"Forum gegen Fakes"
Hallo,
dieses Forum hat nun seinen Abschlussbericht vorgelegt, den man sich unter forum-gegen-fakes.de als Adobe-PDF laden kann.
Besonders interessant fand ich die Seite 34, dort wird beschrieben (es fand 77% ZUstimmung durch den Rat), dass Plattformen des Social Media (wäre dann sicher auch jesus.de) eine KI-gesteuerte Prüfung vor dem Absenden eines Postings implementieren müsste. Gehe mal davon aus, dass das Posting dann an ein staatliches Rechenzentrum geht. Das Posting wird mittels KI geprüft und wenn es bedenklich ist wird es nicht sofort gepostet.
Diese Bedenkzeit vor dem Absenden soll 2-5 Minuten sein (in denen die Prüfung auch stattfinden), so kann der Postene noch in sich gehen und überlegen ob er seine Äusserungen auch so absenden will.
Gibt die KI "grünes Licht" dann kann es erscheinen, wenn nicht dann nicht. Dann kann der Postende trotzdem darauf bestehen, dann wird aber das Posting an die Seitenmoderatoren weitergeleitet und diese prüfen das Posting auf Desinformation.
Seite 37 ist noch m.E. sehr interessant, da wird die Forderung an den Staat gestellt (mit 91% Zustimmung) zu prüfen wie eine Verfolgung von Desinformation möglich ist, ggf. eine strafrechtliche. Da diese geeignet sei die Gesellschaft zu spalten und den Zusammenhalt und die Demokratie einer Schwächung zuzuführen.
Ist allles noch nicht weiter ausgeführt und es ist ja eine Zusammenfassung, wenn es umgesetzt wird wird das sicher von einem Ministerium wie das Innenresoort gestaltet, es braucht dann die Infrastruktur und die Schnittstellen über die Postings eingesendet werden können.
Mit dem was KI inzwischen kann sollte es auch Möglichkeit geben Bilder zu prüfen die gepostet werden sollen.
Was nicht beantwortet ist, ob, wenn ein Posting final ablehnt wird, dies protokolliert wird.
Besonders interessant fand ich die Seite 34, dort wird beschrieben (es fand 77% ZUstimmung durch den Rat), dass Plattformen des Social Media (wäre dann sicher auch jesus.de) eine KI-gesteuerte Prüfung vor dem Absenden eines Postings implementieren müsste. Gehe mal davon aus, dass das Posting dann an ein staatliches Rechenzentrum geht. Das Posting wird mittels KI geprüft und wenn es bedenklich ist wird es nicht sofort gepostet.
Diese Bedenkzeit vor dem Absenden soll 2-5 Minuten sein (in denen die Prüfung auch stattfinden), so kann der Postene noch in sich gehen und überlegen ob er seine Äusserungen auch so absenden will.
Gibt die KI "grünes Licht" dann kann es erscheinen, wenn nicht dann nicht. Dann kann der Postende trotzdem darauf bestehen, dann wird aber das Posting an die Seitenmoderatoren weitergeleitet und diese prüfen das Posting auf Desinformation.
Sehr schön. Ich bin dafür. 👍
Passend dazu die Tage gekommen, welche Vorstellung Larry Ellison dazu hat (CEO Oracle):
https://winfuture.de/news,145318.html
https://www.golem.de/news/oracle-und-ki-die-ueberwachungsfantasie-des-larry-ellison-2409-189023.html
Tenor:
"Nach Ansicht von Oracle-Gründer Ellison sollte alles mit KI-basierten Kameras überwacht werden. Dann zeigten sich die Bürger "von der besten Seite".
"Nach Ansicht von Oracle-Gründer Ellison sollte alles mit KI-basierten Kameras überwacht werden. Dann zeigten sich die Bürger "von der besten Seite".
Jaja. Big Brother watching you...
Im ZDF kommt gerade eine Miniserie namens "Concordia - tödliche Utopie". Ein so genannter KI-Thriller. Concordia ist eine Stadt, in der Menschen freiwillig alle ihre Daten preisgeben.
"Durch umfassende Überwachung der freiwillig dort lebenden Einwohner entstand über 20 Jahre ein Gesellschaftsmodell, das das Wohlergehen jedes Einzelnen zum Ziel hat. Dabei werden sämtliche Momente des Alltags durch Mikrofone und Kameras aufzeichnet, die Aufnahmen sollen aber für niemanden zugänglich sein. Ein System mit Künstlicher Intelligenz (KI) soll ein sicheres Zusammenleben gewährleisten, das alarmiert, wenn Menschenleben gerettet oder Straftaten abgewendet werden müssen." (Wikipedia)
Kann mir vorstellen, dass sich manche Menschen viel sicherer fühlen, wenn eine KI über ihr Wohl wacht. 😉
Mir ist allerdings der Glauben an eine lebendige väterliche Intelligenz näher, als so störanfälliger menschengemachter Hightech-Krimskrams...
nun,
ich steuere jetzt mal meinen Senf bei.
1. DIE Wahrheit kennt kein Mensch.
2. Mensch kennt immer nur Wirklichkeit (also die wirkende Wirkung von etwas).
3. Leben ist Erleben und findet ausschließlich zwischen den eigenen beiden Ohren statt.
4. Unsinn ist stets das, dessen Sinn man selbst - noch - nicht begriffen hat.
5. Jede Vorauswahl zum Thema "Lüge oder Wahrheit" degradiert mich vom selberdenkenden Subjekt zu einem denkbetreuten Objekt.
Exakt DAS will ICH nicht. 😎
@johannes
5. Jede Vorauswahl zum Thema "Lüge oder Wahrheit" degradiert mich vom selberdenkenden Subjekt zu einem denkbetreuten Objekt.
du bist also selber Experte für ALLES?
ich bin eben NICHT Experte und deshalb weiß ich nichts, weil alles was ich zu wissen glaube, meiner Quellengläubigkeit geschuldet ist. Und warum glaube ich einer Quelle und einer anderen Quelle nicht? Gleiches gilt für Experten. Warum halte ich wen für einen Experten, und warum einen anderen nicht? Ich glaube, das hängt von meinen eigenen Glaubenssätzen ab. Mein Fazit ist also: Es gibt keinen sachlichen Grund, warum man mir letztlich nur "gefilterte Informationen" zukommen lassen darf.
@johannes Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich Dich richtig verstehe. Tatsache ist auf jeden Fall, dass man Expertenwissen nicht einfach so an Nicht-Experten weiter geben kann. Das kann ich sagen, weil ich selbst auf einem Gebiet zum Experten geworden bin. Ich wüsste nicht, wie ich mein Wissen erklären sollte, ohne es aufzubereiten, ohne mir Gedanken darüber zu machen, was das Gegenüber für einen Wissenshintergrund hat und ohne viele Details unter den Tisch zu kehren. Da muss einfach eine Filterung dieser Art stattfinden, weil ich sonst gar nichts auf verständliche Art weitergeben könnte.
@suchender_2-1
Da ich aber gegenüber deinem Expertenwissen ahnungslos bin, bin ich dir hilflos ausgeliefert, wenn andere Experten entscheiden, dass z.B. nur du als Experte zu meiner Information zugelassen wärest.
Ich habe oft das Dilemma: "zwei Experten = drei Meinungen".
Das Problem löst man aber nicht, wenn mich nur noch eine genehme Expertenmeinung erreichen darf.
@johannes Da hast Du natürlich recht. Bei welchen Themen ist das für Dich besonders relevant?
@suchender_2-1
Die Frage ob ich vertrauen will, die ist für mich bei keinem Thema nicht relevant.
Einzig das Ego störend ist eben das Gefühl, mittels der Vorsortierung denkbetreut zu werden.
Allerdings:
Mein Vater hat in einem Alter von über 70 mal angemerkt:
"Ich habe den Eindruck, dass ich von meinen Herren Söhnen auch nur noch gefilterte Wahrheiten übermittelt bekomme. Allerdings frage ich mich, ob ich es überhaupt anders würde wollen".
Ich selbst bin jetzt 71 und stelle mir diese Frage - ganz allgemein - inzwischen auch ganz zart und leise.
Konkret:
Wenn ich Wahrheit ohnehin nicht erkennen kann, dann muss ich eben lernen, mit der Lüge umzugehen.
Oder?
@johannes
Wenn ich Wahrheit ohnehin nicht erkennen kann, dann muss ich eben lernen, mit der Lüge umzugehen.
Lüge ist für mich nicht das Gegenteil von Wahrheit. Lüge bedeutet ja, dass jemand bewusst etwas sagt, von dem er selbst nicht überzeugt ist, in der Regel um sich einen Vorteil zu verschaffen.
Wahrheit im Sinne einer perfekten Übereinstimmung von Gesagtem und irgendeiner Realität gibt es in meinen Augen nicht. Alles ist gefiltert. Das liegt in der Natur der Sache.
@johannes Ich glaube es wäre hilfreich, wenn Du konkrete Beispiele nennen würdest, wo Du Wahrheit, Lüge, Vorsortierung, Filterung, Denkbetreuung, etc. siehst und um welche Fragestellungen und Situationen im Leben es Dir überhaupt geht. Ich habe den Eindruck, Du gehst das zu allgemein an.
@suchender_2-1
Ja, ich gehe das generell an.
Ich glaube an die Botschaft des Höhlengleichnisses.
Ich glaube ebenfalls, dass ich nichts weiß.
Und somit glaube ich, dass ich "die Wahrheit" nicht erkennen kann.
Das führt zum Glauben, dass ich mich nur an der wirksamen Wirklichkeit orientieren kann.
Und Wirklichkeit ist das, was Berge versetzt und das ist bekanntlich der Glaube.
Daraus folgt für mich:
Es geht um die selbsterfüllende Prophezeiung mittels der Glaubwürde einer Erzählung, welche Wirklichkeit erzeugt. Das kann auch eine (Brutkasten-)Lüge sein.
Ich glaube fest:
"Menschen glauben nicht an Narrative, weil diese stimmig erscheinen,
sondern Narrative erscheinen dann stimmig, weil Mehrheiten sie glauben.
@johannes Du erinnerst mich an einen guten Freund von mir, mit dem ich seit Jahren Diskussionen über alle möglichen Themen führe. So wie Du gibt es bei ihm auch viele Wortschöpfungen oder ungewöhnlichen Gebrauch von Worten. So unterscheidet er zum Beispiel strikt zwischen Menschen und Leuten und verwendet auch den Singular "ein Leut". Das macht es nur unglaublich schwierig mit ihm zu kommunizieren, weil man immer nur erahnen kann, wovon er eigentlich spricht und was er genau meint. Bei rein schriftlicher Kommunikation wird das dann noch schwieriger. Deshalb als gut gemeinter Ratschlag: Versuche Deine Erkenntnisse und Fragen in möglichst verständlichen Worten auszudrücken. Wenn nötig, erkläre es auch drei mal in unterschiedlichen Worten. Ich würde gerne viel mehr zu Deinen Beiträgen antworten. Aber da ich nur vage erahnen kann, wovon Du sprichst, zögere ich.
@suchender_2-1
Das ist eine Sache, die ich in diesem Forum vermisse.
Eine Vorstellungsrubrik, in der man sich und seine Vorstellungen vorstellen kann.
Das würde es erleichtern, die künftigen Beiträge einordnen zu können. Meiner Meinung nach.
Mir geht es - auf den Punkt gebracht - um das "Aha-Erlebnis":
Ohne den Diebstahl vom Baum der Erkenntnis hätte die Welt keine Probleme mit dem Menschen und der Mensch mit sich auch nicht.
@johannes
Das ist eine Sache, die ich in diesem Forum vermisse.
Eine Vorstellungsrubrik, in der man sich und seine Vorstellungen vorstellen kann.
Du kannst das "Schwarze Brett" dafür verwenden, etwas über dich zu erzählen und dich bekannt zu machen, damit man weiß, worauf man sich mit dir einlässt... du hast völlig recht, dass das manche Diskussion wahrscheinlich etwas einfacher und übersichtlicher macht.
Wenn eine persönliche Vorstellung eine seltene Ausnahme ist, dann ist sie eine Steilvorlage für die Unterstellung: "narzisstische Geltungssucht".
Dem möchte ich mich nicht aussetzen.
@johannes
Wenn eine persönliche Vorstellung eine seltene Ausnahme ist, dann ist sie eine Steilvorlage für die Unterstellung: "narzisstische Geltungssucht".
Dem möchte ich mich nicht aussetzen.
Darauf wäre ich nicht gekommen, dir dergleichen unterstellen... ich sehe es vielmehr als Höflichkeit, und du wärst ja auch nicht der Erste der sich dort vorstellt. Es ist also keine "seltene Ausnahme".
Und es muss ja nicht gleich "narzistische Geltungssucht" sein... ein wenig Eitelkeit ist ganz normal, es darf halt nicht zu weit gehen, dann passt es schon 😉
@johannes
Wenn eine persönliche Vorstellung eine seltene Ausnahme ist, dann ist sie eine Steilvorlage für die Unterstellung: "narzisstische Geltungssucht".
Dem möchte ich mich nicht aussetzen.
Soll ich es wagen?
Oder erlebe ich dann den Hundebiss bei dem das Frauchen ruft:
"Ups, das hat er ja noch nie gemacht" 😉
@johannes
Oder erlebe ich dann den Hundebiss bei dem das Frauchen ruft:
"Ups, das hat er ja noch nie gemacht"
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