Neue Gesetzestexte in gendergerechter Sprache?
Es ist eine Premiere, der eine kurze Halbwertzeit beschieden sein dürfte. Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) sieht sich als Feministin und Vorreiterin für eine geschlechtergerechtere Sprache - und so hat ihr Ministerium hat jetzt einfach mal etwas versucht, das gesetzgeberisches Neuland ist.
Im Referentenentwurf zur „Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts (SanInsFoG)“ wird fast ausschließlich das generische Femininum verwendet. ....
Wie findet ihr das?
Wie ist es denn bei Berufs-Titeln?
Wie ist es denn bei Berufstiteln?
Da schreibt man bei weiblichen Formen ja auch Dr*in und Mag*in .
jetzt darf bei uns in Österreich auch schon der "Meister" in den Pass. Begründung: So wie der Dr. und der Mag. erarbeitet wurde, ist auch der "Meister" erarbeitet.
(Meinen Verwandten wird's freuen. Es gibt keine Doktors und Magisters unter ihnen, aber viele Meister 😀 )
Ich habe grade in einer österreichischen Kirchenzeitschrift gelesen, dass bei Frauen "Mag" und dann ein hochgestelltes "a" steht.
Fand ich gar nicht schlecht - da wird kein unsprachliches Zeichen wie das Gendersternchen genommen, sondern das "a" als Kennzeichnung.
Aber wie schreibt man das in Word?
Mit Strg++ kann ein Buchstabe Hochgestellt werden. Oder auf x² klicken im Bereich Schriftart.
Allerdings wird das a dann kleiner. Musst also die Schriftgröße des a noch anpassen.
Vielen Dank. Jetzt habe ich was gelernt.
Veröffentlicht von: @mmieksDa schreibt man bei weiblichen Formen ja auch Dr*in und Mag*in .
Ich finde dieses Anhängsel im Grunde genommen unschön. Warum nicht den Titel geschlechtsneutral betrachten und so dann "die Doktor" und "die Meister" zulassen.
"Geschlechtsneutral" ist es mit dem heutigem Sprachempfinden nun mal nicht.
Für mich ist das Alltag geworden, wenn es um eine Berufsbezeichnung geht. In Gesetzestexten muss ich das -innen nicht unbedingt dran haben, bei direkten Begrüßungen und Anreden gebietet es aber allein schon die Höflichkeit. Es muss aber nicht während der gesamten Ansprache immer wiederholt werden - vor allem, wenn die Live-Ansprache dann gedruckt erscheint, merkt man die Langatmigkeit.
Die Meister ist Plural.
Wie wäre es...
Veröffentlicht von: @mmieksWie ist es denn bei Berufstiteln?
Da schreibt man bei weiblichen Formen ja auch Dr*in und Mag*in .
... schlicht und einfach mit Frau Doktor Meyer und Frau Professor Lüdenscheidt?
Mir fällt's auf, dass dies auch schon in den Todesanzeigen in der Presse vorkommt.
Ja Österreich. Das von im Adelsnamen abschaffen aber wahnsinnig viel Wert auf akademische Titel legen. In Deutschland legt kaum ein Ingenieur Wert darauf als Ingenieur angesprochen zu werden.
Hat er aber österreichische Kundschaft oder Lieferanten kommt in jedem Telefonat geschätzt zehnmal Herr Diplomingenieur.
Mir käme nie der Gedanke jemanden im Geschäftsbrief mit Herr Dipl. Ing. anzuschreiben. Bei Doktor ist es etwas anderes. Für mich zählt ein Arzt ohne Doktor aber genauso viel und es ist mir egal ob mich Frau Doktor oder Herr Doktor behandelt, Hauptsache ich werde wieder gesund.
Diese "Titelsucht" der Österreicher war wirklich bizarr. Die Frau des tatsächlichen Doktors wollte auch mit Frau Doktor angeredet werden. Aber das hat sich gelegt.
Noch bizarrer war der "Wirkl. Hofrat" (es gab ja auch den unwirklichen, der als Ehrentitel galt).
Naja, und die Habsburger würden ja gern wieder das "von" haben 😀
Und mit meinem Hausarzt bin ich bei Vornamen und per du - ist ja ein Landarzt 😊
Nun bei Otto ist das kein Problem. Im deutschen Pass steht Otto von Habsburg, daher ist es etwas befremdlich auf ORF Sendungen in 3-Sat Otto Habsburg oder jetzt auch Leute namens Habsburg-Lothringen zu lesen.
Wir hatten hier einen Zivi, bereits fertiger Arzt und Sohn eines Grafen, auch ein von - als er dann Gemeindearzt wurde, kam das von weg 😊
Karl Habsburg (Sohn von Otto) träumt zwar gern, dass der Titel wieder kommt. Naja, und der nächste Habsburg (Ferdinand) ist ein talentierter Rennfahrer und wird nächstes Jahr die Formel 1 aufmischen 😊
Wurde denn das "von" gesetzlich abgeschafft?
ja, das wurde abgeschafft.
Veröffentlicht von: @jigalIn Deutschland legt kaum ein Ingenieur Wert darauf als Ingenieur angesprochen zu werden.
In meinem Beruf hingegen ist das völlig normal; auch als Anrede in E-Mails (als weniger förmlichen Kommunikationsmittel).