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Gestrige Covid-Konferenz - Achtung!

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birgit704
Themenstarter
Beiträge : 79

Einige der gestrigen Beschlüsse sind in meinen Augen gut. Über andere kann man streiten. Was mir aber Sorgen macht, sind die Aussagen zwischen den Zeilen. Es gibt doch tatsächlich Meinungen unter Politikern und Experten, dass Covid-Risikogebiete abgeriegelt gehören, dass Menschen dort nicht mehr das Gebiet verlassen dürfen. Hier finde ich, dass das zu weit gehen würde und solche Maßnahmen eher zu China oder Nordkorea passen würden als zu Deutschland. Man muss wachsam sein, dass die sinnvollen AHA-Maßnahmen nicht noch mit fragwürdigen und wahrscheinlich verfassungswidrigen Maßnahmen ergänzt werden!
Soweit meine Einschätzung zu gestern. Wie seht ihr das?

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141 Antworten
lhoovpee
Beiträge : 2240

Ich hoffe nur, dass die bald aufhören die Regelung jede Woche zu Ändern. Und das es mal Bundesweit gleich bleibt.
Die jetzigen zwei Stufen sind gut nachvollziehbar.

Ein Reiseverbot wie es zwischenzeitlich galt finde ich auch eine zu hohe Freiheitseinschränkung. Eine komplette Abriegelung fände ich auch unangemessen. Das würde ich höchstens verstehen, wenn tatsächlich alle Menschen der Region Corona haben. Aber von solchen Szenarien sind wir zum Glück noch weit weg.

lhoovpee antworten


Miss.Piggy
Beiträge : 1627

Enttäuschend finde ich, dass das Beherbergungsverbot nicht aufgehoben wurde und dass es erst nach den Herbstferien wieder diskutiert werden soll. Mir tut das v.a. für die Hotelbetreiber und andere leid, die jetzt den wirtschaftlichen Schaden haben.

Meines Wissens sind deutsche Hotels, die ein Hygienekonzept haben, bisher nicht als Hotspots bekannt geworden, deswegen kann ich den Sinn dahinter nicht erkennen. Wollte man nicht aus dem ersten Lockdown lernen und sinnlose, übertriebene Maßnahmen vermeiden?

Was mir auch nicht einleuchtet ist die Maskenpflicht im Freien, wie sie jetzt teilweise angeordnet wird. Ich kann mir vorstellen, dass die Geschäfte in der Fußgängerzone darunter leiden werden.

Das Problem sind doch wohl hauptsächlich private Versammlungen und Feiern, bei denen weder auf Maske noch Abstand noch irgendwas geachtet wird. Da finde ich gut, dass die Anzahl der Teilnehmer noch mehr beschränkt werden soll.

miss-piggy antworten
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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16266
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Enttäuschend finde ich, dass das Beherbergungsverbot nicht aufgehoben wurde und dass es erst nach den Herbstferien wieder diskutiert werden soll. Mir tut das v.a. für die Hotelbetreiber und andere leid, die jetzt den wirtschaftlichen Schaden haben.

In Niedersachsen ist es auf eine Klage hin aufgehoben worden.

https://www.ms.niedersachsen.de/startseite/service_kontakt/presseinformationen/ovg-luneburg-setzt-beherbergungsverbot-in-niedersachsen-ausser-vollzug-193615.html

deborah71 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1627
Veröffentlicht von: @deborah71

In Niedersachsen ist es auf eine Klage hin aufgehoben worden.

In Baden-Württemberg auch. Aber in der Hälfte aller Bundesländer gilt es noch.

miss-piggy antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 16266

Als Vorsorge gegen Ausbreitung, die neue Hotspots generieren macht eine Reisebeschränkung durchaus Sinn.

Aus der Sicht der Vermieter, die erhebliche finanzielle Einbußen erleben, ist es prekär.
Und die Infrastruktur hängt da ja auch noch dran... die Supermärkte können weder ihre Personaldecke, noch die Wirtschaflichkeit halten.
Die Aussicht auf einen Rücklauf zu ein paar Tante Emma-Läden steht ja auch im Raum.

deborah71 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Enttäuschend finde ich, dass das Beherbergungsverbot nicht aufgehoben wurde und dass es erst nach den Herbstferien wieder diskutiert werden soll. Mir tut das v.a. für die Hotelbetreiber und andere leid, die jetzt den wirtschaftlichen Schaden haben.

Es gibt eine Berufsgruppe, die noch mehr durch die Soziale Abfederung gefallen sind. Das sind die Schausteller. Zu den Schaustellern gehört auch der Billige Jakop und andere Verkäufer auf der Kirmes. Die hatten Der Markt wurde nicht geöffnet und sie haben dieses Jahr kaum ein Einkommen.

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Meines Wissens sind deutsche Hotels, die ein Hygienekonzept haben, bisher nicht als Hotspots bekannt geworden, deswegen kann ich den Sinn dahinter nicht erkennen. Wollte man nicht aus dem ersten Lockdown lernen und sinnlose, übertriebene Maßnahmen vermeiden?

Sicher, dass liegt aber auch daran, dass Tagungen, Messen usw. nicht stattgefunden haben. Urlauber sind für viel Hotels nicht unbedingt das Kerngeschäft.

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Was mir auch nicht einleuchtet ist die Maskenpflicht im Freien, wie sie jetzt teilweise angeordnet wird. Ich kann mir vorstellen, dass die Geschäfte in der Fußgängerzone darunter leiden werden.

Ich war gestern in der Fußgängerzone auf dem Hellweg. Dort ist Maskenpflicht. Meine Beobachtung war, dass grob geschätzt sich zehn Prozent nicht an die Maske gehalten hat. Das hat mich erstaunt. Ich finde die Maskenpflicht, so wie sie bei uns geregelt ist für Unsinn. In den Seitenstraßen und auf den Plätzen neben dem Hellweg ist keine Maskenpflicht und da haben die Meisten die Maske abgenommen. Obwohl ein Bereich Fußgängerzone war. Was hat das für einen Sinn, wenn trotzdem die Menschen dicht gedrängt ohne Maske sind. Nur eben nicht auf dem Hellweg.

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Das Problem sind doch wohl hauptsächlich private Versammlungen und Feiern, bei denen weder auf Maske noch Abstand noch irgendwas geachtet wird. Da finde ich gut, dass die Anzahl der Teilnehmer noch mehr beschränkt werden soll.

Nicht nur, kannst du dich an die Aussage erinnern, dass man sich anstecken kann, wenn man in der Kantine mit dem Rücken zum infizierten. Ich denke, dass die Kaufhäuser nicht die teure Investition gemacht haben und die Belüftungsanlage umgerüstet haben. Allerdings weiß ich nicht, ob es nötig ist, aber es kann passieren, wenn entsprechend die Verhältnisse vom Publikum her sind.

orangsaya antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1627
Veröffentlicht von: @orangsaya

Es gibt eine Berufsgruppe, die noch mehr durch die Soziale Abfederung gefallen sind. Das sind die Schausteller.

Das stimmt. Manche dürfen jetzt außerplanmäßig irgendwo in der Stadt ihr Geschäft betreiben. In Augsburg hab ich das z.B. gesehen auf dem Rathausplatz.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Urlauber sind für viel Hotels nicht unbedingt das Kerngeschäft.

In manchen Gegenden wie Meck-Pomm glaube ich schon, dass Urlauber das Kerngeschäft sind. Und es betrifft ja auch Pensionen, Campingplätze etc.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Nicht nur, kannst du dich an die Aussage erinnern, dass man sich anstecken kann, wenn man in der Kantine mit dem Rücken zum infizierten.

Ja stimmt, zu viele Menschen in geschlossenen Räumen sind ein Problem. Bei privaten Feiern besteht zusätzlich das Problem, dass nicht jeder den ganzen Tag oder Abend an seinem Platz sitzt, sondern jeder mal mit jedem redet.

miss-piggy antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Das Problem sind doch wohl hauptsächlich private Versammlungen und Feiern,

Nein, das Problem ist, dass es viele Leute gibt, die absolut keine Ahnung haben, bei wem sie sich angesteckt haben könnten.

In Hotels passiert sicherlich wenig. Gaststätten hingegen würde ich als schwierig einschätzen. Wen da einer drei Meter weiter im selben Raum sitzt, der das Virus verteilt, dann würde ich mal sagen tendiert die Chance dem zu entgehen gegen null.

Wir werden ab mitte November über drei Monate mit täglich mindestens 20.000 Infektionen leben müssen, bis die Zahlen wieder zurückgehen. Dazu muss man sich nur den brasilianischen Verlauf ansehen. Jetzt hat man ja auf der Konferenz quasi ganz ähnliche Restriktionen beschlossen. Die werden dann auch zu ähnlichen Infektionszahlen führen.

Anonymous antworten
an.ja
 an.ja
(@an-ja)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1756

RKI Lagebericht

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Das Problem sind doch wohl hauptsächlich private Versammlungen und Feiern, bei denen weder auf Maske noch Abstand noch irgendwas geachtet wird. Da finde ich gut, dass die Anzahl der Teilnehmer noch mehr beschränkt werden soll.

RKI vom 14.10.2020
• Es treten weiterhin bundesweit zahlreiche COVID-19-bedingte
Ausbrüche in verschiedenen Settings auf. Fallhäufungen werden
insbesondere beobachtet im Zusammenhang
- mit Feiern im Familien- und Freundeskreis sowie
- u.a. in Alten- und Pflegeheimen,
- Krankenhäusern,
- Einrichtungen für Asylbewerber und Geflüchtete,
- Gemeinschaftseinrichtungen,
- fleischverarbeitenden Betrieben und im
- Rahmen religiöser Veranstaltungen
- sowie in Verbindung mit Reisen
- bzw. Reiserückkehrern, wobei der Anteil der Fälle mit Exposition im
Ausland auf unter 10% gesunken ist.

PS. Von Fußgängerzonen lese ich da nix.
Aber man kann ja auch im Internet bestellen.

an-ja antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @an-ja

PS. Von Fußgängerzonen lese ich da nix.
Aber man kann ja auch im Internet bestellen.

In Dortmund ist die Maskenpflicht nur auf dem Hellweg im Bereich der Fußgängerzone. Das ist auch mit dem, was die Landesregierung sagt okay. In Hamm wurde eine Reglung getroffen zu der die Landesregierung ausdrücklich gesagt hat, dass dies nicht sein sollte. Nach dem Landesrecht ist allerdings in solchen Fragen im Fall einer breiten Epidemie das Ministerium für Gesundheit, die übergeordnete Behörde.
Was die Fußgängerzone betrifft, so schaue ich ganz bewusst nach, was ich dort kaufe kann und kaufe es auch, wenn es ein paar Cent mehr kostet. Es gibt in Wellen ein Ladensterben, auch jetzt wegen Corona und Amazon und Co. In Dortmund jubeln schon die, die für eine Lahmlegung des individuellen Verkehrs sind, dass die Kaufhäuser und Büros doch durch Wohnfläche erseht werden kann. Was nützt einen denn die Wohnfläche, wenn keine Arbeit da ist? Der Lockdown hatte einen täglichen Rückgang von neun Millionen Euro gehabt. Ich bin mir nicht sicher, ob es genau neun waren, aber soetwas um die Kante.

orangsaya antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Ich lese gerade, dass Dortmund ein Verkaufsverbot von Alkohol zwischen 23 und 6 Uhr verhängt hat. Darunter werden insbesondere die Kioske leiden. Es gibt einige die meinen Alkohol und Tabak sollte 24 Stunden verboten sein. Die leben aber im falschen Land, denn wir sind ein freies Land. Im Kiosk um die Ecke, stehen die Leute davor und sie warten, bis der andere Kunde draußen ist. Da nützt so ein Verbot wenig, zumal ohnehin vor und neben der Bude das trinken von Alkohol verboten ist. Der Kaffee könnte eher ein Risiko sein, denn der wird gemacht und zwei stehen zusammen und trinken Kaffee. Alkohol geht nicht, weil neben der Bude ein Spielplatz ist.

(Bude sagt man hier für Kiosk. Das ist eine Eigenart die von polnischen Arbeitern eingeführt wurde und gibt es flächendeckend nur noch in Tel Aviv außerhalb von Polen.)

orangsaya antworten
JohnnyD
(@johnnyd)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1340
Veröffentlicht von: @an-ja

Von Fußgängerzonen lese ich da nix.
Aber man kann ja auch im Internet bestellen.

Das kenne ich als Nebelkerze von Autofahrern, die sich wundern, dass Parkplätze in der Innenstadt Geld kosten.

Wir lassen seit Monaten unseren Wocheneinkauf vom örtlichen Rewe anliefern; funktioniert sehr gut.

johnnyd antworten
Orangsaya
Beiträge : 2894

Mal sehen, wie es weitergeht.

orangsaya antworten


Neubaugöre
Beiträge : 11890

Beispiel: Irland

Für die nächsten vier Wochen sind jetzt landesweit private Besuche zu Hause untersagt (Ausnahmen gelten für notwendige Besuche, z.B. zur Versorgung oder Pflege von Leuten, die alleine nicht klarkommen). Im öffentlichen Raum darf man sich noch in Gruppen von maximal 6 Personen aus maximal 2 Haushalten treffen. Das sind jetzt sozusagen Einschränkungen der Stufe 3+. Drei Counties an der Grenze zu Nordirland, die momentan besonders hohe Fallzahlen haben, werden auf Stufe 4 gesetzt, die nochmal ein Stück restriktiver ist.

Was würdest du denn tun, wenn du Verantwortung tragen würdest (und natürlich zerrissen wird und gemobbt, wenn du ne falsche Entscheidung triffst) und regional wahnsinnig hohe Zahlen hast, wirklich viele Ansteckungen bei Risikopatienten, die auch noch medizinisch betreut werden müssen und man nie weiß, ob Corona diese Leute in diesem Gebiet jetzt seuchenartig dahinrafft? Ohne Umschweife: Was würdest du tun?

neubaugoere antworten
6 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Was würdest du denn tun, wenn du Verantwortung tragen würdest (und natürlich zerrissen wird und gemobbt, wenn du ne falsche Entscheidung triffst) und regional wahnsinnig hohe Zahlen hast, wirklich viele Ansteckungen bei Risikopatienten, die auch noch medizinisch betreut werden müssen und man nie weiß, ob Corona diese Leute in diesem Gebiet jetzt seuchenartig dahinrafft? Ohne Umschweife: Was würdest du tun?

Wer kann in solchen Fragen ermessen, was richtig ist. Wofür man werben muss, ist das solche Maßnahmen von der Bevölkerung akzeptiert werden, sonst nützt das Bußgeld nichts. In Holland konnte man im letzten Monat ohne Maske einkaufen. Wenn da einer mit Maske war, konnte man treffsicher ihn auf Deutsch ansprechen. 😉
Holland hat liberal angefangen und jetzt sind sie härter als wir.
Was wichtig ist, dass Deutschland vorgesorgt hat. Von etwas über 10.000 Intensivbetten, stehen jetzt 40.000 Betten bereit. Macron hingegen hat nichts getan. Es gab zu wenig Betten und seit dem Frühling sind es die zuwenig Betten geblieben. Das ist ein Beispiel dafür, dass unsere Regierung mehr macht, als nur Verbote, die in Einzelfällen durchaus sich als falsch erweisen können.

orangsaya antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11890

Ja, Fehler machen wir alle. Eine Pandemie in dem Ausmaß hat es während meiner Lebenszeit nicht gegeben. Wir machen das alle zum ersten Mal (so Pi mal Daumen). Und ich finde es furchtbar, wie sehr diese "Kultur" auf dem Vormarsch ist, jeden niederzureißen, wenn er nur den kleinsten Fehler macht und am liebsten lynchen und/oder mit dem Tode bestrafen. Als wenn sich das jeder auch für sich als Umgang wünschen würde ... *Augenroll*

neubaugoere antworten
birgit704
(@birgit704)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 79
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ohne Umschweife: Was würdest du tun?

Hallo Neubaugoere,

solltest Du mich mit dieser Frage gemeint haben, dann wäre es schön, wenn Du diese bitte in einem gemäßigten Ton stellen würdest. Ich habe
meine Sicht der Dinge geschildert und um Eure Meinung gebeten.

Auf jeden Fall würde ich niemals auf die Idee kommen, ganze Städte oder Kreise komplett abzuriegeln. Wir können nicht mehr tun, als die AHA-Regeln konsequent einzuhalten. Und nur weil einige sich daran nicht halten, darf die mitziehende Bevölkerung nicht noch für das Fehlverhalten einiger in Sippenhaft genommen werden. Anstatt abzuriegeln, müssten dann die Kräfte dazu genutzt werden, Quarantäneanordnungen zu kontrollieren.

birgit704 antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11890

Ich fand und finde meinen Ton nicht unangemessen.

Veröffentlicht von: @birgit704

Auf jeden Fall würde ich niemals auf die Idee kommen, ganze Städte oder Kreise komplett abzuriegeln. Wir können nicht mehr tun, als die AHA-Regeln konsequent einzuhalten. Und nur weil einige sich daran nicht halten, darf die mitziehende Bevölkerung nicht noch für das Fehlverhalten einiger in Sippenhaft genommen werden. Anstatt abzuriegeln, müssten dann die Kräfte dazu genutzt werden, Quarantäneanordnungen zu kontrollieren.

Ja, äußern, was ich NICHT tue, das kann jeder. Aber was würdest du denn tun, wenn du die Verantwortung hättest? - Ich möchte ein Umdenken anschubsen, denn es ist eben nicht so einfach wie "schimpfen" und alles zerreißen, womit ich nicht dich meine, ganz pauschal.

Worauf ich aufmerksam machen möchte, ist, dass diese unmögliche "Kultur" überhand nimmt, selbst bei völlig neuen Situationen keine Fehler machen zu dürfen, weil derjenige sonst gelüncht wird (ich übertreibe nur ein klitzekleinwenig). Es ist nicht einfach, Entscheidungen für andere zu treffen, erst recht nicht in einer Krise diesen Ausmaßes, die wir einfach noch nie hatten. Deshalb möchte ich, dass Menschen auch gedanklich sich mal auf die andere Seite stellen und selbst nachdenken, wie sie entscheiden würden, wenn sie in der Position wären, um dann festzustellen, ja, es ist einfach, zu "schimpfen", doch selbst eine solche Entscheidung zu treffen in der Größenordnung, das ist eben nicht so einfach. Ich möchte auch, dass jeder beim "Umdenken" auch sich vorstellt, wie es wäre, genau in dieser "Kultur" dann verrissen zu werden und trotzdem eine Entscheidung treffen zu müssen. Weiß Gott nicht einfach. Deshalb plädiere ich für mehr Zurückhaltung und Verständnis.

neubaugoere antworten
Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 783
Veröffentlicht von: @birgit704
Veröffentlicht von: @birgit704

Ohne Umschweife: Was würdest du tun?

Veröffentlicht von: @birgit704

solltest Du mich mit dieser Frage gemeint haben, dann wäre es schön, wenn Du diese bitte in einem gemäßigten Ton stellen würdest. Ich habe
meine Sicht der Dinge geschildert und um Eure Meinung gebeten.

Hallo birgit704,

mir ist als außenstehende Leserin nicht aufgefallen, dass Neubaugoeres Ton nicht gemäßigt war, bei der Frage, was Du tun würdest... 🤨 Das war eine ganz sachliche Frage.

VG Feliciah

feliciah antworten
Sternenbluete
(@sternenbluete)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 850

Mehr kontrollieren.

Mehr Schulbusse einsetzen.
Die Maßnahmen sind oft sehr unlogisch und man kann eben nicht alles abriegeln. Oder man müsste wirklich die gesamt Wirtschaft anhalten.

sternenbluete antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @birgit704

Es gibt doch tatsächlich Meinungen unter Politikern und Experten, dass Covid-Risikogebiete abgeriegelt gehören, dass Menschen dort nicht mehr das Gebiet verlassen dürfen.

Bin ich voll dafür!

M.

Anonymous antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @birgit704

Hier finde ich, dass das zu weit gehen würde und solche Maßnahmen eher zu China oder Nordkorea passen würden als zu Deutschland.

China hat Corona im Griff, wir nicht mehr.

Es muss getan werden was nötig ist.

Anonymous antworten
1 Antwort
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7535
Veröffentlicht von: @gerome

Es muss getan werden was nötig ist.

Das, was getan wird, muss zielführend sein, d.h. es muss tatsächlich einen Zusatznutzen in Bezug auf den Infektionsschutz haben.
Ferner muss es verhältnismäßig sein - es ist also immer zu fragen, ob es das mildestmögliche Mittel zur Erreichung des Ziels ist.
Und darüber hinaus muss es praktikabel und zumutbar sein.
Auf das, was derzeit in den Hotspots in NRW gilt, treffen meiner Meinung nach alle drei Kriterien zu.
Manchmal ist weniger auch mehr - lieber ein paar wenige zumutbare und von allen akzeptierte und befolgte Regeln als wild drauflos verbieten und dichtmachen und dann mit Klagen überzogen werden oder - schlimmer noch - riskieren, dass immer weniger Menschen mitziehen und sich daran halten.

Veröffentlicht von: @gerome

China hat Corona im Griff, wir nicht mehr.

Meldungen aus China würde ich grundsätzlich mit Vorsicht genießen.
Ob es dir nun gefällt oder nicht: dies hier ist nun mal kein Obrigkeitsstaat, sondern ein Land mit einer freiheitlich-demokratischen Ordnung. Ohne die Akzeptanz und die Kooperation der Bürger funktioniert es nicht.

suzanne62 antworten
Seite 2 / 3
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