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Klimawandel - kriegen wir das noch hin?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 15312

Da es jetzt in verschiedenen Threads hier auftauchte möchte ich dazu mal ein neues Thema eröffnen. Anlass war die Forderung der Grünen, den Benzinpreis um 16 Cent anzuheben... was direkt heftigen Wiederstand und Protest hervorrief.

Mal ganz davon abgesehen, dass praktisch alle anderen Parteien das Gleiche beschlossen haben, aber jetzt so tun als müsste man nichts ändern... was glauben die Leute eigentlich, was jetzt passieren muss?

Die Folgen des Klimawandels, der seit Jahrzehnten prognostiziert wurde, sind jetzt immer unmittelbarer zu spüren. Trotzdem scheinen viele Leute zu glauben, man müsste jetzt nur ein paar zusätzliche Solarplatten auf die Dächer zu schrauben, Benzinmotoren durch Elektromotoren ersetzen (Aber bitte mit gleicher Leistung!) - und dann ist es auch langsam gut.

Heisst also: Schutz vor dem Klimawandel darf nichts kosten (Oder besser noch: soll der Industrie zusätzliche Gewinne bescheren!) und darf auch keine Einschränkungen beinhalten... weil das ja vor allem die ärmere Bevölkerung treffen würde, und deshalb dürfen wir auch im Grunde nichts ändern. Denn Benzinpreise von 16 Cent mehr sind nicht mehr akzeptabel!

Ok... ich reibe mir da nur verwundert die Augen und denke mir: "Das war's dann wohl...".
Anscheinend haben die wenigsten verstanden, was der Klimawandel bedeutet und was wir jetzt (Und "Jetzt" heisst: Jetzt und innerhalb der nächsten 10 Jahre!) tun müssen, um den Klimawandel noch aufzuhalten.

Denn was neue Technologien und Konzepte betrifft... gerne, immer her damit, das werden wir brauchen! Aber so etwas braucht Zeit... die wir nicht haben!
Selbst wenn man jetzt nach langem hin- und her beschliessen würde, dass wieder mehr Kernkraftwerke gebaut werden (Was mit ziemlicher Sicherheit kommen wird, denn andere Alternativen haben wir praktisch nicht) - dann braucht jedes neue Kernkraftwerk von der Genehmigung über die Planung und Bau bis zur Betriebsnahme etwa 15 Jahre. Das heisst, das Ding geht erst dann ans Netz, wenn es schon zu spät ist!

Von neuen Technologien wie Kernfusion brauchen wir da gar nicht erst anfangen...

Und ja... natürlich wird es die armen Menschen zuerst treffen! Genau das bedeutet ja Armut... man ist weniger flexibel in seinen Möglichkeiten, kann keine höheren Kosten tragen etc... logisch! Und natürlich muss die Politik hier steuernd eingreifen, um einen totalen Absturz zu verhindern.

Aber die Eingriffe müssen massiv sein... sehr massiv sogar, wenn wir den Klimawandel ernsthaft begrenzen wollen.
Die Tendenz, so scheint mir hingegen, geht inzwischen aber dahin, einfach das Problem zu leugnen, sobald die Lösungen allzu unangenehm werden. Und so wird das natürlich nichts...

Wie seht ihr das?

Antwort
604 Antworten
ALF.MELMAC
Beiträge : 2153

Früher hieß das noch Klimaoptimum

https://de.wikipedia.org/wiki/Optimum_der_R%C3%B6merzeit

https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelalterliche_Klimaanomalie

Damals waren noch Jupiter und der liebe Gott dafür zuständig

alf-melmac antworten
52 Antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @alf-melmac

Früher hieß das noch Klimaoptimum

So is es. Was damals den Wikingern auf Grönland Landwirtschaft ermöglichte, gilt heute als Vorstufe der Apokalypse.😊

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @staffan

So is es. Was damals den Wikingern auf Grönland Landwirtschaft ermöglichte, gilt heute als Vorstufe der Apokalypse.

Also alles halb so schlimm?

Kurzer Einwand: Regionales und weltweites Klima ist nicht dasselbe... hast du dich damit schon befasst?

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lucan-7

Also alles halb so schlimm?

Ja.

Und selbst wenn es so schlimm wäre wie du befürchtest, halte ich es für menschlichen Größenwahn zu meinen, wir könnten tatsächlich mit unseren Maßnahmen das Klima in die eine oder andere Richtung steuern geschweige denn genau berechnen, wieviele Tonnen CO2 wir einsparen müssen, damit sich die Temperatur exakt um XY Grad verändert.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Und selbst wenn es so schlimm wäre wie du befürchtest, halte ich es für menschlichen Größenwahn zu meinen, wir könnten tatsächlich mit unseren Maßnahmen das Klima in die eine oder andere Richtung steuern geschweige denn genau berechnen, wieviele Tonnen CO2 wir einsparen müssen, damit sich die Temperatur exakt um XY Grad verändert.

OK...

Es ist also tatsächlich so schlimm, wie ich befürchte.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lucan-7

Es ist also tatsächlich so schlimm, wie ich befürchte.

Dass der Mensch glaubt, er hätte sogar die Entwicklung des weltweiten Klimas selbst in der Hand, ist tatsächlich eine noch nie dagewesene Hybris. Dagegen war der Turmbau zu Babel fast eine Kleinigkeit.

Insofern, ja, es wird immer schlimmer. Das ist aber in der Bibel auch so vorhergesagt, dass die Menschen in den letzten Tagen hochmütig und aufgeblasen sein werden.

miss-piggy antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Dass der Mensch glaubt, er hätte sogar die Entwicklung des weltweiten Klimas selbst in der Hand, ist tatsächlich eine noch nie dagewesene Hybris.

Wie vertehst du denn

Die Völker lehnten sich gegen dich auf; darum bist du zornig geworden. Jetzt ist die Zeit gekommen, Gericht zu halten über die Toten. Nun ist die Zeit der Belohnung da für deine Diener, die Propheten, und für dein ganzes heiliges Volk,[5] alle, die deinen Namen ehren, Hohe und Niedrige. Nun ist die Zeit der Bestrafung gekommen für alle, die die Erde zugrunde richten: Jetzt werden sie selbst zugrunde gerichtet.

Also: Was für Leute sind das, die die Erde zugrunderichten? Offenbar nicht die, die den Klimawandel verursachen (deiner Meinung nach). Aber wer dann?

Helmut

hkmwk antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @hkmwk

Also: Was für Leute sind das, die die Erde zugrunderichten? Offenbar nicht die, die den Klimawandel verursachen (deiner Meinung nach). Aber wer dann?

Alle, die nicht pfleglich mit der Schöpfung umgehen aus Geiz, Gier, Habsucht, Verschwendungssucht. Auch durch Kriege wird die Schöpfung in Mitleidenschaft gezogen.

Ob der CO2-Ausstoß die Erde zugrunde richtet, weiß ich nicht. Dazu gibt es verschiedene Meinungen und ich bin immer skeptisch, wenn so getan wird, als gäbe es nur eine einzige "ernstzunehmende" Meinung unter Wissenschaftlern. Das gilt auch für andere Themen.

miss-piggy antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Respekt! Prüfet alles und wählet das Gute.

Prima

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312

Die Experten sind sich einig

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Dazu gibt es verschiedene Meinungen und ich bin immer skeptisch, wenn so getan wird, als gäbe es nur eine einzige "ernstzunehmende" Meinung unter Wissenschaftlern.

Unter Klimawissenschaftlern gibt es tatsächlich nur eine einzige ernstzunehmende Meinung.

https://www.youtube.com/watch?v=QWfzim9Ttyc

Video von Harald Lesch... ich empfehle das ganze Video, der entscheidende Punkt hier wird bei 14:30 angesprochen.

Die Aussage, der menschengemachte Klimwandel sei "umstritten" trifft unter Experten schon lange nicht mehr zu.

Du berufst dich hier auf Ansichten von Minderheiten (unter Experten) und Leuten, die im Grunde keine Ahnung haben.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597

Auch die Wissenschaft ist nicht so frei und unabhängig, wie sie es sein sollte. Deswegen bleibe ich skeptisch. Siehe zum Beispiel dieses Interview.

Ein Ausschnitt daraus:

BSZ Gibt es an den Universitäten eine Cancel Culture?
Illies Ja, durchaus. Bestimmte Forscher werden nicht mehr eingeladen oder sie werden wegen ihrer Themen und Positionen geächtet. An der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr sollte es 2018 einen Vortrag des amerikanischen Wissenschaftlers Murray Salby geben, der die menschliche Beteiligung am CO2-Anstieg für nicht entscheidend hält. Der musste abgesagt werden, weil diese Position als nicht akzeptabel galt. Nun glaube ich zwar auch an den von Menschen gemachten CO2-Anstieg; die Evidenz scheint mir kaum bestreitbar. Aber es ist unwissenschaftlich, wenn sie gar nicht mehr kritisiert werden kann, wenn eine solche Position wie die von Salby nicht mehr vertreten werden darf an Unis.

BSZ Wann begann diese Entwicklung, die Sie beklagen?
Illies Die offensichtlichen Manifestationen sind in den vergangenen zehn Jahren sichtbar geworden – vor allem zunächst in den USA. Hans Ulrich Gumbrecht spricht da bereits von einem „Regime des Meinungsterrors“. Aber seit einigen Jahren auch in Deutschland. In dieser Schärfe wiederum ist es ein sehr junges Phänomen bei uns – so seit zwei, drei Jahren. Ich las, dass Muray Salbay 2013 noch an der Bundeswehrhochschule einen Vortrag halten konnte, 2018 aber nicht mehr. Die Cancel Culture in Form von gestörten universitären Vorträgen sind dabei nur der sichtbare Teil. Gefährlicher ist die schleichende Unsicherheit und der schleichende Konformismus von Wissenschaftlern, die sich diesem allgemeinen Stimmungsbild und Zeitgeist in vorauseilendem Gehorsam anpassen und etwa sogenannte umstrittene Personen gar nicht mehr einladen, um keinen Ärger zu bekommen. Oder auch nicht mehr wagen, in der Wissenschaft eigenwillig gegen den Strom zu denken.

miss-piggy antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960

Das ist aber was anderes. Die Leute können dann zwar irgendwo keine Vorträge halten - publizieren können sie aber nach wie vor was sie wollen.

Sowas wird ja dann auch dankbar aufgegriffen.

alescha antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @alescha

Das ist aber was anderes. Die Leute können dann zwar irgendwo keine Vorträge halten - publizieren können sie aber nach wie vor was sie wollen.

Nein, es scheint über die Frage, wer wo einen Vortrag halten kann, hinauszugehen.

Noch ein paar Auszüge aus dem Interview:

BSZ Und wie passiert das?
Illies Beispielsweise durch studentische Aktivitäten, die Veranstaltungen verhindern, durch Erwartungen, worüber und worüber nicht geforscht wird, was sich etwa durch die gezielte Vergabe oder eben Nicht-Vergabe von Forschungsgeldern zu politisch gewünschten Themen spiegelt.

BSZ Kann einen Wissenschaftler der falsche Gast oder das falsche Vorlesungsthema die Karriere kosten?
Illies Einen verbeamteten Professor sicher nicht die Stelle. Aber es herrscht an den Universitäten inzwischen ein subtiles Klima der Einschüchterung. Das Allensbacher Institut für Meinungsforschung hat ermittelt, dass heute rund ein Drittel der über 1000 befragten Wissenschaftler das Meinungsklima für intolerant halten und sich zunehmend eingeschränkt fühlen. Mit der Folge, dass es sich vor allem junge Kollegen sehr gut überlegen, womit sie sich beschäftigen und mit wem sie zusammenarbeiten, um nicht politisch anzuecken und ihre Laufbahn nicht zu gefährden.

BSZ Wovor fürchten sich die jungen Wissenschaftler?
Illies Wissenschaft lebt von Kritik und davon, dass wir abweichende Meinungen ernst nehmen und bedenken. Doch derzeit wird, im öffentlichen Leben wie an der Universität, die Trennung zwischen Person und Meinung immer weniger klar vollzogen. So wie wir es in der Politik erleben, dass abgelehnte inhaltliche Positionen auch zu einer Diskreditierung oder Diffamierung der sie vertretenden Menschen führen, so geschieht das inzwischen auch in wissenschaftlichen Diskursen. Sie werden immer polarer, es gibt nur noch gute und böse Positionen. Damit werden sie aggressiver und verbunden mit einer Ablehnung des Forschers, der eine andere Auffassung hat. Die jungen Wissenschaftler sehen das und fürchten, mit abweichenden Meinungen oder Forschungsfragen keine Stelle zu finden.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312

Und wer hat ein Interesse daran?

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Noch ein paar Auszüge aus dem Interview:

Es wird hier aber überhaupt nicht differenziert, um welche Wissenschaften es überhaupt geht. In Gesellschafts- und Sozialwissenschaften ist es wesentlich einfacher, bestimmte "unerwünschte" Ergebnise zu ignorieren oder umzudeuten als in den Naturwissenschaften. Denn dort muss letztlich alles experimentiell oder vergleichbar eindeutig belegt werden. Die These "es gibt keine Erderwärmung" ist in dem Moment unhaltbar, in dem die Temperaturen messbar ansteigen.

Der vorliegende Fall ist zwar komplexer... aber den Ausführungen der Gegner einer menschengemachten Klimaerwähnung liegen ja die fundierten Ausführungen jener gegenüber, die eine menschengemachte Klimaänderung belegen.

Zudem ist an dieser Stelle zu fragen: Wem bitteschön soll es denn nützen, einen menschengemachten Klimawandel herbeizureden, der gar nicht existiert?

Niemand kann an so etwas verdienen, und jene Menschen, die sich davon Einfluss und Macht versprechen, haben eben genau das Problem, dass sie momentan weder Macht noch Einfluss haben...

Welche Institution soll denn bitte derartig mächtig sein, dass sie alle Klimawissenschaftler weltweit (!) so beeinflussen kann, dass sie ihre eigenen Ergebnisse ignorieren und über Jahrzehnte ihre eigenen Prognosen verfälschen?

Wer bitteschön hat denn was davon? Wohlgemerkt: Welche derartig mächtige Institution... nicht irgendwelche größenwahnsinnigen Studenten mit Trillerpfeife. Die können Lärm machen, aber keine weltweiten Ergebnisse über Jahrzehnte fälschen lassen.

lucan-7 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Auch die Wissenschaft ist nicht so frei und unabhängig, wie sie es sein sollte. Deswegen bleibe ich skeptisch. Siehe zum Beispiel dieses Interview.

Murray Salby vertritt die These, dass die Zunahme von CO2 in der Atmosphäre von der Erwärmung verursacht wird - und nicht umgekehrt. Er begründet das einerseits mit verschiedenen Korrelationen von Temperatur und CO2 Gehalt und andererseits dem Anteil von C13 in der Atmosphäre, welches von Pflanzen teilweise aufgenommen wird und teils als Indikator für die Herkunft von CO2 genutzt wird.

Er hat diese These ausführlich dargestellt und veröffentlicht und sie durchlief ein entsprechendes peer-review Verfahren. Ob er an irgendeiner Universität sprechen durfte oder nicht ändert daran nichts, er konnte frei forschen und veröffentlichen - und das, obwohl er es sich zuvor bereits mit etlichen Universitäten verscherzt hat, weil er sich nicht an die Regeln hielt, unter anderem was den Umgang mit Geldern betrifft.

Seine Thesen werden von der großen Mehrheit seiner Kollegen nicht geteilt. Und das, obwohl es spätestens seit Trump genügend Leute gibt, die den menschengemachten Klimawandel leugnen und wissenschaftliche Begründungen dafür mit Begeisterung unterstützen würden!

Nun vermute ich allerdings auch, dass du selbst keine Klimaspezialistin bist... was also sind deine Gründe, dich hier der Meinung einer kleinen Minderheit anzuschliessen?

An den wissenschaftlichen Begründungen wird es wohl kaum liegen... die sind aber als einzige ausschlaggebend hier!

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lucan-7

Nun vermute ich allerdings auch, dass du selbst keine Klimaspezialistin bist... was also sind deine Gründe, dich hier der Meinung einer kleinen Minderheit anzuschliessen?

Ich habe keine abschließende Meinung zu dem Thema. Was mich aber hellhörig macht, ist die Tatsache, dass sich das Klimathema wunderbar dazu eignet, um Ängste zu schüren und mit Angst kann man Menschen manipulieren.

Laut Bibel wird es irgendwann eine antichristliche Weltregierung geben. Der Klimawandel eignet sich hervorragend dazu, diesem Ziel näher zu kommen. Wenn die einzelnen Staaten es nicht schaffen, es in den Griff zu bekommen, muss das ganze von einer zentralen Stelle aus koordiniert werden.

Vermutlich ist das für dich eine völlig durchgeknallte Ansicht, aber ich bin der Meinung, dass alles so kommen wird, wie es in der Bibel steht. Ob es über das Klimathema kommt oder anderweitig, werden wir sehen.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Ich habe keine abschließende Meinung zu dem Thema. Was mich aber hellhörig macht, ist die Tatsache, dass sich das Klimathema wunderbar dazu eignet, um Ängste zu schüren und mit Angst kann man Menschen manipulieren.

Das ist völlig richtig, und ich teile deine Vorsicht grundsätzlich. Deshalb ist es mir ja auch wichtig, die Argumente genau anzuhören... wer sagt da was genau - und nicht zuletzt: Wer hat da etwas von?

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Laut Bibel wird es irgendwann eine antichristliche Weltregierung geben.

Mal abgesehen vom biblischen Thema bin ich ganz bei dir, dass es durchaus machtgierige Menschen gibt... auch solche, die möglicherweise von einem weltweiten Einfluss träumen.

Aber wer könnte das in diesem Zusammenhang denn sein?

Die Maßnahmen, die jetzt beschlossen werden, machen im Grunde alle bestehenden Regierungen unpopulär. Sollten die Grünen an die Macht kommen und nach und nach einschneidende Maßnahmen beschliessen, dann wird ihre Position nicht gefestigt, im Gegenteil... es wird eine Menge Proteste geben, und es besteht die Gefahr, dass die Regierung nach den nächsten Wahlen abgesetzt wird. Das gleiche gilt für alle Regierungen, die entsprechende Maßnahmen beschliessen. Um so mehr, wenn sich herausstellen sollte, dass es gar keinen derartigen Klimawandel gibt.

Ich wüsste grundsätzlich keine Organisation, die in der Lage wäre alle wissenschaftlichen Institute weltweit so zu kontrollieren, dass diese über Jahrzehnte ihre Ergbnisse einseitig verfälschen.
Und ich wüsste erst recht keine Organisation, die davon auch noch profitieren würde. Weltweite Maßnahmen bedeuten schliesslich noch lange keine "weltweite Herrschaft".

Und wir hatten mit Trump über 4 Jahre einen Präsidenten, der den Klimawandel deutlich anzweifelt. Falls es also einen Einfluss auf amerikanische Unis in dieser Richtung gegeben hätte, dann hatte er genug Zeit, ihn zu unterbinden... stattdessen hat er aber die Wissenschaft als Ganzes unterdrückt.

Es passt also am Ende nicht zusammen, was du hier als mögliches Szenario befürchtest.

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Vermutlich ist das für dich eine völlig durchgeknallte Ansicht, aber ich bin der Meinung, dass alles so kommen wird, wie es in der Bibel steht.

Es ist nicht das erste Mal, das ich Religion und Glaube in einem solchen Zusammenhang sehr kritisch sehe, soviel kann ich sicher sagen...

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597

Es ist doch jetzt auch schon so, dass wir Dinge umsetzen müssen, die nicht in Deutschland beschlossen wurden, sondern in Brüssel oder bei den Vereinten Nationen.

Zum Beispiel "Gender Mainstreaming" – das kam nicht von der Basis, sondern wird von oben verordnet.

Zum einen von der EU:

Eine treibende Kraft für die Umsetzung von Gender Mainstreaming stellt die EU dar, welche 1997 im Amsterdamer Vertrag Gender Mainstreaming offiziell als verbindliche Richtlinie für alle Mitgliedsstaaten zum Ziel der EU-Politik gemacht hat.

Und die Vereinten Nationen setzen es weltweit durch:

Auf der 4. Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking wurde Gender Mainstreaming als Strategie der europäischen Gleichstellungspolitik eingeführt, als Querschnittsthema bekräftigt und in der 4. Arbeitsplattform der Weltfrauenkonferenz verankert. Dies hatte zur Konsequenz, dass alle Mitgliedstaaten verpflichtet waren, in ihren nationalen Strategien ein Konzept zur Implementierung von Gender Mainstreaming zu entwickeln.

Warum sollte es mit dem Klimawandel nicht genau so laufen? Die Beschlüsse gibt es doch schon längst:
https://www.bmu.de/themen/klima-energie/klimaschutz/internationale-klimapolitik/klimarahmenkonvention/

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Zum Beispiel "Gender Mainstreaming" – das kam nicht von der Basis, sondern wird von oben verordnet.

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Warum sollte es mit dem Klimawandel nicht genau so laufen? Die Beschlüsse gibt es doch schon längst:

Zum einen weil "Gender Minstreaming" nicht derartige Kosten verusacht wie die Bekämpfung des Klimawandels (mal ganz davon abgesehen, dass es hier sehr unterschiedliche Interpretationen darüber gibt, was das überhaupt sein soll... ich kenne niemanden, der das radikal auslegt).

Und zum anderen findet der Klimwandel weltweit statt und wird auch weltweit anerkannt - von einigen Populisten abgesehen. Das ist kein EU- Phänomen... auch die USA und China erkennen neben der EU an, dass es hier Maßnahmen geben muss.

Allein das würde mir schon sehr zu denken geben!

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lucan-7

Und zum anderen findet der Klimwandel weltweit statt und wird auch weltweit anerkannt - von einigen Populisten abgesehen. Das ist kein EU- Phänomen... auch die USA und China erkennen neben der EU an, dass es hier Maßnahmen geben muss.

Ja, eben. Auch Russland ist mit im Boot. Mit Zwang wird man keine Weltherrschaft installieren können. Man braucht schon Überzeugungskraft, damit die meisten mitmachen.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312

...dann haben sie die Weltherrschaft doch schon...

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Ja, eben. Auch Russland ist mit im Boot. Mit Zwang wird man keine Weltherrschaft installieren können. Man braucht schon Überzeugungskraft, damit die meisten mitmachen.

Hm... also wenn die Regierungen der einflussreichsten Länder der Welt sich darüber einig sind, dass sie die Weltherrschaft wollen... dann haben sie sie doch schon!

Wozu sollten die dann noch irgendwelche Panik schüren?
In China und Russland muckt eh keiner auf...

Bist du selbst der Ansicht, dass du hier rationalen Argumenten folgst? So ganz schlüssig ist das nämlich nicht...

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lucan-7

Hm... also wenn die Regierungen der einflussreichsten Länder der Welt sich darüber einig sind, dass sie die Weltherrschaft wollen... dann haben sie sie doch schon!

Echt? Wo sitzt denn diese Weltregierung? Noch haben wir Nationalstaaten.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Echt? Wo sitzt denn diese Weltregierung? Noch haben wir Nationalstaaten.

Eben.

Aber deiner Ansicht nach haben die sich ja geeinigt, eine "Weltregierung" zu installieren.

Aber wozu? Zusammen beherrschen sie doch schon die Welt!

Und wenn sie eine andere Regierung installieren wollten, würden sie ihre eigene Macht wieder verlieren.

Also wo soll da der Sinn sein...?

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber deiner Ansicht nach haben die sich ja geeinigt, eine "Weltregierung" zu installieren.

Nein, ich habe nicht geschrieben, dass die Regierungen dieser Länder sich geeinigt hätten, gemeinsam eine Weltregierung zu installieren.

Ich glaube, dass es sich in die Richtung entwickelt, dass die Staaten immer mehr ihre eigene Souveränität verlieren oder abgeben. Zum Teil auch unfreiwillig, weil sie durch Staatsverschuldung in Abhängigkeiten geraten.

Oder heute habe ich z.B. gelesen, dass Boris Johnson mit den Entwicklungsländern einen Deal "Impfstoff gegen Klimaversprechen" machen will: Ihr bekommt von uns den Impfstoff, dafür macht ihr bei unseren Klimazielen mit. Auf diese Art kann man alle möglichen Ideologien weltweit durchsetzen.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Ich glaube, dass es sich in die Richtung entwickelt, dass die Staaten immer mehr ihre eigene Souveränität verlieren oder abgeben. Zum Teil auch unfreiwillig, weil sie durch Staatsverschuldung in Abhängigkeiten geraten.

Nun ja... wenn man sich die Geschichte so anschaut könnte man das schon meinen. Weltreiche gab es allerdings schon einige... das römische Reich ist wohl das bekannteste, wir haben aber auch das spanische Kolonialreich, das sich über die ganze Welt erstreckte, und das britische Empire, das nach dem 1. Weltkrieg etwa ein Viertel der Weltbevölkerung umfasste. Weltmachtsphantasien kamen auch von den Nazis, und kurze Zeit sah es fast so aus als hätten sie Erfolg haben können. Wobei auch die Nazis bei einem Sieg Hitlers gestoppt worden wären... sie hätten im kalten Krieg dann wohl die Rolle der Sovietunion übernommen.

Nach dem Zusammenbruch der Sovietunion sah es kurze Zeit nach einer Weltherrschaft der USA aus... die aber jetzt wieder von China in Frage gestellt wird. Und so zieht sich das halt durch die Geschichte.

Inwiefern da jetzt der Klimawandel irgendetwas zugunsten von irgendwem verändern und eine "Weltherrschaft" ermöglichen sollte erschliesst sich mir da nicht. Zumal ich immer noch nicht weiss wer denn da eigentlich herrschen soll... und wie...?

Ich habe da, ehrlich gesagt, einen ganz anderen Verdacht. Denn zum Wesen des Christentums gehört ja die Mission... ohne Ausnahme, sprich: Es geht um die Missionierung der ganzen Welt! Gegen die weltweite Installierung DIESER Ideologie hättest du vermutlich auch nichts einzuwenden...

Und vor diesem Hintergrund erscheint dir jede andere Idee, die nicht das Christentum zum Inhalt hat, als "Konkurrenz" und damit bedrohlich.

Ich weiss, ich lehne mich damit weit aus dem Fenster... aber es ist ja eben nicht so, dass du jede weltweite "Einheitsideologie" ablehnst, sondern vielmehr eine ganz bestimmte Idee sogar förderst... da erscheint mir deine Begründung nicht ganz konsequent.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lucan-7

Inwiefern da jetzt der Klimawandel irgendetwas zugunsten von irgendwem verändern und eine "Weltherrschaft" ermöglichen sollte erschliesst sich mir da nicht.

Was ist daran für dich jetzt wieder so unverständlich? Es gibt ein globales Problem, dafür braucht es eine globale Lösung. Die einzelnen Staaten kriegen es nicht hin, deswegen muss alles von einer zentralen Stelle aus koordiniert werden.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich weiss, ich lehne mich damit weit aus dem Fenster... aber es ist ja eben nicht so, dass du jede weltweite "Einheitsideologie" ablehnst, sondern vielmehr eine ganz bestimmte Idee sogar förderst... da erscheint mir deine Begründung nicht ganz konsequent.

Den christlichen Glauben wird es niemals als Welt-Einheitsideologie geben, das ist ausgeschlossen. Das "verspricht" uns die Bibel, auch wenn es aus meiner Sicht natürlich wünschenswert wäre, wenn alle Menschen Christen werden würden.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und vor diesem Hintergrund erscheint dir jede andere Idee, die nicht das Christentum zum Inhalt hat, als "Konkurrenz" und damit bedrohlich.

Kann man so nicht sagen. Denn es ist ja so, dass besonders in Ländern mit einer ganz anderen Ideologie (z.B. islamische Länder oder Nordkorea), in denen Christen verfolgt werden, sich der christliche Glaube stärker ausbreitet als in den ehemals "christlichen" Gebieten. Hier schrumpft das Christentum eher.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Was ist daran für dich jetzt wieder so unverständlich? Es gibt ein globales Problem, dafür braucht es eine globale Lösung. Die einzelnen Staaten kriegen es nicht hin, deswegen muss alles von einer zentralen Stelle aus koordiniert werden.

Ja, aber das geschieht doch nicht über eine "Weltregierung", sondern über gemeinsame Absprachen und Verträge... so wie es sie ja schon lange auch beim Handel gibt.
Keine Regierung wird bei solchen Treffen bereit sein, die eigene Macht über die notwendigen Maßnahmen hinaus zu beschränken - zumal die einzelnen Länder ja auch weiterhin auf ihre persönlichen Vorteile bedacht sein werden.

Dass es hier starke Ungleichgewichte auf Kosten wirtschaftlich schwächerer Länder gibt ist sicher richtig... das ist allerdings nichts Neues, das war schon in der Antike so. Den Klimawandel sehe ich hier eher als Chance, weil das erste Mal die ganze Welt an einem gemeinsamen Problem zusammenarbeiten muss.

Ob das funktioniert werden wir in naher Zukunft erleben.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lucan-7

Den Klimawandel sehe ich hier eher als Chance, weil das erste Mal die ganze Welt an einem gemeinsamen Problem zusammenarbeiten muss.

Ja, natürlich bietet das Chancen. Sonst würden nicht viele Länder freiwillig solche Abkommen unterzeichnen. Aber wie schon geschrieben kann das Ganze auch eine Kehrseite haben. Nämlich dass man aus dem System aufgrund von Abhängigkeiten nicht mehr rauskommt und dann evtl. auch gewisse Kröten schlucken muss.

Die weltweite Vernetzung nimmt zu, die technischen Möglichkeiten für eine Weltregierung sind heute viel mehr gegeben als noch vor wenigen Jahrzehnten. Probleme, die global gelöst werden müssen wie Pandemien oder Flüchtlingsströme werden auch zunehmen. Die Voraussetzungen für eine Welteinheitsregierung werden immer besser.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Aber wie schon geschrieben kann das Ganze auch eine Kehrseite haben. Nämlich dass man aus dem System aufgrund von Abhängigkeiten nicht mehr rauskommt und dann evtl. auch gewisse Kröten schlucken muss.

Das haben wir ja während der Coronapandemie bereits gesehen: Die totale wirtschaftliche Abhängigkeit in vielen Bereichen von Ländern wie China. Alles immer billiger produzieren zu wollen hat hier tatsächlich zu gefährlichen Situationen geführt.

Aber genau das wurde ja jetzt auch erkannt, und es wird aktiv gegengesteuert und diskutiert, wie sich diese Abhängigkeiten verringern lassen.

Ich sehe durchaus Tendenzen, dass beispielsweise China die Vorherrschaft in der Welt übernehmen will - und dass viele Industrienationen sehr naiv auf dieses Streben reagiert haben.

Da das jetzt aber immer offensichtlicher wird werden jetzt entsprechende Gegenmaßnahmen beschlossen. Und das ist genau das Gegenteil dessen, was du befürchtest... weder China noch der Rest der Welt hat die Absicht, sich einer "Einheitsregierung" zu unterwerfen.

Und wie gesagt... es mag da Mittel und Wege geben, so etwas zu forcieren... aber den Klimawandel halte ich dafür nicht geeignet.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753

Weltherrschaft oder nicht

Veröffentlicht von: @lucan-7

Da das jetzt aber immer offensichtlicher wird werden jetzt entsprechende Gegenmaßnahmen beschlossen. Und das ist genau das Gegenteil dessen, was du befürchtest... weder China noch der Rest der Welt hat die Absicht, sich einer "Einheitsregierung" zu unterwerfen.

Möglicherweise ist "Welteinheitsregierung" auch der falsche Ausdruck. So pauschal wie in der Bibel hier und da formuliert wird, habe ich kein Probleme davon zu sprechen, dass die USA von 1950-2000 die "Weltherrschaft" ausgeübt haben. Auch wenn es immer "Ecken" gab, die sich dem entziehen konnten.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @hkmwk

So pauschal wie in der Bibel hier und da formuliert wird, habe ich kein Probleme davon zu sprechen, dass die USA von 1950-2000 die "Weltherrschaft" ausgeübt haben. Auch wenn es immer "Ecken" gab, die sich dem entziehen konnten.

Die USA hatten sicher in der Welt prägende Einflüsse, so wie andere Länder vor ihnen.

Aber eine "Herrschaft über die Welt", in vergleichbarer Weise wie sie über die Menschen im eigenenen Land regieren, hatten sie nie.

lucan-7 antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597

Ich denke nicht so sehr an die Vormachtstellung einer bestimmten Großmacht, sondern an einen globalen Überwachungsstaat, wo auch der einzelne Bürger irgendwann nicht mehr kaufen und verkaufen kann, wenn er nicht systemkompatibel ist.

Seit Corona ist das für mich tatsächlich vorstellbarer geworden. Menschen sind bereit, vieles mitzumachen, wenn sie von der Notwendigkeit überzeugt sind. Sie sind auch bereit, andere zu denunzieren.

Die Digitalisierung und damit die Vereinzelung der Menschen hat einen riesigen Schub bekommen. Auch der Abschaffung des Bargelds sind wir einen großen Schritt näher gekommen.

miss-piggy antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Ich denke nicht so sehr an die Vormachtstellung einer bestimmten Großmacht, sondern an einen globalen Überwachungsstaat, wo auch der einzelne Bürger irgendwann nicht mehr kaufen und verkaufen kann, wenn er nicht systemkompatibel ist.

Die Frage ist, ob das wirklich ein Staat sein muss. Ein Firmenverbund, der via Kryptowährung den gesamten Handelsverkehr digital überwachen kann, passt auch auf das, was die Offenbarung schildert.

Veröffentlicht von: @miss-piggy

Auch der Abschaffung des Bargelds sind wir einen großen Schritt näher gekommen.

Da war D lange Zeit so was wie ein Fels in der Brandung, aber das änder sich wohl nun.

Helmut

hkmwk antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @hkmwk

Die Frage ist, ob das wirklich ein Staat sein muss. Ein Firmenverbund, der via Kryptowährung den gesamten Handelsverkehr digital überwachen kann, passt auch auf das, was die Offenbarung schildert.

Wir können uns auch auf "ein System" einigen.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Da war D lange Zeit so was wie ein Fels in der Brandung, aber das änder sich wohl nun.

Bargeldlos zahlen ist halt praktisch. Aber letztens habe ich gelesen, dass immer mehr junge Leute verschuldet sind, was auch daran liegt, dass sie durch Kartenzahlungen den Überblick verlieren, wie viel sie ausgeben.

miss-piggy antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Ich denke nicht so sehr an die Vormachtstellung einer bestimmten Großmacht, sondern an einen globalen Überwachungsstaat, wo auch der einzelne Bürger irgendwann nicht mehr kaufen und verkaufen kann, wenn er nicht systemkompatibel ist.

Dieser Verdacht ist tatsächlich nicht unbegründet. Diese Totalüberwachung wird allerdings nicht kommen - sie ist längst da.
Und es wird mehr und mehr Verknüpfungen geben zwischen Konzernen und einzelnen Ländern. Was Edward Snowden einst aufdeckte dürfte inzwischen längst von der Wirklichkeit überholt worden sein.
Ich gehe davon aus, dass zumindest die großen Geheimdienste längst über Archive mit biometrischen Daten verfügen, anhand derer sie praktisch jeden Menschen identifizieren können, dessen Foto irgendwo im Internet kursiert... möglicherweise auch solche, die bei Behörden hinterlegt sind.

Die Kombination von biometrischen Daten, GPS Ortung über Mobiltelefone und digitalen Einkäufen ist dann entweder der nächste logische Schritt - oder er ist längst erfolgt.

Trotzdem weiss ich jetzt nicht, was das mit dem Klimaschutz zu tun haben soll... Geheimdiensttätigkeit und Datenschutz ist eine Sache... aber der Klimawandel ist etwas völlig Anderes.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber eine "Herrschaft über die Welt", in vergleichbarer Weise wie sie über die Menschen im eigenenen Land regieren, hatten sie nie.

Das nicht. Aber schon viel.

Mein Vater hat sehr gerne Hintergrundsendungen ("Features") vom Deutschlandfunk gehört, ab und zu hab ich mehr oder weniger mitgehört, und an etwas erinnere ich mich: in einer Sendung über Schweden wurde erwähnt, dass die schwedische Regierung mal Kontakte mit Nordvietnam schloss und eine Solidarität mit diesem Land, dass sich ja gerade de facto im Krieg mit den USA befand, aussprach (und das wurde durch ein Abkommen untermauerte). Die sind aber dann sehr schnell zurückgerudert, weil die USA da hart reagierten - weiß nicht mehr, ob die Regierung, oder eher private Handelspartner wie Importeure von Volvos oder beides. Jedenfalls blieb die Sache dann ziemlich symbolisch.

Natürlich hatten die Verbündeten der USA mehr Freiheiten als die der UdSSR, aber dass sogar das neutrale Schweden diszipliniert werden konnte, sagt doch schon viel aus. Von Südamerika fang ich erst gar nicht an ...

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

und bei der Frage der Ü.- Kraft ist die Not im Spiel. Sie ist da, wird sein und bleiben.

Oh man,......

tendenziös negativ. Faktisch geht es bergauf.

Kann man das auch anders sehen?

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @plusmehr

Kann man das auch anders sehen?

Keine Ahnung, du schreibst so kryptisch, dass ich nicht verstehe, wie du es siehst, woher sollte ich dann wissen was "anders sehen" sein könnte?

Helmut

hkmwk antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875
Veröffentlicht von: @lucan-7

Kurzer Einwand: Regionales und weltweites Klima ist nicht dasselbe... hast du dich damit schon befasst?

Nein, aber das wo es um den weltweiten Klimawandel geht, wird regionales Klima herangezogen. Gerade Grünland, Sibirien usw. wird gerne für den Weltklimawandel herangezogen.

orangsaya antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @orangsaya

Nein, aber das wo es um den weltweiten Klimawandel geht, wird regionales Klima herangezogen. Gerade Grünland, Sibirien usw. wird gerne für den Weltklimawandel herangezogen.

Das ist wieder so eine "Wissenschaftler sind doof, ich weiss es besser!" Aussage...

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @staffan

Was damals den Wikingern auf Grönland Landwirtschaft ermöglichte,

Das ging langsamer. Damals hatten die Millionen, die woanders hin migrieren mussten, deutlich mehr Zeit. So müssen wir und fragen, was passiert, wenn 50 Millionen Klimaflüchtlinge nach Europa wollen, um nicht zu verhungern ...

Mir wärs lieber die könnten zuhause bleiben, ohne zu hungern. Nur kriegen wir das hin?

Helmut

hkmwk antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2153

weil es mehr regnet, wird gern unterschlagen und findet sich eher als Randnotiz in der Presse

Dass es Klimawandel gibt ist zweifelsfrei richtig, aber den gab es immer

Weltklima war nie konstant! Die Frage ist nur, wie wir damit umgehen.

Veröffentlicht von: @hkmwk

wenn 50 Millionen Klimaflüchtlinge nach Europa wollen, um nicht zu verhungern ...

Die Frage ist, ob die nicht eher aus korrupten Irrenhäusern wie Zimbabwe oder Syrien fliehen...

alf-melmac antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @alf-melmac

weil es mehr regnet, wird gern unterschlagen und findet sich eher als Randnotiz in der Presse

Fun Fact: Afrika war schon immer ein reicher Kontinent... jede Menge fruchtbares Land und jede Menge Bodeschätze! Ideale Voraussetzungen für eine moderne Zivilisation.

Wurde nur halt nichts draus.

Aber wenn es hierzulande Wüste wird... dann flüchten wir halt in die Sahara und bauen Deutschland dort wieder auf, richtig?

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753

Nun ja

Veröffentlicht von: @lucan-7

Wurde nur halt nichts draus.

In Sudan und Ägypten haben sie, als es die Sahara noch nicht gab, Pyramiden errichtet - in Ägypten dann immer größere, die sogar wir heute kaum stemmen könnten.

Dann kam die Sahara bis nach Ägypten, das alte Reich zerfiel, und als es dann im mittleren Reich wieder stabile Verhältnisse gab, kam niemand mehr auf die Idee, eine Pyramide zu bauen. Das hätte das größtenteils zur Wüste gewordene Land überfordert.

Später gans Phönizier, und ein arabisches Reich, dessen Zivilisation höher stand als als, was in Europa noch von der römischen Zivilisation übrig war ...

Auch südlich der Sahara gabs reiche Reiche - da wurde viel durch den Sklavenhandel der Araber zerstört, und dann kamen die Europäer ...

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312

Gründe gibt es eine Menge... aber es gibt kaum so viel Potential, wie es in Afrika verschwendet wurde.

Rein rechnerisch bestünde absolut keine Notwendigkeit dafür, dass Afrika im Vergleich ein so armer und unbedeutender Kontinent ist. Gründe dafür gibt es natürlich reichlich... aber alle sind menschengemacht!

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

danke

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753

Dass in Afrika Wüste wieder grün wird...

Ist dem so? Ich finde nur eine sehr theoretische Vorhersage, dass die Sahara wieder grün werden könnte ...

Momentan sieht es ja eher nach dem Gegenteil aus. In Nigeria gibt es ständig mehr Probleme, weil die wachsende Sahara Viehhirten in Gebiete wandern lässt, wo es Bauern gibt. Viehnomaden kennen kein Landeigentum und sehen nicht ein, warum ihr Vieh nicht auf den Feldern grasen darf ... und seit Boko Haram mitmischt, wird das zum Konflikt zwischen muslimischen Fulani und christlichen Bauern.

Nicht ohne Grund wird versucht, eine "grüne Mauer" zu bauen, es ist noch nicht klar, ob es auch klappt:
https://www.dw.com/de/die-gro%C3%9Fe-gr%C3%BCne-mauer-wie-steht-es-um-afrikas-vorzeigeprojekt/a-52970906

Veröffentlicht von: @alf-melmac

Weltklima war nie konstant!

Aber es hat sichn auch selten so schnell geändert wie jetzt.

Veröffentlicht von: @alf-melmac

Die Frage ist, ob die nicht eher aus korrupten Irrenhäusern wie Zimbabwe oder Syrien fliehen...

Das auch. Aber aus Syrien fliehen wenige bis nach Europa. Eher schon aus Eritrea. Und die "irre" Situation in manchen Ländern hat auch mit Umweltproblemem (z.B. Trockenheit) zu tun ... sogar in Syrien.

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

da geht schon noch was. Aber nur wenn es ein weltweites WIR gibt.

Die Christen machen Politik weil sie gut, clever, liebevoll, verantwortlich und nicht dumm sind.

Fordern sofort Weg mit dem Motorsport. Völlig falsches Signal.

Einen weltweiten ( ok. europäischen ) Cent pro Einkauf für Brasilien, als zukünftige anerkannte, von wem auch immer, Lunge der Welt und Bolso kann sich zurück lehnen und braucht keine Bäume mehr gegen Viecher zu tauschen.

Sofort! Zentralisierung der Stromversorgung durch Phot. in der Sahara Zone Afrikas.

Entwässerung vom Salzwasser. als Wir Programm. Nicht Mond und Mars. Mal vernünftig alles in diese Sache investieren und die Pho Anlagen, die den Strom für Europa liefern, könne tgl . gewaschen werden ( Saharastaub ), das Wasser, ist ja jetzt süß, wird regen Wachstum von Pflanzen nach sich ziehen, da können dann Schafe, Ziegen mit ihren Hirten usw. von leben. Und überall gibt es Arbeit, Lohn, Strom und Brot. Sogar die Araber hätten wieder eine Identität.

Dann machen E Autos auch Sinn.

Ach ja usw. Aber ich glaub da geht tatsächlich noch was. Aber nicht so zimperlich wie bei der Politik.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

hey jetzt werd ich übermütig. Das mit der Photo in Afrika für Europa und die Araber, das erzähl ich meiner Frau, in Anbetracht dessen das ich keinen anderen kenne mit dem ich ..., schon seit gut 15 Jahren. Hab selber rentable 9,5 kw auf dem Dach.

Bis sie mich fragte warum denn kein anderer an sowas denkt.

Dann hört ich letztes Jahr ein Hörbuch von Prof. Lesch. Völlig identisch! Cool, ich bin im Spiel, und das was ich so denke.

ch

Anonymous antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @plusmehr

Einen weltweiten ( ok. europäischen ) Cent pro Einkauf für Brasilien, als zukünftige anerkannte, von wem auch immer, Lunge der Welt und Bolso kann sich zurück lehnen und braucht keine Bäume mehr gegen Viecher zu tauschen.

So tickt "Bolso" aber nicht. Da müssten als erstes die brasilianischen Viehzüchter einsehen, dass sie in einigen Jahrzehnten keine Viecher mehr züchten können, wenn die gerodeten weiden zur Wüste geworden sind. Und also aufhören zu roden ...

Veröffentlicht von: @plusmehr

Sofort! Zentralisierung der Stromversorgung durch Phot. in der Sahara Zone Afrikas.

Und wer bekommt das Geld für den Strom? al Qaida im Maghreb? Die Polisario? Die (i.d.R. korrupten Regierungen dort? Oder sacken den die Konzerne ein, die sie bauen?

Wüsste also nicht, wie das "gehen" sollte. Das Projekt wird so oder so Feinde haben ...

Veröffentlicht von: @plusmehr

Entwässerung vom Salzwasser. als Wir Programm.

Verbraucht Energie. Wolltest du dafür die Fotovoltaik in der Sahara?

Klar, wenn wirklich eine Herzensänderung stattfindet und alle zusammenarbeiten, dann würde so Manches gehn. Z.B. weniger Autos und mehr ÖPNV.

Aber wir sind in einer Zeit, wo die Ungerechtigkeit überhand nimmt ...

Helmut

hkmwk antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Lunge: Kohle regiert die Welt. Und die schütten wir im Rausch des WIR zu mit Cent.

Strom: Feinde gibt es immer. Sorgt für Reibung und diese für Leben. Mach dir keinen Kopf, sondern einen der uns JETZT in dieser ü Schrift weiter bringt. Bis der Tag kommt an dem du vor Gott stehst und `nen Sack voller Talente hast, weil beim Herrn auch der Wille als Tat zählt.
Wenn die dann dort unten, wo es langsam sehr, sehr brenzlig wird, immer noch nicht schlauer aus der Reserve blicken? Ja, dann ist es ihr Wille. Soll deine Last nicht mehr sein -)

Anders ausgedrückt. Positiv denken, Mitarbeit. Nicht das Kind mit dem Bade ausschütten und so.

Veröffentlicht von: @hkmwk

Aber wir sind in einer Zeit, wo die Ungerechtigkeit überhand nimmt ...

es gibt da eine Sache, nein Zwei um genau zu sein, die an der Ungerechtigkeit rütteln kann und Gewinn daraus ziehen darf.
Die Not!! Und sie wird kommen.
Und das Gewissen, und das werden wir kitzeln.

Gruß ch

Anonymous antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @plusmehr

Sofort! Zentralisierung der Stromversorgung durch Phot. in der Sahara Zone Afrikas.

Da gab's schon Ansätze für... sind aber gescheitert.

Irgendwann werden die Leute, die jetzt "Öko-Diktatur! Öko-Diktatur!" schreien, fordern dort mit militärischer Gewalt einzumarschieren und die Anlagen zu bauen... wäre ja nicht das erste mal. Nur dass es jetzt halt "Sonne" statt "Öl" ist...

lucan-7 antworten
ALF.MELMAC
(@alf-melmac)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2153
Veröffentlicht von: @plusmehr

Sofort! Zentralisierung der Stromversorgung durch Phot. in der Sahara Zone Afrikas.

reicht vollkommen aus fürs erste...

alf-melmac antworten


Orangsaya
Beiträge : 2875

kriegen wir das noch hin?

Ja, selbstverständlich bringen wir das Thema hinter uns. Wir haben schon so viele Themen, um die ein Hype gemacht wurde, hinter uns gebracht. Warum nicht auch Klimawandel. Dann kommt ein anderes Thema. Vielleicht, dass für den Tierschutz, die Haltung von Haustieren verboten werden muss und mit den Zoos fangen wir mal aggressiv an, oder das bedingungslose Grundeinkommen, oder irgend ein anderes exotisches Thema, an dem eine Teilwahrheit dran ist, aber man fleißig am Kern vorgeht.
Was den Umweltschutz betrifft. hat Deutschland schon seit sehr vielen Generationen an dem Problem gearbeitet. Ja, und in vielen Dingen sind wir auch Welt- und Europameister. Die Luft in Deutschland ist so sauber, wie schon lange nicht und sie wird in Zukunft auch ohne die Unkenrufe weiter sauber bleiben.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Anlass war die Forderung der Grünen, den Benzinpreis um 16 Cent anzuheben... was direkt heftigen Wiederstand und Protest hervorrief.

Na ja, ich gehe davon aus, dass du weißt, dass es so nicht ganz ehrlich, oder stark verkürzt von dir auf den Punkt gebracht wurde. Es geht darum, dass die Baerbock ein Vorhaben der Bundesregierung in übertriebener Weise umgesetzt sehen wollte. Sie wollte in viel kürzerer Zeit mit saftigeren Preisen das Benzin verteuern. Da wurde sie vom Aufschrei der Menschen überrascht. Ich glaube es war Mützenich der heute hierzu meinte, dass Baerbock jenseits der Realität ist. Da hat er auch Recht. Sie gehört einer Schicht an, die ein höheres Einkommen hat und nicht so einen Kahlschlag zu spüren bekäme. Wie der gemeine Andere.
In Sachsen-Anhalt hat eine Wählerin es anders auf den Punkt gebracht. Ich habe die Grünen nicht gewählt, weil ich mein Auto und mein Haus behalten will.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Mal ganz davon abgesehen, dass praktisch alle anderen Parteien das Gleiche beschlossen haben,

Nein, diese Aussage ist falsch und ich schätze dich für so Schlau ein, dass ich glaube, du weißt es auch. Wenn dein Chef auf die Idee kämme, dass du für 2000 Euro nicht mehr zwei Wochen arbeiten musst, sondern vier Wochen, dann würdest du schnell merken, dass er dich verarschen will, wenn er dir sagt, ja aber es ist doch das gleiche Geld. ... Baerbock wollte in kürzerer Zeit, das Benzin noch teurer machen. Das ist nicht dasselbe, sondern ein größeres Schröpfen der Bürger.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Anscheinend haben die wenigsten verstanden, was der Klimawandel bedeutet

Ich denke, dass viele Menschen den Umweltschutz ernst nehmen und auch die Klimafrage, aber keine Phobiker sind.

Veröffentlicht von: @lucan-7

(Und "Jetzt" heisst: Jetzt und innerhalb der nächsten 10 Jahre!) tun müssen, um den Klimawandel noch aufzuhalten.

Gehen wir doch mal die letzten 200 Jahre zurück. Das ist weniger als 10 Klimaeinheiten. (Eine ist 30 Jahre) Wie sah es denn damals mit dem Klima aus? Da hatten wir das Jahr ohne Sommer! Das sogar in Südeuropa. Die Folge war Hunger und für die nächsten Generationen ein Fluchtbewegung meist in die Staaten. Besser wurde es erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert. Das waren wir durch intensive Landwirtschaft zum ersten Mal in der Lage, genügend Lebensmittel für uns herzustellen. Vor 1950 konnten wir nur ungefähr 80 % unseres Lebensmittelbedarf herstellen. Das Klima war schon immer im Wandel. Sage mir doch mal, was das Urmaß für das richtige Klima ist. Was haben wir denn da, wonach man sich orientieren kann. 4 Grad weniger. Von was denn, dass sind och alles nur angenommene Zahlen.
Uns ist allen klar, dass mit oder ohne Klimahysterie Co² ein Problem ist.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Denn was neue Technologien und Konzepte betrifft... gerne, immer her damit, das werden wir brauchen! Aber so etwas braucht Zeit... die wir nicht haben!

Genau da liegt das Problem. Die Politik meint, eine fertige Technik zu schaffen, indem sie diese politisch festlegt. Wind und Sonne ist ja schön und gut, aber es gibt zu viele ungelöste Fragen, um mit Sonne und Wind unsere Stromprobleme zu lösen. Die einzige massive Frucht, dieser Politik ist, dass wir den teuersten Strom der Welt haben. Aus eine Hysterie heraus jetzt AKWs zu bauen, wäre allerdings auch die falsche Lösung.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Von neuen Technologien wie Kernfusion brauchen wir da gar nicht erst anfangen...

Wir fangen nicht an, sondern es zu diesem Thema geforscht. Insbesondere in Frankreich. Ja, und das ist auch gut so. Aber wir brauchen Zeit und wissen nicht, zu was die Auswertung der Daten führen wird.

Im Grunde werden wir bei dem bleiben müssen, was wir haben. Die Wasserkraft und Windtechnik, haben wir schon lange. Sie reicht nur leider nicht. Die Dampfmaschine ist eine alte Erfindung, wird nicht mehr genutzt so genutzt, ist aber heute noch eines der wichtigsten Techniken. Ein Atomkraftwerk ist im Grunde nichts anderes als ein Dampfkraftwerk. Erzeugen wir Strom mit Gas ist das Kraftwerk im Grunde nichts anderes als ein Dampfkraftwerk. Der Verbrennungsmotor war eine Innovation von der wir über hundert Jahre uns nicht trennen können. Der Diesel ist ein Motor, mit dem wir schwere Lasten bewältigen können. Das alles ist geblieben, und brauchen wir auch in Zukunft. Wenn die Maschinen auch moderner uns sauberer sind. Jetzt war ja Pause, aber du kannst dir sicher sein, dass nach Corona Millionen von Menschen jeden Moment in der Luft sein werden, weil sie von A nach B wollen. Das Grundproblem und daraus lese ich an deinem Thread eine Verzweiflung. Du wirst die Menschen nicht verbieten können. Das Grundproblem zwischen Natur und Zivilisation, wird es in einer anderen Spielart auch nach uns geben.

orangsaya antworten
35 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @orangsaya

Ja, selbstverständlich bringen wir das Thema hinter uns. Wir haben schon so viele Themen, um die ein Hype gemacht wurde, hinter uns gebracht. Warum nicht auch Klimawandel. Dann kommt ein anderes Thema.

Der Klimawandel ist kein Thema, das sich aussitzen lässt. Ich wüsste auch nichts, was da jemals vergleichbar gewesen wäre... nirgendwo in der ganzen Geschichte der Menschheit.

Umweltschutz war immer nur ein regionales Thema, egal wohin man da schaut. Da wurde halt irgendwo eine große Fläche verseucht, man hat was gemacht, und dann war's gut... oder auch nicht, dann blieb die Fläche halt verseucht. Kümmert den Rest der Welt nicht.

Aber dass es überall auf der Welt in derartig kurzer Zeit immer heisser wird? Das Problem hatten wir noch nie... regionale Klimaschwankungen hat es immer gegeben, und es gab damals auch schon Katastrophen deswegen... aber weltweit?

Veröffentlicht von: @orangsaya

Nein, diese Aussage ist falsch und ich schätze dich für so Schlau ein, dass ich glaube, du weißt es auch. Wenn dein Chef auf die Idee kämme, dass du für 2000 Euro nicht mehr zwei Wochen arbeiten musst, sondern vier Wochen, dann würdest du schnell merken, dass er dich verarschen will, wenn er dir sagt, ja aber es ist doch das gleiche Geld. ... Baerbock wollte in kürzerer Zeit, das Benzin noch teurer machen. Das ist nicht dasselbe, sondern ein größeres Schröpfen der Bürger.

Vielleicht rechnest du selber nochmal nach, ob sich das vergleichen lässt...?

Veröffentlicht von: @orangsaya

Ich denke, dass viele Menschen den Umweltschutz ernst nehmen und auch die Klimafrage, aber keine Phobiker sind.

OK... das bedeutet also: "Den Klimwandel ernst nehmen, aber nicht auf die Wissenschaftler hören, denn die reden eh nur Unsinn!"

Sorry, aber passt nicht. Wären es nur die Medien würde ich dir zustimmen... die bauschen alles zur Sensation auf.
Aber es sind nicht nur sensationsgeile Medien, die vor den Folgen warnen... praktisch die ganze ernstzunehmende Wissenschaft warnt vor den Folgen.

Und da hört's bei mir auf. Das ist nicht mehr nur irgendein politisches Problem, das man halt irgendwie lösen kann... das ist wirklich ernst!

Veröffentlicht von: @orangsaya

Das Klima war schon immer im Wandel. Sage mir doch mal, was das Urmaß für das richtige Klima ist. Was haben wir denn da, wonach man sich orientieren kann. 4 Grad weniger. Von was denn, dass sind och alles nur angenommene Zahlen.

OK... wie ich an anderer Stelle schon sagte: Es fehlt die gemeinsame Basis.

Das hier sind keine Wetterschwankungen.
Auch keine regionale Klimaänderung wie in der Vergangenheit.
Auch kein Wechsel von weltweiter Kalt- und Warmzeit, wie in letzten 500.000 Jahren, weil die Geschwindigkeit viel rasanter ist als jemals zuvor.

Das hier ist etwas völlig anderes. Die Grundwasserspiegel in Deutschland sinken bereits. Wasser wird für viele Regionen in der Welt zum Problem... die einen haben zu wenig, die anderen katastrophal zu viel.

Und das ist nicht das, was wir schon immer hatten. Es wäre kein Problem, wenn die Veränderung so langsam vonstatten gehen würde wie in der Vergangenheit. Immerhin war der Meeresspiegel in historischer Zeit um 100 Meter tiefer (!) als heute.

Aber die Veränderung war nicht so schnell. Mit schneller Veränderung kommen wir nicht klar. Wenn die Landwirtschaft in vielen Regionen keine Erträge mehr bringt, dann wird das massive Probleme mit sich bringen. Und das ist nur ein Punkt von vielen.

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @orangsaya

In Sachsen-Anhalt hat eine Wählerin es anders auf den Punkt gebracht. Ich habe die Grünen nicht gewählt, weil ich mein Auto und mein Haus behalten will.

Und, wer will ihr das Haus wegnehmen? Aus dem verlinkten Artikel geht das nicht hervor.

alescha antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @alescha

Und, wer will ihr das Haus wegnehmen?

Da werden sich grüne Leute finden, die das fordern ...

banji antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960

Hofreiter, der hier immer wieder ins Feld geführt wird, will das jedenfalls nicht. Weder will er jemandem sein Haus wegnehmen noch fordert er ein pauschales Bauverbot von Einfamilienhäusern.
Ich lebe hier in einem Bundesland, in dem die Grünen seit nun 10 Jahren den Ministerpräsidenten stellen. Was passiert? Ich gucke hier zum Fenster raus und mein Blick ruht auf einem Neubaugebiet mit lauter Einfamilienhäusern. Nanu? Wie kann das sein?

Aber den Grünen ist ja mittlerweile alles zuzutrauen. Zum Beispiel, daß sie Haustiere verbieten wollen. 🙄

alescha antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2556

Nun die grünen-Politk führte in Baden-Württemberg dazu dass man 10 % statt 5 % der Kosten einer Heizung für "Öko" verwenden muss.
Also Bio-Gas das 20 % mehr kostet als das von Putin,
oder Kellerdecke isolieren, haben wir gemacht und halte ich auch für sinnvoll, reicht bei einem Mehrfamilienhaus aber nicht.
Also Vorschlag des Architekten, den ohne Umweltberater geht es nicht.
Neue Kellerfenster mit dreifach-Verglasung, stehen zwar 10 Monate im Jahr offen, aber für die KfW ist das egal. Haben wir nicht gemacht.
Wir haben dann festgestellt, bzw. der Architekt dass wir die letzten 5 % noch mit Maßnahmen abdecken können die wir in den nächsten 20 Jahren machen wollen. Also wollen, nicht müssen. Es ist ja klar, wenn die Ziegel ersetzt werden müssen wird aufgedoppelt und mehr isoliert als man das Mitte der 80er machte.

jigal antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @alescha

Aber den Grünen ist ja mittlerweile alles zuzutrauen. ...

Eben. Den Grünen traut man mittlerweile alles zu.

Und der Ruf kommt ja nicht von ungefähr, sondern den haben sie sich hart und ehrlich erarbeitet ... 😊

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @staffan

Und der Ruf kommt ja nicht von ungefähr, sondern den haben sie sich hart und ehrlich erarbeitet ... 😊

Ist das so?

Oder ist das eher die Folge davon, daß es Leute gibt, die aus einer kritischen Auseinandersetzung mit einem Thema gleich einen Verbotswillen machen oder am besten gleich Fake News wie beispielsweise eben jenes Haustierverbot in die Welt setzen?

alescha antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753

Wer will das?

Veröffentlicht von: @banji
Veröffentlicht von: @banji

Und, wer will ihr das Haus wegnehmen?

Da werden sich grüne Leute finden, die das fordern ...

Na ja, ob das grüne sind - wozu sollte das gut sein?

Haus weg nehmen und leer stehnlassen = Unsinn.
Haus weg nehmen und anderen geben = Linkspartei?
Haus weg nehmen und abreißen = ökologisch Problematisch, da wird die Energie, die zum Hausbau nötig war, vergeudet (denn man muss dann ja eine neue Wohnung für die Besitzer bauen)

Also außer dem Linken Flügel der Linkspartei oder noch dogmatischeren Genossen wird das niemand fordern.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @banji

Da werden sich grüne Leute finden, die das fordern ...

Es werden sich auch Grüne finden, die kleine Kinder essen... ganz sicher!

lucan-7 antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2556

Na grüne die Sex mit Kindern legalisieren wollten gab s schon.

jigal antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Das glaube ich zwar nicht, aber in diesen verrückten Zeiten ist ja alle möglich ...

banji antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2556

Das ist ganz einfach. In Baden-Württemberg muss man 5 % mehr Maßnahmen bei der Erneuerung der Heizung machen als in anderen Bundesländern. Also wenn nach dem System Bärbock villeicht nicht nur 10 % wie Baden-Württemberg sondern 20 % in dreifachverglaste Kellerfenster, Isolierungen etc. investiert werden muss, kann das für eine Witwe das Ende des eigenen Hauses bedeuten, da sie es nicht finanzieren kann und auch keinen Kredit dazu bekommt.

jigal antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @jigal

kann das für eine Witwe das Ende des eigenen Hauses bedeuten, da sie es nicht finanzieren kann und auch keinen Kredit dazu bekommt.

Wird jetzt das Bild entworfen, wie eine arme Witwe aus dem Haus getragen wird, weil sie sich eine Öko-Renovierung nicht leisten kann?

alescha antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2556

Ne die Witwe die gerne eine ökologisch bessere und wirtschaftlicherere Heizung installieren möchte, das durch den OKO-Quatsch wie dreifachverglaste Kellerfenster oder schon den Architekten nicht mehr machen kann. Folge sie versucht die alte Ölheizung aus den 80ern bis zum Tod zu erhalten, was vermutlich nicht gehen wird und der Umwelt wird dadurch weniger geholfen als ohne das Brimborium von 5 oder 10 oder mit Bärbock gar 20 % Bio -- denn der Keller könnte zu klein sein, oder zu feucht für eine Pellet-Heizung.

jigal antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960

Ich habe jetzt aber noch nicht mitbekommen, daß man gezwungen wird, überall, auch im Keller, Dreifachverglasung anzubringen. Bei uns jedenfalls kam bis jetzt niemand bei uns vorbei und hat uns angewiesen, die Doppelverglasung im Parterre durch eine Dreifachverglasung zu ersetzen.

Veröffentlicht von: @jigal

Pellet-Heizung

Wir haben eine Wärmepumpenheizung.

alescha antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2556

Man muss hier mehr erneuerbar machen als anderswo.
Wenn man feststelllt dass man Solarwasser so groß machen müsste bei einem Mehrfamilienhaus und das gar nicht verbraucht werden könnte muss man sich überlegen was man noch machen kann und da wird eben auch die Verglasung der Kellerfenster vorgeschlagen.
Mit der Wärmepumpe wird man kein 8-Familien-Haus heizen können.

jigal antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2556

Umweltschutz die letzten 40 Jahre.
Das erste Auto an da ich mich errinere war ein NSU Prinz.
Ein Kleinwagen mit vielleicht 40 PS, ohne Servo, ohne Schnickschnack,
ohne Sicherheitsgurte oder gar Airbag.
Der Vater eines Freundes stellte so Mitte der 70er fest, der Käfer hat am Motorblock so unbekannte Bohrungen mit Gewinde.
Der VW Mechaniker, da hast du einen US-Motor erwischt, da wird noch was montiert für das Abgas. In Deutschland gab es das nicht,
der Rhein war schmutzig und die Elbe brachte den ganzen Dreck von Polen über die DDR und war eigentlich gar kein Fluß mehr.

Mitte der 80er hatte mein Vater einen Passat GTD Turbodiesel 75 PS.
Steuerbegünstigt da Diesel als umweltfreundlich galt.
Der Golf mit dem gleichen Motor war sogar steuerfrei.

Gespräche über Abgasreinigung mit etwas das sich Katalysator nennt habe ich mitbekommen. Wer so ein Auto fährt würde von der Steuer befreit. Das war vermutlich ein ungeregelter KAT. Als ich begann Auto zu fahren um a) schneller zur Arbeit zu kommen, b) das Regenwetter egal war c) der Zweitakter auch Geschichte, da konnte ich mir aber ein Auto mit Katalysator gar nicht leisten. Bleifreies Benzin hat mein Auto nur bedingt vertragen. Jede dritte Tankung musste verbleites Super getankt werden. Ich fuhr das Auto etwa 2 Jahre und konnte mir ein besseres Auto leisten, das auch bleifrei tanken konnte. Ein ungeregelter KAT kostete 550 DM und der Staat hat mir den bezahlt, den Einbau musste ich aber selbst bezahlen. Einen geregelten KAT konnte man mit Vergaser nicht betreiben. Kfz-Steuer habe ich dafür weniger bezahlt. Für einen geregelten KAT hätte ich gar keine Steuer bezahlt. Bis ich mir aber ein solches Auto leisten konnte gab es die Steuerbefreiung schon gar nicht mehr.

Irgendwann wurden durch eine Umweltprämie, ich glaube das war 2008 gute Autos verschrottet, mit geregeltem KAT und ohne Rost.
Es gab aber viele Leute die konnten sich selbst mit der Umweltprämie kein neues Auto leisten.

Fazit: Wir haben die letzten 40 Jahre schon viel erreicht, wir sind nicht perfekt. Das Ozonloch wurde geringer. Dinge die man uns gesagt hat sie wären umweltfreundlich wurden später verteufelt, das wird uns mit den Elektro-Autos auch so gehen, wie vor ein paar Jahren mit dem TDI von Audi der für seine Sparsamkeit gefeiert wurde, später hat man gemerkt mit eine Filter ist er für die Umwelt besser. Es gibt jetzt sogar Fahrzeuge bei denen ist die Luft die hinten raus kommt weniger belastet als die Luft die eingesaugt wurde und den Kraftstoff zu verbrennen.
Ein Gottesdienst im Kölner Dom ist für die Lungen schädlicher als ein paar Stunden an einer belebten Straße in Stuttgart.

jigal antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @jigal

Es gibt jetzt sogar Fahrzeuge bei denen ist die Luft die hinten raus kommt weniger belastet als die Luft die eingesaugt wurde und den Kraftstoff zu verbrennen.

Was soll das denn sein?

lucan-7 antworten
Jigal
(@jigal)
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Beiträge : 2556

Das zeigt wie gut die Abgasfilterung inzwischen ist.
Ein moderner Diesel nicht so umweltschädlich ist wie es die Grünen behaupten.

jigal antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @jigal

Das zeigt wie gut die Abgasfilterung inzwischen ist.

Vorausgesetzt, die Behauptung stimmt.

Von Filtern und Reglern, die weniger leisten als versprochen, hab ich jedenfalls genug gehört, um bei so was skeptisch zu sein.

Helmut

hkmwk antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @jigal

Das zeigt wie gut die Abgasfilterung inzwischen ist.
Ein moderner Diesel nicht so umweltschädlich ist wie es die Grünen behaupten.

Du behauptest, dass beim Diesel die Abgase besser sind als die Luft, die in den Motor gelangt...?

Vielleicht möchtest du das noch mal relativieren, bevor du dich an den Auspuff hängst?

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960

Zumindest Feinstaub wird rausgefiltert:

Der Partikelfilter ist ein Reinigungssystem, das heißt, er säubert das, was an kleinen Feinstaubpartikeln in der Luft oder im Abgas enthalten ist, lagert das in seiner Struktur ein und brennt es zyklisch mit großem Abstand ab. Am Ende entweicht die feinstaubgereinigte Luft.

https://www.sr.de/sr/sr1/programm/themen/diesel_als_luftreiniger100.html

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @alescha

Zumindest Feinstaub wird rausgefiltert:

Ja... aber der Feinstaub betrifft das Klima nicht... im Gegenteil: Mehr Feinstaub in der Luft würde sogar für Kühlung sorgen. Zumindest in der höheren Atmosphäre.

"Sauberer" wird die Lauft dadurch auf keinen Fall.

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @lucan-7

"Sauberer" wird die Lauft dadurch auf keinen Fall.

Da sind Pneumologen anderer Ansicht. Schließlich wird ja Feinstaub für alle möglichen Übel verantwortlich gemacht.
In Stuttgart führt das öfter mal zu Feinstaubalarm, während dem man sein Auto stehen lassen und Komfortheizungen (sprich Kamine) aus lassen soll.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Zumindest in der höheren Atmosphäre.

Ja, nur treibt sich dort der Feinstaub nicht rum, sondern dort, wo ihn die Leute einatmen.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @alescha

Da sind Pneumologen anderer Ansicht. Schließlich wird ja Feinstaub für alle möglichen Übel verantwortlich gemacht.
In Stuttgart führt das öfter mal zu Feinstaubalarm, während dem man sein Auto stehen lassen und Komfortheizungen (sprich Kamine) aus lassen soll.

Mein Punkt ist: Luft wird nicht dadurch "sauber", dass man den Feinstaub herausfiltert... CO2 und CO bleiben ja.

Ich würde die Abgase auch mit den Filtern lieber nicht inhalieren wollen...

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @lucan-7

Mein Punkt ist: Luft wird nicht dadurch "sauber"

Aber sauberer, im Gegensatz zu Deinem

Veröffentlicht von: @lucan-7

"Sauberer" wird die Lauft dadurch auf keinen Fall.

Wenn man zumindest einen Schadstoff rausfiltert wird die Luft sauberer, oder nicht?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich würde die Abgase auch mit den Filtern lieber nicht inhalieren wollen...

Ich auch nicht. Aber verglichen mit dem, was Autos früher so rausgeblasen haben sind Abgase heute definitiv was anderes als früher.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @alescha

Wenn man zumindest einen Schadstoff rausfiltert wird die Luft sauberer, oder nicht?

Das Kohlenmonoxid war voher nicht drin... auch mit Partikelfilter kannst du mit einem Diesel-PKW in der Garage Selbstmord begehen...

Also nein... nicht "sauberer"...

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @lucan-7

Das Kohlenmonoxid war voher nicht drin... auch mit Partikelfilter kannst du mit einem Diesel-PKW in der Garage Selbstmord begehen...

Wird schwierig.

Seit 2008 ist das Laufenlassen eines Automotors in der Garage schon weniger verbreitet, da aufgrund der modernen Katalysatoren nur mehr geringere CO-Konzentrationen erreicht werden

Aufgrund des nunmehr geringen CO-Anteils in den Abgasen ist eine letale Kohlenstoffmonoxidintoxikation nicht mehr zu erwarten.

Klick
Wobei soweit ich weiß Diesel sogar weniger Kohlenmonoxid ausstoßen als Benziner.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
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Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @alescha

Wobei soweit ich weiß Diesel sogar weniger Kohlenmonoxid ausstoßen als Benziner.

"Weniger" ist immer noch nicht "sauberer".

Nochmal: Ausgangslage war die Behauptung, die Luft aus dem Auspuff wäre "sauberer" als die Luft zuvor.

Ich weiss ja nicht, welcher Autolobbyist derartige Behauptungen verbreitet... aber wie es scheint hat der Typ Talent...

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

hmmmhhh,.....so wie du 😊

Anonymous antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5960
Veröffentlicht von: @lucan-7

Nochmal: Ausgangslage war die Behauptung, die Luft aus dem Auspuff wäre "sauberer" als die Luft zuvor.

Kommt vielleicht darauf an, durch welche Gegend man fährt.... 😉

alescha antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
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schwierig

Veröffentlicht von: @alescha

Wird schwierig.

Aber nicht unmöglich.

Eine letale CO-Intoxikation ist bei dem geringen CO-Anteil in Katalysator gereinigten Autoabgasen regelmäßig überprüfter PKW mit Lambda-Regelung nicht mehr zu erwarten. Möglich wäre jedoch durch das Einleiten der Abgase in eine Fahrzeugkabine ein Ersticken infolge Sauerstoffmangels.

Rückgang der Suizide durch Autoabgase nach Einführung der Katalysatortechnik

Im Artikel steht auch, dass es schwierig ist, weshalb am Ende betont wird, bei so einem Suizid sollte die Polizei genau hinschauen, ob es nicht doch irgendwie anders war.

Helmut

hkmwk antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753

nicht gefiltert

Veröffentlicht von: @alescha

Wenn man zumindest einen Schadstoff rausfiltert wird

Wenn. Aber so wie das beschrieben wurde, wird ja das, was in Partikelfilter hängen bleicht, verbrannt - und die Verbrennungsgase kommen dann hinten raus.

Also werden unverbrannte Partikel in verbrannten Stoff (Abgase und evtl. deutlich kleiner Partikel) umgewandelt.

Fazit: Zwar wird in einem "Arbeitsschritt" gefiltert, aber im Endeffekt bleibt Nichts im Filter hängen, so was würde ich Filterung nennen.

Da die Krebsgefahr vor allem mit Form bzw. Größe der Partikel zusammenhängt, dürfte die dadurch kleiner werden. Nur ist "sauber" da wirklich der richtige Ausdruck? Wie gesund bzw. schädlich sind die Verbrennungsprodukte?

Helmut

hkmwk antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753

kann ich das noch wieder geradebiegen?

Veröffentlicht von: @orangsaya

Ja, selbstverständlich bringen wir das Thema hinter uns.

Nur wenn auch was getan wird. Ohne die Maßnahmen vor 40 Jahren hätte ein Baumsterben gegeben - jetzt haben wir eins (fast) ohne Vorankündigung, und das hat was mit Erwärmung (und regionaler Trockenheit) zu tun.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Es geht darum, dass die Baerbock ein Vorhaben der Bundesregierung in übertriebener Weise umgesetzt sehen wollte.

Was du "übertrieben" nennst, ist doch nur ein Versuch, ein Urteil des Bundesverfassungsgericht umzusetzen: Es muss alles schneller gehen als bisher beschlossen.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Ich glaube es war Mützenich der heute hierzu meinte, dass Baerbock jenseits der Realität ist.

Wohl eher die Kritik, die unterschlägt, dass die Leuts ja die 16 Cent wider zurückbekommen - gut, wer zu viel CO2 verbraucht, der bekommt weniger zurück als er mehr an "CO2-Steuer" zahlen muss.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Ich habe die Grünen nicht gewählt, weil ich mein Auto und mein Haus behalten will.

Ich bin mal dem Link zu "Haus" gefolgt: da regen sich welche auf, weil ein grüner sagt 81) dass immer noch die Stadt entscheidet, was gebaut wird (2) dass er es gut findet, wenn in Hamburg keine Einfamilienhäser mehr gebaut werden (man also sich kein Eigenheim, sondern nur ne Eigentumswohnung bauen lassen kann). Weil Einfamilienhäuser ökologisch problematisch sind.

Darauf mit "Ich will mein Haus behalten" zu reagieren, ist ja schon Demagogie (oder das Resultat von Demagogie?). Schon allein deswegen, weil niemand den Abriss bestehender Eigenheime fordert (denn auch der wär ja ökologisch nicht unproblematisch!).

Helmut

hkmwk antworten
Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Urmass des Klimas

Veröffentlicht von: @orangsaya

Ja, selbstverständlich bringen wir das Thema hinter uns.

Dein "Ja" macht hier relativ wenig Sinn, wenn du keine weitere Erklärung hinzufügst, wie das gehen soll.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Ja, selbstverständlich bringen wir das Thema hinter uns. Wir haben schon so viele Themen, um die ein Hype gemacht wurde, hinter uns gebracht.

Hier handelt es sich aber um keinen Hype, denn wir werden in den kommenden Jahrzehnten permanent mit den Folgen des Klimwandels konfrontiert werden. Ein Hype ist eher etwas Kurzlebiges.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Vielleicht, dass für den Tierschutz, die Haltung von Haustieren verboten werden muss

Klingt gut!

Veröffentlicht von: @orangsaya

Was den Umweltschutz betrifft. hat Deutschland schon seit sehr vielen Generationen an dem Problem gearbeitet.

Genau die klimaskeptischen (und gleichzeitig zumeist wirtschaftsfreundlichen) Kreise sollten sich damit aber nun nicht zu stark brüsten. Denn genau denen sind diese Fortschritte ja wohl kaum zu verdanken. Plötzlich loben diese Kreise etwas, wo sie früher noch dagegen gewesen sind. 😊

Veröffentlicht von: @orangsaya

Ja, und in vielen Dingen sind wir auch Welt- und Europameister. Die Luft in Deutschland ist so sauber, wie schon lange nicht und sie wird in Zukunft auch ohne die Unkenrufe weiter sauber bleiben.

Deutschland ist aber nicht die Welt. Wir haben aktuell aber mit globalen Umwelt- und Klimaproblemen zu kämpfen.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Gehen wir doch mal die letzten 200 Jahre zurück. Das ist weniger als 10 Klimaeinheiten. (Eine ist 30 Jahre) Wie sah es denn damals mit dem Klima aus? Da hatten wir das Jahr ohne Sommer! Das sogar in Südeuropa

Das Jahr ohne Sommer war aber kein Klimawandel, sondern ein einmaliges Ereignis, das durch den Ausbruch des Vulkans Tambora ausgelöst wurde.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Sage mir doch mal, was das Urmaß für das richtige Klima ist.

Das "richtige" Klima ist dasjenige, in denen Flora und Fauna auf der Erde gedeihen können. Das ist nämlich unsere Lebensgrundlage.

Zudem ist das Klima idR eine Konstante. Die Lebensweise unzähliger Tier- und Pflanzenarten richtet sich danach (Winterschlaf, Paarungszeiten etc.) Alles ist optimal den vorherrschenden Bedingungen angepasst.

Das schlechtestmögliche Klima ist dasjenige, das sich derart rasch wandelt, dass sich Natur und Tiere nicht mehr schnell genug den geänderten Bedingungen anpassen können. Sowas kann passieren - auch ohne menschlichen Einfluss - zum Beispiel als Folge eines Asteroideneinschlags oder von Vulkanausbrüchen. Dabei handelt es sich aber nicht um strukturelle Klimaveränderungen, sondern solche, die zeitlich begrenzt sind. Das heisst die Parameter, aus denen das Klima resultiert, werden durch solche Ereignisse nicht dauerhaft verändert.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Der Diesel ist ein Motor, mit dem wir schwere Lasten bewältigen können. Das alles ist geblieben, und brauchen wir auch in Zukunft.

Diesel wird es aber nicht immer geben.

tamaro antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 944

Wahrscheinlich nicht. Wir brauchen ja weitaus weniger als wir haben. In unserer komplizierten Welt kommen wir nur leider an das Wenige nur dann, wenn wir einen bestimmten Status vorleben, der u.a. die Umwelt schädigt.

Ein triviales Bsp: Damit die Kinder in der Schule dazugehören, brauchen sie bestimmte Marken, Freizeitaktivitäten usw. Ein Außenseiterkind kann viele soziale Interaktionen gar nicht erlenen. Gibt es ein gesundes Sozialverhalten also nur zu dem Preis der Umweltzerstörung? ... und ungesundes Sozialverhalten hat sowieso zerstörerisches an sich - ein ziemliches Dilemma.

Du sprichtst genau den Punkt an: Die Veränderung braucht Mutige, die in ihrem persönlichen Leben ein weltweites Problem angehen. Jeder Normalbürger hat nur diesen verschwindend gerngen Tropfen in der Hand, über den er entscheiden kann. Niemand merkt es, wenn nur eine Person ihr persöniches Opfer bringt. Eine Veränderung ist aber nur möglich, wenn viele das Richtige tun. Die, die anfangen, werden verachtet, bevormundet, ihnen wird mit Kindesentzug gedroht usw. Denn ein einfaches Leben zu führen, ist mehr als nur auf den Urlaub zu verzichten, weil man mehr für den Sprit zahlt.

Ich glaube auch nicht, dass uns eine Diktatur hilft, sondern nur eine Veränderung in den Herzen. Menschen, die trotzdem lieben, können noch etwas bewirken.

tagesschimmer antworten
3 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Ich glaube auch nicht, dass uns eine Diktatur hilft, sondern nur eine Veränderung in den Herzen. Menschen, die trotzdem lieben, können noch etwas bewirken.

Ja, absolut... wobei es weniger die "Herzenshaltung" ist, sondern vielmehr die Einsicht, dass hier tatsächlich ein wirklich ernsthaftes Problem vorliegt, das unbedingt gelöst werden muss... in unser aller Interesse!

Daran, so fürchte ich, wird es allerdings scheitern... wenn sich die Leute erst dann überzeugen lassen, wenn die Katastrophe da ist, dann wird es schlicht zu spät sein.

lucan-7 antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 944
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ja, absolut... wobei es weniger die "Herzenshaltung" ist, sondern vielmehr die Einsicht

Naja, das limbische System ist älter, aber es ist eigentlich egal, wo ein Mensch aufnahmefähiger ist, im Fühlen, Verstand oder sonstwo. Trift ein Impuls auf guten Boden, verfestigt er sich im ganzen Menschen. Eine Herzenshaltung hat für mich damit zu tun, dass sich da schon etwas gefestigt hat, eine Überzeugung mit gewisser intelektueller Untermauerung. Das Wort "Einsicht" hat aber auch etwas davon. Wir meinen wohl das gleiche.

tagesschimmer antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Eine Herzenshaltung hat für mich damit zu tun, dass sich da schon etwas gefestigt hat, eine Überzeugung mit gewisser intelektueller Untermauerung. Das Wort "Einsicht" hat aber auch etwas davon. Wir meinen wohl das gleiche.

Möglich. Für mich hat "Herzenshaltung" etwas mit Wohlwollen zu tun... auch "Klimaleugner" mögen ja nur "das Beste" wollen (Also eine gute Herzenshaltung haben), aber sie sind eben nur unzureichend informiert.

lucan-7 antworten


Banji
Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ok... ich reibe mir da nur verwundert die Augen und denke mir: "Das war's dann wohl...".

Ja, genauso wird es sein.
Vielleicht deshalb, weil der menschliche Anteil am Klimawandel nicht so hoch ist, wie man gemeinhin glaubt?
Es gibt ja Theorien, dass wir uns ohnehin in einer allgemeinen Klimaveränderung befinden; der Mensch nur ein Faktor derselben ist ...

banji antworten
1 Antwort
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @banji

Vielleicht deshalb, weil der menschliche Anteil am Klimawandel nicht so hoch ist, wie man gemeinhin glaubt?
Es gibt ja Theorien, dass wir uns ohnehin in einer allgemeinen Klimaveränderung befinden; der Mensch nur ein Faktor derselben ist ...

Das war ja lange Zeit die entscheidende Frage. Tatsächlich produziert die Natur ganz allein anteilmäßig immer noch sehr viel mehr CO2 als der Mensch. Allerdings hat sich da auf Dauer ein Gleichgewicht von produziertem und absorbierten CO2 eingerichtet - und genau dieses Gleichgewicht gerät jetzt aus den Fugen.

Auch das hat es in früheren Perioden immer wieder gegeben, schliesslich sind die Gleichgewichte in den Ökosystemen immer wieder Schwankungen unterworfen. Und wir finden ja auch in der Vergangenheit bereits extreme Temperaturunterschiede, damit habe ich mich ja selbst auch lange getröstet.

Inzwischen geht aber so gut wie kein Klimaforscher mehr von einer "natürlichen" Änderung aus. Dafür ist die Änderung zu schnell und zu sehr mit der Industrialisierung korreliert. Es passt auch nicht ins Schema natürlicher Schwankungen oder anderer klimaverändernden Ursachen wie dem Winkel zur Sonne.

Der Einfluss des CO2 auf das Klima wurde bereits im 19. Jahrhundert untersucht und experimentell nachgewiesen, auch Vorhersagen über Risiken durch die Industrialisierung gab es damals schon. Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es konkrete Warnungen, und seit Beginn des neuen Jahrtausends bestätigen sich die vorhergesagten Klimamodelle.

Das zu ignorieren halte ich für höchst leichtsinnig. Unter diesen Umständen anzunehmen, der Einfluss des Menschen auf den Klimawandel sei nur geringer Natur halte ich nicht für eine fundierte und rationale Ansicht, sondern für eine möglichst bequeme Ausrede.

lucan-7 antworten
Helmut-WK
Beiträge : 4753

Für mich ist es eine offene Frage, ob es überhaupt noch einen Möglichkeit gibt, das "hinzukriegen".

Aufgrund früherer Warnungen hatte ich schon länger (seit ca. 10 Jahren) den Eindruck, dass so um die 2025 rum der Klimawandel unumkehrbar sein wird, weil auftauender Permafrost (der jede Menge Methan, ein 10-mal stärkeres "Treibhausgas" als CO2, freisetzt), weniger effektive Wälder (die meisten Bäume produzieren weniger Sauerstoff und verbrauchen mehr CO2, wenn es wärmer wird), schmelzende Polkappen (die weniger Licht ins All reflektieren) etc. die Erwärmung beschleunigen. Also selbst wenn wir es schaffen würden, buchstäblich ab heute null CO2 zu produzieren: es gibt eine Punkt, wo andere Effekte dafür sorgen, dass die Erwärmung weitergeht.

Und die Meldungen der letzten zwei Jahre könnten bedeuten, dass wir diesen Punkt schon erreicht haben. Hoffentlich irre ich mich. Aber viel Zeit bleibt auf keinen Fall mehr, da stimme ich dir zu.

Aber wenn man sieht, wie Viele noch meinen, ein bisschen Kosmetik reicht aus - dann denke ich auch, dass ist nicht mehr hinzukriegen.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Und natürlich muss die Politik hier steuernd eingreifen, um einen totalen Absturz zu verhindern.

Angesichts der "sonstigen" Probleme wird das nur über eine Reichensteuer gehen. Aber auch alle anderen müssen "den Gürtel enger schnallen".

Den Vorschlag, die "16 Cent" pro Kopf (also unabhängig vom CO2-Verbrauch) wieder zurückzuzahlen, finde ich gut. Wobei zur Vermeidung von Härten auch ne höhere Entfernunsgpauschale o.ä. sinnvoll wäre.

Helmut

hkmwk antworten
4 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @hkmwk

Und die Meldungen der letzten zwei Jahre könnten bedeuten, dass wir diesen Punkt schon erreicht haben. Hoffentlich irre ich mich. Aber viel Zeit bleibt auf keinen Fall mehr, da stimme ich dir zu.

Aber wenn man sieht, wie Viele noch meinen, ein bisschen Kosmetik reicht aus - dann denke ich auch, dass ist nicht mehr hinzukriegen.

Ja... an der Einsicht wird es wohl scheitern. Sieht man ja schon hier im Thread.

Es ist halt einfacher, das Problem wegzudiskutieren, als sich auf das Problem selbst einzulassen. So nach dem Motto: Ist halt wieder eine Panikmeldung von vielen... braucht man sich nicht weiter zu kümmern!

Und das, obwohl der prognostizierte Klimawandel längst spürbar ist...

lucan-7 antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @hkmwk

Den Vorschlag, die "16 Cent" pro Kopf (also unabhängig vom CO2-Verbrauch) wieder zurückzuzahlen, finde ich gut. Wobei zur Vermeidung von Härten auch ne höhere Entfernunsgpauschale o.ä. sinnvoll wäre.

Der Vorschlag "Entferungspauschale" ist gut und richtig, aaaaber ....
das Problem wird sein, dass bei den "16 ct" gerade die Landbevölkerung wieder mehr benachteiligt wird. Der Berliner oder Hamburger kann einmal mehr U-Bahn oder S-Bahn oder Straßenbahn nehmen, auf dem Lande braucht es bis zum nächsten Supermarkt mitunter 20-30 km , manche Orte sind vom ÖVPN kaum wirklich erfasst, da gehört die Nutzung des Autos nicht zum Luxus, sondern zur Lebensnotwendigkeit.

banji antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753
Veröffentlicht von: @banji

das Problem wird sein, dass bei den "16 ct" gerade die Landbevölkerung wieder mehr benachteiligt wird

Dafür ist die Landbevölkerung mit ihren langen Wegen zur Arbeit im Vorteil, wenn es um die Entfernungspauschale geht.

Zur Erinnerung. Wir reden nicht über einen grünen Gesetzesentwurf, sondern um eine Äußerung in einem Interview. Da sind natürlich noch nicht alle Details ausgearbeitet.

Veröffentlicht von: @banji

manche Orte sind vom ÖVPN kaum wirklich erfasst

Weil der, wie die Grünen beklagen, kaputt gespart wurde. Das ist ja auch ein Punkt, den die Grünen ändern wollen!

Helmut

hkmwk antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2026
Veröffentlicht von: @hkmwk

Wobei zur Vermeidung von Härten auch ne höhere Entfernunsgpauschale o.ä. sinnvoll wäre.

Halte ich nicht für zielführend. Bei tatsächlichen "Härten" müßte Hartz4 greifen. Höhere Entfernungspauschalen würden dem Lenkungszweck, dessentwegen die CO2-Steuer überhaupt eingeführt/erhöht wird, praktisch entgegenwirken. Härten aller Art können ja auch von tausenderlei anderen Interessensgruppen angeführt werden (und werden es, den Lobbymechanismen sei Dank, ja auch leider erfolgreich): die Aluminiumverhütter könnten wegen "Härten" Strompreiserlässe fordern, die Stahlindustrie generell Härteklauseln geltend machen, Kneipenwirte mit Aussengastronomie fordern, das Gas für ihre Heizpilze von der CO2-Steuer zu befreien und so weiter und so fort.

Wer weit von seinem Arbeitsplatz entfernt wohnt, soll sich ja nicht in seiner umweltschädigenden Pendler-Lebensweise finanziell bequemm einrichten dürfen, sondern dazu gedrängt werden, entweder näher an den Arbeitsplatz heranzuziehen, vom Privatauto auf die ÖNVP oder Fahrgemeinschaften umzusteigen etc.. Oder, falls sein spezieller Job davon abhängt, dass ausgerechnet er viel in der Welt herumfährt, weil niemand, der näher an seinem Arbeitsplatz wohnt, den Job übernehmen kann, muß so jemand dann eben entsprechend höheres Gehalt fordern.

Diese Logik ist zwar zwingend, läßt sich aber politisch/organisatorisch im Land der Feierabendstaus vermutlich dennoch nicht durchsetzen.

jack-black antworten


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