Frauen verdienen nach Elternzeit deutlich schlechter
Durch längere Auszeiten von Frauen nach Geburten werde ihre Qualifikation in den Augen vieler Arbeitgeber entwertet, erklärte die Autoren. Vor allem für höher Qualifizierte sei das ein Problem.
Viele Arbeitgeber betrachteten Mutterschaft als Ausdruck fehlender Karriereorientierung.
Und bei der Jobsuche ist man als Mutter oft auch die Gear...te.
Warum ist das so?
So habe beispielsweise Mutterschaft in Schweden so gut wie keine negative Auswirkungen auf die Löhne von Frauen.
In skandinavischen Ländern regt sich niemand darüber auf, wenn Eltern zeitig verschwinden.
In Dänemark reagieren Firmengründer aus Deutschland erst mal fassungslos auf Mitarbeiter, die um halb vier in Richtung Kita verschwinden, egal, wie viel noch zu tun ist. Bis diese Vorgesetzten lernen, die Aufgaben so zu strukturieren, dass sie bis um halb vier machbar sind. Umdenken schlägt Aufregen. Denn die Dänen sehen es geradezu als Menschenrecht an, den späten Nachmittag und Abend mit ihrer Familie zu verbringen. Selbst Chefs dürfen das. In Dänemark sorgt es noch nicht einmal für Erstaunen, wenn die Chefin der IT-Abteilung einer großen Bank jeden Tag um 14.30 Uhr verschwindet, weil sie vier Kinder hat. Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Chefin der IT-Abteilung. Vier Kinder. Geht um halb drei nach Hause.
https://www.zeit.de/2014/08/vereinbarkeit-familie-beruf-deutschland-skandinavien
Warum funktioniert das hier nicht?
Natürlich gibt es auch dort sicher Schattenseiten, z.B. wären 45 Prozent der Schwedinnen lieber Vollzeitmütter, statt zu arbeiten, können sich das aber nicht leisten.
Aber ist das in Deutschland viel anders?
Ich halte das für reine Stimmungsmache.
Gewerkschaftswahrheiten zu diskutieren, von denen man nicht weiß inwieweit sie der Realität entsprechen macht keinen Sinn.
Ein Vergleich mit anderen Ländern bringt auch nichts, schließlich müsste man dazu das Gesamtpaket beurteilen und nicht nur einzelne Bereiche.
Veröffentlicht von: @qdspielerGewerkschaftswahrheiten zu diskutieren, von denen man nicht weiß inwieweit sie der Realität entsprechen macht keinen Sinn.
Weißt Du denn, was der Realität entspricht?
Veröffentlicht von: @aleschaWeißt Du denn, was der Realität entspricht?
Nur in dem Rahmen, in dem ich mich bewege. Und der ist nicht repräsentativ.
Ich kann auch nichts zu den skandinavischen Ländern sagen. Was ich sagen kann ist jedoch, dass man nicht einzelne Punkte in anderen Ländern positiv hervorheben kann, ohne das Gesamtpaket zu betrachten. Das ist sonst reine populistische Stimmungsmache.
Wieso man kann dann ja echt überlegen warum es so ist
Veröffentlicht von: @cookiesutraWieso man kann dann ja echt überlegen warum es so ist
Im Gegensatz zu dir, glaube ich die Dinge nicht so, wie sie von Gewerkschaften dargestellt werden.
Also das du so in deiner eigenen Welt lebst in der so alles was in deinem kleinen Betrieb passiert so krass die Realität für die ganze Welt ist hab ich schon mitbekommen 😀😀😀😀
Das Gewerkschaften ihre eigenen Interessen vertreten dürfte auch klar sein.
Veröffentlicht von: @qdspielerEin Vergleich mit anderen Ländern bringt auch nichts, schließlich müsste man dazu das Gesamtpaket beurteilen und nicht nur einzelne Bereiche.
Sehe ich ähnlich. Diese Auslandsvergleiche, so nach dem Motto, die anderen sind uns angeblich eine Nase vorn, bringen nichts. Die es im Ausland besser finden, können ja ins Ausland gehen.
Manche Vergleiche sind auch hirnrissig. Bei der Erhöhung der Öko-, oder der Zigarettensteuer, wurde gesagt, wir sind nicht das teuerste Land. Also ob eine Einschränkung der individuellen Lebensqualität ein sinnvolles politisches Ziel wäre.
Es kann manchmal klüger sein, gute Prinzipien bei den Nachbarn zu erkennen. Stell dir mal vor, du wärst in 8 verschiedene Länder gezogen, nur um am Ende zu erkennen, dass dir immer eine gute Verwurzelung und ein breites soziales Geflecht zu deinem Glück gefehlt haben. Dumm gelaufen.
Veröffentlicht von: @tagesschimmerEs kann manchmal klüger sein, gute Prinzipien bei den Nachbarn zu erkennen
Ich denke, es ist schon problematischer. Wenn etwas beim Nachbarn funktioniert, oder besser läuft, dann heißt es nicht, dass eine Übertragung auf unser Land einen ähnlichen Effekt hätte. Über die Frage, der Elternzeit hinaus. Ich denke man kann nicht einfach so davon ausgehen, dass Reglungen, die in Skandinavien, oder den Niederlanden getroffen wurden, hier einfach so auch funktionieren würden.
Studie der Gewerkschaft
Veröffentlicht von: @qdspielerGewerkschaftswahrheiten zu diskutieren, von denen man nicht weiß inwieweit sie der Realität entsprechen macht keinen Sinn.
Gute Anmerkung. Tatsächlich weiß man nicht, wie die Studie genau gestaltet war. Aber man sieht, dass das Ergebnis herausgekommen ist, das sich Gewerkschaften wünschen...
Tatsächlich fällt es mir auch schwer zu glauben, dass durch die Branchen hindurch ein Elternzeitjahr so stark ins Gewicht fallen sollte.
Und wenn ja, halte ich es, wie gesagt, für einen Vorwand von Arbeitgebern (es ginge dem einen Jahr so viel Kompetenz verloren), um weniger Gehalt zu zahlen.
Veröffentlicht von: @aleschaUnd bei der Jobsuche ist man als Mutter oft auch die Gear...te.
Warum ist das so?
Ich denke, dass das weniger mit dem Geschlecht etwas zu tun. Ein Mann, bei dem sich ankündigt, dass so sich androhen könnte, hat es vermutlich schwerer als eine Frau, weil da die Akzeptanz geringer ist.
Veröffentlicht von: @aleschaIn skandinavischen Ländern regt sich niemand darüber auf, wenn Eltern zeitig verschwinden.
Skandinavien ist Skandinavien und Deutschland ist Deutschland. Über den Zaun ist es immer grüner. Wie oft hat sich Schweden, wegen ihrer Sozialpolitik in ein volkswirtschaftliches Desaster manövriert. Wie viele Unternehmen, haben, wegen dieser Politik, das Land verlassen? Schweden hatte das Glück, sich wegen der Bodenschätze zu berappeln. Das kann nicht jedes Land. Doch viele schwedische Produkte sind nicht mehr schwedisch. Eigentlich schaden, denn Schweden produziert eine gute Qualität. Seien es Werkzeuge, Gartengeräte,Haushaltsgeräte. Mein Augenmerk ist da immer Electrolux, Husqvarna, usw. und nicht Siemens, Miele Stihl, usw. Schweden hat sich vieles selber verbaut und die Industrie wäre bei einer anderen Politik nicht so anfällig.
Veröffentlicht von: @aleschaWarum funktioniert das hier nicht?
Ich denke, es fehlt bis heute die gesellschaftliche Akzeptanz und diese aggressive Haltung, man müsse ein Frauenrecht erkämpfen, macht es nicht leichter. Aber auch so, wenn jemand qualifiziert ist und ein Jahr aus dem Berufsleben draußen ist, hat es schwer sich wieder in seinem alten Beruf einzugliedern. Krankenschwestern hatten da Glück. Als die häusliche Krankenpflege eingeführt wurden, hatten viele Mütter, die beruflich sonst keine Chance hatten, sogar nach über zehn Jahren familienbedingten Ausfall. Der Arbeitgeber hatte eine Fachkraft, die, um mit der Kasse abrechnen zu können, nötig ist und die Qualifikation braucht keinen hohen Standard. Bei spezialisierten Krankenschwestern, z.B. für die Intensivmedizin, sieht es anders aus. Da hat sich in der Zeit so viel geändert, dass man schwerlich hinterherkommt.
Veröffentlicht von: @orangsayaIch denke, dass das weniger mit dem Geschlecht etwas zu tun. Ein Mann, bei dem sich ankündigt, dass so sich androhen könnte, hat es vermutlich schwerer als eine Frau, weil da die Akzeptanz geringer ist.
Zum besseren Verständnis: Was genau meinst Du mit "dem sich ankündigt, dass so sich androhen könnte"? Elternzeit oder Vaterschaft allgemein?
Kennst Du einen Mann, der berufliche Nachteile hatte allein durch die Tatsache, daß er Kinder hat?
Veröffentlicht von: @orangsayaWie oft hat sich Schweden, wegen ihrer Sozialpolitik in ein volkswirtschaftliches Desaster manövriert. Wie viele Unternehmen, haben, wegen dieser Politik, das Land verlassen?
Weiß ich nicht. Kannst Du meiner Unkenntnis abhelfen?
Veröffentlicht von: @orangsayaDoch viele schwedische Produkte sind nicht mehr schwedisch. Eigentlich schaden, denn Schweden produziert eine gute Qualität.
Das gleiche gilt für viele deutsche Produkte. Ist ja nicht so, daß deutsche Firmen ausschließlich in Deutschland produzieren (lassen).
Veröffentlicht von: @orangsayaAber auch so, wenn jemand qualifiziert ist und ein Jahr aus dem Berufsleben draußen ist, hat es schwer sich wieder in seinem alten Beruf einzugliedern.
Kommt auf den Beruf an.
Ich war 9 Jahre draußen und hatte relativ wenig Probleme, obwohl sich die Arbeitsweise durchaus geändert hatte. In die neue/veränderte Software habe ich mich eingearbeitet. Das ist für ich genommen also kein wirkliches Argument.
Veröffentlicht von: @aleschaElternzeit oder Vaterschaft allgemein?
Kennst Du einen Mann, der berufliche Nachteile hatte allein durch die Tatsache, daß er Kinder hat?
Habe ich doch geschrieben. 😊 Ja und in der Statistik, findet es sich auch wieder. Während Männer. Durschnittlich 3,1 Monate Bezugszeit für die Elternzeit beanspruchen, sind es bei Frauen 11,5 Monate. Ich gehe mal davon aus, dass die gesellschaftliche Akzeptanz nicht erheblich gestiegen ist. Würden Männer 11,5 Monate inanspruch nehmen, so würde mich nicht wundern, wenn sie härter als Frauen abgestraft werden.
Veröffentlicht von: @orangsayaHabe ich doch geschrieben. 😊
Es war für mich nicht ersichtlich, ob Du Vaterschaft allgemein meinst oder erst den Fall, wenn ein Vater auf die Idee kommt, in Elternzeit zu gehen.
Ich schrieb ja davon, daß man als Frau u.U. schon allein deswegen diskriminiert wird, weil man Kinder hat. Weil dann eine größere Inflexibilität angenommen wird: Weniger Bereitschaft zu Überstunden, häufigeres Fehlen, weil Kinder krank sind, etc.
Bei Vätern ist das nicht so der Fall. Oder?
Veröffentlicht von: @aleschaBei Vätern ist das nicht so der Fall. Oder?
Nein, das ist nicht der Fall.
Väter bekommen erst dann Probleme (nicht in meinem Beruf) wenn sie z.B. keine Überstunden mehr machen können weil sie das Kind von der Tagesmutter abholen müssen oder wenn sie übermäßig Kinderbetreuung in Anspruch nehmen (müssen)
Veröffentlicht von: @aleschaIch schrieb ja davon, daß man als Frau u.U. schon allein deswegen diskriminiert wird, weil man Kinder hat. Weil dann eine größere Inflexibilität angenommen wird: Weniger Bereitschaft zu Überstunden, häufigeres Fehlen, weil Kinder krank sind, etc.
Veröffentlicht von: @aleschaBei Vätern ist das nicht so der Fall. Oder?
Das das bei Vätern nicht der Fall ist, sagst du aus dem Bauch heraus. Als eine solche Möglichkeit, ich meine man nannte es Erziehungsjahr, haben nur Männer, die Beamte sind, oder im öffentlichen Dienst sind diesen Anspruch nehmen können. Ansonsten wäre sie weg vom Fenster gewesen. Heute ist es so, dass die Frau (11,6 Monate)sich nach der Geburt knapp ein Jahr frei nimmt und der Mann so um die drei (3,1) Monate. Das liegt wohl auch an der Erwartungshaltung. Ich würde nicht ausschließen, wenn Männer auch 11,6 Monate Erziehungsurlaub nehmen würden und sie familienbedingt häufiger fehlen würden, beruflich größere Nachteile erwarten könnten. Das ist allerdings genauso, wie Frauen haben hier mehr Nachteile, schlechtere Aufstiegschancen usw.
https://de.statista.com/infografik/7311/immer-mehr-vaeter-nehmen-elternzeit/
Du scheinst meinen Beitrag nicht gründlich gelesen zu haben.
Ich sprach an dieser Stelle nicht von der Elternzeit, Erziehungsjahr oder wie man das jetzt nun nennen mag.
Veröffentlicht von: @orangsayaIch würde nicht ausschließen, wenn Männer auch 11,6 Monate Erziehungsurlaub nehmen würden und sie familienbedingt häufiger fehlen würden, beruflich größere Nachteile erwarten könnten.
Ich auch nicht.
Aber nochmal:
Veröffentlicht von: @aleschaIch schrieb ja davon, daß man als Frau u.U. schon allein deswegen diskriminiert wird, weil man Kinder hat. Weil dann eine größere Inflexibilität angenommen wird: Weniger Bereitschaft zu Überstunden, häufigeres Fehlen, weil Kinder krank sind, etc.
Bei Vätern ist das nicht so der Fall. Oder?
Da mußt du als Frau noch nicht mal Elternzeit genommen oder diese schon absolviert haben.
Also unabhängig von der Elternzeit: Mutter = häufige Fehlzeiten, keine Bereitschaft zu Überstunden.
Vater = kein Problem, Frau kümmert sich um kranke Kinder und ist daheim, wenn die Kinder heimkommen / holt die Kinder von Kita/Schule ab.
So jedenfalls die Denke von nicht wenigen Arbeitgebern.
Veröffentlicht von: @orangsayaDas das bei Vätern nicht der Fall ist, sagst du aus dem Bauch heraus.
Du kannst mir gerne Beispiele bringen, wo allein die Tatsache, daß jemand Vater ist, zu beruflichen Nachteilen führt.
Veröffentlicht von: @aleschaBei Vätern ist das nicht so der Fall. Oder?
Da mußt du als Frau noch nicht mal Elternzeit genommen oder diese schon absolviert haben.
Also unabhängig von der Elternzeit: Mutter = häufige Fehlzeiten, keine Bereitschaft zu Überstunden.
So ist es bei uns. Der Kinderkrankenschein wird nur von Frauen genommen, und auch da gibt es schon Kritik. Mal schauen, was passieren wird, wenn ich den mal nehmen werde.
Jetzt habe ich angefragt, aus privaten Gründen für 3 Monate befristet Teilzeit zu arbeiten. Jetzt erfolgt erst einmal eine knallharte Prüfung, ob das genehmigt werden kann.
Kinder gelten als privater Luxus
Veröffentlicht von: @aleschaWarum funktioniert das hier nicht?
Es scheint mir die Geisteshaltung zu sein, die Gesellschaft ist eben insgesamt nicht so kinderfreundlich wie man sich das wünschen würde.
Und als Vater oder Mutter wird erwartet, dass der Arbeitgeber überhaupt nicht merkt , dass "nebenbei" noch Kinder erzogen werden, das hängt natürlich auch davon ab ob der/die Vorgesetz*in selber Kinder und damit auch ein bischen Verständnis hat.
Ein paar Dinge sind verbessert worden:
- die neue Elterngeldregelung ist natürlich wirklich komfortabel Wir haben es uns geteilt und deswegen waren 14 Monate kein spürbarer Einkommensverlust zu bemerken.
- hier im Städtele war es überhaupt kein Problem eine fähige Tagesmutter zu finden die den Kleinen von 7-16 Uhr betreuen kann.
- da beteidige ich mich grade mal mit 1,20 Euro pro Stunde an den Kosten. Das ist akzeptabel, vor allem weil ich ja auch in den Ferien die Tagesmutter nutze (um ins Fitnessstudio zu fahren oder auch einfach mal meine Ruhe zu haben)
Ein paar Dinge sind WIRKLICH schlecht
- bei Spielplatzgesprächen habe ich von vielen gehört, dass man das Jahr nicht ausschöpfen kann weil der Arbeitgeber nicht mitspielt, einige bleiben nur ein halbes jahr.
Oder sogar noch weniger.
Auch einige von meinen Kollegen haben das Elterngeldjahr komplett genommen und nicht mit ihrer Frau geteilt weil deren Firma da nicht mitgespielt hat.
- Kinder werden krank, das ist ein echtes Problem weil es grade mal 10 Tage Kinderbetreuung pro Elternteil gibt, die sind schnell aufgebraucht, bei uns ist es grade so hingekommen. Vor allem wenn die Tagesmutter/Kita anfängt stecken sich die Kids mit allem möglichen an.
- Was man macht wenn das Kind chronisch krank ist, das wage ich mir gar nicht vorzustellen, hier lässt die Gesellschaft die Eltern einfach komplett im Regen stehen, ich vermute mal in dem Fall muss einer aufhören zu arbeiten.
- ganz bekloppt ist das es überhaupt keine Regelung gibt was passiert wenn die Tagesmutter krank wird (unsere war es zum Glück noch nie) oder wenn die Kita einfach mal irgendwelche Fortbildungen macht (ich wollte das den Kolleg*innen gar nicht glauben aber das machen Kitas wirklich: einfach so mal einen Tag zu 😀
Also es gäbe schon noch einiges zu tun finde ich.
Nachtrag vom 12.05.2019 0753
Und natürlich ist (leider) auch die Bezahlung der Tagesmütter WIRKLICH schlecht, ein weiteres Indiz dafür für wie wertvoll diese Gesellschaft Kindererziehung hält.....
hier im Städtele war es überhaupt kein Problem eine fähige Tagesmutter zu finden die den Kleinen von 7-16 Uhr betreuen kann.
Für diese Zeiten hätten wir locker eine TaMu gefunden. Es gibt aber Berufe, in denen man selten pünktlich Feierabend hat. Wenn wir 18 Uhr schließen komme ich im Winter selten vor 19 Uhr raus. Mein Mann hatte jeden Tag eine andere Schicht. Wenn ich also abends noch arbeitete und er Spätschicht hatte (bis 21 Uhr), sah es auch aus. Erst recht mit fehlenden Großeltern. Also blieb kur eins: der saure Apfel.
Veröffentlicht von: @herbstroseFür diese Zeiten hätten wir locker eine TaMu gefunden. Es gibt aber Berufe, in denen man selten pünktlich Feierabend hat. Wenn wir 18 Uhr schließen komme ich im Winter selten vor 19 Uhr raus. Mein Mann hatte jeden Tag eine andere Schicht. Wenn ich also abends noch arbeitete und er Spätschicht hatte (bis 21 Uhr), sah es auch aus. Erst recht mit fehlenden Großeltern. Also blieb kur eins: der saure Apfel.
Ja diese Unflexibilität der Betreuung ist ein echtes Problem. Schichtdienst ist katastrophal.
Und auch ich habe manchmal Konferenzen bis 17 Uhr, da reagiert die Tagesmutter aber großzügig und betreut schon mal bis 18 Uhr.
Elternsprechtage gehen bis 20 Uhr, da meine Frau pendelt und den Kleinen nicht abholen kann muss ich meinen Sohn zum Elternsprechtag mitnehmen.
Veröffentlicht von: @skeptischerchristUnflexibilität der Betreuung ist ein echtes Problem.
Für alle, die überdurchschnittlich verdienen schon nicht mehr. Das ist das Tragische, denn sie treffen ja meist die Entscheidungen. Es gibt viele Kinderbetreuer, die gerade die späteren Zeiten abdecken wollen, da sie selbst tagsüber arbeiten oder studieren. Nur müssen die zusätzlich bezahlt werden.
Ich sehe aber auch oft Anzeigen wie: morgens und abends zwei Stunden, den Rest der Zeit ist das Kind in der Kita.
Da ich als Erzieherin die Spätdienste mache (bis 17 Uhr, nichts extremes), sehe ich, wie anstrengend die letzten Stunden für viele Kinder sind. Das erleben die Eltern ja selten, die beide bei langen Arbeitswegen Vollzeit und mehr arbeiten.
Veröffentlicht von: @tagesschimmerDa ich als Erzieherin die Spätdienste mache (bis 17 Uhr, nichts extremes), sehe ich, wie anstrengend die letzten Stunden für viele Kinder sind. Das erleben die Eltern ja selten, die beide bei langen Arbeitswegen Vollzeit und mehr arbeiten.
Da halte ich die Tagesmutter für eine ganz gute Lösung, momentan schläft der Kleine bei ihr so bis 15:00 und hat dann noch eine Stunde zum spielen, wenn ich um 16:00 komme kriege ich ihn oft nicht vor 16:15 - 16:30 weg da er noch spielen möchte.
Wenn ich ihn Freitags um 14:00 abhole schläft er, ich fahre ihn dann schlafend mit der U Bahn nach Hause.
Wenn ich ihn nach einer Konferenz um 17:00 abhole , kommt extrem selten vor ist aber wirklich die Luft raus.
Jaja, Privater Luxus....manche denken so....dann sollen die welche keine haben (bewusst keine wollen) von den Kindern derjenigen die welche haben auch später keine Rente mehr bekommen!! Auf diese Denkweise hab ich ein regelrechten Zorn, weil sie Deutschland wahrscheinlich mehr als alles nachhaltig geschadet hat.
Veröffentlicht von: @eddie78Jaja, Privater Luxus....manche denken so....dann sollen die welche keine haben (bewusst keine wollen) von den Kindern derjenigen die welche haben auch später keine Rente mehr bekommen!! Auf diese Denkweise hab ich ein regelrechten Zorn, weil sie Deutschland wahrscheinlich mehr als alles nachhaltig geschadet hat.
Deshalb sollte diese Personengruppe deutlich mehr diejenigen mitfinanzieren, die Kinder haben. Dann bräuchten wir auch nicht so viele Kinder töten, bevor sie geboren werden, weil es entsprechende Hilfen gibt. Solange aber z. B. unsere Jugendämter kaputtgespart werden, braucht man sich nicht wundern.
Der Unterschied zwischen einer üblichen Arbeit und dem Elternsein (je nachdem, wer sich letztlich in der Verantwortung sieht), sind die Hormone. Es lässt sich nur ein Arbeitnehmer derartig "ausbeuten" wie Eltern das für ihre Familie tun, bei dem es um Leben und Tot geht.
Die innere Motivation ist beim Elternsein extrem hoch. So lernt man natürlich auch viel, dem man sich sonst nicht gestellt hätte. Das hat Vor- und Nachteile für den Arbeitgeber. Viele Eltern finden einen tieferen Sinn in ihrer Elternrolle, als im Berufsleben. Eltern erkennen oft etwas davon, was wirklich im Leben wichtig ist. Sie haben auch tatsächlich mehr Verantwortung. Das Alter hat zugenommen, der Stress auch, nur die Gesundheit ist oft schon etwas reduziert.
Das verändert die Einstellungen von vielen Eltern im Berufsleben in eine sozialere Richtung. Sie akzeptieren eher Modelle, die nicht permanente Überforderung und Konkurrenz fordern - meistens die, bei denen es weniger Einkommen gibt.
Leider ist die Entwicklung im Beruf ja schon lange gegenläufig. Die Arbeit wird immer kleinteiliger spezialisiert, sodass immer die leistungsfähigsten Arbeitnehmer die Arbeit machen können, nicht die, die lange eingearbeitet und gut im Team integriert sind.
In Wirklichkeit ist diese Arbeitsweise nicht nur unsozial sondern auch weniger produktiv, nur nicht auf den ersten Blick. Aber je weniger die Berufswelt sich einen zweiten Blick gönnt, umso mehr wird der soziale Bereich abgespalten und wirkt über erhöhte Kosten indirekt zurück.
Es liegt dann an der Auszeit...ist aber dämlich. Als ob gerade im Hochqualifizierten Bereich die Leute nicht selber sich fit halten würden.
Ich arbeite in einer Firma mit einem Wassekopf an FuE im medizintechnischen Bereich. Trotzdem gab es nie Probleme nach einer Eingliederung, es sei denn sie Damen hatten kein Bock auf eine andere Stelle oder sowas.
Wer mir erzählt das dies dann bei den allerwelts kaufmännischen Berufen und Co(wie ich selber ein habe) eine Rolle spielt der irrt sich gewaltig. Immerhin kennt man die Person ja- wenn sie vorher gut war, warum gehen lassen? Wie selten dämlich....
Solchen Firmen wünsche ich das die Neubesetzungen dann am zweiten Tag eine Schwangerschaft melden!!!!