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Neuer Judenhass in Deutschland

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Helle
Themenstarter
Beiträge : 772

"Scheiß Jude" "Drecksjude!" schallt es bei Demos durch Deutschlands Straßen. Türkische, palästinensische und syrische Flaggen und andere werden geschwungen, israelische werden verbrannt. Viele junge Teilnehmer, sogar Kinder sind dabei.
Deutschlands Straßen wie z.B. heute in Neukölln werden zum Schauplatz des neuen Judenhasses. In Neukölln wird ein Teilnehmer festgenommen. Daraufhin wierden zahlreiche Polizisten angegriffen. Es wird versucht, den Festgenommenen zu befreien. Ein Demonstrant trägt einen roten Schirm mit der Aufschrift "Kindermörder Israel" Steine und Flaschen fliegen in die Richtung der Polizisten. Kamerateams werden von Demonstranten geschlagen. Ein Polizist nimmt einen Demonstranten fest und bekommt Tritte in seinen Rücken. Bilder, die einen fassungslos machen.

In Frankfurt und Freiburg demonstrierten die Menschen friedlich.

Der Krieg zwischen Palästinenser und Juden ist ja nicht neu. Nun aber übertragen sich die Aggressionen auch auf deutsche Straßen.
Wo kommt dieser Judenhass her?
Ich frage mich: Wo waren die Demonstranten, als Assad mit Fassbomben Hunderttausende tötete?
Wäre es jetzt nicht Zeit, über eine Einschränkung des Demonstrationsrecht nachzudenken?
Wie wird es in Zukunft in Deutschland aussehen?
Haben Juden in Deutschland nun eine Verfolgung zu befürchten?

Was müsste Eurer Meinung nach nun geschehen? Was wurde verpasst? Ist Frieden zu den Juden denn möglich?

Vielleicht können wir Ideen sammeln und austauschen?

Ich sehe einen Zusammenhang zum momentanen Krieg. 1.800 Raketen flogen seit Montag auf Israel. über 400 gingen noch in Gaza nieder und tötete dort einige Kinder. Dieser Wahnsinn muss aufhören!

Gruß Helle

Antwort
467 Antworten
Jigal
Beiträge : 2559

Das ist auch nicht neu. Es gibt seit Jahren den vom Iran organsierten Al Quds Marsch in Berlin. Es gibt immer wieder Aufrufe diesen zu verbieten. Bisher das einzig positive das die Pandemie gebracht hat ist das Verbot der Demonstration.
Synagogen und koschere Läden werden seit Jahrzehnten besonders geschützt. Ich war auch schon in Synagogen mit Reisegruppen.
Mainz - Videoüberwachung, besonders stabile Tür. Wie wichtig das ist hat man in Halle gesehen. Ulm ähnlich. München.. Anmeldung mit Personalausweisnummer mind. zwei Wochen vorher. Zugang nicht durch den eigentlichen Eingang, Kontrolle wie am Flughafen mit Metalldetektor.
Das ist Deutschland und nicht erst seit heute, die Synagoge in München "Ohel Jakob" ist geschätzt 10 Jahre alt.

jigal antworten


Johannes22
Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @helle

Wo kommt dieser Judenhass her?

Antisemitismus hat keine Ursache. Der wird traditionell weitergegeben, beruht auf Mythen, ist eher eine Art dunkler Religion als irgendwie verursacht.

Sieht man ja in Halle:

https://www.dw.com/de/anschlag-auf-synagoge-lebenslang-f%C3%BCr-halle-attent%C3%A4ter/a-56011627

johannes22 antworten
Plueschmors
Beiträge : 3744

Alter Judenhass im Islam

Veröffentlicht von: @helle

Wo kommt dieser Judenhass her?

Hat im Islam ´ne lange Tradition. Schon Mohammed war ein begeisterter Juden-Schlächter.

Wie wir Christen auch, sind Juden bestenfalls Menschen zweiter Klasse, sog. "Dhimmis", welchen Ausdruck wir zurecht als "die Diskriminierten" vereselbrücken können. Von Sure 5,60 mal ganz ab, die immer noch gerne auf die Juden bezogen wird:

Sag: "Soll ich euch von etwas Schlimmerem prophezeien, von Gottes Vergeltung? Von dem, den Gott verflucht hat, und auf den er zornig ist; und aus ihnen hat er Affen und Schweine und Götzendiener gemacht. Die sind schlimmer dran und weiter vom rechten Weg abgeirrt."

Faktisch leben aber Juden und Christen wie Menschen der oberen Luxusklasse, während in muslimischen Ländern oft noch die Steinzeit zu herrschen scheint... Und wie kann das sein? Da muß es ja Verschwörungen geben... Und was da alles erfunden wurden und noch wird, füllt ganze Bibliotheken.

Und daß dann auch noch die "feigen Judenschweine" den ersten arabisch-israelischen Krieg gewannen 1948... 1967 dann noch einmal im Sechs-Tage-Krieg gewonnen. Geht doch nicht! Katastrophe! Und seitdem steht Israel wie ein Fels inmitten seiner tobenden Feinde. Bestens gerüstet, in allem überlegen.

Solche andauernde Demütigung ist natürlich ein besonders schmerzhafter Stachel im Fleisch der herrischen Kriegs- und Sieger-Religion Islam. Darum die tiefe Wut und all der Haß. Verkehrte Welt.

Veröffentlicht von: @helle

Was müsste Eurer Meinung nach nun geschehen? Was wurde verpasst? Ist Frieden zu den Juden denn möglich?

Nur weil Mohammed mal ein paar so gut wie wehrlose Juden umgebracht hat, ist es nicht jedem Muslim in der Welt gesagt, Juden umzubringen. Das muß verstanden werden.

Veröffentlicht von: @helle

Ist Frieden zu den Juden denn möglich?

Sofern der Islam mal wird, was er zu sein vorgibt: Eine Religion des Friedens. Frieden bedeutet im Islam allerdings nur "Unterordnung unter die Lehren Mohammeds", also sehe ich eher blutschwarz für die nächsten Tage bis zum Weltenende.

Gruß,
Plueschmors.

plueschmors antworten
117 Antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Die Christen stehen und standen dem Islam in Sachen Judenhass jedoch in nichts nach. Sogar unser allseits verehrter Martin Luther hat sich hier beileibe nicht mit Ruhm bekleckert.

ungehorsam antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3744
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Die Christen stehen dem Islam in Sachen Judenhass jedoch in nichts nach.

Sind die auch gegenwärtig auf deutschen Straßen mit den Muslimen im Haß vereint unterwegs und verbrennen israelische Flaggen?

😨

plueschmors antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Am 9. November 1938 brannten überall in Deutschland Synagogen. Zu dieser Zeit gab es so gut wie keine muslimischen Einwanderer in Deutschland.

ungehorsam antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Und das rechtfertigt jetzt was?

banji antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973

Nichts. Aber wenn deutschland jetzt so tut als wenn der Antisemitismus aus dem arabischen Raum kommt ist das eine Lachnummer. Die jüdischen Friedhöfe hier werden regelmäßig von Bio Deutschen geschändet und die örtliche Synagoge wird vor deutschen nazis geschützt.

johannes22 antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Der Antisemitismus ist so alt wie es das jüdische Volk gibt.

Im Augenblick wird der Antisemitismus vornehmlich durch den arabischen Straßenmob "gepflegt". In Berlin, in Israel, in Madrid, in Paris.

banji antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875
Veröffentlicht von: @banji

Im Augenblick wird der Antisemitismus vornehmlich durch den arabischen Straßenmob "gepflegt". In Berlin, in Israel, in Madrid, in Paris.

Das stimmt, ich kann mich aber erinnern, als Rechtsextreme und Linksextrem auf der Straße waren. Man konnte da den Schrei, vergast die Juden hören. Das ändert nicht das Problem, dass im Moment der Mob aus der islamischer Richtung in Deutschland kommt. Das da kräftig weggeschaut und relativiert wird, ist mir nicht neu. Ich weiß nicht, womit so ein Verhalten gerechtfertigt wird. Vielleicht passiert das im Rahmen de Minderheitenschutz.

orangsaya antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @banji

Im Augenblick wird der Antisemitismus vornehmlich durch den arabischen Straßenmob "gepflegt". In Berlin, in Israel, in Madrid, in Paris.

ja aber der Augenblick geht vorbei und morgen sind dann wieder die Biodeutschen Nazis am Synagoge beschmieren. Oder auch mal beschießen.

johannes22 antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Ach die biodeutschen Linken sind an dieser Stelle fröhlich vereint mit den biodeutschen Nazis.

banji antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875
Veröffentlicht von: @banji

Ach die biodeutschen Linken sind an dieser Stelle fröhlich vereint mit den biodeutschen Nazis.

So ist es und namentlich genannt sind es Annette Groth und Inge Höger die mit der IHH gemeinsame Sache machten. Das ist eine vorgeblich humanitäre nicht staatliche Organisation und ist in Deutschland verboten worden. Ihre Nähe zur Muslimbruderschaft ist bekannt und sie steht in Verdacht in einem Zusammenhang mit Al-Kaida zu stehen. Des Weiteren bestanden humanitäre Lieferung nach Syrien aus Waffen.

orangsaya antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

Und das rechtfertigt ein "ach"? Das macht es besser, dass biodeutsche Judenhasser sowohl bei den linken als auch bei den rechten zu finden sind? Macht es das besser, dass sie gut verteilt sind? 😀 😕

lubov antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Nein, es rechtfertigt es nicht. Es macht es nicht besser.
Aber es ist nicht richtig, so wie sich dass bei Johannes22 anhört, dass Antisemitismus und Judenhass nur bei "Rechten" zu finden ist. Das blendet den zweiten und dritten teil der Wirklichkeit aus.

banji antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

Ich habe eine Weste, bei der ist ein Knopf abgegangen, und die Tasche ist eingerissen und sie hat einen Fleck.
Wen jetzt jemand anbietet, sie zu waschen, damit der Fleck vielleicht weggeht - sollte ich dann dankend ablehnen, weil davon der Knopf noch nicht angenäht und der Riss nicht geflickt ist?
Oder wenn jemand mich drauf hinweist: "Du, da fehlt ein Knopf!" - wird seine Aussage dadurch falsch, dass da auch noch ein Riss ist und ein Fleck?

lubov antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @lubov

Oder wenn jemand mich drauf hinweist: "Du, da fehlt ein Knopf!" - wird seine Aussage dadurch falsch, dass da auch noch ein Riss ist und ein Fleck?

Natürlich nicht, aber wird die Weste schicker, wenn zwar der Knopf wieder dran ist - Riss und Fleck aber bleiben?

banji antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

Ist denn der Knopf wieder dran?
Ich denke, dadurch, dass du sagst, dass der Antisemitismus auch noch an anderen Stellen der deutschen Gesellschaft zu finden ist, hast du ihn an der Stelle, über die gerade gesprochen wurde, ja nicht beseitigt, oder auch nur Bereitschaft gezeigt, dich mit dem Problem zu beschäftigen.

Wenn du ihn dort beseitigt hättest, wenn also der Knopf wieder dran wäre, wäre die Weste natürlich schicker als vorher: Vorher hatte sie drei Mängel, jetzt nur noch zwei, denn den einen Mangel hat jemand behoben. Du hast aber grade nur mit der Schulter gezuckt: "Ach, ist doch nicht so schlimm, dass der Knopf ab ist, sie hat ja auch nen Riss und nen Fleck."

Ach die biodeutschen Linken sind an dieser Stelle fröhlich vereint mit den biodeutschen Nazis.

lubov antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @banji

Ach die biodeutschen Linken sind an dieser Stelle fröhlich vereint mit den biodeutschen Nazis.

Ja schön, jetzt sind wir alle Klischees durch. Nützt dir aber nichts, du wärst erst argumentativ aus dem Schneider wenn deutsche Nazis WENIGER/GLEICH antisemitisch wären als der Rest der bevölkerung. Glaub ich ja eher nicht.

johannes22 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861

Faszinierend, wie du deine Abneigung gegen Linke in fast jedem Thread irgendwo unterbringst 😊

tristesse antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Diese Abneigung lässt mich "links" klarer sehen.
Wer eine DDR-Biografie hat, weiß (oder hat es im eigenen Leben erfahren) was links ist und was aus hehren Idealen alles werden kann.

banji antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861

Das Warum interessiert mich eigentlich eher weniger. Ich weiß nicht, ob du "klarer" siehst, ich sehe halt nur bei dir einen sehr starken Gang dazu, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, auf die Linken loszugehen.

Ich empfinde das eher als ungute Überbetonung.

tristesse antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @tristesse

Das Warum interessiert mich eigentlich eher weniger.

Um Menschen zu verstehen, kommst du nicht drumrum, danach zu fragen.

Aber ist egal, ich werde es in Zusammenhängen auch weiter tun.

banji antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861
Veröffentlicht von: @banji

Um Menschen zu verstehen, kommst du nicht drumrum, danach zu fragen.

Mein Ziel ist es nicht, den Menschen zu "verstehen", sondern die Beiträge. Jesus.de ist ein Diskussionsforum und keine therapeutische Couch.

Veröffentlicht von: @banji

Aber ist egal, ich werde es in Zusammenhängen auch weiter tun.

Das Du das machst, wenn es Zusammenhänge gibt, ist ja auch okay. Du äußerst Dich dazu allerdings auch relativ häufig, wenn es keinen Zusammenhang gibt, sondern konstruierst einen.
Und daher werde ich auch weiterhin dazu dann was sagen 😊

tristesse antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @tristesse

Mein Ziel ist es nicht, den Menschen zu "verstehen", sondern die Beiträge. Jesus.de ist ein Diskussionsforum und keine therapeutische Couch.

Beiträge lassen sich manchmal nur auf biografischem Hintergrund verstehen. Das erleichtert Kommunikation. Aber Du hast Recht: müssen muss man nicht.

Veröffentlicht von: @tristesse

Und daher werde ich auch weiterhin dazu dann was sagen 😊

Das ist Deine Freiheit, so wie ich meine Freiheit nutze. Willkommen auf dem Karussell. 😊

Nachtrag vom 17.05.2021 1104
Wir können ja mal über das Sahra-Wagenknecht-Interview diskutieren.
(Dann kommen wir auf die sachlichen Ebenen runter.)

https://web.de/magazine/politik/wahlen/bundestagswahl/sahra-wagenknecht-viertel-einheimische-minderheit-35809050

Die Sicht dieser Erzlinken finde ich an manche Stellen gar nicht mal so schlecht.

banji antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861
Veröffentlicht von: @banji

Wir können ja mal über das Sahra-Wagenknecht-Interview diskutieren.
(Dann kommen wir auf die sachlichen Ebenen runter.)

Wenn Du die Kernpunkte zusammenfasst, wie das hier bei verlinkten Artikeln erwartet ist, können wir das gern machen. Allerdings nicht hier, weil es nicht zum Thema gehört.

tristesse antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961

Banji's Law
Goodwin's Law ist ja nun hinlänglich bekannt: "Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit den Nazis oder Hitler dem Wert Eins an."

Das läßt sich abwandeln: „Mit zunehmender Länge einer jesus.de-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit, daß Banji ein "die Linken aber auch" einwirft, dem Wert Eins an."

😉

alescha antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Was für Wessis natürlich ...
... anstrengend ist, die "links" immer für so harmlos halten.

😉

banji antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

Ad personam - sehr fair.
Du hast überhaupt keine Ahnung, was "Wessis" anstrengend finden und für harmlos halten. Die Leute auch nach über 30 Jahren noch in "Wessis" und "Ossis" aufzuteilen spricht natürlich auch von einem ungemein reflektierten Umgang mit sich und seinen Mitmenschen.

Welchen Wert hat es, wenn jemand dir sagt: "Du, hinter dir, ganz nah schon, da brennt es - und der Wind treibt das Feuer weiter auf dich zu!" - wenn du dem entgegnest: "Ach, in der Richtung, in die ich gucke, brennt es ein paar Kilometer weiter auch." -?

lubov antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Dito: Ad personam - sehr fair
Jemanden gleich mit "Law" abzuwatschen ist auch nicht viel kunstvoller ... der Hinweis auf linken Antisemitismus ist ja nicht nur eine weit hergeholte Argumentation, sondern basiert auf Beobachtung und Fakten.

Und den linken und arabischen Antisemitismus mit

Veröffentlicht von: @lubov

"Ach, in der Richtung, in die ich gucke, brennt es ein paar Kilometer weiter auch." -?

zu vergleichen, wirkt auf mich so, als würdest du krampfhaft diese Form von Antisemitismus ausblenden wollen, weil es dir nicht in deinen politischen Kram passt.

banji antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

Lass gut sein. Ich hab keine Ahnung, wie ich in der Schublade gelandet bin, in die du mich da schiebst, aber vielleicht sollte ich dran arbeiten, dass mir das egal ist.

Weißt du, ich hab mich schon öfter von "links" anpöbeln lassen müssen zu unterschiedlichen Anlässen. Ich hab auch schon Nase an Nase mit einem arabischen Mann gestanden, den seine Kollegen dann dankenswerter Weise zu viert zurückgenommen haben, weil ich drauf bestanden habe, "Israel" bloß zu sagen. Ich bin auch schon mal aus ner Synagoge gekommen und hab von dunkelhaarig-braunhäutigen Leuten vor die Schuhe gespuckt bekommen. Ich bin da nicht blauäugig.

Schon mein Beispiel zeigt doch: Ich sehe das Feuer durchaus.
Es mag vielleicht auch daran liegen, wo genau wir wohnen. Während die kleine handvoll Muslime, die es in meiner Umgebung überhaupt nur gibt, von mir durchaus als zum Teil antisemitisch wahrgenommen wird, aber im Großen und Ganzen genug mit sich selbst zu tun hat und gerne unauffällig und unproblematisch mit möglichst allen Nachbarn leben möchte, und während es zumindest in meiner Umgebung keine auffälligen Linksextremisten gibt, sondern höchstens mal die paar Punker am Bahnhof, und zumindest die Linken, die ich so in den Medien auf Parlamentsebene (und dort weiter deutlich in der Opposition) mitbekomme, mir noch nicht antisemitisch aufgefallen sind, sind die Rechten hier tägliche Realität, sie selbst, ihre Symbole, mit denen sie versuchen, Straßenzüge als "ihre" zu markieren etc. pp.
Die einzige Jüdin, die ich hier - flüchtig - kenne, hatte mit keiner Person muslimischen Glaubens Probleme. Sie hat mit mir zusammen im Deutschunterricht für Flüchtlinge gearbeitet. In einige Viertel meiner Stadt ist sie aber schon lange vor 2015 nicht mehr alleine gegangen.

Beobachtungen und Fakten sind dir hier übrigens auch schon genannt worden - dass die deutlich überwiegende (übrigens steigende) Anzahl antisemitischer Straftaten von "rechts" kommen.

Klar soll man deshalb die linken und arabischen Antisemiten nicht aus dem Auge lassen und auch nicht "machen lassen". Das, was mir aber "zum Greifen nah" ist, zuerst anzugehen, finde ich nicht verkehrt. Meine antisemitischen Nachbarn und Vereins"kollegen" und die Mehrzahl derer, die mir so auf der Straße begegnen sind aber keine antisemitischen Linken oder antisemitischen Araber, sondern antisemitische "besorgte Bürger", auch mal ein antisemitischer Reichsbürger und der eine oder andere mehr oder weniger deutliche antisemitische Rechte.
Wie gesagt, vielleicht er-lebst du das in deinem Umfeld anders, dann macht deine Haltung auch Sinn. Wenn ich eine linke Kommune, die sich mit der Hammas solidarisiert, als Nachbarn hätte, und den arabischen Clan hier Nachts durch die Straße ziehen hätte, der "Tod den Juden" skandiert, wäre mir das auch eine große Sorge.

lubov antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @banji

Und den linken und arabischen Antisemitismus mit

Veröffentlicht von: @banji
Veröffentlicht von: @###user_nicename###

"Ach, in der Richtung, in die ich gucke, brennt es ein paar Kilometer weiter auch." -?

Veröffentlicht von: @banji

zu vergleichen, wirkt auf mich so, als würdest du krampfhaft diese Form von Antisemitismus ausblenden wollen, weil es dir nicht in deinen politischen Kram passt.

Na ja, lubov hat natürlich Recht, durch die aktuellen Vorfälle tauchen natürlich z.B. die jüngsten Berichte über den gefährlichen Hans-Georg Maaßen, der ja wohl nach Luisa Neubauer antisemitische Inhalte, rechtsextreme Codes und problematische Narrative verbreitet, jetzt schon etwas unter.

Und wenn man dort die eigentliche Gefahr sieht, ist das natürlich schon ein Problem.😊

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961

Kannst Du auch erklären, warum linksradikaler Antisemitismus gefährlich er ist als rechtsradikaler? 🤨

alescha antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961

Wenn ich so schaue, wo die Linken so in den Parlamenten oder gar der Regierung vertreten sind, scheinen die Ossis die Linken für harmloser zu halten als die Wessis.

alescha antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2559

der Linke Antisemitismus
Der Linke Antisemitismus ist schon Tradition.
Eigentlich war die Sowjetunion eine der ersten Staaten die Israel anerkannt haben. Die Kibbuzim waren ja auch Sozialismus in Reinkultur und haben auch funktioniert. Nun wenn alle nichts haben, dann ist Gemeinschaftseigentum, gemeinsame Kasse, gleiche Kleidung, wenn es Bezahlung gibt gleiche Bezahlung auch in Ordnung. Wann sich das wandelte und die DDR die PFPL unterstütze weiß ich nicht.
Vielleicht mit dem ersten Stellvertreterkrieg mit sowjetischer Technik bei der Vereinigten Arabischen Republik die ja nicht funktioniert hat.
Das war ein gemeinsamer Staat der Ägypter und Syrer.

jigal antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @jigal

Wann sich das wandelte und die DDR die PFPL unterstütze weiß ich nicht.

Ich erinnere mich, dass schon in meiner Schulzeit (Ende der 60ziger Jahre) die Zionisten die Bösen waren und die Palästinenser die Lieben.

banji antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @alescha

Wenn ich so schaue, wo die Linken so in den Parlamenten oder gar der Regierung vertreten sind, scheinen die Ossis die Linken für harmloser zu halten als die Wessis.

Der großflächige Misserfolg der Linke-West kommt wohl eher daher, dass - anders als im Osten - die Partei hier fast nur völlig abgedrehte linke Spinner auf die Listen bekommt (mit wenigen Ausnahmen wie Wagenknecht).

Diese Wählerschrecks sind sogar Sozialismus-naiven Wessis nicht mehr vermittelbar.

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961

Mag ja sein.

Mein Punkt war aber der: Offensichtlich finden auch viele "Ossis" die Linken nicht so schlimm, wie Banji es tut, weswegen ich den Seitenhieb auf die "Wessis" hier nicht für zielführend halte.

alescha antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Ich denke schon, dass sich Wessis und Ossis in der Wahrnehmung von "links" durchaus unterscheiden.

Und vor allem: es kommt immer drauf an, in welcher Position man als Ossi in der DDR-Zeit gelebt hat.
Dass es hier nach wie vor das Wählerpotential der alten SED und ihrer Kinder und Enkel gibt - das sei unbestritten und das zeigen ja auch Wahlergebnisse, wobei sich diese in den Westländern z.T. ja auch "entwickeln".

banji antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961
Veröffentlicht von: @banji

Ich denke schon, dass sich Wessis und Ossis in der Wahrnehmung von "links" durchaus unterscheiden.

Kann ich nicht beurteilen.

Ich habe mich ja immer über die Wahlerfolge der Linken in den neuen Bundesländern gewundert und gedacht, eigentlich müßten die doch die Schnauze voll haben von diesen Leuten.

Genauso wie ich mich jetzt darüber wundere, wie erfolgreich AfD, Pegida und Co. dort sind und wie viele Rechtsradikale dort rumlaufen. Und wenn ich mir die so anschaue muß ich sagen, daß die Linke wohl tatsächlich das kleinere Übel sind, zumal ja inzwischen nicht mehr allzu viel SED in der Linken zu finden sein dürfte. Jedenfalls kenne ich keine in Parlamenten vertretene Partei, aus der mehr menschenverachtende, rassistische, antisemitische, demokratiefeindliche und verleumderische Töne kommen als aus der AfD.

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @alescha

.... Jedenfalls kenne ich keine in Parlamenten vertretene Partei, aus der mehr menschenverachtende, rassistische, antisemitische, demokratiefeindliche und verleumderische Töne kommen als aus der AfD.

Bestimmt haben da auch viele "Globalisten" gesagt - wie der Maßen.
Schrecklich.😊

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961

Die haben da schon viel schlimmeres gesagt. Hat ja wohl seinen Grund, warum die AfD zumindest in Teilen vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Hältst Du die AfD tatsächlich für lupenreine Demokraten, tolerant, weltoffen, bar jeder faschistischen Tendenzen?

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348

Alescha wieder auf Anti-AfD-Kriegspfad
Das wär wohl jetzt auch ein echtes Wunder gewesen, wenn Du nicht auch aus dem Thema "Judenhass in Deutschland" wieder einen Aufhänger für deine AfD-Attacken gebastelt hättest.😊

Veröffentlicht von: @alescha

Die haben da schon viel schlimmeres gesagt. Hat ja wohl seinen Grund, warum die AfD zumindest in Teilen vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Du hast völlig Recht, das hat seinen Grund. Und der besteht vielleicht zuallererst darin, dass die Politik den alten widerspenstigen Chef gefeuert und einen neuen gefügigen installiert hat, der dann ja auch sofort beflissen apportiert hat.

Veröffentlicht von: @alescha

Hältst Du die AfD tatsächlich für lupenreine Demokraten, tolerant, weltoffen, bar jeder faschistischen Tendenzen?

Faschistische Tendenzen haben was Autoritäres. Anscheinend fordert die AfD in ihrem Programm aber eine stärkere Implementierung direktdemokratischer Verfahren (also mehr so wie in der Schweiz). Die ginge dann auf Kosten der Macht der Parteien und wird wohl deshalb auch von den anderen Parteien überwiegend abgelehnt. Das kann man gut finden oder auch ablehnen. In der Forderung nach mehr direkter Demokratie aber faschistische Tendenzen zu erkennen, find ich doch eher schwierig. Aber, Alescha Du schaffst das sicher. 😊

Eine undifferenzierte Weltoffenheit findet nicht jeder gut ("Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht."). Und anstatt aber davon noch mehr zu fordern, wäre es vielleicht auch besser, erst mal die bisher daraus schon entstandenen Scherben aufzukehren.

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961
Veröffentlicht von: @staffan

Das wär wohl jetzt auch ein echtes Wunder gewesen, wenn Du nicht auch aus dem Thema "Judenhass in Deutschland" wieder einen Aufhänger für deine AfD-Attacken gebastelt hättest.😊

Banji hat ja mit seiner erwartbaren Attacke auf die Linke die Vorlage dazu geliefert.

Veröffentlicht von: @staffan

Du hast völlig Recht, das hat seinen Grund. Und der besteht vielleicht zuallererst darin, dass die Politik den alten widerspenstigen Chef gefeuert und einen neuen gefügigen installiert hat, der dann ja auch sofort beflissen apportiert hat.

Ach, war ja klar.

Daß auch Äußerungen aus den Reihen der AfD und die Nähe diverser Leute dort zu rechtsextremen Gruppierungen Anlaß dazu geben kann natürlich nicht sein, nicht wahr?

Veröffentlicht von: @staffan

Aber, Alescha Du schaffst das sicher. 😊

Nachzuweisen, daß es in der AfD rechtsradikale bis faschistische Umtriebe gibt? Problemlos. Hast Du Dich z.B. mit Höckes faschistoidem Machwerk Nie zweimal in denselben Fluß befaßt? Oder überhaupt mit dem, was Höcke und sein Flügel so von sich gibt?
Nun ist Höcke ja nicht irgendeine Randerscheinung in der AfD, sondern laut Gauland in deren Mitte zu verorten. Wenn Höcke die Mitte ist, was ist in der Partei dann bitte rechts?

Weitere Beispiele: Die AfD hat ein problematisches Verhältnis zur Pressefreiheit. Regelmäßig werden Journalisten von Parteitagen ausgeschlossen. Beliebt ist auch der Begriff "Lügenpresse". Ein Begriff, der auch bei den Nazis sehr beliebt war (auch wenn sie ihn nicht erfunden haben, der tauchte schon weit früher auf). Mancherorts schwärmt man da von Zeiten, in denen Funkhäuser sowie die Presseverlage gestürmt und die Mitarbeiter auf die Straße gezerrt wurden. Gewaltandrohungen gegen Journalisten kommen vor.

Die AfD ist rassistisch, ich frage mich, ob man das wirklich noch belegen muß.
Ihre Menschenverachtung wird beispielsweise deutlich, wenn prominente Parteivertreter meinen, daß man an der Grenze auf Flüchtlinge schießen soll. Vielleicht erinnerst Du Dich.

Veröffentlicht von: @staffan

In der Forderung nach mehr direkter Demokratie aber faschistische Tendenzen zu erkennen, find ich doch eher schwierig.

Das habe ich auch nie behauptet, daß in solchen Forderungen faschistische Tendenzen zu erkennen wären. Die sehe ich in der AfD an anderen Stellen, siehe oben.

Umgekehrt ist eine Forderung nach mehr direkter Demokratie, etwa in Form von Volksentscheiden, kein Beleg dafür, daß es keine faschistischen Tendenzen gibt. Faschisten sind gerne Populisten (damit sage ich nicht, daß jeder Populist ein Faschist ist) und erhoffen sich als solche, ihre politischen Ziele mithilfe einer manipulierten Masse durchzusetzen.

Veröffentlicht von: @staffan

Eine undifferenzierte Weltoffenheit findet nicht jeder gut

Was bitte verstehst Du darunter? Wer propagiert die?

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348

Den Sack schlagen, aber den Esel meinen
Verlässlich wie immer. Man braucht nur den Knopf "AfD" drücken und schon kommt der ganz große Rundumschlag und es sprudelt nur so: rechtsextrem, rechtsradikal, faschistoid, faschistisch, Pressefreiheit abschaffen, Menschenverachtung, antisemitisch (hier im Parallelstrang). Fehlt eigentlich nur "Nazis" (vergessen?) und der Vorwurf des Kinderfressens.

Also nichts Neues, schon mehrfach hier gehabt und wohl auch schon ein paarmal durchgekaut.

Die AfD als Schwefelpartei. Oder als Partei von Pest, Cholera und Pocken. Ganz böse und ganz schlimm.

Jetzt gibt es aber in praktisch jedem europäischen Land mindestens eine AfD-ähnliche Partei und das teilweise schon viel länger als hier, teilweise schon mit Regierungserfahrung und teilweise so, dass andere Parteien wesentliche Inhalte dieser AfD-Pendants dort einfach übernommen haben (um nicht zu sagen geklaut). In Österreich haben sogar die Genossen der SPÖ auf Bundeslandsebene mit der FPÖ dort koaliert. Aber hier soll die AfD Paria bleiben (und am besten verschwinden).

Man schlägt die AfD, aber man meint wohl deren potentielle Wähler. Deren Interessen nach z.B. weniger Abgabe nationaler Souveränität an Brüssel, keiner EU-Schuldenunion, restriktiverer Migrationspolitik, keinem industriellen Kahlschlag durch Klimapolitik sollen am Besten gar nicht artikuliert werden.

Das kann nicht gut sein.

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961

Wenn einem die Argumente ausgehen, flüchtet man sich in Sarkasmus. 🙄

Veröffentlicht von: @staffan

Jetzt gibt es aber in praktisch jedem europäischen Land mindestens eine AfD-ähnliche Partei und das teilweise schon viel länger als hier, teilweise schon mit Regierungserfahrung und teilweise so, dass andere Parteien wesentliche Inhalte dieser AfD-Pendants dort einfach übernommen haben (um nicht zu sagen geklaut).

Muß man ja nicht gut finden. Wenn ich mir die Umtriebe mancher Rechtspopulisten so anschaue ist das nichts, was ich jetzt nachahmenswert fände.

alescha antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @staffan

Die AfD als Schwefelpartei. Oder als Partei von Pest, Cholera und Pocken. Ganz böse und ganz schlimm.

Sagen wir mal: Die Partei, die sich als ewiges Opfer inszeniert. Weil sie ja ständig "missverstanden" werden.

Es hiess ja auch früher schon nicht: "Deutsche, greift an!", sondern: "Deutsche, wehrt euch!".

Weil, die "Bösen", das sind ja immer die Anderen...

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2028

Den Sack schlagen und den Sack meinen.

Veröffentlicht von: @staffan

Man schlägt die AfD, aber man meint wohl deren potentielle Wähler.

Nö. Man meint die Nazis, die in guter alter Nazi-Manier versuchen, von den Zumutungen der Moderne überforderte Wähler mit ihrer Rattenfängermelodie zu ködern. Ist ja nicht so, als wenn dies eine völlig neue Methode wäre...

Veröffentlicht von: @staffan

Fehlt eigentlich nur "Nazis" (vergessen?) und der Vorwurf des Kinderfressens.

Auch so ein alter Rattenfängertrick: Man tut so, einfach per Aufzählung, als sei der begründete (und nun sogar amtlich festgestellte) Nazi-Vorwurf ähnlich absurd wie der Vorwurf des Kinderfressens.
Trauriger als diese Einfallslosigkeit in Sachen Polemik ist nur, dass es vermutlich tatsächlich noch Leute gibt, die auf sowas reinfallen.

Veröffentlicht von: @staffan

Das kann nicht gut sein.

Isses auch nicht. Eigentlich sollte man auf derartige Parteipropaganda in einem Forum wie diesem überhaupt nicht reagieren. Also ist dies auch mein letzter Beitrag in diesem Strang, sonst könnte noch der Anschein erweckt werden, hier sei tatsächlich etwas zu diskutieren.

jack-black antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861
Veröffentlicht von: @staffan

und der Vorwurf des Kinderfressens.

Aber nicht doch.
Da ziehe sogar ich ne Grenze.
😌

tristesse antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961

Und zurück zum Thema Antisemitismus
Da ist die AfD wohl die Partei mit dem größten Problem. Lassen wir mal den offen ausgelebten Antisemitismus in den Kommentarspalten der AfD mal außen vor.

In der Gesamtschau finden sich zahlreiche Belege, die für die Einschätzung des Unabhängigen Expertenkreises[10] sprechen: Die AfD hat von allen im Bundestag oder in Landtagen vertretenen Parteien tatsächlich das größte Antisemitismus-Problem. Dafür sprechen nicht nur die relativ häufigen Skandale. Beachtenswert ist in diesem Kontext auch der Umgang mit ihnen. Gerade der Fall "Gedeon" machte deutlich, dass selbst Anhänger judenfeindlicher Konspirationsvorstellungen in einer (als relativ gemäßigt innerhalb des AfD-Gesamtspektrums geltenden) Landtagsfraktion viele Verteidiger haben. Letztlich war es vermutlich der befürchtete Ansehensverlust und weniger der erkennbare Antisemitismus, der hochrangige Funktionsträger zum politischen Handeln motivierte. Darüber hinaus ist in der AfD mehrfach die Auffassung feststellbar, dass die Judenfeindschaft primär bei den Muslimen gesehen wird. Dies führt im Diskurs zu einer Entlastung des eigenen politischen Spektrums. Angemessen ist dies keineswegs. Denn empirische Befragungen machen deutlich: Antisemitische Einstellungen kommen besonders stark bei den Wählern der AfD vor[11]. Das macht aus ihr keine antisemitische Partei, aber eben eine Partei mit einem Antisemitismus-Problem.

https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/257899/die-afd-und-der-antisemitismus

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor Judenhass innerhalb der AfD. Bestimmte antisemitische Chiffren und Verschwörungstheorien seien „Bestandteil der gesamten politischen Programmatik“ des offiziell aufgelösten rechtsextremen „Flügels“, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Lagebild der Behörde zu Antisemitismus in Deutschland. Von Funktionären und Anhängern würden Versatzstücke eines sekundären Antisemitismus vertreten.

Etwa Björn Höcke, AfD-Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag, habe in seinen Schriften und Reden solche Motive bemüht. Mit dem Begriff des sekundären Antisemitismus wird unter anderem eine Relativierung des Nationalsozialismus bezeichnet. Die formalen Strukturen des rechtsextremen „Flügels“ wurden Ende April aufgelöst. Der Verfassungsschutz „geht davon aus, dass der hinter dem ‚Flügel‘ stehende Personenzusammenschluss weiterhin seine politischen Ziele verfolgen wird“, heißt es in dem Bericht.

Die Völkischen reden von „Willkür“ – und beschwören den „Kampf“
Explizit nennt der Inlandsgeheimdienst etwa ein Zitat aus dem Jahr 2019, in dem Höcke behauptet, dass der „entartete Finanzkapitalismus“ die deutsche Bevölkerung in seinen „Klauen“ halte. Eine „Geldmachtelite“, die systematisch auf die Auflösung ethnisch definierter Völker hinarbeite, stellt Höcke zufolge den im Verborgenen agierenden „wahren politischen Gegner“ dar. Diese Vorstellungen entsprächen dem Narrativ der jüdischen Weltverschwörung, so der Verfassungsschutz nun.

Der Nachrichtendienst bewertet etwa auch ein Höcke-Zitat als judenfeindlich, in dem die Europäische Union beschrieben wird als „Globalisierungsagentur, die den als pervers zu bezeichnenden Geist eines George Soros exekutiert“. Mit dem Verweis auf den jüdischen Finanzinvestor George Soros greife der AfD-Politiker einen weitverbreiteten antisemitischen Topos auf.

In vielen Fällen stimmten „Flügel“-Anhänger zudem auf indirekte Weise durch Forderungen nach einer Rehabilitierung Wolfgang Gedeons und inhaltlicher Unterstützung Höckes antisemitischen Aussagen zu. Der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Gedeon wurde nach zahlreichen antisemitischen Aussagen im März 2020 aus der AfD ausgeschlossen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article213254624/Lagebild-zum-Judenhass-So-verbreiten-Hoecke-und-Co-antisemitische-Verschwoerungstheorien.html

„Es gab im vergangenen Sommer im Juli einen Vorfall. Es waren Gäste, die aus dem Wahlkreis der AfD-Bundestagsabgeordneten Alice Weidel zu einem Bildungsbesuch nach Berlin reisten. Und aus dieser Gruppe heraus haben einige wenige Teilnehmer von Anfang an diese Führung gestört. Den Referenten permanent unterbrochen, hinterfragt, was er erzählt, um die NS-Verbrechen zu verharmlosen, angebliche Verbrechen der Alliierten angeführt. Bis dahin, dass sie die Massenmorde in Sachsenhausen und die Gaskammer infrage gestellt haben.“

Die Führung wurde daraufhin abgebrochen, die Staatsanwaltschaft ermittelt. Für Horst Seferens eine klare Provokation aus den Reihen der AfD – von versierten Revisionisten, die sich üblicher Strategien und Argumentationsmuster von Rechtspopulisten bedienen.

„Man konnte davon ausgehen, dass ein fest verankertes, revisionistisches Weltbild dahintersteckt. Passt natürlich ins Bild, das man immer wieder beobachten kann bei Rechtspopulisten: zu provozieren, Tabus zu brechen, Diskussionen anzuzetteln mit dem Ziel, dass sich in kleinen Schritten die Dinge verschieben – die Bewertung der NS-Vergangenheit, dass sich die Erinnerungskultur verändert.“

Nur ein „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte?
Etwa hin zu einem „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte? So hatte, vor gut einem Jahr, der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland die Zeit des Nationalsozialismus bezeichnet. Die Fakten zu Sachsenhausen sprechen eine andere Sprache: Etwa 200.000 Häftlinge waren bis 1945 hier interniert, größtenteils politische Gefangene: Juden, Homosexuelle, sogenannte Asoziale. Zehntausende starben allein in diesem Lager – durch Hunger, Zwangsarbeit, Krankheiten, Misshandlungen, Massenerschießungen.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/kz-gedenkstaetten-und-die-afd-der-kampf-gegen-die.1001.de.html?dram:article_id=455609

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @alescha

Re: Und zurück zum Thema Antisemitismus
... Da ist die AfD wohl die Partei mit dem größten Problem. ....

Und dann folgen drei längere Texte der Bundeszentrale für politische Bildung, der Welt und des Deutschlandfunks, die dann über einige argumentative Verrenkungen belegen sollen, dass auch wirklich, wirklich die AfD die Partei mit dem größten Antisemitismus-Problem ist.

Nun hat das Simon Wiesenthal Center eine Liste der Top Ten anti-semitischen Vorfälle in 2020 erstellt. https://www.wiesenthal.com/assets/pdf/top-ten-worst-global.pdf

Deutsche Politiker sind auch dabei. Unter Vorfall 7 "GERMAN ELITE LAUNCH ALL-OUT ASSAULT TO RE-LEGITIMIZE ANTI-SEMITIC BDS" (Deutsche Elite startet umfassende Aktion, um die antisemitische Organisation BDS zu relegitimisieren) finden sich:
- ein Diplomat aus dem SPD-geführten Außenministerium des Herrn Maas, der ja wie er sagt "wegen Ausschwitz in die Politik gegangen ist",
- die Jusos der SPD wegen ihrer Solidaritätserklärung mit der Jugendorganisation der Fatah,
- drei Bundestagsabgeordete von der Linken, der SPD und den Grünen.

Von der AfD (und CDU, FDP) ist niemand dabei.

Offenbar haben die beim Wiesentahl Center noch nicht mitbekommen, das eigentlich die AfDler die schlimmen sind.😊

Nachtrag vom 20.05.2021 0940
"Simon Wiesenthal Center" muss es am Schluss natürlich heißen.

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961
Veröffentlicht von: @staffan

Und dann folgen drei längere Texte der Bundeszentrale für politische Bildung, der Welt und des Deutschlandfunks, die dann über einige argumentative Verrenkungen belegen sollen, dass auch wirklich, wirklich die AfD die Partei mit dem größten Antisemitismus-Problem ist.

Ja. Wundert mich jetzt aber nicht, daß Du diese Texte abbügelst.

Veröffentlicht von: @staffan

Offenbar haben die beim Wiesentahl Center noch nicht mitbekommen, das eigentlich die AfDler die schlimmen sind.😊

Möglich. Die haben da vielleicht einen anderen Fokus, in dem Artikel geht es ja um BDS und Boykott israelischer Waren.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat da jedenfalls eine andere Perspektive.
Da ist man der Meinung, daß der Staat dem Treiben der AfD nicht tatenlos zusehen dürfe und die AfD keine demokratische Partei sei. Außerdem greife sie die Religionsfreiheit an, hetze gegen religiöse und ethnische Minderheiten und wolle chauvinistisch-nationalistisches Denken in Deutschland wieder salonfähig machen.

alescha antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861

Vielleicht lauern "die Wessis", die es meiner Meinung nach nicht mehr gibt, nur einfach nicht darauf, dass hinter jeder Hecke ein böser Linker raus springt 😊

tristesse antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Gegen Naivität ist kein Kraut gewachsen.

banji antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961

Die Wessis haben dafür Angst, daß die Grünen ihnen ihr Einfamilienhaus und ihr Auto sowie ihr Billigfleisch verbieten wollen.

Die Klimadiktatur kommt! Die Corona-Maßnahmen sind nur der Probelauf!

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @tristesse

Vielleicht lauern "die Wessis", die es meiner Meinung nach nicht mehr gibt, nur einfach nicht darauf, dass hinter jeder Hecke ein böser Linker raus springt 😊

Da die Wessis aber nur Demokratie erlebt haben und Diktatur nicht aus eigener Erfahrung kennen, haben Sie cum grano salis wohl einfach nicht so gute Antennen für übergriffige Politik und gehen sozialistischen Paradiesversprechungen leichter auf den Leim.

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961

Wieso sind dann die Linken in allen ostdeutschen Parlamenten vertreten, aber nur in wenigen westdeutschen? Klick

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @alescha

Wieso sind dann die Linken in allen ostdeutschen Parlamenten vertreten, aber nur in wenigen westdeutschen? Klick

Das hab ich doch oben schon versucht zu erklären.

Vielleicht nicht deshalb, weil die Ossis sozialismusaffiner wären, sondern einfach weil die Linke im Westen und die im Osten unterschiedlich aufgestellt sind und die im Westen das viel unterirdischere Personal hat.

staffan antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961

Du hast geschrieben:

Veröffentlicht von: @staffan

Da die Wessis aber nur Demokratie erlebt haben und Diktatur nicht aus eigener Erfahrung kennen, haben Sie cum grano salis wohl einfach nicht so gute Antennen für übergriffige Politik und gehen sozialistischen Paradiesversprechungen leichter auf den Leim.

Da hast Du nicht mit unterschiedlichem Personal argumentiert, sondern damit, daß Wessis keine so guten Antennen für übergriffige Politik hätten und sozialistischen Paradiesversprechungen leichter auf den Leim gingen.

alescha antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @alescha

Du hast geschrieben:

Veröffentlicht von: @staffan

Da die Wessis aber nur Demokratie erlebt haben und Diktatur nicht aus eigener Erfahrung kennen, haben Sie cum grano salis wohl einfach nicht so gute Antennen für übergriffige Politik und gehen sozialistischen Paradiesversprechungen leichter auf den Leim.

Da hast Du nicht mit unterschiedlichem Personal argumentiert, sondern damit, daß Wessis keine so guten Antennen für übergriffige Politik hätten und sozialistischen Paradiesversprechungen leichter auf den Leim gingen.

Den post meinte ich nicht, sondern den von 16:00 zu dem unterschiedlichen Personal

Veröffentlicht von: @staffan
Veröffentlicht von: @staffan

Wenn ich so schaue, wo die Linken so in den Parlamenten oder gar der Regierung vertreten sind, scheinen die Ossis die Linken für harmloser zu halten als die Wessis.

Der großflächige Misserfolg der Linke-West kommt wohl eher daher, dass - anders als im Osten - die Partei hier fast nur völlig abgedrehte linke Spinner auf die Listen bekommt (mit wenigen Ausnahmen wie Wagenknecht).

Veröffentlicht von: @staffan

Diese Wählerschrecks sind sogar Sozialismus-naiven Wessis nicht mehr vermittelbar.

, auf den Du dann um 16:22 geantwortet hast:

Veröffentlicht von: @alescha

Mag ja sein.

Veröffentlicht von: @alescha

Mein Punkt war aber der: Offensichtlich finden auch viele "Ossis" die Linken nicht so schlimm, wie Banji es tut, weswegen ich den Seitenhieb auf die "Wessis" hier nicht für zielführend halte.

Hab ich nicht klar genug formuliert.😊

staffan antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @staffan

Da die Wessis aber nur Demokratie erlebt haben und Diktatur nicht aus eigener Erfahrung kennen, haben Sie cum grano salis wohl einfach nicht so gute Antennen für übergriffige Politik und gehen sozialistischen Paradiesversprechungen leichter auf den Leim.

Klar, die DDR konnte sich damals vor Anträgen von Wessis, nach Ostdeutschland überzusiedeln kaum retten... deshalb ja auch die Mauer...

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961

... die ja bekanntlich auch ein antifaschistischer Schutzwall war.

alescha antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @johannes22

ja aber der Augenblick geht vorbei und morgen sind dann wieder die Biodeutschen Nazis am Synagoge beschmieren.

Will meinen: Egal, ob wir jetzt arabischen Judenhaß auf unseren Straßen demonstrieren sehen: Letztlich sind immer die Deutschen schuld?

Ist das nicht ein bisserl sehr einfach gedacht?

Es gibt einen manifesten arabischen Antisemitismus. Umfragen unter Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland belegen dies, von den aktuellen Demonstrationen ganz abgesehen.

Welchen Sinn ergibt es, dies zu leugnen oder 'aber die Deutschen doch auch und noch viel mehr' zu rufen?

mrorleander antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Ich meine, Johannes 22 will nur darauf hinweisen, daß wir Deutschen keinen Grund haben, mit dem Finger auf muslimischen Antisemitismus zu zeigen, ohne den Antisemitismus, der gerade Deutschland zum Verhängnis wurde und nun wieder lauter wird, unter den Tisch kehren zu wollen.
Die Einseitigkeit, die du ihm hier vorwirfst, sehe ich nicht.

ungehorsam antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @ungehorsam

ohne den Antisemitismus, der gerade Deutschland zum Verhängnis wurde und nun wieder lauter wird, unter den Tisch kehren zu wollen.

Ich habe nicht vor, den unter den Tisch zu kehren. Sehe hier aber tatsächlich gegeben, daß muslimischer Antisemitismus mit Hinweis darauf, daß 'die Deutschen aber auch und viel schlimmer', relativiert werden soll.
Das hilft niemanden, primär nicht den Deutschen jüdischen Glaubens.

mrorleander antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Sehe hier aber tatsächlich gegeben, daß muslimischer Antisemitismus mit Hinweis darauf, daß 'die Deutschen aber auch und viel schlimmer', relativiert werden soll.

Sehe ich nicht so. Es geht darum, wie es ein anderer User hier ausdrückte, "auf keinem Auge blind" zu sein. Das hat mit Relativierung nichts zu tun.

ungehorsam antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875
Veröffentlicht von: @johannes22

Biodeutschen Nazis am Synagoge

Der Begriff Biodeutscher ist ein rassistischer Begriff nach alter Schule.

orangsaya antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961
Veröffentlicht von: @orangsaya

Der Begriff Biodeutscher ist ein rassistischer Begriff nach alter Schule.

Nicht unbedingt.

Aber er wird gerne von Rassisten verwendet, als Unterscheidung zum Passdeutschen.

alescha antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443
Veröffentlicht von: @banji

Im Augenblick wird der Antisemitismus vornehmlich durch den arabischen Straßenmob "gepflegt". In Berlin[...].

Das relevante Wort für dich ist hier "im Augenblick", ja? Dann hast du Recht. Wenn man ausschließlich die letzte Woche anguckt, dann ja, dann ist das Antisemitismusproblem in Deutschland natürlich fast ausschließlich bei türkisch- und arabischstämmigen bzw. muslimischen Leuten zu suchen und zu finden.

Ist das tatsächlich dein Referenzzeitraum? Wenn ja: Wäre nett, wenn du das für so Leute wie mich zukünftig nochmal g a n z d e u t l i c h dabei schreibst, danke! 😀

lubov antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

😊

Da der TE den Thread "mit neuem Judenhass" bezeichnet hat, dachte ich, wäre das eigentlich klar? 😇

banji antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

😀 (Ich freu mich grad sehr über mich selbst - sich selber auszulachen ist manchmal ganz wohltuend, oder?)

Ich glaube, wenn ich hier so einige Postings lese, gucken viele - ich ja auch - eher "auf das große Ganze" und verstehen unter "neu" halt "irgendwas nach 1945" - oder vielleicht auch ganz schwammig "in den letzten Jahren". Letzteres war auch mein Ansatz.

"Klar" ist in Kommunikation zwischen Menschen nur selten was. 😉

Ich halte es allerdings für wenig sinnvoll, beim Thema "Judenhass" einen so extrem kurzen Zeitraum zu nehmen - man kann sich über die letzte Woche unterhalten, aber mMn sollte man den Blick dabei durchaus auch zumindest grob auf die letzten 5 Jahre ausweiten und die letzten 10-20 Jahre durchaus im Hinterkopf behalten.

Stell dir vor, so einer wie der in Halle geht morgen wieder los und trifft tatsächlich mehr als nur eine Tür (Gott bewahre!). Wer dann nur auf die letzten drei Tage guckt, ignoriert linken und muslimischen Antisemitismus völlig - was letztlich unklug wäre.

lubov antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lubov

Ich halte es allerdings für wenig sinnvoll, beim Thema "Judenhass" einen so extrem kurzen Zeitraum zu nehmen - man kann sich über die letzte Woche unterhalten, aber mMn sollte man den Blick dabei durchaus auch zumindest grob auf die letzten 5 Jahre ausweiten und die letzten 10-20 Jahre durchaus im Hinterkopf behalten.

Ja, das sollte man. Ich lese schon seit Jahren, dass das Problem nicht hauptsächlich nur von Rechtsradikalen ausgeht, sondern dass Juden in Deutschland sich oftmals von muslimischer Seite bedroht fühlen bzw. tatsächlich angegriffen werden. Das sind subjektive Erfahrungen, die sich nicht unbedingt in den Statistiken wiederspiegeln, da – und das habe ich auch schon oft gelesen – solche Taten oft automatisch als "rechts" eingeordnet werden.

Wenn ich einzelne Fälle in den Medien verfolge, z.B. die sich hier vor Ort ereignet haben, dann lese ich meist nicht bei der ersten Berichterstattung, aber in den Folgetagen auch oft von arabischem / muslimischem Hintergrund der Täter.

Gerade habe ich einen Bericht aus 2018 gefunden. Es wurden 16.000 jüdische Bürger in zwölf EU-Ländern befragt und eines der Ergebnisse ist:

Veröffentlicht von: @lubov

30 Prozent von ihnen haben im vergangenen Jahr in zwölf EU-Ländern antisemitische Belästigung bis hin zur Gewalt erlebt – von Personen „mit extremistisch-muslimischer Anschauung“. Gleich nach den muslimischen Antisemiten kamen Personen „mit linker politischer Sichtweise“ (21 Prozent).

Deutlich seltener haben die Opfer antisemitischer Belästigung die Täter als Personen „mit rechter politischer Sichtweise“ (13 Prozent) identifiziert.

miss-piggy antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @miss-piggy

da – und das habe ich auch schon oft gelesen – solche Taten oft automatisch als "rechts" eingeordnet werden.

Das ist die gängie Praxis. Werden keine Tatverdächtigen ermittelt und liegen keine anderen Hinweise vor, wird eine antisemitische Tat dem rechten Spektrum zugeordnet.
Das mag in vielen Fällen auch völlig korrekt sein. Allerdings sprechen die Erlebnisse Menschen jüdischen Glaubens offenbar eine andere Sprache, die weit häufiger von Angriffen aus dem muslimischen Spektrum berichten.
Das rechtfertigt nicht, die Augen vor rechter Gewalt gegen Juden zu schließen - und diese Gewalt gibt es ohne Zweifel - und es ist beschämend, daß es sie in Deutschland gibt.
Aber die - kultursensible ? - Rücksichtnahme gegenüber migrantischer, muslimischer Gewalt gegen Deutsche jüdischen Glaubens sollte ebenso ein Ende haben.

mrorleander antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @mrorleander

Das rechtfertigt nicht, die Augen vor rechter Gewalt gegen Juden zu schließen - und diese Gewalt gibt es ohne Zweifel - und es ist beschämend, daß es sie in Deutschland gibt.

Ja, man sollte auf gar keinem Auge blind sein.

Veröffentlicht von: @mrorleander

Aber die - kultursensible ? - Rücksichtnahme gegenüber migrantischer, muslimischer Gewalt gegen Deutsche jüdischen Glaubens sollte ebenso ein Ende haben.

Vielleicht hängt diese Rücksichtnahme auch damit zusammen, dass viele die Palästinenser als Opfer sehen, mit denen man sich gern solidarisiert, und Israel als einen Aggressor. Die Medien tragen leider ihren Teil dazu bei.

miss-piggy antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443
Veröffentlicht von: @miss-piggy

Vielleicht hängt diese Rücksichtnahme auch damit zusammen, dass viele die Palästinenser als Opfer sehen, mit denen man sich gern solidarisiert, und Israel als einen Aggressor. Die Medien tragen leider ihren Teil dazu bei.

Nun kann ich nicht für die sprechen, die "diese Rücksichtnahme" pflegen oder fordern - Antisemitismus gehört strafrechtlich verfolgt, gegen ihn muss in Bildungseinrichtungen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, bei der politischen Arbeit und überall, wo das sonst noch möglich ist, aktiv vorgegangen werden, nicht zuletzt durch Begegnung, Bildung und Diskussion. Und unlegitimierte Gewalt gehört ebenso angegangen, egal wer sie ausübt.

Israel zumindest nicht nur als Opfer - und Palästina nicht nur als Täter, sondern beide Parteien als Opfer und Täter zu sehen, finde ich dabei durchaus legitim. Keine Seite dort ist mehr frei von Schuld, kein "Mitspieler" im Nahost-Konflikt (und die sind zahlreich, Deutschland gehört da auch zu) hat sich mit großem Ruhm bekleckert und kann den Zeigefinger erheben, ohne dabei die dicken Flecken auf der eigenen nicht sehr weißen Weste zu entblößen.

lubov antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lubov

Israel zumindest nicht nur als Opfer - und Palästina nicht nur als Täter, sondern beide Parteien als Opfer und Täter zu sehen, finde ich dabei durchaus legitim.

Ich finde absolut nicht, dass beide gleichermaßen Opfer und Täter sind. Diese permantente Schuldumkehr und Relativierung, auch jetzt wieder bzgl. des aktuellen Geschehens, hängt mir zum Hals raus.

Ständig liest man, sie würden sich "gegenseitig beschießen" oder ähnliches. Nein, die Hamas hat einen Krieg angefangen und Israel nimmt das Recht und die Pflicht wahr, die eigene Bevölkerung zu schützen.

Das mit den geräumten Häusern in Ostjerusalem ist doch nur ein Vorwand und nicht der eigentliche Grund.

Ich habe mich schon oft mit der Geschichte des Staates Israel beschäftigt. Natürlich ist einiges sehr verworren, es gab gegenseitige Vertreibungen und natürlich gibt es auf muslimischer Seite auch Opfer. Aber ich komme mittlerweile zu dem Schluss, dass ein Frieden ganz besonders von den palästinensischen Führern und ihren Unterstützern (z.B. Iran) nicht gewollt ist. Sie wollen die Existenz eines jüdischen Staates unter keinen Bedingungen anerkennen. Wie soll man mit solchen Leuten durch Verhandlungen zu irgendeiner Lösung kommen?

miss-piggy antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2559

Hamas und das zionistische Gebilde
Wie will man mit der Hamas denn Frieden schließen.
Die Hamas möchte keine Zweistaatenlösung, sie möchte einen Staat möglichst ohne Juden und nennt den Staat Israel das zionistische Gebilde.

jigal antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597

Ja, eben. Man braucht sich überhaupt keine Illusionen machen, dass eine Verhandlung mit diesen Terroristen irgendetwas bringen könnte. Israel ist ihnen immer wieder entgegen gekommen, auch mit "Land gegen Frieden". Was hat es genutzt? Gar nichts!

Aber einige Politiker und UN-Vertreter meinen allen Ernstes, beide Konfliktparteien müssten jetzt mal wieder zur Besonnenheit kommen und Gesprächsbereitschaft zeigen, wobei Israel oft zuerst genannt wird.

So wie auch die israelischen Gegenschläge und die Opferzahlen auf palästinensischer Seite oft zuerst genannt werden unter (bewusster?) Ausblendung der Tatsachen.

miss-piggy antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

Palästinenser nur Hamas ?
Ob die Hamas eine Terrororganisation und daher kein Partner zum Verhandeln ist, ist mE kaum eine ernstgemeinte Frage. Eine ernstgemeinte Frage ist aber, ob "die Palästinenser" bzw. "die arabischen Juden" mit "der Hamas" gleichgesetzt werden können.

Dass letztlich nur die Auflösung der Hamas zu Frieden führen wird, scheint mir ziemlich sicher. Aber dass "die Palästinenser" letztendlich einen eigenen Staat brauchen - und dass Israel da nicht grade drauf hin arbeitet (auch, wenn das politisch verständlich sein mag!), steht für mich im Grunde ziemlich außer Frage.

Siehst du das anders?

lubov antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526
Veröffentlicht von: @lubov

. Aber dass "die Palästinenser" letztendlich einen eigenen Staat brauchen

Wer würde denn einen solchen Staat führen?
Wäre Palästina ein Staat unter einer Hamas-Regierung, oder mit einem ebenso schwachen wie korrupten Präsidenten Abbas, dann hätten wir jetzt einen Krieg zwischen zwei ( oder mehr) Staaten im völkerrechtlichem Sinne.
Im Moment ist es ein Konflikt zwischen einem Staat und einer Terrororganisation.
Solange also die Hamas in Gaza und die Fatah im jetzigem Zustand das Sagen in den Palästinensergebieten haben, ist es sicher besser, das es keinen Staat Palästina gibt.
Die Frage der Hauptstadt ist da noch gar nicht mit berücksichtigt.

eldarion antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2559

Die Angebote als Hauptstadt einen der arabischen Vororte die zu Jerusalem gehören wurden abgelehnt.
a) es gibt Palästinenser die sehen, dass es arabischen Israelis besser geht als unter der Regierung Abbas ihnen selbst.
b) es gibt israelische Araber die sich als Palästinenser bezeichnen.
c) es gibt Beduinen in der israelischen Armee
d) es gibt Drusen in der israelischen Armee die auch arabisch sprechen.
f) es gibt die Gruppe die am wenigsten berücksichtigt wird, christliche Araber. Der Bischof in Nazareth hat vor Jahren aufgefordert in der israelischen Armee zu dienen. Die Christen wehren sich inzwischen gegen die Bevormundung der Moslems.

jigal antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @lubov

Ob die Hamas eine Terrororganisation und daher kein Partner zum Verhandeln ist, ist mE kaum eine ernstgemeinte Frage.

Wieso gibt es dann diese Aufforderungen, sich endlich mal wieder gemeinsam an einen Tisch zu setzen und miteinander zu sprechen? Anscheinend ist sowas ernst gemeint.

Veröffentlicht von: @lubov

Eine ernstgemeinte Frage ist aber, ob "die Palästinenser" bzw. "die arabischen Juden" mit "der Hamas" gleichgesetzt werden können.

Nein, aber das habe ich auch nicht behauptet.

Veröffentlicht von: @lubov

Aber dass "die Palästinenser" letztendlich einen eigenen Staat brauchen - und dass Israel da nicht grade drauf hin arbeitet (auch, wenn das politisch verständlich sein mag!), steht für mich im Grunde ziemlich außer Frage.

Diese sog. Zweistaatenlösung wäre das Aus für Israel. Das funktioniert allein aus militätstrategischen Gründen nicht, weil Israel dann sämtliche Pufferzonen (oder wie das heißt) verlieren würde und nicht mehr zu verteidigen wäre.

miss-piggy antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

[url]Diese sog. Zweistaatenlösung wäre das Aus für Israel.[/url]

Nicht unbedingt. Die Frage wäre, wo denn die Grenze verlaufen würde - und welche Hauptstadt "Palästina" bekommen würde.
Mit Ramallah wäre das sicher machbar, mit Ostjerusalem definitiv nicht.

Nur ist mit den jetzigen palästinensischen Machthabern grundsätzlich kein Staat zu machen.

Nachtrag vom 18.05.2021 1323
Sorry. Das korrekte zitieren lern ich wohl nie 🙁

eldarion antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2559

Ein palästinensischer Staat hätte das Recht sich zu bewaffnen.
Ganz krass gesagt, bisher bekommt die Hamas Raketen einfacherer Art.
Dann bekäme sie Raketen legal aus dem Iran die das ganze Staatsgebiet Israels treffen können.

jigal antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @eldarion

Nicht unbedingt. Die Frage wäre, wo denn die Grenze verlaufen würde - und welche Hauptstadt "Palästina" bekommen würde.
Mit Ramallah wäre das sicher machbar, mit Ostjerusalem definitiv nicht.

Für einen Palästinenserstaat ist doch prinzipiell der Landstrich westlich des Jordans vorgesehen, oder? Und genau da wäre das Problem, dass dann für Israel eine offene Flanke entsteht, egal wie breit der Landstrich wird und welche Hauptstadt es sein wird.

miss-piggy antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Die Hamas beansprucht zwar für sich, das Sprachrohr des palästinensischen Volkes zu sein, doch die sind so laut, daß sie alle anderen palästinensischen Stimmen, die durchaus Frieden wollen, übertönen. Es gibt auch Teile des palästinensischen Volkes, die sich der Hamas lieber heute als morgen entledigen wollen. Die haben nämlich auch erkannt, daß die Hamas das größte Hindernis zum Frieden ist.

ungehorsam antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 5961
Veröffentlicht von: @mrorleander

Das rechtfertigt nicht, die Augen vor rechter Gewalt gegen Juden zu schließen - und diese Gewalt gibt es ohne Zweifel - und es ist beschämend, daß es sie in Deutschland gibt.
Aber die - kultursensible ? - Rücksichtnahme gegenüber migrantischer, muslimischer Gewalt gegen Deutsche jüdischen Glaubens sollte ebenso ein Ende haben.

Cem Özdemir findet dazu auch deutliche Worte.

Der sagt ganz klar, das Argument, daß es auch deutschen Antisemitismus von Rechts gibt entlastet da nicht, und in diesem Land leben will hat sich klar zum Existenzrecht Israels zu bekennen.

Cem Özdemir zum Antisemitismus bei Muslimen

alescha antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @johannes22

Aber wenn deutschland jetzt so tut als wenn der Antisemitismus aus dem arabischen Raum kommt ist das eine Lachnummer.

Du bestreitest also, dass der Judenhass außer von den Nazis nirgends herkommt? Was ist mit den islamischen Zuwanderern nach Deutschland, sind die alle judenfreundlich?

helle antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @helle

Du bestreitest also, dass der Judenhass außer von den Nazis nirgends herkommt?

Wo bestreite ich das? Ich kann mir vorstellen das im ganzen Westlichen/Islamischen Kulturkreis Antisemitismus verbreitet ist. Lediglich die Hinduistischen und Konfuzianischen sowie buddhistischen Asiaten dürften damit nichts zu tun haben.

Veröffentlicht von: @helle

Was ist mit den islamischen Zuwanderern nach Deutschland, sind die alle judenfreundlich?

Ich führ keine Statistik aber ich geh mal von der gleichen Quote wie bei Deutschen aus ( 10% Nazis/Antisemiten). ist eine internationale Konstante.

johannes22 antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3744
Veröffentlicht von: @ungehorsam

9. November 1938

😐

Ich fragte nach der Gegenwart, weil Du schriebst:

Die Christen stehen dem Islam in Sachen Judenhass jedoch in nichts nach.

Wo sind diese Christen denn?

Ganz davon ab: Die sog. "Reichskristallnacht" war staatlich organisiert. Oder kam das von der Kirche?

plueschmors antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @plueschmors

Ich fragte nach der Gegenwart, weil Du schriebst:

19. Februar 2020 . gegenwärtig genug?

johannes22 antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3744
Veröffentlicht von: @johannes22

19. Februar 2020 . gegenwärtig genug?

Was haben Christen denn da getan?

plueschmors antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Zu dieser Zeit gab es so gut wie keine muslimischen Einwanderer in Deutschland.

Zu den wenigen, die Asyl unter Hitler bekamen, gehörten damals Palästinenser.

orangsaya antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Und seine Affinität zu den Palästinensern (und umgekehrt) im Nahen Osten der damaligen Zeit war auch bekannt.

banji antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973

Ist schon klar, die deutschen hatten nie ein Problem mit Antisemitismus. Alles klar......

johannes22 antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Ja, da hast Du wohl etwas falsch verstanden.

banji antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @plueschmors

Sind die auch gegenwärtig auf deutschen Straßen mit den Muslimen im Haß vereint unterwegs und verbrennen israelische Flaggen?

https://www.dw.com/de/anschlag-auf-synagoge-lebenslang-f%C3%BCr-halle-attent%C3%A4ter/a-56011627

Ist der 19. Februar 2020 gegenwärtig genug? War ein Deutscher.

johannes22 antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3744
Veröffentlicht von: @johannes22

Ist der 19. Februar 2020 gegenwärtig genug? War ein Deutscher.

Und auch noch ein Christ?

Ungehorsam schrieb:

Die Christen stehen dem Islam in Sachen Judenhass jedoch in nichts nach.

Ich würde gern wissen, wo die Christen dem Islam gegenwärtig in nichts nachstehen. Allein darum geht es hier.

plueschmors antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Es geht aber hier nicht einfach um Judenhass an sich. Es geht um politische Entwicklungen, die Auslöser sind.
Dass es Leute gibt, die das durcheinanderbringen, steht außer Frage.
Dass das nicht besonders gelungen ist, auch.

Aber man sollte selber vielleicht noch differenzieren.

tatokala antworten
Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Rot!
Entschuldige, allen Christen hier Judenhass zu unterstellen, ist schon ein starkes Stück... Ich bin entsetzt! Hast Du die Fähigkeit zur Differenz?

helle antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3025

Grün
Ich gebe Dir grün, weil ich glaube, Dich richtig zu verstehen, dass Du nicht jeden - heutigen - Christen damit meinst, sondern das, was auch in der christlichen Religion zu finden ist. Insofern geben und nehmen sich Christentum und Islam nichts.

Übrigens habe ich heute Nachmittag eine Doku gesehen, in der beschrieben wurde, wie die christlichen Kreuzritter bei der Eroberung Jerusalems unterschiedslos Juden und Moslems in großer Zahl massakriert haben. Bei der 80 Jahre späteren Eroberung durch Moslems, hatte Saladin seine Feinde gehen lassen und nicht massakriert.

queequeg antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526
Veröffentlicht von: @queequeg

Bei der 80 Jahre späteren Eroberung durch Moslems, hatte Saladin seine Feinde gehen lassen und nicht massakriert.

Geschichte ist mein Ding 😊
Das lag an der Person Saladin. Er hatte 1187 sein Wort gegeben, denn der Verteidiger von Jerusalem - Balian von Ibelin - hatte vorher mit der Zerstörung der heiligen Stätten gedroht, sollte es keinen freien Abzug gegeben.
Was unterschlagen wird, ist auch interessant.
Das besagte Massaker 1099bei der christlichen Eroberung fand statt, wie du erwähntest.
Aber erst 1098 wurde Jerusalem von einer anderen islamischen Dynastie erobert. Die vorherigen ( islamischen) Verteidiger wurden ebenso niedergemetzelt.
Das war zu jener Zeit bei der Eroberung einer Stadt die übliche Vorgehenweise.

eldarion antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @eldarion

Die vorherigen ( islamischen) Verteidiger wurden ebenso niedergemetzelt.

Die Kreuzritter haben auch Konstantinopel geplündert....
was die Spaltung von West- und Ostkirche zementiert haben soll...

😊

lg
Tatokala

tatokala antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

Da hast du völlig recht.
Der Doge von Venedig, Enrico Dandolo, war da die treibende Kraft. Die Ritter des vierten Kreuzzuges konnten sich die Überfahrt ins heilige Land nicht leisten und eroberten für Venedig als Gegenleistung für den Transport ein paar Gebiete. Hinterher machte man halbe-halbe.

Auch auf einem Kreuzzug gehts ums Geschäft.

eldarion antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Ja, jedenfalls war da auch nix mit christlicher Nächstenliebe. 😊

tatokala antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 526

Wobei man in Europa die orthodoxe Kirche von Byzanz auch mit Misstrauen beäugt hat.

eldarion antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Geschichtsbewußtsein schön und gut, aber hat das jetzt auch nur eine Rakete auf Israel verhindert?

Anonymous antworten
Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Geschichte durch die Heute-Brille gesehen
Irgendwie scheint es in der heutigen Zeit Mode zu sein, die Geschichte durch eine Brille aus dem Heute heraus zu betrachten und auf aktuelles Geschehen zu projizieren.

Aktuell gehen die Aggressionen bei den Demos jedoch von den Palästinensern und deren Gesinnungsgenossen aus. Das ist unbestreitbar. Christen sind bei diesen Demos nicht involviert.

Dass in der Kirchengeschichte so viel Elend angerichtet und das noch längst nicht zur Genüge aufgearbeitet wurde, ist klar. Aber das jetzt bei dieser Gelegenheit zu erwähnen, halte ich nicht für angebracht und zwar deshalb, weil das eine mit dem anderen nichts zu tun hat.

Nachtrag vom 16.05.2021 0821
Geschichte muss immer im Kontext der Vergangenheit verstanden werden.

tamaro antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Hm.. ich halte es schon für wichtig, Lehren aus der Geschichte zu ziehen aber so zu tun als wäre unsere Gesellschaft noch im Zustand von Martin Luther, halte ich für verfehlt. Der Antisemitismus von extrem Rechten und Linken halte ich tatsächlich für gefährlich und noch wirkmächtig.
In der Mitte der Gesellschaft ist er jedoch nicht mehr salonfähig. In Köpfe schauen kann ich zugegebnermaßen nicht. Mir ist das, denke ich, fremd. Vermutlich ist es das jedem, der sich vom Tagebuch von Anne Frank, Schindlers Liste uvm hat berühren lassen.

Noch ein Wort zu Hitler: ihn als Christen zu verstehen, das geht zu weit. Er hatte eine christliche Prägung und versuchte diesen Boden für sich fruchtbar zu machen. Allerdings ist auch erkennbar, dass er "germanischen" Traditionen und Glaubensgebäuden sehr viel näher stand, die Kirche eher als Feind als "natürlichen" Verbündteten sah.

Anonymous antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861

Ich hätte gern einen Beleg, wo Christen (!) hier in Deutschland Judenhass verbreiten.

tristesse antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

Ich kenne z.B. eine kleine Handvoll syrischer Christen hier flüchtig, die schon von klein auf mit dem in ihrem Land üblichen Judenhass aufgewachsen sind. Manche davon versuchen, sich vom Hass auf die Juden theologisch und rational zu lösen, aber einige fallen gerade in Zeiten wie diesen in alte emotionale Muster zurück, und andere haben nie versucht, sich daraus zu befreien. Sie leiden besonders mit den palästinensischen Christen bzw. den arabischen Christen in Israel, zu denen auch teils verwandtschaftliche Beziehungen bestehen, und ergreifen so - durchaus verständlich, wenn auch kein Grund, das zu rechtfertigen - Partei. Da ist "Christusmörder" eine der Vokabeln, und die Identifikation mit den ersten Märtyrern fällt leicht - die Differenzierung hingegen zunehmend schwer.

Das mit den "verstockten" Juden, den "Christusmördern", die "nur ernten, was sie gesät haben" ist mir auch bei Leuten aus dem freikirchlichen Bereich schon begegnet, allerdings lange her.

lubov antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861

Ich dachte da, eher an deutsche Christen...

tristesse antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

😀 Ok, bei "Christen hier in Deutschland" war mir "ausschließlich deutschstämmige Christen" nicht bewusst, ich hatte tatsächlich vermutet, deine Formulierung sei bewusst offen formuliert. Sorry!

Wie gesagt, in Freikirchlichen Kreisen ist mir das auch schon begegnet, in der Gemeinde war ich dann aber nur einmal zu Gast, und es ist fast ein halbes Leben her, so dass ich den Gemeindenamen gar nicht mehr und die Richtung (pfingstlerisch) nur noch vage benennen kann, und vielleicht haben sie sich da auch weg entwickelt. Ich habe damals nicht gefragt, ob sie nicht vielleicht doch zum Teil Migrationshintergrund hatten. Irgendwo in Dortmund war's.

(Bei der Formulierung "deutsche Christen" hab ich erstmal geschluckt. Ich glaube, der Begriff ist so belastet, dass ich jemandem, der mich so nennt, widersprechen würde.... offenbar bin ich da mimosig.)

lubov antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3025

Menschen - nicht Ideen machen es
Es hat Zeiten gegeben, in denen Juden und Moslems nicht nur friedlich, sondern geradezu konstruktiv nebeneinander lebten und z.B. ein Jude Wesir eines islamischen Herrschers wurde und ein anderer Jude General seiner Armee.

Ich denke, hier wie überall sonst, sind es die Entscheidungen von Menschen, die eine Idee (Ideologie, Glauben) konstruktiv oder destruktiv werden lässt.

queequeg antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2559

muslimische Flüchtlinge putzen Stolpersteine
Terry Swartzenberg setzt sich für Stolpersteine in München ein, diese waren lange verboten, da Frau Knobloch dagegen war.

Heute schreibt er:

Shalom Ihr Lieben,

bewegende Momente gestern Abend.

Muslimische Flüchtling*innen und ich habe die Stolpersteine in der Bismarckstraße 30 geputzt - und über den Holocaust geredet. Diese jungen Menschen haben große Kenntnisse davon. Das Gespräch um die Stolpersteine, Erinnerung und Diskriminierung kommt heute im B2. Link wird geschickt.

Letzte Woche waren es Montessori Schülerinnen, die als Zeichen von Solidarität mit den Opfer damals und heute die Stolpersteine in der Seestr. 8 und Leopoldstr. 52a geputzt haben.

Vor zwei Wochen: meine Praktikant*innen, die aus Syrien, Nigeria sowie Kolumbien kommen: Mariahilfstrasse 7 + 9 sowie Zeppelinstr. 16.

Schön, daß junge Menschen sich so für das Gedenken einsetzen!!!

jigal antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @jigal

Flüchtling*innen

wie sinnlos ist denn so eine Sprache ... 🙄

banji antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2559

nicht lesbar, nun Herr Swartzenberg, wird vermutlich US-Amerikaner mit deutschen Wurzeln (Schwarzenberg) sein.
Für so jemand ist der Genderwahn noch komplizierter.

jigal antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @jigal

Terry Swartzenberg setzt sich für Stolpersteine in München ein, diese waren lange verboten, da Frau Knobloch dagegen war.

Stolpersteine sind in München nach wie vor auf öffentlichen Grundstücken nicht erlaubt, nur auf privaten. Es gibt aber stattdessen ein anderes Konzept.

miss-piggy antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2559

T.S. berichet von Stolpersteinen auf öffentlichem Grund.

jigal antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @jigal

T.S. berichet von Stolpersteinen auf öffentlichem Grund.

In einem Interview vom 18.5.21 sagte er, dass er sich an das Verbot hält und nur auf Privatgrund Stolpersteine verlegt. Der einzige öffentliche Grund, auf dem sechs Stolpersteine verlegt wurden, ist das Ägyptische Museum.

miss-piggy antworten


Banji
Beiträge : 3581

Ich verstehe es langsam auch nicht mehr. Einerseits die großspurigen Beteuerungen der Politiker, dass Antisemitismus und Judenhass keinen Platz in Deutschland haben dürfen und andererseits dass das Demonstrationsrecht genau das wieder möglich macht. 😠

banji antworten
26 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @banji

Einerseits die großspurigen Beteuerungen der Politiker, dass Antisemitismus und Judenhass keinen Platz in Deutschland haben dürfen und andererseits dass das Demonstrationsrecht genau das wieder möglich macht.

Mir scheint, da bringst du zwei Dinge durcheinander...

lucan-7 antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Empfindest du diese Gegensätzlichkeit denn nicht?

Grade wegen des Antisemitismus und Judenhasses, sollten m.E. Politiker und Verwaltungen so weitsichtig sein, und solche Demonstrationen, wie sie hier in einigen Städten stattfinden, verbieten.

banji antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861

Meinst du, dann hört der Antisemitismus auf?

tristesse antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Nein, aber vielleicht die Doppelbödigkeit wird dann nicht so sichtbar.

banji antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

Wenn Doppelbödigkeit denn sichtbar wird, ist das doch eigentlich gut, oder? Dann kann man ansetzen, gegen sie anzugehen. Besser, als irgendwas unter den Teppich zu kehren. Nicht? Warum nicht?

lubov antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2559

Es ist gerade ein Witz dass die EU sich im Konflikt in Israel einschaltet.
Die EU ist eine Organisation die Israel ankreidet, wenn sie Siedlungen zulässt, selbst aber nicht fragt, wo sie für Araber Häuser baut, wem das Grundstück gehört. Die EU ist massiv doppelzüngig.

Die UNO nimmt kein Israeli mehr ernst. Die Araber sorgen für so viele Resolutionen gegen Israel. Die UNESCO ignoriert den jüdischen Tempel.

Ephraim Kishon hat schon vor vielen Jahren geschrieben wie die UNO Israel für Dinge verantwortlich macht.
In seiner überspitzten Fiktion wird Israel für den Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan verantwortlich gemacht.

jigal antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @jigal

Die UNESCO ignoriert den jüdischen Tempel.

Was meinst du damit? 🤨

tatokala antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2559

Wenn die UNESCO eine Resolution herausgibt die faktisch sagt der Haram es Sherif hat nur eine moslemische Geschichte obwohl die Organsiation die für den Tempelberg zuständig ist in den 1930ern noch veröffentlicht hat, dass auf diesem Geländer der jüdische Tempel stand.
Dann ignoriert sie die jüdische Geschichte des Areal.

jigal antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Sprung grad verstehe - und ob ich dein Thema nicht an eigener Stelle geschickter fände.

Wir hier im Strang waren bei "Antisemitismus und Judenhass sollen keinen Platz in Deutschland haben - und nun sorgt das Demonstrationsrecht dafür, dass beide sich austoben dürfen. Deshalb sollten anti-jüdische und anti-israelische Demonstrationen, weil sie im Grunde immer auch antisemitisch sind, verboten sein. Davon geht der Antisemitismus zwar nicht weg, aber..." (Banji, ich hoffe, dich hier richtig wiedergegeben zu haben!). Was genau das "aber..." beinhaltet, danach hatte ich grade gefragt, weil ich mir da nicht sicher bin, Banji richtig verstanden zu haben.

Was nun dein Beitrag mit dem Strang hier und genauer mit meinem Posting zu tun hat... magst du mir vielleicht erklären?

lubov antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2559

Ich habe gerade Phoenix eingeschaltet und das Thema ist ja verknüpft.
a) versucht die EU gerade eine Konfliktlösung in Israel, ebenso die UNO.
b) ist gerade der Tag der Naqba, der Katastrophe für Araber, mit der Staatsgründung Israels, weshalb dort unten auch Zoff ist und gerade auch in Deutschland sowieso demonstriert werden würde.
c) vermischen die Demonstranten den Konflikt in Israel mit den jüdischen Gemeinden hier.
e) die türkischen Fahnen.. Erdogan hat ein Interesse am Nahen Osten aus osmanischer Zeit - hört man. Früher gab es bei solchen Demonstrationen keine türkischen Fahnen.

jigal antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

Aha.
Welcher deiner durchaus relevanten (und mir zum Teil durchaus bekannten) Punkte wird dadurch besser, dass man die Demonstrationen verbietet?
Oder welche Doppelbödigkeit - die wie mit deinen durchaus relevanten Punkten verknüpft ist? - wird durch das Verbot der Demonstrationen weniger sichtbar? Und ist dass dann gut?

lubov antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @lubov

Deshalb sollten anti-jüdische und anti-israelische Demonstrationen, weil sie im Grunde immer auch antisemitisch sind, verboten sein.

Inwiefern ist eine anti-israelische Demonstration, sofern sie sich gegen die israelische Politik richtet, denn "antisemtisch"?

Es ist doch auch völlig legitim, gegen die Politk der USA oder eines anderen Landes zu demonstrieren?

lucan-7 antworten
Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2559

Man nutzt das Wörtchen Israelkritik für Antisemitismus. Es gibt ja auch kein Wort Chinakritik, Russlandkritik.

jigal antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

Keine Kritik an israelischer Politik möglich?

Veröffentlicht von: @jigal

Man nutzt das Wörtchen Israelkritik für Antisemitismus

Das höre ich immer mal wieder. Und es mag in vielen Fällen stimmen. Dass es in allen Fällen stimmt, wage ich zu Bezweifeln. Menschen sind oft sprachfaul. Ich hab schon das Wort "USA-Kritik" gehört - und gemeint war "Kritik an der Politik der USA".

Ich hab auch schon sagen hören, jede Kritik an israelischer Politik wäre am Ende versteckter Antisemitismus. Du meine Güte! Ich hab in Dortmund mehr als einen Freitagabend nach der Sabbatbegrüßung beim allgemeinen Plausch da gestanden und gelauscht, wie Juden - und grade der eine oder andere israelische Jude, nicht nur die deutschen und deutsch-russischen und englischen! - über die damalige israelische Regierung und ihr Handeln in Fahrt geriet, dass mir ganz blümerant wurde. 😀

Ein Franzose, der über die deutsche Politik schimpft, ist doch deshalb nicht "germanophob". Warum soll nicht jeder beliebige Mensch seine Meinung, auch wenn sie negativ ist, und seine Kritik über jede beliebige Politik äußern dürfen im Rahmen des gesetzlich Erlaubten, ohne gleich zum Nazi gestempelt zu werden?

lubov antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15321
Veröffentlicht von: @jigal

Man nutzt das Wörtchen Israelkritik für Antisemitismus. Es gibt ja auch kein Wort Chinakritik, Russlandkritik.

Gäbe es das Wort "Antisemitismus" nicht dann gäbe es demnach auch keinen Antisemitismus?

lucan-7 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @jigal

Israelkritik für Antisemitismus.

Was Quatsch ist.

lg Tatokala

tatokala antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

*seufz* Du hast nicht weiter gelesen. Sonst wäre dir klar, dass ich - ich habe es durch die Anführungszeichen aber auch gekennzeichnet - hier zusammengefasst habe, wie ich Banjis Position in seinen Postings dieses Threads verstanden habe. Ich habe ihn direkt hinter dieser Zusammenfassung auch angesprochen und meine Hoffnung ausgedrückt, ihn hier richtig wiedergegeben zu haben. Es ist durchaus möglich - und das habe ich durch diese Nachfrage auch aufgezeigt - dass ich ihn da falsch verstanden und somit auch wiedergegeben habe.

Von daher: Bitte frag Banji zuerst, ob ich ihn an dieser Stelle vielleicht falsch verstanden habe, denn das, was du leider ohne die Anführungszeichen zitierst war ja mein Versuch, seine Worte zusammenzufassen, und somit nicht Banjis eigene Aussage, aber eben auch nicht meine Meinung - ich hinterfrage diese Meinung doch gerade.

Sollte Banji bestätigen, dass ich seine Meinung an dieser Stelle richtig zusammengefasst wiedergegeben habe, kannst du ihn ja danach nochmal fragen, was du grade mich fragst.

😀

Im übrigen, falls du an meiner tatsächlichen Meinung interessiert sein solltest: In den Nachrichten haben sie ein, zwei junge "arabische" Leute am Rande von Demonstrationen gezeigt, die zwar kurz, aber knapp und sehr vorbildhaft erklärten, dass es nicht "gegen die Juden" sondern gegen die israelische Politik ginge. Ich war bei keiner der Demos dabei, aber so reflektierte Aussagen schienen mir doch eher die Ausnahme. Ich befürchte, dass jede Demonstration gegen Israels Politik (was deutlich weniger bzw. gemäßigter ist als eine anti-israelische Demo) zumindest ein Kohlebecken ist, in dem Antisemitismus plötzlich auflodern kann. Nein, nicht muss. Aber kann.
Von daher bin ich nicht dafür, Demos zu Verbieten, die sich gegen die israelische Politik richten. Diese Demos streng zu überwachen und sehr hart gegen antisemitische "Äußerungen" und gegen alles, was Israels Recht, als Staat zu bestehen, in Frage stellt, vorzugehen fände ich aber dringend notwendig.

lubov antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861

Welche?

tristesse antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Auf der einen Seite die empörten (zu Recht!) Äußerungen und Statements von Politikern zu den Vorfällen in der letzten Woche und auf der anderen Seite die Duldung von antisemitischen / antijüdischen Demonstrationen ... ich finde, das passt nicht zusammen.
Hier muss konsequenter gehandelt werden, wenn die Gesellschaft neben rechtem Judenhass nicht auch noch den muslimischen Judenhass bekämpfen will.

banji antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861
Veröffentlicht von: @banji

Auf der einen Seite die empörten (zu Recht!) Äußerungen und Statements von Politikern zu den Vorfällen in der letzten Woche und auf der anderen Seite die Duldung von antisemitischen / antijüdischen Demonstrationen ... ich finde, das passt nicht zusammen.

Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Demonstrationsrecht auch, es gab ja in Deutschland eine Zeit, da war das anders.

Veröffentlicht von: @banji

Hier muss konsequenter gehandelt werden, wenn die Gesellschaft neben rechtem Judenhass nicht auch noch den muslimischen Judenhass bekämpfen will.

Da bin ich auch für, aber wie gesagt kann das meiner Meinung nach nicht über das Demonstrationsverbot gehen.

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15321

Antisemitismus und Politik

Veröffentlicht von: @banji

Grade wegen des Antisemitismus und Judenhasses, sollten m.E. Politiker und Verwaltungen so weitsichtig sein, und solche Demonstrationen, wie sie hier in einigen Städten stattfinden, verbieten.

Ich denke, die meisten Politiker haben sich klar positioniert: Selbstverständlich kann und darf man gegen die Politik eines Staates demonstrieren, egal ob das die Türkei, die USA oder Israel ist.

Antisemitismus, also beipielsweise die Unterstellung, nicht nur Politiker, sondern Juden allgemein seien dafür verantwortlich, werden nicht toleriert - denn das hat nichts mehr mit Politik zu tun, sondern ist tatsächlich eindeutig antisemitisch.

Und ich halte das auch für eindeutig genug, dass es nicht erforderlich ist, hier die Grundrechte einzuschränken.

lucan-7 antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

Aber was hat es dann für das Leben und die Praxis einen Wert, wenn die reine eindeutige verbale Positionierung ausreicht? Und dann trotzdem jeder Rechte, jeder Linke, jeder Araber lauthals seinen Judenhass auf den Straßen herumtösen kann?

Irgendwie reicht mir das nicht.

banji antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16861

Meinst du denn, die Antisemiten sind nur antisemitisch wenn sie demonstrieren?

Du löst das Problem doch nicht, indem du Demos verbietest.

tristesse antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581
Veröffentlicht von: @tristesse

Du löst das Problem doch nicht, indem du Demos verbietest.

Sicher nicht.

Aber vielleicht hast Du Recht und diese Demonstrationen sind gar nicht mal so schlecht, denn so wird sichtbar - wo alles Antisemitismus in diesem Land brodelt.

banji antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2209
Veröffentlicht von: @banji

und andererseits dass das Demonstrationsrecht genau das wieder möglich macht. 😠

Das Demonstrationsrecht macht kein Judenhass möglich. Der ist unabhängig vom Demonstrationsrecht vorhanden.

lhoovpee antworten
Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3581

jaaa, klaaar ... vielleicht war ich zu ungenau: ich meine "wenn das Demonstrationsrecht es möglich macht seinen Judenhass auf der Straße ungehindert laut herumzuposaunen ...

banji antworten
GoodFruit
Beiträge : 1538

Die Juden haben es in ihrer ganzen Geschichte nicht leicht gehabt. Verfolgungen gab es zu allen Zeiten und wohl so ziemlich überall auf der Welt. Aber es gibt auch das Gegenteil: Das Bekenntnis zu den Juden, die offene Aufnahme und das hilfreiche oder schützende Beiseitestehen.

Es liegt ein Fluch und auch ein Segen darauf, wie wir mit den Juden umgehen. Gehen wir schlecht mit ihnen um, wird uns ein fluch treffen, gehen wir gut mit ihnen um, so ist uns Segen gewiss.

Ich diesem Zusammenhang freue ich mich ganz besonders über so etwas:

http://www.wiesbadenaktuell.de/nachrichten/news-detail-view/article/hessischer-landtag-zeigt-solidaritaet-mit-israel.html

Sicher haben die verantwortlichen Menschen in Hessen das nicht mit der Hoffnung auf den Segen im Hinterkopf gemacht - aber vielleicht lohnt man ein Blick auf dieses Bundesland, ob es nicht viel mehr als alle anderen Bundesländer gesegnet sein wird ...

goodfruit antworten
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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2875
Veröffentlicht von: @goodfruit

Sicher haben die verantwortlichen Menschen in Hessen das nicht mit der Hoffnung auf den Segen im Hinterkopf gemacht - aber vielleicht lohnt man ein Blick auf dieses Bundesland, ob es nicht viel mehr als alle anderen Bundesländer gesegnet sein wird ...

Sicher ist es etwas gutes. Wenn ich Hessen höre, aber nicht nur Hessen, dann registriere ich es aber nur mit einer Distanz als positiv. Wenn ich an den Panzer Fischer denke, an Hohmann, oder die brutal möglichste Aufklärung dann sieht Hessen ganz anders aus. Die CDU ist wohl nicht antisemitisch, aber in Hessen häufen sich die Problem und der Umgang mit der Aufarbeitung ist nicht immer gut.

Auch die Stadt Hagen beweist, was solche Bekundungen nutzen. Die Stadt hatte eine israelische Fahne aufgehängt. Der Hintergrund war ein Jubiläum der Beziehungen. Kaum fliegen Raketen aus Gaza nach Israel wir die Fahne vom Platz genommen. Ich meine, wenn Freunde so mit Krieg bedrängt werden, dann kann man die Fahne nicht hoch genug hissen. Die Stadt wollte mit der Fahne keine Komplikationen haben.

Am 30.4.hat eine Zeitung einen Test gemacht. Reporter hängten Israel-Fahnen an Brennpunkten in deutschen Städten auf und beobachteten und filmten, was passierte.
Hier der Bericht:
https://www.youtube.com/watch?v=-xT6pxbZ-NA

orangsaya antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1538
Veröffentlicht von: @orangsaya

Auch die Stadt Hagen beweist, was solche Bekundungen nutzen. Die Stadt hatte eine israelische Fahne aufgehängt. Der Hintergrund war ein Jubiläum der Beziehungen. Kaum fliegen Raketen aus Gaza nach Israel wir die Fahne vom Platz genommen. Ich meine, wenn Freunde so mit Krieg bedrängt werden, dann kann man die Fahne nicht hoch genug hissen. Die Stadt wollte mit der Fahne keine Komplikationen haben.

Ja, ds habe ich auch gehört, dass anderorts es Probleme mit diesen Flaggen gab.

Zu dem Film, der schon 2018 gedreht wurde, sehe ich da nur zwei der 4 Fälle wirklich als antisemitisch motiviert.

Die ganze Szenerie war ja recht kontruiert, die wegen Art der Anbringung (die ja recht stümperhaft provisorisch und für jeden in Griffweite war), Ort der Anbringung (öffentlicher Raum, wo man sicher nicht einmal ein Plakat hätte aufhängen dürfen) auch prvokativ wirkte. Möglicherweise hätte man solches Verhalten auch bei Verwendung einer russischen, amerikanischen, türkischen oder sgar deutschen Flagge beobachten können.

In dem Film nehme ich der ersten Person ihr Argument ab. Sie wollte eine Prvokation und einen zu erwartenden unschönen Angriff auf die israeilische Flagge vermeiden. Erkennbar war das für mich auch, weil diese Person die Flagge nicht irgendwie zerknüllte sondern wie einen Umhang um sich nahm. So etwas macht man in der Regel nicht mit Flaggen, zu denen man sehr distanziert steht.

Personengruppen 2 und 3 waren klar gegen Israel bzw. die Flagge.

Die vierte Person in Neu-Ulm nahm die Flagge ja sehr sorgsam ab (so als wollte sie einen Schaden auf jeden Fall vermeiden) und faltete sie sehr sauber, um sie dann mitzunehmen. Ich könnte mir votstellen, dass diese PErson die Flagge zu HAuse in der Wohnung aufhängen wollte. Das wäre ein Diebstahl, der aber auch durch das unberechtigte Aufhängen der Flagge an einem öffentlichen Ort (kann mir nicht orstellen, dass ich an alle Brückengländer einfach so irgendwelche Plakate oder Flaggen anbringen darf) und die sehr provisorische Art der Befestigung schon auch provoziert war.

Zum Aufzeigen von einem weit verbreiteten Antisemitismus in Deutschland eignet sich der Film für mich jedenfalls nicht - was nicht bedeutet, dass ich nicht lguabe, dass es den nicht auch gibt.

goodfruit antworten


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