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Flüchtlinge - Es wird wieder hässlich

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Wenn man sieht, wie die Griechen mit den Syrern umgehen. Dann frage ich mich, hat man immer noch nichts gelernt ?
Aber auf der anderen Seite kann ich Griechenland und Italien verstehen. Überfüllte Lager und anderes. Und Nordeuropa schiebt es weg mit Geld.

Mich widert das alles so an.

M.

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235 Antworten
Stefantweeetys
Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @meriadoc

Mich widert das alles so an.

Was würdest du denn tun? Ich meine, sagen wir du bist in Deutschland der Entscheider?

Das ist ganz ganz schwierig... "wir schaffen das " und nehmen noch mal ein paar Millionen Flüchtlinge auf, bedeutet jeder Steuerzahler wird pro Monat mit 50 Euro zur Kasse gebeten und die Wiederwahl kannst du abschreiben. AfD kommt auf 30%

Andere Option? Unmenschlich sein und kein Geld mehr für Flüchtlinge ausgeben? Grenzen mit Militär absichern? Mienenfelder, automatische Selbstschussanlagen die die Grenze sichern?

Ich finde das nicht einfach.... als Politiker kann man zwischen Pest und Cholera wählen.

stefantweeetys antworten
107 Antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813

Wir warten einfach ab. Das wollen die Rechtsextremisten und sie werden es bekommen. Und die angebliche Mitte guckt ein bisschen belämmert, weil sie das ja eigentlich gar nicht wollten, aber an sich ist es ja auch nicht schlimm. So lange es einen selbst nicht trifft. Hatten wir alles.
https://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlinge-auf-lesbos-da-braut-sich-ein-pogrom-zusammen/25599234.html

littlebat antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Das ist ganz ganz schwierig... "wir schaffen das " und nehmen noch mal ein paar Millionen Flüchtlinge auf

Ein paar Millionen? Während der sog. Flüchtlingskrise 2015 kam nicht mal eine Million nach Deutschland. Hier mal die Entwicklung: https://mediendienst-integration.de/migration/flucht-asyl/zahl-der-fluechtlinge.html
Von ein "paar Millionen" kann doch gar keine Rede sein.

Auch jetzt werden es keine "paar Millionen" werden. Derzeit sind 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge in der Türkei - aber ob die sich jetzt allesamt in Richtung Deutschland aufmachen?

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

bedeutet jeder Steuerzahler wird pro Monat mit 50 Euro zur Kasse gebeten

Wo hast Du diese Zahl her? Gerade selbst geschätzt oder aus einem AfD-Sharepic?

Hier mal was belastbares: https://correctiv.org/faktencheck/migration/2019/10/22/nein-fluechtlinge-kosten-deutschland-nicht-bis-zu-55-milliarden-euro-pro-jahr
Zum Vergleich: Die Bankenkrise hat den deutschen Steuerzahler 59 Milliarden gekostet. Auch andernorts werden Millionen oder Milliarden in den Sand gesetzt. Ja, das ist dann manchmal einen Aufreger wert, Horrorszenarien werden damit ulkigerweise aber nicht konstruiert. Sobald aber das Geld aber für Menschen in Not ausgegeben wird, gerät Deutschland auf einmal an den Rand des Bankrotts und werden Steuerzahler über Gebühr belastet.

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

AfD kommt auf 30%

Ja, und willkürliche Schätzungen wie viele Millionen Flüchtlinge kommen und was das den Steuerzahler angeblich kostet tragen dazu bei.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

Zum Vergleich: Die Bankenkrise hat den deutschen Steuerzahler 59 Milliarden gekostet.

Wie ist denn das berechnet?

Anonymous antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 639

Aber dennoch kann die Antwort nicht heißen, dass die BRD wieder den allergrößten Teil der Flüchtlinge (teilweise auch Wirtschaftsflüchtlinge)
aufnimmt. Entweder es gibt eine europäische Lösung oder aber die
Bundesregierung erklärt von sich aus bereit, 20% der Kinder, Eltern und alten Leute aufzunehmen. Wir brauchen diese Deckelung, ansonsten
wird es keine Akzeptanz in der Bevölkerung geben und die Kluft in der dt. Gesellschaft wird sich vertiefen.

1-ichthys antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @1-ichthys

Aber dennoch kann die Antwort nicht heißen, dass die BRD wieder den allergrößten Teil der Flüchtlinge (teilweise auch Wirtschaftsflüchtlinge)
aufnimmt.

Die meisten Flüchtlinge sitzen ja noch in der Türkei.

Und m.W. - aber da bin ich offen für Korrektur - hängt ja die Verteilung der Flüchtlinge auch von der Bevölkerungszahl ab. Und das bevölkerungsreichste Land Europas ist nochmal?

alescha antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 639
Veröffentlicht von: @alescha

Und das bevölkerungsreichste Land Europas ist nochmal?

Und daher spreche ich ja davon, dass die BRD 20% aufnehmen könnte. Glaub mal, kein anderes europäisches Land würde genausoviel oder mehr Flüchtlinge aufnehmen.

1-ichthys antworten
1-ichthys
(@1-ichthys)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 639

Inzwischen bin ich zur Meinung gekommen, dass die Russen sich um die Flüchtlinge kümmern, sie in ihr Land holen und dort versorgen sollten,
denn Russland hat den Krieg in Syrien angezettelt bzw. unterstützt. Daher sollen sie sich auch um die Flüchtlinge kümmern; die BRD hat es 2015 vorbildlich vorgemacht. Und wenn die Russen sich verweigern, muss man ihnen eben noch härtere Wirtschaftssanktionen auferlegen!

1-ichthys antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

denn Russland hat den Krieg in Syrien angezettelt bzw. unterstützt. Daher sollen sie sich auch um die Flüchtlinge kümmern;

Wäre konsequent, bloß geht kein Syrer freiwillig nach Putin-Land aus Angst vor Auslieferung zu Assad.

ungehorsam antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

Und das bevölkerungsreichste Land Europas ist nochmal?

Die Föderale Republik Russland, selbst wenn man nur den europäischen Teil betrachtet

3, 9 Millionen km2 mit ca. 122 Millionen der insgesamt ca. 144 Mio. Einwohner (Ohne Krim)

https://de.wikipedia.org/wiki/Russland

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960

o.k., ich hätte genauer formulieren sollen. Das bevölkerungsreichste Land der EU.

alescha antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752

Russland?

Veröffentlicht von: @scylla
Veröffentlicht von: @scylla

Und das bevölkerungsreichste Land Europas ist nochmal?

Die Föderale Republik Russland, selbst wenn man nur den europäischen Teil betrachtet

Ich dachte, es ging um die EU? Meines Wissens hat Russland da noch nicht einmal einen Aufnahmeantrag gestellt ...

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Alescha hat nach dem bevölkerungsreichstem Land Europas gefragt.
Gehört die FR Russland nicht zu Europa?

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752

Europa

Veröffentlicht von: @scylla

Gehört die FR Russland nicht zu Europa?

Kommt darauf an, was du meinst.

Wenn du den Kontinent Europas meinst: Da gehört Russland teilweise dazu. In manchen Statistiken wird auch ganz Russland (einschließlich Sibirien und den Gebieten südlich der Manytsch-Senke) zu Europa gezählt.

Außerdem gibt es die Angewohnheit, "Europa" zu sagen, wenn die EU gemeint ist. Also vergleichbar dazu, dass die USA gemeint sind, wenn "Amerika" gesagt wird.

Schließlich gibt es noch die mythologische Figur Europa (die auf nem Stier ritt, der tatsächlich Zeus war).

Welche der Bedeutungen jeweils gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang. Und ich fand, der war hier eindeutig.

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @hkmwk

Da gehört Russland teilweise dazu. In manchen Statistiken wird auch ganz Russland

Dir wird sicherlich nicht entgangen sein, das ich mich rein auf Russland bis zum Ural bezog

Veröffentlicht von: @hkmwk

Außerdem gibt es die Angewohnheit, "Europa" zu sagen, wenn die EU gemeint ist

Eine ziemliche Arroganz, zu ignorieren, das die "EU" nicht Europa repäsentiert bzw zu versuchen es so darszustellen als könnte man nur unter dem Dach Brüssels "guter Europäer" sein.

Da ist mir, auch wenn sie erst einmal gescheitert scheint, die Idee eines Michel Gorbatschov vom "Gemeinsamen Haus Europa" wesentlich sympathischer und näher.

Wobei Gorbatschov sicherlich keine "Brüssler Bürokratur" im Sinne hatte, die nur deshalb zusammenbleibt, weil die BRD den Hauptlastenträger und Zahlmichel macht.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Welche der Bedeutungen jeweils gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang. Und ich fand, der war hier eindeutig.

Deine, eine der möglichen Sichtweisen...

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @scylla

Dir wird sicherlich nicht entgangen sein, das ich mich rein auf Russland bis zum Ural bezog

Ich habe deinen Beitrag, in dem klar wurde, worauf genau du dich bezogst, nicht noch einmal gelesen. Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, hast du sowohl von Russland bis zum Ural (da stellt sich die Frage: gehören die asiatischen Gebiete zwischen Manytsch und Kaukasus dazu oder nicht?) bezogst wie auch auf ganz Russland.
Ist aber auch egal: ich habe versucht, alle Bedeutungen von "Europa" aufzuzählen, und da gehört "der (Sub-)Kontinent Europa plus Sibirien" mit dazu.

Veröffentlicht von: @scylla

Eine ziemliche Arroganz, zu ignorieren, das die "EU" nicht Europa repäsentiert

Protestierst du auch so, wenn jemand Amerika sagt, wenn er die USA meint, oder von Amerikanern bzw. Amis spricht, wenn er US-Einwohner (bzw. US-Bürger, je nach Kontext) sagen will? Oder wenn jemand Holländer sagt, obwohl er alle Niederländer (von Westfriesland im Norden bis Limburg im Süden) meint?

Es ist ein Sprachgebrauch.

Veröffentlicht von: @scylla

zw zu versuchen es so darszustellen als könnte man nur unter dem Dach Brüssels "guter Europäer" sein.

Der Ausdruck "guter Europäer" bezieht sich auf "europäische" Werte wie Demokratie, Menschenrechte und Einhaltung des Völkerrechts. So wie das zuweilen benutzt wird, ist da schon Scheinheiligkeit dabei. Aktuell demonstriert ja gerade von der Leyen, dass sie keine gute Europäerin ist, schließlich winkt sie das Verhalten Griechenlands durch.

Veröffentlicht von: @scylla

Da ist mir, auch wenn sie erst einmal gescheitert scheint, die Idee eines Michel Gorbatschov vom "Gemeinsamen Haus Europa" wesentlich sympathischer und näher.

Eine schöne Idee, mit der Gorbatschow ein besserer Europäer war als so mancher Eurokrat.

Veröffentlicht von: @scylla

die nur deshalb zusammenbleibt, weil die BRD den Hauptlastenträger und Zahlmichel macht.

Der Handelsüberschuss, der uns einen hohen Lebensstandard sichert und auf der anderen Seite andere Länder in finanzielle Schwierigkeiten bringt, diese Quelle unseres Wohlstands würde weniger stark sprudeln, wenn die EU nicht wäre. Ist nur fair wenn wir da etwas als "Zahlmichel" zurückgeben.

Außerdem zahlen wir nicht allein, die Briten hatten auch gezahlt, die Skandinavier zahlen auch ...

Das Problem gibts auch auf nationaler Ebene, denke an den Streit um den Bundesfinanzausgleich. In Belgien war gut zu beobachten, wie sich erst das reiche industrielle Wallonien mit dem verarmten Flandern stritt und dann das nach dem weitgehenden Wegfall der Schwerindustrie das reiche Flandern mit dem verarmten Wallonien, "offiziell" gings natürlich immer um die Sprache ... oder denke an den "Zahlmeister" Spaniens, Katalonien.

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @hkmwk

der wenn jemand Holländer sagt, obwohl er alle Niederländer

Ja, diesen kleinen Erbsenzählluxus leiste ich mir.

Weil die meisten Niederländer die ich das vergnügen habe zu kenne, "Holländer" genannt zu werden, obwohl man weder in Nord- noch Südholland lebt, ungefähr genau so mögen wie ein Mittel-/Ober-/Unterfranke Bayer

Veröffentlicht von: @hkmwk

Der Handelsüberschuss, der uns einen hohen Lebensstandard sichert

Es wird niemand innerhalb der EU gezwungen in der BRD produzierte Waren zu kaufen.
Ausserdem, da die meisten Grosskonzerne internationalisiert sind oder agieren sichern Gewinne von SAP, VW,Bayer oder irgendeinem Oberbayrsichen Maschinenbauer usw, wenn sie denn welche machen keineswegs "meinen" Lebensstandard.

Diese Firmen internationalisieren ihre Gewinne da, wo die neidrigsten Steuern zu erwarten sind, national sozialisiert werden nur Verluste

Veröffentlicht von: @hkmwk

diese Quelle unseres Wohlstands

Der augenblicklichen "Quelle" unseres "Wohstandes"
steht die offen geduldete Zwangsenteignung hierzulande lebender Kleinsparer und Anleger mittels EZB Nullzinspolitik. Damit die sorglose Party in Spanien, Griechenland, Italien usw weiter gehn kann.

Bei inzwischen stetig steigenden Inflationsrate kann man sogar von doppelter Enteignung sprechen.

Hier wird die Eigentumsgarantie des Art. 14 ad absurdum geführt und die Basis unserer sozialen Marktwirtschaft demontiert

Neben her noch private und betriebliche Altervorsorgen in Milliardenhöhe.

Also.. wo ist da Dein gepriesener nutzen für Otto und Aishe Normalbürger in diesem Land?

Da ist keiner... der Brüssler "EU Sozialismus" bedeutet staatlich verordnete Armut für die breite Bürgerschaft

Nachtrag vom 04.03.2020 1245
und in so einer Phase des offenen Niedergangs möchte man also den Bürgern ein 2. 2015 aufbürden

Na denn viel Spass

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @scylla

Es wird niemand innerhalb der EU gezwungen in der BRD produzierte Waren zu kaufen.

Klar doch, deswegen heißt es ja freie Marktwirtschaft. Nur eine vollständig freie Marktwirtschaft produziert wirtschaftliches Ungleichgewicht. Das bekannteste, aber keineswegs einzige, Beispiel ist der "Manchesterkapitalismus" im 19.Jh. Daraus wurde gelernt, deswegen gibt es "Marktverzerrungen" wie Steuerprogression oder staatliche Sozialleistungen.

Die ältesten Beispiele für "reine Marktwirtschaft produziert soziale Ungleichheit" finden sich schon in der Antike. Römische und Griechische Geschichte, die Verhältnisse, in denen z.B. Amos predigte ...

Und so was gilt nicht nur innerhalb eines Staates, sondern auch international. Ohne Protektionismus kann man sich nicht gegen wirtschaftlich stärkere Durchsetzen (daher der Name). Auch Deutschland ist im 19.Jh. nur durch den Protektionismus des deutschen Zollvereins in der Lage gewesen, Großbritannien wirtschaftlich zu überflügeln. Japan wieder ist ein Paradebeispiel, wie schädlich Protektionismus ist, wenn er nicht abgebaut wird, sobald das Land nicht mehr rückständig ist.

Es sind schlicht die "Gesetze der Marktwirtschaft", die dafür sorgen, dass Deutschland von der EU wirtschaftlich profitiert. Oder dass nach der Wiedervereinigung Geld vom Osten in den Westen floss (ein wenig ausgeglichen durch staatliche Aufbauhilfe im Osten). Oder oft auch von der sog. dritten Welt in die sog. erste. Und so weiter ...

Veröffentlicht von: @scylla

Diese Firmen internationalisieren ihre Gewinne da, wo die neidrigsten Steuern zu erwarten sind, national sozialisiert werden nur Verluste

Klar, ich habe nicht alles erwähnt, wir sollten auch bedenken, dass die unterschiedliche Lebenserwartung zu unterschiedlich hohen Rentenleistungen für, und tausend Dinge mehr. Ich sprach von Handelsüberschüssen, die sind keine Zahlungsüberschüsse. Dein Lebensstandard wäre sicher höher, wenn alle Unternehmen sozial verantwortlich handeln, und Gewinne auch dort ausweisen würden, wo sie entstehen. Aber dass das nicht geschieht ändert nichts daran, dass Deutschland von der EU profitiert, was durch Nettozahlungen nur zum Teil ausgeglichen wird.

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @hkmwk

unterschiedliche Lebenserwartung zu unterschiedlich hohen Rentenleistungen für,

Inwieweit unterscheiden sich da Deiner Meinung nach Österreich, Luxemburg oder die niederlande von Deutschland, das ein hiesiger gesetzlicher Renter so signifikant schlechter da steht.

Veröffentlicht von: @hkmwk

dass Deutschland von der EU profitiert,

Einzelne mögen profitieren, die breite Masse tut es nicht (mehr)

Mit dem Euro kam eine innere Abwertung um fast 50 Prozent . De facto Halbierung der Löhne und gehälter bei fast gleich gebliebenen Konsumgüterkosten

Die Nullzinspolitik der EZB vernichtet hinzukommend auf breiter Basis private Kleinvermögen und Altersvorsorgen

Der einfache Normalbewohner der BRD hat keinerlei "höheren" Lebenstandard durch Lebensstandard durch den , man kann schon fast sagen Wirtschaftskrieg, den die EU mit Billigung der Bundesregierung gegen die Bewohnerschaft der BRD führt

Fakt ist, er verringert sich von Jahr zu Jahr

und dann will man uns, ich wiederhole es noch einmal, ein 2tes 2015 zumuten bzw in Generalhaftung für alles Elend und alle Probleme der Welt nehmen ?

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @scylla

Inwieweit unterscheiden sich da Deiner Meinung nach Österreich, Luxemburg oder die niederlande von Deutschland, das ein hiesiger gesetzlicher Renter so signifikant schlechter da steht.

Ich hab nicht gesagt, dass Lebenserwartung der einzige Grund für solche Unterschiede ist. Ich hab nur ein beliebiges Thema rausgegriffen, um zu signalisieren, dass wenn ich eine Ursache-Wirkungsbeziehung erwähne, damit keineswegs die Ursache für alles gefunden habe. Und das gilt auch für das Thema Rentenniveau.

Veröffentlicht von: @scylla

Einzelne mögen profitieren, die breite Masse tut es nicht (mehr)

Ohne die EU ginge es uns schlechter. Irgendwo in der Mitte zwischen D jetzt und Spanien jetzt. Dass es der Masse dann besser gehen würde, wage ich zu bezweifeln. Die Möglichkeit, Steuerkniffs anzuwenden, bietet vor allem das deutsche Steuerrecht, Europa hat damit nicht viel zu tun.

Veröffentlicht von: @scylla

dem Euro kam eine innere Abwertung um fast 50 Prozent

Gefühlt 50%. Weil Dinge, die nicht so teuer wurden, aus dem Blick geraten, die gefühlte Abwertung richtet sich nach den teilen des Warenkorbs, die besonders preistreibend sind.

So stieg der deutsche Verbraucherpreisindex in den fünf Jahren vor der Einführung um 7,4 %, während er in den fünf Jahren danach um 7,3 % stieg. Auch in Österreich stieg laut Statistik Austria der österreichische Verbraucherpreisindex in den zwölf Jahren von 1987 bis 1998 um durchschnittlich 2,45 % pro Jahr, während die Inflationsrate von 1998 bis 2003 auf durchschnittlich 1,84 % sank.

Ohne den Euro wäre die DM weiter aufgewertet worden. Macht Importe billiger, verringert aber den Export (und Exdportüberschuss), und verringert somit die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Hartz IV hätte noch schlimmere Auswirkungen gehabt als so wie es kam.

Veröffentlicht von: @scylla

Die Nullzinspolitik der EZB vernichtet hinzukommend auf breiter Basis private Kleinvermögen und Altersvorsorgen

Es wäre besser gewesen, Griechenland aus dem Euro zu entlassen. Das hätte Griechenland wirklich gerettet, natürlich mit anderen Maßnahmen, die ohne eine Abwertung der griechischen Währung zu einem katastrophalen Schrumpfungsprozess (fast hätte ich Zusammenbruch gesagt) der griechischen Wirtschaft geführt haben.

Und wer hat das gewollt? Die deutsche Bundesregierung, "gut" beraten von der deutschen Bank, sprich: Ackermann.

Helmut

hkmwk antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @1-ichthys

Entweder es gibt eine europäische Lösung

Die gibt es schon. Deutschland nimmt anteilmäßig an der EU-Bevölkerung Flüchtlinge auf. Ein, zwei Mio. könnten es am Ende werden, wenn sich mal wieder Osteuropa querstellt.

Veröffentlicht von: @1-ichthys

Wir brauchen diese Deckelung

Nein, wir brauchen die nicht. Wo willst Du die Flüchtlinge hinschicken, die wo anders keine Bleibe finden?

helle antworten
mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @helle

Die gibt es schon.

nein gibt es nicht. es gibt dublin3. das ist keine lösung.

mrb-ii antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @alescha

Auch jetzt werden es keine "paar Millionen" werden. Derzeit sind 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge in der Türkei - aber ob die sich jetzt allesamt in Richtung Deutschland aufmachen?

Das bleibt spekulativ, jedoch: Syrische Bürgerkriegsflüchtlinge müssen in der Türkei zwar nicht länger um ihr Leben fürchten, sie werden mit einer Unterkunft, Nahrung und Medizin versorgt, aber ihre Situation dort ist nicht vergleichbar mit der von Flüchtlingen, die es nach Deutschland oder Skandinavien geschafft haben, wo sich ihnen eine Bleibeperspektive bietet und die Kinder ausgebildet werden. Im Gegensatz dazu hat die Türkei von Beginn an klar gestellt, daß die Flüchtlinge Gäste sind, die nicht dauerhaft bleiben können.

Wäre ich an Stelle eines Flüchtlings in der Türkei, würde ich deshalb überlegen, wie ich nach Europa kommen würde, besonders dann, wenn ich jung und mobil wäre oder (kleine) Kinder hätte. Ich halte das Motiv, für sich und seine Kinder und Verwandten das Bestmögliche zu erreichen, für universal menschlich.
Nun werden nicht alle Flüchtlinge die Möglichkeit zur Migration haben. Viele mögen auch auf ein Ende des Krieges hoffen, und sei es unter der Herrschaft Asadds. Aber gerade das wird für viele die Rückkehr nach Syrien unmöglich machen.

Daher würde ich - spekulativ - davon ausgehen, daß eine durchaus nennenswerte Zahl von in der Türkei lebenden Flüchtlingen (und jetzt neu Hinzustoßenden) sich gern auf den Weg nach Europa machen wird, wenn Länder wie Deutschland signalisieren, daß sie zur Aufnahme bereit sind.

mrorleander antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @mrorleander

Ich halte das Motiv, für sich und seine Kinder und Verwandten das Bestmögliche zu erreichen, für universal menschlich.

Richtig, es dauert etwas bis man sich auf den Weg macht, aber wenn man schon los laufen muss, geht man dort hin wo man die besten Chancen hat, bzw. wo man denk das man die besten Chancen hat. Würde ich auch so machen.

stefantweeetys antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @mrorleander

Daher würde ich - spekulativ - davon ausgehen, daß eine durchaus nennenswerte Zahl von in der Türkei lebenden Flüchtlingen (und jetzt neu Hinzustoßenden) sich gern auf den Weg nach Europa machen wird, wenn Länder wie Deutschland signalisieren, daß sie zur Aufnahme bereit sind.

Der humanitär größte Fehler war, der Türkei Geld geben und sich dann noch erpressen lassen. Hätte man die Flüchtlinge nicht schon vor Jahren auf die EU verteilen und ihnen eine Zukunft bieten sollen? Das hätte der EU viele Milliarden Euro gespart und dem Autokraten das Druckmittel genommen.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Jesus Christus Flüchtlinge in unmenschlichen Lagern Jahrelang festgehalten hätte. Vor wenigen Monaten kam dazu eine sehr aufschlussreiche Dokumentarsendung im Fernsehen. Leider kann ich sie nicht mehr finden.

Gruß Helle

helle antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @helle

Hätte man die Flüchtlinge nicht schon vor Jahren auf die EU verteilen und ihnen eine Zukunft bieten sollen? Das hätte der EU viele Milliarden Euro gespart und dem Autokraten das Druckmittel genommen.

Mal davon abgesehen, daß sich die jetzt verbleibenden 3,6 Millionen Flüchtlinge in 2015 ganz sicher nicht auf die EU hätten verteilen lassen: Milliarden gespart hätte man damit auf keinen Fall, ganz im Gegenteil: Die Unterbringung von Flüchtlingen in der Türkei oder in den anderen Nachbarnländern Syriens ist erheblich günstiger als bspw. in Deutschland.

Veröffentlicht von: @helle

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Jesus Christus Flüchtlinge in unmenschlichen Lagern Jahrelang festgehalten hätte.

Beziehst Du Dich auf die Türkei? Da wäre es mir neu, daß die Flüchtlinge durch die Bank menschenunwürdig untergebracht wären. Oder denkst Du an Moria auf Lesbos?

mrorleander antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @mrorleander

Milliarden gespart hätte man damit auf keinen Fall

Hätte man den Flüchtlingen eine angemessen bezahlte Arbeit angeboten, dann hätte es sich doch sicher auch gelohnt, oder? Ich sehe zumindest den Vorteil, dass das BSP dadurch gestiegen wäre. Das wären auch zusätzliche Steuereinnahmen gewesen. Die meisten Flüchtlinge wollen ja auch arbeiten, wohnen, später ein Auto usw.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Beziehst Du Dich auf die Türkei? Da wäre es mir neu, daß die Flüchtlinge durch die Bank menschenunwürdig untergebracht wären. Oder denkst Du an Moria auf Lesbos?

Auch in der Türkei mussten syrische Flüchtlinge sehr lange in Zelten hausen. Hierzu kam im TV eine Doku-Sendung. Ob es inzwischen für alle Flüchtlinge eine Wohnung in der Türkei gibt, weiß ich nicht. Die Zustände auf Moria und Lesbos sind natürlich unerfreulich. Warum bietet sich hier keine Lösung an?

helle antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @helle

Hätte man den Flüchtlingen eine angemessen bezahlte Arbeit angeboten, dann hätte es sich doch sicher auch gelohnt, oder?

Ja. Allerdings müßten die Leute dafür ja erst einmal qualifiziert sein. Wir sind größtenteils keine Agrarnation mehr, wo jeder und jede Arbeitsfähige einen Job bekommt, der zumindest halbwegs den Lebensunterhalt sicherstellt.

Veröffentlicht von: @helle

Die Zustände auf Moria und Lesbos sind natürlich unerfreulich. Warum bietet sich hier keine Lösung an?

Die griechische Asylbehörde scheint nicht die schnellste zu sein.
Davon ab hege ich den Verdacht, daß Moria als Abschreckung dient. Aber sicher wissen tue ich es nicht.

mrorleander antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

gesten
Gestern kam passend dazu ein Beitrag im Fernsehen. Jugendliche Flüchtlinge wurden einfach zum mindestens 18-jährigen erklärt, damit die Griechen nicht mehr den unbegleiteten Schutz der jungen Leute garantieren muss. Die Zeltlager dort sind katastrophal. Ich bin entsetzt, wie man dort mit Menschen umgeht! Ein 15-jähriges Mädchen hatte seine Geburtsurkunde mit dabei, nach der sie 15 Jahre alt war. Sie hat geweint, weil sie eine bessere Zukunft haben wollte und jetzt monate- oder gar jahrelang im Zelt hausen muss - bei jedem Wetter und bei Kälte. Hier ist dringend EU-Hilfe gefragt!

Ich unterstelle mal den meisten Flüchtlingen, dass sie hier eine bessere Zukunft haben und einen gescheiten Beruf erlernen wollen. Junge Leute sollten gefördert werden. Ein Arbeitsverbot für Flüchtlinge halte ich in Zeiten der Vollbeschäftigung für unangebracht. Selbst Reinigungsarbeiten in Parks u.a. kann durch Analphabeten verrichtet werden. Vielleicht entwickeln sich neue Ideen, wie man diese Leute schneller in die Gesellschaft integrieren und auf dem Arbeitsmarkt vermitteln kann?
Bei meiner frau arbeitet ein Flüchtling als "Hilfsarbeiter". Er wird in die Pflege eingelernt. Er ist freundlich und dankbar und freut sich, eigenen Unterhalt zu verdienen. Wäre das nicht eine Chance für viele? Für mich ist dies eine bessere Lösung, als ein Arbeitsverbot zu verhängen und zuzuschauen, wie einige ihr Geld mit Drogen oder Diebstahl verdienen, weil ihnen keine andere Chance geboten wird.

Gruß Helle

helle antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @helle

Ein Arbeitsverbot für Flüchtlinge halte ich in Zeiten der Vollbeschäftigung für unangebracht. Selbst Reinigungsarbeiten in Parks u.a. kann durch Analphabeten verrichtet werden.

Vollbeschäftigung heißt nicht, daß es keine Arbeitslosen gibt.
Es gibt im Niedriglohnsektor bereits jetzt zahlreiche Arbeitslose, darunter auch viele Menschen aus den westlichen Balkanländern, denen per Arbeitsvisum der Weg in eine legale Beschäftigung in Deutschland erleichtert werden sollte.

mrorleander antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

In Deutschland gibt es viele illegal Beschäftigte, die als Billiglohnarbeiter arbeiten. Gut, dass der Zoll hier sehr aktiv arbeitet.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Selbst Reinigungsarbeiten in Parks u.a. kann durch Analphabeten verrichtet werden.

Bitte nicht falsch verstehen. Nicht, dass mir jetzt angelastet wird, ich würde alle Flüchtlinge als Analphabeten bezeichnen. Mit meinem Statement wollte ich zum Ausdruck bringen, dass es auch für diese Personengruppe, immerhin 8% aller syrischen Flüchtlinge (u.a. Welt.de) eine Arbeitsmöglichkeit gibt. 20% aller Deutschkursabsolventen erreichen ein Sprachniveau (B1), das als Mindestanforderung zu einem Ausbildungsplatz benötigt wird. Wenn man die Deutschkurse noch anpasst, kann auch diese Rate noch erhöht werden. Vielleicht hat Deutschland aus den Fehlern 2015 etwas gelernt? Und es kann auch nicht sein, für diese nur begrenzt Geld bereitzustellen, um damit einem Teil Flüchtlinge einen Deutschkurs zu verwehren. Abner das lenkt jetzt schon zu weit vom Thema weg. Vielleicht wäre ein neues Thema "Welche Fehler aus 2015 müssen verbessert werden?" angebrachter.

Gruß Helle

helle antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @helle

Mit meinem Statement wollte ich zum Ausdruck bringen, dass es auch für diese Personengruppe, immerhin 8% aller syrischen Flüchtlinge (u.a. Welt.de) eine Arbeitsmöglichkeit gibt.

Wer erledigt denn bislang die Reinigungsarbeiten in Parks, von denen Du sprachst? Was geschieht mit diesen Menschen, wenn Dein Plan umgesetzt werden sollte?

Veröffentlicht von: @helle

20% aller Deutschkursabsolventen erreichen ein Sprachniveau (B1), das als Mindestanforderung zu einem Ausbildungsplatz benötigt wird. Wenn man die Deutschkurse noch anpasst, kann auch diese Rate noch erhöht werden.

Warum sollte man die Rate anpassen? Es hat doch vermutlich einen Sinn, daß B1 und nicht A2 verlangt wird, oder denkst Du das nicht?

Veröffentlicht von: @helle

Vielleicht hat Deutschland aus den Fehlern 2015 etwas gelernt?

Es sieht danach aus. Keine nationalen Alleingänge mehr. Keine Wiederholung der teilweise chaotischen Zustände von 2015. Aber alles hat seinen Preis, somit auch die deutlich geringere Bereitschaft, weitere Flüchtlinge aufzunehmen.

mrorleander antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @mrorleander

Wer erledigt denn bislang die Reinigungsarbeiten in Parks, von denen Du sprachst?

Die könnten mit ihrem Fahrzeug doch mal die Straßengräben vom Müll befreien. In meiner Ecke gibt es dort genug zu tun.
Eine weitere Möglichkeit wäre doch, Flüchtlinge als
Erntehelfer einzusetzen, die dringend benötigt werden.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Warum sollte man die Rate anpassen? Es hat doch vermutlich einen Sinn, daß B1 und nicht A2 verlangt wird, oder denkst Du das nicht?

Klar macht das Sinn. Aber wäre es nicht einfacher, aus den verschiedenen Sprachkurs anschlüssen auch verschiedene Arbeiten bzw. Ausbildungen anzubieten? Für einen Hilfsarbeiter würde A2 genügen. Der könnte dann seine Sprachkenntnisse auf B1 erweitern und dann "aufsteigen". Für die Zeit ab A" hätte er dann die Möglichkeit, ein eigenes Einkommen zu haben. In Anbetracht der Tatsache, dass der größte Teil nicht B1 erreicht, muss man neue Ideen entwickeln, wie man den Flüchtlingen neue Möglichkeiten zum eigenen Verdienst bieten kann.

Veröffentlicht von: @mrorleander

somit auch die deutlich geringere Bereitschaft, weitere Flüchtlinge aufzunehmen.

Diese ist aber doch da. Nur einigen sich die EU-Länder nicht darauf. Die meisten aus nationalistischen Gründen. In Deutschland haben Politiker mittlerweile gefordert, wenigstens den medizinisch hilfsbedürftigen Flüchtlingen zu helfen bzw. diese aufzunehmen. Das fände ich auch richtig.

Gruß Helle

helle antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @helle

halte ich in Zeiten der Vollbeschäftigung

Das wir "Zeiten der Vollbeschäftigung" haben, halte ich definitiv für ein Gerücht

https://www.die-linke.de/themen/arbeit/tatsaechliche-arbeitslosigkeit/2020/

Offizielle Arbeitslosigkeit im Februar 2020: 2.395.604

Hinzu kommen

Älter als 58, beziehen Arbeitslosengeld II: 172.513
Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 65.419
Förderung von Arbeitsverhältnissen: 1.921
Fremdförderung: 177.394
Teilhabe am Arbeitsmarkt (§ 16i SGB II): 36.519
berufliche Weiterbildung: 174.204
Aktivierung und berufliche Eingliederung (z. B. Vermittlung durch Dritte): 209.224
Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 1.614
Kranke Arbeitslose (§146 SGB III): 81.765
Nicht gezählte Arbeitslose gesamt: 920.573

Nachtrag vom 06.03.2020 1416
Hinzu kommen noch Rund 3.7 Millionen Harz IV Empfänger.
Selbst wenn ich nur Rund ein viertel als voll arbeitsfähig betrachte, kommen dann noch mal rund eine Millionen hinzu.
Wo haben wir also bitte "Vollbeschäftigung"

Anonymous antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Vollbeschäftigung.
Entschuldige, dass ich mich von der Arbeitslosenstatistik blenden ließ. Natürlich sind die Zahlen geschönt. Ich darf halt nicht von meinem Bundesland ausgehen...

Trotzdem bin ich der Meinung, dass den Flüchtlingen Arbeit angeboten werden sollte.

helle antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @mrorleander

aber ihre Situation dort ist nicht vergleichbar mit der von Flüchtlingen, die es nach Deutschland oder Skandinavien geschafft haben, wo sich ihnen eine Bleibeperspektive bietet und die Kinder ausgebildet werden.

Ich muß mich korrigieren. Die Situation für Flüchtlinge in der Türkei ist offenbar doch besser, als von mir angenommen, wie ich gestern in der FAZ gelesen habe:

Seit der Erklärung des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan, die Grenze nach Europa sei für Flüchtlinge offen, sind dem Aufruf vor allem Afghanen gefolgt. Die meisten der mindestens 3,6 Millionen Syrer in der Türkei leben seit mehr als vier Jahren in dem Land. Nur sehr wenige sind in Flüchtlingslagern untergebracht, die meisten haben sich in den großen Städten integriert und Türkisch gelernt. Sie haben Arbeit und Wohnungen gefunden, ihre Kinder gehen zur Schule. Für die allermeisten kommt auch eine Rückkehr nach Syrien unter einem Regime Assad nicht in Frage.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/fluechtlinge-aus-syrien-die-tragoedie-des-21-jahrhunderts-16661310-p2.html

mrorleander antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Also nix mit 3,6 Millionen, die uns Erdogan auf den Hals schickt. Alles nur Propaganda.

ungehorsam antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426

Mein Post wollte nur deutlich machen, dass alles seine Konsequenzen hat und die Entscheidung was man macht sehr schwer ist.

Es ist unwichtig ob 100.000 oder 10.000.000 Mio Flüchtlinge ins Land strömen und ob man statistisch 30 Euro abdrücken muss oder 100. Viel mehr entscheidend ist wie die Bewohner des Landes dazu stehen und was sie fühlen. Was wird wahrgenommen? Wie werden sie das nächste mal wählen, wie werden sie sich verhalten.

Zu der Zahl: wir haben 45 Mio Arbeitnehmer und der Artikel spricht von 15 Mrd. an Kosten, das sind 27 Euro pro Monat die jeder Steuerzahler bezahlen muss. In wie weit ist die Zahl des Artikels belastbar und realistisch? Wem kann man glauben?

Ich bin bin mittlerweile im Ausland und mich betrifft es nicht, mir ist aber klar das dieses Thema sehr kontrovers betrachtet wird und jede Entscheidung hat direkte und indirekte Folgen. 2015 habe ich mich auch um Flüchtlinge gekümmert und stehe noch heute mit ihnen in Kontakt. Für sie lief alles gut, ihr Deutsch ist mittlerweile so gut, dass sie einen Job gefunden haben und haben auch viele deutsche Freunde gefunden.

Du wirst wohl zustimmen, dass die Flüchtlingskrise die politische Landschaft in Europa nach rechts gerückt hat und es weitreichende Folgen hat und hatte. Es geht nicht nur Zahlen und nackte Fakten, es geht um Gefühle der Menschen und das ist das was zählt.

stefantweeetys antworten
mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Zu der Zahl: wir haben 45 Mio Arbeitnehmer und der Artikel spricht von 15 Mrd. an Kosten, das sind 27 Euro pro Monat die jeder Steuerzahler bezahlen muss.

erstens ist die höhe der steuerlast nicht für jeden gleich und zweitens wurden weder steuern für die flüchtlinge erhöht, noch würden steuern ohne flüchtlinge gesenkt. auf der geldschiene zu argumentieren ist eine sackgasse.

mrb-ii antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @mrb-ii

auf der geldschiene zu argumentieren ist eine sackgasse.

Das mag für dich so sein, aber sehen das alle Steuerzahler so? Das ist doch springende Punkt. Es kommt nicht so sehr auf die Fakten an, es kommt auf die Gefühle an. Gefühle entscheiden sehr wohl mit wo man bei den nächsten Wahlen das Kreuz machen wird.

stefantweeetys antworten
mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Es kommt nicht so sehr auf die Fakten an, es kommt auf die Gefühle an.

wo wir dann wieder bei der faktenfreien diskussion angekommen wären.

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Gefühle entscheiden sehr wohl mit wo man bei den nächsten Wahlen das Kreuz machen wird.

das mag schon sein. und was ist die konsequenz daraus? kniefall vor den rechtspopulisten?

mrb-ii antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Und woher nimmt der Staat dann das Geld, um den kommenden Flüchtlingsstrom zu bewältigen? Wenn nämlich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt wurde, sollten gleich richtige sTädte für ankommende Flüchtlinge gebaut werden und Geld für Deutschkurse bereitgestellt werden - und vor allem in den Ämtern mehr Personal eingestellt werden. Oder sollen die Flüchtlinge dann wieder jahrelang in sogenannten Aufnahmelagern leben?

helle antworten
mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @helle

Und woher nimmt der Staat dann das Geld, um den kommenden Flüchtlingsstrom zu bewältigen?

dort wo bisher geld war, ist immer noch geld. 🙄

Veröffentlicht von: @helle

Wenn nämlich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt wurde, sollten gleich richtige sTädte für ankommende Flüchtlinge gebaut werden

nein.

Veröffentlicht von: @helle

und Geld für Deutschkurse bereitgestellt werden

von mir aus.

Veröffentlicht von: @helle

und vor allem in den Ämtern mehr Personal eingestellt werden.

das wächst auf bäumen, man muss es nur abpflücken.

Veröffentlicht von: @helle

Oder sollen die Flüchtlinge dann wieder jahrelang in sogenannten Aufnahmelagern leben?

von jahrelang kann keine rede sein, aber ja. zentrale oder dezentrale unterbringung, wie bisher. bis zum entscheid des weiteren verbleibs.

mrb-ii antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @mrb-ii

von jahrelang kann keine rede sein, aber ja. zentrale oder dezentrale unterbringung, wie bisher. bis zum entscheid des weiteren verbleibs.

Genau das war vor fünf Jahren das Problem. Viele Monate, oft über ein halbes oder dreiviertel Jahr vergingen, bis über einen Antrag entschieden wurde. Als dann einige Flüchtlinge einen Job erhielten, hat man nicht selten diese trotz Arbeit abgeschoben, in einigen Fällen z.B. Tage nach Abschluss des Examens für Pflegefachkraft.

Ich hoffe, es werden nicht die gleichen Fehler wiederholt und gleich bei der Einreise eine Identitätsfeststellung vorgenommen, danach schnell Wohnungszuweisung, Erstausstattung und Vermittlung einer Arbeit usw.

Gruß Helle

helle antworten
mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954

🙄

mrb-ii antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752

Integration als Abschiebegrund

Veröffentlicht von: @helle

Als dann einige Flüchtlinge einen Job erhielten, hat man nicht selten diese trotz Arbeit abgeschoben, in einigen Fällen z.B. Tage nach Abschluss des Examens für Pflegefachkraft.

Ja, und im dem Zusammenhang fällt mir immer ein, was mal ein bayrischer Politiker (weiß nicht mehr wer, auf jeden Fall CSU) sagte. Der sprach von einem fußballspielenden Ministranten aus dem Senegal (ich vermute, die Kombination von Ministrant und Fußballspieler ist in Bayern der Inbegriff von Integration). Und dann folgte der Satz: "Den bekommen sie nie mehr abgeschoben!" - weil dann Schulklassen, Priester und wer weiß noch alles dagegen protestiert.

Die Geisteshaltung, die aus dieser Aussage spricht, erklärt auch, was du schreibst. Da hat jemand gemerkt: Vorsicht, der hat jetzt eine Ausbildung abgeschlossen, wenn wir den nicht jetzt abschieben, bleibt der für immer!

In die gleiche Kategorie ordne ich auch Fälle ein wie den, dass jemand abgeschoben wird, kurz nachdem es ihm endlich gelungen ist, Papiere zu bekommen, die seine Identität bestätigen.

Helmut

hkmwk antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @helle

Als dann einige Flüchtlinge einen Job erhielten, hat man nicht selten diese trotz Arbeit abgeschoben, in einigen Fällen z.B. Tage nach Abschluss des Examens für Pflegefachkraft.

Aus Sicht des Asylverfahren dürfte das korrekt gewesen sein, denn hierbei wird nicht über die Einbürgerung und damit den dauerhaften Verbleib eines Menschen in Deutschland entschieden.
Ob so ein Verhalten schlau ist, steht auf einem anderen Blatt. Ich bin da zwiegespalten: Einerseits braucht das Land Pflegekräfte und weiß nicht, woher nehmen. Andererseits ist der Pflegeberuf in hohem Maße anspruchsvoll und sollte nicht als Ticket für die Einbürgerung gelten, weil er damit auch diejenigen anlockt, die für diesen Beruf nicht geeignet sind.

mrorleander antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @mrorleander

Andererseits ist der Pflegeberuf in hohem Maße anspruchsvoll und sollte nicht als Ticket für die Einbürgerung gelten, weil er damit auch diejenigen anlockt, die für diesen Beruf nicht geeignet sind.

Wer für den Beruf nicht geeignet ist wird auch keine Ausbildung abschliessen können... auch wenn die einfachste Ausbildung in dem Bereich nur über ein Jahr geht sieht man dann ja ob es klappt oder nicht.

Wichtig ist es allerdings, hier nicht aus Verzweiflung die Ansprüche zu senken, sondern bessere Chancen für solche zu schaffen, die eine gute Arbeit leisten können.

lucan-7 antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @lucan-7

Wer für den Beruf nicht geeignet ist wird auch keine Ausbildung abschliessen können... auch wenn die einfachste Ausbildung in dem Bereich nur über ein Jahr geht sieht man dann ja ob es klappt oder nicht.

Leider ist es nicht ganz so einfach. Ich habe Kontakt zu einem Ausbilder in diesem Berufszweig und er erzählt regelmäßig Haarsträubendes über Absolventen (unabhängig von ihrer Herkunft).
Auf der eher technischen Seite läßt sich Pflege sehr gut erlernen. Die Frage ist, ob Du auf Dauer die Menschenliebe aufbringst, ohne die es nicht geht.

mrorleander antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Ich habe ebenfalls Kontakte in dem Bereich und versuche unter anderem auch Flüchtlingen solche Stellen zu vermitteln... was halt nicht geht, wenn die Qualifikation nicht da ist.

Ich finde es nicht ganz einfach, gerade in diesem Bereich (Für mich wäre das wohl nichts).
Einerseits ist es wichtig, Mitgefühl und soziale Kompetenz zu zeigen... auf der anderen Seite macht einen aber genau das auf Dauer kaputt, wenn man zu viel an sich heranlässt. Die Kunst ist also, einerseits Empathie zeigen zu können, andererseits aber genug Distanz zu wahren um sich selbst auf Dauer zu schützen.

Das ist in der Tat so anspruchsvoll, dass man kaum genügend Leute auf Dauer finden wird... so muss es dann eben reichen, auch Leute einzustellen, die die technische Seite beherrschen und sich zumindest an elementere Umgangsformen und einen gewissen Respekt halten.

Auch wenn ich dir vermutlich grundsätzlich zustimme erscheint mir das Wort "Menschenliebe" in diesem Zusammenhang doch zu hoch gegriffen... vielleicht sehe ich das auch zu sehr in einem mehr oder weniger religösem Zusammenhang.

lucan-7 antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @lucan-7

Auch wenn ich dir vermutlich grundsätzlich zustimme erscheint mir das Wort "Menschenliebe" in diesem Zusammenhang doch zu hoch gegriffen...

Ich habe nicht von Nächstenliebe gesprochen. 😀
Sich in sozialen Berufen qua Selbstaufgabe mehr oder weniger schnell aufzureiben, ist immer eine Gefahr.
Für mich wäre die Arbeit auch nichts. Ich bewundere Menschen, die über Jahrzehnte in der Pflege tätig sind und immer noch sagen, sie machten das gern (auch wenn häufig der Rücken oder die Knie nicht mehr richtig mitspielen). Ich denke, ohne Liebe zu diesen Menschen, in den meisten Fällen alten Menschen, wird man in diesem Beruf nicht alt.

mrorleander antworten
mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954

Aus Sicht des Asylverfahren dürfte das korrekt gewesen sein, denn hierbei wird nicht über die Einbürgerung und damit den dauerhaften Verbleib eines Menschen in Deutschland entschieden.

Eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung hat rein gar nichts mit einer Einbürgerung zu tun.

mrb-ii antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @helle

Als dann einige Flüchtlinge einen Job erhielten, hat man nicht selten diese trotz Arbeit abgeschoben, in einigen Fällen z.B. Tage nach Abschluss des Examens für Pflegefachkraft.

Das ist ja auch richtig so. Die Leute können sich nun legal an die deutsche Botschaft in ihren Heimatländern wenden und dort ein Visum beantragen.
Zur Zeit ist das überhaupt kein Problem, weil hier jede Menge Fachkräfte fehlen.

Anonymous antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Fachkräftemangel?
Aus meiner Sicht ist es reine Heuchelei, einen Afghanen drei Tage nach Abschluss des Pflegeexamens abzuschieben und wegen dem Fachkräftemangel rumzuheulen. Hier muss endlich gesetzlich Klarheit geschaffen werden, dass arbeitende Flüchtlinge nicht abgeschoben werden dürfen, insbesondere, wenn sie die Lücke im Fachkräftemangel schließen.

helle antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Es ist unwichtig ob 100.000 oder 10.000.000 Mio Flüchtlinge ins Land strömen und ob man statistisch 30 Euro abdrücken muss oder 100. Viel mehr entscheidend ist wie die Bewohner des Landes dazu stehen und was sie fühlen. Was wird wahrgenommen? Wie werden sie das nächste mal wählen, wie werden sie sich verhalten.

Doch, das ist wichtig, weil es für viele einen Unterschied macht, wie viele kommen.

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

das sind 27 Euro pro Monat die jeder Steuerzahler bezahlen muss.

Auf welcher Grundlage berechnest Du das?

Dein Beitrag erweckt den Eindruck, als kämen aufgrund der Flüchtlinge Steuererhöhungen auf uns zu? War das bis jetzt der Fall?

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Es geht nicht nur Zahlen und nackte Fakten, es geht um Gefühle der Menschen und das ist das was zählt.

Die Gefühle kann man manipulieren, u.a. mit manipulierten Zahlen.
Das hat in der Geschichte schon ziemlich üble Konsequenzen gehabt.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Ein paar Millionen mehr oder weniger... oder wie?

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Das ist ganz ganz schwierig... "wir schaffen das " und nehmen noch mal ein paar Millionen Flüchtlinge auf,

"Nochmal ein paar Millionen"? In ganz Deutschland leben gerade mal 1,3 Millionen Flüchtlinge insgesamt, welche über die letzten Jahre ins Land kamen!

Quelle:
Zahl der Flüchtlinge in Deutschland

Es geht hier aktuell gerade mal um zehntausend Flüchtlinge, das würde hier in Deutschland niemandem wirklich auffallen... noch nicht mal die Statistik würde sich da großartig ändern!

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @lucan-7

Es geht hier aktuell gerade mal um zehntausend Flüchtlinge,

Die Zahl der Flüchtlinge, um die es 2015 ging, war auch nicht größer. Aber nachdem die in Ungarn gestrandeten nach Deutschland durften, wurden es schnell fast eine Mio.

Erdoghan hat doch jetzt schon den Flüchtlingen gegenüber signalisiert: Ihr könnt jetzt alle problemlos nach Europa - wenn das wirklich passiert, weit es nicht bei zehntausend bleiben. Mindestens zehnmal so viel, vielleicht auch zwei Millionen (noch höher wär aber wohl tatsächlich Panikmache).

Letztlich geht es darum: Darf uns die Humanität etwas kosten? Laut AfD: Nein. Laut Jesus: Ja, das sollte sie. Die anderen Parteien (außer AfD & Co.) drücken sich um die Antwort ...

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Der Anblick von Flüchtlingen, die Hilfe erhalten...

Veröffentlicht von: @hkmwk

Erdoghan hat doch jetzt schon den Flüchtlingen gegenüber signalisiert: Ihr könnt jetzt alle problemlos nach Europa - wenn das wirklich passiert, weit es nicht bei zehntausend bleiben. Mindestens zehnmal so viel, vielleicht auch zwei Millionen (noch höher wär aber wohl tatsächlich Panikmache).

Erdogan wurde in erster Linie signalisiert, dass Europa sich willig erpressen lässt... kaum lässt er zehntausend Flüchtlinge los bricht in der EU Panik aus. Erdogan kann jetzt alles verlangen, was er will.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Letztlich geht es darum: Darf uns die Humanität etwas kosten? Laut AfD: Nein. Laut Jesus: Ja, das sollte sie. Die anderen Parteien (außer AfD & Co.) drücken sich um die Antwort ...

Nein... es geht nur um die Frage, ob man die Flüchtlinge selbst zu sehen bekommt oder nicht. Dass die Türkei von Seiten der EU (Und damit auch von Deutschland) einige Milliarden erhält interessiert hieruzulande niemanden. Es ist völlig egal, wieviel Geld die Flüchlinge bekommen - so lange sie es nur nicht HIER bekommen.

Denn offenbar ist vielen Deutschen der Anblick von Flüchtlingen, die Hilfe erhalten, nicht zuzumuten - andernfalls mutieren bisher anständige Bürger zu Nazis und wählen nur noch AfD.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @lucan-7

Es ist völlig egal, wieviel Geld die Flüchlinge bekommen - so lange sie es nur nicht HIER bekommen.

Na ja, wenn sie nach HIER kommen, dann "nehmen sie Arbeitsplätze weg", sorgen für größere Nachfrage nach Wohnungen und somit höhere Mietpreise, und so weiter, da kommt schon Einiges zusammen, das die Leute in ihrer Geldbörse merken. Und es gibt auch immaterielle Kosten: weniger Sicherheit (direkt durch Anschläge und Kriminalität, indirekt durch mehr Nazis), mehr Konfrontation durch andere Kulturen (da gabs doch 2015 den Fernsehbeitrag, wo sich Leute drüber aufregten, dass die sich an der Straße einfach so auf den Boden setzen), und so weiter.

Einige Befürchtungen, die oben angesprochen wurden, sind irrational, andere berechtigt. Und wenn wir wirklich mehrere Millionen aufnehmen würden, würde das uns etwas kosten.

Andererseits wär das eine Chance zur Bereicherung. Und nach dem, was Jesus gesagt hat, sollten wir uns auf diesen "Tausch" einlassen. Aber dazu sind wir nicht bereit.

Helmut

hkmwk antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @hkmwk

Und nach dem, was Jesus gesagt hat, sollten wir uns auf diesen "Tausch" einlassen. Aber dazu sind wir nicht bereit.

Das stimmt doch so pauschal gar nicht. So sehr ich Deine Beiträge immer schätze, so muss ich Dir hier doch mal widersprechen. Es gibt viele Menschen, die damit einverstanden sind, einige nicht. Die Frage, die sich stellt, ist, ob Deutschland Geld aus EU-Mitteln bekommt. Da Deutschland nach Aufnahme von Flüchtlingen deutlich höhere EU-Beiträge zahlen muss, weil diese sich an der Einwohnerzahl orientieren, muss meiner Meinung nach die EU Deutschland auch unterstützen. Vor allem müssen die Länder, die sich nicht daran beteiligen, Konsequenzen spüren! Und die Fehler, die vor fünf Jahren gemacht wurden, dürfen sich nicht wiederholen!

helle antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @helle

Da Deutschland nach Aufnahme von Flüchtlingen deutlich höhere EU-Beiträge zahlen muss, weil diese sich an der Einwohnerzahl orientieren, muss meiner Meinung nach die EU Deutschland auch unterstützen.

Flüchtlinge sind keine "Einwohner". Wo hast du das denn her?

Davon abgesehen: die Mitgliedsbeiträge richten sich nach dem Einkommen (Bruttonationaleinkommen) nicht nach der Einwohnerzahl...

Nachtrag vom 03.03.2020 1731
"Einwohner" im Sinne von Staatsangehörigen ist hier natürlich gemeint.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @helle
Veröffentlicht von: @helle

Und nach dem, was Jesus gesagt hat, sollten wir uns auf diesen "Tausch" einlassen. Aber dazu sind wir nicht bereit.

Das stimmt doch so pauschal gar nicht.

Ja, ich habe pauschal formuliert. Hängt auch damit zusammen, was für ne Predigt ich letzten Sonntag gehört habe. Der Gottesdienst, den ich normalerweise besuche, ist wegen covid-19 ausgefallen, und der Pastor hat via Internet (Audio-Datei) über Verse in Daniel 9 gepredigt. Und da stellt sich Daniel ganz in die Reihe seiner Landsleute und bekennt dessen Sünden als seine eigene Sünden.

Ich bin Deutscher, ich kann mich von den Sünden meines Volkes nicht mit einem "Gott sei Dank bin ich nicht so" abgrenzen. Deshalb hab ich "wir" gesagt. Und ich hoffe, ein Christ kann das nachvollziehen.

Helmut

hkmwk antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @lucan-7

Nochmal ein paar Millionen"? In ganz Deutschland leben gerade mal 1,3 Millionen Flüchtlinge insgesamt, welche über die letzten Jahre ins Land kamen!

Wie schon geschrieben, es ging mir nur darum um klar zustellen das jede Entscheidung Konsequenzen hat und die Zukunft verändert.

stefantweeetys antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Dass sich Deutschland drastisch verändern wird, haben auch schon Politiker vorhergesagt. Manche freuen sich auch darauf. Deutschland kann diese jedoch auch steuern. Und ein Land muss sich immer verändern, wenn es in der Zukunft eine Chance haben will!

helle antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @helle

Dass sich Deutschland drastisch verändern wird, haben auch schon Politiker vorhergesagt. Manche freuen sich auch darauf.

Wer freut sich da auf genau was?

lucan-7 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2870
Veröffentlicht von: @helle

Dass sich Deutschland drastisch verändern wird, haben auch schon Politiker vorhergesagt. Manche freuen sich auch darauf. Deutschland kann diese jedoch auch steuern. Und ein Land muss sich immer verändern, wenn es in der Zukunft eine Chance haben will!

Ja, ganz genau. Deswegen hoffe ich das Friedrich Merz Vorsitzender und Kanzlerkandidat wird. Nicht nur wirtschaftlich brauchen wir wieder Menschen, die in der Mitte sind und auf unserer Verfassung deutlich fußen.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @orangsaya

Nicht nur wirtschaftlich brauchen wir wieder Menschen, die in der Mitte sind und auf unserer Verfassung deutlich fußen.

Und wer war das bisher nicht...?

lucan-7 antworten
mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954

Merz ist jedenfalls nicht Mitte.

mrb-ii antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @mrb-ii

Merz ist jedenfalls nicht Mitte.

"Mitte" ist überhaupt nicht klar definiert. Merz mag erzkonservativ sein, aber er ist kein Extremist vom linken oder rechten Rand. Ich sehe ihn also noch weitgehend in der "Mitte"... aber sind eine ganze Menge mehr Leute ebenfalls.

lucan-7 antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

hoffentlich nicht!
Ich möchte keinen Kanzlerkandidaten, der uns empfiehlt, mit Aktienkauf die Altersvorsorge abzusichern. Was, wenn es zum Börsencrash kommt? Der DAX ist in den letzten Wochen um 19% gefallen. Und was dann? Nein, ich hoffe, dass wir von einem solchen Politiker, der nur Politik im Sinne großer Unternehmen macht, verschont bleiben.

helle antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

Du verwechselst eine allgemeine Empfehlung mit einem Zwang, etwas zu tun.
Er hat nie die Abschaffung der Rente gefordert. Das diese allerdings in zwanzig Jahren kaum noch funktionieren dürfte, sollte auch jedem klar sein.

eldarion antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Wie schon geschrieben, es ging mir nur darum um klar zustellen das jede Entscheidung Konsequenzen hat und die Zukunft verändert.

Ja, und das kann man dann entweder völlig übertrieben dramatisieren oder sachlich und nüchtern betrachten.

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802

Hallo Stefan!

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Wie schon geschrieben, es ging mir nur darum um klar zustellen das jede Entscheidung Konsequenzen hat und die Zukunft verändert.

Nein, das stimmt so nicht.

Du hast nicht beweisbare und zum Teil verzerrte "Fakten" und Zahlen genannt ("Millionen Flüchtlinge, die gekommen sind..", "50 Euro pro Kopf mehr Steuern durch Flüchtlinge"), um eine Stimmung gegen Flüchtlinge zu kreieren und den Bürger zu "besorgen". Dabei lebst Du ja nicht mal in dem Land, von dem Du sprichst.

Ich halte diese Art für Meinungsmache nicht hilfreich. Falsche Fakten, wie Du sie hier äußerst, helfen der Leuten wie z.b. der AfD, Fremdenhass und Ablehnung anzufeuern. So bekommt die AfD irgendwann 30%.

Wir haben dieselbe Diskussion beim letzten Flüchtlingsstrom 2015 schon diskutiert und unterm Strich haben sich die düsteren Prognosen nicht bewahrheitet. Angies "Wir schaffen hat", das gezeigt, dass sie Recht hatte. Wir haben es geschafft und wir schaffen auch die nächste Welle.

Tris

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Der Hass hat längst gesiegt...

Veröffentlicht von: @tristesse

Angies "Wir schaffen hat", das gezeigt, dass sie Recht hatte. Wir haben es geschafft und wir schaffen auch die nächste Welle.

Das würden wir wohl... aber der Fremdenhass hat ja längst gesiegt. Aus Furcht, die AfD könnte weiter Zulauf kriegen, wird jetzt so gut wie niemand mehr ins Land gelassen. Egal zu welchem Preis.

Denn keine Partei muss fürchten abgewählt zu werden, wenn sie keine Flüchtlinge ins Land lässt... oder Menschen, die weit weg sind, jegliche Hilfe verweigert.

Also wird das auch nicht geschehen. Es ist längst ein Sieg für den Hass.

lucan-7 antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @lucan-7

Aus Furcht, die AfD könnte weiter Zulauf kriegen, wird jetzt so gut wie niemand mehr ins Land gelassen.

Das halte ich für irrealistisch. Alleine der demografische Wandel zeigt, wie notwendig, wir Menschen ins Land lassen müssen, weil Deutschland wirtschaftlich sonst irgendwann gegen die Wand gefahren wird!

Nachtrag vom 04.03.2020 1517
...wie notwendig es ist, dass wir Menschen ins Land lassen müssen

helle antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

Die spezialisierte und automatisierte Wirtschaft der Zukunft wird vermutlich eher weniger, als mehr Menschen benötigen.

eldarion antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752

Das bedeutet aber ...

Veröffentlicht von: @eldarion

Die spezialisierte und automatisierte Wirtschaft der Zukunft wird vermutlich eher weniger, als mehr Menschen benötigen.

Das Argument für die Einwanderung ist, wie helle schrieb, nicht der Fachkräftemangel. sondern der demographische Wandel.

Wenn du das Problem mit Automatisierung (durch Digitalisierung etc.) lösen willst, dann kann das nur bedeuten: Die Steigerung der Produktivität wird nicht (oder nur in kleinem Ausmaß) dazu benutzt, Löhne oder Gewinne zu erhöhen, sondern für die Rente. Also deutlich steigende Rentenbeiträge, die dazu führen, dass trotz Automatisierung weder Löhne noch Gewinne nennenswert steigen.

Das muss erst mal politisch gewollt sein ...

Helmut

hkmwk antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

Digitalisierung ( und somit Arbeitsplatzabbau) ist keine Frage des politischen Willens. Ob wir wollen oder nicht, die Entwicklung wird sich weiter verstärken.
Gering Qualifizierte werden in Zukunft noch schlechtere Chancen haben, als das jetzt schon der Fall ist.

eldarion antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @eldarion

Digitalisierung ( und somit Arbeitsplatzabbau) ist keine Frage des politischen Willens.

Es ging doch um die Folgen des demographischen Wandels. Die werden durch Arbeitsabbau eher schlimmer als größer.

Wie gesagt: Die Digitalisierung könnte helfen, aber das bedeutet eben auch, dass der Rentenbeitrag auf über 30% (ich werf jetzt mal ne Zahl in den Raum) steigen muss.

Veröffentlicht von: @eldarion

Gering Qualifizierte werden in Zukunft noch schlechtere Chancen haben, als das jetzt schon der Fall ist.

Und inwiefern hilft uns das, den demographischen Wandel besser zu verkraften?

Helmut

hkmwk antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

Der demographische Wandel ist weniger schwerwiegend, als die Versorgung geringqualifizierter Zuwanderer, die auf lange Sicht kaum realistische Chancen auf den Arbeitsmarkt haben.
Die Zuwanderung würde die demographische Lage nur lösen können, wenn es eine Zuwanderung nach Bedarf geben würde.
Das ist aber im wesentlichen nicht der Fall.

eldarion antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @eldarion

Die Zuwanderung würde die demographische Lage nur lösen können, wenn es eine Zuwanderung nach Bedarf geben würde.

Gerade bei jungen Leuten kann man die Bildung auch dem Bedarf anpassen ...

Helmut

hkmwk antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802

Hi Lucan,
mich hat es irritiert, dass Dir hier in einem christlichen Forum nicht mehr User widersprochen haben.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Das würden wir wohl... aber der Fremdenhass hat ja längst gesiegt. Aus Furcht, die AfD könnte weiter Zulauf kriegen, wird jetzt so gut wie niemand mehr ins Land gelassen. Egal zu welchem Preis.

Solange es in dieser Welt Menschen gibt, die sich offen mit dem Thema Flüchtlinge auseinander setzen, die eine Kultur der Barmherzigkeit und Großzügigkeit pflegen und nicht grundsätzlich alles Fremde ablehnen, hat der Hass nicht gesiegt.

Es sind immer noch genug Menschen übrig, die Fremde nicht hassen.
Natürlich sind das nicht alles Christen 😊
Das sind auch User wie Du und viele andere hier.

Klar, durch Parteien wie die AfD und "besorgte Bürger", die Haß säen, wird Boden kälter, aber besiegt sind wir noch lange nicht.

Und da wünschte ich Dir ein wenig mehr Hoffnung und Optimismus.

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @tristesse

Solange es in dieser Welt Menschen gibt, die sich offen mit dem Thema Flüchtlinge auseinander setzen, die eine Kultur der Barmherzigkeit und Großzügigkeit pflegen und nicht grundsätzlich alles Fremde ablehnen, hat der Hass nicht gesiegt.

Die Frage ist, ob der Hass einen endgültigen Sieg davon getragen hat... und da bin ich natürlich ganz bei dir in der Hoffnung, dass das nicht der Fall ist.

Aber wenn ich mir die aktuelle Politik und die momentane Situation so anschaue, dann muss ich leider sagen: Der Hass hat einen Punktsieg errungen und treibt die Regierung kopflos vor sich her.

Denn was sich zur Zeit aus Angst vor der AfD, vergleichbaren populistischen Parteien in anderen Ländern und ihren Wählern abspielt ist mehr als beschämend.

Erdogan schickt ein paar Tausend Verzweifelte an die Grenze, und Europa knickt voller Panik ein, nur weil sich diese Menschen ein besseres Leben erhoffen... wie erbärmlich kann es denn noch werden?

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

Hoffnung sprechen und schreiben.....

Veröffentlicht von: @lucan-7

Die Frage ist, ob der Hass einen endgültigen Sieg davon getragen hat... und da bin ich natürlich ganz bei dir in der Hoffnung, dass das nicht der Fall ist.

Dein voriger Titel enthielt nun keine Hoffnung.... also irgendwie passt der nicht mit deiner Einlenkung zusammen.

deborah71 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @deborah71

Dein voriger Titel enthielt nun keine Hoffnung.... also irgendwie passt der nicht mit deiner Einlenkung zusammen.

Er war offensichtlich nicht so endgültig gemeint wie du ihn interpretiert hast.

Helmut

hkmwk antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802

Da gab es nicht viel zu interpretieren, wenn jemand in einem Beitrag zweimal sagt, dass er Hass gesiegt hat.

tristesse antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Nicht Hass, aber kaltes Eigeninteresse

Veröffentlicht von: @tristesse

Da gab es nicht viel zu interpretieren, wenn jemand in einem Beitrag zweimal sagt, dass er Hass gesiegt hat.

Lucan sprach von einem Punktsieg. Vermutlich meinte er eher einen Etappensieg (die deutsche Sprache geht ja allerorten den Bach runter... 😉 ). Und auch, wenn ich seine Terminlologie (Hass) nicht teile*, so hat er dennoch etwas konstatiert, was sich nur schlecht von der Hand weisen läßt: Der Umgang Europas mit den Flüchtlingen, wie er sich jetzt an der türkisch-griechischen Grenze beobachten läßt, hat nicht mehr viel von den einst als "westlich" titulierten Werten an sich.
Dazu gab's gestern (oder vorgestern? Ich hab's jetzt auf die Schnelle nicht gefunden, als ich's verlinken wollte) ein interessantes Interview mit einem "Experten" im Deutschlandfunk, der ausführte, wie sich insgesamt die üblichen Begrifflichkeiten heute von denen in 2015 unterscheiden. Von den Rechten, die Flüchtlinge allein durch ihr Mensch-Sein haben, ist heute praktisch kaum mehr die Rede. Statt von Kriegsflüchtlingen wird häufig von "illegalen Immigranten" geredet, aus den Schutzsuchenden wird allein per verwendeter Terminologie** eine kriminielle Gefahr konstruiert. Wenn nun z.B. man sich insbesondere um Kinder sorgt, so hört sich das zwar irgendwie besonders mitmenschlich und caritativ an. Eigentlich aber schleicht sich da unausgesprochen eine konträe Botschaft mit ein: dass die erwachsenen Flüchtlinge weniger rettenswert seien und dass überhaupt die Flüchtlinge, wo man sie nicht als Bedrohung ansieht, als Bittsteller zu verstehen sind, denen man, wenn man großzügig ist, Hilfe gewähren kann - dies aber nicht muß.
Von der Selbstverpflichtung, die wir uns in Deutschland z.B. durch den Artikel 1 in die Verfassung geschrieben haben, bleibt da nicht mehr viel übrig, und das Anrecht auf politisches Asyl, das wir noch als humanen Restbestand in unserer Gesetzgebung drin haben, wird heute eher als Argument dafür herangezogen, all jenen, die politisches Verfolgtsein nicht nachweisen können, Hilfe ohne viele Gewissensbisse zu verweigern.

Statt von Hass, wie ihn Lucan als Bezeichnung verwendet, würde ich eher von Eigeninteresse reden. Der politische Diskurs wird inzwischen insofern von den Fremdenfeinden bestimmt, als deren Fremdenfeindlichkeit als "realpolitische Gegebenheit" immer schon im Abwägen über Optionen mit eingepreist ist. Humanistische Einwände dagegen, die Grenzen polizeilich oder gar mit Militär abzuschotten, ebenso wie dagegen, nicht anerkannte Asylsuchende in ihre Heimatländer abzuschieben (ich stelle mir vor, wie ich als Zwanzigjähriger mit nichts in der Hand mit dem Flugzeug zwangsweise aus Deutschland zurück nach Afghanistan verbracht werde - nein, ich vermag mir das nicht mal vorzustellen...) - solche Einwände werden inzwischen mit einem :"Wenn wir das nicht machen, treibt das der AfD Wähler zu!" vom Tisch gefegt. Da hat die AfD, und das, wofür sie steht: nämlich nationalistisch getünchtes, kaltes Eigeninteresse, schon die Meinungsführerschaft im Diskurs übernommen.
Sloterdijks "Kritik der zynischen Vernunft" dürfte meinem Geschmack nach häufiger gelesen werden heutzutage...

Es grüßt
the Jack

*Hass setzt emotionale Nähe voraus. Deswegen finde ich das ganze Gerede über Hass, das momentan den Diskurs flutet (auch in Zusammenhängen wie dem Massenmord in Hanau) insofern wenig hilfreich, weil mir nicht Hass das Motiv der Fremdenfeinde und Mörder zu sein scheint. Die AfD verbreitet oder schürt keinen Hass, sondern Ressentiments und verschiebt die Schamgrenzen hinsichtlich dessen, wie weit man den Egoismus, das Eigen(gruppen)interesse in der öffentlichen Debatte zugibt. Das eigentlich humanistische Ideal ist ja nicht die Liebe (als Gegensatzbegriff zum Hass), sondern der Altruismus und die Solidarität mit allen Menschen (nicht nur der eigenen Gruppe von Menschen). Dieses Ideal erodiert gerade und wird nicht vom Hass, sondern vom rücksichtslosen Eigeninteresse zersetzt.

**Selbstverständlich haben die, die von "illegalen Immigranten" sprechen, in vielen Fällen die sachliche Richtigkeit auf ihrer Seite: weil wirtschaftliche Fluchtursachen hierzulande kein Anrecht auf Aufnahme begründen. Dass wirtschaftliche Fluchtgründe für den einzelnen Menschen ebenso existentiell sein können wie politische Verfolgung, wird per Terminologie ausgeblendet, der humanistische Mitleidsreflex gegenüber den existentiell Bedrohten bekommt so per Wandel im Sprachgebrauch überhaupt keinen Fuß mehr in die Tür.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802

Danke für Deine Antwort.

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

Wenn niemand widersprochen hätte, wäre der absolute Titel post für post weitergetragen worden und hätte die Chance bekommen, seine Botschaft einzuprägen und Hoffnungslosigkeit zu säen.

Auf der MEHR2020 hat Hartl einen wichtigen Gedanken angestossen:

mit wem stimmt man überein in seinen Aussagen... destruktiven Worten oder konstruktiven Worten in Übereinstimmung mit Gott.

Womit jemand sich mit seinen Worten eins macht, dem gibt er mehr Raum.

Zumindest konstruktiv erwarte ich von Lucan, denn das hat er oft genug bewiesen, dass er das kann.

lg
Deborah

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @deborah71

Wenn niemand widersprochen hätte, wäre der absolute Titel post für post weitergetragen worden und hätte die Chance bekommen, seine Botschaft einzuprägen und Hoffnungslosigkeit zu säen.

Entweder das... oder es hätte aufgerüttelt und Gegenstimmen provoziert.
Zwar erwarte ich hier im Forum von jesus.de nicht unbedingt eine relevante Gegenbewegung (Nicht aufgrund fehlenden Willens, sondern aufgrund fehlender Masse...), aber der Hinweis, dass die Angst vor dem Rechtspopulismus längst unsere Politik bestimmt (Und dadurch den Faschisten eine entsprechende Macht einräumt) sollte doch im Grunde jene Menschen mobilisieren, die eben nicht einfach aufgeben wollen.

Aber das wäre eben eine Aufgabe für die Zukunft... hier und jetzt bestimmt der Rechtspopulismus bzw. die Angst davor wesentlich die Politik.
Was ich durchaus als Etappensieg von Parteien wie der AfD werten würde.

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @deborah71

Dein voriger Titel enthielt nun keine Hoffnung.... also irgendwie passt der nicht mit deiner Einlenkung zusammen.

Das hängt vielleicht mit der unterschiedlichen Auffassung von "Sieg" zusammen... im christlichen Verständnis mag es um eine endgültige Auseinandersetzung zwischen Gott und dem Teufel gehen, die Gott selbstverständlich gewinnt (Was mir absurd erscheint... Gott ist der Schöpfer, der bestimmt eh wo es langgeht... da gibt es gar keine "Auseinandersetzung" oder Zweifel wer da gewinnen könnte.).

Für mich ist jeder "Sieg" aber nur ein vorläufiges Ergebnis... was wissen wir schon, was die Zukunft bringt? Mir geht es um das hier und jetzt... und da bestimmen Rechtspopulisten die Politik, sogar dann noch wenn sie nichts zu melden haben. Und das geht mir gewaltig gegen den Strich.
Hier und jetzt... und mit aller Hoffnung, dass sich das in Zukunft wieder ändern möge. Aber was weiss man schon...

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @lucan-7

Das hängt vielleicht mit der unterschiedlichen Auffassung von "Sieg" zusammen... im christlichen Verständnis mag es um eine endgültige Auseinandersetzung zwischen Gott und dem Teufel gehen, die Gott selbstverständlich gewinnt (Was mir absurd erscheint... Gott ist der Schöpfer, der bestimmt eh wo es langgeht... da gibt es gar keine "Auseinandersetzung" oder Zweifel wer da gewinnen könnte.).

Jesus hat schon gewonnen am Kreuz.

Der Mensch steht in seiner eigenen Auseinandersetzung, wem er zustimmt.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @deborah71

Jesus hat schon gewonnen am Kreuz.

Der Mensch steht in seiner eigenen Auseinandersetzung, wem er zustimmt.

Bei dem Thema, um das hier geht, findest du sowohl Christen wie Atheisten auf beiden Seiten der politischen Ansichten...

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866
Veröffentlicht von: @lucan-7

Bei dem Thema, um das hier geht, findest du sowohl Christen wie Atheisten auf beiden Seiten der politischen Ansichten...

Ja und?

Es geht grad um dich, wem du zuviel Gelingen zugesprochen hast und wie du als gutes Beispiel vorangehen könntest.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @deborah71

Es geht grad um dich, wem du zuviel Gelingen zugesprochen hast und wie du als gutes Beispiel vorangehen könntest.

Ich werde ganz sicher nicht behaupten, wie toll die Politik ist, wenn Menschen dabei sterben, und wie unwichtig die Populisten, wenn sie der Regierung indirekt ihre menschenverachtende Ideologie aufzwingen.

Es ist nämlich gar nicht so, dass die Populisten eine absolute Mehrheit erringen müssten, um dieses Land in den Griff zu bekommen.
Es reicht, wenn sie nur aggressiv genug auftreten und die übrige Bevölkerung zu wenig dagegen unternimmt.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

Weich nicht aus... du hast gute Rheotikkenntnisse, reichlich IQ und bislangen bewiesen, dass du logisch, punktgenau und klar schreiben kannst.

Was das nun mit dem absolut Setzen der Hassaussage von deiner Seite aus sollte, hat mich schon sehr verwundert.

Damit ist von meiner Seite aus gesagt, was ich ausdrücken wollte.

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @deborah71

Was das nun mit dem absolut Setzen der Hassaussage von deiner Seite aus sollte, hat mich schon sehr verwundert.

Ich vermute, dass das einfach daran liegt, dass du ein anderes Grundverständnis und eine völlig andere Perspektive hast.

Seit die sogenannte "Flüchtlingskrise", die aus Angst geboren wurde und in Hass umschlug, unsere Politik wesentlich bestimmt wurden Menschenrechte hintenan gestellt. Und genau das ist ein "Sieg für den Hass" - die Politik hat den Hass nicht überwunden, sie hat sich ihm unterworfen.

Deshalb sterben Menschen an Europas Aussengrenzen, trotz aller christlicher oder humanistischen Werte, denen wir uns angeblich verschrieben haben.

Alles aus Angst davor, dass Europas Einwohner zu Rassisten mutieren und populistische, antidemokratische und faschistische Parteien an die Macht bringen werden, falls wir tatsächlich Nächstenliebe zeigen sollten und die Würde der Menschen achten.

lucan-7 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

Du antwortest leider an meinem Thema vorbei.

lg
Deborah

deborah71 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @deborah71

Du antwortest leider an meinem Thema vorbei.

Ich habe keine Ahnung, was hier dein Thema ist... irgendwas geistliches? Dazu kann ich hier mit Sicherheit nichts beitragen. Mich interessieren hier nur die Menschen.

lucan-7 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16802
Veröffentlicht von: @lucan-7

Die Frage ist, ob der Hass einen endgültigen Sieg davon getragen hat... und da bin ich natürlich ganz bei dir in der Hoffnung, dass das nicht der Fall ist.

Nun, ich hab nichts davon gesagt, dass ich hoffe.
Ich hab gesagt, dass der Hass nicht gesiegt hat, somit sehe ich das als Tatsache an.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber wenn ich mir die aktuelle Politik und die momentane Situation so anschaue, dann muss ich leider sagen: Der Hass hat einen Punktsieg errungen und treibt die Regierung kopflos vor sich her.

Starke Worte, die ich persönlich in der Form niemals unterschreiben würde. Wir haben keine kopflose Regierung, sie arbeitet nur anders, als Du sie gern hättest. Und der Hass treibt auch niemanden vor sich her.

Hast Du in den Medien verfolgt, wie die Länder sich für die Kinder einsetzen, die elternlos in Griechenland gestrandet sind? Da sind engagierte Vertreter aus den verschiedensten Parteien, die für diese Kinder Platz machen und sich auf ihre Ankunft vorbereiten. Auch wenn der Bundestag bis eben noch nicht zugestimmt hat, so gehören diese Landesvertreter auch zur Regierung.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Denn was sich zur Zeit aus Angst vor der AfD, vergleichbaren populistischen Parteien in anderen Ländern und ihren Wählern abspielt ist mehr als beschämend.

Es ist aber nicht annährend so schlimm wie in den Ländern, in denen es keine Demokratie, keine Wahlen und keine Meinungsfreiheit gibt. Wenn Du über Nordkorea sagen würdest, dass der Hass regiert, dann hätte ich evtl noch zugestimmt. Und selbst da gibt es Menschen, die sich für das Gute einsetzen. Aber hier?

Klar ist es beschämend und ich versteh auch nicht, wie man populistische Parteien wählen kann. Aber das hat nichts damit zu tun dass hier der Hass regiert.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Erdogan schickt ein paar Tausend Verzweifelte an die Grenze, und Europa knickt voller Panik ein, nur weil sich diese Menschen ein besseres Leben erhoffen... wie erbärmlich kann es denn noch werden?

Es geht bestimmt noch erbärmlicher. Ich denke aber, dass wir nicht mehr lange die Grenzen zulassen können, der Druck wird nämlich immer größer und an der Grenze stehen lassen werden wir sie nicht ewig.

Es wird einfach Zeit, dass andere europäische Länder auch ihre Verantwortung übernehmen und wir diese Last aufteilen. Und ich kann verstehen, dass Deutschland da erst mal abwartet und den Druck erhöht, damit wir nicht wieder die einzigen sind.

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @tristesse

Nun, ich hab nichts davon gesagt, dass ich hoffe.
Ich hab gesagt, dass der Hass nicht gesiegt hat, somit sehe ich das als Tatsache an.

Ich rede hier nicht von einem "Endsieg" oder dergleichen... es ist ein Etappensieg, ein kleiner Schritt, der die Populisten weiter in die von ihnen gewünschte Richtung bringt. Und anscheinend haben wir dem kaum etwas entgegenzusetzen. Dass wir Menschen vor den Grenzen europas verrecken lassen, obwohl wir ihnen mit Leichtigkeit helfen könnten, wird inzwischen als selbstverständlich hingenommen bzw. von den Meisten einfach ignoriert.

Veröffentlicht von: @tristesse

Wir haben keine kopflose Regierung, sie arbeitet nur anders, als Du sie gern hättest. Und der Hass treibt auch niemanden vor sich her.

Diese Regierung lässt aus Angst vor den Populisten Menschen sterben. Ja, man kann durchaus sagen dass ich das gerne anders hätte!

Veröffentlicht von: @tristesse

Hast Du in den Medien verfolgt, wie die Länder sich für die Kinder einsetzen, die elternlos in Griechenland gestrandet sind? Da sind engagierte Vertreter aus den verschiedensten Parteien, die für diese Kinder Platz machen und sich auf ihre Ankunft vorbereiten.

Es gibt - gottseidank - selbstverständlich viele Menschen, die das nicht so ohne weiteres hinnehmen wollen und sich engagieren. Dafür bin ich dankbar. Aber eine politische Lösung, die hier dringend geboten wäre, gibt es dennoch nicht. Und ist auch nicht gewünscht, weil das bedeuten würden, noch mehr Menschen ins Lands zu lassen.

Und wenn die Wahl lautet, entweder 10.000 Flüchtlinge ins Land oder 5 Kinder sterben zu lassen, dann lautet das Ergebnis, dass man lieber ein paar Tote in Kauf nimmt, als der AfD auch nur einen einzigen Platz mehr im Parlament zu überlassen.

Veröffentlicht von: @tristesse

Es ist aber nicht annährend so schlimm wie in den Ländern, in denen es keine Demokratie, keine Wahlen und keine Meinungsfreiheit gibt. Wenn Du über Nordkorea sagen würdest, dass der Hass regiert, dann hätte ich evtl noch zugestimmt. Und selbst da gibt es Menschen, die sich für das Gute einsetzen.

Und im Mittelalter haben sie Hexen verbrannt... was soll das jetzt?

lucan-7 antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @lucan-7

Diese Regierung lässt aus Angst vor den Populisten Menschen sterben.

Das ist so jämmerlich. Gerade aus diesem Grunde bekommen die meine Stimme bei den kommenden Wahlen definitiv nicht! Wenn sie jetzt schon kuschen, sollen sie ihre Ämter als Abgeordnete niederlegen! Wir brauchen starke Politiker, die handeln und sich nicht hinter Rechten und der EU verstecken!

Gruß Helle

helle antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @tristesse

Und ich kann verstehen, dass Deutschland da erst mal abwartet

Hoffentlich wartet Deutschland nicht zu lange. Es gibt schwer erkrankte Kinder an der Grenze. Hierzu kam auf tagesschau24 vorgestern eine aufschlussreiche Sendung. Kinder mit hohem Fieber, die ohne medizinische Hilfe (die ihnen in der Türkei verwehrt wird) sterben werden. Hochschwangere usw. brauchen jetzt Hilfe. Ich frage mich, warum nicht sofort gehandelt wird! Ich habe die Mütter weinen sehen, die Angst haben, dass ihr Kind im Arm stirbt. weinende Kinder, die ins Angesicht des Todes blicken und alles schaut zu und im Erdowahnstaat werden diese Menschen sterben gelassen!

Wenn es nach mir geht, muss die grenze jetzt geöffnet werden! Nur kann sich die EU mal wieder nicht einigen...

Ein trauriger Helle

helle antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @helle

Kinder mit hohem Fieber, die ohne medizinische Hilfe (die ihnen in der Türkei verwehrt wird)

Es ist mir neu, daß Menschen in der Türkei medizinische Hilfe verwehrt wird und erkrankte Flüchtlinge dort deshalb sterben müssen. Hast Du dazu eine Quelle?

mrorleander antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15866

....

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Nö,hat er nicht.

M.

Anonymous antworten
Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 426

Hm...

seit 1991 haben weit über zwei Millionen Personen in Deutschland Asylanträge gestellt. Es gibt ja nicht nur 2015 und 2016. Das sind doch schon Millionen.

Hierbei handelt es sich um Asylanträge, die tatsächliche Zuwanderung ist deutlich größer. 2018 ungefähr 1,5 Millionen, was aber nicht bedeutet das die Gesamtbevölkerung um den Wert zunimmt, da es auch eine Abwanderung von 1,2 Millionen gab.

Beide Infos sind aus dem mediendienst. Zugegeben, die Korrektur der Zahlen kannte ich nicht. Die 50 Euro kommen daher daher zustande, dass ich die Kosten mit 27 Mrd angenommen habe. Wie imcorrectiv Artikel steht, ging man bis vor kurzen auch ganz offiziell von Kosten zwischen 25 Mrd bis 55 Mrd aus. Die 27 Mrd sind am unteren Ende und wurden von mir genommen weil am Ende die nächste glatte Zahl raus kommt.

Natürlich kann man sagen das ist unfair berechnet und man bekommt als Steuerzahler keine Centgenaue Rechnung. Das stimmt, aber die Kosten zahlen vereinfacht gesehen alle Steuerzahler oder es wird in Schulden umgewandelt die später die Kinder mit Zins und Zinseszins zahlen.

stefantweeetys antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Natürlich kann man sagen das ist unfair berechnet und man bekommt als Steuerzahler keine Centgenaue Rechnung. Das stimmt, aber die Kosten zahlen vereinfacht gesehen alle Steuerzahler oder es wird in Schulden umgewandelt die später die Kinder mit Zins und Zinseszins zahlen.

Da musst du nur noch die Wertschöpfung der Zuwanderer selbst gegenrechnen, und dann wird es langsam realistischer...

lucan-7 antworten


MrOrleander
Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @meriadoc

Wenn man sieht, wie die Griechen mit den Syrern umgehen. Dann frage ich mich, hat man immer noch nichts gelernt ?

Aus der Sicht Griechenlands kann ich das verstehen: Die Aufnahmelager auf den Inseln sind völlig überlastet, die für die Bearbeitung der Asylanträge zuständige Verwaltung im selben Maße überfordert. Von daher fürchtet man, vermutlich auch zu recht, einen Sogeffekt, wenn es den Migranten gelingt, über die Grenze nach Griechenland zu gelangen.

Veröffentlicht von: @meriadoc

Und Nordeuropa schiebt es weg mit Geld.

Mit Geld zu helfen, ist per se nichts Schlechtes. Es müßte allerdings auch in ausreichender Höhe geschehen. In wie weit die Klagen der Türkei berechtigt sind, weiß ich nicht. Aber wenn deutsche Politiker jetzt davon sprechen, es müßte ein neues Abkommen mit der Türkei geschlossen werden, dann gibt es vermutlich doch berechtigte Forderungen.

mrorleander antworten
1 Antwort
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752

Geldfragen

Veröffentlicht von: @mrorleander

Mit Geld zu helfen, ist per se nichts Schlechtes. Es müßte allerdings auch in ausreichender Höhe geschehen. In wie weit die Klagen der Türkei berechtigt sind, weiß ich nicht.

Der Knackpunkt ist: De EU hat auch NGOs unterstützt, die den Flüchtlingen helfen. Aber für Erdoğan zählt nur das Geld, das in die türkische Staatskasse fließt, und somit ist jeder Euro, der an eine NGO ging, für die EU ein gezahlter Euro und für Erdoğan ein nicht gezahlter Euro.

Helmut

hkmwk antworten
Helmut-WK
Beiträge : 4752

Es war schon immer hässlich

Veröffentlicht von: @meriadoc

Wenn man sieht, wie die Griechen mit den Syrern umgehen.

Ist doch nichts Neues. Jahrelang hat es die Öffentlichkeit kaum interessiert, dass jedes Jahr tausende im Mittelmeer ertrinken, FRONTEX-Soldaten haben Flüchtlinge zurückgeschickt oder Schlimmeres ...

Dann starb Alan Kurdi, auf einmal kippte die Stimmung, überall wurde gefordert, mit Flüchtlingen menschlich umzugehen. Kurz darauf erbarmte sich Merkel der Flüchtlinge, ie in Ungarn gestrandet waren, der Rest ist bekannt ...

Und kaum war die Euphorie der "Willkommenskultur" verflogen, da hat ja auch Deutschland dafür gesorgt, dass "die Balkanroute geschlossen wird". Und es gibt nicht nur ...

Veröffentlicht von: @meriadoc

Überfüllte Lager und anderes.

... es gibt auch Abschiebungen nach Afghanistan:

Ja, auch die Gefahr ist erheblich, Opfer eines Überfalls gewöhnlicher Krimineller zu werden – ebenso wie die Gefahr, bei einem Anschlag, einem Taliban-Angriff oder Kriegshandlungen verletzt und getötet zu werden.
Zu allem anderen kommt jetzt das neue Virus - für Afghanistan mit seinem schwachen Gesundheitssystem viel gefährlicher als für uns

Man kann sich vom verlinkten Blogeintrag durch weitere Beiträge klicken (zurück-Knopf ziemlich weit unten) und noch jede Menge anderen "ganz normalen Wahnsinn" finden ... meist gehts um Bayern, aber nicht nur!

Und da sich das BAMF sich schwer damit tut, Bekehrungen vom Islam zum Christentum als Asylgrund zu sehen ("soll er doch so tun, als wär er noch Muslim", "zu einem ein nicht existierendes Wesen kann es keine Beziehung geben" etc.), werden auch die in ein Land abgeschoben, das schon immer Probleme mit fehlender Religionsfreiheit hatte, auch ohne Taliban-Einfluss auf die Regierung (der demächst zu erwarten ist).

Veröffentlicht von: @meriadoc

Dann frage ich mich, hat man immer noch nichts gelernt ?

Oh doch, man hat etwas gelernt: Flüchtlingen zu helfen kostet. Geld, Sicherheit, ... und entsprechend auch Wählerstimmen. Entsprechend sieht die Politik aus.

Und da das nicht nur in D so ist, agiert Europa fast durchgehend "hässlich".

Helmut

hkmwk antworten


Helle
Beiträge : 772

Ich bin schon lange dafür, die Grenzen aufzumachen und alle Flüchtlinge nach Europa zu lassen. Dem Erdogan brennt der Kittel. Er hatte auf europäische Hilfe gehofft, in der Nordsyrienfrage hat er sich wohl verbrannt. Sein Erpressmittel mit Flüchtlinge sollte ihm entzogen werden! Kein weiteres Geld für die Türkei, keine weiteren Hilfen in irgendeiner Form, auch nicht zur EU-Eingliederung! Das Geld ist für Flüchtlinge in Europa besser angelegt, als in Erdogans Kriegswaffen, die er im Syrien einsetzt!

Die Flüchtlinge sollten anteilsmäßig auf die Einwohnerzahl auf alle EU-Länder verteilt werden. Wer keine oder zu wenige aufnehmen will, gehört sofort aus der EU geschmissen, fertig! Auf Deutschland würden dann höchstens anderthalb Mio. entfallen. Wurde aus Fehlern von 2015 gelernt, sollte es diesmal besser laufen und die Flüchtlinge nicht jahrelang irgendwo eingepfercht werden.

Mit Gewehren und Tränengas auf jene Leute vorzugehen, die kriegerische Erlebnisse unverarbeitet haben, ist das allerletzte. Es zeigt, dass die Griechen völlig überfordert sind.

helle antworten
40 Antworten
Vigil
(@vigil)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 386

So einfach kann es nicht sein.
Das Grenzen Aufmachen wird keine Lösung sein.

Denn es stehen letztlich Millionen mehr oder weniger bereit, nach Europa zu drängen - mit völlig abstrusen Vorstellungen zum Teil.
Nei, die Europäer müssen ihre Verantwortung auf sich nehmen und im gesamten Nahen Osten und auch im Maghreb sowohl staatliche Ordungen aufbauen helfen wie gesellschaftliche. Schließlich haben sie über den Kolonialismus all den Mist dort eingebrockt.
Soforthilfe kann nur vor Ort geschehen mit entsprechenden Lagern, leider.

vigil antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526
Veröffentlicht von: @vigil

Schließlich haben sie über den Kolonialismus all den Mist dort eingebrockt.

So einfach kann es auch nicht sein. Gerade im Nahen Osten kann man kaum dem Kolonialismus die Schuld an den Konflikten geben.
Stabil war die Region zuletzt während des osmanischen Reiches ( und das auch nur durch die Gewalt der Bajonette).
Türken und Kurden bekämpfen sich ganz ohne europäischen Einfluss.
Und der klassische Nahostkonflikt hat vor allem religiöse und weniger historisch-politische Wurzeln.

eldarion antworten
Vigil
(@vigil)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 386

Na, dann hol' ich mal mein Geschichtsbuch aus der Tasche.
Ab 1920 war der Irak rückwirkend Britisches Mandatsgebiet.
Syrien und der Libanon kamen unter französische Kontrolle, aus der Syrien erst 1941 entlassen wurde, der Libanon schoin 1936.
Also, ganz so einfach ist das nicht gewesen.
Es ist letztlich auch egal.
Wichtig wäre, die Menschen dort anzusiedeln, wieder anzusiedeln, wo ihre Heimat ist. Dieses aber mit europäischen Geldern.

Wir können gerne die Ölförderpolitik der Europäer uns ansehen, die weit bis in die 70erjahre eindeutig europäisch und US-amerikanisch dominiert war, im Oran noch deutlich länger.

vigil antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526
Veröffentlicht von: @vigil

Na, dann hol' ich mal mein Geschichtsbuch aus der Tasche.
Ab 1920 war der Irak rückwirkend Britisches Mandatsgebiet.
Syrien und der Libanon kamen unter französische Kontrolle, aus der Syrien erst 1941 entlassen wurde, der Libanon schoin 1936.

Alles völlig korrekt. Nach dem Untergang des osmanischen Reiches maaßten sich Briten und Franzosen an, das riesige Gebiet zu kontrollieren. Die Wurzel der heutigen Konflikte ist aber oft schon älter.
Daran ändert auch die von dir angesprochene Ölförderpolitik nichts.
Die Türken haben halt nie den Untergang ihres osmanischen Imperiums verwunden - das Erdogan scheinbar mehr oder weniger wieder zu errichten gedenkt. Mit sich als eine Art modernen Sultan.
Und die arabischen Nachbarn Israels stören sich weniger an der Grenzziehung der Briten und Franzosen, sondern mehr am jüdischen Charakter Israels. Gerade hierzulande macht man gerne selbstkritisch die Untaten der alten Kolonialherren für heutige Konflikte verantwortlich. Tatsächlich ist das alles lange her und hat mit der heutigen Lage recht wenig zu tun.

eldarion antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526
Veröffentlicht von: @helle

Ich bin schon lange dafür, die Grenzen aufzumachen und alle Flüchtlinge nach Europa zu lassen.

Das wäre politischer, sozialer, finanzieller und Gesellschaftlicher Selbstmord.
Mies sind zwei Dinge.
Zum einen ist dieser neue Flüchtlingsstrom doch vor allem durch die unsinnige türkische Invasion in Syrien ausgelöst worden. Die Migranten benutzt Edogan jetzt als Druckmittel, um Hilfe durch Europa zu erzwingen. Wenn er miltärisch an den Kurden, der syrischen Armee und an den Russen scheitert - was wahrscheinlich ist - hat er ein Problem. Die Leute zur Grenze zu schicken ( mit Bussen) ist schlicht Erpressung. Dem kann Europa nicht nachgeben.
Zum anderen ist es mies, in Deutschland mal wieder den moralischen Zeigefinger zu erheben und die Griechen die Drecksarbeit machen zu lassen. Vor allem, weil die meisten froh über eben diese Drecksarbeit sind. Was sollen die Griechen den sonst machen? Sich nochmal überrennen lassen?

Nachtrag vom 03.03.2020 1701
...gesellschaftlicher...

eldarion antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Es könnte funktionieren

Veröffentlicht von: @eldarion

Das wäre politischer, sozialer, finanzieller und Gesellschaftlicher Selbstmord.

Nö. Nicht wenn man die Flüchtlinge nach einem Schlüssel gleichmäßig verteilt. Der Verteilungsschlüssel sollte dabei eine Mischung aus Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft darstellen. Die Flüchtlinge würden sich dann derartig in Europa verteilen dass sie kein großes Problem mehr darstellen würden.

Nur: Kein Politiker hätte davon etwas zu gewinnen. So gut wie niemand fordert dergleichen, niemand würde Politiker dafür abwählen, Flüchtlinge nicht ins Land gelassen zu haben.

Also wird das auch nicht passieren.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Offene Grenzen oder funktioniernder Sozialstaat

Veröffentlicht von: @helle

Ich bin schon lange dafür, die Grenzen aufzumachen und alle Flüchtlinge nach Europa zu lassen.

Nur unter der Bedingung, das keienrlei Anspruch auf staatliche Unterbringung, Versorgung oder Unterstützung besteht.

Zumindest temporär begrenzt. zB für die ersten 5 oder besser 10 Jahre ohne das etwas schwerwiegenderes wie eine Ordnungswiedrigkeit vorgefallen ist.

Um es mit Milton Friedman zu sagen.

Man kann nur eins haben.
Einen funktionierenden Sozialstaat oder offene Grenzen.

Beides zusammen geht nicht.
Sozialstaat kann und darf es dann nur, um im Merkelschen Ductus zu sprechen, für "länger hier lebende" geben. Ob mit oder ohne deutschen Pass.

https://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article165675355/Sozialstaat-oder-Einwanderung.html

bringt es imo auf den Punkt

Es ist die, im Vergleich zu den Herkunftsländern üppige Versorgung, welche die Menschen hier her lockt. Nicht mehr und nicht weniger

Beispiel Dänemark

https://www.nordschleswiger.dk/de/daenemark-politik/asylzahlen-weg-zum-neuen-niedrigrekord

Bei den Sozialdemokraten ist man glücklich über die neuesten Zahlen: „Ich freue mich sehr. Es ist ein Zeichen dafür, dass weniger Menschen Schutz brauchen. Außerdem glaube ich auch, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass die Botschaft, dass in Dänemark nur ein vorübergehendes Recht auf Aufenthalt gewährt wird – und kein dauerhaftes – sich herumgesprochen hat“,

Ein besseres Leben haben zu wollen ist zwar menschlich verständlich aber kein Menschenrecht.

Es gibt kein Menschenrecht auf (dauerhafte) Migration in eine Land der eigen Wunschvorstellung bei Vollversorgung und erst recht auch keines auf illegale / regelfreie Migration.

Im übrigen hat der europäische Menschnrechtsgerichtshof inzwischen die direkte Abschiebung illegal eingereister Asylsuchender für zulässig erklärt
https://www.tagesschau.de/ausland/egmr-abschiebepraxis-spanien-101.html

https://www.deutschlandfunk.de/push-backs-grundsatzurteil-erlaubt-direkte-abschiebung-nach.795.de.html?dram:article_id=470218

Damit ist ein anderslautendes Urteil von 2017 hinfällig.

Persönlich sehe ich damit auch das augenblickliche angewendete robsute Abweisen illegaler Übertrittsversuche Richtung Griechenland, von der Türkei aus, legetimiert. Ebenso an der Bosnisch-Kroatischen Grenze.

Veröffentlicht von: @helle

Wurde aus Fehlern von 2015 gelernt, sollte es diesmal besser laufen

Die Zusage ist "2015 darf sich/wird sich nicht wiederholen" nicht "beim nächsten mal machen wir es besser"

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-bei-cdu-parteitag-fluechtlingskrise-darf-sich-nicht-wiederholen-a-1124599.html

"Eine Situation wie die des Sommers 2015 kann, soll und darf sich nicht wiederholen", sagte Merkel bei ihrer Rede vor dem CDU-Parteitag in Essen. "Das war und ist unser und mein erklärtes politisches Ziel."

Nachtrag vom 04.03.2020 0931
hier her nach Deutschland lockt.

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @scylla

Nur unter der Bedingung, das keienrlei Anspruch auf staatliche Unterbringung, Versorgung oder Unterstützung besteht.

Zumindest temporär begrenzt. zB für die ersten 5 oder besser 10 Jahre ohne das etwas schwerwiegenderes wie eine Ordnungswiedrigkeit vorgefallen ist.

Ja, klar, gute Idee! Lass' die doch alle unter der Brücke schlafen und sich ihren Lebensunterhalt durch Einbrüche, Raub und Drogenhandel verdienen! Das wird sicher viele Probleme lösen...

Veröffentlicht von: @scylla

Um es mit Milton Friedman zu sagen.

Man kann nur eins haben.
Einen funktionierenden Sozialstaat oder offene Grenzen.

Was für ein Armutszeugnis. Auf die Idee, dass diese Leute auch arbeiten könnten ist wohl noch niemand gekommen? Oh, warte, doch... die Türkei hat da keine Probleme, auch Jugendliche in Textilfabriken schuften zu lassen.
Oder denkt hier jemand ernsthaft, die Türken könnten sich mal locker nebenher die Versorgung von 3 bis 4 Millionen Menschen leisten, trotz Wirtschaftskrise und genug eigenen Problemen? Flüchtlinge werden dort als billige Lohnarbeiter eingesetzt und ausgebeutet. Irgendwie will man ja auch etwas von seiner Gutmütigkeit haben...

Natürlich wäre das hier nicht so einfach umsetzbar. Flüchtlinge dürfen hierzulande nicht in Konkurrenz auf den Arbeitsmarkt geworfen werden, keine Frage. Aber statt sowieso die meisten Aufträge in Billiglohnländer abzugeben könnte man hier temporäre "Sonderwirtschaftszonen" schaffen, in denen Flüchtlinge durch ihre Arbeit für sich selbst sorgen müssen.

Klar, so etwas behagt den Leuten hierzulande nicht... aber das ist keine Frage des Behagens, sondern des Organisierens.

Veröffentlicht von: @scylla

Es ist die, im Vergleich zu den Herkunftsländern üppige Versorgung, welche die Menschen hier her lockt. Nicht mehr und nicht weniger

Das halte ich für ein Vorurteil. Die meisten Menschen kommen entweder als Kriegsflüchtlinge - oder als mittelständische "Wohlstandsflüchtlinge", denen es im Heimatland vergleichsweise gut ging. Wie sonst sollen die wohl das Geld für die Schlepper aufbringen können? Unser Sozialstaat bringt denen im Vergleich erst mal nicht allzu viel (Jedenfalls wenn die Sache richtig läuft und nicht irgendwelche dubiosen Lücken ausgenutzt werden).

Meiner Ansicht nach ist das in erster Linie eine organisatorische Frage.

Veröffentlicht von: @scylla

Die Zusage ist "2015 darf sich/wird sich nicht wiederholen" nicht "beim nächsten mal machen wir es besser"

Die sogenannte "Flüchtlingskrise" hat es in dieser Form nie gegeben... in Wahrheit war es keine "Flüchtlingskrise" sondern eine "Rassismuskrise", die von Angst und Panikmache geschürt wurde. Dass da manches hätte besser laufen müssen steht ausser Frage - aber die "Krise" wurde im wesentlichen von uns selbst verursacht, nicht von den Flüchtlingen.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

Lass' die doch alle unter der Brücke schlafen und sich ihren Lebensunterhalt durch Einbrüche, Raub und Drogenhandel verdienen! Das wird sicher viele Probleme lösen...

Das Stichwort ist dann konsequente Abschiebung und Sammelunterbringung mit reiner Grundverorgung, das die Heimkehr (vielicht noch mit einem kleinen Handgeld zum Ticket) lukrativer ist

Veröffentlicht von: @lucan-7

Auf die Idee, dass diese Leute auch arbeiten könnten ist wohl noch niemand gekommen?

Ähhhh, der Wegfall der Versorgung soll ja grad zum Anreize dienen zu arbeiten . Die Frage ist nur, wie geh ich mit denen um die nicht wollen

Da bleiben dann

- privat initierte und finazierte Unterbringung und Versorgung (incl. medizinischer)
- illegalität und die wird konsequent bekämpft bis zur Ausschaffung oder dem freiwillgen Verlassen des Landes.

Veröffentlicht von: @lucan-7

ie Türken könnten sich mal locker nebenher die Versorgung von 3 bis 4 Millionen Menschen leisten

Ist ja nicht so als würde die Türkei kein Geld von der EU bzw der BRD bekommen genau zu diesem Behufe.

Veröffentlicht von: @lucan-7

trotz Wirtschaftskrise und genug eigenen Problemen?

Heisst es bei uns nicht auch "die fetten jahre sind Vorbei? Party is over

https://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/rezession-in-deutschland-a-1295759.html

Oder hat das Bundesfinazministerium einen Goldtalerscheisser im Keller um alles zu finanzieren? Meines Wissens nicht.

Dem Steuer und Abgabenbewohner dieses Landes sind fast 2.000.000.000.000 Euro inzwischen aufgebürdet

Veröffentlicht von: @lucan-7

Die sogenannte "Flüchtlingskrise" hat es in dieser Form nie gegeben... in Wahrheit war es keine "Flüchtlingskrise" sondern eine "Rassismuskrise", die von Angst und Panikmache geschürt wurde.

Natürlich gab es eine Flüchtlingskriese 2015, nur wird diese von Menschen wie Dir gerne geleugnet, incl. der negativen Folgewirkungen

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @scylla

Das Stichwort ist dann konsequente Abschiebung und Sammelunterbringung mit reiner Grundverorgung, das die Heimkehr (vielicht noch mit einem kleinen Handgeld zum Ticket) lukrativer ist

Und wie genau willst du die dann abschieben? Per Post in handlichen Paketen, ohne Rücksendeschein?

Veröffentlicht von: @scylla

Ähhhh, der Wegfall der Versorgung soll ja grad zum Anreize dienen zu arbeiten . Die Frage ist nur, wie geh ich mit denen um die nicht wollen

Ja, da werden sich die Arbeitsämter sicher bedanken wenn sich tausende von Flüchtlingen arbeitssuchend melden, die dann alle vermittelt werden wollen... ohne anerkannte Qualifikation und Sprachkenntnisse.

Nein, da müssen dann schon entsprechende Arbeitsplätze geschaffen werden.

Veröffentlicht von: @scylla

- illegalität und die wird konsequent bekämpft bis zur Ausschaffung oder dem freiwillgen Verlassen des Landes.

Genau... und dafür bilden wir dann tausende von hochbezahlten Sicherheitskräften und Polizisten aus. Geniale Idee.
Dann kann man des Geld lieber direkt den Flüchtlingen geben. Oder sie ausbilden.

Veröffentlicht von: @scylla

Ist ja nicht so als würde die Türkei kein Geld von der EU bzw der BRD bekommen genau zu diesem Behufe.

Ist ja nicht so, dass die Türkei nicht ruiniert wäre...

Mal ganz abgesehen davon: Wenn das Geld wirklich für die Versorgung reicht, warum wird dann so ein Theater wegen der Kosten gemacht? Dann hätten wir die Flüchtlinge auch problemlos hier versorgen können...

Veröffentlicht von: @scylla

Heisst es bei uns nicht auch "die fetten jahre sind Vorbei? Party is over

Ja, im Weltwirtschaftsindex ist Deutschland ja längst am unteren Ende der Skala angekommen... ach nee... stimmt ja gar nicht...

Veröffentlicht von: @scylla

Natürlich gab es eine Flüchtlingskriese 2015, nur wird diese von Menschen wie Dir gerne geleugnet, incl. der negativen Folgewirkungen

Kommt halt drauf an, was man unter einer "Krise" versteht. Einzelne Probleme und Verbrechen dienten als Vorwand, Asylbewerberheime anzuzünden... und erst dann sprach man von einer "Krise".

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @lucan-7

Und wie genau willst du die dann abschieben? Per Post in handlichen Paketen, ohne Rücksendeschein?

Bei Annahmeverweigerung kam ja schon der Vorschlag, daß die Bundeswehr die über den jeweiligen Ländern abwirft.

Das Problem hierbei wird aber sein: Hat die Luftwaffe genügend flugfähige Maschinen?

alescha antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752

also Arbitsmarkt öffnen?

Veröffentlicht von: @scylla

Ähhhh, der Wegfall der Versorgung soll ja grad zum Anreize dienen zu arbeiten . Die Frage ist nur, wie geh ich mit denen um die nicht wollen

Habe ich dich richtig verstanden? Du willst das Arbeitsverbot für Asylbewerber komplett abschaffen?

Das wurde ja eingeführt, damit kein Anreiz besteht, hierhin zu kommen.

Und wenn du es abschaffst, wirst du erleben, was wir schon vor ca. 60 Jahren mit den Gastarbeitern erlebten: Die Industrie will keine Leute, die nach ein paar Jahren wieder gehen. So wurden aus Gastarbeiter Einwanderer, nur der Name blieb, und die Lüge, dass Deutschland kein Einwanderungsland sei.

Veröffentlicht von: @scylla

Natürlich gab es eine Flüchtlingskriese 2015,

Ich finde auch, dass es die gab. Hätte man, statt spontan zu handeln, sich vorher darauf verständigt, dass angesichts der wachsenden Probleme in der Welt der immer unmenschlicher werdenden Umgang mit Flüchtlingen korrigiert werden muss und sich vorbereitet, bevor die Grenze aufgeht, wär es keine Krise gewesen. Wir schaffen so was, wir haben es 2016 auch geschafft, dann gabs keine Krise mehr. Dass sie politisch so lange "weiterging", bis schließlich Rechte die Worte von Seehofer & Co. ernst nahmen und "konsequent" handelten (und viele etwas weniger Radikale die AfD wählten), dafür können die Geflüchteten nichts.

Helmut

hkmwk antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Ich bin einfach sprachlos...

Veröffentlicht von: @scylla

Das Stichwort ist dann konsequente Abschiebung und Sammelunterbringung mit reiner Grundverorgung, das die Heimkehr (vielicht noch mit einem kleinen Handgeld zum Ticket) lukrativer ist

*kopfschüttel* *rot drückt*

helle antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

Unser Sozialstaat bringt denen im Vergleich erst mal nicht allzu viel

Offensichtlich doch

https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-09/fluechtlinge-syrer-hartz-iv

Rund drei Viertel der in Deutschland ansässigen Syrer im erwerbsfähigen Alter leben ganz oder teilweise von Hartz IV.

Hartz IV Verteilung

Syrer stellten mit 10,5 Prozent die zweitgrößte Gruppe, gefolgt von Menschen aus der Türkei (4,2 Prozent). 2,5 Prozent der Leistungsbezieher stammten aus dem Irak, 2,2 Prozent aus Afghanistan.

Zeig mir mal bitte einen anderen Staat, der ein derart offens und internationalisiertes Sozialsystem unterhält?

Was würde man wohl in Luxemburger, Den Haager oder Insbrucker Amtsstuben sagen, käme ich dort morgen an und stellte einen Antrag auf Rente nach örtlichem Recht ?
Oder meinetwegen auch in Ankara

Unser scheunentoroffenes Sozialsystem IST Motivator nr. 1 zur Migration

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @scylla

Zeig mir mal bitte einen anderen Staat, der ein derart offens und internationalisiertes Sozialsystem unterhält?

Was mich hier immer wieder wundert... solche Dinge werden ausschliesslich als Vorwand genommen, Flüchtlinge abzulehnen, als sei dieser Sozialstaat gottgegeben und unveränderlich. Jeder Flüchtling bekommt hier an der Grenze ein Handy und einen Wohngutschein in die Hand gedrückt, da kann man nichts machen, das ist einfach so!

Dass man unsinnige Gesetze auch ändern könnte - also Deutschland an dieser Stelle reagieren sollte - darauf kommen seltsamerweise die wenigsten.

Wenn die Flüchtlinge hier alle in Saus und Braus leben, jedes Jahr das neueste I-Phone und den neuesten Mercedes bekommen und nicht arbeiten müssen... dann muss man das halt ändern!

Aber nein, solche fake news werden immer nur verwendet um Hass zu schüren... statt einfach entsprechende Anträge zu stellen.

Aber dann würde man ja auch merken, dass es den Flüchtlingen gar nicht so gut geht...

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber nein, solche fake news werden immer nur verwendet um Hass zu schüren... statt einfach entsprechende Anträge zu stellen.

Die Fakten die ich genannt habe sind kein "fake news" und wo hab ich "Hass" geschürt... ?

Diese letzendlich Emotionalisieren am Ende, wie Du und andere es hier machen.. oder da draussen in RL, ist es doch was jeden offenen, lösungsorientierten Diskurs vorn vorn herein zerschlägt.

Und es zeigt mir, war um es letzendlich meistens zwecklos ist mit Usern wie Dir (oder noch ein paar anderen hier) den Austausch zu suchen bzw darauf einzugehn.

Insofern steig ich jetzt aus..

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Rechtfertigung des Elends

Veröffentlicht von: @scylla

Die Fakten die ich genannt habe sind kein "fake news" und wo hab ich "Hass" geschürt... ?

Du schlägst in die Kerbe, dass Flüchtlinge sich auf Kosten unseres Sozialsystems ein schönes Leben machen. Schlussfolgerung: Es dürfen keine Flüchtlinge mehr herkommen, weil wir uns das nicht leisten können.

Aber Harz IV ist nie dafür gedacht gewesen, syrische Flüchtlinge zu versorgen. Und wenn die Syrer im Allgemeinen gut qualifiziert sind, sie aber hier dennoch keine Arbeit finden, dann kann das ein Hebel sein, an dem man eben ansetzen muss.

Stattdessen wird jede Aussage als Vorwand genommen, um die EU Grenze weiter dicht zu halten und das Elend an europäischen Grenzen irgendwie zu rechtfertigen. Und das ist es, was mich hier gewaltig stört.

Veröffentlicht von: @scylla

Insofern steig ich jetzt aus..

Ja, schon klar...

lucan-7 antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Insgesamt...
...kann ich Deinem Beitrag zustimmen. Darf ich noch anmerken, dass eine gute Integration es den kommenden Flüchtlingen erleichtert, einen Start ins neue Leben zu schaffen?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Die sogenannte "Flüchtlingskrise" hat es in dieser Form nie gegeben... in Wahrheit war es keine "Flüchtlingskrise" sondern eine "Rassismuskrise"

Ich bin da etwas anderer Meinung. Eine Krise war es sicher, denn in Deutschland dauerte es Monate, bis Flüchtlinge mal ein Dach überm Kopf hatten, und nicht nur in Zelten oder provisorischen Buden hausen mussten. Auch die zentrale ID-Erfassung ging nur schleppend voran.
Frage: Wäre es für Dich eine Option, jeden Immobilienbesitzer zu verpflichten, seine leerstehende Wohnung an Flüchtlinge zu vermieten und dafür die Miete direkt übers Amt zu kassieren?

Die Krise sehe ich darin, dass vieles nicht reibungslos gelaufen ist. Das Rasissmusproblem ist noch eine andere Sache.

helle antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @helle

Eine Krise war es sicher, denn in Deutschland dauerte es Monate, bis Flüchtlinge mal ein Dach überm Kopf hatten, und nicht nur in Zelten oder provisorischen Buden hausen mussten. Auch die zentrale ID-Erfassung ging nur schleppend voran.

Es war absolut verantwortungslos, zu verkünden "wir schaffen das!" - und danach die Gemeinden alleine zu lassen und wohl zu hoffen dass sich die Probleme irgendwie schon lösen werden. Da ist in der Tat einiges schief gelaufen.

Zusätzlich erwarte ich auch, dass man offen über Probleme in der Integration sprechen kann, was genau man unter "Integration" versteht, was wir von Flüchtlingen in diesem Land erwarten und was wir keinesfalls akzeptieren... und zwar sachlich, ohne gleich in die Extreme zu verfallen. die Art und Weise wie derartige Diskussionen verlaufen sind nämlich oft genug beschämend, seinen sie nun von Fremdenfeindlichkeit oder grenzenloser Naivität geprägt.

Veröffentlicht von: @helle

Wäre es für Dich eine Option, jeden Immobilienbesitzer zu verpflichten, seine leerstehende Wohnung an Flüchtlinge zu vermieten und dafür die Miete direkt übers Amt zu kassieren?

Es wäre eine Option, dergleichen anzubieten... aber unter Marktbedingungen, ohne dass sich dabei Abzocker eine goldene Nase verdienen.

Veröffentlicht von: @helle

Die Krise sehe ich darin, dass vieles nicht reibungslos gelaufen ist. Das Rasissmusproblem ist noch eine andere Sache.

Ich denke der Rassismus hat es erst zur Krise gemacht.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @lucan-7

Es wäre eine Option, dergleichen anzubieten... aber unter Marktbedingungen, ohne dass sich dabei Abzocker eine goldene Nase verdienen.

Na ja, das Problem ist ja, dass "Marktbedingungen" angesichts des Spiels von Angebot und Nachfrage bei plötzlichem Anstieg der Nachfrage nach Wohnungen zu "Abzocke" führt.

Da muss schon was gegen dem Markt unternommen worden, also eine Mietpreisbremse o.ä. ich vermute, dass du gerade das mit "Marktbedingungen" meinst.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich denke der Rassismus hat es erst zur Krise gemacht.

Das hängt auch davon ab, was man unter "Krise" versteht. Der Rassismus hat die Probleme verstärkt, ich denke darauf können wir (Helle, du, ich, ...) uns verständigen.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @hkmwk

Na ja, das Problem ist ja, dass "Marktbedingungen" angesichts des Spiels von Angebot und Nachfrage bei plötzlichem Anstieg der Nachfrage nach Wohnungen zu "Abzocke" führt.

"Marktbedingungen" heisst in diesem Fall, dass keine Höchstpreise bezahlt werden für etwas, dass die Händler auf dem freien Markt normalerweise gar nicht losgeworden wären. Ist wohl etwas missverständlich formuliert, sorry.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Das hängt auch davon ab, was man unter "Krise" versteht. Der Rassismus hat die Probleme verstärkt, ich denke darauf können wir (Helle, du, ich, ...) uns verständigen.

Anderen Leuten helfen zu wollen ist für mich ganz sicher keine "Krise" - und bei allen Problemen, die es zweifellos gab, ging es zunächst allein darum. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Zur "Krise" wurde es dann erst durch die Fremdenfeindlichkeit erhoben, die sich immer mehr in Gewalt entlud.
Und das heisst im Umkehrschluss jetzt nicht, dass die Flüchtlinge alles nur nette Menschen in Not gewesen wären, da gab es auch reichlich Kriminelle, Betrüger und Gewalttäter. Aber das allein machte eben noch keine deutschlandweite "Krise" aus.

lucan-7 antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Krise?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Zur "Krise" wurde es dann erst durch die Fremdenfeindlichkeit erhoben

Du machst es Dir zu einfach, die Krise ausschließlich auf die fremdenfeindlichkeit zu schieben. Aus meiner Sicht spielen andere Faktoren eine Rolle: Fehlende Geräte zur IDF-Erfassung, dadurch die Möglichkeit, sich unter zehn verschiedenen IDs Geld abzuholen, Flüchtlinge in Zeltstädten zusammenzupferchen, Arbeitsverbot für arbeitswillige Flüchtlinge, monatelange Bearbeitungszeit über Entscheidung zu Asylanträgen usw. Die Krise alleine dem rechtsradikalen Spektrum zuzuschieben und das Versagen der Organisation auszuschließen, ist aus meiner Sicht zu kurz gedacht.

helle antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231

Ich bestreite ja nicht die Probleme oder das Versagen der Organisation und damit der zuständigen Regierung. Aber das allein macht für mich noch keine "Krise" aus. Probleme hast du schliesslich immer irgendwo.

lucan-7 antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Dann...
Dann hoffe ich, dass unsere Bundesregierung aus den Fehlern von 2015 gelernt hat und die Probleme schon frühzeitig verhindert, die nur zu Lasten der Flüchtlinge gehen!

helle antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @helle

Dann hoffe ich, dass unsere Bundesregierung aus den Fehlern von 2015 gelernt hat und die Probleme schon frühzeitig verhindert, die nur zu Lasten der Flüchtlinge gehen!

Momentan besteht die "Problemlösung" darin, möglichst niemanden mehr ins Land zu lassen und sich nicht darum zu kümmern, was anderswo geschieht.

lucan-7 antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Ist das nicht ein Armutszeugnis? Für mich ist das keine Lösung.

Gruß Helle

helle antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Und wieder mal ein Beitrag, dem ich zustimmen kann!

Wenn ich mich recht erinnere, gab es doch ein Faltblatt mit Infos, wie es in Deutschland läuft bzw. Gespräche, in denen Frauen über ihre Rechte aufgeklärt wurden. Diese sachliche Art und Weise fände ich am Besten! Selbstverständlich gehört dann auch dazu, dass an die Einhaltung der Gesetze appeliert wird,

Veröffentlicht von: @lucan-7

ohne dass sich dabei Abzocker eine goldene Nase verdienen.

Das war eins der Probleme. Wie kann es sein, dass in einer Vierzimmerwohnung 16 Flüchtlinge untergebracht wurden und dafür mehrere tausend Euro Miete pro Monat kassiert wurde? So wurde es erst letztes Jahr in einer Fernsehsendung gezeigt. Hier muss gesetzliche Klarheit geschaffen werden! Das ist aber Sache des Bundestags.

Gruß Helle

helle antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @scylla

bringt es imo auf den Punkt

Meiner Meinung allerdings nicht. Mal eine blöde Frage - möchte jemand hier Slums und eine hohe Zahl von Obdachlosen?
Broder schwebt hier die Abschaffung des Sozialstaates vor, der dann auch solche trifft: Erwerbslose, alleinerziehende Mütter, kinderreiche Familien, Rentnerinnen und Rentner. Mit oder ohne Migrationshintergrund.
Und das hier

Je mehr Geld für den Kampf gegen die Armut ausgegeben wird, umso mehr breitet sich die Armut aus. Der Wohlfahrtsstaat scheint die Zustände zu produzieren, deren Beseitigung er sich zur Aufgabe gemacht hat.

ist mit Verlaub Bullshit.
Wie sieht es denn in Ländern aus, wo es keine oder nur minimale staatliche Wohlfahrt gibt? Gibt es da keine Armut? Broder möge doch nur mal bitte in die USA schauen:

Die Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump von Ende Januar 2018, aus der das Zitat stammt, muss sich für die 5,3 Millionen Amerikaner, die von weniger als 4 Dollar pro Tag leben müssen, wie eine Ohrfeige angefühlt haben. Ökonomen der Universität Oxford haben kürzlich errechnet, dass diese Amerikaner in vergleichbarer Armut leben wie die Inder oder Äthiopier, die mit 1 Dollar 90 pro Tag auskommen müssen und laut Massstäben der Weltbank in äusserster Armut leben.

Die Armutsquote der USA ist damit höher als in Sierra Leone, wo
3,2 Millionen Menschen in extremer Armut leben, oder in Nepal, wo es 2,5 Millionen Arme sind. Und trotzdem pflegen die offiziellen USA, bei weitem nicht nur ihr Präsident, das Trugbild eines hochentwickelten, reichen Industriestaates, dessen Volk alle Träume verwirklichen kann, solange es nur hart genug arbeitet. Namhafte US-Ökonomen sagen in der «New York Times» warnend, dass Amerika nicht mehr länger die Augen vor dem wachsenden Armutsproblem verschliessen dürfe.

https://nzzas.nzz.ch/notizen/unterwegs-in-den-usa-im-land-verzweifelten-kinderehe-ld.1352828
Will Broder, willst Du solche Zustände?

alescha antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Da geb ich dir recht. Langfristig ist die beste Sicherung gegen üble Zustände ein soziales und konfortables Netz. Ich behaupte sogar, ohne selbes haben 90% der Deutschen letztlich Nachteile, auch die Fleissigen.

Zuwanderung in die EU muss man klug Steuern bei großen Massen. Deutschland ist halt sehr träge und naja teuer... Mit Deutschem Geld würde sich in anderen Ländern mehr erreichen lassen.

derneinsager antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @derneinsager

Langfristig ist die beste Sicherung gegen üble Zustände ein soziales und konfortables Netz.

Wohlstand allein schützt leider nicht vor Rassismus. Gründe zum Jammern und Anfeinden finden sich immer.

lucan-7 antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @scylla

bringt es imo auf den Punkt

Ich kann Broders Votum für eine schrittweise Abschaffung des Wohlfahrtsstaates nicht nachvollziehen.
Daß die Wohlfahrt geschützt werden sollte und offene Grenzen ein No-Go sind, da wäre ich durchaus noch einer Meinung mit ihm. Aber davon abgesehen ist der Wohlfahrtsstaat etwas, auf das wir hier durchaus stolz sein können.

mrorleander antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @mrorleander

ist der Wohlfahrtsstaat etwas, auf das wir hier durchaus stolz sein können.

Solange nicht, wie es ja durchaus von Teilen der Politik und meinungsprägenden Teilen der Gesellschaft sugeriert wird, der deutsche Wohlfahrtsstaat , die Steuerkassen dieses Landes allgemein, als das Allheilmittel zur Lösung (fast) aller Probleme auf der Welt betrachtet wird.

Besonders, wenn temporäre, individuelle Einzelrechte wie das auf Asyl, das Einfallstor für eine dauerhafte , ungesteuerte Massenimigration werden.

Anonymous antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Definitiv!! Ein Blick in die USA reicht. Das sag ich als jemand der leicht Rechtskonservativ angehaucht ist.

derneinsager antworten
chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @scylla

Es ist die, im Vergleich zu den Herkunftsländern üppige Versorgung, welche die Menschen hier her lockt. Nicht mehr und nicht weniger

"By the rivers of Babylon ...." Es muß sehr viel zusammen kommen um sich zu entschließen die Heimat zu verlassen. Kommt jemand aus einem Land in dem Familie noch eine spezielle Bedeutung hat, fällt es schwerer die Heimat zu verlassen. Nicht jeder ist ein Trump-Mensch. Im 19ten Jahrhundert verließen viele Wirtschaftsflüchtlinge Deutschland, und diese trugen zum aufstiegder USA bei.
Nicht jeder ist fähig Familie und Heimat zu verlassen.

chubzi

chubzi antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @chubzi

Im 19ten Jahrhundert verließen viele Wirtschaftsflüchtlinge Deutschland,

In eine USA die null,null Dollar an sozialer Leistungen bot.
Zuwanderer bekamen nichts, niete, nada null an Unterstützung, da es einen Wohlfahtrs und Sozialstaat noch nicht mal im ansatz gab.
Sie waren gezwungen sich ihren Lebensunterhalt selber zu erwirtschaften udn wer scheiterte ging drauf

Du Vergleichst Apfel mit Birnen.
Beides ist Kernobst... mehr aber auch nicht

Anonymous antworten
chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @scylla

In eine USA die null,null Dollar an sozialer Leistungen bot.
Zuwanderer bekamen nichts, niete, nada null an Unterstützung, da es einen Wohlfahtrs und Sozialstaat noch nicht mal im ansatz gab.
Sie waren gezwungen sich ihren Lebensunterhalt selber zu erwirtschaften udn wer scheiterte ging drauf

In Teutschen Landen gab es auch Null-Null und sogar noch weniger.
Diejenigen die hinwanderten waren davon überzeugt das dort alles aber auch alles besser sei.

chubzi

chubzi antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @chubzi

Diejenigen die hinwanderten waren davon überzeugt das dort alles aber auch alles besser sei.

Die Situation ist nicht vergleichbar. Die USA hatten einen großen Bedarf an Arbeitskräften, sowohl in der (beginnenden) Industrie und Infrastruktur, als auch in der Landwirtschaft, die damals noch wenig bis gar nicht automatisiert waren und daher vielen Menschen einen Unterhalt boten, auch solchen mit keiner oder nur geringer Qualifikation.
In Deutschland dagegen hast Du es heute mit einem Hauptschulabschluß schwer. Und das ist eine Qualifikation!

mrorleander antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Ach allgemein vollkommen richtig. Aber trotzdem sollte die EU die Zuweisung Steuern können.

Für Deutsche trifft es nicht so. Menschen wandern massiv aus. Wegen schlechtem Wetter und Lifesrtyle..... Goodbye Deutschland 😬

derneinsager antworten
chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @derneinsager

Aber trotzdem sollte die EU die Zuweisung Steuern zu können.

Müßten sich zum Steuern entschließen damit Nutzen daraus entsteht.
Besser wäre es wenn kein Heimweh entsteht, also sich die Lebensbedingungen in der Heimat verbessern.

chubzi

chubzi antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752

Was'n da passiert?

Veröffentlicht von: @derneinsager

Aber trotzdem sollte die EU die Zuweisung Steuern können.

Veröffentlicht von: @###user_nicename###
Veröffentlicht von: @derneinsager

Aber trotzdem sollte die EU die Zuweisung Steuern zu können.

Bitte beim Zitieren aufpassen und nix verfälschen.

Helmut

hkmwk antworten
Orangsaya
Beiträge : 2870

Erdogan will uns mit den Menschen erpressen. Er will Geld und militärische Hilfe für seinen Krieg. Er hat die Fakemeldung, die Grenze sei offen verbreitet und mit Bussen konnten sie kostenlos zur Grenze fahren. Nun sind sie an der Grenze, haben ihre Arbeit (in der Türkei muss man für seinen Lebensunterhalt noch arbeitet) verloren und kommen nicht zurück an ihren alten Aufenthaltsort.

Veröffentlicht von: @meriadoc

Wenn man sieht, wie die Griechen mit den Syrern umgehen. Dann frage ich mich, hat man immer noch nichts gelernt ?

Das ist kein griechisches Problem sondern ein europäisches Problem. Europa hat sich bestens darauf vorbereitet. Griechenland als EU Enklave ist nur der erste Hotspot. Hier unterstützt die EU Griechenland politisch durch den Besuch von v.d. Leyen. Es werden aber auch europäische Grenzbeamte nach Griechenland geschickt. Das ist auch nötig, denn Griechenland entgleitet das staatliche Gewaltmonopol. Auf Lesbos organisieren sich die Bürger selber. Mit Fischerbooten fahren sie aufs Meer und prügeln die Menschen zurück in die Türkei. An Land sieht es nicht besser aus. Sitzt ein Syrer bei jemanden im Auto, wird dem Fahrer unterstell ein Schlepper zu sein und dann gibt es Haue. So kann das nicht weitergehen. Griechenland braucht Hilfe, damit es nicht weiter entgleist.
Griechenland schickt offensichtlich die Menschen, die über die Grenze kommen postwendend zurück. Ihnen wird das Rüstzeug den illegalen Grenzübertritt weggenommen und sie landen barfuß wieder in der Türkei. Andere werden festgenommen und die Drohung ist vier Jahre Gefängnis ohne Bewährung und ein Bußgeld von 10.000 Euro. Das wird seine Wirkung haben. Asylanträge zu stellen ist nicht nötig und wenn man an den Beschluss Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte schaut, dann darf das Griechenland auch.
https://www.nzz.ch/international/spanien-darf-migranten-weiterhin-umgehend-nach-marokko-abschieben-kein-verstoss-gegen-die-menschenrechte-ld.1540414
Was für Spanien gültig ist, ist auch für Griechenland gültig.
Kommen die Menschen auf das griechische Festland, dann ist die mazedonische Grenze bestens darauf vorbereitet weiter illegale Grenzübertritte zu verhinder. Auch Ungarn hat von der EU viel Geld erhalten, um die Grenze dicht zu machen. Österreich wird die Flüchtlinge wohl auch nicht Richtungen Westen durchwinken und an der Grenze zu Italien sind Barrieren seit Jahren vorbereitet.

Veröffentlicht von: @meriadoc

Mich widert das alles so an.

Die Massen nach Westen unkontrolliert strömen zu lassen wäre auch ein politischer Fehler.Nicht nur weil man den Bürgern erklären müssten, warum man mitten in eine Epidemie (Corona) wieder Lager errichten müsste, sondern auch wegen der inneren politischen Lage. Deutschland ist damals mit "gutem Beispiel" vorausgegangen und die Nachbarn sahen, dass es ein schlechtes Vorbild ist. Nicht nur das Flüchtlinge aus Syrien Anschläge in Frankreich und in Belgien, oder die Niederlanden waren das, verübten. Deutschland ist nachhaltig deswegen gespalten. Die Menschen teilen sich in eine Gruppe, die wohl von sich meinen, die einzig Guten zu sein und stigmatisieren die anderen Menschen zu Nazis. Thüringen ist da ein gutes Beispiel, wie zerrissen unser Land ist. Das Parlament ist in der Zange von linken und rechten Extremisten. Ausgewogen und eine Mittel ist nicht. Ohne Pakt mit einer extremistischen Richtung lässt sich keine Politik machen. Das ist auch das Ergebnis derjenigen, die eine Kritik nicht zulassen, die den Menschen eine Sprache diktieren wollen usw. In einem Jahr wird in Frankreich der Präsident gewählt. Wenn man unkontrolliert die Menschen in den Westen, auch nach Frankreich strömen lässt, dann ist leicht bei der Stichwahl das Ergebnis, dass ein Le Pen gewählt wird. Das würde auch ohne Flüchtlinge nachhaltig ein Problem für Europa sein. Ich denke, dass Problem ist der EU klar und Erdogan wird mit seinem Erpressungsversuch hoffentlich scheitern.

orangsaya antworten
28 Antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @orangsaya

Nun sind sie an der Grenze, haben ihre Arbeit (in der Türkei muss man für seinen Lebensunterhalt noch arbeitet)

Hatten die wirklich alle Arbeit?
Ich weiß, daß da auch welche sind, die ihren Arbeitsplatz aufgegeben haben - aber ob das auf alle Flüchtlinge zutrifft, die jetzt an der Grenze auftauchen wage ich doch mal zu bezweifeln.
Hier stelle ich mal wieder die obligatorische Frage nach einem Beleg für Deine Aussage. Die ja wohl zweierlei suggerieren soll: a) denen geht es doch gar nicht so schlecht, die haben doch alle Arbeit, also alles reine Wirtschaftsflüchtlinge und durch den Satz in der Klammer b) die Türkei macht's richtig, während wir hier lauter Sozialschmarotzer durchfüttern.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Nicht nur das Flüchtlinge aus Syrien Anschläge in Frankreich und in Belgien, oder die Niederlanden waren das, verübten.

Von welchen Anschlägen sprichst Du?

Veröffentlicht von: @orangsaya

Thüringen ist da ein gutes Beispiel, wie zerrissen unser Land ist.

Dabei laufen dort relativ wenig Flüchtlinge rum.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @alescha

Ich weiß, daß da auch welche sind, die ihren Arbeitsplatz aufgegeben haben - aber ob das auf alle Flüchtlinge zutrifft, die jetzt an der Grenze auftauchen wage ich doch mal zu bezweifeln.

Ich weiss von Flüchtlingen selbst, dass sie in der Türkei arbeiten mussten, etwa in Textilfabriken... da ging es aber nicht um einen regulären Arbeitsplatz wie hierzulande, wo man hätte Karriere machen können, sondern lediglich ums Überleben.

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960

Ja genau.

Ob der Wunsch nach einem guten Job und Karriere allerdings als Asylgrund anerkannt wird bezweifle ich mal.

Ich mag es aber nicht, wenn der Eindruck erweckt werden soll, daß es den Flüchtlingen in der Türkei doch allesamt recht gut geht.
Ich frage mich ja schon, wie verzweifelt jemand sein muß, sich auf den Weg nach Griechenland zu machen. Wie es dort in den Lagern zugeht, daß man auf dem Seeweg ertrinken kann und daß man auf der Landroute ziemlich rabiat empfangen wird dürfte sich doch rumgesprochen haben.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @alescha

Ob der Wunsch nach einem guten Job und Karriere allerdings als Asylgrund anerkannt wird bezweifle ich mal.

Ich mag es aber nicht, wenn der Eindruck erweckt werden soll, daß es den Flüchtlingen in der Türkei doch allesamt recht gut geht.

Dass es den Menschen langfristig um mehr geht als das nackte Leben ist wohl verständlich. So ist es den Kindern dort nicht möglich eine Schule zu besuchen - das heisst, sie werden keine Qualifikation haben und sich damit später auch selbst nicht versorgen können. Und diese Leute werden dann erst recht nach Europa drängen, weil sie ohne berufliche Qualifikation da immer noch besser stehen als in Syrien - selbst wenn der Konflikt irgendwann wieder beigelegt ist.

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @lucan-7

So ist es den Kindern dort nicht möglich eine Schule zu besuchen

Da steht in der FAZ aber was anderes:

Veröffentlicht von: @mrorleander

Seit der Erklärung des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan, die Grenze nach Europa sei für Flüchtlinge offen, sind dem Aufruf vor allem Afghanen gefolgt. Die meisten der mindestens 3,6 Millionen Syrer in der Türkei leben seit mehr als vier Jahren in dem Land. Nur sehr wenige sind in Flüchtlingslagern untergebracht, die meisten haben sich in den großen Städten integriert und Türkisch gelernt. Sie haben Arbeit und Wohnungen gefunden, ihre Kinder gehen zur Schule. Für die allermeisten kommt auch eine Rückkehr nach Syrien unter einem Regime Assad nicht in Frage.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/fluechtlinge-aus-syrien-die-tragoedie-des-21-jahrhunderts-16661310-p2.html

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @alescha

Da steht in der FAZ aber was anderes:

Ich habe keine konkreten Zahlen dazu... "viele" und "die meisten" sind ja recht schwammige Aussagen.
Ich kann zumindest so viel sagen, dass ich von syrischen Flüchtlingen einheitlich die Aussage bekam, dass zu Beginn der Flüchtlingskrise keine Schulbildung möglich war und sie als Jugendliche für ihren Lebensunterhalt arbeiten mussten, meistens in Textilfabriken.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @alescha

Ich frage mich ja schon, wie verzweifelt jemand sein muß, sich auf den Weg nach Griechenland zu machen.

Aktuell geht es kaum um Leute, die mit dem Schlauchboot nach Lesbos wollen, sondern vor allem um welche, denen von den Türken eine Busreise spendiert wurde mit dem Versprechen, dass jetzt die Grenze offen ist.

Einige die das Spiel durchschaut haben haben in Interviews mit ARD-Korrespondenten ja ihre Wut auf Erdoğan gezeigt.

Helmut

hkmwk antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @hkmwk

Erdoğan

Mich erschreckt immer wieder, wie gewissenlos manche Leute sind, wenn es um den eigenen Vorteil und Machterhalt geht.

alescha antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752

Verzweiflung

Veröffentlicht von: @alescha

Ich frage mich ja schon, wie verzweifelt jemand sein muß, sich auf den Weg nach Griechenland zu machen.

Es sind nicht nur Syrer. Und zur Verzweiflung ein aktueller Bericht der deutschen Welle. Zitate:

Der junge Afghane Mohammad Hussain Mohammadi befindet sich in Edirne ganz in der Nähe der griechischen Grenzstation Kapikule. "Ich habe Türkisch gelernt und suche seit acht Monaten Arbeit. Sie geben Afghanen aber keine Jobs. Ich bin gezwungen in die EU zu gehen, um zu überleben", sagt er verzweifelt.

Einer (sic!) seiner Freunde, der in seinen Wohnort in der Türkei zurückgekehrt sei, hätten die türkischen Behörden die Wohnungsschlüssel abgenommen und gesagt, er solle verschwinden. Flüchtlinge seien in der Türkei nicht länger willkommen.

"Wir wollen ja den legalen Weg gehen. Aber wie?" Auch Fariha hat immer wieder versucht, in der Türkei den legalen Weg zu beschreiten und stellte einen Asylantrag. "Sie stellen uns immer nur weitere Hürden in den Weg. Wir haben keine andere Wahl als in diesem Elend zu leben und es immer wieder zu versuchen. Denken Sie, ich würde meinen Kindern freiwillig diesen Dreck und diese Kälte antun?", sagt sie weinend.

Helmut

hkmwk antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Alescha, auch Thüringer kommen regelmäßig in den Westen. Allerdings rechtfertigt das nicht ne Person wie Höcke. Vermutlich hätten die ohne den ges..... noch mehr Stimmen geholt.

Die Menschen damals hätten spüren müssen, das klug und verantwortlich mit unsern Steuern umgegangen wird und auch einfach nicht so das es egal ist, ob Deutsche mittelfristig eine Minderheit von vielen werden. Das habe zumindest ich damals nicht gesehen und es hat mich förmlich auf die Palme gebracht.

Heute sehe ich vom Glauben her einiges wieder anders, das Wohl von armen Menschen ist grundsätzlich zu begrüssen, aber andere Dinge auch nicht, auch die Verantwortung der Politiker. Ich versuche mich insgesamt zu freuen das sehr vielen Menschen geholfen wurde, auch wenn es unter besonderen Umständen zustande gekommen ist

Vg

derneinsager antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @derneinsager

Die Menschen damals hätten spüren müssen, das [...] auch einfach nicht so das es egal ist, ob Deutsche mittelfristig eine Minderheit von vielen werden.

Redest du davon, dass wir Deutschen in Europa eine Minderheit darstellen?

Ansonsten kann ich nicht sehen, dass wir mittelfristig zur Minderheit werden. Da müssten wir schon 30 Jahre lang jedes Jahr ne komplette Million aufnehmen, damit es dazu kommt.

Helmut

hkmwk antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526
Veröffentlicht von: @hkmwk

Da müssten wir schon 30 Jahre lang jedes Jahr ne komplette Million aufnehmen, damit es dazu kommt.

Das trifft nur zu, wenn man die Gesammtzahl der Menschen zu Grunde legt.
In der Gruppe der jungen Männer zwischen 18 und 35 kippt das ganze jetzt schon fast. Das muss man durchaus nicht gut finden.

eldarion antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752

da kippt nix

Veröffentlicht von: @eldarion

Das trifft nur zu, wenn man die Gesammtzahl der Menschen zu Grunde legt.
In der Gruppe der jungen Männer zwischen 18 und 35 kippt das ganze jetzt schon fast.

2015 waren über 15 Mio. Menschen in D 5-20 Jahre alt. Wenn ich die bis heute davon gestorbene gegen die damals 3-5 und heute 18-20-Jährigen gegenrechne, dann haben wir heute also über 15 Mio. Menschen in dieser Altergruppe. So viele Ausländer haben wir doch gar nicht,

Wenn du natürlich jemanden, der in D geboren ist, Deutsch als Muttersprache spricht und einen Deutschen Pass besitzt, nicht als Deutschen anerkennst, weil eins der Elternteile nach 1955 eingewandert ist (so die offizielle Definition der Mindestkriterien von "Migrationshintergrund"), dann haben wir knapp so viele migrationshintergründige Einwohner. Aber da müsste dann ca. die Hälfte von denen 18-35 Jahre alt sein, damit es "jetzt schon fast kippt". Aber ich bin mir sicher. dass die 0-17 und die 36-130-Jährigen eine deutliche Mehrheit bilden.

Da kippt nix. Und wenn wir uns gegen die Integrationswilligen nicht abschotten, wird auch in 30 Jahren noch nichts kippen.

Helmut

hkmwk antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

Hier mal ein recht guter Artikel dazu, wie ich finde.

https://www.nzz.ch/international/in-deutschen-staedten-geht-die-mehrheitsgesellschaft-zu-ende-ld.1492568

Und hier nochmal ein kurzer, falls die NZZ dir zu rechts sein sollte.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.staedte-im-wandel-migranten-mancherorts-in-der-mehrheit.c9b0aaaa-dd42-4daf-89c3-bccb74ecef67.html?reduced=true

Langfristig wird sich die Gesellschaft gewaltig ändern. Das muss nicht immer schlecht sein. Klar. Aber es kann durchaus dazu führen, dass die Demokratie wesentlich komplizierter wird. Unterschiedliche Menschen haben nun mal unterschiedliche Vorstellungen davon, wie das Zusammenleben funktionieren kann.
Ich für meinen Teil würde mich sehr unwohl fühlen, wenn ich in einer Stadt leben müsste, in der Minderheiten zusammengenommen die Mehrheit stellen.
Macht mich das in deinen Augen zu einem Rassisten?

eldarion antworten
chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @eldarion

Ich für meinen Teil würde mich sehr unwohl fühlen, wenn ich in einer Stadt leben müsste, in der Minderheiten zusammengenommen die Mehrheit stellen.

Also in einer Stadt in der 40% Ureinwohner leben, 15% Fremdgruppe A, 15% Fremdgruppe B, 10% Fremdgruppe C, 10% Fremdgruppe D und 10% Fremdgruppe E leben ? Ach ja, die Fremdgruppen sind sich einander auch nicht Grün. Eine Große Homogenisierung wird nie erreichbar sein, und der Versuch sie zu verwirklichen kann nur in eine Katastrophe führen.

Ja viele Menschen leben gerne in einem Dorf auch wenn sie in einer großen Stadt leben. Deswegen ist das Viertel, der Stadtteil, wichtig.

chubzi

chubzi antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @eldarion

Und hier nochmal ein kurzer, falls die NZZ dir zu rechts sein sollte.

Dass es Stadtteile gibt, in denen Migranten die Mehrheit bilden ist für mich nichts Neues. Ich lebe seit 2004 in Kreuzberg, und hab vor Jahren mal eine Schulklasse mit 100,0% Ausländeranteil mitbekommen (also gemerkt, dass es sie gab).

Aber das heißt ja nicht, dass die in ganz Deutschland die Mehrheit bilden.

Veröffentlicht von: @eldarion

Ich für meinen Teil würde mich sehr unwohl fühlen, wenn ich in einer Stadt leben müsste, in der Minderheiten zusammengenommen die Mehrheit stellen.

Kann ich verstehen. Man kann aber auch auf die Leute zugehen, das hilft oft auch gegen solches Unwohlsein.

Wenn du nicht willst, dass es solche Städte gibt, kannst du ja versuchen, mitzuhelfen, dass sich die Migranten gleichmäßiger über Deutschland verteilen. Eine Voraussetzung dafür wäre, dass in Gegenden mit geringem Anteil von Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund weniger AfD & Co. und mehr Willkommenskultur herrscht.

Stadtteile mit überwiegend Fremdstämmigen wird es immer wieder geben. Man zieht als Fremder eben gerne dahin, wo Landsleute leben. Und so entsteht dann eben ein Germantown in NY oder ein Klein-İstanbul in Berlin ...

Helmut

hkmwk antworten
chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @hkmwk

Eine Voraussetzung dafür wäre, dass in Gegenden mit geringem Anteil von Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund weniger AfD & Co. und mehr Willkommenskultur herrscht.

Jedoch wie kommt es dann dazu das in Migrantensenken AfD-Büsche [del]gut[/del] gedeihen?

Veröffentlicht von: @hkmwk

Man zieht als Fremder eben gerne dahin, wo Landsleute leben.

Dieser Zusammenhang ist auch noch nicht sicher belegt. Das sich Zuwanderer in bestimmten Stadtteilen häufen hat mehr mit den Wohnpreisen zu tun und nichts mit Folklore.
Wer zuerst in Altendorf oder Holsterhausen wohnte und dem es dann besser ging zog nach Frohnhausen. Die ursprünglichen Bewohner von Frohnhausen zogen weg (wenn sie konnten).

chubzi

chubzi antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @chubzi

Dieser Zusammenhang ist auch noch nicht sicher belegt. Das sich Zuwanderer in bestimmten Stadtteilen häufen hat mehr mit den Wohnpreisen zu tun und nichts mit Folklore.

Das auch. Aber häufig kommen nach den ersten "Pionieren" solche, die schon jemanden dort kennen, ziehen zunächst zu ihm und bleiben dann in seiner Nähe. Und wenn erst die ersten Geschäfte von Landsleuten für Landsleute da sind, dann ist das auch unabhängig von Preisen ein Grund, dahin zu ziehen.

Veröffentlicht von: @chubzi

Wer zuerst in Altendorf oder Holsterhausen wohnte und dem es dann besser ging zog nach Frohnhausen. Die ursprünglichen Bewohner von Frohnhausen zogen weg (wenn sie konnten).

Kenn mich mit Kiel (?) zu wenig aus, um zu verstehen, was du mir damit sagen wolltest.

Helmut

hkmwk antworten
chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @hkmwk

Kenn mich mit Kiel (?) zu wenig aus, um zu verstehen, was du mir damit sagen wolltest.

Es sind drei nebeneinander liegende Stadtteile in Essen die einen unterschiedlichen Ruf haben. Je mehr G-Arbeiter (vulgo Türken) nach Frohnhausen kamen desto mehr Istanbul. In Altendorf blieb Anatolien. aber eigentlich sind alle Drei Kruppland. Stadtteile entwickeln sich und können besser werden, wie Holsterhausen.
Das Land der fliegenden Messer blieb das Land der fliegenden Messer auch wenn die Herrkunft der Bewohner sich teilweise wechselte. Es bildete sich eine Art Ghetto. Im Ruhrgebiet ist das gut zu sehen, nördlich der Köln-Mindener Eisenbahn entstanden Problemviertel.
Ja aus Raumplanerischer Sicht ist das prägende der Stand der Abhängigkeit.

Christian

chubzi antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752
Veröffentlicht von: @chubzi

Im Ruhrgebiet ist das gut zu sehen, nördlich der Köln-Mindener Eisenbahn entstanden Problemviertel.

Waren da nicht immer schon Problemviertel? Ich hab bei Wilhelm Busch mal was über den Segeroth gelesen ... der war auch "Land der wilden Messer" - vor dem 2.WK.

Und ja, bei Holsterhausen hätte es klick machen können, aber irgendwie war bei mir ein Knoten drin, in (bei?) Kiel ist ja Altenholz 😉

Ich bin in Essen selten nördlicher als bis zum Hbf und (aber nur als Kind, lang ists her) etwas nördlicher zum Einkaufen gekommen. Ach ja, und zur Gruga. Aber dass da im Norden auch weniger schicke Viertel sind, hab ich auch irgendwie mitbekommen - Hörensagen eben.

Helmut

hkmwk antworten
chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @hkmwk

Waren da nicht immer schon Problemviertel? Ich hab bei Wilhelm Busch mal was über den Segeroth gelesen ... der war auch "Land der wilden Messer" - vor dem 2.WK.

Viertel wie der Segeroth, oder Nordstadt in Dortmund, haben sich im Zuge der Industrialisierung entwickelt, wobei in jenen Vierteln der Hang zum Kriminellen stark verstreten war, dort wagten sich Normalbürger aus Nord und Süd nicht rein. Das Land der fliegenden Messer sind in Essen Vogelheim und Bergeborbek. Dort gibt es auch Arbeiterstolz. Dort regeln die Bewohner die Einhaltung der Geschwindigkeit und nicht die Polizei.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Aber dass da im Norden auch weniger schicke Viertel sind, hab ich auch irgendwie mitbekommen

Das vielleicht überaschende ist das von Duisburg bis Dortmund sich solche Schichtungen ergeben haben.

Christian

chubzi antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4752

OT: Ruhrpott

Veröffentlicht von: @chubzi
Veröffentlicht von: @chubzi

Aber dass da im Norden auch weniger schicke Viertel sind, hab ich auch irgendwie mitbekommen

Das vielleicht überaschende ist das von Duisburg bis Dortmund sich solche Schichtungen ergeben haben.

So überraschend finde ich das nicht: Der Kohleabbau begann im Ruhrtal und wanderte nordwärts. Entsprechend auch die Industrie. D.h. neue Arbeitersiedlungen entstanden immer am Nordrand. Die schicken Viertel hatten wiederum keinen Grund, nach Norden zu ziehen ...

Diese Schichtungen hatten also eine gemeinsame Ursache: Die Kohle liegt umso tiefer in der Erde, je weiter man nach Norden kommt (sviw liegt unter dem ganzen Münsterland Kohle, man müsste nur tief genug graben). Das ergibt eine Entwicklung, die zu dieser "Schichtung" führt.

Helmut

hkmwk antworten
chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @hkmwk

So überraschend finde ich das nicht

Für mich selber ist das keine Überraschung, jedoch denke ich das es für die meisten Mitleser eine Überraschung ist. Die bereit gestellten Bedingungen beförderten die Schichtungen.

chubzi

chubzi antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @chubzi

Dieser Zusammenhang ist auch noch nicht sicher belegt. Das sich Zuwanderer in bestimmten Stadtteilen häufen hat mehr mit den Wohnpreisen zu tun und nichts mit Folklore.

Nö. Es gibt sicherlich viele Gründe, die da zusammenkommen, aber in Teheran haben wir damals auch in einem "deutschen Viertel" gewohnt. Das ergibt sich einfach, dass man sich Wohnungen in entsprechender Nähe sucht und nicht völlig isoliert leben will - obwohl wir damals auch Kontakt zu iranischen Familien hatten.

lucan-7 antworten
chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @lucan-7

aber in Teheran haben wir damals auch in einem "deutschen Viertel" gewohnt.

Ich vermute ihr wurdet quasi kasserniert wie Touristen 😉. Oder konntet ihr frei wählen.

chubzi

chubzi antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15231
Veröffentlicht von: @chubzi

Ich vermute ihr wurdet quasi kasserniert wie Touristen 😉. Oder konntet ihr frei wählen.

Nein, da war freie Auswahl... das war allerdings noch vor der Revolution. Ich war damals noch ein Kind...

lucan-7 antworten
chubzi
(@chubzi)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 1287
Veröffentlicht von: @lucan-7

Nein, da war freie Auswahl... das war allerdings noch vor der Revolution. Ich war damals noch ein Kind...

Als was ward ihr dort, in welcher Funktion waren Deine Eltern? Als Expads könnte eine Priviligierung vorgelegen haben.

chubzi

chubzi antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Deutsche in der Minderheit?

Veröffentlicht von: @hkmwk

Da müssten wir schon 30 Jahre lang jedes Jahr ne komplette Million aufnehmen, damit es dazu kommt.

Wenn die Neuen einen deutschen Pass bekommen, erübrigt sich doch diese frage, oder? Und dann müssen keine Nationalitätsgrenzen mehr durch unser Land gezogen werden.

Gruß Helle

helle antworten


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