Neue Gesetzestexte in gendergerechter Sprache?
Es ist eine Premiere, der eine kurze Halbwertzeit beschieden sein dürfte. Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) sieht sich als Feministin und Vorreiterin für eine geschlechtergerechtere Sprache - und so hat ihr Ministerium hat jetzt einfach mal etwas versucht, das gesetzgeberisches Neuland ist.
Im Referentenentwurf zur „Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts (SanInsFoG)“ wird fast ausschließlich das generische Femininum verwendet. ....
Wie findet ihr das?
Ich finde es sehr erfreulich, dass gerade keine drängenderen Probleme anstehen in unserem Land, sodass sich unsere Politikerinnen diesem Sprachthema endlich mal wieder ausführlich widmen können. Das ist wirklich beruhigend. 😌
Auf dieses Gesetz warte ich seit über einem Jahr; jetzt weiß ich immerhin, warum es so lang dauert...
Einfach nur nervig und Dekadent. Der Deutsche Staat sollte seine noch verfügbaren Reserven und Energien in Vernünftiges mit großem praktischem Nutzen stecken für die Dinge welche auf uns zukommen werden.
Wenn wir nach dem Niedergang der traditionellen KFZ Industrie keinen adäquaten Ersatz gefunden haben, die Gesetzestexte werden uns keine Steuern erwirtschaften um den dann enormen Überhang an Rentnern zahlen und Pflegen zu können. Naja, Linksgrün eben.
Wie sagte Albert Einstein...
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher"
Der Irrtum (oder sollte man sagen: Die Lüge? Die ideologische Verblendung?) besteht darin, dass das grammatikalisch männliche Form (der Schüler, der Lehrer, ...) nur biologisch männliche Personen meint. Natürlich können die Schüler und Lehrer (grammatikalisch männlich) männlich oder weiblich sein. Genauso kann eine Koryphäe (grammatikalisch weiblich) ein Mann oder eine Frau sein. Die Niete übrigens auch 😉 Das Baby (grammitikalisch neutrum) kann ein Junge oder ein Mädchen sein. Ein Mann kann genauso ein "Ass" sein wie eine Frau, usw. Noch "schlimmer" ist es im Tierreich: Der Uhu ist eine Eule, egal, ob es ein männliches oder weibliches Exemplar ist 😉
Da wird eine völlig normaler Sprachgebrauch fast schon gewaltsam zur Ungerechtigkeit hochstilisiert. Und dann muss diese "Ungerechtigkeit" natürlich bekämpft werden.
Interessanter Weise wird die Welt dadurch nicht gerechter im Sinne von Achtung und Respekt, in der man sich wohl fühlt. Diese erwächst aus einem herzlichen Umgang und echter Wertschätzung. Gerade diese Warmherzigkeit lassen die Genderaktivisten aber vermissen. Im Gegenteil, mich erschreckt die Verbissenheit, die von dieser Gruppierung häufig ausgeht. Die sind nicht gerecht, die sind zutiefst verbiestert und humorlos.
Das Ergebnis ist eine vordergründige Pseudo-Gerechtigkeit, eine sterile Sprache, eine beklemmende Atmosphäre, weil bei jedem "Fehltritt" ein Shitstrom der Sprach- und Genderpolizei zu befürchten ist.
Dass eine Bundesministerin ihr Resort zur Spielwiese für diesen Unfug macht, ist ein Unding, dass jeder Beschreibung spottet. Eigentlich kann man nur hoffen, dass sie schnellstens vom Hof gejagt wird.
Veröffentlicht von: @joe390Da wird eine völlig normaler Sprachgebrauch fast schon gewaltsam zur Ungerechtigkeit hochstilisiert. Und dann muss diese "Ungerechtigkeit" natürlich bekämpft werden.
Ich habe gerade einen Vortrag von Roger Liebi gehört, in dem er genau das beschrieben hat: Die Menschen definieren selbst, was Gerechtigkeit ist und wie man sie erlangen kann (z.B. Gender- oder Klimagerechtigkeit).
Damit stellen sie sich über Gott und lenken den Fokus in die falsche Richtung. Denn das eigentliche Problem des Menschen mit Gerechtigkeit ist ja die Sünde, die von Gott trennt.
Diese anderen "Gerechtigkeit" sind ein gekonntes Ablenkungsmanöver.
Nachtrag vom 12.10.2020 2341
"Gerechtigkeiten"
Das Schiff und sobald man den Pott ...oder heisst das jetzt die Pottenden PottInnen beim Namen nennt ist es weiblich
Vom Segelboot ( die Jolante) übern Seenotrettungskreuzer ( die Vormann Knut Friederichsen) bis zum Kriegsschiff oder yöltanke..
Aber letztendlich ist der Mechanismuss doch klar
Wer die Definitionshoheit über Sprache, den Inhalt von Wörtern hat, kontrolliert das Denken und dann letztendlich auch das Handeln der Menschen.
Lohnt soch wohl, mal wieder 1984 zu lesen
Veröffentlicht von: @joe390Interessanter Weise wird die Welt dadurch nicht gerechter im Sinne von Achtung und Respekt, in der man sich wohl fühlt. Diese erwächst aus einem herzlichen Umgang und echter Wertschätzung. Gerade diese Warmherzigkeit lassen die Genderaktivisten aber vermissen. Im Gegenteil, mich erschreckt die Verbissenheit, die von dieser Gruppierung häufig ausgeht. Die sind nicht gerecht, die sind zutiefst verbiestert und humorlos.
Das Ergebnis ist eine vordergründige Pseudo-Gerechtigkeit, eine sterile Sprache, eine beklemmende Atmosphäre, weil bei jedem "Fehltritt" ein Shitstrom der Sprach- und Genderpolizei zu befürchten ist.
Willst noch ein paar Vorurteile raus hauen?
Veröffentlicht von: @joe390Natürlich können die Schüler und Lehrer (grammatikalisch männlich) männlich oder weiblich sein.
Es geht nicht um die reine Grammatik, sondern um Wörter bei denen es eine explizite Männliche und Weibliche Form gibt.
Wenn das der Fall ist, sollte es kein Problem sein, wenn Schülerinnen auch Schüler beinhalten. Andersherum wird es ja auch so angenommen.
Und genau hier zeigt diese Aktion die Doppelmoral: Bei der männlichen Form erwartet man, dass Frauen sich angesprochen fühlen sollen, weil es schon immer so war. Bei der weiblichen Form wollen sich Männer aber nicht angesprochen fühlen, weil es noch nie so war.
Die Lösung ist einfach. Neutrale Worte wählen: Schulkind; Klassenmitglied; lernende Person.
Man könnte auch neue Worte schöpfen, wenn es für ein Gesetzt zu kompliziert werden sollte. Bei Gesetzen/Verträgen wird ja so oder so Anfangs definiert werden, welche Personengruppe wie benannt wird.
Die gute alte SPD kann sich auch für noch so abgelegene und ideologisch geprägte Themen erwärmen. Wer wollte es ihr verdenken, dankt ihr doch die Wählerschaft gerade solches Engagement mit stabilen Ergebnissen über 40%. 😌
Schon interessant, dass sich hier hauptsächlich die Männer aufregen 😊 😀
In meinem Betrieb werden die Infos für die Pinnwand immer nur männlich ausgeschrieben. Webb dann aber der letzte Absatz regelrecht lautet, dass man das der Einfachheit willen so gemacht hat, natürlich sind auch die Frauen mit gemeint (und das in einem Betrieb wo die Frauen in der Überzahl sind), dann hakt es schon gewaltig.
Allerdings: Gesetzestexte gendergemäß schreiben macht halt dann die Lesbarkeit schwieriger.
Veröffentlicht von: @mmieksSchon interessant, dass sich hier hauptsächlich die Männer aufregen 😊 😀
Finde ich nicht, wenn es um "gerechte Sprache" geht, dann regen sich eigentlich mehr Frauen, oder besser gesagt, ein bestimmtes Klientel unter den Frauen, weil ihnen der Anhang Inne fehlt.
Veröffentlicht von: @mmieksAllerdings: Gesetzestexte gendergemäß schreiben macht halt dann die Lesbarkeit schwieriger.
Nur wenn man sich umständlichen Sprache, anpasst. Man könnte es sehr leicht so machen, wie es gemacht wird. Liebe Leser, -innen. Eine ganz einfache Lösung, die unabhängig von der Genderfrage alltäglich ist.
In einem Gesetzestext wird es nicht um Leser-innen heißen.
Ein höflicher Zeitungsredakteur schreibt: "Liebe Leserinnen und Leser". Mit dem und sind dann alle angesprochen.
Amtsdeutsch ist eine eigene Sprache 😊
Kommt auf das Gesetz an; im Allgemeinen kann man sagen, dass die derzeit geltenden Gesetze umso prägnanter sind, je älter sie sind. Das ist kein gutes Zeugnis für den modernen Gesetzgeber.