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Frauenquote für die Vorstände in der Wirtschaft

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Themenstarter
Beiträge : 8723

Das will die Koalition neuerdings.

Wollten die Frauen das bisher nicht? Oder haben die Männer in den Vorständen sich heimlich getroffen - ohne dass die Frauen das mitkriegten? Irgendwie mufft der Vorschlag nach 80ziger Jahre.

Aber welche Frau will denn eine Quothilde sein?

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126 Antworten
Johannes22
Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @banji

Das will die Koalition neuerdings.

Ist doch schön das die Koalition wenigstens ab und zu mal das richtige macht.

johannes22 antworten


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Themenstarter
Beiträge : 8723

Von dem Mäuschen, Vögelchen und der Bratwurst

Veröffentlicht von: @banji

Welche Frau will denn eine Quothilde sein?

Menschlich, allzumenschlich, daß die Welt beständig auf links gedreht wird:

Es waren einmal ein Mäuschen, ein Vögelchen und eine Bratwurst in Gesellschaft geraten, hatten einen Haushalt geführt, lange wohl und köstlich im Frieden gelebt, und trefflich an Gütern zugenommen. Des Vögelchens Arbeit war, daß es täglich im Wald fliegen und Holz beibringen müßte. Die Maus sollte Wasser tragen, Feuer anmachen und den Tisch decken, die Bratwurst aber sollte kochen.

Wem zu wohl ist, den gelüstet immer nach neuen Dingen! Also eines Tages stieß dem Vöglein unterwegs ein anderer Vogel auf, dem es seine treffliche Gelegenheit erzählte und rühmte. Derselbe andere Vogel schalt es aber einen armen Tropf, der große Arbeit, die beiden zu Haus aber gute Tage hätten. Denn, wenn die Maus ihr Feuer angemacht und Wasser getragen hatte, so begab sie sich in ihr Kämmerlein zur Ruhe, bis man sie hieß den Tisch decken. Das Würstlein blieb beim Topf, sah zu, daß die Speise wohl kochte, und wenn es bald Essenszeit war, schlingte es sich ein mal viere durch den Brei oder das Gemüs, so war es geschmalzen, gesalzen und bereitet. Kam dann das Vöglein heim und legte seine Bürde ab, so saßen sie zu Tisch, und nach gehabtem Mahl schliefen sie sich die Haut voll bis an den andern Morgen; und das war ein herrlich Leben.

Das Vöglein anderen Tages wollte aus Anstiftung nicht mehr ins Holz, sprechend, es wäre lang genug Knecht gewesen, und hätte gleichsam ihr Narr sein müssen, sie sollten einmal umwechseln und es auf eine andere Weise auch versuchen. Und wiewohl die Maus und auch die Bratwurst heftig dafür bat, so war der Vogel doch Meister: es mußte gewagt sein, spieleten derowegen, und kam das Los auf die Bratwurst, die mußte Holz tragen, die Maus ward Koch, und der Vogel sollte Wasser holen.

Was geschieht? das Bratwürstchen zog fort gen Holz, das Vöglein machte Feuer an, die Maus stellte den Topf zu, und erwarteten allein, bis Bratwürstchen heim käme und Holz für den andern Tag brächte. Es blieb aber das Würstlein so lang unterwegs, daß ihnen beiden nichts Gutes vorkam, und das Vöglein ein Stück Luft hinaus entgegenflog. Unfern aber findet es einen Hund am Weg, der das arme Bratwürstlein als freie Beut angetroffen, angepackt und niedergemacht. Das Vöglein beschwerte sich auch dessen als eines offenbaren Raubes sehr gegen den Hund, aber es half kein Wort, denn, sprach der Hund, er hätte falsche Briefe bei der Bratwurst gefunden, deswegen wäre sie ihm des Lebens verfallen gewesen.

Das Vöglein, traurig, nahm das Holz auf sich, flog heim und erzählte, was es gesehen und gehöret. Sie waren sehr betrübt, verglichen sich aber, das Beste zu tun und beisammen zu bleiben. Derowegen so deckte das Vöglein den Tisch und die Maus rüstete das Essen und wollte anrichten, und in den Hafen, wie zuvor das Würstlein, durch das Gemüs schlingen und schlupfen, dasselbe zu schmälzen: aber ehe sie in die Mitte kam, ward sie angehalten und mußte Haut und Haar und dabei das Leben lassen.

Als das Vöglein kam und wollte das Essen auftragen, da war kein Koch vorhanden. Das Vöglein warf bestürzt das Holz hin und her, rufte und suchte, konnte aber seinen Koch nicht mehr finden. Aus Unachtsamkeit kam das Feuer in das Holz, also daß eine Brunst entstand; das Vöglein eilte, Wasser zu langen, da entfiel ihm der Eimer in den Brunnen, und es mit hinab, daß es sich nicht mehr erholen konnte und da ersaufen mußte.

😌

Wie es mit dem Respekt gegenüber Frauen bestellt sein wird, wenn eine Frau da ist, wo sie ist, nur weil die Politik das so will, mag ich mir jetzt noch nicht vorstellen. Du hast ja aber schon ein sehr passendes Unwort erfunden, das sich schnell eingebrannt haben wird.

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24 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284
Veröffentlicht von: @plueschmors

Wie es mit dem Respekt gegenüber Frauen bestellt sein wird, wenn eine Frau da ist, wo sie ist, nur weil die Politik das so will, mag ich mir jetzt noch nicht vorstellen.

Ich weiss nicht wie du dir das so vorstellst... aber dass sich die Frau für den Job trotzdem selbst bewerben muss ist dir schon klar?

Was die Moral von der Geschicht' betrifft: So lange man die Hunde frei herumlaufen lässt kann sich eine "Bratwurst" nicht frei entfalten... das scheint mir jedenfalls der Knackpunkt zu sein 😉

lucan-7 antworten
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Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich weiss nicht wie du dir das so vorstellst...

Ganz einfach:

Hat eine Frau einen hohen Posten inne und ist sie dabei dominant und dazu wenig attraktiv, ist sie höchstwahrscheinlich homosexuell.

Hat eine Frau einen hohen Posten inne und ist sie dabei weiblich und attraktiv, hat sie sich höchstwahrscheinlich "hochgeschlafen".

Und nun kriegen vermutlich auch "normale" Frauen ihr passendes Vorurteil angehängt: Hat eine Frau einen hohen Posten und ist dabei völlig normal und durchschnittlich, ist sie höchstwahrscheinlich eine "Quothilde".

Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber dass sich die Frau für den Job trotzdem selbst bewerben muss ist dir schon klar?

Du meinst, das Gesetz bleibt nur graue Theorie, da sich eh kaum Frauen auf Führungspositionen bewerben und so ein Vorstand in der Regel Männer bevorzugt? Welchen Sinn macht das Gesetz denn dann? Bei "gleicher Eignung" - also laut Ausbildung o.ä. - sollen Frauen dann grundsätzlich vorgezogen werden oder wie oder was? Ist das dann nicht wieder Diskriminierung?

Veröffentlicht von: @lucan-7

So lange man die Hunde frei herumlaufen lässt kann sich eine "Bratwurst" nicht frei entfalten... das scheint mir jedenfalls der Knackpunkt zu sein 😉

Daß Hunde herumlaufen, entspricht artgerechter Haltung. Vielmehr sollte man als Maus nicht ins heiße Gemüse springen, daß es salziger werde und andern besser schmecke...

😉

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284
Veröffentlicht von: @plueschmors

Du meinst, das Gesetz bleibt nur graue Theorie, da sich eh kaum Frauen auf Führungspositionen bewerben und so ein Vorstand in der Regel Männer bevorzugt?

Das wäre mal interessant zu wissen...

Grundsätzlich ist es jedenfalls immer noch so, dass Mädchen eine Ausbildung als Krankenschwester oder Erzieherin bevorzugen, Jungs hingegen einen als KfZ-Mechatroniker. Auch und gerade dann, wenn sie die freie Wahl haben.

Irgendwo gab es hier mal den Vorschlag, die Quote an die Quote in den akademischen Jahrgängen anzupassen... wobei man gleichzeitig noch fragen sollte, wer überhaupt entsprechend Karriere machen will.

Wenn sich daran dann die Quote orientiert könnte man das wohl akzeptieren... wobei ich nicht glaube, dass sich das wirklich eindeutig feststellen lässt.

lucan-7 antworten
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Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723
Veröffentlicht von: @lucan-7

Das wäre mal interessant zu wissen...

Ja, absolut! Frauen und Männer haben bekanntlich unterschiedliche Gehirnstrukturen. Mehr oder weniger. Eine Frau - es sei denn, sie tut sich Gewalt an oder ist auch sonst ziemlich maskulin - führt nicht wie ein Mann.

Es sollte also eine ganz neue Kultur "weiblichen Führungsstils" geben. Meine gelesen zu haben, daß das auch irgendwie dazukommen soll. Also das aggressive und faktenbasierte Gehabe der Männer weg und mehr emotionale Teamarbeit in den Vorständen usw.

Naja, mal abwarten. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, ob da tatsächlich Frauen ankommen ganz oben und nicht nur "Frauen", denen dann vermittelt wird, sie müßten sich jetzt wie Männer benehmen.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284

Männer- und Frauenfirmen...?

Veröffentlicht von: @plueschmors

Ja, absolut! Frauen und Männer haben bekanntlich unterschiedliche Gehirnstrukturen. Mehr oder weniger. Eine Frau - es sei denn, sie tut sich Gewalt an oder ist auch sonst ziemlich maskulin - führt nicht wie ein Mann.

Was nicht unbedingt positiv ist...

Ich hatte eigentlich nie Probleme mit weiblichen Vorgesetzten, so lange ihre Anweisungen klar waren. Dann bekam ich aber eine Umtrukturierung im Betrieb mit, die von einer Gruppe junger Frauen in der oberen Führungsetage beschlossen wurde. Ich befand mich dabei in der unteren Führungsebene der Firma und sollte das dann umsetzen... und kam damit absolut nicht klar.

Statt eindeutiger, klarer Anweisungen in der Führungshierarchie sollte ich jetzt plötzlich auch auf gleicher Ebene "führen"... also Leuten gegenüber, die auf der gleichen Ebene wie ich waren und denen ich folglich nichts zu sagen hatte.
Es war auch völlig unklar, WAS ich denn da genau "führen" sollte... und wo der Vorteil sein soll, wenn ich mich in Bereiche einmische, in denen ich gar nichts zu melden habe.

Aber das wurde damals als tolle Neuerung verkauft, sozusagen "Führen auf Augenhöhe ohne Hierarchien" oder so etwas. So nach dem Motto: Alle machen was sie wollen, mischen sich in fremde Angelegenheiten, daraus entwickelt sich dann eine Dynamik... oder so. So kam es mir vor.

Ich bin da dann ziemlich schnell weg, weil das nicht mehr meine Welt war. Ich komme mit klaren und eindeutigen Strukturen sehr viel besser klar... muss ja nicht gleich militärisch durchexerziert sein.

Das ist jetzt aber immer so mein Eindruck, den ich abgespeichert habe wenn es um "weibliche Führung" geht. Ein Haufen junger Frauen frisch von der Uni macht mal eben alles ganz anders und schafft alles ab, was bisher funktioniert hat.
Und manche Kolleginnen kamen damit anscheinend super klar... ich allerdings überhaupt nicht.

Ging einem Freund von mir in einer ganz anderen Firma genau so, in der die Führung auch fast ausschliesslich mit Frauen besetzt war.

Das Problem das ich hier sehe ist halt: Wenn Frauen tatsächlich ganz anders führen, dann muss das nicht zwangsläufig ein Vorteil sein... dann ist es vielleicht besser, reine Frauen- oder Männerfirmen zu etablieren, weil man dann mit dem jeweiligen Führungsstil einfach besser klar kommt...

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 6423
Veröffentlicht von: @lucan-7

dann ist es vielleicht besser, reine Frauen- oder Männerfirmen zu etablieren, weil man dann mit dem jeweiligen Führungsstil einfach besser klar kommt...

Es gibt dann aber auch Frauen, die eher mit einem "männlichen" Stil klarkommen und Männer, die eher vom weiblichen Führungsstil angetan sind.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ein Haufen junger Frauen frisch von der Uni macht mal eben alles ganz anders und schafft alles ab, was bisher funktioniert hat.

Gibt auch Kerle, die das "Never touch a running system" nicht so wirklich drauf haben.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284
Veröffentlicht von: @alescha

Es gibt dann aber auch Frauen, die eher mit einem "männlichen" Stil klarkommen und Männer, die eher vom weiblichen Führungsstil angetan sind.

Schon klar, das war ja auch damals der Fall... ich habe es hier etwas vereinfacht, um es auf den Punkt zu bringen.

Und der lautet, dass es einfach verschiedene Führungsstile gibt, die sich zwar im optimalen Fall ergänzen... aber auch völlig kontraproduktiv sein können, wenn alles schief läuft.

Veröffentlicht von: @alescha

Gibt auch Kerle, die das "Never touch a running system" nicht so wirklich drauf haben.

Nun, in der Firma war es durchaus üblich ständig etwas Neues auszuprobieren. Mal hat es geklappt, mal nicht... hier wurde aber das System selbst in Frage gestellt. Manche kamen damit offenbar gut klar (Auch männliche Kollegen von mir), andere weniger. Und ich kam halt weniger gut klar, weil ich einfach nicht der Typ dafür war, während vorher alles prima lief.

lucan-7 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723
Veröffentlicht von: @lucan-7

Was nicht unbedingt positiv ist...

Ich bin ja immer dafür, daß jeder seine gottgegebenen Gaben richtig einsetzt, dann werden sie auch zum Segen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich hatte eigentlich nie Probleme mit weiblichen Vorgesetzten, so lange ihre Anweisungen klar waren.

Das Worte auch eine Bedeutung haben können, müssen einige Frauen in Führungspositionen oft erstmal lernen: "Wieso haben sie das gemacht?" - "Aber Frau Meier, sie haben mir das so gesagt!" - "Aber ich hab´s doch nicht so gemeint!"

😀

Veröffentlicht von: @lucan-7

Statt eindeutiger, klarer Anweisungen in der Führungshierarchie sollte ich jetzt plötzlich auch auf gleicher Ebene "führen"... also Leuten gegenüber, die auf der gleichen Ebene wie ich waren und denen ich folglich nichts zu sagen hatte.

Jo, Frauen in der Gruppe: Wer ist der Chef? Alle! Kooperation ist alles. Ansagen unerwünscht.

😀

Veröffentlicht von: @lucan-7

Das ist jetzt aber immer so mein Eindruck, den ich abgespeichert habe wenn es um "weibliche Führung" geht.

Ich bin selber Führungskraft im Austausch mit anderen Führungskräften und kann Deinen Eindruck durchaus bestätigen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Wenn Frauen tatsächlich ganz anders führen, dann muss das nicht zwangsläufig ein Vorteil sein... dann ist es vielleicht besser, reine Frauen- oder Männerfirmen zu etablieren, weil man dann mit dem jeweiligen Führungsstil einfach besser klar kommt...

Aber nicht doch! Wie wäre es mit einander ergänzen? Meine Firma (mittelständisches Unternehmen, ca. 6.000 Mitarbeiter) hätte dieses Jahr beinahe eine COO bekommen und alle hätten das fantastisch gefunden, weil sie an ihrem Platz genau richtig war. Einhellige Meinung: Eine der besten Mitarbeiterinnen, die wir je hatten. Eine größere Firma hat sie uns leider weggeschnappt.

Als COO führt man viele Teams, ist an kreativen Prozessen beteiligt, Beziehung, Kommunikation und Kooperation sind wichtig. Hier kann eine Frau ihre naturgegebenen Stärken toll ausspielen, während der CEO im Haifischbecken schwimmt und seine Seele ständig vor dem Teufel in Sicherheit bringen muß und der CFO nur mit Zahlen, Daten und Fakten jongliert.

So zum Beispiel.

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 17284
Veröffentlicht von: @plueschmors

Ich bin ja immer dafür, daß jeder seine gottgegebenen Gaben richtig einsetzt, dann werden sie auch zum Segen.

Das schliesst dann aber auch ein, die Gaben an der richtigen Stelle einzusetzen. Es muss also zur Betriebskultur passen.

Aber genau das will man ja jetzt ändern. Da sind Konflikte vorprogrammiert.

Veröffentlicht von: @plueschmors

Das Worte auch eine Bedeutung haben können, müssen einige Frauen in Führungspositionen oft erstmal lernen: "Wieso haben sie das gemacht?" - "Aber Frau Meier, sie haben mir das so gesagt!" - "Aber ich hab´s doch nicht so gemeint!"

Ja, die Klischees... so was ist mir auch schon begegnet, aber nicht mit weiblichem Führungspersonal. Da war die Anweisung zwar schon klar... aber mir hat sich der Sinn dahinter nicht erschlossen.

Veröffentlicht von: @plueschmors

Jo, Frauen in der Gruppe: Wer ist der Chef? Alle! Kooperation ist alles. Ansagen unerwünscht.

Das ist tatsächlich so ein Klischee das mich etwas zweifeln liess, als ich es hier so klar verwirklicht sah... wobei der eigene Führungsanspruch der Frauen ausser Zweifel stand, die Aufforderung galt vielmehr den Kollegen...

Veröffentlicht von: @plueschmors

Aber nicht doch! Wie wäre es mit einander ergänzen? Meine Firma (mittelständisches Unternehmen, ca. 6.000 Mitarbeiter) hätte dieses Jahr beinahe eine COO bekommen und alle hätten das fantastisch gefunden, weil sie an ihrem Platz genau richtig war.

Das ist natürlich das Optimum... und ich war auch in anderen (männlich geprägten) Firmen, in denen so viel schief gelaufen ist, dass ich mir da dringend Alternativen gewünscht hätte.

Nur bringt das natürlich nichts, wenn man nicht in die gleiche Richtung arbeitet und die Arbeitsweisen völlig inkompatibel sind.

Veröffentlicht von: @plueschmors

Als COO führt man viele Teams, ist an kreativen Prozessen beteiligt, Beziehung, Kommunikation und Kooperation sind wichtig. Hier kann eine Frau ihre naturgegebenen Stärken toll ausspielen, während der CEO im Haifischbecken schwimmt und seine Seele ständig vor dem Teufel in Sicherheit bringen muß und der CFO nur mit Zahlen, Daten und Fakten jongliert.

Im Idealfall ergänzt sich das natürlich. Ich war damals der Typ für Zahlen und Fakten, das war auch meine Basis der Kommunikation... also beispielsweise wie sich an einer bestimmten Stelle Kosten einsparen lassen oder Arbeitsprozesse optimiert werden können. Dafür musste man dann kommunizieren, abwägen, diplomatisch und kreativ sein.

Dann sollte ich mich aber plötzlich in Prozesse einmischen, die gar nichts mehr mit meinen Zahlen zu tun hatten... also nur noch Kommunikation um der Kommunikation willen. In Bereichen, in denen ich mich zwar auskannte, für die ich aber nicht verantwortlich war.
Man dachte sich wohl, dass etwas mehr "input" von anderer Seite auch bessere Ergebnisse bringt... in der Realität ist man aber den Kollegen, die eh schon gestresst waren, damit nur auf die Nerven gegangen - während die eigene Arbeit liegenblieb.

Für mich fehlte da einfach die Basis... "Warum bin ich hier und rede darüber, während wir uns gegenseitig von der Arbeit abhalten...?".
Das war einfach nicht mein Stil und nicht meine Methode, wurde aber als die tolle neue Vorgehensweise gepriesen.

Was nicht heisst, dass das nicht an anderer Stelle sehr sinnvoll sein könnte und man damit auf neue Ideen und Verbesserungen kommt... aber an der Stelle hat es einfach nicht gepasst, jedenfalls nicht für mich.

Deshalb bin ich zwar gerne dafür, Frauen und Männer gleichermaßen in Führungspositionen einzubeziehen... aber es muss dann auch zusammenpassen, mit der Brechstange erreicht man eher das Gegenteil.

lucan-7 antworten
agapia
 agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437
Veröffentlicht von: @plueschmors

Hat eine Frau einen hohen Posten inne und ist sie dabei dominant und dazu wenig attraktiv, ist sie höchstwahrscheinlich homosexuell.

Hat eine Frau einen hohen Posten inne und ist sie dabei weiblich und attraktiv, hat sie sich höchstwahrscheinlich "hochgeschlafen".

Und nun kriegen vermutlich auch "normale" Frauen ihr passendes Vorurteil angehängt: Hat eine Frau einen hohen Posten und ist dabei völlig normal und durchschnittlich, ist sie höchstwahrscheinlich eine "Quothilde".

Platter ging's nicht?

agapia antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723

OT

Veröffentlicht von: @agapia

Platter ging's nicht?

Vorurteile halt...

Tatsächlich ging´s noch platter. Den ersten Satz z.B. habe ich dreimal umformulieren müssen...

😀

Den zweiten immerhin nur einmal.

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agapia
 agapia
(@agapia)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1437

Du nimmst es mit Humor, das anerkenne ich 😊

agapia antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723
Veröffentlicht von: @plueschmors

Du hast ja aber schon ein sehr passendes Unwort erfunden, das sich schnell eingebrannt haben wird.

Erfunden? Nö. Ist doch ein alter (Begriffs-)Hut.

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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723

Quothilde

Veröffentlicht von: @banji

Erfunden? Nö. Ist doch ein alter (Begriffs-)Hut.

So? Ist mir bisher noch nicht vorgekommen.

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Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2399
Veröffentlicht von: @plueschmors

So? Ist mir bisher noch nicht vorgekommen.

Mir tatsächlich auch schon, irgendwann Ende der 80er, Anfang der 90er. Aber so ist das mit "Witzen" - sie haben ein Weilchen Konjunktur, dann schmeckt ihre Abgenudeltheit fade und sie versenken so lang in der Versenkung, bis eine neue Generation neu drüber kichern kann. 😊

jack-black antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723

Alte Themen - alte Begriffe - weil neue Themen und neue Begriffe nicht wirklich auftauchen. Oder wie würde man die Quotenfrauen heute anders nennen? Zumindest kenne ich keine anderen Begriffe.

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Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723

Was haben die Männer gegen die Gleichberechtigung?

Veröffentlicht von: @jack-black

Ende der 80er, Anfang der 90er.

So lange schon her... In welchem Zusammenhang? Ich las letztens eine alte Brigitte von 1974:

Als Frau braucht man auch die selbstverständliche Überzeugung, daß man "führungsfähig" ist, und die Fähigkeit, diese Überzeugung auf andere zu übertragen. Kaum vorstellbar, das eine Frau sich mit der Geste vorschiebt: Jetzt übernehme ich die Führung. Kaum vorstellbar, daß Vorgesetzte und Kollegen sich dann fügen. Im ganz alten Wortverstand meint Führung, der anderen vorangehen im (gefahrvollen) Gelände. Wann wäre das je Sache von Frauen gewesen? Wo hätten sie die Chance gehabt, sich darin zu üben?

Soweit "Helge Pross, Professor für Soziologie an der Universität Gießen" (übrigens eine Frau).

Und dann kommt noch dazu, daß Männer immer glauben, sie hätten recht und wären überlegen, obwohl sie wissen, daß Frauen immer recht haben und überlegen sind. Aber wer will schon Schwäche zeigen 😉 ?...

Naja, schade um die vielen vergeudeten Talente, weil Männer glauben, sie könnten alles besser.

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Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624
Veröffentlicht von: @plueschmors

Naja, schade um die vielen vergeudeten Talente, weil Männer glauben, sie könnten alles besser.

Ich glaube nicht, dass Männer glauben sie können alles besser, aber ich denke, dass Männer überzeugt sind das manche Sachen besser können.

Und da kann man nun trefflich argumentieren, ob dem so ist oder nicht. Aber abgesehen davon, ob den die Fähigkeiten die Männer denken, in denen sie besser seien, wirklich auch bessere Führungspersönlichkeiten machen sei dahingestellt.

arcangel antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723
Veröffentlicht von: @arcangel

Ich glaube nicht, dass Männer glauben sie können alles besser, aber ich denke, dass Männer überzeugt sind das manche Sachen besser können.

Manche Sachen können Männer einfach besser.
Manche Sachen können Frauen einfach besser.

Meine Güte, warum denn immer so viel Ideologie?

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Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 6423
Veröffentlicht von: @banji

Manche Sachen können Männer einfach besser.
Manche Sachen können Frauen einfach besser.

Das kann man so pauschal nicht sagen.

Ich kann z.B. rückwärts einparken. Dürfte ich als Frau gar nicht können.
Erst heute habe ich mich in einem Parkhaus geärgert, als ich ein Schild an der Wand sah, daß man nur vorwärts einparken dürfe.

alescha antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624

wer spricht den hier von ideologie?

arcangel antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @banji

Manche Sachen können Männer einfach besser.
Manche Sachen können Frauen einfach besser.
Meine Güte, warum denn immer so viel Ideologie?

Frag ich mich auch, warum glaubst du an diese Ideologie?

johannes22 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 8723

Falsch angehängt?

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Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2973

Nein, ich gehöre nämlich zu denen die die Gender Wissenschaften eben für Wissenschaften halten und keine Ideologie. Die Vorstellung das Biologie und Geschlechtsidentität etwas miteinander zu tun haben halte ich nämlich für Ideologie.
Ich habe einen Trans Schüler in meiner Klasse, ganz eindeutig ein junger Mann auch wenn er halt wie die anderen Schüler in meiner Klasse sagen keinen Penis hat.
Er mag Biologisch eine Frau sein, seine Geschlechtsidentität ist aber eindeutig Mann. Und dann kenne ich auch Menschen die sich von der Geschlechtsidentität keinem Geschlecht zuordnen.
Ich bin sowohl von der Biologie als auch von der Geschlechtsidentität her Mann, merke aber auch immer mehr das diese Dualität echt künstlich ist. Mein Kleiner wird auf dem Spielplatz (er ist dreieinhalb) oft für ein Mädchen gehalten vermutlich wegen dem langem haar, früher habe ich das korrigiert jetzt denke ich inzwischen wirklich das diese Dualität wirklich nichts weiter als eine soziale Konstruktion ist.

johannes22 antworten
Arcangel
Beiträge : 3624

Was ist das Ziel?
Meiner Meinung nach muss es das ziel einer gerechten Gesellschaft sein, das jeder sein Leben so leben kann wie er oder sie es für richtig hält und dabei im Erreichen dieses Zieles nicht aufgrund von Geschlecht, Religion, oder genetischen Merkmalen (wie Hautfarbe) benachteiligt wird.

Nun stellt sich die Frage, ob eine Frauenquote diesem Ziel dient, die Antwort ist meiner Meinung nach langfristig NEIN. Denn eine Frauenquote schafft eine Bevorzugung eines bestimmten Geschlechtes.

Mittelfristig könnte es aber ein Tool sein, um die männliche Dominanz aufzuweichen.

arcangel antworten
3 Antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @arcangel

Nun stellt sich die Frage, ob eine Frauenquote diesem Ziel dient, die Antwort ist meiner Meinung nach langfristig NEIN. Denn eine Frauenquote schafft eine Bevorzugung eines bestimmten Geschlechtes.

Ja aber doch nur bis 50% erreicht sind.

johannes22 antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3624

warum bist du so auf die 50% versessen.

Es kann doch auch ein reines Frauengremium geben oder eins in denen die Männer in der Unterzahl sind. Als Gesellschaft müssen wir an einen Punkt kommen, wo das Geschlecht egal ist.

arcangel antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @arcangel

warum bist du so auf die 50% versessen.

Warum sollte ich besessen sein? Was ist denn das für eine Wortwahl? Die 50% sind von der Idee abgeleitet das 50% der bevölkerung zu 50% vertreten sein sollten.

Veröffentlicht von: @arcangel

Es kann doch auch ein reines Frauengremium geben oder eins in denen die Männer in der Unterzahl sind. Als Gesellschaft müssen wir an einen Punkt kommen, wo das Geschlecht egal ist.

Klar aber bis dahin ist es noch ein weiter weg und die frauenquote ist der Weg dahin.

johannes22 antworten


JohnnyD
Beiträge : 1348
Veröffentlicht von: @banji

Wollten die Frauen das bisher nicht?

Richtig. Das wollen nur ein paar Politiker, denen Symbolpolitik wichtig ist. Deswegen geht es auch nur um Vorstandsjobs privater Unternehmen - nicht um Ausbildungsplätze oder die Einstiegspositionen nach dem Studium.

johnnyd antworten
Miss.Piggy
Beiträge : 1658

Laut dieser Grafik arbeiten fast die Hälfte aller erwerbstätigen Frauen in Teilzeit, bei den Männern sind es nur 11,5%. Mit einem Teilzeitjob kommt man natürlich nicht so leicht in die Vorstandsetage.

Ob das auf reiner Freiwilligkeit beruht oder an Strukturen liegt, die nichts anderes ermöglichen, weiß ich nicht genau.

Wenn man an der Vorstandsbesetzung was ändern will, sollte man mE eher hier ansetzen und nicht einfach eine Quote verordnen. Also z.B. flexible Arbeitszeiten für beide Elternteile ermöglichen.

miss-piggy antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Frauen wollen und können das nicht in dem Maße wie manche in der Politik das gerne hätten.

Anonymous antworten
7 Antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 6423

Daß sie nicht wollen habe ich schon gehört, aber nicht können?

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Als Vorstand muss man öfter mal unangenehme Entscheidungen treffen und auch durchsetzen. Frauen fällt das im Durchschnitt wohl schwerer als Männern.
In höhere Positionen geht es eher nicht um fachliche Dinge, die sind ja Grundvoraussetzung und da unterscheiden sich Frauen und Männer wohl kaum.

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 6423
Veröffentlicht von: @qdspieler

Als Vorstand muss man öfter mal unangenehme Entscheidungen treffen und auch durchsetzen. Frauen fällt das im Durchschnitt wohl schwerer als Männern.

Wo hast Du das jetzt her?

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @alescha

Wo hast Du das jetzt her?

Das habe ich auf dem Mars beobachtet. Oder woher meinst du, dass ich das haben könnte? Aus den Fingern gesaugt? Vom Stammtisch?

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 6423

Ich weiß echt nicht, ob da jetzt wieder irgendwelche Klischees bedient werden oder ob das irgendwie Hand und Fuß hat.

alescha antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Ich selbst bin in einem Aufsichtsrat vertreten und es ist bei wechseln fast nicht möglich eine Frau zu finden, die sich den Job antun möchte. Das ganze Gerede von den angeblich unterdrückten Frauen kann ich daher nicht nachvollziehen.
Seit ich bei dem Unternehmen im Aufsichtsrat sitze, gab es schon den ein oder anderen Wechsel beim Vorstand. Da kam aber nicht ein einziges Mal die Bewerbung einer Frau auf den Tisch. Also mit Gewalt kann man Frauen eben nicht in solche Posten zwingen.

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 6423

Naja, Du schriebst:

Veröffentlicht von: @qdspieler

Als Vorstand muss man öfter mal unangenehme Entscheidungen treffen und auch durchsetzen. Frauen fällt das im Durchschnitt wohl schwerer als Männern.

Der Unwille, unangenehme Entscheidungen zu treffen, kann ein Grund sein, warum viele Frauen sich das nicht antun wollen. Ist aber sicher nicht der einzige.

Veröffentlicht von: @qdspieler

Das ganze Gerede von den angeblich unterdrückten Frauen kann ich daher nicht nachvollziehen.

Das Problem ist, daß die Frauen, die tatsächlich wollen, oft ausgebremst werden.
Das passiert ja schon bei der banalen Jobsuche. Hatten wir im Verlauf des Threads ja schon.

alescha antworten
Seite 2 / 3
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