Könnte Triggern - Abolitionismus
Ob man das Konzept des Abolitionismus nun gut oder schlecht findet, es regt zum Nachdenken an – über eine andere Form der Reaktion auf Gewalt, über eine, die weniger durch den Gedanken der Rache, Sühne, Schuld und Gegengewalt geprägt ist. Vielmehr soll eine bessere Welt entstehen durch eine Form des Dialogs, der Aussöhnung und der kollektiven Reaktion auf Konflikte und Gewalt. Ob das letztlich funktioniert, müsste erprobt werden.
Auszug aus
Was denkt ihr darüber. Ich bin da zwiegespalten.
M.
Im römischen Reich gab es praktisch keine Gefängnisstrafe. Gefangene saßen entweder in Untersuchungshaft oder wurden am nächsten Tag davongejagt.
Bestraft wurde neben Geldbußen für kleinere Vergehen vor allem mit Körperlichen Strafen (von Auspeitschung bis Kreuzigung) sowie mit Zwangsarbeit (Galeeren, die von Sträflingen gerudert wurden, Bergwerke etc.). Bei kollektiven Straftaten (Aufstände oder Kriege gegen Rom) auch gerne mit Versklavung der gesamten Bevölkerung.
Gefängnis als hauptsächliche Strafe ist meines Wissens eine Erfindung des 19. Jhs. Statt unterschiedlich grausamer Todesstrafen (vom Enthaupten über Hängen, Rädern und Verbrennen bis hin zu Hängen, Ausweiden und Vierteilen) nun eine vergleichsweise humane Hinrichtung und unterschiedlich lange Gefängnisstrafen.
Und wie schon Jack Black fragte: Was tun gegen Kriminelle, die nicht einfach durch bessere finanzielle oder soziale Situation resozialisiert werden, sondern weiter kriminell aktiv sind (z.B. Serienmörder)?