderweise der sauberste fossile Energieträger und eigentlich ist er verfügbar.

Gas ist da keine Lösung!

Was ist denn die Lösung?

Es gibt also keinen Bedarf für eine zweite Pipeline und dass es so hohen Bedarf an Gas in Deutschland gibt, zeigt doch deutlich, dass man das Signal nicht gehört hat oder nicht wahrnehmen will.

Ich hab überhaupt nichts geschrieben über die Notwendigkeit von Nordstream. An den Pipelines hängt ja nicht nur Deutschland, sondern noch etliche weitere europäische Länder. Sogar die Niederlande, die eigentlich selbst auch Erdgas haben und schon in den 90ern ihre Küsten mit Windkraftanlagen zugeballert haben. Natürlich ist der Bedarf da.

Wie oft wird dringend benötwigte Technologie vom Marktstart abgehalten oder sogar vorhandene Ausbaukapazität behördlich sabotiert?

Wahrscheinlich weniger oft, als gemeinhin behauptet.

Hier ein Bericht über Photovoltaikanlagen, die wegen neuer behördlicher Auflagen nicht ans Netz dürfen:

https://www.youtube.com/watch?v=H_4IktoCTQQ

Ich hab das nur in Ausschnitten angeschaut. Mir fehlt die Zeit für diesen Empörungsjournalismus.
Die Dauer der Zertifzierungen grosser PV-Anlagen ist sicher ein Problem, aber:

1. ist es alles andere als neu, die Geschichte ist seit 2018 mindestens bekannt, seit 2019 Pflicht.
2. Wird hier EU-Recht umgesetzt.
3. Betrifft es nur Anlagen, die ins Mittelspannungsnetz einspeissen.
4. Ist es völlig klar, das man nicht einfach beliebig und unkontrolliert Kraftwerke an Stromnetz anhängen kann.

Grad in Zeiten, wo Energie händeringend gesucht ist.

Mehr verfügbarer Öko-Strom löst das Gasmangelproblem nicht. Heizungs- und Industrieanlagen die mit Gas betrieben werden, kann man vielleicht kurzfristig in Teilen noch von Erdgas auf LNG unstellen, aber nicht auf Strombetrieb.

Und wer für sich selber Strom für den Winter speichern will, was über Salzbatterien mühelos gehen sollte, der wird feststellen, dass es diese relativ alte Technologie heute einfach nicht zu kaufen gibt.

Mühelos ist da nichts. Ein Salzwasserspeicher mit du Strom jahreszeitübergreifend speichern kannst, kostet mehr als der Rest deines Hauses und nimmt mindestens den ganzen Keller ein. Eine übliche Grösse für EFH-Speicher sind 11kWh. Das ist eine Tagesration und damit kannst du den Eigenverbrauch einer vorhandenen PVA optimieren, mehr auch nicht und fast doppelt so teuer wie Litium-Ionen-Speicher sind die Salzspeicher auch noch. Mit einem Natrium-Nickelchlorid-Speicher kannst du noch ein bisschen Platz sparen, aber viel billiger wird es auch nicht.

Die Technologie mag schon lange bekannt sein, aber der Anwendungszweck und die industrielle Fertigung ist halt relativ neu.

"Kein Bedarf" kann nicht die Ursache sein. Was also stimmt da nicht?

Da stimmt nicht, dass wir zum einen immer noch durch Corona gestörte Materialflüsse haben und vor allem dass man einem Bedarf der plötzlich exponentiell steigt, nicht einfach in gleicher Weise Produktionskapazität gegenüberstellen kann. Im Moment kann man auch nur die PV-Module nehmen, die verfügbar sind und nicht die man will. Wechselrichter, die inselfähig sind, bekommt man auch nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

derelch antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1654

@derelch Zu den nicht ans Netz gehenden Anlagen: Sicher gibt es da Auflagen und Bestimmungen, die eingehalten werden müssen - aber welcher Aufwand wird da betrieben! Und in einer Stituation, wo Energie Mangelware ist, ist es einfach in Skandal, wenn vorhandene Energieerzeuger nicht liefern dürfen. Ich sage nicht, dass hier kein Zulassungsprozeß durchlaufen werden muss - aber dieser kann doch in dieser Notlage sicher auch deutlich flotter erfolgen!

Strom ist kein Gas - das stimmt.

Aber viele Privatnutzer und sicher auch viele Industriebetriebe könnten von Gas auf Strom umstellen. Ich könnte zum Beispiel meine Gasheizung abstellen und mir eine Wärmepumpe anschaffen, die mich strombasiert mit Wärme versorgt. Viele könnten das tun!

Und wenn das passiert, dann sind auf einmal viele Gasverbraucher weg. Und es ist mehr Gas für diejenigen da, die es wirklich benötigen.

Es wird natürlich dann mehr Strom verbraucht und da gilt es jetzt regenerative Stromerzeuger zu bauen was das Zeug hält - und Speichermöglichkeiten für Strom dazu. Und wenn es hier Förderungen oder Angebote für den Bürger gibt, dann kann jeder nach seinen Möglichkeiten mithelfen. Das Problem ist nur, dass viele gute Lösungen nur sehr verzögert und in kleiner Stückzahl in den Markt kommen - und wenn man entsprechende Technik ergattern kann, dann braucht man ja auch noch jemanden, der sie einbaut.

Die Situation, auf die wir zusteuern, scheint extrem. Es wurde shcon der Begriff "Kriegswirtschaft" verwendet. Das trifft sicher nicht ganz - aber so ein wenig denn doch: Ich halte es für sinnvoll, zur Abwendung einer nationalen Notlage, wirtschaftliche Eingriffe vorzunehmen: Verbot des Verkaufs von Firmen, die eine Rolle bei der Energieversorgung spielen (das letzte deutsche Werk, das Rotorblätter für Windkraftanalgen gebaut hat, ist grade an die Chinesen verkauft worden ...). Förderung von Technologien, die sicher, langfristig und ohne exotische Rohstoffe Energie speichern können. Ichdenke hier an Salzspeicher. Entsprechende Werke für die Produktion dieser Technologie werden in Europa grad erst aufgebaut. Warum da nicht von Seiten der Politik unterstützen, dass die Geräte in ganz großem Maßstab erzeugt werden - so eine Art "Volksspeicher" also, der den Bürger für einige Zeit vor Notlagen bewahren kann. Wenn Mikronetze besser ausgebaut wären, könnte man damit vielleicht sogar lokal den Speicher netzdienlich nutzen und so eine sicherere Energeiversorgung gewährleisten.

Nur Quatschen und zum Sparen aufrufen reicht nicht! Das kostet zwar überhaupt nichts - bringt aber auch zu wenig.

goodfruit antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 361

@goodfruit 

Aber viele Privatnutzer und sicher auch viele Industriebetriebe könnten von Gas auf Strom umstellen. Ich könnte zum Beispiel meine Gasheizung abstellen und mir eine Wärmepumpe anschaffen, die mich strombasiert mit Wärme versorgt. Viele könnten das tun!

Vielleicht geht das ja bei Dir, aber so pauschal und allgemein gilt das nicht wirklich. Wärmepumpen arbeiten ja nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen wirtschaftlich und brauchen ein Gebäude mit niedrigem Wärmebedarf und ein Wärmeverteilungssystem, das mit relativ niedrigen Vorlauftemperaturen klarkommt. Das ist oft eher nicht gegeben. In einem schlecht gedämmten 70er-Jahre-Haus mal eben die Gasheizung durch eine Wärmepumpe zu ersetzen, ist der sichere Weg in den finanziellen Ruin.

staffan antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1654

@staffan Man denkt ja bei "Wärmepumpe" immer an bestimmte Geräte. Es gibt da aber noch andere Lösungen wie das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=BvI7A3NmY08

Ich finde das Konzept genial. Im Grunde genommen sind es professionelle Klimaanlagen, mit denen da geheizt wird. Die Effizienz ist auf dem Level einer modernen Wärmepumpe, die das normale (mei Fußbodenheizung) System versorgt. Aber man nutzt die Heizkörper nicht sondern heißt über die Klimageräte.

Aber auch eine klassische Wärmepume in einem alten Haus kann möglich sein, wenn sich auch eine einfache Wärmedämmung realsieren lässt:

https://www.youtube.com/watch?v=0gptk2_GwwY

Ob das mit dem Dämmmaterial im Hohlraum einer norddeutschen Klinkerwand nun so eine gute Idee ist, weiß ich nicht. Ich habe da keine Erfahrung, weiß aber sehr wohl, dass dieser Hohlraum nicht umsonst da ist.

 

goodfruit antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 361

@goodfruit 

Man denkt ja bei "Wärmepumpe" immer an bestimmte Geräte. Es gibt da aber noch andere Lösungen wie das hier:

https://www.youtube.com/watch?v=BvI7A3NmY08

Ich finde das Konzept genial. Im Grunde genommen sind es professionelle Klimaanlagen, mit denen da geheizt wird. Die Effizienz ist auf dem Level einer modernen Wärmepumpe, die das normale (mei Fußbodenheizung) System versorgt. Aber man nutzt die Heizkörper nicht sondern heißt über die Klimageräte.

Ja, das ist schon sehr interessant. Nur: Hier hat jemand mit sehr viel Ingenieurverstand für sein Haus eine maßgeschneiderte Lösung konzipiert und umgesetzt. Das ist absolut nichts "von der Stange". Ich weiß nicht, ob nicht die allermeisten Menschen mit so einer Aufgabe vollkommen überfordert wären. Der HSK-Installateur um die Ecke scheitert jedenfalls anscheinend häufiger schon mal mit der Auslegung "normaler" Standardwärmepumpen, wenn das stimmt, was man so hört. Da dürfte eine Anlage wie in dem Video pure Illusion sein.

Eine Frage wäre auch, ob man wirklich für jedes Zimmer solch einen Klimaanlagenkasten bei sich einbauen will.

Und schließlich noch: Bei diesen auf youtube präsentierten Erfolgsgeschichten ist immer die Frage, wieviel gescheiterte Projekte dem gegenüberstehen, die dann nicht groß ausgebreitet, sondern unter dem Mantel des Schweigens begraben und vergessen werden sollen. Über die "Projektleichen" erfährt man meistens natürlich nichts.

staffan antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16784

@goodfruit 

Ob das mit dem Dämmmaterial im Hohlraum einer norddeutschen Klinkerwand nun so eine gute Idee ist, weiß ich nicht. Ich habe da keine Erfahrung, weiß aber sehr wohl, dass dieser Hohlraum nicht umsonst da ist.

Es ist keine gute Idee, wenn die Hinterlüftung zugestopft wird. Das fördert Schimmelbildung.

Im video ist es ein altes Haus, da könnte man davon ausgehen, dass die Innenschicht Kalksandstein ist, der Raumfeuchtigkeit in die Hohlschicht leitet und so einer Schimmelbildung vorbeugt. Stehende Luft in der Hohlschicht ist eine gute Wärmdämmung. Regulär gibt es im unteren Bereich Lüftungsklinker, aber nicht ganz unten.

deborah71 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1654

@deborah71 Hallo Deborah, ich erinnere mich, dass es sogar Luftkissen als Dämmmaterial gibt, was dann einen Thermoskanneneffeckt erzeugen soll.

DAs Problem mit dem Hohlraum einer Doppelwand dürfte allerdings sein, dass die Luft absolut trocken sein muss und der Luftraum keinen oder sehr wenig Austausch mit der Außenluft haben sollte.

Vielleicht könnte man aber baulich den Hohlraum in diese Richtung trimmen: Alle Fugen überprüfen, ob sie wirklich dicht sind oder sie schließen - vielleicht sogar mit einem geeigneten Material versiegeln - und dann aktiv die Luft in dem Hohlraum managen - vielleicht sogar mit aktiv arbeitenden Trockengeräten. Ich kann mich erinnern, dass, wenn kalter Wind auf das Haus blies und in die Öffnungen der Doppelschicht gedrückt wurde, es im HAus kälter wurde. Das aber auch vielleicht, weil es von unten keine richtige Dämmung gab und zwischen der Erde und den Bodendielen ein großer Luftraum (schätze 1.5 m Höhe) gab. In diesen Luftraum kam dann auch der kalte Wind.

Es gibt ja Geräte, die einen Luftaustausch im Gegenstromprinzip managen und dann helfen, dass kalte Luft nicht hineinkommt. Auch könnte man vielleicht dort, wo die Verhältnisse wie bei uns waren (Bauernhaus Baujahr 1918) ein maßgeschneidertes Dämmkonzept erarbeitet, das vorhandene Technologien und Baumaterialien so kombiniert, dass eine brauchbare Isolation dabei herauskommt. Die klassischen Lösungen sind jedenfalls alle unbrauchbar.

 

 

goodfruit antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16784

@goodfruit 

Wenn du alles komplett zu machst, wohin soll dann die transportierte Raumfeuchtigkeit entweichen? Dann baust du ja wieder das Schimmelproblem.

 

 

deborah71 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 122

@goodfruit 

Am besten du vergisst alles ganz schnell wieder, was du da geschrieben hast. Viel Sachkenntnis steckt in deinem Beitrag nicht.

DAs Problem mit dem Hohlraum einer Doppelwand dürfte allerdings sein, dass die Luft absolut trocken sein muss und der Luftraum keinen oder sehr wenig Austausch mit der Außenluft haben sollte.

Ne, es muss nur Luftdicht sein. Die Luftfeuchtigkeit schwankt im Laufe des Jahres sowieso, weil weder Mauerwerk noch Beton dampfdiffussionsdicht sind.

Stehende Luft dämmt im Vergleich zu einer Hinterlüftung ein bisschen, ist aber im Vergleich zu Dämmstoffen ein Witz.

 

 

derelch antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 122

@goodfruit 

Ich sage nicht, dass hier kein Zulassungsprozeß durchlaufen werden muss - aber dieser kann doch in dieser Notlage sicher auch deutlich flotter erfolgen!

Wir haben noch gar keine Notlage und wenn sie im Winter tatsächlich eintrifft, werden uns ein paar zusätzliche PV-Anlagen nicht schaden. Die Sicherheit des Stromnetzes durch den Anschluss unzertifizierter Anlagen auf Spiel zu setzen, ist aber trotzden keine Lösung. Das Stromnetz ist sehr defizil.

Die Laufzeiten der restlichen AKWs werden mit Sicherheit verlängert. Und es wird einfach mehr Kohle verbrannt werden um einen Strommangel zu begegnen.

Strom ist kein Gas - das stimmt.

Eben. Und genug Strom löst das Gasproblem nicht.

Aber viele Privatnutzer und sicher auch viele Industriebetriebe könnten von Gas auf Strom umstellen.

Bedingt. Einige mir bekannte Firmen prüfen die Umstellung Erdgas auf LPG. Das geht besser als auf Strom, aber nur für begrenzten Bedarf pro Jahr. 

Und privat .... Eine Wärmepumpenheizung kann man oft machen, es zieht aber oft weitere Massnahmen am Gebäude nach sich. Und von jetzt auf gleich geht weder privat, noch industiell irgendwas.

Ich könnte zum Beispiel meine Gasheizung abstellen und mir eine Wärmepumpe anschaffen, die mich strombasiert mit Wärme versorgt. Viele könnten das tun!

Dann erkläre uns doch weshalb du es nicht getan hast bisher. Ist ja nicht so, dass das neue Technologie wäre.

Im übrigen bezweifle ich, dass du dieses Jahr noch eine Wärmepumpe installiert bekommst, wenn du heute eine bestellst. Und wenn das 500.000 andere auch noch tun, bekommst du nächstens Jahr auch keine. Fertigungskapazitäten können nicht beliebig skaliert werden.

Und wenn es hier Förderungen oder Angebote für den Bürger gibt, dann kann jeder nach seinen Möglichkeiten mithelfen.

Gibt es seit Jahrzehnten. Für Wärmepumpen auch. Trotzdem entscheiden sich die Leute für Gasheizungen.

Das Problem ist nur, dass viele gute Lösungen nur sehr verzögert und in kleiner Stückzahl in den Markt kommen - und wenn man entsprechende Technik ergattern kann, dann braucht man ja auch noch jemanden, der sie einbaut.

Nein das Problem ist, dass Sie teurer sind und die Menschen ihre Investitionen lieber tief halten und sich vom gesparten Geld lieber einen anderen Luxus leisten, als Lebenszykluskosten zu betrachten.

Ich halte es für sinnvoll, zur Abwendung einer nationalen Notlage, wirtschaftliche Eingriffe vorzunehmen: Verbot des Verkaufs von Firmen, die eine Rolle bei der Energieversorgung spielen

Also erstens sind wir nicht in China und zweitens ist der Staat in dieser Hinsicht schon aktiv und hat beispielsweise die Kontrolle über Gasspeicher übernommen, die unsinnigerweise an Gazprom verkauft wurden.

(das letzte deutsche Werk, das Rotorblätter für Windkraftanalgen gebaut hat, ist grade an die Chinesen verkauft worden ...).

Welches Werk soll das sein? Die letzte Firma die noch in Deutschland Rotorblätter produziert hat, ist meines Wissen Nordex, die ihre Produktion nach Indien verlagern.

Bei der Windkraft ist die Politik eher gefordert, dafür zu sorgen, dass die Teile auch gebaut werden können, anstatt ein defizitäres Unternehmen am Leben zu halten. Das Problem ist nur, dass niemand die Teile in seiner Nähe oder auch nur anschauen will.

Nur Quatschen und zum Sparen aufrufen reicht nicht! Das kostet zwar überhaupt nichts - bringt aber auch zu wenig.

Mehr als Quatschen machst du auch nicht. Leuten die sparen für sinnlos halten und keinen Deut an ihren Lebensweise ändern wollen, sollten sowieso keine Steuermittel verbraten dürfen.

Diese Mentalität die Hand aufzuhalten und nur etwas zu tun, sobald andere dafür zahlen und dem Politikern die Schuld zu geben, dass man die letzten Jahre selbst nichts getan hat, finde ich zum davon laufen.

 

derelch antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1654

@derelch Hallo Elch,

erst einmal vielen Dank für Deine Antwort.

Gas wird ja nach EU Definition als umweltfreundlich bertrachtet und wenn Du vor 10 oder 20 Jahren gebaut hast, dann mag es schon Wärmepumpen gegeben haben, aber neben den Mehrkosten, die man grad in der Bauphase niedrig halten muss, war für mich ein Apsekt, dass seinerzeit Heizen über Strom auch Heizen mit Atomkraft bedeutete. Das wollte ich nicht - da war mir Gas lieber und man hat sich seinerzeit auch noch keine Gedanken darüber gemacht, wo das Gas herkommt. Es war immer genug da und dass unser Hauptlieferant auf einmal komplett abdreht - das war seinerzeit nicht absehbar.

Ich habe im Posting an Staffan (direkt hier über dieser Nachricht) von der Klimanalage, die nichts anderes als eine Wärempumpe ist, berichtet. Diese Anlagen sind aktuell verfügbar und ich denke, dass man sie auch eingebaut bekäme. Für mich wäre das eine Option für die Kinderzimmer. Im Wohnzimmer haben wir einen Holzofen und für die übrigen Zimmer gibt es warme Decken - Problem gelöst!

Was den Anschluss der PV Anlagen ans Netz angeht, so sind das ja keine "Wildwuchs" Analgen sondern gemäß der Vorgängerforderung OK - so wie es im Bericht aussah, ist die Hürde eine rein bürokratische. Und wenn die in solchen Zeiten nicht auf die ganz schnelle beseitigt werden kann, dann brauchen wir uns über wirtschaftliches Wohlergehen in diesem Land im Grunde genommen keine Gedanken mehr zu machen - wir haben keine Chance! Ich finde es traurig, dass unsere Behörde mittlerweile mit der Zähigkeit und Gemütlichkeit eines planwirtschaftlichen Systems zu agieren scheinen und jeglicher Bezug zu dem, was man da verwaltet, scheint verloren.

Was die Windkraftanlagen angeht, so kann ich die Kritik daran nicht nachvollziehen. Ich bin Landschaftsfotograf und wenn ich in Norddeutschland unterwegs bin, dann freue ich mich über diese Landmarken, weil sie sich so harmonisch in die Landschaftsphotos einfügen. Und was die Probleme mit Schlagschatten angeht, so lassen sich die Anlagen so steuern, dass sie dann, wenn Anwohner betroffen wären, die Anlagen abschalten.

Die Situation wäre die Chance den Turbo bei der Dekarbonisierung zu zünden. Allerdings braucht das dann die Bereitschaft aller, das Äußerste zu geben. Und den Ausbau zu behindern halte ich vor dem Hintergrund fast schon für ein Verbrechen.

Auch wenn ich es schon ganz oft gesagt habe: Warum PV Anlagen auf öffentlichen Gebäuden nicht längst Standard sind, entzieht sich meinem Verständnis. Dachflächen ohne Ende - ungenutzt in Zeiten der Energiekrise. Das ist fast schon ein Statement und ein Zeugnis der Unfähigkeit bzw. des nicht Wollens. Es wird viel geredet, man nimmt sich viel vor - aber da, wo man selber mit gutem Beispiel voran gehen könnte, passiert nichts.

goodfruit antworten
Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 806

@goodfruit Was die Windkraftanlagen angeht, so kann ich die Kritik daran nicht nachvollziehen. Ich bin Landschaftsfotograf und wenn ich in Norddeutschland unterwegs bin, dann freue ich mich über diese Landmarken, weil sie sich so harmonisch in die Landschaftsphotos einfügen.

Also hübsch sind diese Anlagen nun wirklich nicht. Sie werden immer mehr hier oben und verschandeln nicht nur die Landschaft, sondern töten und verletzen auch sehr viele Vögel. Darunter die schönen Seeadler, die teilweise bei lebendigem Leibe zerteilt werden. 😢 

Offenbar war der Adler mit einem der Windräder kollidiert und hatte sich dabei am linken Flügel verletzt. Tod durch Windkraftanlagen zählt zu den häufigsten Todesursachen der freilebenden Seeadler in Schleswig-Holstein. Fast jeder Seeadler, der mit einer Windkraftanlage kollidiert, trägt schwere Amputationsverletzungen davon oder verstirbt noch an der Unfallstelle.

Seeadler überlebte Kollision mit Windkraftanlage | R.SH (rsh.de)

oder hier:

Furchtbarer Fund: Windrad schreddert Seeadler in der Uckermark | Nordkurier.de

feliciah antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1654

@feliciah Die Unfälle mit den Vögeln sind sicher eine schlimme Sache. Jede Industrieeinrichtung ist immer mit Risiken und zu einem gewissen Anteil auch mit nicht vermeidbaren Schäden verbunden. Man denke nur mal an die Rohöl-verklebten Vögel, die nach Tankerhavarien die Pressemeldungen illustireren. Und doch haben viele Menschen ein Auto oder eine Ölheizung ...

Man muss dann für jede Industrieeinrichtung ermitteln, wie groß die Gefahr ist, die von ihr ausgeht und welche Maßnahmen geeignet wären, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Und genau das wird ja auch gemacht:

https://bergenhusen.nabu.de/forschung/windenergie-und-voegel/index.html

Nach den Erkenntnissen des Michael-Otto-Instituts ist vor allem die Standortwahl entscheidend für das Risiko für die Vögel, das von der Anlage ausgeht. Die Naturschutzbehörden haben an sich eine gute Übersicht über die naturräumlichen Gegebenheiten und so dürfen wir erwarten, dass es bald Karten gibt (wenn die nicht schon verfügbar sind), die neue Windkraftanalgen nur noch dort erlauben, wo der zu erwartende Schaden gering ist.

Vielleicht sind es auch einzelne Arten, die besonders gefährdet durch Windkraftalagen sind - etwa, weil  sie vom Verhalten her die Anlagen nicht im Fokus haben. Zugvögel jedenfalls, scheinen damit klarzukommen:

https://www.focus.de/perspektiven/ploetzlich-loest-sich-das-wichtigste-argument-der-windkraft-gegner-in-luft-auf_id_94003678.html

Ich war letztes Jahr an der firesischen Nordseeküste. Da waren gigantische Mengen an Graugänsen unterwegs - und die hatten kein Problem mit den Windkraftanlagen.

Klar wird bei solchen Betrachtungen denn auch immer gerne relativiert und dann kommt es zu solchen Meldungen, wo das Risiko durch Windkraftanlagen gegen andere Risiken für Vögel eingeordet wird:

https://www.volker-quaschning.de/artikel/2017-11_Katze/index.php

Wo Seeadler und Schwarzstörche unterwegs sind, stellen Windkraftanalgen wohl wirklich ein Problem dar. Aber welcher Gebietsanteil in Deutschland sollte das sein?

Beim Rotmilan sieht das schon anders aus. Dort, wo ich lebe, ist mein Eindruck, dass der Rotmilan der häufigste Greifvogel ist. Ich sehe ihn jedenfalls deutlich öfter als den sonst sehr verbreiteten Bussard. Und Rotmilane haben das Problem, dass sie sich überhaupt nicht für Windkraftanalgen interessieren - sie fliegen da einfach rein ohne die Gefahr zu sehen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article235794006/Rotmilan-stoppt-Windkraft-Nabu-nennt-Gruenen-Satz-schlicht-falsch.html

Da heißt es denn abwägen. Generell ist das Verbreitungsgebeit des Rotmilans zu achten - aber für den Naturschutz ist der Blick auf die Population wichtiger als der auf das einzelne Individuum und da kann es dann Asunahmegenehmigungen geben. Ein Rotmilan hat für den Naturschutz nicht den Rang eines Seeadlers oder eines Schwarzstorches.

Die Thematik ist also beim Ausbau der Windkraft zu berücksichtigen - darf aber nicht zu einem kompletten Ausbremsen dieser Technik führen, weil wir einfach die Energie benötigen.

goodfruit antworten
Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 806

@goodfruit Nach den Erkenntnissen des Michael-Otto-Instituts ist vor allem die Standortwahl entscheidend für das Risiko für die Vögel, das von der Anlage ausgeht.

Das kommt auch auf die Höhe der Anlagen an und die werden teilweise zu hoch gebaut, sodass auch Zugvögel bedroht sind. Von denen haben wir hier oben einige. Ich lebe in Schleswig-Holstein.

StellungnahmeWindkraftOAGzum2.Entwurf.pdf (oagsh.de)

Auszug:

ist verwundert, dass im Rahmen der Regionalplanung immer noch mit
Referenzanlage von 150 m Höhe und einer Leistung pro WEA von 3,2 kW gerechnet
wird. Bei aktuellen Windkraftprojekten abseits der Küste sind zumeist WEA von 175
bis über 200 m Höhe und einer größeren Leistung geplant. Anlagen mit solchen
Dimensionen sind bereits errichtet worden (z.B. bei Schmalensee) und dürften
zukünftig zumindest im Binnenland eher „Maß der Dinge“ sein. Solche deutlich
höheren Anlagen mit größerem Rotordurchmesser greifen stärker in den Lufttraum
ein (Vogelzug, Großvögel) als die bisherigen, wodurch das Kollisionsrisiko z.B. für
nachts ziehende Vögel weiter zunehmen wird, zumal die großen Zugwege nur
unzureichend freigehalten werden (Fehmarn > Wagrien; Schlei > Nordsee).
Aufgrund der immer größeren Leistung der einzelnen WEA sollte von dem Ziel
abgerückt werden, 2 % der Landesfläche für den Windkraftausbau zu nutzen.

 

Goodfruit: Klar wird bei solchen Betrachtungen denn auch immer gerne relativiert und dann kommt es zu solchen Meldungen, wo das Risiko durch Windkraftanlagen gegen andere Risiken für Vögel eingeordet wird:

https://www.volker-quaschning.de/artikel/2017-11_Katze/index.php

Solche Argumente sind ja wohl auch ein Hammer. Das ist das Gleiche als wenn man am Anfang der Corona-Welle gesagt hätte: Ja nun, solche Risiken muss man bei den alten Leuten eben eingehen. Es gibt ja auch die Grippe. 

Goodfruit: Die Unfälle mit den Vögeln sind sicher eine schlimme Sache. Jede Industrieeinrichtung ist immer mit Risiken und zu einem gewissen Anteil auch mit nicht vermeidbaren Schäden verbunden. Man denke nur mal an die Rohöl-verklebten Vögel, die nach Tankerhavarien die Pressemeldungen illustireren. Und doch haben viele Menschen ein Auto oder eine Ölheizung ...

Ich benutze beides nicht. 

 

Goodfruit: Wo Seeadler und Schwarzstörche unterwegs sind, stellen Windkraftanalgen wohl wirklich ein Problem dar. Aber welcher Gebietsanteil in Deutschland sollte das sein?

All die Anteile, die bereits bekannt sind, in denen viele Adler und andere Vögel umgekommen sind. Davon gibt es doch wirklich genug. Und ich finde, da bieten sich  grausame Bilder von zerteilten Vögeln. 

Und nicht nur Vögel, auch für die eh schon stark bedrohten Fledermäuse stellen diese Anlagen eine große Gefahr dar:

Wie Windräder Fledermäuse bedrohen: „70 Schlagopfer pro Anlage“ - taz.de

Auszug:

Die Großen Abendsegler haben also gelernt, mit den Windkraftanlagen zu leben.

Nein, nicht unbedingt. Wenn Anlagen nahe an Quartieren oder in bevorzugten Jagdlebensräumen stehen, dann fliegen Große Abendsegler regelmäßig die Windenergieanlagen an. Die von uns beobachtete Meidung im Küstenbereich führt dazu, dass der Lebensraum der Fledermäuse an der Küste wegen der hohen Dichten von Windenergieanlagen verschwindet.

 

Goodfruit: und so dürfen wir erwarten, dass es bald Karten gibt (wenn die nicht schon verfügbar sind), die neue Windkraftanalgen nur noch dort erlauben, wo der zu erwartende Schaden gering ist.

Damit dürfte der Bedarf in Schleswig-Holstein eigentlich gedeckt sein. Wir haben hier genug von diesen gefährlichen und hässlichen Anlagen. 

Nochmal aus der Stellungnahme:

Durch die politisch gewollte Erhöhung des Siedlungsabstandes bleiben in einem
dicht besiedelten Land wie Schleswig-Holstein nur noch wenige Bereiche für
Windkraftnutzung übrig. Dies sind oft abgelegene Flächen zwischen Wäldern oder
Grünlandniederungen, somit oft die letzten Rückzugsgebiete für viele Arten in der
ansonsten ausgeräumten und landwirtschaftlich intensiv genutzten Agrarlandschaft.

 

feliciah antworten
tristesse
Beiträge : 17258

@meriadoc 

Vielleicht warten wir erst mal ab, wie sich das alles über den Sommer entwickelt und schieben nicht im Vorfeld schon Panik. Ändern können wir ja eh nichts dran und wenn ich in andere Länder schaue wie z.B. die afrikanischen Staaten, die vom Krieg in der Ukraine versorgungstechnisch stark bedroht sind, halte ich meine Füße mal ganz still und sage leise "Danke" für das Privileg, hier leben zu dürfen. 😉 

Was ich vorausschauend aber machen kann, das mache ich: Nebenkostenvorauszahlung stark erhöhen, Thermostaten für die Heizungen kaufen, die nach Uhrzeit die Wärme an- und ausschalten, einen sparsamen Duschkopf kaufen und sich schon mal ein wenig trainieren, mit etwas kühlerer Temperatur klarzukommen. 

Ansonsten warte ich erst mal ab, was passiert. 

tristesse antworten
5 Antworten
Meriadoc
(@meriadoc)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 200

@tristesse 

Es gibt immer andere denen es schlechter geht. Ich bin so aufgewachsen. Bis zum 20. Lebensjahr haben wir i, sog. „Armenhaus“ gelebt. Plumpsklo, Zinkwanne in denen Samstags gebadet wurde ansonsten Waschlappen und 5 Liter Wasser. Ach, zu meiner Zeit war es wirklich Kalt. Es gab Wärmflaschen und Federbetten. Tadaaaaa, ich habe 20 Jahre überlebt. Die einzigen warmen Räume waren Küche, Essbereich und Wohnzimmer.

Außerdem wird es nur dieser Winter sein, vielleicht noch 2, dann werden erneuerbare Energie besser ausgebaut sein. Ich seh schon die AfD und Querdenker motzen. 

meriadoc antworten
Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 119

@meriadoc Stimmt - was einen nicht umbringt, macht einen nur härter 😉 . Vielleicht lernen wir ja jetzt was daraus.

mariposa22 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17258

@mariposa22 

 Stimmt - was einen nicht umbringt, macht einen nur härter

Das ist auch schon ein Spruch aus früheren Zeiten, den man mal getrost begraben könnte, weil er einfach nicht stimmt und nur einen dazu anhalten soll, sich mit seinem Schicksal abzufinden bzw. es sich schön zu reden. 

tristesse antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17258

@meriadoc 

Außerdem wird es nur dieser Winter sein, vielleicht noch 2, dann werden erneuerbare Energie besser ausgebaut sein. Ich seh schon die AfD und Querdenker motzen. 

In zwei Jahren ausgebaute, erneuerbare Energien? Häng eine "0" dran, dann wird das vielleicht was.

Es gibt immer andere denen es schlechter geht. Ich bin so aufgewachsen. Bis zum 20. Lebensjahr haben wir i, sog. „Armenhaus“ gelebt. Plumpsklo, Zinkwanne in denen Samstags gebadet wurde ansonsten Waschlappen und 5 Liter Wasser. Ach, zu meiner Zeit war es wirklich Kalt. Es gab Wärmflaschen und Federbetten. Tadaaaaa, ich habe 20 Jahre überlebt. Die einzigen warmen Räume waren Küche, Essbereich und Wohnzimmer.

Ich nicht, von dem her kann ich da nicht mitreden. 

tristesse antworten
ilmato4
(@ilmato4)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 15
Veröffentlicht von: @tristesse

@meriadoc 

 😉 

Was ich vorausschauend aber machen kann, das mache ich: Nebenkostenvorauszahlung stark erhöhen, Thermostaten für die Heizungen kaufen, die nach Uhrzeit die Wärme an- und ausschalten, einen sparsamen Duschkopf kaufen und sich schon mal ein wenig trainieren, mit etwas kühlerer Temperatur klarzukommen. 

 

Die Nebenkostenvorauszahlung haben wir auch schon erhöht und einen sparsamen Duschkopf gekauft 😎 

ilmato4 antworten


Mariposa22
Beiträge : 119

Ja, da hat Trump tatsächlich mal recht gehabt. Ich möchte gar nicht wissen, welche Interessen tatsächlich so alles dahinter steck(t)en.

 

mariposa22 antworten
DerElch
Beiträge : 122

@meriadoc 

 

Was plant ihr? Lagerfeuer in der Wohnung?

Nichts. Ich heize mit Strom und entweder gibt es welchen oder es gibt keinen. Wenn nicht, gibt es auch keine Alternativen.

derelch antworten


Jigal
 Jigal
Beiträge : 2804

@meriadoc  Ich vertraue auf meine Gasversorger. Die SÜWAG  (gehört zur RWE) hat ein Schulungszentrum in Oberneisen zum Umgang mit Erdgas. Aussage bei dem Lehrgang: a) Mit dem was in den Leitungen ist kommen wir notfalls ohne Nachlieferungen durch den Winter. Es kommen nicht so viele Lieferungen aus Russland, es kommt auch einiges über Rotterdam durch Gastanker.

jigal antworten
billy-shears
Beiträge : 1593

@meriadoc 

Was ich von meinen Kunden höre, da ist der Winter noch das geringste Problem: Wenn Deutschland in den nächsten vier Wochen kein Gas erhält, bricht die komplette Industrie zusammen.

Mich lässt das kalt. Ich hätt grad auch gern wieder weniger zu tun.

billy-shears antworten
9 Antworten
AntonioA
(@antonioa)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 60

@billy-shears

 

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/gaslieferung-durch-pipeline-nord-stream-1-wieder-angelaufen-18188157.htm l" href="http://FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung: Gaslieferung durch Nord Stream 1 wieder angelaufen. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/gaslieferung-durch-pipeline-nord-stream-1-wieder-angelaufen-18188157.htm l" target="_blank" rel="noopener">Nordstream 1

ist wieder ( punktlich) in Betrieb.

Russland war immer, selbst in den kältesten Tagen des kalten Krieges ein zuverlässiger Liferant und Handelspartner.

Es ist 🇩🇪s Dummheit, das aufs Spiel zu setzen

antonioa antworten
AntonioA
(@antonioa)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 60

Ok, das mit dem Verlinken üb ich noch mal

antonioa antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1593

@antonioa 

Russland war immer, selbst in den kältesten Tagen des kalten Krieges ein zuverlässiger Liferant und Handelspartner.

Russland ist mittlerweile mehr auf seinen Gasexport angewiesen als wir auf den russische Import russischen Gases 

Das muss nur noch mal jemand dem Kanzler stecken. Er allein ist das Problem.

billy-shears antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 122

@billy-shears 

Das muss nur noch mal jemand dem Kanzler stecken.

https://www.bundeskanzler.de/bk-de/service/kontakt/kontakt-formular

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15956

@antonioa 

Russland war immer, selbst in den kältesten Tagen des kalten Krieges ein zuverlässiger Liferant und Handelspartner.

Weswegen sie ja jetzt auch die Liefermengen gekürzt haben, um uns zu zeigen, dass sie allein darüber entscheiden ob die Speicher gefüllt werden oder nicht...

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1654

@antonioa Das ist sicher ein wichtiger Aspekt, dass wir es da mit einem Vertragstreuen Handelspartner zu tun haben. Allerdings halte ich ethische Aspekte auch für nicht ganz unwichtig. Und wenn ich mir da ansehe, wie Putin mit Menschen umgeht - und damit meine ich nicht allein die Kriegsverbrechen seiner Truppen sondern schpn allein der Umgang mit seinen eigenen Soldaten, was die Ursache vieler der von ihnen verübten Verbrechen sein dürfte - dann weiß ich nicht, ob ich so jemanden noch wirtschaftlich stützen möchte.

goodfruit antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17258

@billy-shears 

Mich lässt das kalt.

Vermutlich hat hier keine eine Vorstellung davon, was das für uns bedeutet. Von dem her meinst Du das vielleicht so, aber wenn der Fall der Fälle eintritt, lässt das keinen mehr kalt. 

tristesse antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1654

@billy-shears Es gibt Industrieanlagen, die einfach kaputt sind, wenn die Öfen ausgehen - in Glasproduzierenden Werken z.B.

 

Das lässt mich nicht kalt - denn da geht Wirtschaftsleistung und Arbeitsplätze flöten.

goodfruit antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1593

@goodfruit 

- denn da geht Wirtschaftsleistung und Arbeitsplätze flöten.

Richtig. Mehr aber auch nicht.

 

billy-shears antworten


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