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Gehorsam gegen die Orbrigkeit: Wie ist Röm.13., 1ff zu verstehen?

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Herbert52
Themenstarter
Beiträge : 244

Ich würde gerne ein Thema diskutieren, was mir immer wieder die gleichen Kopfschmerzen bereitet. Nämlich die Frage des Verhaltens gegenüber dem Staat und seinen Repräsentanten, ob man sich politisch engagieren soll, ob man ggf. gegen den Staat vorgehen soll, etwa wie im Widerstand gegen den Hitlerfaschismus. Es geht um das Verständnis von

Röm.13, 1-7: 1. Ein jeder soll sich der obrigkeitlichen Gewalt unterordnen! Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; die da bestehen, sind von Gott angeordnet. 2. Wer sich daher gegen die staatliche Gewalt auflehnt, lehnt sich gegen die Anordnung Gottes auf; wer sich aber gegen diese auflehnt, zieht sich das Gericht zu. etc. .Dazu gehört dann auch Steuern zahlen etc. …

Siehe auch in Verbindung mit Tim.1,1 ff:

1.Erinnere sie, der obrigkeitlichen Gewalt untertan, gehorsam und zu jedem guten Werk bereit zu sein, …

 

Gegen diese affirmative Haltung zum Staat steht Apg.5, 27 ff, in der sich die Apostel weigern, dem Predigtverbot nachzukommen mit den Worten „… Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Vers 29). Nach Röm.13,1 hat Gott die Obrigkeit doch eingesetzt.

Wie lassen sich die Widersprüche auflösen? Gibt es eine Grenze des Gehorsams gegen den Staat? Wie soll man darüber denken, wenn jemand sich weigert Steuern zu zahlen, weil ein Teil des Geldes in Waffen für die Ukraine und Israel fließen. Ist nicht sogar ziviler Ungehorsam Pflicht?

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270 Antworten
22 Antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518
Veröffentlicht von: @herbert

die Frage des Verhaltens gegenüber dem Staat und seinen Repräsentanten

Lieber Herbert.

Vor allem sollen wir für unsere Obrigkeiten beten. Das beruhigt unseren Geist und führt uns in eine gefestigte Grundhaltung:

Heinrich Schütz: Gib unsern Fürsten und aller Obrigkeit, op.11,5 SWV 373 from "Geistliche Chormusik 1648"

 

 

 

 

martha antworten
Herbert52
(@herbert)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 244

@martha egal wer da am Ruder ist?

herbert antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518
Veröffentlicht von: @herbert

@martha egal wer da am Ruder ist?

Egal, wer da am Ruder ist.

martha antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@martha Beten kann ja nie schaden. Vielleicht brauchen's grad die, die gar kein Gebet wollen. 
Ich meine, wenn ich um Weisheit bete - das können alle brauche, egal ob sie jetzt gläubig sind oder nicht.

chai antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@chai 

Hast du dir mal den Schütz-Satz angehört, den  ich verlinkt habe?

Es ist eine Vertonung von 1. Timotheus 2,2.

"[Betet für] die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit."

Ein Hinweis des Paulus bzgl des Gemeindegebets. 

 

martha antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @martha

Es ist eine Vertonung von 1. Timotheus 2,2.

"[Betet für] die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit."

Ein Hinweis des Paulus bzgl des Gemeindegebets. 

Hat das jemals etwas gebracht.?.wie ein ruhiges, stilles Leben.?..Frömmigkeit und Ehrbarkeit.?Wohl kaum.

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Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@blumenwiese 

Hat das jemals etwas gebracht.?

Um das zu entscheiden müssten wir uns anschauen, wie es einem Land bzw. den Christen ergangen ist, und sie beteten, und wie es dem Land in der gleichen Situation ergangen ist, und die Christen haben nicht gebetet.

Dürfte methodisch schwierig sein 😉

hkmwk antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188
Veröffentlicht von: @hkmwk

@blumenwiese 

Hat das jemals etwas gebracht.?

Um das zu entscheiden müssten wir uns anschauen, wie es einem Land bzw. den Christen ergangen ist, und sie beteten, und wie es dem Land in der gleichen Situation ergangen ist, und die Christen haben nicht gebetet.

Dürfte methodisch schwierig sein 😉

Nunja, ich gehe davon aus, dass überall Christen leben, die dafür beten, da es ja biblisch ist.

Vielleicht geht es in diesen Gebeten weniger darum, dass es etwas nützt, sondern dass Christen einfach Gehorsam sind.

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Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 10218

@blumenwiese 

Du hattest gefragt, ob es was gebracht hat. Ich habe darauf hingewiesen: Das kann man nicht wissen.

Haben die verschiedenen Gebetsinitiativen in den 80-er Jahren etwas gebracht, oder wäre die Mauer auch ohne sie gefallen? Wer weiß das schon?

Damit war deine Frage sinnlos (höchstens geeignet, Zweifel zu säen).

hkmwk antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 4579

@martha 

Das beruhigt unseren Geist

tatokala antworten
Herbert52
(@herbert)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 244

@martha 

Deine Empfehlung für ungerechte Herrscher zu beten, hat mich im ersten Moment herausgefordert, dann aber habe ich gedacht, dass das genau dem entspricht was Feindesliebe ausmacht. Bleibt dennoch die Frage offen, ob ggf. ein Attentat auf einen Despoten vor Gott erlaubt wäre. Man kann argumentieren, dass man im Sinne der Nächstenliebe den Tyrannen davor bewahrt, weitere Sünden zu begehen (ist ernst gemeint, nicht zynisch). Ich denke, wenn jemand innerlich davon überzeugt ist und sich im Einklang mit seiner inneren Stimme befindet, wäre das o.k.

 

@ alle: Vielen Dank für die rege Diskussion. Sie spiegelt die vielen Fragen die mir durch den Kopf ganz gut wieder. Leider bin ich bei den Antworten nicht weiter, aber die eine oder andere Frage kann ich nunmehr klarer formulieren  bzw. in einen Zusammenhang stellen, was – eine gute Frage ist die halbe Antwort – wohl helfen könnten Klarheit zu gewinnen.

Ich fange mal mit einem Punkt an. „Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; die da bestehen, sind von Gott angeordnet.“

Einige verstehen das in Sinne von eingesetzt, andere im Sinne von zugelassen. Gibt es zwischen beiden Auffassungen einen signifikanten Unterschied? Die Varianz der Übersetzungen umfasst beispielsweise „… angeordnet / eingesetzt / verordnet

Die zweite Frage lautet, ob es bei „staatlicher Gewalt“ um die Institution ´Regierung` an und für sich handelt oder um den je konkreten Machthaber geht. Letzteres wäre bei parlamentarischen Demokratien schwer einzuordnen. Ist Merz eine staatliche Gewalt im gemeinten Sinne?

2             Wer sich daher gegen die staatliche Gewalt auflehnt, lehnt sich gegen die Anordnung Gottes auf; wer sich aber gegen diese auflehnt, zieht sich das Gericht zu.

Einige habe ja darauf hingewiesen, dass staatliche Gewalt, die sich selbst gegen Gott auflehnt, nicht unter dieses Gebot fallen kann. Diese Ansicht scheint mir durch den folgenden Vers bestätig:

3             Denn die Regierenden sind nicht ein Schrecken für gute, sondern für schlimme Taten. Willst du vor der Staatsgewalt ohne Furcht sein, so tue das Gute, und du wirst Anerkennung bei ihr finden (andere Übersetzungen sprechen von Lob erhalten / gelobt werden)

Damit wird ´Regierende` im Sinn von ´gerecht regieren` definiert. Ein ungerechter Herrscher, der umgekehrt eine Schrecken für die Guten und kein Schrecken für die Schlimmen ist, ist im Sinne des Evangelium keine von Gott eingesetzte Obrigkeit. Und kann keinen Gehorsam verlangen. (z.B. Sir.4, 27: Unterwirf dich nicht dem Toren und ergreife nicht Partei für einen Mächtigen.

Auch kann ich nicht verstehen, dass „Willst du vor der Staatsgewalt ohne Furcht sein …“ dem wörtlich Sinn nach dem Verständnis von Nachfolge Jesus entspricht, der mehrmals vor den negativen Folgen öffentlicher Anerkennung und Prestigesucht (Anerkennung bei ihr finden.) Wieso sollte Jesus empfehlen, sich um staatliche Anerkennung zu bemühen?

 

Quintessenz: Keine staatliche Macht hat Anspruch auf Gehorsam und Gefolgschaft, nur weil sie die Machtposition inne hat. Es hängt definitiv von ihrer Qualität ab. Und die muss jeder Untertan beurteilen, bevor er sich zum Gehorsam oder Widerspruch oder gar Widerstand entscheidet.

Die Erkenntnis scheint trivial, ist es aber nicht, wenn man auf den ersten und zweiten Weltkrieg zurückblickt, wo die beiden Amtskirchen mit diesem Argument von ihren Kirchengläubigen Staatsraison bis in den Tod als Soldat gefordert haben.

Der letzte Punkt, ´Bemühen um Anerkennung von staatlicher Autorität` bringt mich auf den Gedanken, dass man diese Apostelaussage auch im Sinne des Steuergleichnis (Mt.22,17) verstehen kann. Dann wäre die staatliche Autorität der ´Zwang des Faktischen`, der die irdischen Lebensbedingungen ausmacht und die Aussage Paulus`gemahnt daran, die profanen Lebensumständen nicht a priori zu verteufeln, sondern ihnen die gebührende Beachtung zu schenken. Dann würde „Willst du vor der Staatsgewalt ohne Furcht sein …" , dass man das Weltliche und das Geistig in ein rechtes Gleichgewicht bringen muss. So z.B. dass man hier ein ´weltliches` Internetforum hat, dass man gut für die eigene geistige Entwicklung nutzen kann und man es nicht von vorherein verteufeln soll. Nach dem Motto, prüfe alles, und was gut ist nutze es dementsprechend.

Was denkt ihr zum letzten Gedanken?

herbert antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 630

@herbert

es drängt mich, dir zu antworten - aber da ich gleich einen Termin habe, wird meine Antwort eher kurz und knapp sein. 
Ich stimme deinen Überlegungen weitestgehend zu - und auch die Fragen bleiben. 
Eine Frage meinerseits wäre, in welcher Situation der Apostel damals war, als er dies schrieb.

Die zweite Frage ist, ob wir brutale Diktatoren und Obrigkeiten, die sich nicht an Gesetze halten und Menschenrechte missachten, ebenfalls als "von Gott eingesetzt" anerkennen müssen (MEINE Antwort: "NEIN"). 
Beten kann (und soll) ich aber trotzdem für sie - diesem Wunsch stimme ich uneingeschränkt zu. 

Klar wäre auch, dass es ohne eine "Obrigkeit" wohl zu (noch mehr) Gewalt, gegenseitiger menschlicher Missachtung, ausgelebtem Egoismus, Recht des Stärkeren usw. kommen würde, dass also die Obrigkeit grundsätzlich akzeptiert und auch in ihrem Handeln unterstützt werden sollte. 

bepe0905 antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@herbert 

Deine Empfehlung für ungerechte Herrscher zu beten, hat mich im ersten Moment herausgefordert, dann aber habe ich gedacht, dass das genau dem entspricht was Feindesliebe ausmacht.

Wenn du als Minderheit unter einer Regierung leben musst, die dich allenfalls duldet, ist es einfach klug, möglichst deinen Frieden mit ihr zu machen.

Vermutlich wollte Paulus, dass seine jung gegründete Gemeinde wachsen und gedeihen kann.

Leider erst unter Konstantin durften die Christen ihre Religion in Freiheit ausleben. Er wusste es zu schätzen, dass sie sich um die sozialen Belange des Volkes kümmerten. 

Bleibt dennoch die Frage offen, ob ggf. ein Attentat auf einen Despoten vor Gott erlaubt wäre. Man kann argumentieren, dass man im Sinne der Nächstenliebe den Tyrannen davor bewahrt, weitere Sünden zu begehen (ist ernst gemeint, nicht zynisch). Ich denke, wenn jemand innerlich davon überzeugt ist und sich im Einklang mit seiner inneren Stimme befindet, wäre das o.k.

👆

Dazu sah ich letztens einen Film (Netflix, 2018) über Walraven van Hall, einen niederländischen Bankier, der den Widerstand während der deutschen Besatzung der Niederlande finanzierte.

Als er die ersten Pläne dazu schmiedete und seine Frau fragte, wie sie darüber denkt und ob er das tun soll, sagte sie sofort: "Nein. Natürlich bin ich dagegen."

Und dann, nach einer längeren Pause: "Aber natürlich musst du es tun."

Sie hat ihren Mann gekannt und sein Tun respektiert. Sie wusste, dass es ihn umtreiben würde, wenn er seiner inneren Stimme nicht folgen würde.

Er hat viel Gutes und wirklich Grosses bewirkt. Und wurde dennoch kurz vor Kriegsende ganz profan verraten und erschossen. 

 

 

martha antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2297

@martha 

"Wenn du als Minderheit unter einer Regierung leben musst, die dich allenfalls duldet, ist es einfach klug, möglichst deinen Frieden mit ihr zu machen.Vermutlich wollte Paulus, dass seine jung gegründete Gemeinde wachsen und gedeihen kann."

Ich denke, dass Paulus sich genau von so einem Gedanken hat leiten lassen - Danke für diesen Blick, den ich sehr einleuchtend finde. Er zeigt dann auch, wie biblische Texte ihren "Sitz im Leben" haben und man daraus kein zeitloses und kontextloses Pauschal-Gebot machen kann.

L'Chaim

awhler antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1518

@awhler 

Danke für diesen Blick, den ich sehr einleuchtend finde. Er zeigt dann auch, wie biblische Texte ihren "Sitz im Leben" haben und man daraus kein zeitloses und kontextloses Pauschal-Gebot machen kann.

Moment, Moment. Nicht so schnell.

In meinem ersten Posting an Herbert schrieb ich von einer Grundhaltung.

Und die beinhaltet tatsächlich generell Gebet für die Obrigkeit.

Das erschließt sich aus dem Kontext im von mir bereits zitierten  Timotheusbrief, in dem Paulus erklärt, warum wir für die Oberhäupter beten sollen:  "Gott will, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen". 

Und vllt dachte Paulus dabei auch an Sprüche 21, die da beginnen mit: "Des Königs Herz ist in der Hand des HERRN wie Wasserbäche; er lenkt es, wohin er will." 

 

martha antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2297

@martha 

😉 ... Die zitierten Sätze finden trotzdem meine Zustimmung, weil sie meines Erachtens eine Erklärung bieten, warum Paulus in Römer 13 das Verhältnis zur Obrigkeit so darstellt.

Das "Gebet FÜR die Obrigkeit" ist ein glattes Terrain: Die Trump-Fundis um Paula White  - wie  abstoßend  - ließen sich ablichten dabei, wie sie inbrünstig für den Präsidenten beteten. Auch die russchisch-orthodoxen Kirchführer beten für Putin um Segen und Gelingen ... Und die DC taten es, sogar im Dank für das "Gottesgeschenk" A.H.

Wenn wir dagegen dafür beten, dass Regierende von bösen Taten lassen, zur Einsicht in das Gute kommen, weise und verantwortungsvoll handeln  - das sollten wir immer tun! Völlig d'accord.

Doch nun: Heisst für die Obrigkeit beten auch u.U. zu Gott flehen, dass er Mächtige vom Thron stürzt? Und dafür sorgt, dass sie ihren Macht verlieren? - Ja, ich denke, auch das kann geboten sein. Und Bonhoeffer wird sicher auch in Gottes Hände gelegt haben, dass es gelingt, das Attentat auf den Führer.

L'Chaim

awhler antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@martha @AWHler

Ja, es geht ums Dienen ... es geht darum, die Liebe, das Licht dahin zu bringen, wo es dunkel ist. Es geht darum, Jesus zu vertrauen und ihm zu folgen.

Großartige Geschichten von großartigen Menschen zeugen davon.

🙂

neubaugoere antworten
Arschengel
(@arschengel)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 38
Veröffentlicht von: @herbert

Ist nicht sogar ziviler Ungehorsam Pflicht?

Klar doch. Ich zahle schon seit paar Jahren keine GEZ mehr.

arschengel antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@arschengel Mega, wie schaffst du das?

samira-jessica antworten
Arschengel
(@arschengel)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 38

@samira-jessica 

Mit Wut im Bauch 😘

Die drohen schon seit Jahren, meine Tür einzutreten mit Hilfe der Staatsgewalt.

Jedes Jahr zum Geburtstag bekomme ich nen Drohschreiben von der GEZ. 

Ich habe ihre Drohbriefe an die oberste Instanz weitergereicht 😊 

arschengel antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 854

@arschengel xD nett.

Und bisher nix passiert?

samira-jessica antworten
Arschengel
(@arschengel)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 38

@samira-jessica 

Nee, bisher nix. Kann auch daran liegen, dass es jeden Tag mehr werden und die mit den Repressalien nicht mehr hinterher kommen.

Aber der Bademantel liegt schon bereit 😛 

arschengel antworten
Samira-Jessica
Beiträge : 854

@herbert

Veröffentlicht von: @herbert

@martha 

Deine Empfehlung für ungerechte Herrscher zu beten, hat mich im ersten Moment herausgefordert, dann aber habe ich gedacht, dass das genau dem entspricht was Feindesliebe ausmacht. Bleibt dennoch die Frage offen, ob ggf. ein Attentat auf einen Despoten vor Gott erlaubt wäre. Man kann argumentieren, dass man im Sinne der Nächstenliebe den Tyrannen davor bewahrt, weitere Sünden zu begehen (ist ernst gemeint, nicht zynisch). Ich denke, wenn jemand innerlich davon überzeugt ist und sich im Einklang mit seiner inneren Stimme befindet, wäre das o.k.

 

@ alle: Vielen Dank für die rege Diskussion. Sie spiegelt die vielen Fragen die mir durch den Kopf ganz gut wieder. Leider bin ich bei den Antworten nicht weiter, aber die eine oder andere Frage kann ich nunmehr klarer formulieren  bzw. in einen Zusammenhang stellen, was – eine gute Frage ist die halbe Antwort – wohl helfen könnten Klarheit zu gewinnen.

Ich fange mal mit einem Punkt an. „Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; die da bestehen, sind von Gott angeordnet.“

Einige verstehen das in Sinne von eingesetzt, andere im Sinne von zugelassen. Gibt es zwischen beiden Auffassungen einen signifikanten Unterschied? Die Varianz der Übersetzungen umfasst beispielsweise „… angeordnet / eingesetzt / verordnet

Die zweite Frage lautet, ob es bei „staatlicher Gewalt“ um die Institution ´Regierung` an und für sich handelt oder um den je konkreten Machthaber geht. Letzteres wäre bei parlamentarischen Demokratien schwer einzuordnen. Ist Merz eine staatliche Gewalt im gemeinten Sinne?

2             Wer sich daher gegen die staatliche Gewalt auflehnt, lehnt sich gegen die Anordnung Gottes auf; wer sich aber gegen diese auflehnt, zieht sich das Gericht zu.

Einige habe ja darauf hingewiesen, dass staatliche Gewalt, die sich selbst gegen Gott auflehnt, nicht unter dieses Gebot fallen kann. Diese Ansicht scheint mir durch den folgenden Vers bestätig:

3             Denn die Regierenden sind nicht ein Schrecken für gute, sondern für schlimme Taten. Willst du vor der Staatsgewalt ohne Furcht sein, so tue das Gute, und du wirst Anerkennung bei ihr finden (andere Übersetzungen sprechen von Lob erhalten / gelobt werden)

Damit wird ´Regierende` im Sinn von ´gerecht regieren` definiert. Ein ungerechter Herrscher, der umgekehrt eine Schrecken für die Guten und kein Schrecken für die Schlimmen ist, ist im Sinne des Evangelium keine von Gott eingesetzte Obrigkeit. Und kann keinen Gehorsam verlangen. (z.B. Sir.4, 27: Unterwirf dich nicht dem Toren und ergreife nicht Partei für einen Mächtigen.

Auch kann ich nicht verstehen, dass „Willst du vor der Staatsgewalt ohne Furcht sein …“ dem wörtlich Sinn nach dem Verständnis von Nachfolge Jesus entspricht, der mehrmals vor den negativen Folgen öffentlicher Anerkennung und Prestigesucht (Anerkennung bei ihr finden.) Wieso sollte Jesus empfehlen, sich um staatliche Anerkennung zu bemühen?

 

Quintessenz: Keine staatliche Macht hat Anspruch auf Gehorsam und Gefolgschaft, nur weil sie die Machtposition inne hat. Es hängt definitiv von ihrer Qualität ab. Und die muss jeder Untertan beurteilen, bevor er sich zum Gehorsam oder Widerspruch oder gar Widerstand entscheidet.

Die Erkenntnis scheint trivial, ist es aber nicht, wenn man auf den ersten und zweiten Weltkrieg zurückblickt, wo die beiden Amtskirchen mit diesem Argument von ihren Kirchengläubigen Staatsraison bis in den Tod als Soldat gefordert haben.

Der letzte Punkt, ´Bemühen um Anerkennung von staatlicher Autorität` bringt mich auf den Gedanken, dass man diese Apostelaussage auch im Sinne des Steuergleichnis (Mt.22,17) verstehen kann. Dann wäre die staatliche Autorität der ´Zwang des Faktischen`, der die irdischen Lebensbedingungen ausmacht und die Aussage Paulus`gemahnt daran, die profanen Lebensumständen nicht a priori zu verteufeln, sondern ihnen die gebührende Beachtung zu schenken. Dann würde „Willst du vor der Staatsgewalt ohne Furcht sein …" , dass man das Weltliche und das Geistig in ein rechtes Gleichgewicht bringen muss. So z.B. dass man hier ein ´weltliches` Internetforum hat, dass man gut für die eigene geistige Entwicklung nutzen kann und man es nicht von vorherein verteufeln soll. Nach dem Motto, prüfe alles, und was gut ist nutze es dementsprechend.

Was denkt ihr zum letzten Gedanken?

@herbert Ich mag die vorletzten Gedanken xD, denke, das bringt den etwas unübersichtlich gewordenen Thread und die Antwort auf den Punkt, oder?

samira-jessica antworten


Mariposa22
Beiträge : 1330

@herbert 

Ich denke, wer sich ständig als Opfer von gesellschaftlichen Machtverhältnissen sieht und darüber nachgrübelt, wie ungerecht doch alles ist, gibt ein gutes Stück seines Seelenfriedens aus der Hand. Wir vom "Fußvolk" sind nicht verantwortlich für Waffenlieferungen und politische Intrigen. Wir sollten uns lieber auf uns selbst besinnen und schauen, dass wir in unserem eigenen Umfeld die Waffen niederlegen, was schon megaschwer genug ist.

mariposa22 antworten
2 Antworten
Herbert52
(@herbert)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 244
Veröffentlicht von: @mariposa22

@herbert 

Ich denke, wer sich ständig als Opfer von gesellschaftlichen Machtverhältnissen sieht und darüber nachgrübelt, wie ungerecht doch alles ist, gibt ein gutes Stück seines Seelenfriedens aus der Hand. Wir vom "Fußvolk" sind nicht verantwortlich für Waffenlieferungen und politische Intrigen. Wir sollten uns lieber auf uns selbst besinnen und schauen, dass wir in unserem eigenen Umfeld die Waffen niederlegen, was schon megaschwer genug ist.

Man soll das eine - die eigenen Waffen niederlegen - nicht ohne das andere - gegen Krieg sein - tun. Sich als Volk zu sehen, dass sein Macht abgegeben hat ist ja genau was ich meine, jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient. Setze anstelle ´Seelenfrieden` die Michelmütze. Der Mensch ist in der Nachfolge Jesu sicher nicht aufgerufen,  seinen ´Seelenfrieden`hier auf Erden durch falsch verstandene Friedfertigkeit zu erlangen. Eher umgekehrt, dafür zu sorgen, dass der falsche Seelenfrieden nicht die Seelen einschläfert. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. 

herbert antworten
Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1330

@herbert

Mensch ist in der Nachfolge Jesu sicher nicht aufgerufen, seinen ´Seelenfrieden`hier auf Erden durch falsch verstandene Friedfertigkeit zu erlangen. Eher umgekehrt, dafür zu sorgen, dass der falsche Seelenfrieden nicht die Seelen einschläfert. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. 

Ich weiß was du meinst, ich denke, am besten findet man ein Mittelmaß zwischen absoluter Ja-Sager versus ewiger Revoluzzer. 

mariposa22 antworten
Rosanne
Beiträge : 126

Irgendwie müssen wir doch unseren gesunden Menschenverstand walten lassen, wenn wir solche Bibel-Texte lesen. Wie kann man ernsthaft annehmen, dass Paulus oder auch Petrus verlangt, dass wir uns teuflischen politischen Systemen, wie unter Stalin oder Hitler, widerstandslos beugen sollen? Das kann doch die Botschaft nicht sein von Leuten die Jesus persönlich kannten und das Evangelium aus erster Hand an uns allen verkünden? Es ist ein Schmarre, und zwar ein gefährlicher, so einen Blödsinn zu glauben oder zu verkünden….

 
Jetzt mal eins nach dem anderen, mithilfe einiger Zitate:
 
1) Paulus warnt vor unnötigen Konflikten
Paulus (der selbst als Jude gleichzeitig römischer Bürger war und dieser „Status“ zugunsten der Verbreitung des Evangeliums benutzen konnte) schrieb diese Worte in einer Zeit, in der Christen eine kleine Minderheit im Römischen Reich waren. Oft standen sie im Spannungsfeld zwischen ihrer Loyalität zu Jesus Christus und der Loyalität zum römischen Kaiser. Paulus fordert deshalb, dass die Gemeinde in Rom nicht unnötig einen Konflikt mit den staatlichen Autoritäten riskiert, sondern sich der Obrigkeit unterordnet.
 

2) Paulus warnt vor Fundamentalismus 

„(…) dann zeigen sie uns plötzlich eine ganz neue, bislang nicht sichtbar gewordene Seite. Auch Paulus liegt nämlich daran, mit seiner Umwelt, so weit es geht, in Einklang zu sein. Und Paulus weiß um die Gefahren einer fundamentalistischen Frömmigkeit, die sich vor der Welt in einen frommen Winkel zurückzieht, um dort eine fruchtlose Sonderexistenz zu führen. Paulus sind diese fundamentalistischen Tendenzen mancher seiner Mitchristen durchaus bekannt und gerade ihnen versucht er entgegenzuwirken. Die Worte des Paulus sind deshalb weniger eine rückwärtsgewandte law- and order-Rede. Sie sind in erster Linie antifundamentalistisch gemeint: Ihr Christinnen und Christen habt kein Recht, euch aus der Welt zurückzuziehen. Die staatliche Ordnung ist an sich eine gute Sache. Sie dient dem Leben, sie dient der Förderung des Guten und der Verhinderung des Bösen. Seid doch nicht so arrogant, als hättet ihr das Recht, euch von all dem fern zu halten. Auch ihr lebt davon, dass der Staat funktioniert, dass er Steuern erhebt und Recht und Gesetz organisiert. Tarnt doch eure Unlust, Steuern zu zahlen und eure Verachtung gegenüber den Politikern, nicht mit religiösen Motiven. Der christliche Glaube will keine Anarchie, der christliche Glaube will eine funktionierende staatliche Ordnung. Christinnen und Christen sollen gute Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sein, weil Gott nicht das Chaos, sondern ein intaktes Gemeinwesen will, das die Lebensmöglichkeiten aller fördert.
 
(…)
 
Was bei Paulus anklingt, wurde später von Augustinus und dann erst recht von Martin Luther zu einer Theorie des christlichen Staatswesens ausgebaut. Die Anerkennung der staatlichen Autonomie gegenüber Klerus und Religion durch Luther war dabei einer der entscheidenden Impulse zur Entstehung moderner Staaten, in denen Staat und Kirche getrennt operieren und staatliches und religiöses Personal verschieden sind. 
 
3) Paulus und auch Petrus erklären, dass es Ordnung braucht, um Gott in aller Ruhe und mit aller Aufmerksamkeit dienen und ein würdiges christliches Leben führen zu können. 

31.Timotheus 2,2

 

Gute Nachricht Bibel 2018

Betet für die Regierenden und für alle, die Gewalt haben, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit.(Esr 6,10)

 
Jesus.ch:
 

„hypotasso“ (…) liegt hier die Betonung auf einer natürlichen Ordnung, nicht auf dem Gehorsam.

Plötzlich macht das Ganze Sinn: Es geht Paulus und Petrus gar nicht um einen unbedingten Gehorsam gegenüber staatlichem Unrecht. Es geht ihnen vielmehr darum, dass absolut jeder Staat in gewisser Weise das Zusammenleben seiner Bürger regelt. Und diese gesellschaftliche Ordnung ist erst einmal in Ordnung. Christen sollten den Staat an sich also nicht ablehnen. Doch natürlich können (und sollen!) sie sich seinen ungerechten und zerstörerischen Ambitionen entgegenstellen.

Und damit sind wir bei:

4) Alle Aposteln, die Jesus persönlich gekannt haben, sind der Meinung, dass es wichtiger ist Gott zu gehorchen als den Menschen 

Apostelgeschichte 5,29

 

Einheitsübersetzung 2016

Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. (Apg 4,19)

 
Meine Güte.
Ist das denn so schwierig?
rosanne antworten
2 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 4814

@rosanne Hoffentlich finde ich diesen Beitrag später wieder, um ihn nochmal ganz in Ruhe durchlesen zu können. 
Nach dem ersten Durchlesen denke ich, dass ich ihm zustimmen kann.

chai antworten
Rosanne
(@rosanne)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 126

@chai 

Vielleicht kann man aus

3) Paulus und auch Petrus erklären, dass es Ordnung braucht, um Gott in aller Ruhe und mit aller Aufmerksamkeit dienen und ein würdiges christliches Leben führen zu können. 

auch logischerweise ableiten, dass wenn man unter einer gewissen Obrigkeit nicht imstande ist, in Ruhe und Frieden ein christliches leben zu führen,

dass diese Obrigkeit dann nicht in Ordnung ist….

und man sich wehren darf

rosanne antworten


Arschengel
Beiträge : 38
Veröffentlicht von: @lucan-7

Und die Informationen von denen hast du aus erster Hand von der Front...?

Hast du das verlinkte Video von dem desertierten Ukrainer nicht gesehen oder einfach nur Angst, dass es die Wahrheit sein könnte? Das war ein O-Ton. Die Ukraine ist definitiv am Ende. Selensky ist zunehmend isoliert, sowohl im eigenen Land als auch im Ausland. In der Rada wurden ihm Prügel verabreicht. Seine Soldaten kann er nicht mehr bezahlen, 200.000 ukrainische Soldaten haben schon ihre Stellungen verlassen, die ukrainische Front bricht weg, die Russen rücken weiter vor und Klitschko, den er jetzt einsperren will, geht gegen ihn auf die Straße zusammen mit tausenden Demonstranten gegen das Anti-Korruptionsgesetz. Interessant ist auch, dass Klitschko jetzt Russisch spricht, obwohl sie die russische Sprache nach dem Maidan der russischsprachigen Bevölkerung in der Ost-Ukraine verboten haben. 

Bevor Putin ausgewechselt wird, wird wohl eher Selensky fallen. 

arschengel antworten
2 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@arschengel 

Zunächst nur als Hinweis: Bei der Antwort bitte immer direkt auf den Beitrag klicken, deine Antwort hier taucht in meiner Info nicht auf, deshalb hätte ich es fast übersehen...

 

Hast du das verlinkte Video von dem desertierten Ukrainer nicht gesehen oder einfach nur Angst, dass es die Wahrheit sein könnte?

Welches verlinkte Video wo genau? Leider erlaubt die unübersichtliche Forenstruktur hier keine genaue Suche...

Also gehe ich richtig in der Annahme, dass deine Informationen auch nur aus irgendwelchen Medien stammen? Weil du dich doch über irgendwelche "Sofaexperten" lustig gemacht hattest...

Was nun Aussagen einzelner Leute an der Front betrifft, so habe ich dir schon einmal geschrieben, dass das immer nur ein einzelner Eindruck eines einzelnen Abschnitts sein kann. Die Front ist über 1000 km lang und die Bedingungen sind hart, weil die Ukraine aufgrund der mangelhaften Unterstützung an der Grenze ihrer Kapazitäten kämpft. Und an manchen Stellen ist es extrem hart. Deshalb bricht aber die Front selbst nicht zusammen.

Deine verlinkten Kanäle wie "Vermietertagebuch" verbreiten gerne mal nachweislich Falschinformationen und russische Narrative.

Hier eine Analyse der Behauptung von "Vermietertagebuch", dass Russland angeblich durch die USA für den Angriff auf die Ukraine provoziert wurde - und dass dafür Fakten bewusst (!) falsch dargestellt wurden, indem Texte nur ausschnittweise zitiert werden:

https://www.youtube.com/watch?v=4V05n042F2g&list=LL&index=73

 

Die Behauptungen des Kanals "PolitikWelle" sind auch einseitig verzerrt... so hat die Stadt Progrowsk längst keine strategische Bedutung mehr. Die hatte sie mal, als sie noch weit weg von der Front war und das logistische Verteilzentrum für den Südosten gewesen ist - aber das ist schon lange nicht mehr der Fall.

Die Prügel im Parlament gingen von Rechtsextremisten der Swoboda Partei aus und betrafen nicht Selinskij.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-schlaegerei-im-parlament-in-kiew-a-963256.html

 

Tatsächlich gehen die Leute allerdings in Massen gegen Selenskij auf die Straße. Hintergrund ist ein Gesetz, das die Antikorruptionsbehörde schwächt, indem sie der durch die Regierung ernannten Staatsanwaltschaft unterstellt werden soll (In Deutschland hat die Regierung übrigens noch mehr Einfluss, weshalb im Cum-Ex Skandal ja auch nicht viel passiert ist...). Grund dafür könnte sein, dass Selenskij einen ihm nahestehenden Politiker decken will.

Das ist natürlich eine sehr ernste Sache, weshalb Selenskij Teile des Gesetzes auch schon wieder zurückgenommen hat. Es ist aber grundsätzlich ein gutes Zeichen, dass die Bevölkerung aufmerksam ist und sich nicht alles gefallen lässt.

Dass Russland die Situation im eigenen Sinne darstellt (Und das von diversen Leuten auch hierzulande nur zu gerne aufgenommen wird, nicht wahr...?) ist nun auch nicht verwunderlich.

 

Interessant ist auch, dass Klitschko jetzt Russisch spricht, obwohl sie die russische Sprache nach dem Maidan der russischsprachigen Bevölkerung in der Ost-Ukraine verboten haben.

 

Klitschko hat bei einer Diskussion auf der Straße russisch gesprochen... würde der jetzt permanent auf russisch wechseln, dann würden ihm die Leute wohl was husten...

Russisch ist auch in der Ukraine nicht verboten. Ukrainisch als alleinige Amtssprache wurde schon vor 2022 eingeführt, schon da gab es Streit bezüglich der Unterdrückung russischer Minderheiten.

2023 wurden Gesetze eingeführt, welche die Verwendung ukrainischer Ortsnamen vorsehen und die Kenntnis der ukrainischen Sprache als Voraussetzung der Staatsbürgerschaft festlegen - aber kein Verbot der russischen Sprache.

https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-selenskyj-unterzeichnet-gesetze-zum-verbot-russischer-ortsnamen-a-417ef92c-523d-4830-b21d-aa3160c73ef6

 

 

Was du hier verbreitest sind die üblichen Halbwahrheiten, die das russische Narrativ bedienen... aber das ist ja keine Überraschung mehr nachdem, was du hier sonst bereits von dir gegeben hast.

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@arschengel 

In der Rada wurden ihm Prügel verabreicht

Komisch, ich sehe in dem verlinkten Video keine Prügelei. In welcher Minute des Videos findet die denn statt?

 Soldaten kann er nicht mehr bezahlen,

"Vermietertagebuch - Alexander Raue" - ist das Dein Ernst? Ein Immobilieninvestor, der auf Costa Rica sitzt? 

Der Typ verbreitet Fakes und irreführende Informationen. Du magst doch Youtube so, dann schaue Dir mal das an: https://www.youtube.com/watch?v=rmvkrGATAGA

Ja, lang, es reicht aber schon das hier:

Die maßlosen Verzerrungen

Die falschen Vorhersagen

Die Fehler

Jetzt sag' mal selbst - sieht für Dich seriöser und glaubwürdiger Journalismus so aus???

Sorry, aber mit den Quellen, die Du hier so lieferst, zeigst Du nur eines: Du liebst unseriöse Medien und Influencer, die auf Youtube und Co. jeden Mist verzapfen können, weil unkritische Leute, die sich in ihrem Weltbild bestätigt fühlen, das glauben wollen. Kritisch ist anders, sonst würdest Du Deine Quellen mal kritisch hinterfragen. 

 

 

 

 

alescha antworten
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