Benachrichtigungen
Alles löschen

Frau zur Abtreibung ihres Kindes gezwungen

Seite 1 / 3

adelfos3
Themenstarter
Beiträge : 177
59 Antworten
Orangsaya
Beiträge : 2931

Ich weiß nicht, ob so ein Urteil in Deutschland möglich ist. Aber ich kann mir vorstellen, dass es zu Problemen kommt, wenn ein bestellter Betreuer sich für eine Abtreibung einsetzt, weil sie es für vernünftig hält. Ich weiß nur aus längerer Zeit zurück, dass Frauen die Schwanger waren gegen ihren Willen abtreiben mussten, weil die Person, die die Pflegschaft hatte, es forderte. Auch weiß ich, dass Betroffene zum Teil noch Jahrzehnte später darunter gelitten haben, dass gegen ihren Willen abgetrieben wurde. Oft steckte da auch die eigene Familie hinter.

orangsaya antworten


mrb-II
 mrb-II
Beiträge : 954

nach englischsprachigen quellen* ist das urteil bereits gekippt worden, vielleicht kommt das im deutschsprachigen raum demnächst auch an.

*da ich deren seriösität nicht bewerten kann und keine übersetzung liefern will, verzichte ich auf konkrete links.
diese finde jeder selbst, wenn er nach den namen der richterin in eine suchmaschine eingibt.

mrb-ii antworten
2 Antworten
Pankratius
(@pankratius)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 1325
Veröffentlicht von: @mrb-ii

nach englischsprachigen quellen* ist das urteil bereits gekippt worden, vielleicht kommt das im deutschsprachigen raum demnächst auch an.

http://kath.net/news/68344

pankratius antworten
DustinPedroia
(@dustinpedroia)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 229

Gut das Unrecht hier nicht legitimiert wurde, Zwangsabtreibungen bei Behinderten, ... das geht ja gar nicht, das untergräbt jede Menschenwürde, die eben jeder Mensch hat, ob behindert oder nicht.

dustinpedroia antworten
Worf
 Worf
Beiträge : 370

Dieses Urteil ist einfach nur widerwaertig. 😕

Gut, dass es gekippt wurde.

Qapla',
Worf

worf antworten


adelfos3
Themenstarter
Beiträge : 177

pränatale Medizin
Das Thema hat auch mit pränataler Medizin zu tun. Auf Grund persönlicher Erfahrung mit unserem 3. Kind stehe ich diesen Diagnosen skeptisch gegenüber. Vor etwa 22 Jahren diagnostizierte ein Frauenarzt bei einer Ultraschalluntersuchung eine Abnormalität welche eine, wie er sagte "schnelle Lösung" erfordere. Weder meine Frau noch ich nahmen diese Diagnose wirklich ernst. Warum weiss ich nicht mehr genau, aber das war so ein Bauchgefühl... Es folgte anderorts eine spezielle Ultraschalluntersuchung mit dem Ergebnis : das Kind ist gesund. Heute: Dasselbe Kind beendet gerade erfolgreich ein Unistudium.
Der Heilige Geist hat uns damals richtig handeln lassen und ich bin dem Herrn dankbar dafür.

adelfos3 antworten
4 Antworten
Veruju
 Veruju
(@veruju)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 80

Hallo Adelphos,
persönliche Erfahrungen sind wichtig... auch ich habe einen solchen "davongekommenen" Sohn, ... er ist heute fast dreissig und steht fest im Leben.
Dennoch bin ich gegen eine Verallgemeinerung und Verunglimpfung der Pränataldiagnostik und pränatalen Medizin an sich. Denn es kann heute schon mit bsp Chirurgie noch im Mutterleib auch durchaus Leid abgewendet und Leben gerettet werden! Und vielen Eltern - bsp Spätgebärenden können durch pränatale Tests Ängste genommen werden.
Wichtig wäre in meinen Augen eine verbesserte Aufklärung über die Möglichkeiten und vor allem die Konsequenzen von Untersuchungen, inbesondere über die Frage: was bedeutet es für uns, wenn eine (wahrscheinliche) Beeinträchtigung des Ungeborenen festgestellt wird?

veruju antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @adelfos3

Das Thema hat auch mit pränataler Medizin zu tun.

eigentlich überhaupt nicht.

mrb-ii antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 6322
Veröffentlicht von: @adelfos3

Das Thema hat auch mit pränataler Medizin zu tun.

Inwiefern? Um pränatale Medizin ging es hier doch gar nicht.

Ansonsten sehe ich es wie Veruju. Pränatale Medizin kann auch Heilungen ermöglichen und Leben retten.

alescha antworten
Squiddy
(@squiddy)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 443
Veröffentlicht von: @adelfos3

Das Thema hat auch mit pränataler Medizin zu tun.

Das finde ich überhaupt nicht. Es geht hier um eine Frau, die selbst Einschränkungen hat und um ein gesundes Kind.
Wo siehst du da auch nur den Ansatz eines Zusammenhangs? 🤨

squiddy antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ich muss ehrlich gestehen, daß ich den Bericht zuerst kaum glauben konnte - da ist ein junge Frau mit Behinderung, die ein Kind erwartet und das auch bekommen möchte. Und dann kommt eine nichtbehinderte Richterin und befielt ihr eine Abtreibung, weil - und jetzt kommts: "es das beste für sie wäre" - ??? da habe ich echt zwei Mal hinlesen müssen. Und das, obwohl ihre Mutter ihr geholfen hätte.

Ich weiß nicht, ob das nur die Arroganz dieser Richterin ist oder ob dass ein Kennzeichen für unseren Zeitgeist ist. In jedem Fall ist mir dieses ganze Inklusionsgeraffel ein Graus, wenn ich sowas lese. Alles nur Schall und Rauch - aber diese Richterin ist vielleicht sogar eine der Behindertenversteher, die sich mit am Lautesten dafür einsetzt 🙁

Anonymous antworten
13 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hass auf "Behinderte" nenne ich das.

M.

Anonymous antworten
rainer412
(@rainer412)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 158

So sehe ich das auch. Ich bin stark und du bist blöd. Also bestimme ich für dein Leben.

rainer412 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Vormundschaft
Das nennt man Vormundschaft und nicht Hass.

Anonymous antworten
rainer412
(@rainer412)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 158
Veröffentlicht von: @lavoisine

Das nennt man Vormundschaft und nicht Hass.

Da ich selber Vormund bin, kenne ich die Regeln der Vormundschaft.

Ich glaube kaum, dass ich als Vormund das Recht hätte, eine Abtreibung vorzuschreiben. Ich hätte sie nur zu genehmigen, da größere ärztliche Eingriffe vom Vormund zu bestätigen sind.

rainer412 antworten
Jemima65
(@jemima65)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 161

Mein Mann und ich sind sind Vormund für unsren erwachsenen Sohn.

Selbst bei uns als Eltern müssen weitreichende Entscheidungen vom Amtsgericht bestätigt werden.

Aber hier ist ja gerade das Gericht das Problem, nur halt andersrum.

jemima65 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @meriadoc

Hass auf "Behinderte" nenne ich das.

Hass - glaube ich weniger. Ich denke eher, es ist ein ausgelebtes Gefühl von Überlegenheit.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @meriadoc

Hass auf "Behinderte" nenne ich das.

Hi,

aus meine eigene Erfahrungen (bin gehörlos) wurde ich so sehen, wenn ich diesen Bericht lese: Diese nichtbehinderten Richterin sieht das als ganz einfache Begründung an: behindert = dumm

traurige Grüsse
Glitzer

Anonymous antworten
Jemima65
(@jemima65)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 161
Veröffentlicht von: @glitzerwelt

Diese nichtbehinderten Richterin sieht das als ganz einfache Begründung an: behindert = dumm

... und völlig unfähig, für sich selbst zu sorgen oder eine vernünftige Entscheidung zu treffen.

Es gibt genügend "nicht-behinderte" Teenager, die ein Kind empfangen, ohne an die Konsequenzen zu denken.
Und hier gibt es eine lernbehinderte (also nicht schwer geistig behinderte!) junge Frau, die ausdrücklich selbst sagt, dass sie das Kind auf die Welt bringen möchte, und eine Oma, die sich um das Kind kümmern würde. Und das soll dann sooo schlimm sein, dass das Kind trotzdem getötet werden soll, um es zu "schützen"?

Ich habe echt Respekt vor dieser jungen Mutter, die selbst Vormund, Ärzten und der Richterin widerstanden und ihre Meinung nicht geändert hat.

jemima65 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2931
Veröffentlicht von: @katy3

Ich weiß nicht, ob das nur die Arroganz dieser Richterin ist oder ob dass ein Kennzeichen für unseren Zeitgeist ist.

Nö, dass ist kein Zeitgeist und hat es schon in der ersten Hälfte des letzten Jahrhundert gegeben. Damals war es die damalige Sichtweise über Vererbungslehren. Heute ist es die Pränataldiagnostik. Vor ungefähr zehn Jahren haben einige gejubelt. Wir können das Down-Syndrom ausrotten. Nicht durch heilen, sondern durch Diagnose und Vernichtung. Der Grund liegt aus meiner Sicht darin, das man menschlichem Leben einen unterschiedlichen Wert gibt.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Unwahrheiten
Hallo Orangsaya,

bevor hier wieder Unwahrheiten verbreitet werden: Die Richterin hat ihr Urteil nicht damit begründet, eine Behinderung ausrotten zu wollen oder das Kind davor zu schützen, möglicherweise ebenfalls behindert zu sein.

In der Begründung ging es darum, dass die Mutter eine Geburt und die Wegnahme des Kindes durch die Behörden aufgrund ihrer geistigen Behinderung möglicherweise nicht verkraften würde.

Das mag man aufgrund des Angebotes ihrer Mutter hinterfragen. Aber die Unterstellung, die Richterin habe hier versucht eine "damalige Sicht über Vererbungslehren" richterlich durchzusetzen, ist wieder einmal Teil einer falschen Darstellung.

Jetzt stellt sich die freche Frage:

Warum sollte man so eine Unwahrheit in den Raum stellen wenn es ausreichend Argumente gegen die Entscheidung der Richterin gibt, die vernünftig sind und letztendlich auch von einem Berufungsgericht ausgesprochen wurden.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hmm, dann müsste man einer Rumtreiberin die trinkt und raucht und was weiß ich auch einer Zwangsabtreibung verurteilen.

Nicht lange her, da sah ich in Nürnberg eine junge schwangere frau, rauchend, trinkend und mit 4 Männes rumflirten.

M.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Nein, müsste man nicht. Man muss aber auch nicht der Argumentation der Richterin folgen.

Was man aber wirklich nicht tun muss: Eine Diskussuon mit Unwahrheiten anreichern, um das Ganze zu eskalieren.

Es kann doch nicht sein, dass das bei einigen Personen zum normalen Verhalten in Diskussionen wird.

Anonymous antworten
rainer412
(@rainer412)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 158
Veröffentlicht von: @meriadoc

Hmm, dann müsste man einer Rumtreiberin die trinkt und raucht und was weiß ich auch einer Zwangsabtreibung verurteilen.

Wenn man wie ich Kinder mit FAS-Syndrom durch Alkoholgenuss der Mutter während der Schwangerschaft kennt, die eben dadurch geistig behindert sind, müsste man jeder alkoholabhängigen Frau ähnlich zur Abtreibung nötigen wie Frauen nach einem positiven Down-Syndrom-Test.

rainer412 antworten


Seite 1 / 3
Teilen: