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Euer Tipp für die nächsten Wochen: Wie geht es weiter mit dem Brexit?

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MrOrleander
Themenstarter
Beiträge : 2133

Hallo Ihr Lieben

Wir haben alle keine Glaskugel zu Hause, aber spekulieren macht auch Freude. Wohlan: Womit rechnet Ihr in den nächsten Tagen? Bringt Frau May ihr Vorhaben noch durchs Unterhaus? Wird der Brexit auf lange Sicht verschoben? Oder gar ganz aufgehoben?

Beste Grüße
Orleander

Antwort
135 Antworten
Banji
Beiträge : 3581

Ich tippe auf: auf unbestimmte Zeit verschoben.

banji antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Harter no-deal
Brexit am 12.4 oder 22.5.19
(Die beiden in Frage kommenden Stichtage wimre)

ca. 2020-22 +/-
Wiederauflammen des Nord-Irland Konflikts aufgrund der harten EU Aussengrenze auf der Irischen Insel

ca. 2022-25 +/-
Friedensabkommen, vermittelt durch den Comonwealth of Nations

Nach einer Volksabstimmung treten die sechs, von Groß Britannien besetzten Countys der irischen Insel, Derry, Tyrone, Fermanagh, Armagh, Down und Antrim, der Republik Irland bei

2025 - 27
Schottland erklärt sich nach einem Referendum für Unabhängig und beantragt die Mitgliedschaft in der EU

2030 +/-
Die Bundesrepublik Deutschland erklärt, nach dem fällig werden zahlreicher in den 0er bis 10er Jahren eingegangenen Zahlungs und Haftungsverpflichtungen, den Staatsbankrott.

Dies führt zu einer EU weiten Wirtschaftskrise mit Hyperinflation

Auseinanderbrechen der Währungsunion

Deutschland, Frankreich, Benelux und Polen führen als Konsequenz einen eigenständigen "Neuen Euro" ein.

Die, aus der Nullzinz Periode übriggebliebenen, privaten Kapital- und Sparvermögen werden über Nacht aufgrund des Wechselkurses Euro zu Neuer-Euro de facto wertlos.

2025 - 35 +/-

Die nach den Abspaltungen von Nord-Irland und Schottland entstandene Republik Britannien hat sich von den Folgen des Brexit deutlich erholt und steht inzwischen sogar, durch dirverse Freihandelsabkommen im asisatischen Raum bzw. mit ehm afrikanischen Kolonien, besser da wie vor dem Brexit.

Soweit meine Glaskugel 😀 😉

Nachtrag vom 26.03.2019 1958
Ok.. das waren jetzt etwas mehr als nur ein "paar Wochen" 😉

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2 Antworten
Murphyline
(@murphyline)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1237

könnte hinkommen, deine Glaskugel. Und was passiert mit dem britischen Königshaus?

murphyline antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @murphyline

Und was passiert mit dem britischen Königshaus?

So oder so.. ich tippe auf ein Ende der britischen Monarchie in den Zwanzigern, wenn Elisabeth II verblichen ist. Dem was dann kommt (Charles, William) fehlt einfach die Ausstrahlung oder ist einfach noch zu jung (little George)

Anonymous antworten
BeLu
Beiträge : 4119
Veröffentlicht von: @mrorleander

Bringt Frau May ihr Vorhaben noch durchs Unterhaus?

Sie wird es versuchen, aber wahrscheinlich zum dritten Mal scheitern. Dann wird GB eine lange Verlängerung beantragen (und entsprechend an der Europawahl teilnehmen), und Theresa May tritt zurück. Dann gibt's Neuwahlen. Was danach kommt, keine Ahnung.

belu antworten


mrb-II
Beiträge : 954

sieht nach austritt ohne abkommen aus. die eu hat überhaupt keine Veranlassung, sich zu bewegen und in grossbritannien gibt es zu viele hardliner. eine posse sondersgleichen.

mrb-ii antworten
Lucan-7
Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @mrorleander

Wir haben alle keine Glaskugel zu Hause, aber spekulieren macht auch Freude. Wohlan: Womit rechnet Ihr in den nächsten Tagen? Bringt Frau May ihr Vorhaben noch durchs Unterhaus? Wird der Brexit auf lange Sicht verschoben? Oder gar ganz aufgehoben?

Ich würde keine hohe Wette auf irgendwas abschliessen (Bei Trump habe ich schon einmal verloren...) - ich würde aber sagen, dass im Moment mangels jeglicher Alternative alles auf einen "Harten Brexit" hinaus läuft.

Das will zwar keiner - aber es gibt auch keine gemeinsame Alternative dazu.
Und wenn schon keiner gewinnen kann... dann kann man immer noch gemeinsam verlieren. Und dass die Anderen nicht "gewinnen", das scheint Vielen momentan das wichtigste Anliegen zu sein.

Und wenn man dabei noch der EU weh tun kann, dann hat man zumindest noch eine kleine zusätzliche Genugtuung...

lucan-7 antworten
28 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875
Veröffentlicht von: @lucan-7

Und wenn man dabei noch der EU weh tun kann, dann hat man zumindest noch eine kleine zusätzliche Genugtuung...

Eine Genugtuung ist es nicht. Eine Minderheit, hat den Brexit beschlossen und das tut gar keinem gut. Die EU wird schaden nehmen, aber GB wird enormen Schaden nehmen. Was soll daran eine Genugtuung sein. Das der Pfund sinkt und das Land weniger kreditwürdig ist? Das GB nur bedingt für das nichteuropäische Ausland exportieren kann, weil die fertige Teile für die Produktion aus Europa angeliefert werden müssen? Umgekehrt im Übrigen auch. Ich kann da keine Genugtuung finden. Hier zeigt sich, dass eine direkte Demokratie eine Stammtischdemokratie ist die derartig unüberlegte Dinge Wirklichkeit werden lassen.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @orangsaya

Eine Genugtuung ist es nicht. Eine Minderheit, hat den Brexit beschlossen und das tut gar keinem gut.

Man kann Gefühle nicht mit Logik kontern... hast du in den letzten Wochen britische Politiker erlebt, die logisch handeln...?

Es gibt durchaus hier und da vernünftige Stimmen... aber die gehen im Getöse unter. Und den Leuten an den Schaltstellen bedeutet die eigene Zukunft offensichtlich wesentlich mehr als die Zukunft ihres Landes.

lucan-7 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

Ja, habe ich. Es ist May. Die ein Maximum mit der EU aushandelte. Sie ist im Parlament standhaft und wird das Bauernopfer für das Chaos, welches andere anrichten sein. Trotzdem vertritt sie beharrlich britische Interesse. Ein anderer Politiker hätte nicht mehr erreicht. Einige glauben wohl, daß GB eine Teilhabe am europäischen Binnenmarkt zum Nulltatif haben kann. Nee wer mit Privilegien im Markt dabei sein will, zahlt und muss auch politisch Mindestvoraussetzungen erfüllen, wie andere nicht EU Staaten, die frei in den Markt sein wollen, auch.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @orangsaya

Eine Minderheit, hat den Brexit beschlossen und das tut gar keinem gut.

Die Mehrheit derer die an der Abstimmung teilgenommen hat, hat sich für den Brexit ausgesprochen.

Es wäre jetzt an der Zeit das demokratische Votum einfach mal anzuerkennen.

Wer an der Wahl nicht teilgenommen hat, dessen Stimme zählt nun mal nicht. Ist bei uns nicht anders. Wenn diese Personen jetzt rummaulen, Pech gehabt.
Hab da einen Fall im Bekanntenkreis "Ich hab doch nieee damt gerechnet das die Brexit Befürworter gewinnen. Deshalb bin ich nicht zur Wahl gegangen [in meiner Botschaft] , sonder bin daheim geblieben.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Hier zeigt sich, dass eine direkte Demokratie eine Stammtischdemokratie ist

Das direkte Demokrati die reinste und beste Form der Demokratie ist und auch funktioniert, zeigt sich in der Schweiz.

Anonymous antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875

Es haben nur 37 Prozent der Briten wahlberchtigten für einen Brexit gestimmt. Das ist zugegeben für ein Volksbegehren relativ viel, aber das grundsätzliche Problem ist, dass eine direkte Demokratie oft hierzu führt dass eine Minderheit ihren Willen erzwingen will. Es ist unabhängig von der politischen Ausrichtung auffällig, dass Randgruppem eine direkte Demokratie wollen. Dies nicht ohne Grund.
Das Wahlergebnis erkenne ich ja an. So ist die Regel und nach dieser Regel kam es zu diesem Ziel. Da spielt es keine Rolle dass ich es für falsch hal) habe. Schlimmer ist Cameron,der zu seinem Vorteil das Referendum ermöglichte und sich gründlich verkalkulierte.
Nun ist das Votum da und fast alle akzeptieren es. Auch die Gegner.

Was nicht zum Votum gehört ist die weitere Entwicklung. Die einen unerträglichen Zustand herbeizuführte und das Land durchaus in eine nationale Katastrophe führen kanns. Das in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht.

Nachtrag vom 27.03.2019 0826
Das Posting sollte als Antwort auf Sylla angehängt sein.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @orangsaya

Es haben nur 37 Prozent der Briten wahlberchtigten für einen Brexit gestimmt.

51,89 Prozent derer die zur Wahl gegangen sind, haben für den Brexit gestimmt. das ist die einzige Hausnummer die zählt.

Wer sein Wahlrecht nicht wahrgenommen hat zählt nicht.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Es ist unabhängig von der politischen Ausrichtung auffällig, dass Randgruppem eine direkte Demokratie wollen.

Also ich wüsste nicht, das in der Schweiz "Randgruppen" die direkten Plebeszite dominieren.
auch nicht in Österreich, wo das Staatsoberhaupt zB auch direkt vom volk gewählt wird.
Dänemark, das sich (wimre) in einer Volksabstimmung gegen den Euro entschieden und taumelt nicht dem wirtschaftlichen Untergang entgegen.

Mir deucht, aus Dir spricht primär die "deutsche Angst" vor zu viel Demokratie.. sorry..

Veröffentlicht von: @orangsaya

ist Cameron,der zu seinem Vorteil das Referendum ermöglichte und sich gründlich verkalkulierte.

Sein populistisches Gefalse vom "dritten Weltkrieg" im Falle des Brexiit hat sicherlich nicht zur Versachlichung der Diskussion beigetragen.

Anonymous antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875
Veröffentlicht von: @scylla

51,89 Prozent derer die zur Wahl gegangen sind, haben für den Brexit gestimmt. das ist die einzige Hausnummer die zählt.

Um es noch mal zu verdeutlichen, das Referendum fand, nach den dortigen demokratischen Regeln statt und das ist auch der Grund, warum es anerkannt werden muss.
Trotzdem bin ich so frei zu sagen, dass es in der Bevölkerung keine Mehrheit gab. Eine Tatsache, die vielleicht in GB mal ein Gewicht sein wird..

Veröffentlicht von: @scylla

Also ich wüsste nicht, das in der Schweiz "Randgruppen" die direkten Plebeszite dominieren.

Ja, du hast Deutschland, falls es zu einer Volksabstimmung kommt vergessen. Solche Abstimmungen finden ja auf kleinerer Eben statt.

Ich nehmen den Ort in dem ich lebe als Beispiel. Vor ungefähr fünf Jahren, wurde darüber abgestimmt, ob Windkrafträder aufgestellt werden sollte. Die Kleinstadt hat, wie so oft mehrere Dörfer, die zur Gemeinde gehören. Ein Dorf wurde ausgesucht. Dieses Dorf leistete heftigen Widerstand. Die Stadtväter erzählten dem Volk, wie viel Geld die klamme Kommune bekommt und das praktisch Milch und Honig fließt. Es wurde abgestimmt und außer dem Dorf der Betroffenen gab es eine Mehrheit für diese Geldquelle.
Nun Jahre später sollte ein neuer Windpark errichtet werden. Weil das eine Dorf schon voll ist, wurde ein anderes Dorf erwählt und was passiert, dass Dorf, dass mehrheitlich beim anderen Ort für einen Windpark stimmte, leistet Widerstand und will die lauten Dinger nicht haben. Die in dem Dorf, die schon die Windkraftwerke vorgesetzt bekamen, sagen, die haben wegen Geld gegen unsere Interessen gestimmt. Ich werde (allein aus Rache) für ja stimmen. Wie man sieht, es man kann bei einem Referendum auch taktieren und das Volk hintergehen.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @orangsaya

Solche Abstimmungen finden ja auf kleinerer Eben statt.

Nur. aufs Tablett gehören die grossen und elementaren Grundsatzfragen.
Wenn zB nationale Selbständigkeit aufgegeben wird

Veröffentlicht von: @orangsaya

Wie man sieht, es man kann bei einem Referendum auch taktieren und das Volk hintergehen.

Taktieren und lügen werden Politiker immer. So oder so
Das spricht aber nicht gegen Plebeszite

Unseren Kampf gegen Windräder (lief in meiner alten Heimatgemeinde ähnlich.

Das am weitesten entfernte Randdorf wurde ausgesucht, nicht dier windergiebigste Standort [da wohnt die Gemeindeprominenz]) Bis jetzt haben wir den Kampf gewonnen.

Auch wenn die Windrädler zb durch die Zertörung von Rotmilan und Eichelhäher Nestern bzw Horsten im abzuholzenden Wald versuchten, die Naturschutzanalysen auszuhebeln.

Anonymous antworten
Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128
Veröffentlicht von: @orangsaya

Es ist unabhängig von der politischen Ausrichtung auffällig, dass Randgruppem eine direkte Demokratie wollen. Dies nicht ohne Grund.

Was die Schweiz betrifft stimmt das überhaupt nicht. Hier gibt es allerhöchstens einige Randgruppen, welche die direkte Demokratie nicht wollen und ich wüsste nicht mal wer das sein soll.

Da Randgruppen in aller Regel keine Mehrheiten hinkriegen, ist die Gefahr äusserst klein, dass sich eines ihrer Anliegen durchsetzen kann. Oftmals kriegen sie ja nicht mal die nötige Anzahl an beglaubigten Unterschriften zusammen. Das einzige Bsp. das mir gerade präsent ist, bei dem sich eine "Randgruppe" durchgesetzt hat, war die Zweitwohnungs-Initiative der Fondation Franz Weber. Das war ein historischer Erfolg für Weber.

Aber oftmals bringen den "Randgruppen" schon alleine die mediale Aufmerksamkeit durch lancierte oder verlorene Initiativen wesentliche Verbesserungen. Ein berühmtes Bsp. ist da die Armeeabschaffungs-Initiative der GSoA (Gruppe für eine Schweiz ohne Armee), mit überraschenden 35,6 % Ja-Stimmen. In der Folge davon wurde die Armee zwar nicht abgeschafft, aber es wurden tiefgreifende Reformen ausgelöst, welche zu Erleichterungen für die dienstleistenden Soldaten und Rekruten sowie eine Reduktion der Kosten zur Folge hatten.

tamaro antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875
Veröffentlicht von: @tamaro

Da Randgruppen in aller Regel keine Mehrheiten hinkriegen, ist die Gefahr äusserst klein, dass sich eines ihrer Anliegen durchsetzen kann.

Veröffentlicht von: @tamaro

Was die Schweiz betrifft stimmt das überhaupt nicht. Hier gibt es allerhöchstens einige Randgruppen, welche die direkte Demokratie nicht wollen und ich wüsste nicht mal wer das sein soll.

Nehmen wir doch nur das letzte Jahr. Man kann bei einer Beteiligung von 43,7 Prozent nun wirklich nicht vom Volkes Wille reden.
Halten wir dagegen, wie es in einer parlamentarischen Demokratie aussieht. Die Regierung braucht im Parlament eine Mehrheit. Damit noch nicht alles. Sie braucht eine Mehrheit im Bundesrat. Einmal, wie die Bevölkerung im ganzen Bundesgebiet gewählt hat und feiner differenziert, kommt hinzu, was die Wähler in den einzelnen Bundesländern gewählt haben. Damit noch nicht alles, dann geht das neue Gesetz zum Bundespräsidenten und er prüft die Konformität mit der Verfassung. Ist alles gut, kann er unterschreiben. Damit noch nicht alles, jeder Abgeordneter des Bundestages, kann gegen die Beschlüsse klagen. Eine indirekte Demokratie heißt nicht, dass die Politik weiter weg vom Volke ist, wenn man es, im Hinblick der schwachen Beteiligung betrachtet, mit einer direkten Demokratie vergleicht. Handelt in einer direkten Demokratie eine Regierung gegen das Volk, dann bekommt die Regierung bei einer höheren Wahlbeteiligung die Quittung. Wie man es gerade in Deutschland beobachten kann. Großer Verlust bei den etablierten Parteien und das Parlament wird tendenziös von Links-, wie Rechtsextremismus flankiert.

Veröffentlicht von: @tamaro

Aber oftmals bringen den "Randgruppen" schon alleine die mediale Aufmerksamkeit durch lancierte oder verlorene Initiativen wesentliche Verbesserungen.

Man kann sagen, je extremistischer sie ist, desto kreativer wird, sie, um in den Medien aufzutauchen. Das ist in Deutschland mit Demos, und Bürgerinitiativen auch oft der Fall. Dabei gelinkt es den Extremistin teils, Menschen mit hineinzuziehen, die im Grund gar nichts mit dem Geist, der politischen Bewegung zu tun haben will.
Ein Beispiel ist der Hambacher Forst. Natürlich wollen viele den Wald erhalten haben, die Landschaft in einem schönen grünen gepflegten Zustand. Hinter der Initiative stehen aber Extremisten, bei denen die Polizei regelmäßig ihr Rüstungsgut einsammeln muss, mehrfach wurden sie dabei aus der Höhe mit Eimern voller Kacke überschüttet. Eine Frau, die ihre Personalien nicht preis gibt, wurde verurteilt. Sie wird deswegen Eule genannt. Die taz regt sich fürchterlich dar´über auf, dass sie für ihre Straftaten verurteilt wurde und spricht von Gesinnungsjustiz, was dich an einem Vorwurf, der Richter sei ein Roland Freisler vorbeigeht. Ja, Minderheiten verstehen es Öffentlichkeit herzustellen, dass ist ihre einzige Chance, weil sie im Ganzen nie eine Mehrheit finden würden. Es gehört auch in einem gesunden Rahmen zu einer Demokratie.

orangsaya antworten
Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Anderes Argument
Mein Zitat:

Veröffentlicht von: @tamaro

Was die Schweiz betrifft stimmt das überhaupt nicht. Hier gibt es allerhöchstens einige Randgruppen, welche die direkte Demokratie nicht wollen und ich wüsste nicht mal wer das sein soll.

Deine Zitate:

Veröffentlicht von: @orangsaya

Nehmen wir doch nur das letzte Jahr. Man kann bei einer Beteiligung von 43,7 Prozent nun wirklich nicht vom Volkes Wille reden.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Hier zeigt sich, dass eine direkte Demokratie eine Stammtischdemokratie ist die derartig unüberlegte Dinge Wirklichkeit werden lassen.

Mit der tiefen Stimmbeteiligung führst du nun aber ein ganz anderes Argument gegen das System der direkten Demokratie ins Feld. Diesbezüglich gebe ich dir Recht, sie stellt in der Tat ein Problem für unser System dar. Diese Situation haben wir nun aber schon seit Jahrzehnten.

Deine erste Aussage betreffend "Stammtischdemokratie, die unüberlegte Dinge Wirklichkeit werden lässt", hast du damit aber noch nicht begründet.

tamaro antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875
Veröffentlicht von: @tamaro

Mit der tiefen Stimmbeteiligung führst du nun aber ein ganz anderes Argument gegen das System der direkten Demokratie ins Feld. Diesbezüglich gebe ich dir Recht, sie stellt in der Tat ein Problem für unser System dar. Diese Situation haben wir nun aber schon seit Jahrzehnten.

Ursprünglich nahm ich Bezug auf den Brexit. Bei ungefähr 0,9 Prozent hätte es keine Mehrheit gegeben. Im Hinblick der Wahlbeteiligung kann man nicht davon reden, dass die Mehrheit der Briten für einen Brexit gestimmt hat.

Veröffentlicht von: @tamaro

Deine erste Aussage betreffend "Stammtischdemokratie, die unüberlegte Dinge Wirklichkeit werden lässt", hast du damit aber noch nicht begründet.

Das sehe ich einfach so. Ja, nehmen wir mal das radikale Nichtrauchergesetz, dass in Bayern durchkam. An dem Referendum nahmen 37,7 Prozent der Wahlberechtigten teil. Danach kam das Geheule. Gilt das auch für das Oktoberfest? usw. Eine Direkte Demokratie ist eine Chance für Gruppierungen, die sonst keine Zustimmung hätten, den eigenen Willen durchzusetzen. Dabei ist die Frage, ob es um das Rauchen, eine politische Richtung geht, eine untergeordnete Rolle. Es reicht nur eine kleine Richtung in einem im Verhältnis zum Wählervolk zu mobilisieren.

orangsaya antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 639
Veröffentlicht von: @orangsaya

Es ist unabhängig von der politischen Ausrichtung auffällig, dass Randgruppem eine direkte Demokratie wollen. Dies nicht ohne Grund.

Also ich bin froh, dass wir eine repräsentative Demokratie sind. Wenn ich so manch Arbeitskollegen mit Stammtischparolen über Ausländer herziehen höre, dann wird mir ganz anders und bin froh, dass solche Menschen nicht direkt abstimmen können!

1-ichthys antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @scylla

Die Mehrheit derer die an der Abstimmung teilgenommen hat, hat sich für den Brexit ausgesprochen.

Es wäre jetzt an der Zeit das demokratische Votum einfach mal anzuerkennen.

Das Problem ist, dass selbst Experten die Folgen kaum abschätzen konnte... und die Verantwortlichen darüber hinaus gelogen haben.

Veröffentlicht von: @scylla

Das direkte Demokrati die reinste und beste Form der Demokratie ist und auch funktioniert, zeigt sich in der Schweiz.

Aber auch das hat Grenzen. Es wäre z.B. unsinnig über die Zulassung eines Medikaments abstimmen zu lassen, weil dafür einfach Expertenwissen notwendig ist. Und mit komplexen wirtschaftlichen Fragen ist es genau so... die lassen sich nicht aus dme Bauch heraus beantworten.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

und die Verantwortlichen darüber hinaus gelogen haben.

Populismus und Lügen gab es von beiden Seiten
Und lügende politische Verantwortliche, da müssen wir usn in diesem land erst einmal an die eigene Nase fassen
Der Euro wird keine Haftungsgemeinschaft, keine Transferunion usw usw
Kohls "blühende Landschaften" .. weitestgehnd Potekimsche Dörfer

Der Euro wird so stark und sicher wie die DM
Wie sieht die Realität aus?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und mit komplexen wirtschaftlichen Fragen ist es genau so...

Ob ich meine eigene (stabile) Währung zerschlage und eine andere annehme ist eine Grundsatzfrage, welche der Souverän zu entscheiden hat.

Ob ich bereit bin für fremder Staaten Schulden zu haften ebenso

Ob es an der Zeit ist ein Bündniss zu verlassen oder ob ich bleiben will dito

Es lässt sich gerne drüber diskutieren, das man die Zielwerte bez Wahlbeteiligung zB strenger setzt, als wie es beim Brexit Votum der Fall war.

Aber wie gesagt, bei derart elementaren Fragen ist es Aufgabe des Souverän zu entscheiden und der ist, selbst laut unserer Verfassung, immer noch das Staatsvolk.

Veröffentlicht von: @lucan-7

. die lassen sich nicht aus dme Bauch heraus beantworten.

Es mag ja durchaus vereinzelt Menschen gegeben haben die *aus dem Bauch heraus* entschieden haben. Aber mit einer pauschalen Unterstellung verunglimpfst Du alle (Befürworter udn Ablehner des Votums) die sich vor ihrer Wahl ernsthafte Gedanken gemacht und sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @scylla

Es mag ja durchaus vereinzelt Menschen gegeben haben die *aus dem Bauch heraus* entschieden haben. Aber mit einer pauschalen Unterstellung verunglimpfst Du alle (Befürworter udn Ablehner des Votums) die sich vor ihrer Wahl ernsthafte Gedanken gemacht und sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

Dieses "sich Gedanken machen" sieht häufig aber so aus, dass die Leute nach Argumenten suchen, die das eigene Bauchgefühl bestätigen - und andere Argumente ignorieren. Mit Vernunft hat das oft wenig zu tun - genau deshalb sind ja Populisten so erfolgreich.

Grundsätzlich ist es schon richtig, dass das Volk als Souverän eine gewisse Richtung vorgeben sollte. Wie dieses Ziel aber erreicht wird - darüber sollten Fachleute entscheiden. Dafür ist eine Regierung da.
Alles andere endet im Chaos.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Was ich mich frage..
Wenn das Votum 50,1 zu 49,9 (mit einer Wahlbeteiligung am unteren Ende der Gültigkeit) für den Verbleib in der EU ausgegangen wäre, welche Raktionen hätten dann wohl Befürworter des Brexit zu erwarten gehabt, die die Legitimität des Votums anzweifeln?

Das wären dann wohl ehr
schlechte Verlierer
Schlechte Demokraten
usw. uvm.

Eine Diskussion *werwarumwie* Abgestimmt hat, bezw. Befürworter eines 2. Votums würde(n) doch platt gemacht

Veröffentlicht von: @lucan-7

Wie dieses Ziel aber erreicht wird - darüber sollten Fachleute entscheiden. Dafür ist eine Regierung da. Alles andere endet im Chaos

So wie bei uns? Wo Politiker für hunderte von Millionen Euro "Fachwissen" von Beratern einkaufen und kaum noch was zustande bekommen wird.

Egal ob ein Flughafen gebaut werden soll oder eine 3 Mast Bark einmal zur Überholung in die Werft muss?

Das Volk hat die Vorgabe (wir wollen aus der EU raus) geliefert.
Wer hier versagt, sind die beteiligten Politiker, Dein sog. "Fachwissen"
Auf allen Seiten

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15292
Veröffentlicht von: @scylla

Wenn das Votum 50,1 zu 49,9 (mit einer Wahlbeteiligung am unteren Ende der Gültigkeit) für den Verbleib in der EU ausgegangen wäre, welche Raktionen hätten dann wohl Befürworter des Brexit zu erwarten gehabt, die die Legitimität des Votums anzweifeln?

Knappe Ergebnisse sind immer bedenklich... aber der Erhalt eines bekannten Zustands ist immer noch mal etwas anderes als eine Änderung mit völlig unvorhersehbaren Konsequenzen. Vor allem dann, wenn die Hoffnungen, die mit der Änderung verbunden werden, völlig unrealistisch sind.

Veröffentlicht von: @scylla

Das Volk hat die Vorgabe (wir wollen aus der EU raus) geliefert.
Wer hier versagt, sind die beteiligten Politiker, Dein sog. "Fachwissen"
Auf allen Seiten

Was hälst du denn von der Idee, das Volk entscheiden zu lassen, welchen Fachleuten sie die Politik anvertrauen wollen...?

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @lucan-7

Was hälst du denn von der Idee, das Volk entscheiden zu lassen, welchen Fachleuten sie die Politik anvertrauen wollen...?

Die Queen hält jedenfalls nichts mehr davon.

alescha antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @scylla

Wer an der Wahl nicht teilgenommen hat, dessen Stimme zählt nun mal nicht. Ist bei uns nicht anders. Wenn diese Personen jetzt rummaulen, Pech gehabt.
Hab da einen Fall im Bekanntenkreis "Ich hab doch nieee damt gerechnet das die Brexit Befürworter gewinnen. Deshalb bin ich nicht zur Wahl gegangen [in meiner Botschaft] , sonder bin daheim geblieben.

Ja, damit haben viele nicht gerechnet, und auch nicht alle, die für den Brexit gestimmt haben, wollten den tatsächlich.
Die Schotten haben ja mehrheitlich für den Verbleib gestimmt, in einer Sendung kam aber ein schottischer Fischer zu Wort, der für den Brexit gestimmt hat, weil es ihn u.a. störte, daß spanische Fischer auch in schottischen Gewässern aufkreuzen. Er wollte der EU einen Denkzettel verpassen, mehr nicht. Einen Austritt aus der EU wollte er nicht, weil er ja auch von der EU in Form von Subventionen profitiert.
Tja, dumm gelaufen.

Ich kann mir schon vorstellen, daß er kein Einzelfall ist und das für viele lediglich eine Protestwahl war, aber kein ernsthaftes Austrittsansinnen.
Wenn man sich anschaut, daß das Ergebnis ja durchaus knapp war, spielt so ein Verhalten vielleicht durchaus eine Rolle.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

Er wollte der EU einen Denkzettel verpassen, mehr nicht.

Veröffentlicht von: @alescha

und das für viele lediglich eine Protestwahl war, aber kein ernsthaftes Austrittsansinnen.

Menschlich verständlich aber letzendlich egal.

Wenn ich "aus Protest" etwas wähle was ich garnicht will (hier bei uns zB meinetwegen AFD oder die Linken) "nur" um den Etablierten eins auszuwischen, muss ich ich mir trotzdem zurechnen lassen wenn sie an die Macht kommen und bin mitverantwortlich für die Folgen

Veröffentlicht von: @alescha

spielt so ein Verhalten vielleicht durchaus eine Rolle.

„Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“
Helmut Kohl am 31.8.84

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @scylla

Menschlich verständlich aber letzendlich egal.

Wenn ich "aus Protest" etwas wähle was ich garnicht will (hier bei uns zB meinetwegen AFD oder die Linken) "nur" um den Etablierten eins auszuwischen, muss ich ich mir trotzdem zurechnen lassen wenn sie an die Macht kommen und bin mitverantwortlich für die Folgen

Richtig.

Veröffentlicht von: @scylla

„Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“
Helmut Kohl am 31.8.84

Ja, und das ist in dem Fall extrem ärgerlich. So hat sich das ein großer Teil derjenigen, die da abgestimmt haben, sicherlich nicht vorgestellt.

Es ist ja nicht nur der Brexit an sich, sondern die Chaostage in London.
Man steht dabei und schaut fassungslos zu.

alescha antworten
Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128
Veröffentlicht von: @alescha

Es ist ja nicht nur der Brexit an sich, sondern die Chaostage in London.
Man steht dabei und schaut fassungslos zu.

Letztlich ist die EU genau so Verursacher dieses Chaos, aber sicher zu stolz um dies einzusehen.

Ohne EU kein Brexit (Brexshit).

tamaro antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @tamaro

Letztlich ist die EU genau so Verursacher dieses Chaos

Inwiefern? 🤨

alescha antworten
Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

EU = schlechtes Gebilde

Veröffentlicht von: @alescha

Inwiefern? 🤨

Weil die EU zu stur und unnachgiebig ist und kein Gespür für die Eigenheiten und Bedürfnisse seiner Mitgliedsländer hat (haben will).

Wäre UK nie ein EU-Mitglied gewesen, gäbe es nun auch keinen Brexit mit zu erwartendenen negativen Folgen und somit auch kein Brexit-Chaos.

Die EU finde ich von Grund auf ein arrogantes, diktatorisches und unsympathisches Gebilde. D.h., der Grundgedanke eines vereinten Europas an sich finde ich nicht schlecht, aber die EU geht viel zu weit.

Oder wie ich in meiner Antwort an Orangsaya schon schrieb:

Das ist nichts weiter als das Resultat der unmöglichen Vertragspakete, welche die EU schnürt. Da werden immer schön wirtschaftliche Komponente mit eingebaut, damit man im Bedarfsfall auch über effektive Druckmittel verfügt, um den "Vertragspartner" zum Spuren zwingen zu können.

Auslöser des Brexit-Wunsches der Briten war ja die Unzufriedenheit infolge der Flüchtlingskrise. Anstatt sich in diesem einen Punkt zu einigen und einen Kompromiss zu finden, droht nun der vollständige Bruch, und das schadet allen Beteiligten.

Die EU geht viel zu weit. Es sollte bloss ein lockeres Staatenbündnis sein. Freier Güter- und Personenverkehr, that's it.

Vielleicht droht auch mir eines Tages eine Zukunft als EU-Bürger, wer weiss. Da verspüre ich schon jetzt reichlich Breichreiz in mir bei diesem Gedanken.

tamaro antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960

O.k., das liefert die Gründe für den Austritt.

Dafür, daß das britische Parlament aber nicht weiß was es will, für den Führungsstil und das Lavieren von Theresa May etc. kann die EU aber nichts.
Und dieses Chaos meinte ich.
Ich habe ja einen gewissen Respekt vor Theresa May, daß sie die Verantwortung für etwas, was andere angerichtet haben, übernommen hat.
Sie hat die Sache aber offensichtlich nicht im Griff, und man kann sich fragen, ob es nicht Leute gegeben hätte, die das besser gemacht hätten.

Mal gespannt, was sie mit ihrem Rücktrittsangebot mit Bedingung erreicht.

alescha antworten
Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128
Veröffentlicht von: @alescha

Er wollte der EU einen Denkzettel verpassen, mehr nicht.

Ungeübt in direkter Demokratie kann man da nur sagen. Gerade GB, die als konstitutionelle Monarchie ja noch ein besonderes Verständnis von Autorität haben.

Diese Denkzettel-Stimm-Mentalität haben wir auch in der Schweiz und ich werde den Verdacht nicht los, dass die eine oder andere Vorlage der SVP (die sich nun im Sinkflug befindet) davon profitierte.

tamaro antworten
Tamaro
(@tamaro)
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Veröffentlicht von: @orangsaya

Das GB nur bedingt für das nichteuropäische Ausland exportieren kann, weil die fertige Teile für die Produktion aus Europa angeliefert werden müssen?

Das ist nichts weiter als das Resultat der unmöglichen Vertragspakete, welche die EU schnürt. Da werden immer schön wirtschaftliche Komponenten mit eingebaut, damit man im Bedarfsfall auch über effektive Druckmittel verfügt, um den "Vertragspartner" zum Spuren zwingen zu können.

Auslöser des Brexit-Wunsches der Briten war ja die Unzufriedenheit infolge der Flüchtlingskrise. Anstatt sich in diesem einen Punkt zu einigen und einen Kompromiss zu finden, droht nun der vollständige Bruch, und das schadet allen Beteiligten.

Die EU geht viel zu weit. Es sollte bloss ein lockeres Staatenbündnis sein. Freier Güter- und Personenverkehr, that's it.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Hier zeigt sich, dass eine direkte Demokratie eine Stammtischdemokratie ist die derartig unüberlegte Dinge Wirklichkeit werden lassen.

Nenne mir eine einzige Schweizer Volksabstimmung, die bei uns "unüberlegte Dinge" hat Wirklichkeit werden lassen. Die gibt es mE nicht. Ich bin selber immer wieder überrascht, wie ausgewogen, differenziert und vernünftig in der Schweiz Entscheidungen vom Volk getroffen werden und wie sich das Volk eben nur unwesentlich von einer momentanen Stimmungslage beeinflussen lässt.

Wir sind ja gerade das beste Beispiel dafür, dass die direkte Demokratie sehr wohl funktionieren kann. Zudem ist es auch gleichzeitig der Hauptgrund, weshalb ein grosser Teil der Schweizer sehr EU-skeptisch ist und dieser "Union" nicht beitreten will. Denn dann müssten wir uns von unserer direkten Demokratie definitiv verabschieden.

Nachtrag vom 27.03.2019 1049
Die aktuelle Diskussion rund um die Abschaffung der Sommer-/Winterzeit ist gerade ein Bsp. dafür, dass Berufspolitiker unüberlegte Dinge haben Wirklichkeit werden lassen. In der Schweiz wurde die Einf. SoZeit 1978 abgelehnt. Das CH-Volk war der EU in dieser Frage also 40 Jahre voraus.

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