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Koranverbrennung - eine gute Idee?

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MrOrleander
Themenstarter
Beiträge : 2445

Hallo allerseits

In Schweden und Dänemark ist es in letzter Zeit wiederholt zu Demonstrationen inklusive der Beschädigung oder Verbrennung eines Koran gekommen. Die FAZ berichtet hier ( https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/koranverbrennungen-daenemark-und-schweden-pruefen-mittel-dagegen-19070241.html aktuell noch kostenlos ) darüber, auch über die Reaktion der dortigen Regierungen. 

Betrachtet Ihr solche Aktionen grundsätzlich als von *der* Meinungsfreiheit gedeckt (jetzt nicht notwendig bezogen auf die schwedische/dänische Ausformulierung der Meinungsfreiheit), oder wird hier eine Grenze (welcher Art?) überschritten?

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.

Beste Grüße
Orleander

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Tagesschimmer
Beiträge : 1248

@mrorleander Rechtlich scheint es mir eine Grauzone zu sein. Das Verbrennen von Büchern außerhalb der eigenen 4 Wände ist sicher auch in Skandinavien erlaubt. Die Begleitumstände verletzen aber religiöse Gefühle und können zu stärkeren Taten anstiften. 

Mir ist es wichtiger, wie ich mich als Christ dazu verhalten sollte. Dafür spricht, dass auch in der Bibel schon Bücher verbrannt wurden. Der Kontext ist entscheidend. Mächtige und bekannte Zauberer hatten versucht, ihre Macht zu vergrößern, indem sie den Namen Jesus „benutzten“. Das ist gründlich schiefgegangen und hat schließlich zu ihrer Bekehrung geführt. Ihre Zauberbücher hatten gewaltigen Wert. Diese Bücher zu bringen und zu verbrennen, war ein ganz anderer Akt als das, was ich über die aktuellen Koranverbrennungen gehört habe. 

Außerdem einige Stichworte: 

Liebe deinen Nächsten / nicht durch Heer oder Kraft / die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich / den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden / achtet darauf, dass nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leide, damit keine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse

Als Christen können wir uns in solchen Situationen fragen, warum eigentlich nicht mehr erstaunliche, übernatürliche Dinge von Gott unter uns geschehen. Könnte das auch an uns liegen? Angenommen, wir könnten durch gewalttätige Aktionen Schlechtes zurückdrängen, womit wollen wir diesen Raum füllen und was ist die Folge, wenn wir ihn nicht mit Gutem füllen?

tagesschimmer antworten


GoodFruit
Beiträge : 4219

@mrorleander Ich halte den Ansatz, Bücherverbrennung als von "Meinungsfreiheit" gedeckt zu betrachten, für falsch.

Was ist denn das Ziel von Meinungsfreiheit? Doch wohl, dass wir eine Pluralität an Meinungen erhalten, die dann in einer fairen Auseinandersetzung um Platz in den Köpfen der Menschen buhlen.

Das beinhaltet für mich immer, dass es eine Akzeptanz, eine Achtung von anderen Meinungen geben muss.

Die Sprache der Bücherverbrennung ist eine Eindeutige: Sie hat das Auslöschen von Meinungsinhalten zum Ziel. So war es bei den Nazis und so ist es immer, wenn so etwas passiert. Das ist also das genaue Gegenteil von dem Schaffen einer Kultur der Meinungsfreiheit - das ist Duldung von Meinungsdiktat und radikaler Unterdrückung von Meinungsinhalten. Wird dies geschützt, so schützt das Primat einer Meinungsfreiheit einen dekadenten Prozess, der eben genau die Meinungsfreiheit vernichtet. Freiheit muss geschützt werden - aber wenn sie sich dabei selber frisst, dann gibt es dringenden Handlungsbedarf, sich neu über den Begriff der Freiheit im Klaren zu werden.

Wenn es bei verbrannten Büchern dann auch noch um heilige Bücher - also Bücher, die bestimmten Menschen mehr bedeuten als das nur das Papier und die Druckerschwärze - geht, dann ist das brutaler Kulturkampf - Gewalt, die absehbar Gewalt nach sich ziehen wird.

Die Bücherverbrenner wollen offenbar Gewalt in islamischen Staaten provozieren und so das Klischee einer gewaltbereiten Religion fördern. Dass sie die ersten sind, die da mit Gewalt handeln und dass sie Landsleute in islamischen Staaten mit so einer Aktion völlig sinnfrei gefährden, das ist ihnen offenbar egal. Die Verantwortung der Gewalt aber, die ihrer Aktion folgt, liegt in erster Linie auf ihren Schultern. Mögen sie sie spüren und darüber klug werden.

Einen weiteren Aspekt möchte ich noch ansprechen: Vernichte ich beim Verbrennen heiliger Bücher deren Inhalte - oder setze ich vielleicht sogar deren Geist frei?

Ich erinnere mich an eine Erzählung von Sabine Ball. Sie lebte in einer Hippie-Kommune und die Gemeinschaft ging so ziemlich den Bach runter. Es kam zu einem Feuer, bei dem auch eine Bibel brannte. Sabine Ball ging über das vom Feuer vernichtete Gelände und fand einen Fetzen einer teilweise verbrannten Bibelseite.

In den Tagen danach erlebte diese Gemeinschaft eine Ausgießung des Heiligen Geistes - wie Gottes Geist die Gemeinschaft durchströmte und transformierte.

Wer mit dem Feuer spielt ...

 

goodfruit antworten
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Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 1272

@goodfruit 

Die Bücherverbrenner wollen offenbar Gewalt in islamischen Staaten provozieren und so das Klischee einer gewaltbereiten Religion fördern. Dass sie die ersten sind, die da mit Gewalt handeln und dass sie Landsleute in islamischen Staaten mit so einer Aktion völlig sinnfrei gefährden, das ist ihnen offenbar egal. 

Man kann nur hoffen, dass aus der Bücherverbrennung kein "Flächenbrand" wird. Ich verstehe nur nicht, was diese irakischen Aktivisten damit bezwecken wollen. Gerade sie müssten doch wissen, was das in anderen islamischen Staaten für Reaktionen hervorruft. 

feliciah antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@feliciah Man kann nur hoffen, dass aus der Bücherverbrennung kein "Flächenbrand" wird. Ich verstehe nur nicht, was diese irakischen Aktivisten damit bezwecken wollen.

Ich denke, dass das Ziel das Stiften von Unfriede ist.

Sicher ist es auch eine Geste der Verachtung gegenüber dem Islam und seiner heiligen Schrift. Und wenn man sieht, wie islamische Regierungen die Religion nutzen, um die Menschen zu gängeln, kann ich das sogar ein Stück weit nachvollziehen.

Aber den Koran zu verbrennen ist da wie eine Übersprungshandlung - der Hahn, der aufgeregt ist, weil er gern etwas tun würde, was grad nicht geht oder wozu ihm der Mut fehlt, entläd seinen Frust in leerer Handlung.

Vielleicht könnten die Moslems da von den Christen lernen, denn auch die Christen haben in ihrer Geschichte Zeiten durchlebt, wo die gute Nachricht zu einem Werkzeug der Gängelung verkam und wir stehen ja immer noch vor der Aufgabe, einen Missbrauch der Bibel für politische Zwecke zu unterbinden.

Nicht der Koran ist das Problem, sondern diejenigen, die meinen, darauf einen Terrorstaat bilden zu können.

Nun enthält der Koran viel eher politische Elemente als die Bibel. Der Koran zielt nicht nur auf das Himmelreich, sondern auch auf die Formung politischer Verhältnisse.

Wenn es da wirklich problematische Inhalte geben sollte, dann wäre ein adäquater Umgang damit, dass man diese öffentlich macht und diskutiert und dann überlegt, inwieweit eine Ablehnung davon angezeigt und vielleicht sogar notwendig ist. Verbrennen der Inhalte ist da der falsche Weg.

Es erinnert mich an die sich festklebenden Aktivisten: Das Ziel ist Publicity - egal für welchen Preis. Dass man dadurch den inhaltlichen Forderungen eher schadet als, nützt, scheint sie wenig zu interessieren.

 

goodfruit antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@goodfruit Moin!

Generelle Warnung: Es ist möglich, dass ich hier Inhalte mit Triggerpotential aufgreife. Bitte achtet auf euch, lest im Zweifel lieber nicht.

Zunächst mal: Öffentliche Verbrennung von Büchern mit politischem und/oder religiösem Hintergrund halte ich nicht für klug, und ich halte das für sehr aggressive Akte, und ich denke, kluge Menschen, die nicht hasserfüllt sind, verbrennen keine Bücher, und wirken im Idealfall mäßigend auf weniger kluge, aggressivere Menschen ein. Denn Gewalt führt in der Regel zu Gewalt, und öffentliche Bücherverbrennung mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht zu einer Entspannung der jeweils schon sehr angespannten Lage.

Ich halte es dennoch für gut und richtig, wenn jemand, der ein Buch gekauft hat (oder es sich hat schenken lassen), nachdem er bei den Behörden seine politische Kundgebung angemeldet und genehmigt bekommen hat, so lange er dabei nicht direkt andere Menschen oder deren Besitz oder den der Allgemeinheit schädigt, die Möglichkeit hat, seine nicht allzugroße Klugheit und seinen Hass an dieser Stelle öffentlich machen kann, wenn er das denn will. Man könnte an dieser stelle überlegen, ob er damit unnötig CO2 produziert, je nach Einband giftige Gase freisetzt, vielleicht jemandem mit Smogentwicklung das Atmen erschwert oder durch Brandflecken einen Schaden an einem öffentlichen Platz verursacht - das wäre ihm dann hinterher in Rechnung zu stellen, also die Reinigung z.B. Aber wenn jemand meint, sich öffentlich der Sachbeschädigung hingeben zu müssen - so lange es seine Sache ist, bitte! Das gehört für mich zur politischen Meinungsfreiheit.

Es ist halt schade, dass dieser Mensch - gerade, wenn es um den Koran geht - damit Aggression nicht nur ausübt, sondern auch provoziert. Aber:

Dass sie die ersten sind, die da mit Gewalt handeln

Nein. Das sind sie nicht. Bevor Menschen Korane verbrennen, mussten sie (oder manchmal ihre Eltern) vor gewaltbereiten muslimischen Menschen, in der Regel aus islamischen Regimen flüchten (selten verbrennen sie Korane, so lange sie noch von einer Mehrheit solcher gewaltbereiten muslimischen Menschen umgeben oder im Herrschaftsbereich eines solchen Regimes sind!). Sie sind oft bedroht, eingesperrt, verprügelt, rituell geschlagen, gefoltert, sie haben mit ansehen müssen, wie Menschen, mit denen sie verbunden waren, durch gewaltbereite muslimische Menschen zu Tode gekommen sind. Und dieses Erleben, diese Erfahrung, sorgt dafür, dass sie nun ihrerseits Gewalt öffentlich zelebrieren. Allerdings: Gewalt gegen einen Gegenstand, der ihnen selbst gehört.

dass sie Landsleute in islamischen Staaten mit so einer Aktion völlig sinnfrei gefährden...

Die Verantwortung der Gewalt aber, die ihrer Aktion folgt, liegt in erster Linie auf ihren Schultern. Mögen sie sie spüren und darüber klug werden.

Nein. Dass dann Menschen nicht in der Lage sind, zu differenzieren, und, weil ein Buch gebrannt hat, losgehen und fremde Menschen verletzen, Gebäude anzünden etc. pp. - das ist nicht die Schuld derer, die da Bücher verbrennen. Die, die Papier als wichtiger ansehen als Menschen, die sind hier die Gefährder!

Das, was du hier machst, empfinde ich als victim blaming. "Hätte sie nicht so nen kurzen Rock, nicht so ein enges Oberteil angezogen, und wäre sie nicht so spät in dieser Gegend unterwegs gewesen, wäre ihr auch nichts passiert!" - "Hätte er den Koran gar nicht erst angefasst, hätte die Botschaft auch nicht gebrannt!".

Nein. Schuld, dass ein Mensch verletzt wird, ist der, der ihn schlägt. Schuld, dass ein Gebäude brennt, ist der, der es anzündet. Wer meint, weil irgendwo auf der Welt ein Idiot oder Arschloch oder auch ein kluger, freundlicher Mensch irgendwas getan hat, gibt das die Rechtfertigung zu Verbrechen - der liegt falsch, bei dem steht der moralische Kompass schräg, und der verantwortet den Scheiß, den er baut, selbst. Eventuell könnten noch die, die ihn anstiften und aufheizen, auch beschuldigt werden.

das Klischee einer gewaltbereiten Religion

Nun, ich denke, wen die Zerstörung eines Buches, das einem fremden Menschen gehört, dazu führt, dass große Mengen von Menschen andere Menschen bedrohen (sogar mit dem Tod), verletzen, Gebäude stürmen und anzünden, ja, dass es diplomatische Verstimmungen gibt... dann ist da wohl kein Klischee gezeichnet worden. Dann fördert da ganz offenbar die Art, wie eine Religion ganz überwiegend verstanden und gelebt wird, die Gewalt.

Einen weiteren Aspekt möchte ich noch ansprechen: Vernichte ich beim Verbrennen heiliger Bücher deren Inhalte - oder setze ich vielleicht sogar deren Geist frei?

Das halte ich für magisches Denken, und für gefährlich. Ebenso wie das Denken derer, die auf die Verbrennung von Koranen mit Gewalt reagieren. Ein Buch ist ein Ding. Wenn eine ganze Bibliothek mit Nazi-Schund verbrennen würde, würden dennoch nicht die Viertel drumrum zu Nazi-Hochburgen.
Der Bibelfetzen hat darum zu einer "Ausgießung des Heiligen Geistes" geführt, weil er als Bibelfetzen erkannt wurde, und weil die Menschen ihm daraufhin Wert beigemessen haben.

Wenn Muslime auf die Verbrennung eines Korans (und Christen auf die Verbrennung einer Bibel, und militante südstaatliche Trump-Anhänger auf die Verbrennung einer amerikanischen Flagge...) mit verstärktem Einsatz für Nächstenliebe und Verständigung reagieren würden, würde bald schon niemand mehr so etwas als politisch/religiösen Akt zelebrieren - nicht zuletzt, weil es dann dafür keine Notwendigkeit mehr gäbe. Aber das ist nicht übernatürlich, das ist menschlich.

 

Gruß und Segen
lubov

 

 

 

 

 

 

 

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GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@lubov Das, was du hier machst, empfinde ich als victim blaming. "Hätte sie nicht so nen kurzen Rock, nicht so ein enges Oberteil angezogen, und wäre sie nicht so spät in dieser Gegend unterwegs gewesen, wäre ihr auch nichts passiert!" - "Hätte er den Koran gar nicht erst angefasst, hätte die Botschaft auch nicht gebrannt!".

Ich will nicht ausschließen, dass ich über die Motive der Koranverbrenner zu wenig weiß. Von daher danke ich Dir sehr für Deinen Beitrag. Ich denke aber nicht, dass mein Ansatz "victim blaming" ist. Wenn jemand mit kurzem Rock oder knappen Oberteil unterwegs ist, dann mag da der Wunsch, sexuell attraktiv zu erscheinen, damit verbunden sein. Aber es gibt da ganz sicher nicht den Hintergedanken, damit Gewalt zu provozieren oder in die Fänge von Perversen zu kommen, die sich nicht richtig im Griff haben. Von daher hielte ich bei diesem Beispiel eine entsprechende Kritik an der Bekleidung für falsch.

Beim Verbrennen vom Koran weiß aber jeder, dass das bei bestimmten Menschen religiöse Gefühle verletzt und Aktionsketten, die auf Rache getrimmt sind, auslösen kann - vielleicht sogar wird. Da wird im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Feuer gespielt.

Das halte ich für magisches Denken, und für gefährlich.

Es ist so passiert. Und die Menschen aus der Kommune haben seinerzeit wohl diesen Zusammenhang gesehen. Ich weiß nicht, ob es da noch mehr Beispiele für so etwas gibt. Spontan fällt mir da der Bibelraucher ein, der sich im Gefängnis eine Bibel geben ließ, weil sich das dünne Papier wunderbar zum Drehen von Zigaretten eignete. Darüber wurde der Mann zu einem Kind Gottes, der mit einer brennenden Leidenschaft für den Herrn unterwegs ist, wie man das selten erlebt (und darüber noch total interessant erzählen kann).

Das halte ich nicht für gefährlich. Im geistigen Raum gelten andere Gesetze und passieren Dinge, die mit materiell orientiertem Denken nicht fassbar sind. Das ist für mich nicht "magisch", da meine philosophischen Vorstellungen sowohl eine geistige als auch eine materielle Welt beinhalten.

Wenn Muslime auf die Verbrennung eines Korans (und Christen auf die Verbrennung einer Bibel, und militante südstaatliche Trump-Anhänger auf die Verbrennung einer amerikanischen Flagge...) mit verstärktem Einsatz für Nächstenliebe und Verständigung reagieren würden, würde bald schon niemand mehr so etwas als politisch/religiösen Akt zelebrieren - nicht zuletzt, weil es dann dafür keine Notwendigkeit mehr gäbe.

Ich will das nicht zum geistigen Prinzip überhöhen - zumal es für geistige Zusammenhänge nicht die Reproduzierbarkeit materieller Zusammenhänge zu geben scheint. Es war das von mir nicht mehr als eine Randbemerkung.

Wenn ich da aber eine Erwartung formulieren würde, dann nur unter Berücksichtigung des geistigen Kontextes der verbrannten Dinge. Eine Südstaatenflagge, die ja auch für Sklaverei steht wie ein Koran, der Inhalte zum bewaffneten Kampf gegen Ungläubige enthält, würde ich kaum himmlischen Frieden als Resultat erwarten ...

goodfruit antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@goodfruit Moin!

Nur noch mal zum "magischen Denken": Auch der "Bibelraucher" ist nicht durch's Rauchen gläubig geworden, sondern hat erst gelesen, dann geraucht. Das biblische Wort, in dem ihm das Wort Gottes begegnet ist, hat seinen Glauben, seine Veränderung bewirkt. Ebenso, wie die Worte auf dem Bibelfetzen nach dem Brand. 😉

 

Gruß und Segen
lubov

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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

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@goodfruit 

Die Bücherverbrenner wollen offenbar Gewalt in islamischen Staaten provozieren und so das Klischee einer gewaltbereiten Religion fördern. Dass sie die ersten sind, die da mit Gewalt handeln und dass sie Landsleute in islamischen Staaten mit so einer Aktion völlig sinnfrei gefährden, das ist ihnen offenbar egal.

Die gewaltbereite Religion ist ja wohl nicht nur ein "Klischee", wenn gegen die Verbrennung eines Gegenstandes mit Gewalt reagiert wird!

Und wie Lubov bereits völlig korrekt ausführte: Die Verbrennung eines Gegenstandes stellt keine "Gewalt" dar!

Im Grunde ist das, was du hier schilderst, auch zutiefst rassistisch. Denn du beschreibst das Verhalten der fanatischen Muslime praktisch als Automatismus... ist ja klar, dass die so reagieren, die können ja gar nicht anders! Die reagieren halt wie wütende Hunde, was sonst?

Doch, natürlich können die anders! Das sind erwachsene Menschen, man kann erwarten dass sie sich auch als solche benehmen.

Ich halte von Bücherverbrennungen gar nichts, weil es die falsche Symbolik darstellt. Mehr aber auch nicht. Die Schuld für Gewalt liegt immer bei jenen, die Gewalt ausüben. Und Papier anzuzünden stellt keine "Gewalt" dar.

Gewalt ist es, in einem fremden Land durch Drohungen die Regeln der eigenen Religion durchsetzen zu wollen.

Was kommt da als nächstes? Demnächst gehen die Leute dann wutentbrannt auf die Straße und drohen mit Konsequenzen, weil bei uns Frauen kurze Röcke tragen? Geht dann auch die "Gewalt" von den Frauen aus, oder wie?

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@lucan-7 Die Verbrennung eines Gegenstandes stellt keine "Gewalt" dar!

Da gehen die Meinungen wohl auseinander. Verbrenne in den USA mal öffentlichkeitswirksam eine US-Flagge und warte ab, was passiert. Ganz ungeschoren wirst Du bei einer solchen Aktion in Deutschland mit einer Deutschen Flagge möglicherweise auch nicht davon kommen. Es ist das ein Zeichen von Verachtung und Missachtung von Werten.

Gewalt ist es, in einem fremden Land durch Drohungen die Regeln der eigenen Religion durchsetzen zu wollen.

Was kommt da als nächstes? Demnächst gehen die Leute dann wutentbrannt auf die Straße und drohen mit Konsequenzen, weil bei uns Frauen kurze Röcke tragen? Geht dann auch die "Gewalt" von den Frauen aus, oder wie?

Da hatten wir dann ja noch diese Diskussion:

https://www.focus.de/panorama/welt/es-gilt-als-vulgaeres-verhalten-eisessen-im-freien-obszoen-empoerung-nach-kolumne-von-syrischem-autor_id_199484362.html

Der Link verrät schon den Inhalt: Ein syrischer Autor der SZ hat in einer Kolumne sein kulturell geprägtes Empfinden veröffentlicht, wonach es in seiner Heimat als obszön gelte, in der Öffentlichkeit Eis zu lecken - wobei da wohl sexuelle Fantasien angeregt werden.

Da haben wir ja schon andeutungsweise die Zusammenhänge, die Du befürchtest.

Andere Länder - andere Sitten. Jeder Zwang zu keuscher Kleidung, zum Bedecken von Haut etc. wird automatisch sexuelle Reizzonen schaffen, die dann in ein paar Jahren hormonell überversorgte Kerle belasten. In den USA sind da nur noch die Nippel übrig geblieben - aber da geht es dann auch so richtig ab, wenn die mal öffentlich zum Vorschein kommen. Das alles ist nicht mehr als Biologie.

Ich halte es für interessant, wenn Menschen aus ihren Kulturkreisen erzählen, insbesondere, wenn es da Unterschiede zum unsrigen gibt.

Ich halte es aber für verkehrt daraus in vorauseilenden gehorsam zum Schutz hier lebender Vertreter dieser Kulturen, entsprechende Regeln auch zu etablieren. Und solche Forderungen gibt es ja grade aus wokem Umfeld sehr wohl.

Wer hier leben will, muss mit dem klarkommen, wie es hier nun mal ist. Und dem erregten Ausländer sei gesagt: bei so etwas kommt eine Desensibilisierung von ganz allein. Täglich ne Kugel Eis in der Waffel - und nach ein paar Wochen denkt er dann dabei an nichts mehr als wie an Sahne, Milch, Vanille ...

Guten Appetit!

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478

@goodfruit 

Da gehen die Meinungen wohl auseinander. Verbrenne in den USA mal öffentlichkeitswirksam eine US-Flagge und warte ab, was passiert. Ganz ungeschoren wirst Du bei einer solchen Aktion in Deutschland mit einer Deutschen Flagge möglicherweise auch nicht davon kommen. Es ist das ein Zeichen von Verachtung und Missachtung von Werten.

Das ist dann halt das Gleiche in grün. Das Verbrennen von Gegenständen stellt keine "Gewalt" dar und rechtfertigt keine solche.

 

Ich halte es aber für verkehrt daraus in vorauseilenden gehorsam zum Schutz hier lebender Vertreter dieser Kulturen, entsprechende Regeln auch zu etablieren. Und solche Forderungen gibt es ja grade aus wokem Umfeld sehr wohl.

Da es sich hier um Propaganda aus dem rechtspopulistischen Umfeld handelt empfehle ich dir dringend, deine Quellen zu prüfen.

Zur Einordnung, wie die Debatte zustande kam:

https://uebermedien.de/86264/die-erfundene-debatte-ob-frauen-in-der-oeffentlichkeit-eis-essen-duerfen/

 

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@lucan-7 Das ist dann halt das Gleiche in grün. Das Verbrennen von Gegenständen stellt keine "Gewalt" dar und rechtfertigt keine solche.

Aber das Übertreten von Gesetzen stellt eine Straftat dar und rechtfertigt eine Strafverfolgung.

Da es sich hier um Propaganda aus dem rechtspopulistischen Umfeld handelt empfehle ich dir dringend, deine Quellen zu prüfen.

Die Kolumne aus der SZ war ja echt und keine Propaganda und ich habe den Inhalt ja auch nicht als Propaganda dargestellt, sondern den Bericht aus dem kulturellen Kontext des Autors begrüßt.

Dass es aber Menschen gibt, die aus solchen Zusammenhängen gleich neue Gesetze hier bei uns machen wollen, mag hier propagandistisch ausgenutzt sein - aber dass es solche Ansätze tatsächlich gibt, ist auch kaum zu leugnen. Ich denke da an die Diskussionen zur kulturellen Aneignung und den Rasta Locken als Beispiel dafür, dass hypersensibilisierte Achtsamkeit eine neue Moral kreiert, die dann umgehend in entsprechende Selbstjustiz umgesetzt wird.

 

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478

@goodfruit 

Dass es aber Menschen gibt, die aus solchen Zusammenhängen gleich neue Gesetze hier bei uns machen wollen, mag hier propagandistisch ausgenutzt sein - aber dass es solche Ansätze tatsächlich gibt, ist auch kaum zu leugnen. Ich denke da an die Diskussionen zur kulturellen Aneignung und den Rasta Locken als Beispiel dafür, dass hypersensibilisierte Achtsamkeit eine neue Moral kreiert, die dann umgehend in entsprechende Selbstjustiz umgesetzt wird.

Nur weil du irgendwo irgendeinen Spinner findest, der irgendwas will wird daraus nicht gleich eine Bewegung... und schon gar kein Gesetzesvorhaben!

 

 

lucan-7 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@lucan-7 Nur weil du irgendwo irgendeinen Spinner findest, der irgendwas will wird daraus nicht gleich eine Bewegung... und schon gar kein Gesetzesvorhaben!

Nein, zum Glück nicht. Ich hatte bei "Gesetze" eher an moralische Regeln gedacht, die diese Menschen aufstellen und dann auf Übertritte achten, die sie dann auf psychischem Wege bestrafen: Böse Blicke, böse Worte. Eine Schweizer Reggae-Band musste ein Konzert abbrechen, weil Zuschauer ihr Unwohlsein bekundeten, weil sie die Rasta Locken der Schweizer Musiker für unerträglich hielten. Das sind dann zwar noch keine Gesetze - aber der hypersensible Mensch hält sich trotzdem dran, weil er keine Lust auf Shitstorm hat.

 

goodfruit antworten
Gelöschtes Profil
Beiträge : 30188

@mrorleander 

Es wird gemunkelt, dass es Prorussische Rechtsradikale sind. Damit Schweden nicht in die NATO kommt. Warum da ein paar Dänen mitmachen, verstehe ich nicht. Die Personen sind offensichtlich noch nicht bekannt. Könnten aber auch prurussische Leute sein…..

 

ich finde, Bücher sollte man nicht verbrennen.

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Gorch-Fock
(@gorch-fock)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1349

Guten Morgen @meriadoc 

"Es wird gemunkelt, dass es Prorussische Rechtsradikale sind."

Ich denke mir, das könnte auch sein.

Jedenfalls sollten die Schwedischen Behörden das nachgehen.

gorch-fock antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5487

@meriadoc Laut tagesschau ist der typ ein Schwedischer Rechter, der den Koran in Schweden verbieten möchte

channuschka antworten


DerElch
Beiträge : 2137

@mrorleander 

Betrachtet Ihr solche Aktionen grundsätzlich als von *der* Meinungsfreiheit gedeckt (jetzt nicht notwendig bezogen auf die schwedische/dänische Ausformulierung der Meinungsfreiheit), oder wird hier eine Grenze (welcher Art?) überschritten?

"Meinungsfreiheit" hat immer einen rechtlichen Kontext. Von daher ist es Unsinn das losgelöst vom schwedischen oder dänischen Recht zu betrachten.

Offenbar ist es in Schweden noch legal. Also von der Meinungsfreiheit gedeckt. Unnötig ist es trotzdem und dass die Initiatoren ind Schweden eine Nähe zu den Schwedendemokraten ist jetzt nicht grossartig verwunderlich. 

 

derelch antworten
Orangsaya
Beiträge : 3018
Veröffentlicht von: @derelch

 

"Meinungsfreiheit" hat immer einen rechtlichen Kontext.

Wie meinst du das?

 

orangsaya antworten
1 Antwort
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 3018

Hat sich geklärt. War ein Lesefehler.

 

orangsaya antworten


MrOrleander
Themenstarter
Beiträge : 2445
Veröffentlicht von: @goodfruit

Was ist denn das Ziel von Meinungsfreiheit? Doch wohl, dass wir eine Pluralität an Meinungen erhalten, die dann in einer fairen Auseinandersetzung um Platz in den Köpfen der Menschen buhlen.

Schon. Dennoch schließen wir Meinungen aus. "Juden ins Gas" ist auch eine Meinung, trotzdem darf sie nicht in fairer Auseinandersetzung um Zustimmung buhlen. Zumindest nicht in Deutschland und der westlichen Welt. Eine etwaige Neuauflage des Stürmers zu verbrennen, dürfte daher durchaus auf Zustimmung stoßen. Im Gazastreifen sähe es vielleicht anders aus. Meinungsfreiheit läßt sich daher m.E. nicht absolut setzen, weil vermutlich jedes Land, das Meinungsfreiheit vertritt, auch seine Tabu-Themen hat. 

Veröffentlicht von: @goodfruit

Das beinhaltet für mich immer, dass es eine Akzeptanz, eine Achtung von anderen Meinungen geben muss.

Siehe oben: Nein, das beinhaltet es nicht in absoluter Form. Diejenigen, die auf den Koran treten oder ihn verbrennen, könnten glühende Anhänger der Meinungsfreiheit sein und trotzdem so handeln. 

Veröffentlicht von: @goodfruit

Die Sprache der Bücherverbrennung ist eine Eindeutige: Sie hat das Auslöschen von Meinungsinhalten zum Ziel.

Alternativen: Sie will maximale Aufmerksamkeit erzeugen. Beweisen, daß die Verbrennung eines 'heiligen' Buches nicht dazu führt, daß vom Akteur nur noch rauchende Sandalen übrig bleiben. Verdeutlichen, daß die Reaktion auf die Verbrennung unverhältnismäßig zur Tat ist. Und da gibt es sicherlich noch mehr.

Veröffentlicht von: @goodfruit

Wenn es bei verbrannten Büchern dann auch noch um heilige Bücher - also Bücher, die bestimmten Menschen mehr bedeuten als das nur das Papier und die Druckerschwärze - geht, dann ist das brutaler Kulturkampf - Gewalt, die absehbar Gewalt nach sich ziehen wird.

Verbrenne in Deutschland eine Bibel. Für wie wahrscheinlich hälst Du es, daß daraufhin die deutsche Botschaft in Schweden gestürmt und/oder deren Botschafter einbestellt wird?

Veröffentlicht von: @goodfruit

Die Bücherverbrenner wollen offenbar Gewalt in islamischen Staaten provozieren und so das Klischee einer gewaltbereiten Religion fördern.

Ich weiß nicht, welche Intention sie haben, fände das aber sehr interessant. Wer dazu also mehr Informationen hat: Bitte melden. Davon abgesehen sprechen wir doch von keinem Klischee mehr: In ihrer derzeitigen Verfassung ist die islamische Religion grundsätzlich und - in den Augen vieler Gläubiger auch: legitim - gewaltbereit.

mrorleander antworten
6 Antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 4219

@mrorleander Schon. Dennoch schließen wir Meinungen aus. "Juden ins Gas" ist auch eine Meinung, trotzdem darf sie nicht in fairer Auseinandersetzung um Zustimmung buhlen. Zumindest nicht in Deutschland und der westlichen Welt. Eine etwaige Neuauflage des Stürmers zu verbrennen, dürfte daher durchaus auf Zustimmung stoßen. Im Gazastreifen sähe es vielleicht anders aus. Meinungsfreiheit läßt sich daher m.E. nicht absolut setzen, weil vermutlich jedes Land, das Meinungsfreiheit vertritt, auch seine Tabu-Themen hat. 

Ist eine Meinung, dass es gut sei, bestimmte Menschen zu töten, eine Meinung oder ein Straftatbestand? Hier sollte differenziert werden. Eine Meinung, wonach es OK sei und straffrei sein sollte, Banken zu überfallen, würde ja vermutlich auch nicht als Meinung durchgehen, sondern als Aufforderung für eine Straftat.

Es gibt also Meinungen, die sich mit den Gesetzen - und bei uns insbesondere, mit dem Grundgesetz nicht vereinbaren lassen. Hier dann eine Grenze zu setzen, ist sicher richtig. Aber das Einhalten dieser Grenzen haben dann Menschen einzufordern, die vom Staat dafür beauftragt sind - z.B. Staatsanwälte, Verfassungsschutz etc. Und wenn Dir da Haltungen zu Ohren kommen, die in dieser Hinsicht problematisch sind, dann ist es wohl eine gute Idee, da mal nen Tipp zu geben.

Harte Grenzen für das Meinungsspektrum sind sicher richtig. Aber es ist nicht die Aufgabe von jedem, diese zu definieren, sondern es ist eine Aufgabe vom Staat hier tätig zu werden. Sicher darfst Du der Meinung sein, dass bestimmte Meinungen verboten gehörten - aber dann mach Dich auf und lass das von den Gerichten prüfen. Du von Dir aus hast da kein Recht zur Selbstjustiz.

Diejenigen, die auf den Koran treten oder ihn verbrennen, könnten glühende Anhänger der Meinungsfreiheit sein und trotzdem so handeln.

Dann wären sie zumindest wohl etwas undifferenziert und ungebildet. Ich bin kein Muslim - aber ich achte Muslime und ich achte auch ihren Glauben. So wie es mich stören würde, wenn irgendwo Bibeln verbrannt werden würden, stört es mich, wenn Schriften anderer großer Kulturen verbrannt werden. Wir können den Islam nicht auf ein paar religiös geführte Staaten oder gar Terrorregime reduzieren. Auch im Islam gibt es viele verschiedene Strömungen, die ihre Schriften aus unterschiedlichen Perspektiven lesen und zu unterschiedlichen Formen des Zusammenlebens, der Kultur kommen.

Von daher halte ich es für nicht nachvollziehbar, wenn Menschen, die um Meinungsfreiheit bemüht sind, den Koran verbrennen.

Verdeutlichen, daß die Reaktion auf die Verbrennung unverhältnismäßig zur Tat ist.

Ja, das soll vermutlich provoziert werden. Da will jemand in die Fußabdrücke von Salman Rushdie treten - wobei der ja noch kulturelle Werte den Inhalten des Koran entgegengestellt hat und nicht nur platt eine Bücherverbrennung veranstaltete.

Ja, ich kann provozieren und ich kann es so weit treiben, dass als Folge der Provokation jemand zu Schaden kommt. Ich kann auf eine Bullenweide gehen und den Tieren am Schwanz ziehen - solange, bis sie sich gegen mich wenden. Aber wäre das besonders clever?

Verbrenne in Deutschland eine Bibel. Für wie wahrscheinlich hälst Du es, daß daraufhin die deutsche Botschaft in Schweden gestürmt und/oder deren Botschafter einbestellt wird?

Weder Deutschland noch Schweden definieren sich über das Christentum, auch wenn beide Länder geschichtlich sehr stark damit verbunden sind und ich zumindest für Deutschland sagen kann, dass christliche Werte in das Rechtssystem eingeflossen sind. So eine Verbrennung würde hier niemand als Provokation betrachten. Sicher gäbe es Menschen, die sich darüber aufregen würden - aber mal ehrlich: das wäre doch ein absolutes Highlight, bei dem die Bibel mal wieder ins Licht der Öffentlichkeit käme. Bei Google Trends würde so eine Aktion einen deutlichen Peak in der Nachfragehäufigkeit bringen. Wenn damit das Christentum geschädigt werden sollte, ginge so eine Aktion wohl eher nach hinten los.

Diese Coolness haben die Moslems nicht. Was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass ihr Religionsstifter durch Zeiten der Verfolgung ging, die er kämpfend abwehrte. Das Beispiel, das Mohammed gibt, ist ein anderes als das, was uns Jesus gibt. Und daraus erwächst für die Moslems die Aufgabe, ihr Verhältnis zur Gewalt zu klären und ihre Religionsgemeinschaft auf einen Kurs zu bringen, der ein friedvolles Miteinander der Völker und Glaubensrichtungen ermöglicht. Andererseits tragen solle Provokationen ganz sicher nicht zum friedvollen Miteinander bei und sind schlimmes Zeichen von Respektlosigkeit, die niemals einer guten Gemeinschaft dient.

Davon abgesehen sprechen wir doch von keinem Klischee mehr: In ihrer derzeitigen Verfassung ist die islamische Religion grundsätzlich und - in den Augen vieler Gläubiger auch: legitim - gewaltbereit.

Ja, das ist wohl so. Und das ist etwas, das die Moslems klären müssen, um dem guten Miteinander in der Welt zu dienen. Provokationen und Respektlosigkeiten wie diese werden jedenfalls all jenen Moslems, die um so eine Entwicklung bemüht sind, kaum hilfreich sein.

goodfruit antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29478

@goodfruit 

Ja, ich kann provozieren und ich kann es so weit treiben, dass als Folge der Provokation jemand zu Schaden kommt. Ich kann auf eine Bullenweide gehen und den Tieren am Schwanz ziehen - solange, bis sie sich gegen mich wenden. Aber wäre das besonders clever?

Dir ist schon klar, dass du hier einen Vergleich mit Tieren triffst, die nach Instinkt handeln?

 

Andererseits tragen solle Provokationen ganz sicher nicht zum friedvollen Miteinander bei und sind schlimmes Zeichen von Respektlosigkeit, die niemals einer guten Gemeinschaft dient.

Es wird erst recht nichts zum friedlichen Miteinander beitragen, wenn jene, die mit Gewalt drohen, stets ihren Willen durchsetzen.

 

lucan-7 antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5487

@mrorleander Tagesschau.de hat heute dazu was geschrieben.

channuschka antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@channuschka 

 

krass, ein „Christ“

der Muslime hasst

Rechtsradikal

 

und den Holocaust leugnet. 

Alter Schwede….. so stellt sich die Welt einen Christ vor.

deleted_profile antworten
Channuschka
(@channuschka)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5487

@meriadoc

Alter Schwede….

Nix "alter Schwede" - wenn "neuer Schwede alter Iraker"

channuschka antworten
Gorch-Fock
(@gorch-fock)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1349

@channuschka 

das er dadurch ein Flächenbrand macht stört ihn wahrscheinlich nicht.

Und das der Koran im Westen verboten wird, darauf kann er lange warten.

gorch-fock antworten
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