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Neuer Judenhass in Deutschland

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Helle
 Helle
Themenstarter
Beiträge : 772

"Scheiß Jude" "Drecksjude!" schallt es bei Demos durch Deutschlands Straßen. Türkische, palästinensische und syrische Flaggen und andere werden geschwungen, israelische werden verbrannt. Viele junge Teilnehmer, sogar Kinder sind dabei.
Deutschlands Straßen wie z.B. heute in Neukölln werden zum Schauplatz des neuen Judenhasses. In Neukölln wird ein Teilnehmer festgenommen. Daraufhin wierden zahlreiche Polizisten angegriffen. Es wird versucht, den Festgenommenen zu befreien. Ein Demonstrant trägt einen roten Schirm mit der Aufschrift "Kindermörder Israel" Steine und Flaschen fliegen in die Richtung der Polizisten. Kamerateams werden von Demonstranten geschlagen. Ein Polizist nimmt einen Demonstranten fest und bekommt Tritte in seinen Rücken. Bilder, die einen fassungslos machen.

In Frankfurt und Freiburg demonstrierten die Menschen friedlich.

Der Krieg zwischen Palästinenser und Juden ist ja nicht neu. Nun aber übertragen sich die Aggressionen auch auf deutsche Straßen.
Wo kommt dieser Judenhass her?
Ich frage mich: Wo waren die Demonstranten, als Assad mit Fassbomben Hunderttausende tötete?
Wäre es jetzt nicht Zeit, über eine Einschränkung des Demonstrationsrecht nachzudenken?
Wie wird es in Zukunft in Deutschland aussehen?
Haben Juden in Deutschland nun eine Verfolgung zu befürchten?

Was müsste Eurer Meinung nach nun geschehen? Was wurde verpasst? Ist Frieden zu den Juden denn möglich?

Vielleicht können wir Ideen sammeln und austauschen?

Ich sehe einen Zusammenhang zum momentanen Krieg. 1.800 Raketen flogen seit Montag auf Israel. über 400 gingen noch in Gaza nieder und tötete dort einige Kinder. Dieser Wahnsinn muss aufhören!

Gruß Helle

Antwort
467 Antworten
ALF.MELMAC
Beiträge : 2153

In England und Frankreich gibt es die gleichen Probleme

alf-melmac antworten


Eldarion
Beiträge : 526

Es fällt scheinbar auch vielen Usern hier schwer, sich einzugestehen, dass die grenzenlose Willkommenspolitik und die Solidarität mit Israel schwer unter einen Hut zu bringen sind.
Unzweifelhaft gibt es auch deutschen Antisemitismus. Vor allem wenn er von rechts kommt, kann man sich gar nicht deutlich genug distanzieren.
Antisemiten aus der linken Ecke werden da schon mal gerne relativiert oder ignoriert. Wenn z.B. Greta Thunberg ein höchst zweifelhaften Link bei Twitter teilt, verursacht das eher betretenes Schweigen.
Ganz problematisch sind natürlich zugewanderte Antisemiten. Man will ja keineswegs rechts sein. Also darf man nicht zu deutlich auf die Herkunft der "Demonstranten" in Berlin, Hamburg und anderen Städten hinweisen.
Trotzdem ist es eine Tatsache, dass die Teilnehmer der aktuellen "Proteste" nahezu vollständig zugewanderte Muslime sind.
Was nun?

Tut mir leid, wenn das jetzt alles ein wenig sarkastisch rüberkommt. Nur halte ich die reflexartige Reaktion auf den "neuen" Judenhass für reichlich heuchlerisch. In Worten ist man in Deutschland gerne solidarisch mit Israel. Wenn aber Taten erforderlich sind, versteckt man sich gerne hinter Floskeln.

Eine wohltuende Ausnahme war meiner Meinung nach die Entscheidung, die Israel-Fahne auf dem Konrad-Adenauer-Haus zu hissen. Die wurde zwar entwendet, aber immerhin gleich wieder ersetzt.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article231115999/Berlin-Israel-Flagge-vor-CDU-Parteizentrale-gestohlen.html

eldarion antworten
154 Antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @eldarion

Man will ja keineswegs rechts sein. Also darf man nicht zu deutlich auf die Herkunft der "Demonstranten" in Berlin, Hamburg und anderen Städten hinweisen.

Vielleicht ist das der Grund dafür, dass zahlreiche Antijüdische Demos am Donnerstag in Deutschland in der ARD keine Sendesekunde wert war?

helle antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 526

Stell dir vor, es wären Neonazis gewesen.
Der Aufschrei des Entsetzens wäre sehr viel lauter erklungen.

eldarion antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @eldarion

Stell dir vor, es wären Neonazis gewesen.
Der Aufschrei des Entsetzens wäre sehr viel lauter erklungen.

Nein. Da hat man sich schon lange dran gewöhnt. Übergriffe von neo Nazis auf Synagogen in Deutschland ist Alltäglich. Hier in Dortmund ist der jüdische Friedhof nicht ausgeschildert. Aus gutem Grund.

johannes22 antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 526

Es ist doch völlig sinnlos, darüber zu streiten, wessen Übergriffe schlimmer sind.
Ein gewisses, unterschwelliges maß an Antisemitismus gibt es leider. Nicht nur hier, sondern auch in anderen Ländern.
Seit der Willkommenspolitik vergrößert sich dieser Anteil aber stetig. Das ist ein Nebeneffekt, den man billigend in Kauf genommen hat. Nur zugeben will das kaum jemand.

eldarion antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @eldarion

Es ist doch völlig sinnlos, darüber zu streiten, wessen Übergriffe schlimmer sind.

Du hast geschrieben der Aufschrei bei Neo Nazis wäre größer gewesen. Und das wäre er eben nicht. Juckt keinen so einfach ist das. Erst recht juckt das übrigens keinen von denen die jetzt die Welle wegen dem Antisemitismus von Moslems machen. Die gehören ja eben zu denen die deutschen Antisemitismus verharmlosen,
Hast du übrigens auch gemacht:

Veröffentlicht von: @eldarion

Ein gewisses, unterschwelliges maß an Antisemitismus gibt es leider. Nicht nur hier, sondern auch in anderen Ländern.

Ist eine Verharmlosung. Schüsse auf eine Synagoge sind nicht "unterschwellig", Antisemitismus ist kein natürliches Phänomen das man (leider) hinnehmen muss, die Deutschen sind nicht dadurch entschuldigt das es in anderen Ländern Antisemitismus gibt und natürlich gibt es unter Deutschen mehr Antisemitismus als in vielen anderen Ländern.

Veröffentlicht von: @eldarion

Seit der Willkommenspolitik vergrößert sich dieser Anteil aber stetig.

Reine Behauptung. Die Muslimische Minderheit beträgt so um die 10% und von denen dürften genausoviele Antisemiten sein wie bei den Bio Deutschen. Damit bleibt der Anteil gleich.

johannes22 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @johannes22
Veröffentlicht von: @johannes22

Seit der Willkommenspolitik vergrößert sich dieser Anteil aber stetig.

Veröffentlicht von: @johannes22

Reine Behauptung.

Interessant.

Veröffentlicht von: @johannes22

Die Muslimische Minderheit beträgt so um die 10% und von denen dürften genausoviele Antisemiten sein wie bei den Bio Deutschen. Damit bleibt der Anteil gleich.

Hierzu gilt natürlich auch Deine Bemerkung von oben: Reine Behauptung.

staffan antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @staffan

Interessant.

https://www.sueddeutsche.de/politik/antisemitismus-deutschland-juedischer-weltkongress-1.4652536

75 % der deutschen denken Antisemitisch. Wie sollen das 10% Moslems nennenswert nach oben treiben. Selbst wenn die hypothetisch ALLE Antisemiten wären würde der Anteil von 75% auf 80% steigen. das ist nicht nennenswert.

johannes22 antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Nicht jeder der antisemitisch denkt, ist auch so gewalttätig wie die antisemitischen Muslime, die grade durch Deutschlands Straßen toben.

banji antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @banji

Nicht jeder der antisemitisch denkt, ist auch so gewalttätig wie die antisemitischen Muslime, die grade durch Deutschlands Straßen toben.

Behauptung: Deutsche sind nicht Antisemitisch

Behauptung durch Fakten widerlegt.

Neue Behauptung: Deutsche Antisemiten wollen ja nur spielen, die sind ja ganz friedfertig und meinen das gar nicht so.

Kindergarten"niveau" würde ich mal sagen.

johannes22 antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 526

Werter Johannes,
du verdrehst ganz gerne mal, was andere geschrieben haben.
Ich habe deutschen Antisemitismus nicht relativiert. Ich finde es nur sehr gewagt, durch starken, muslimischen Zuzug noch mal eines oben drauf zu setzten. Sieh dir die aktuellen Demonstrationen doch an. Wieviele der Teilnehmer sind wohl arabischer Herkunft?

Veröffentlicht von: @johannes22

Deutsche Antisemiten wollen ja nur spielen, die sind ja ganz friedfertig und meinen das gar nicht so.

Nimms mir nicht übel. Aber das ist blödsinn. Niemand hat sowas auch nur angedeutet.

eldarion antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Dem ist nichts hinzuzufügen.

banji antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @eldarion

Ich finde es nur sehr gewagt, durch starken, muslimischen Zuzug noch mal eines oben drauf zu setzten. Sieh dir die aktuellen Demonstrationen doch an. Wieviele der Teilnehmer sind wohl arabischer Herkunft?

Es würde nur "oben draufgesetzt" wenn der Antisemitismus bei den muslimischen Einwanderern größer als 75% wäre (so verbreitet ist er bei den deutschen). Wäre er gleich groß bliebe das Prozentuale Verhältnis in der Gesamtbevölkerung gleich groß, wäre er Kleiner würde es sogar sinken.

Veröffentlicht von: @eldarion

Nimms mir nicht übel. Aber das ist blödsinn. Niemand hat sowas auch nur angedeutet.

Klar wurde das nicht nur angedeutet.

johannes22 antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Gewaltbereit!
Darf ich erwähnen, dass bei den gestrigen Demonstranten viele gewaltbereit sind? Ich weiß nicht, wieviele Deutsche gewaltbereit gegenüber Juden sind. Aber ich bezweifle, dass es 75% sind. Der rechte Rand wird kaum über 10% der insgesamt deutschen Antisemiten liegen, aber das ist hier nicht das Thema. Wenn ich aber diese Bilder von gestern sehe, dann wird mir ganz anders.

helle antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Du solltest den deutschen Antisemitismus und den muslimischen Antizionismus hier aber nicht durcheinanderbringen. Die beiden letztendlich gegen die Juden/Israel gerichteten Gesinnungen sind unterschiedlich motiviert.

Von daher macht es keinen Sinn, sich über Prozentzahlen zu streiten und wer jetzt genau die grösseren Israel-Hasser seien, resp. wer den grösseren Anteil hat. Ist das nicht ein bisschen Sandkasten-like?

Dass die Palästinenser derzeit zu mehr Gewaltbereitschaft neigen, könnte damit zu tun haben, dass sie sich mit Israel in einem Kriegszustand befinden.

tamaro antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 526

[url]Dass die Palästinenser derzeit zu mehr Gewaltbereitschaft neigen, könnte damit zu tun haben, dass sie sich mit Israel in einem Kriegszustand befinden.[/url]

Und dieser Kriegszustand ist einfach vom Himmel gefallen, oder wie?
Die Hamas hat auch nichtigem Anlass angegriffen.

eldarion antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Die Hamas hat auch nichtigem Anlass angegriffen.

Wenn palästinensische Familien zum wiederholten Mal ihre Wohnungen verlassen müssen, ist irgendwann das Maß voll. Und das nennst du einen nichtigen Anlaß?
Meiner Meinung nach hat die israelische Regierung den Bogen überspannt.

ungehorsam antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Meiner Meinung nach hat die israelische Regierung den Bogen überspannt.

Natürlich. Es sind wieder mal die Juden an allem Schuld. 😕

banji antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3137

Alle sind gewaltbereit!
Sind sie prinzipiell unschuldiger als andere Menschen? Und ist vor dem Hintergrund ihrer eigenen Bedrohung jede Politik gerechtfertigt? Und haben die Israelis, die mit der (z.B. Siedlungs-)Politik ihrer Regierung nicht einverstanden sind, nicht alle Tassen im Schrank?

Ich war in den 60-er Jahren mit einem Flüchtling aus Palästina befreundet. Er hatte berichtet, dass morgens um vier Uhr jüdische Freischärler und Soldaten kamen und alle Leute aus seinem Dorf misshandelt und vertrieben haben.

queequeg antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Soll ich die Toten aufzählen, die durch palästinensische Attentäter umgekommen sind?

banji antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3137

Wenn, dann sollst Du alle Toten aufzählen. Ansonsten ist mir aber nicht bekannt, dass die Anzahl der Toten über Recht oder Unrecht einer Politik entscheidet.

queequeg antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Es sind wieder mal die Juden an allem Schuld.

Ich kann differenzieren zwischen israelischer Regierung und Juden. Kannst du das auch?

ungehorsam antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

M.E. sind die Politiker in der israelischen Regierung Juden. Ja, kann ich differenzieren.

banji antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Aber umgekehrt sind nicht alle Juden einer Meinung in politischen Dingen.

tatokala antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 526
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Wenn palästinensische Familien zum wiederholten Mal ihre Wohnungen verlassen müssen, ist irgendwann das Maß voll. Und das nennst du einen nichtigen Anlaß?

Wohnungen, mit ursprünglich israelischen Eigentümern, ja.
Und ja, das ist ein nichtiger Grund für einen derartigen Konflikt, bei dem noch viele Menschen ihre Häuser verlieren werden. Und vor allem nicht der ursächliche.
Es geht sehr wahrscheinlich mehr darum, die neuen Bündnisse Israels mit den arabischen Golfstaaten zu beschädigen.
Die dürften vor allem dem Iran ein Dorn im Auge sein. Von dort dürften auch die Raketen kommen. Mit freundlicher Unterstützung der Türkei.
Die Hamas ist meistens auf "Anregung" der Führung in Teheran aktiv geworden. Das die palästinensische Führung mal wieder Wahlen verschoben hat, mag auch ein Grund sein. So ein (de facto-) Krieg lenkt doch immer wieder von eigenen Problemen ab.

Meiner Meinung nach, hat die Hamas den Bogen überspannt.

eldarion antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Jedenfalls haben sie Gelegenheit, jetzt richtig loszuschießen.😈

tatokala antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 526
Veröffentlicht von: @tatokala

Jedenfalls haben sie Gelegenheit, jetzt richtig loszuschießen.😈

Ich bewundere da immer wieder den "Iron Dome". Aus Hamas-Sicht muss es doch frustrierend sein, wenn die meisten Raketen wirkungslos verpuffen.

eldarion antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @eldarion

wirkungslos verpuffen.

Dann besteht aber auch kein Grund, so herumzuheulen.

Aus militärischer Sicht ist Israel sowieso überlegen.

tatokala antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 526

So meinte ich das natürlich nicht.
Und was heißt "so herumzuheulen"?

Nur weil Israel eine geniale Abwehrtechnik hat, heißt das nicht, dass man ein paar tausend Raketen abfeuern kann. Zumal eben doch noch etliche durchkommen.

Und das Argument, dass Israel "sowieso überlegen" ist, ist erstens nicht gottgegeben und zweitens stellt es eine versteckte Kritik da.
Was soll Israel denn machen? Sich ruhig beschießen lassen, weil man ja überlegen ist?
Wären die palästinensischen Führer vernünftig, würden sie den Frieden suchen und nicht immer wieder einen überlegen Gegner angreifen.
Wem nützen sie damit? Den Palästinensern jedenfalls nicht.

eldarion antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

jede abgeschossene Rakete kostet 15.000 Euro
Ich habe im Hinterkopf jede abgeschossene Rakete würde 15.000 Euro kosten. Daher werden Raketen die auf freies Feld fallen nicht abgeschossen.

jigal antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Wenn palästinensische Familien zum wiederholten Mal ihre Wohnungen verlassen müssen, ist irgendwann das Maß voll. Und das nennst du einen nichtigen Anlaß?
Meiner Meinung nach hat die israelische Regierung den Bogen überspannt.

Bitte nicht die Tatsachen verdrehen
Dieser akute Kriegszustand wurde von der Hamas losgetreten, weil sie ohne Anlass, vielleicht außer Ramadan, tausende von Raketen auf die israelische Bevölkerung abgeschickt haben und hierbei hat es auch tote Zivilisten gegeben. Das wissen wir alle und hier besteht in den deutschen Medien ein großer Konsens. Wenn Israel militärisch darauf reagiert, dann heißt das nicht "den Bogen überspannen", sondern Verteidigung.

orangsaya antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Dieser akute Kriegszustand wurde von der Hamas losgetreten, weil sie ohne Anlass,

Würdest du dich bitte richtig informieren? Der Anlaß des Gewaltausbruchs ist die angekündigte Vertreibung palästinensichser Familien. Das wiederum ist gängige Praxis, um israelische Siedlungsprojekte voranzubringen. Ich habe es gerade in den ZDF-Nachrichten gehört, daß die USA diese Siedlungspolitik in der UNO nun auch auf die Agenda setzen wollen.
Die Hamas hat durchaus einen Anlaß. Selbst arabischen Israelis reicht es langsam. Die haben sich auf die Seite ihrer palästinensischen Geschwister gestellt. Sollte die israelische Regierung nicht dazu übergehen, ihre Siedlungspolitik sensibler zu gestalten (besser wäre natürlich eine komplette Aufgabe), provoziert sie eine Spaltung der Gesellschaft mit nicht abzusehenden Folgen.

ungehorsam antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

Der Osten Jerusalems ist keine Siedlung, es geht um ein Gebiet in dem Ortsteil das vor 1948 jüdisch besiedelt war.

jigal antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @jigal

vor 1948 jüdisch besiedelt

Ja, das ist ein bißchen lange her. Das gerechtfertigt die Vorgehensweise, 75 Jahre später Leute zu vertreiben? Dein Ernst?

tatokala antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

Das ist doch noch gar nicht entschieden. Gehört den Leuten das Grundstück nun nicht mehr, weil 75 Jahre vorbei sind?

jigal antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Welchen Leuten? Dieselben, die vor 75 Jahren dort gewohnt haben, werden mit grosser Wahrscheinlichkeit schon gestorben sein.

tatokala antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447

Nun, wann Besitz in Eigentum übergeht, dazu gibt es ja Gesetze. Ich vermute, auch in Israel gibt es diese. Vielleicht weißt du da genaueres?

lubov antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Zunächst habe ich eine Frage an dich. Ist die Hamas für dich eine Tarnorganisation? Ja, oder nein?

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Würdest du dich bitte richtig informieren?

Du kannst mir glauben ich beschäftige mich schon sehr lange mit den aktuellen Ereignissen.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Der Anlaß des Gewaltausbruchs ist die angekündigte Vertreibung palästinensichser Familien.

Ich sage, der Anlass des Gewaltausbruchs ist, wie jedes Jahr, Ramadan.
Der Gewaltausbruch fing Termingerecht zu Ramadan an und nicht zu deinem Thema, sondern es ging darum, dass die Israelis am Damaskus-Tor eine provisorische Durchgangsschleuse in die Altstadt gemacht haben, um den Zugang zu regulieren. Solche Schleusen werden auch in Deutschland benutzt, um den Fußverkehr zu regulieren. Unter andern auch um Panikausbrüche zu regulieren.

Das war Mitte April. Dagegen gab es Proteste und die Hamas hat Raketen auf Israel geschossen. Die erhoffte Reaktion der Hamas blieb aus. Israel hatte nicht militärisch geantwortet.

Erst jetzt kommen wir zum Grundbesitzstreit. In Israel gibt es nicht die Siedlungspolitik, dass die Häuser einfach geräumt werden und Siedler ziehen ein. So mancher Siedler träumt vielleicht davon. Das ist aber nicht Israels Politik und das israelische Rechtssystem lässt dies nicht zu.

Wenn es in Jerusalem zu Räumungen kommt, dann hat es meistens zwei Gründe:
1. Das Land wurde legal erworben. Da gibt es auch private Zusammenschlüsse, die Geld sammeln und von dem Geld Haus und Grund von Palästinensern abkaufen.
2. Beim Haus und Grund handelt es sich um Objekte bei denen während der Mandatszeit Juden ermordet wurden und Palästinenser in das Eigentum der Ermordeten eingezogen sind. Da kann es passieren, dass durch die Nachfahren der Angehörigen, Besitzansprüche angemeldet wurde. Es ist ähnlich, wie bei uns die Rückgabe von Eigentum, dass den Juden während der NS-Zeit geklaut wurde. Das ganze wird auch gerichtlich geprüft.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Ich habe es gerade in den ZDF-Nachrichten gehört, daß die USA diese Siedlungspolitik in der UNO nun auch auf die Agenda setzen wollen.

Wir sprechen hier nicht von der Siedlungspolitik, sondern von einer Räumung, die aufgrund des Widerspruchs gerichtlich geprüft ist, oder ein üblicher Verwaltungsakt geschehen ist. Wenn du über die Siedlungspolitik reden willst, dann mach dazu doch einen eigenen Thread auf. Aber wirf nicht einfach zu das propagandistische Reizwort.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Die Hamas hat durchaus einen Anlaß. Selbst arabischen Israelis reicht es langsam.

Die Hamas ist eine Terrororganisation die nach den Wahlen die Fatah in Gaza putschte. und hat nichts mit Jerusalem zu tun. In Gaza haben sie einen IS-Staat light aufgebaut.
Sie hat weder einen Anlass, noch eine Legitimation einen Angriffskrieg auf Israel zu führen.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Selbst arabischen Israelis reicht es langsam. Die haben sich auf die Seite ihrer palästinensischen Geschwister gestellt.

Auch unter den Palästinensern wurden Aufstände organisiert. Wohl um eine Art Intifada auszulösen.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Sollte die israelische Regierung nicht dazu übergehen, ihre Siedlungspolitik sensibler zu gestalten (besser wäre natürlich eine komplette Aufgabe), provoziert sie eine Spaltung der Gesellschaft mit nicht abzusehenden Folgen.

Oh, bist du das deutsche Sprachrohr der Hamas?

orangsaya antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Ist die Hamas für dich eine Tarnorganisation? Ja, oder nein?

Wie kommst du jetzt auf Tarnorganisation?
Die Hamas ist eine Terrororganisation.

ungehorsam antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Die Hamas ist eine Terrororganisation.

Ja, denn das was du verteidigst ist ja die Hamas. die schießt die Raketen, weil Israel nach deinen Worten den Bogen überspannt hat.

orangsaya antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Ach so, wenn man Details der israelischen Regierungspolitik kritisiert, gilt man gleich als Sympatisant der Hamas. Das palästinensische Volk ist mehr als die Hamas.

ungehorsam antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Das palästinensische Volk ist mehr als die Hamas.

Schön, daß das mal jemand sagt. 😊
Es gibt z.B. auch viele christliche Palästinenser, das wird gerne mal vergessen.

tatokala antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

Die Hamas schiesst seit Jahren, sie schicken Brandballons die Ernten vernichten, das registriert die Welt im Prinzip gar nicht mehr.
Jetzt sind die Raketen so massiv, dass Israel sich wehrt und einen Waffenstillstand wird es erst geben, wenn absehbar ist , dass so viel vernichtet ist, dass die Hamas länger Ruhe geben muss.

Die christlichen arabischen Isralis dienen übrigens freiwillig in der israelischen Armee. Ein Bischof in Nazareth hatte vor ein paar Jahren dazu aufgerufen. Ihn hat die muslimische Bevormundung ange..tz.
Nebenbei knüpft man in der Armee Kontakte und die Jobsuche ist oft auch leichter, mit jüdischen Arbeitgebern.

jigal antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @tamaro

Du solltest den deutschen Antisemitismus und den muslimischen Antizionismus hier aber nicht durcheinanderbringen.

Ich finde es interessant, aber verstörend, wie du in der Namensgebung eine Sprung von Antisemitismus und Antizionismus machst. Ich kenne nicht eine Variante, wo im islamischen Antizionismus der Kern nicht zutiefst antisemitisch ist. Sage mir mal, welche es sein sollte. Wenn auf den deutschen Straßen tötet die Juden, oder vergast die Juden gerufen wird, dann ist das ein Antisemitismus der auf keinen Fall auch nur im Ansatz zu tolerieren ist. Dem Juden, der ermordet wird, kann es egal sein, ob es deutscher, oder islamischer Antisemitismus war. Was zählt, er ist tot und häufig ist es nicht nur einer.

Veröffentlicht von: @tamaro

Dass die Palästinenser derzeit zu mehr Gewaltbereitschaft neigen, könnte damit zu tun haben, dass sie sich mit Israel in einem Kriegszustand befinden.

Was die Palästinenser in Deutschland betrifft. Schon vor den fragwürdigen Änderungen der Einbürgerung, wurden Palästinenser besonders leicht deutsche Staatsbürger zu werden, weil sie den Status staatenlos hatten. Wenn man eine Staatsbürgerschaft annimmt, was ich im Grunde begrüße, dann sollte auch eine Hinwendung zu diesem Land und seiner Kultur bestehen. Vorteile, die man durch die Einbürgerung hat, sollten eine Begleiterscheinung sein und nicht der Grund. Wenn Palästinenser die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen, dann stimmt was nicht, wenn sie ihr palästinensisches Ding machen.
Was die Gewaltbereitschaft betrifft, so hat eine Vielzahlt israelische Politiker Verständnis dafür gezeigt. Selbst Sharon hat dies getan. Antisemitischer Antizionismus ist aber nochmal was anderes. Was den Kriegszustand betrifft. Ja, nach neuer Definition kann auch eine Kriegszustand zwischen und Terrorismus bestehen. Zuletzt wurde er nach dem Anschlag am WTC getan bei dem wir bekanntlich Bündnispartner sind. Aber wie wäre es denn damit, wenn die Palästinenser nicht nach einem Kriegszustand streben würden, sondern nach einem Friedenszustand. Hierfür hatten sie viele Chancen. Die letzte große Chance hatten sie in beim Treffen in Camp David, als Arafat, Barak und Clinton für einen Friedensvertrag sich getroffen haben. Innerhalb von sehr kurzer Zeit, hätte hier ein Friede gemacht werden können. Das funktionierte nicht, weil von palästinensischer Seite die Verhandlungen abgebrochen wurden.

orangsaya antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Antisemitismus vs. Antizionismus (Klarstellung/Glossar)
Ausgangslage: Mein Post bezog sich auf den Vergleich der Prozentzahlen zwischen deutschen und muslimischen Antisemiten.

Meine Aussage 1): ich finde es unsinnig diesen Vergleich von Prozentzahlen anzustellen, eben gerade weil...

Veröffentlicht von: @orangsaya

Dem Juden, der ermordet wird, kann es egal sein, ob es deutscher, oder islamischer Antisemitismus war.

Meine Aussage 2): Ich finde es relativ leicht nachvollziehbar, dass unter Palästinensern der prozentuale Anteil an Antisemiten derzeit höher ist, da zwischen ihnen und Israel ein Kriegszustand herrscht. Wäre Land xy in einem Kriegszustand mit IL, wäre der Anteil an Antisemiten in xy vermutlich auch höher als er aktuell ist.

Glossar:

Antizionismus = Ablehnung des Staates ISRAEL. Israelis (Juden, Israelis, Israeliten) sollen weg aus dem arabischen Raum, aber immerhin dürfen sie sonst irgendwo leben.

Antisemitismus = Diskriminierung, Unterdrückung, Verfolgung, Vertreibung und bis hin zur Vernichtung der genetisch Angehörigen des jüdischen Volkes (der JUDEN).

Antijudaismus = Ablehnung des Judentums als Religion.

islamischer Antisemitismus = Judenhass der sich aus dem Bestreben, Israel aus dem arabischen Raum zu eliminieren entwickelt

europäischer Antisemitismus = Entwickelte sich aus einer dämonisierenden Haltung von Juden idR von europäischen Rechtsextremen geprägte Form des Antisemitismus.

Nachtrag vom 18.05.2021 1322
dämonisierenden Haltung gegenüber Juden, idR von europäischen Rechtsextremen geprägte Form des Antisemitismus.

tamaro antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @helle

Darf ich erwähnen, dass bei den gestrigen Demonstranten viele gewaltbereit sind? Ich weiß nicht, wieviele Deutsche gewaltbereit gegenüber Juden sind. Aber ich bezweifle, dass es 75% sind.

Klar darfst du das erwähnen. Aber vergiss nicht das ein Deutscher auf eine Synagoge geschossen hat. Und es sind auch sicher nicht 75% aller moslemischen Mitbürger gewaltbereit gegenüber Juden. Und hier in Dorstfeld wäre ich vor 2 Jahren als Jude nicht mit einer Kippa spazieren gegangen. Da hätte ich nämlich Probleme mit gewaltbereiten deutschen Nazis gehabt.

johannes22 antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

NU, dann geh mal mit Kippa durch Neukölln oder Kreuzberg ... 😀

banji antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @banji

NU, dann geh mal mit Kippa durch Neukölln oder Kreuzberg ... 😀

Dorstfeld ist auf jeden Fall gefährlicher.

Von den 2.351 antisemitischen Straftaten, die 2020 registriert wurden, entfielen rund 94,6 Prozent (2.224 Straftaten) auf das rechte Spektrum, rund zwei Prozent (40 Straftaten) auf die Kategorie "ausländische Ideologie" und etwa ein Prozent (31 Straftaten) auf "religiöse Ideologie". Bei der Mehrheit antisemitischer Gewalt- und Straftaten geht die Polizei damit von einer "rechten" Tatmotivation aus. In einer Studie der Universität Bielefeld gaben hingegen rund 80 Prozent der Opfer antisemitischer Gewalt an, von Muslimen angegriffen worden zu sein. Im MEDIENDIENST-Interview erklärt der Soziologe Andreas Hövermann, wie die unterschiedlichen Zahlen zueinander passen. Quelle

https://mediendienst-integration.de/desintegration/antisemitismus.html

johannes22 antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 526

Das wirft schon Fragen auf.
Wird ein Araber, der einen Juden beschimpft zwangsläufig als "religiös motiviert" eingestuft, weil er Araber ist?
Ist ein Hakenkreuz auf einem Grabstein zwangsläufig eine "rechte" Straftat - unabhängig vom Täter?
Und was bitte ist eine "ausländische Ideologie", wenn eine Straftat auf deutschem Boden stattfindet?

Tut mir leid. Aber solche Statistiken erscheinen zweifelhaft.
Nimm doch mal eine israelische Flagge zu Hand und begib dich in die nächstgelegene Innenstadt. Mal sehen, was passiert.

eldarion antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447
Veröffentlicht von: @eldarion

Nimm doch mal eine israelische Flagge zu Hand und begib dich in die nächstgelegene Innenstadt. Mal sehen, was passiert.

Momentan kommt es hier vielleicht tatsächlich zu der einen oder anderen hitzigen Diskussion mit einem kleinen Bruchteil unserer wenigen arabischstämmigen oder muslimischen Mitbürger, aber das dürfte sich stark in Grenzen halten. Die Geschwister aus einer unserer Freikirchen, die das öfter mal machen und öffentlich für Israel beten und singen, werden gegen die wenigen Nazis, die dumm genug sind, sich direkt in der Innenstadt laut zu machen, und klug genug, die israelische Flagge zu erkennen, schon lange gut geschützt.

lubov antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @eldarion

Tut mir leid. Aber solche Statistiken erscheinen zweifelhaft.

Nein, das überrascht mich jetzt aber.

Veröffentlicht von: @eldarion

Nimm doch mal eine israelische Flagge zu Hand und begib dich in die nächstgelegene Innenstadt. Mal sehen, was passiert.

Das fegt jede Statistik die es gibt argumentativ vom Tisch. Dein subjektives gefühl das es gefährlich ist mit einer Israel Fahne in der Innenstadt rumzulaufen.

Du hast mich überzeugt. Dem habe ich nichts entgegenzusetzen.....

johannes22 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348

Jeder Vierte oder 75 % mit antisemitischen Gedanken

Veröffentlicht von: @johannes22

https://www.sueddeutsche.de/politik/antisemitismus-deutschland-juedischer-weltkongress-1.4652536

Veröffentlicht von: @johannes22

75 % der deutschen denken Antisemitisch. Wie sollen das 10% Moslems nennenswert nach oben treiben. Selbst wenn die hypothetisch ALLE Antisemiten wären würde der Anteil von 75% auf 80% steigen. das ist nicht nennenswert.

"75 % der deutschen denken Antisemitisch." verkündet Johannes22 ja hier an allen Ecken und Ende.

Das hat mich doch gewundert.

Jetzt hab ich mal in seine Quelle geschaut.

"Jeder vierte Deutsche denkt antisemitisch" steht da.

Glaub, jetzt hab ich's verstanden.

Jeder Vierte - oder eben 75 %.

Und nun bin ich beruhigt und weiß die Bildung der Dortmunder Nordstadtkinder bei Johannes22 in guten Händen.😊

staffan antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

Süddeutsche und Antisemitismus
Die Süddeutsche selbst fällt die letzten Jahre mit als Israelkritik getarntem Antisemitismus auf. Manche Karrikatur erinnert an den Stürmer.
Liegt das an der DNA der Süddeutschen.
Die US-Militärregierung hat der Süddeutschen die Druckplatten von Mein Kampf gegeben. Die ersten Lettern für die Süddeutsche wurden also aus Blei der NSDAP gegossen.

jigal antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447

Schadenfreude ist die schönste Freude
und Häme muss tüchtig Freude bereiten, ja? 😀

lubov antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Jeder 4. ... hm ... jetzt fange ich an im Gottesdienst abzuzählen und bin froh, wenn nur 3 da sind und das auf diese Weise der Antisemit oder wahlweise die Antisemitin zu Hause geblieben ist.

banji antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @banji

Jeder 4. ... hm ... jetzt fange ich an im Gottesdienst abzuzählen und bin froh, wenn nur 3 da sind und das auf diese Weise der Antisemit oder wahlweise die Antisemitin zu Hause geblieben ist.

Jeder Vierte ist wohl der Mittelwert für ganz Deutschland.

Wie ich die Süddeutsche Zeitung kenne, läge deren für Ostdeutschland lokal bestimte Wert wahrscheinlich bei fünf von vier Ostdeutschen mit antisemitischen Gedanken oder 125 %. 😊

staffan antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Jeder Vierte - oder eben 75 %.

Jeder Vierte bedeutet 1/4 vom Ganzen. Wenn (wie bei Prozentrechnung üblich) vom Wert 100 für "das Ganze" ausgegangen wird, sind 75% nicht identisch mit "Jeder Vierte"

herbstrose antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @herbstrose

Jeder Vierte - oder eben 75 %.

Veröffentlicht von: @herbstrose

Jeder Vierte bedeutet 1/4 vom Ganzen. Wenn (wie bei Prozentrechnung üblich) vom Wert 100 für "das Ganze" ausgegangen wird, sind 75% nicht identisch mit "Jeder Vierte"

Genau - jeder Vierte = 25%.
Bei Johannes 22 gilt aber wohl jeder Vierte = 75 % - nur so kommt man eigentlich auf die von ihm immer wieder angeführten 75 %.

staffan antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17058
Veröffentlicht von: @staffan

Und nun bin ich beruhigt und weiß die Bildung der Dortmunder Nordstadtkinder bei Johannes22 in guten Händen.😊

Schade dass die Korrektur nicht ohne hämischen Kommentar geklappt hat.

tristesse antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

wo wir doch alle bei Jesus. de voller Herzensgüte und barmherziger Nachsicht sind 😎

banji antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447

wo wir doch alle...
😀
Eine liebe Schwester hat dazu mal gesagt, als es eben darum ging, dass "die anderen" doch so unmöglich sich verhielten und dass jemand das nicht auf sih sitzen lassen wollte: "Wenn die anderen alle sich wie Arschlöcher verhalten - ist das ein Grund, dass ich auch ein Arschloch werde?"

lubov antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17058

Ich glaub nicht, dass sich hier irgendwer wie ein Arschloch verhält.

tristesse antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447

Natürlich kann man den Spruch auch anpassen, z.B.:
"Bloß weil die anderen stänkern/Häme verbreiten/relativieren/(was du gerne negatives einsetzen möchtest) muss ich ja nicht auch stänkern/Häme verbreiten/relativieren/(was du gerne negatives einsetzen möchtest)." Aber Zitat ist Zitat, drum habe ich es original gebracht.

Ich hatte gehofft, das wäre klar gewesen, aber ich erkenne, dass das nicht so war. Danke, dass du mir die Möglichkeit gegeben hast, das richtig zu stellen.

lubov antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17058

Gern geschehen.

tristesse antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Meine Frau - Lebens-, Ehe- und Familienberaterin - sagt immer: das, was uns am andern stört, ist das, was uns im Grunde an uns selbst stört.

😊

banji antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17058

Ich hab mich neulich über Verallgemeinerungen und Vereinnahmungen ziemlich konkret geäußert. Das hat sich nicht in den letzten zwei Tagen geändert 😊

tristesse antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Da kann ich Dich beruhigen: in dieser Frage werden wir eine stabile und konstante Sicherheit haben. 😊

banji antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17058
Veröffentlicht von: @banji

Da kann ich Dich beruhigen

Wirke ich beunruhigt?

Ansonsten versteh ich Dein Posting nicht.

tristesse antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583
Veröffentlicht von: @johannes22

und natürlich gibt es unter Deutschen mehr Antisemitismus als in vielen anderen Ländern.

Das ist erstmal nur eine steile Behauptung.
Die Auswanderung vieler französischer und russischer Juden nach Israel zeigt, dass es in Rußland und Frankreich ein gewaltiges antisemitisches Problem gibt.

banji antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Aus diesem Artikel kann ich keine Aussagen zu gewaltbereiten Judenhasser erkennen. Er besagt allerdings, dass eine gesunde Beziehung zwischen in Deutschland Lebenden und Juden thematisiert werden muss!

helle antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772

Gratulation zu Adolf Hitler

und natürlich gibt es unter Deutschen mehr Antisemitismus als in vielen anderen Ländern.

Das ist erstmal nur eine steile Behauptung.

Ich weiß nun schon über Kollegen von Mexiko und Thailand, wo die Einheimischen auf deutsche Urlauber zugehen samt Devotionalien-Korb und ihnen herzlichst zu Adolf Hitler gratulieren, als wäre er das Beste, was Deutschland je hervorgebracht hatte. Da gibt´s auch viele "Andenken" zu kaufen. Denen muß man erst erklären, daß Hitler in Deutschland gar nicht so sehr gefeiert wird, wofür man dann verständnislose Blicke erntet...

😀

Von muslimischen Kollegen ganz zu schweigen: "Hitler hat hier und da was falsch gemacht, aber immerhin hat er die Juden vergast".

😐

plueschmors antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Also Thailand kenne ich nicht, aber im asiatischen Raum gibt es viele, die die Wehrmacht verehren. Teilweise gibt es auch Gräber von deutschen Soldaten, denn das Gebiet war von Japanern besetzt und die wurden mit dem U-Boot unterstützt. Das Ganze wird gedanklich mit dem Widerstand gegen die Kolonialherren verknüpft. Die Japaner hatten ja den Anspruch, dass kein Europäer dort was zu suchen hat. Deswegen waren die Deutschen aus ihrer Sicht auf der richtigen Seite, denn sie hatten einen gemeinsamen Feind.

Solche Sachen, wie Hitlerverehr kenne ich aber gut aus arabischen Gebieten. Die Deutschen stehen da hoch im Kurs. Einige lernen aus einem falschen Bild heraus sogar Deutsch. Sie wundern sich manchmal, dass Deutsche ihrem Idealbild nicht folgen. Meine Schwägerin braucht z.B. lange, bis Studenten in Aman nicht stramm stehen müssen und auch nicht Heil Hitler sagen sollen, wenn sie den Raum betritt. Es ist doch eine nette Geste ...

orangsaya antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772
Veröffentlicht von: @orangsaya

Solche Sachen, wie Hitlerverehr kenne ich aber gut aus arabischen Gebieten. Die Deutschen stehen da hoch im Kurs. Einige lernen aus einem falschen Bild heraus sogar Deutsch. Sie wundern sich manchmal, dass Deutsche ihrem Idealbild nicht folgen. Meine Schwägerin braucht z.B. lange, bis Studenten in Aman nicht stramm stehen müssen und auch nicht Heil Hitler sagen sollen, wenn sie den Raum betritt. Es ist doch eine nette Geste ...

Ja, mein Reden. Ich denke, daß Deutschland heute mit Abstand mit das judenfreundlichste Land der Welt wäre - Israel ausgenommen -, wenn es nicht seinen Islam hätte, der ja selbstverständlich auch zu Deutschland gehört.

plueschmors antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15627
Veröffentlicht von: @plueschmors

Ja, mein Reden. Ich denke, daß Deutschland heute mit Abstand mit das judenfreundlichste Land der Welt wäre - Israel ausgenommen -, wenn es nicht seinen Islam hätte, der ja selbstverständlich auch zu Deutschland gehört.

Die Muslime sind demnach unser Unglück?

lucan-7 antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772
Veröffentlicht von: @lucan-7

Die Muslime sind demnach unser Unglück?

Für die Juden tut´s mir ehrlich leid, daß sie in einem an sich offenen und toleranten Land leben, in dem die Gefahr für Leib und Leben nicht gerade geringer wird dadurch.

plueschmors antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17058

Öhm.. nein?

Denn in diesem Land wird gegen Antisemitismus vorgegangen. Gerade Samstag hat unser Bundespräsident aufs Schärfste Judenhass verurteilt und die Regierung darauf eingeschworen, das nicht zu dulden.

Ich denke, dass die Juden in anderen Ländern wesentlich mehr gefährdet sind als ausgerechnet in Deutschland.

tristesse antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @tristesse

Denn in diesem Land wird gegen Antisemitismus vorgegangen. Gerade Samstag hat unser Bundespräsident aufs Schärfste Judenhass verurteilt und die Regierung darauf eingeschworen, das nicht zu dulden.

Das ist leeres Gerede. Die Ausschreitungen bei den Demonstrationen jetzt gab es auch schon bei den Demonstrationen zum Gazakrieg 2008/2009. Das leere Gerede gab es da auch. Es hat sich nichts verbessert, sondern es wird jedesmal schlimmer.

staffan antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17058

Tut mir leid, aber ich hab gerade massive Probleme Deine Statements hier zur Kenntnis zur nehmen .

tristesse antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348
Veröffentlicht von: @tristesse

Tut mir leid, aber ich hab gerade massive Probleme Deine Statements hier zur Kenntnis zur nehmen .

Sorry. Dann belassen wir es vielleicht einfach erstmal dabei.

staffan antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772

Die Sprache der Politik

Veröffentlicht von: @tristesse

Gerade Samstag hat unser Bundespräsident aufs Schärfste Judenhass verurteilt und die Regierung darauf eingeschworen, das nicht zu dulden.

Da Politik bedeutet, anders sagen als tun, wird Frau Merkel das wohl wieder zum Anlaß nehmen, eine weitere Runde humanistischer Willkommenskultur einzuläuten und die Suppe noch schärfer machen, bis nicht nur der Topf, sondern die ganze Küche auseinanderfliegt 😉 ...

Was der Bundespräsident sagt, hat in etwa den Wert des umgefallenen Reissacks in China. Uns braucht der Steinmeier das nicht zu sagen. Und wer sich angesprochen fühlen sollte, dem ist´s scheißegal. Da muß was von Ayatollah Erdogan kommen, der ja seine Türken hierzulande effektiv von Ankara aus regiert, oder von sonst einem muslimischen Oberboß.

Veröffentlicht von: @tristesse

Ich denke, dass die Juden in anderen Ländern wesentlich mehr gefährdet sind als ausgerechnet in Deutschland.

Wo Muslime sind, sind sie gefährdet. Klar. Frankreich, Belgien und Schweden sind auch keine Option. Estland, Portugal, Tschechien vielleicht... Oder besser ´ne Insel... Malta? Oder tatsächlich Madagaskar. Mauer drum herum. Fertig.

Der Tag ist m.E. jedenfalls nicht mehr sooo weit, daß die Juden Deutschland - wieder einmal - verlassen werden.

plueschmors antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17058

Es gibt keine Aussage in diesem Beitrag, auf die es Wert wäre zu antworten 😊
Also lass ich es.

tristesse antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583
Veröffentlicht von: @plueschmors

Der Tag ist m.E. jedenfalls nicht mehr sooo weit, daß die Juden Deutschland - wieder einmal - verlassen werden.

Hoffentlich kommt dieser Tag nie.
Bisher war es jedenfalls noch so - las ich mal vor etlicher Zeit "irgendwo" - dass viele junge Juden davon träumen in Deutschland, resp. Berlin zu leben.
Ob sich das inzwischen geändert hat?

banji antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772

Psalm 83

Veröffentlicht von: @banji

Hoffentlich kommt dieser Tag nie.

Ich bete auch dafür. Psalm 83 eignet sich gut, zusammen mit Israel zu beten:

Gott, schweige doch nicht!
Gott, bleib nicht so still und ruhig!
Denn siehe, deine Feinde toben,
und die dich hassen, erheben das Haupt.
Sie machen listige Anschläge wider dein Volk
und halten Rat wider die, die bei dir sich bergen.
»Wohlan!«, sprechen sie. »Lasst uns sie ausrotten, /
dass sie kein Volk mehr seien
und des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!«
Ja, sie haben einmütig beraten
und haben einen Bund wider dich gemacht:
die Zelte Edoms und die Ismaeliter,
Moab und die Hagariter,
Gebal, Ammon und Amalek,
die Philister mit denen von Tyrus;
auch Assur hat sich zu ihnen geschlagen,
sie helfen den Söhnen Lot. Sela.
Mach's mit ihnen wie mit Midian,
wie mit Sisera, mit Jabin am Bach Kischon,
die vertilgt wurden bei En-Dor
und wurden zu Mist auf dem Acker.
Mache ihre Fürsten wie Oreb und Seeb,
alle ihre Edlen wie Sebach und Zalmunna,
die auch einmal sagten:
Wir wollen Gottes Auen einnehmen.
Mein Gott, mache sie wie verwehende Blätter,
wie Spreu vor dem Winde.
Wie ein Feuer den Wald verbrennt
und wie eine Flamme die Berge versengt,
so verfolge sie mit deinem Sturm
und erschrecke sie mit deinem Ungewitter.
Bedecke ihr Angesicht mit Schande,
dass sie, HERR, nach deinem Namen fragen müssen.
Schämen sollen sie sich und erschrecken für immer
und zuschanden werden und umkommen.
So werden sie erkennen, /
dass du allein der Höchste bist
über die ganze Erde,
HERR ist dein Name.

AMEN!

Veröffentlicht von: @banji

Bisher war es jedenfalls noch so - las ich mal vor etlicher Zeit "irgendwo" - dass viele junge Juden davon träumen in Deutschland, resp. Berlin zu leben.

Ja, Deutschland ist ein freies und offenes Land. Schön hier zu leben. Besonders schön. Unkraut hat´s allerdings auch. Da muß man sehen, daß das vielleicht nicht irgendwann den guten Weizen erstickt. Wäre schade drum.

Veröffentlicht von: @banji

Ob sich das inzwischen geändert hat?

Ja. Das ist leider so. Juden sind mittlerweile zur nervösen Wachsamkeit gezwungen.

plueschmors antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @plueschmors

Wo Muslime sind, sind sie gefährdet.

Ich vermute, daß das noch mit mal die meisten Menschen jüdischen Glaubens hier in Deutschland unterschreiben würden.
Ein bisschen Differenzierung dürftest Du beim Schreiben auch anwenden.

mrorleander antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447

Falls ich es oben noch nicht deutlich genug gesagt habe: Ich halte den muslimischen/arabischen Antisemitismus für ein Problem, das nicht nur beobachtet, sondern auch mit Macht bekämpft werden muss.

Allerdings: Zu behaupten, dass der Antisemitismus im Grunde nur bei den Muslimen/Arabern zu finden ist:

Veröffentlicht von: @plueschmors

daß sie in einem an sich offenen und toleranten Land leben,

würde ich lustig finden, wenn es nicht so traurig und besorgniserregend wäre. Ich hab die deutschen und deutschstämmigen Antisemiten hier reichlich in der Umgebung. Gut, die extremen haben momentan genug mit Kanackenklatschen zu tun, wobei sie auch nicht so schnell Gefahr laufen, während der Tat von der Polizei bemerkt zu werden, darum gehen sie in der Öffentlichkeit nicht so oft auf - ja auch nicht immer direkt erkennbare - Juden los. Aber von "der jüdischen Finanzverschwörung" (in vielfältiger Variation) hört man hier häufig, auch in Zusammenhang mit Corona, sogar von "ganz normalen" ach so offenen und toleranten Bürgern. Und wenn das Thema mal auf's koschere/halal Schlachten oder Beschneidung kommt, landen die Juden fein direkt mit auf dem Haufen der Barbaren, die aus dem Land geworfen gehören mit den Muslimen. Nur mal als Beispiel.

lubov antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772

Parallelgesellschaft

Veröffentlicht von: @lubov

Allerdings: Zu behaupten, dass der Antisemitismus im Grunde nur bei den Muslimen/Arabern zu finden ist.

Natürlich nicht. Aber die anderen gewaltbereiten Antisemiten findet man in größerer Anzahl normalerweise nur in ostdeutschen Kuhdörfern, wo sich eh kein Jude hin verirrt.

In den großen Städten muß man schon sehen mittlerweile, welche Bereiche man als Jude besser meiden sollte, wenn man heil nach Hause kommen möchte. Selbst ich als Deutscher meide gewisse Bereiche, wo Muslime unter sich leben und deutsches Recht offenbar ziemlich unbekannt und auch kein Willen ist, diesem selbt nur lässig nachzukommen. Parallelgesellschaft halt.

plueschmors antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @plueschmors

Aber die anderen gewaltbereiten Antisemiten findet man in größerer Anzahl normalerweise nur in ostdeutschen Kuhdörfern, wo sich eh kein Jude hin verirrt.

Das ist die Mär, der unschuldigen Deutschen, denen man den Antisemitismus immer nur von außen aufs Auge gedrückt hat, oder wie ist das zu verstehen?

Veröffentlicht von: @plueschmors

Parallelgesellschaft halt.

Die Kuhdörfer, oder welche jetzt?
Ich finde die Querdenker und ihre Freunde nun nicht so sehr "parallel", aber wenn du das sagst.

littlebat antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772
Veröffentlicht von: @littlebat

Das ist die Mär, der unschuldigen Deutschen, denen man den Antisemitismus immer nur von außen aufs Auge gedrückt hat, oder wie ist das zu verstehen?

Welchen deutschen Wald - außer den Kuhdörfern Ostdeutschlands - sollte das jüdische Rotkäppchen denn Deiner Meinung nach noch meiden, um nicht vom deutschen Wolf gefressen zu werden?

Veröffentlicht von: @littlebat

Die Kuhdörfer, oder welche jetzt?

Die muslimischen Kuhdörfer in den großen Städten. Das gibt´s aber auch Hühner.

plueschmors antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447
Veröffentlicht von: @plueschmors

Welchen deutschen Wald - außer den Kuhdörfern Ostdeutschlands - sollte das jüdische Rotkäppchen denn Deiner Meinung nach noch meiden, um nicht vom deutschen Wolf gefressen zu werden?

Das ist eine ernst gemeinte Frage? Und "Jüdische Rotkäppchen"? Ernsthaft. Nunja.

Querdenkerdemos/Versammlungen zu meiden, wäre schon mal ganz gut, hat Bat ja schon geschrieben.

Althütte und Umland in Baden-Württemberg sind vielleicht Kuhdörfer, aber nicht ostdeutsch.

Teile Dortmunds - Dorstfeld scheint allerdings gerade unattraktiv zumindest für die lauten, medienaffinen für sie zu werden. Wäre ja schön.

Die "Gruppe S." hatte ihren Anführer im Landkreis Augsburg, - jepp, tiefstes ostdeutsches Kuhdorf, oder? Kirchheim unter Teck, Minden, Lüneburg, Hamm, München etc. reihen sich da ein.

Aus dem Sauerland - dichter besiedelt als Brandenburg oder das meck-pomsche Hinterland - kommt die rechtsrock-Gruppe "Weiße Wölfe" mit Textzeilen wie "Für unser Fest ist nichts zu teuer – 10.000 Juden für ein Freudenfeuer." - sowas gründet sich ja nur, wenn genug "Nachfrage" auch da ist, und nach ihr benannte sich sogar eine mittlerweile verbotene "Terrorcrew", deren Mitglieder kamen aus Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin - nicht exklusiv ostdeutsch. Also alles Gegenden, die jüdische Rotkäppchen besser meiden sollten.
Falls jemand sagt: "Die Band ist aufgelöst und die Terrorcrew verboten" - jepp. Aber zumindest ein Musiker ist noch entsprechend aktiv, und wie wahrscheinlich ist es, dass alle anderen und ihre Freunde mittlerweile große Freunde jüdischer Rotkäppchen sind?

Die Oldschool Society mit Mitgliedern u.a. aus Augsburg, Mühldorf am Inn, Bochum und Leipzig mag verboten sein - aber wie wahrscheinlich ist es, dass die Mitglieder jetzt allesamt die besten Freunde aller jüdischen Rotkäppchen sind?

Ganz generell sind Synagogen für jüdische Rotkäppchen wohl auch keine guten Orte, bzw. die Straße davor - siehe Halle (und ja, das ist ostdeutsch, aber kein Kuhdorf, nicht mal in westdeutschen Augen).

Vielleicht sollte die neue Synagoge in Magdeburg deswegen besser ungebaut bleiben? Spannender Film über die Nachwende-Zeit dazu - mit Leuten, die mir zum Teil gut bekannt sind (und bevor es jemand sagt, auch wenn es hier nicht direkt Thema ist: Ja, da ist auch von linker Gewalt die Rede. Nein, linke Gewalt ist auch nicht ok 🙄 ). Ja, das ist ein Film über die Zeit vor +/- dreißig Jahren. Aber mal ehrlich: Sind sicher alle Skins und ihre Unterstützer von damals heute Freunde der jüdischen Rotkäppchen - oder einfach mittlerweile alt genug, um ihre Ideologie nicht mehr so spektakulär rumzuposaunen? Und die Kinder der damaligen Skins - sind die alle lupenrein demokratisch, und würden sich nichts sehnlicher wünschen, als mit jüdischen Rotkäppchen Blümchen zu sammeln oder Wein zu essen und Kuchen zu trinken?

Überhaupt ist es besser für jüdische Rotkäppchen, Innenstädte zu meiden - siehe Anschlag in Hanau. Ja, da war der Wolf offenbar ebenso psychisch gestört wie der in Halle - aber was haben beide aufgegriffen - genau, unter anderem antisemitische Gedanken. Und machte die psychische Störung sie weniger gefährlich? Nein. Eben.

Der wikipedia-Artikel zu Rechtsextremismus in Deutschland
führt unter "Polizei" aktuelle Vorfälle in Bayern und NRW sowie im Folgenden auch unter "Bundeswehr" auf - wie wohl fühlt man sich wohl als "jüdisches Rotkäppchen", wenn unter den Jägern böse Wölfe sind?

In Zeiten des Internets sorgt natürlich auch sowas wie NSU 2.0 dafür, dass jüdische Rotkäppchen sich so richtig sicher und wohl in ganz Deutschland und mit all seinen Bürgern fühlen können. Ganz klar.

lubov antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772

Spinner gibt es überall. Klar. Aber wo haben rechte Spinner - außer in ostdeutschen Kuhdörfern - ganze Stadtteile unter Kontrolle, wie Muslime das haben?

Veröffentlicht von: @lubov

Lüneburg

Dafür kann ich sprechen: Die Stadt ist nicht in rechter Hand. Im Gegenteil. Überall Studenten. Linke. Antifa.

Veröffentlicht von: @lubov

...deren Mitglieder kamen aus Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin - nicht exklusiv ostdeutsch.

😐

Natürlich gibt es auch in Hamburg Nazis. Wahrscheinlich auch in jedem westdeutschen Kuhdorf mindestens einen. Daß es in Hamburg mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern einen Nazi gibt, dessen Band aufgelöst wurde, heißt ja nun nicht, daß Juden diese riesige Stadt an sich meiden sollten. Sie sollten vielleicht das Haus dieses Mitglieds meiden. Und eben muslimische Viertel, denn rechtsradikale Viertel gibt es ja nicht.

plueschmors antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447
Veröffentlicht von: @plueschmors

Natürlich nicht. Aber die anderen gewaltbereiten Antisemiten findet man in größerer Anzahl normalerweise nur in ostdeutschen Kuhdörfern, wo sich eh kein Jude hin verirrt.

Ich weiß nicht, ob das noch so ist, aber zu meinen Studienzeiten gab es z.B. in Dortmund Stadtviertel, die durch die Rechtsradikalen "befreit" waren - da bin auch ich nicht hingegangen, weil ich nicht bereit war, "deutsch zu grüßen".

Ob wir heute hier als Landeshauptstadt den Titel "Kuhdorf" verdient haben, weiß ich nicht. Wie an anderem Ort in diesem Strang schon gesagt: Auch hier hat es ganze Viertel, die die Nazis "für sich beanspruchen" (zumindest wollen), durch viel Arbeit und Engagement ist das momentan einigermaßen unter Kontrolle, aber wie gesagt, die Rechten gehen hier durchaus gezielt "Kanacken klatschen".

Clankriminalität und Ghettobildung will ich nicht kleinreden, sie gehören vielschichtig bekämpft und sind ein großes Problem. Aber so zu tun, als sei "deutscher" Antisemitismus nur ein Randproblem "ostdeutscher Kuhdörfer" halte ich für weltfremd.

lubov antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772
Veröffentlicht von: @lubov

Aber so zu tun, als sei "deutscher" Antisemitismus nur ein Randproblem "ostdeutscher Kuhdörfer" halte ich für weltfremd.

Es geht hier nicht "nur" um Antisemitismus, sondern um gewalttätigen Antisemitismus, also konkrete Bedrohung für Leib und Leben der jüdischen Bürger.

In "meiner Welt" (Norddeutschland-West) gab und gibt es genau zwei abnehmende Zentren Rechtsradikaler: Neumünster und Tostedt. Da findet man ab und an noch ein paar übermütige - da meist besoffene - Neonazis an den Straßenecken. Es ist aber nicht so, daß die Orte in rechtsradikaler Hand wären, so daß man auch dort als Jude gefahrlos leben kann, wenn man nicht gerade einen Neonazi-Treffpunkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat.

Hamburg selbst hat keine rechte Szene. Es gibt sogar ein jüdisches Viertel, den sog. Grindel im Westen. Aber eben auch viele muslimische Viertel im Süden und Osten. Ich sag mal so: Gut, daß da Distanz zwischen ist. Man meidet einander und jeder bleibt für sich, während die Antipathie auf kleiner Flamme beständig weiterblubbert.

plueschmors antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @plueschmors

In "meiner Welt" (Norddeutschland-West) gab und gibt es genau zwei abnehmende Zentren Rechtsradikaler: Neumünster und Tostedt. Da findet man ab und an noch ein paar übermütige - da meist besoffene - Neonazis an den Straßenecken. Es ist aber nicht so, daß die Orte in rechtsradikaler Hand wären, so daß man auch dort als Jude gefahrlos leben kann, wenn man nicht gerade einen Neonazi-Treffpunkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat.

Wenn du in Dortmund Dorstfeld als Jude mit einer Kippa spazieren geht dürfte die Wahrscheinlichkeit im Krankenhaus zu landen bei 100% liegen. Und sicher nicht wegen muslimischen Migranten sondern nazis.

johannes22 antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Als ich vor ca 10 bis 15 Jahren mal in einer Lokalen Internetkommunity Israel in Schutz genommen hatte, gab es anschließend Drohungen von Libanesischen Banden, Landkreis Ludwigsburg. Im Selben Landkreis gab es in Tamm wohl mal auch ne kleine Neonazi Hochburg.

Heilbronn zum Beispiel ist eine Westdeutsche AFD Hochburg - trotzdem gibt es auf der Straße eine Mehrheit von Migranten und Hartcorenazis die Juden verprügeln sieht man gefühlt quasi gar nicht.

derneinsager antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973

Ja so unterschiedlich fühlen Menschen. Die Statistik ist aber ganz eindeutig: Die Mehrheit der Antisemitischen Straftaten wird von Bio Deutschen Nazis begangen.

Und ich würde hier in Dortmund eher mit einer Kipa im Norden spazieren gehen als in Dorstfeld.

Ach ja und aus politischen Gründen getötet wurden in Dortmund die Menschen auch nur von Nazis. NSU Morde und ein Punk wurde von einem Nazi in der U Bahn erstochen. Einfach so.

johannes22 antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

😈
In meinem nordwestbrandenburgischen Kuhdorf ist nur Oma Edelgard (93) etwas anfällig für Antisemitismus. Ich musste ihr in die Parade fahren, als sie sich abfällig über die jüdische Küche geäußert hat. 😀

Veröffentlicht von: @plueschmors

In den großen Städten muß man schon sehen mittlerweile, welche Bereiche man als Jude besser meiden sollte, wenn man heil nach Hause kommen möchte. Selbst ich als Deutscher meide gewisse Bereiche, wo Muslime unter sich leben und deutsches Recht offenbar ziemlich unbekannt und auch kein Willen ist, diesem selbt nur lässig nachzukommen. Parallelgesellschaft halt.

In Berlin meiden selbst Polizisten bestimmte Stadtteile.

banji antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17058
Veröffentlicht von: @banji

In meinem nordwestbrandenburgischen Kuhdorf ist nur Oma Edelgard (93) etwas anfällig für Antisemitismus. Ich musste ihr in die Parade fahren, als sie sich abfällig über die jüdische Küche geäußert hat. 😀

Ich hatte so einen Großonkel. Der war tiefbetrübt, dass Hitler den Krieg nicht gewonnen hat. Der saß dann immer mit seinem alten Kumpels beim Kaffee und schwadronierte über die "gute alte" Zeit, seine Frau total hingerissen daneben. Meine Eltern blieben aus Höflichkeit ein Stündchen und machten sich dann angewidert auf den Weg nach Hause.

tristesse antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Haben Deine Eltern je den Versuch gemacht dagegen zu halten?

banji antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17058

Nein, warum auch.

tristesse antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772

Falafel

Veröffentlicht von: @banji

...nordwestbrandenburgischen...

Das ist ja noch halbwegs zivilisiert.

😌

War mal auf Vatertagstour in Schwerin mit ´nem schwarzen Kumpel. Wer begegnet uns? Nazis natürlich. Haben uns gefragt, was wir mit der "schwarzen F*tz*" zu tun hätten. Sagt unser schwarzer Kumpel: "Ich zeig meinen Kumpeln meine Heimat"...

😀 😀 😀

Die sind dann einigermaßen verwirrt, aber friedlich abgezogen. Sagten dann noch was von "immer schön die Richtigen wählen" - und weg.

Veröffentlicht von: @banji

Ich musste ihr in die Parade fahren, als sie sich abfällig über die jüdische Küche geäußert hat. 😀

Ein anderer Kumpel von mir ist überzeugt, daß Falafel mit den verschwitzten Achselhöhlen zur Kugel geformt werden...

😀

plueschmors antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Gerade zu Bewunderungswert das der dann Schwerin als Heimat benennt. Im Ernst das ist wirklich ein Vorbilddeutscher wenn man das sagen darf , da gehört bei sowas echt was dazu.

derneinsager antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Kennst du dich aus in MV? bzw. in Schwerin?

tatokala antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772

Asylenten

Veröffentlicht von: @derneinsager

Im Ernst das ist wirklich ein Vorbilddeutscher wenn man das sagen darf , da gehört bei sowas echt was dazu.

Yeah, der ist ziemlich cool. Einmal saß er im Stadtpark auf einer Bank und hörte unabsichtlich ein altes Pärchen beim Entenfüttern zu, die sich gerade weidlich über den Flüchtlingszustrom 2015 unterhielten von wegen, wie schrecklich und böse und chaotisch alles nun würde.

Dann drehten die sich weg vom Teich und sahen meinen Kumpel auf der Bank. Und vermutend, daß dieser keinerlei Deutsch beherrsche: "Kuck mal, Margret, der da ist aber doch ganz friedlich"...

😎

plueschmors antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

😀

Ähnlich wie auf einer Postkarte:
"Ein "typisch Deutscher" mit Hut und Aktenkoffer quakt einem Farbigen hinterher: "Geh zurück, wo Du herkommst." Der Farbige quengelt zurück: "Was soll ich denn in Dortmund?"

Veröffentlicht von: @plueschmors

Ein anderer Kumpel von mir ist überzeugt, daß Falafel mit den verschwitzten Achselhöhlen zur Kugel geformt werden...

Noch mehr will ich gar nicht wissen ... 😀

banji antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 526

[url]Ich musste ihr in die Parade fahren, als sie sich abfällig über die jüdische Küche geäußert hat. [/url]

DAS fällt nun sicher nicht unter den Oberbegriff "Antisemitismus".
😊

eldarion antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Naja, das kann man so oder so machen ... bei Oma Edelgard ging das eher in Richtung: "Die Juden essen immer so ekliges Zeug."
Da musste ich einfach pädagogisch wirksam werden - ich konnte nicht anders 😇

banji antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @plueschmors

Ja, mein Reden. Ich denke, daß Deutschland heute mit Abstand mit das judenfreundlichste Land der Welt wäre - Israel ausgenommen -, wenn es nicht seinen Islam hätte, der ja selbstverständlich auch zu Deutschland gehört.

Ich habe doch Quellen verlinkt: 75% der Deutschen denken Antisemitisch, die überwältigende Anzahl antisemitischer Straftaten geht von den rechten Deutschen aus. da setzt du immer das Gefühl gegen schon eine coole herangehensweise. Übrigens in den neuen Bundesländern leben kaum Moslems, kein Jude würde sich da sicher fühlen.

Und das Deutschland nicht so faschistisch ist wie andere Staaten ist auch ein sonderbares Argument, man sollte sein Verhalten nicht nach den schlimmsten ausrichten um sich besser zu fühlen oder darzustellen sondern nach einem Ideal.

johannes22 antworten
Plueschmors
(@plueschmors)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 3772

Statistiken - heute so, morgen so...

Veröffentlicht von: @johannes22

Ich habe doch Quellen verlinkt:

Na und? Das sind nur Statistiken; Zahlenspiele mit wenigen Leuten, die heute so sind und morgen wieder anders. Miss.Piggy hat oben was anderes verlinkt, das meinem eigenen Erleben viel näherkommt:

30 Prozent von ihnen haben im vergangenen Jahr in zwölf EU-Ländern antisemitische Belästigung bis hin zur Gewalt erlebt – von Personen „mit extremistisch-muslimischer Anschauung“. Gleich nach den muslimischen Antisemiten kamen Personen „mit linker politischer Sichtweise“ (21 Prozent).

Deutlich seltener haben die Opfer antisemitischer Belästigung die Täter als Personen „mit rechter politischer Sichtweise“ (13 Prozent) identifiziert.

plueschmors antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

75%? Etwas viel. Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast, sagt man. Sorry ich halte das für Unseriös.

ATENS) Moslems sind nur etwa 5% der Bevölkerung. Das wäre schon crass wenn die mehr Straftaten hätten wie der Großteil der Leute hier denk ich
BTENS) 11% wählt hier AFD, 1%NPD
Warum hat dann die NPD nicht die absolute Mehrheit wenn hier 75% Antisemiten herum rennen? Nur zum Vergleich in Frankreich wählt etwa ein Drittel eine Partei die recht genau der NPD entsprechen würde.

Die Linken Parteien sind in Deutschland schon knapp die Hälfte der Wähler. Nun kann man sagen auch Linke wären Antisemiten - dann sieht man wie die Zahlen eigentlich zustande kommen.

Nicht durch Hass auf Menschen mit Semitischer Abstammung - sondern Kritik am Staat Israel.

Das ist aber nicht dasselbe, das ist meine Meinung an der Stelle

Vg Eddie

derneinsager antworten
LittleBat
(@littlebat)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 1813
Veröffentlicht von: @derneinsager

Warum hat dann die NPD nicht die absolute Mehrheit wenn hier 75% Antisemiten herum rennen?

Weil Antisemitismus nicht gleichbedeutend mit "ich sage dass Juden scheiße sind" ist?

Der latente Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft ist seit langem da. Völlig unabhängig von Muslimen. Ich finde es erschreckend, wie das hier gerade von der konservativen Seite des Forums negiert und lächerlich gemacht wird.

littlebat antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 17058
Veröffentlicht von: @littlebat

Der latente Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft ist seit langem da. Völlig unabhängig von Muslimen.

Wie kann ich den wahrnehmen?

Ich schau mich natürlich im Netz um und den sozialen Medien. Aber Antisemitismus sehe ich irgendwie nicht, außer wenn es mal Demos gibt oder halt besagen Großonkel 😕

Aber woran erkenne ich, dass scheinbar nicht geringer Teil der Deutschen antisemitisch ist?

tristesse antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15627
Veröffentlicht von: @littlebat

Der latente Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft ist seit langem da. Völlig unabhängig von Muslimen. Ich finde es erschreckend, wie das hier gerade von der konservativen Seite des Forums negiert und lächerlich gemacht wird.

Dieser "latente Antisemitismus" ist allerdings auch nur schwer konkret nachzuweisen. Je nachdem, wie genau die Kriterien dafür aussehen, hat man mal mehr mal weniger "Antisemiten".
Und je nach Fragestelltung würde ich dann auch dazugehören, denn ich sehe die israelische Politik sehr kritisch (Auch wenn ich die Hauptursache für die Konflikte bei den palästinensischen Terrororganisationen sehe), ich habe auch nicht viel für die jüdische Religion übrig (Weil ich JEDE Religion kritisch sehe), und völlig frei von Vorurteilen bin ich auch nicht, das ist etwas, wo man immer wieder aktiv an sich arbeiten muss.

Es ist auch ein Riesenunterschied, ob jemand einfach sagt, dass er Juden nicht leiden kann (Aus welchem Grund auch immer, man muss nicht alle Menschen mögen), oder ob jemand im Keller Brandbomben baut, um sie auf Synagogen zu werfen... beides wird aber schlicht als "antisemitisch" bewertet.

Wie soll da noch eine sachliche Auseinandersetzung möglich sein?
Die Probleme, wie etwa ein sehr verbreiteter Antisemitismus unter Muslimen sind ja unbestritten, aber den meisten Leuten scheint es erst mal darum zu gehen, möglichst viel "Antisemitismus" bei möglichst jenen Leuten zu finden, die dem eigenen Weltbild entgegenstehen... statt nach konkreten Lösungen zu suchen.

lucan-7 antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @lucan-7

Und je nach Fragestelltung würde ich dann auch dazugehören, denn ich sehe die israelische Politik sehr kritisch

Du solltest solche Fragen jedenfalls nicht auf Twitter diskutieren. 😊

Ich vermute, daß gar nicht so wenige Deutsche beim Blick auf Israel zwiegespalten sind.
Einerseits ist der Wunsch nach einem eigenen Land (und damit, nicht zuletzt, auch nach Verteidigungsfähigkeit) verständlich, wenn die Geschichte von Pogromen und schließlich der Shoah bestimmt ist. Die Unabhängigkeitserklärung nimmt darauf ausdrücklich Bezug und begründet damit u.a. das Existenzrecht Israels. Wer wollte das bestreiten?
Andererseits läuft die israelische Politik schon seit längerem darauf hinaus, die arabische Minderheit im Land zu verdrängen, das Westjordanland zu kolonisieren und damit Fakten schafft, die eine wie auch immer geartete Zwei-Staaten-Lösung zu negieren. Das Nationalstaatsgesetz ist der bisherige Höhepunkt dieser Entwicklung, die letztlich auf eine Klassengesellschaft hinausläuft, in der Juden mehr Rechte und Anspruch auf Entfaltung haben, als andere Bewohner Israels. Ich würde das noch nicht Apartheid nennen, aber ich kann Menschen verstehen, die diesen Begriff nutzen.
Wie es zu lösen wäre, daß solch gruseligen Dinge wie der Gazastreifen verschwinden, gleichzeitig aber Israels Existenz dauerhaft gesichert ist, weiß ich nicht. Mit Blick auf die Geschichte halte ich diese Existenzsicherung aber für das oberste Ziel, allen legitimen Wünschen der arabischen Bevölkerung zum Trotz.

So, aber wie diskutiert man das jetzt, ohne als Antisemit oder Palästinenser-Feind verschubladet zu werden?

mrorleander antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15627
Veröffentlicht von: @mrorleander

So, aber wie diskutiert man das jetzt, ohne als Antisemit oder Palästinenser-Feind verschubladet zu werden?

Vielleicht sollte man weniger fragen "wie" man das Ganze diskutiert, sondern "mit wem"... wenn ich ein Gegenüber habe, welches nur darauf lauert dass ich irgendeinen Fehler mache, um mir anschliessend irgendwas unterstellen zu können, dann hat eine Diskussion von Anfang an keinen Sinn.

Und um das Ganze überhaupt sinnvoll diskutieren zu können muss man in der Lage sein, immer wieder Perspektivwechsel zu einzugehen.
Je nachdem wie ich es betrachte habe ich sowohl für die israelische wie die palästinensische Seite Verständnis. So etwas ist auf Dauer sehr mühsam, aber anders funktioniert es nicht.

Mit jemandem, der alles, was mit Israel zu tun hat als heilige Sache betrachtet, die nicht kritisiert werden darf kann ich ebensowenig sinnvoll diskutieren wie mit jemandem, der nur einseitig das Leiden der palästinensischen Bevölkerung sieht und deren Verbrechen ausblendet.

lucan-7 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Das Land, dass nach dem Zweiten Weltkrieg wohl am wenigsten antisemitisch war, war wohl Frankreich. Obwohl Frankreich eine eher antisemitische Tradition hat. Nach dem Krieg war Frankreich das einzige Land, indem mehr Juden nach dem Krieg lebten, als vor dem Krieg. Vermutlich haben sich nach der Vernichtung die positiven Wert der Revolution durchgesetzt.

In Deutschland ist es etwas anders. Nach den Krieg, schauten die Menschen auf den Hauptkriegsverbrecherprozess und achteten darauf, in wie fern die Deutschen im ganzen, oder die Verbrecher verurteilt wurden und was das Gericht sagte. Das ging im Grunde der Generation Jahrzehnte nach dem Krieg weiter so. Die Generation hat kaum Aufarbeitung gemacht, sondern Entlastungsarbeit.

Die Haltung, die heute der Staat einnimmt, ist Konrad Adenauer zu verdanken. Er als ehemaliger Bürgermeister von Köln, fühlte sich für die Zerstörung der alten Synagoge verantwortlich. Er hat sich nach dem Krieg dafür eingesetzt, dass diese wieder aufgebaut wird. Er ist der Wegbereiter, für die diplomatischen Beziehungen zu Israel. Er hat teils mit persönlichen Briefen einen freundschaftlich anmutenden Kontakt zu en-Gurion gehalten. In einem Museum in Tel Aviv waren zumindest früher die Originalbriefe ausgestellt.

Ich würde nicht sagen, dass die Deutschen nicht antisemisch sind. Sie haben nur die Grenzen gelernt etwas offen auszusprechen, aber diese Pest ist nicht ausgerottet. Der Antizionismus ist eine Spielart, die den Antisemitismus salonfähig macht. Es gibt in Deutschland nur noch ganz wenige Nischen wo man offen seinen Antisemitismus austoben kann. Der Antisemitismus in Deutschland ist ein anderer als früher, aber unter der Hand, wird er noch gelebt.

PS Der Antizionismus ist von seinem Ursprung her eigentlich eine innerjüdische Angelegenheit und hat herzlich wenig mit dem modernen Antizionismus zu tun!

orangsaya antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Antizionismus

Veröffentlicht von: @johannes22

Reine Behauptung. Die Muslimische Minderheit beträgt so um die 10% und von denen dürften genausoviele Antisemiten sein wie bei den Bio Deutschen. Damit bleibt der Anteil gleich.

Dafür dürfte es bei den Muslimen umso mehr Antizionismus geben.

Ich würde die Begrifflichkeiten bei dieser Thematik sowieso differenzierter verwenden. Der muslimisch/palästinensische Antizionismus ist nicht deckungsgleich mit dem (vorwiegend) europäisch/westlichen Antisemitismus und somit auch nicht automatisch mit Judenhass zu bezeichnen.

Nachtrag vom 16.05.2021 0800
oder besser gesagt der arabisch/palästinensische Antizionismus...

tamaro antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @tamaro

Dafür dürfte es bei den Muslimen umso mehr Antizionismus geben.

Ja natürlich. Meine syrischen Schüler*innen haben natürlich zum Staat Israel eine andere Meinung als ich. Sind aber natürlich auch ganz anders betroffen.
Trotzdem habe ich mit meiner Klasse eine Synagoge besucht und es gab ganz genau NULL Probleme.

johannes22 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @tamaro

Der muslimisch/palästinensische Antizionismus ist nicht deckungsgleich mit dem (vorwiegend) europäisch/westlichen Antisemitismus und somit auch nicht automatisch mit Judenhass zu bezeichnen.

Kannst du mir erklären, wo der Unterschied ist, wenn ein Moslem "Scheiß Juden, vergast die Juden brüllt" und ein Deutscher. Der Hass gegen Juden ist doch derselbe, oder? Bei einem Deutschen kommt noch die historische Belastung hinzu und es ist moralisch schärfer zu verurteilen und etwas abscheuliches. Zumindest, wenn man als Deutscher, loyal zu seinem Land steht. Der Hass und der Antisemitismus ist aber in beiden Fällen derselbe.

orangsaya antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @orangsaya

Kannst du mir erklären, wo der Unterschied ist, wenn ein Moslem "Scheiß Juden, vergast die Juden brüllt" und ein Deutsche

Keiner aber das ist ja auch Antisemitismus.

Wenn mir eine syrische Schülerin aber erzählt dass die Besetzung der Golan Höhen oder diverse Bombardierungen ihres Heimatlandes Unrecht ist ist das eben Antizionismus.

johannes22 antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

Syrien und Israel haben keinen Frieden, sie befinden sich rechtlich gesehen im Kriegszustand.
Die Golanhöhen wurden 1967 erobert, unter hohen Verlusten, dies war nötig das Syrien Flüsse wie den Dan umleiten wollten, somit der See Genezareth austrocknen würde. Die Kibbuzim wurden regelmäßig vom Golan aus beschossen. Der Golan kann nie wieder syrisch werden.
Nebenbei dienen die Drusen des Golan oft in der israelischen Armee.
Ein Problem ist eher, wenn die Frauen nach Syrien heiraten, können sie die Familie nicht besuchen.

jigal antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @johannes22

Wenn mir eine syrische Schülerin aber erzählt dass die Besetzung der Golan Höhen oder diverse Bombardierungen ihres Heimatlandes Unrecht ist ist das eben Antizionismus.

Das ist genauso Antisemitismus. Genauer gesagt die Rechtfertigung von Antisemitismus, weil mit dem Argument den Hass auf die Juden überhaupt gilt. Die Synagoge in Bonn wurden von syrischen Flüchtlingen geschändet. Einer hat, sich entschuldigt. Ob es echte Reue, oder taktische Gründe wegen des Prozess hat, wissen wir nicht.

Zu Syrien, nicht Israel hat den Krieg gegen Syrien angefangen, Syrien hat seit dem Ende durch Rhodos ungefähr 20 Jahre Israel von den Golanhöhen aus die bewohnten Gebiete rund um den See Genezareth beschossen. Deswegen haben die Häuser aus der Zeit eine Wand aus Spezialbeton. Ich glaube mindestens 20 cm. Das ist der Hintergrund. 20 Jahre hat Syrien nicht das Waffenstillstandsabkommen eingehalten. Die Golanhöhen waren die strategische die Plattform, von wo aus die Kanonen auf Israel geschossen wurden. Mittlerweile sind die Golanhöhen nicht mehr Syrien, sondern Israel.
Was sagen die Menschen auf den Golanhöhen dazu? Die Menschen sind vorwiegend Drusen. Sie sind damit zufrieden, dass sie in Israel leben bzw. israelische Staatsbürger sind. Viele junge Menschen gehen freiwillig zum Militär und kämpfen, obwohl sie es nicht müssen. Die Drusen auf den Golanhöhen sind sehr loyal. Es handelt sich um eine religiöse Minderheit, die traditionell von der muslimischen Mehrheit unterdrückt wurde. Sie weichen so stark vom Islam ab, dass sie gar nicht für Muslime gehalten werden, obwohl sie meinen, welche zu sein. Israel hat den Drusen Freiheit und Wohlstand gebracht und das ist ihnen klar und sie wollen nicht mehr tauschen. Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass Familien getrennt sind.

Bassam Tibi sagt von sich. Als er in Syrien lebte, war er Antisemit durch und durch. Auch als er in Deutschland war. Wenn man in Syrien aufwächst, kann man nicht anders sein, weil dies nicht zu sein, ist aus der Gedankenwelt. Er selbst hat es in Deutschland nur nach und nach gemerkt. Er musste sich jahrelang selbst umerziehen, um nicht mehr so zu denken. Tut mir leid. Zu behaupten, die Syrer würden keinen Antisemitismus pflegen, ist schlicht absurd.

orangsaya antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @orangsaya

Die Synagoge in Bonn wurden von syrischen Flüchtlingen geschändet.

Ja und das würde ich als Antisemitismus bezeichnen.
Eine Demo für der israelischen Botschaft als Antizionismus.

Da würde ich differenzieren.

Und die Syrier*inen die ich kenne und das sind berufsbedingt sehr viele sind durch die Bank keine Antisemiten.

johannes22 antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

Nun die Demonstranten unterscheiden nicht zwischen Israel und Juden.
Israel ist eben die Versicherung der Juden, aber man müsste das trennen. Es gibt gar Juden die sind nicht zionistisch, auch gibt es Christen die als zionistisch angesehen werden können, wie die ICEJ.

jigal antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @jigal

Nun die Demonstranten unterscheiden nicht zwischen Israel und Juden.

Ja deswegen sind die Demonstrationen auch meiner Meinung nach Antisemitisch.

johannes22 antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @johannes22

Ja und das würde ich als Antisemitismus bezeichnen.

Das ist Gewaltanwendung die einen Antisemitischen Hintergrund hat.

Veröffentlicht von: @johannes22

Eine Demo für der israelischen Botschaft als Antizionismus.

Also gäbe so eine Demonstration vor der israelischen Botschaft in Berlin, wie vor der Synagoge in Bonn, dann wäre es weder legitim und schon gar nicht legal. Diejenigen, die so etwas machen sind dumm, oder bewusst potentielle Märtyrer, den überschreitet der Mob eine rote Linie, fliegen da die blauen Bohnen schneller als erwartet.

Veröffentlicht von: @johannes22

Da würde ich differenzieren.

Nein, den gerade in Deutschland, aber auch sonst, kannst du Zionismus und Judentum selten trennen. Ich hoffe, heute sitzen nicht mehr so viele auf gepacktem Koffer. In Frankreich sitzen nicht mehr so viele auf dem gepackten Koffer, wegen dem Antizionismus, der a la deiner Gesinnung gar kein Antisemitismus ist. Sie haben ihren Koffer mitgenommen. Weißt du, an was mich deine Haltung erinnert? Ich bin ja kein Antisemit und habe nichts gegen Juden, aber das internationale Finanzjudentum ....

Veröffentlicht von: @johannes22

Und die Syrier*inen die ich kenne und das sind berufsbedingt sehr viele sind durch die Bank keine Antisemiten.

Das fehlte ja für das i-Tüpfelchen noch. Stell dir vor, mir sind auch Syrer über den Weg gelaufen. Die waren alle durchweg nett, haben erstaunlich gut die deutsche Sprache gelernt usw. Das habe ich bei Afghanen, Nordafrikaner in der persönlichen Begegnung anders erlebt. Es ist aber naiv zu glauben, dass es dort keinen Antisemitismus gibt. Das wurde über Generationen durch die Politik, in den Moscheen, , in den Schulen, durch die Familien usw. den Menschen schon mit der Flasche als Baby eingeben. Kein Antisemitismus ist in einem Land wie Syrien, außerhalb der Gedankenwelt. Aber vielleicht sind es in deinen Augen ja keine Antisemiten, sondern nur gute Antizionisten.

orangsaya antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @orangsaya

Also gäbe so eine Demonstration vor der israelischen Botschaft in Berlin, wie vor der Synagoge in Bonn, dann wäre es weder legitim und schon gar nicht legal.

Eine angemeldete Demonstration vor der israelischen Botschaft gegen die Politik Israels würde ich nicht als antisemitisch bezeichnen.

johannes22 antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Vielleicht einfach ein Hass auf den Staat Israel...

derneinsager antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @derneinsager

Vielleicht einfach ein Hass auf den Staat Israel...

Man kann Staaten hassen warum nicht? Solange man in der Lage ist den Staat von seiner Bevölkerung zu trennen. Wenn ein Lybier der Bombardierung Lybiens seine Familie verloren hat Sarkozy (der das ja nur gemacht hat um seine Bestechungskandale zu vertuschen) hasst oder den französischen Staat ist das völlig Legitim. Problematisch wird es wenn er ALLE Franzosen hasst.

johannes22 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Unterscheidung Antisemitismus/Antizionismus wichtig!
Gemäss einem Schreiben von 34 israelischen Gelehrten (darunter David Harel, Eva Illouz, Paul Mendes-Flohr, Zeev Sternhell und Moshe Zuckermann) in einem offenen Brief an Europa bzw. an die österreichische Bundesregierung, sei Antizionismus nicht mit Antisemitismus gleichzusetzen, da dies Israel gegen Kritik immun mache.

Nachfolgend ein Auszug dieses Schreibens:

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass der Staat Israel seit über 50 Jahren eine Besatzungsmacht ist. Millionen von Palästinenserinnen und Palästinensern unter Besatzung entbehren ihrer Grundrechte, Freiheit und Würde. Gerade in Zeiten, in denen die israelische Besatzung sich in Annexion verwandelt, ist es notwendiger denn je, dass Europa alle Versuche entschieden ablehnt, die freie Meinungsäußerung anzugreifen oder Kritik an Israel durch die falsche Gleichsetzung mit Antisemitismus zum Schweigen
zu bringen.

Europa muss dies auch für die eigene Glaubwürdigkeit und die Wirksamkeit ihrer Bekämpfung des Antisemitismus tun. Die Ausweitung dieses Kampfes zum Schutz des israelischen Staates vor Kritik trägt

zu der Fehlwahrnehmung bei, dass Jüdinnen und Juden mit Israel gleichzusetzen seien und deshalb verantwortlich für die Handlungen dieses Staates wären.
Als israelische Gelehrte, deren Mehrheit jüdische Geschichte erforscht und lehrt, sagen wir zu Europa:

Bekämpft den Antisemitismus unnachgiebig, um jüdisches Leben in Europa zu schützen, und ermöglichet, dass es zur Blüte gelangt. Erhaltet dabei die klare Unterscheidung zwischen Kritik am Staat Israel, so harsch sie auch sein möge, und Antisemitismus aufrecht. Vermischt nicht Antizionismus mit Antisemitismus. Und schützt die Rede- und Meinungsfreiheit derjenigen, die die israelische Besatzung ablehnen und darauf bestehen, dass sie endet.

Der dazugehörige Link

https://www.juedische-stimme.de/2018/11/20/dokumentiert-vermischt-kritik-an-israel-nicht-mit-antisemitismus/

tamaro antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

die drein Nein von Karthoum.
Israel wollte das Westjordanland nicht besetzen.
Man wollte Sicherheit und hat damals schon Land gegen Frieden angeboten.
Die Arabisch Liga hat sich in Karthoum getroffen und die drei Nein beschlossen.
Keine Anerkennung Israels
keine Gespräche mit Israel
kein Frieden mit Israel.

Außer dem Haschemitischen Königreich und der Republlik Ägypten haben sich alle daran gehalten. Ägypten bekam im Friedensvertrag den Sinai zurück, Gaza wollten sie wohl nicht.
Jordanien bekommt Wasser aus dem See Genezareth, die 1948 von Transjordanien besetzten Gebiete wollten sie nicht. Sie haben nur die Oberhoheit auf dem Tempelberg erhalten. Der Opa des aktuellen Königs Abdullah I. wurde übrigens dort ermordet. War das ein Palästinenser? In den 1950er gab es den Begriff gar nicht.

jigal antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Ist ja alles interessant, aber ich verstehe den Zusammenhang zu meinem Post nicht.

tamaro antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

Du schreibst Israel ist Besatzungsmacht, die hätte nach dem Sechstagekrieg nicht so sein müssen, wenn die Araber Frieden gewollt hätten.

jigal antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Ich auch nicht.

tatokala antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Straftat

Veröffentlicht von: @orangsaya

Kannst du mir erklären, wo der Unterschied ist, wenn ein Moslem "Scheiß Juden, vergast die Juden brüllt" und ein Deutscher.

Das ist schlicht und ergreifend eine Straftat. In der Schweiz bekommt man dafür drei Jahre unbedingte Gefängnisstrafe. Für sowas werden Schweizer sogar belangt, wenn sie dies im Ausland ausrufen.

Der Unterschied liegt hier nicht im Straftatbestand, sondern in der Gesinnung. Der rechtsextreme Deutsche brüllt dies aus einer anderen Motivation und einem anderen geschichtlichen Kontext aus als der palästinensische Moslem. Aber ich weiss es nicht, ob dies vor Gericht einen Unterschied ausmacht.

Nachtrag vom 18.05.2021 1305
Schweizerisches Strafgesetzbuch Art. 261

"Wer öffentlich gegen eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie, Religion oder sexuellen Orientierung zu Hass oder zu Diskriminierung aufruft,

...wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft."

tamaro antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @johannes22

Die Muslimische Minderheit beträgt so um die 10% und von denen dürften genausoviele Antisemiten sein wie bei den Bio Deutschen.

Kannst Du das belegen? Mich würde interessieren, was seriöse Quellen dazu sagen. Leider konnte ich bisher keine finden.

helle antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @helle

Kannst Du das belegen?

https://mediendienst-integration.de/artikel/antisemitismus-israel-proteste-muslime-zick.html

2014 kamen Forscher der Universität Bielefeld in einer umfassenden, jedoch nicht repräsentativen Untersuchung zu dem Ergebnis, dass es keine gravierenden Unterschiede zwischen den antisemitischen Vorurteilen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gebe, sofern sie nicht extremistisch orientiert sind. Die Ergebnisse der Forschung fasst Andreas Zick in einem Artikel für den MEDIENDIENST zusammen.

Von den 2.351 antisemitischen Straftaten, die 2020 registriert wurden, entfielen rund 94,6 Prozent (2.224 Straftaten) auf das rechte Spektrum, rund zwei Prozent (40 Straftaten) auf die Kategorie "ausländische Ideologie" und etwa ein Prozent (31 Straftaten) auf "religiöse Ideologie". Bei der Mehrheit antisemitischer Gewalt- und Straftaten geht die Polizei damit von einer "rechten" Tatmotivation aus. In einer Studie der Universität Bielefeld gaben hingegen rund 80 Prozent der Opfer antisemitischer Gewalt an, von Muslimen angegriffen worden zu sein. Im MEDIENDIENST-Interview erklärt der Soziologe Andreas Hövermann, wie die unterschiedlichen Zahlen zueinander passen. Quelle

johannes22 antworten
staffan
(@staffan)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 348

Angriffe auf Träger jüdischer Symbole

Veröffentlicht von: @johannes22

Nein. Da hat man sich schon lange dran gewöhnt. Übergriffe von neo Nazis auf Synagogen in Deutschland ist Alltäglich. ....

Angriffe sind wohl tatsächlich alltäglich. Aber mit ganz anderen Tätern, als Johannes22 schreibt, sondern:
"Diejenigen, die durch jüdische Symbole in der Öffentlichkeit erkennbar sind, berichten von häufigen bis sehr häufigen alltäglichenAnt
isemitismuserfahrungen, besonders oft ausge-hend von muslimischen Bürgern als Tätern."
auf p80 in
https://uni-bielefeld.de/ikg/daten/JuPe_Bericht_April2017.pdf

staffan antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @staffan

Angriffe sind wohl tatsächlich alltäglich.

Ja . Und zwar von Deutschen und Migranten gleichermaßen.

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/chronik/

Ich kann ja verstehen das es für bestimmte Menschen angenehm ist mit dem Finger auf eine unbeliebte Gruppe der Bevölkerung zu zeigen um bon den eigenen Problemen abzulenken, es stimmt aber nicht.

johannes22 antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583
Veröffentlicht von: @johannes22

Ich kann ja verstehen das es für bestimmte Menschen angenehm ist mit dem Finger auf eine unbeliebte Gruppe der Bevölkerung zu zeigen um bon den eigenen Problemen abzulenken, es stimmt aber nicht.

Den Eindruck habe ich auch. Und indem man bei antisemitischen Ausschreitungen immer erstmal "Rechts" schreit, nimmt man gar nicht mehr wahr, dass das Problem gesellschaftlich vielschichtiger ist und "Links und Muslimisch" im Antisemitismus genauso verwurzelt sind wie rechts. Selbst dann, wenn wie die Berliner Bischöfe gesagt haben, sich dieser Antisemitismus im Mäntelchen der "Israelkritik" versteckt hat.

banji antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Die Amadeu-Stiftung halte ich nicht für glaubwürdig. Sie steht meiner Meinung nach zu sehr unter politischem Einfluss. Angriffe auf jüdische Mitbürger und Einrichtungen sind stets zu verurteilen und zu ahnden! Wenn der Migrationsanteil 50% betragen würde, dann wären Migranten und deutsche Deiner Rechnung zufolge gleichermaßen beteiligt.

helle antworten
Johannes22
(@johannes22)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2973

https://mediendienst-integration.de/desintegration/antisemitismus.html

Von den 2.351 antisemitischen Straftaten, die 2020 registriert wurden, entfielen rund 94,6 Prozent (2.224 Straftaten) auf das rechte Spektrum, rund zwei Prozent (40 Straftaten) auf die Kategorie "ausländische Ideologie" und etwa ein Prozent (31 Straftaten) auf "religiöse Ideologie". Bei der Mehrheit antisemitischer Gewalt- und Straftaten geht die Polizei damit von einer "rechten" Tatmotivation aus. In einer Studie der Universität Bielefeld gaben hingegen rund 80 Prozent der Opfer antisemitischer Gewalt an, von Muslimen angegriffen worden zu sein. Im MEDIENDIENST-Interview erklärt der Soziologe Andreas Hövermann, wie die unterschiedlichen Zahlen zueinander passen. Quelle

johannes22 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2240
Veröffentlicht von: @eldarion

Also darf man nicht zu deutlich auf die Herkunft der "Demonstranten" in Berlin, Hamburg und anderen Städten hinweisen.

Also die Berichte, die ich gelesen habe, haben das nicht verschwiegen. Aber was fängst du jetzt mit der Information an? Muslime hassen?

Statt ständig Sündenböcke zu suchen ("böse Migranten"), könnte man vielleicht auch mal drüber nachdenken, wie wir Frieden stiften. Auf unseren Straßen und hoffentlich auch irgendwann am Gazastreifen.

lhoovpee antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 526

[url]Aber was fängst du jetzt mit der Information an? Muslime hassen?
[/url]

Nein. Aber eine verantwortungsvolle Zuwanderungspolitik und weniger Tolleranz gegen antisemitische Strafttäter ( egal, ob deutsch, oder nicht) wären schon mal ein Anfang.
Sonst ist das mit der Solidarität mit Israel irgendwann nicht mehr umzusetzen.

Veröffentlicht von: @lhoovpee

Auf unseren Straßen und hoffentlich auch irgendwann am Gazastreifen.

Letzteres werden wir wohl kaum erreichen.

eldarion antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15627

Sind alle Muslime Antisemiten?

Veröffentlicht von: @eldarion

Also darf man nicht zu deutlich auf die Herkunft der "Demonstranten" in Berlin, Hamburg und anderen Städten hinweisen.
Trotzdem ist es eine Tatsache, dass die Teilnehmer der aktuellen "Proteste" nahezu vollständig zugewanderte Muslime sind.
Was nun?

Kann es denn eine Lösung sein, allen Muslimen grundsätzlich Antisemitismus zu unterstellen?

Denn wenn wir jetzt sagen: Wir lassen keine Muslime, Araber oder wen auch immer ins Land, weil das ja alles Antisemiten sind - wäre das dann nicht genau so wie die Aussage, keine Deutschen mehr ins Land zu lassen, weil das alles Nazis sind?

Wäre das nicht auch rassistisch?

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128
Veröffentlicht von: @lucan-7

Wäre das nicht auch rassistisch?

Natürlich ist es das! Gut erkannt!

Hier wird ein angeblich "importierter" (historisch gesehen handelt es sich vielmehr um einen zurück-importierten) Antisemitismus in einer rassistisch gearteten Argumentationsweise angreifen.

Genau das ist ja das Widersinnige: ausgerechnet indem man auf den Antisemitismus der "anderen" zeigt, will man sich gegen den Antisemitismus generell stellen. Scheinheiliger geht's nicht!

Nachtrag vom 20.05.2021 1033
Korrektur: ... in einer rassistisch gearteten Argumentationsweise angegriffen...

Nachtrag vom 20.05.2021 1103
... und sorry, aber ich merke dass mich diese Scheinheiligkeit gerade sowas von wütend macht... dann bin ich auch noch anfälliger für Schreibfehler, als das sonst schon der Fall ist.

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15627
Veröffentlicht von: @tamaro

Genau das ist ja das Widersinnige: ausgerechnet indem man auf den Antisemitismus der "anderen" zeigt, will man sich gegen den Antisemitismus generell stellen. Scheinheiliger geht's nicht!

Das würde ich jetzt so pauschal auch wieder nicht sagen.

"Scheinheilig" ist es dann, wenn man den eigenen Rassismus unter dem Vorwand, "Antisemitismus" bekämpfen zu wollen zu verstecken sucht. Ist ja schliesslich ein vorzügliches Argument, endlich diese "Fremden" loszuwerden... oder zumindest nicht mehr ins Land zu lassen.

Davon unberührt ist allerdings der Fakt, dass Antisemitismus unter Muslimen tatsächlich sehr verbreitet ist. Und darüber muss man reden können. Denn ebenso "scheinheilig" wäre es, einerseits Nazis und Antisemitismus bekämpfen zu wollen... und dann wegzuschauen, wenn Türkische oder Arabische Organisationen sich eindeutig auf die Seite von Terroristen stellen und antisemitische Parolen skandieren.

Ich denke, Menschen versuchen immer nach Möglichkeit alles in ein einfaches schwarz/weiss Schema zu pressen, um sich dann auf eine Seite stellen zu können.

Tauchen dann mal rassistische Juden auf oder faschistische Migranten, dann passt das nicht mehr in unsere Schemata und wir sind von der Situation überfordert...

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128
Veröffentlicht von: @lucan-7

Davon unberührt ist allerdings der Fakt, dass Antisemitismus unter Muslimen tatsächlich sehr verbreitet ist.

Aber wenn man sich mal etwas genauer damit befasst, wie denn der bei den Demos zum Ausdruck gelangte Antisemitismus zu den Muslimen gelangt ist, finde ich halt schon, dass sich hier sozusagen ein Kreis schliesst. Interessant finde ich auch, dass man Anfangs-und Endpunkt in Berlin verorten kann.

Veröffentlicht von: @lucan-7

"Scheinheilig" ist es dann, wenn man den eigenen Rassismus unter dem Vorwand, "Antisemitismus" bekämpfen zu wollen zu verstecken sucht.

Genau das wird mE auch gemacht. Ob bewusst oder unbewusst, weiss ich halt nicht. Der Antisemitismus kann aber nur bekämpft werden, wenn gleichzeitig auch der Rassismus bekämpft wird, nur das eine geht nicht... und ich möchte nochmals betonen: Es geht darum den Antisemitismus zu bekämpfen. Nur abschieben bringt niemandem etwas.

Abschieben ist nur Symptombekämpfung im eigenen Land - und deswegen mE scheinheilig, resp. heuchlerisch.

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15627
Veröffentlicht von: @tamaro

Aber wenn man sich mal etwas genauer damit befasst, wie denn der bei den Demos zum Ausdruck gelangte Antisemitismus zu den Muslimen gelangt ist, finde ich halt schon, dass sich hier sozusagen ein Kreis schliesst. Interessant finde ich auch, dass man Anfangs-und Endpunkt in Berlin verorten kann.

Ich verstehe nicht ganz, was du hier sagen willst.

Veröffentlicht von: @tamaro

Der Antisemitismus kann aber nur bekämpft werden, wenn gleichzeitig auch der Rassismus bekämpft wird, nur das eine geht nicht... und ich möchte nochmals betonen: Es geht darum den Antisemitismus zu bekämpfen. Nur abschieben bringt niemandem etwas.

Wie willst du das denn "bekämpfen"? Man kann Antisemiten bestenfalls zum schweigen bringen, damit die nächste Generation nicht damit vergiftet wird. Aber dass sich ein Antisemit bewusst ändert kommt wohl nur sehr selten vor.

lucan-7 antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447

dass sich ein Antisemit bewusst ändert kommt wohl nur sehr selten vor.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Wie willst du das denn "bekämpfen"? Man kann Antisemiten bestenfalls zum schweigen bringen, damit die nächste Generation nicht damit vergiftet wird. Aber dass sich ein Antisemit bewusst ändert kommt wohl nur sehr selten vor.

Moin. Vor ganz grob 25 Jahren war eine Freundin von mir zwei Mal in einer Sommerferienaktion in Israel, in einem Projekt, das gemeinsame Aktivitäten und Freundschaften zwischen jungen arabischen, muslimischen Israelis und jungen jüdischen Israelis und deutschen (christlichen) Jugendlichen förderte - und zwar ganz gezielt ausgewählt mit einem "Kernbestand" von "gemäßigten" Jugendlichen und kleineren "Kontingenten" von "radikaleren" Jugendlichen. Das Projekt wurde vor den Ferien schon intensiv vorbereitet, sie war 6 Wochen in Israel, und es war zwar wohl ein kleines Projekt, aber angeblich recht erfolgreich. Die Freundin ist dann weggezogen und wir haben uns - und ich damit das Projekt - aus den Augen verloren, aber sie erzählte damals ganz begeistert davon, dass und wie sich z.B. der eine oder die andere deutsche Jugendliche, die diese sechs Wochen nach antisemitischen Straftaten (z.B. Hakenkreuzschmierereien) als "Strafe" hatten ableisten müssen, sich mit den jüdischen Jugendlichen hätte anfreunden können, ähnlich auch die muslimischen jungen Leute und auch die z.T. recht radikal zionistischen Jugendlichen. Nur wenige der "radikalen" Jungen Leute waren ausgestiegen. Leider fällt mir der Name nicht mehr ein.

Das als - vielleicht seltenes - Beispiel dafür, dass es geht.
Irgendwo habe ich neulich auf eine Reportagereihe zu Rechtsextremismus verlinkt, da kam auch mindestens ein Aussteiger aus dem rechtsradikalen antisemitischen Bereich vor, der jetzt selbst in einem Aussteigerprogramm mitarbeitet, und ein Bekannter von mir arbeitet im Verfassungsschutz und sagt, es gäbe durchaus immer mal wieder Aussteiger, die umdenken wollen und können, und denen werden entsprechende Programme auch angeboten. Keine Massen, aber immerhin.

lubov antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15627

Das sind immer schöne Beispiele, die Hoffnung machen, und ich denke dass ist auch genau der richtige Weg... das zähle ich aber noch mit zu "verhindern, dass die nächste Generation antisemitisch wird".
Ab einem bestimmten Alter bzw. nach einer bestimmten Phase der Meinungsbildung wird es dann schon schwieriger.

Das heisst nicht, dass ich da jede Hoffnung aufgeben würde... aber von einem Austausch mit 50jährigen Radikalen würde ich mir keine großen Erfolge mehr versprechen.

lucan-7 antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Zudem...
Zudem geht es jenen, die nun mit dem Finger auf die Muslime zeigen nur darum, den Antisemitismus aus Deutschland zu schaffen. Ist das geschafft, ist die Sache scheinbar gegessen.

In einem solchen Falle würden die muslimischen Antisemiten eben woanders ihren Judenhass ausleben. Aber offenbar ist es woanders dann kein Problem mehr.

Daraus schliesse ich: denen, die jetzt mit dem Finger auf die Muslime zeigen, geht es in Wirklichkeit gar nicht um die Bekämpfung des Antisemitismus, sondern um die Ausschaffung nicht genehmer Zeitgenossen.

Nachtrag vom 20.05.2021 1118
Aech es ist zum... : Nochmals: Zudem geht es jenen, die nun mit dem Finger auf die Muslime zeigen [del]nur[/del] nicht darum, den Antisemitismus aus Deutschland zu schaffen.

tamaro antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @tamaro

Zudem geht es jenen, die nun mit dem Finger auf die Muslime zeigen nur darum, den Antisemitismus aus Deutschland zu schaffen. Ist das geschafft, ist die Sache scheinbar gegessen.

Die selbe Verallgemeinerung, die aus 'allen' Muslimen Antisemiten macht.
Wenn man ein Problem nicht einmal mehr benennen darf, weil einem deshalb direkt finstere Motive unterstellt werden, ist der Drops gelutscht.

mrorleander antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2133
Veröffentlicht von: @lucan-7

Kann es denn eine Lösung sein, allen Muslimen grundsätzlich Antisemitismus zu unterstellen?

Nein.
Es wundert mich allerdings schon, daß Entscheidungsträger davon auszugehen scheinen, es habe keinen Einfluß, Menschen in großer Zahl ins Land zu integrieren, die aus Staaten kommen, in denen Antisemitismus seit Jahrzehnten Staatsräson ist, wie es bspw. für Syrien der Fall ist. Damit ist immer noch nicht gesagt, daß alle Syrer Antisemiten sind, aber mit einem erhöhten Aufkommen ist zu rechnen.
Ich weiß nicht, auf welchem Stand die pädagogische Arbeit mit Flüchtlingen (und insbesondere deren Kinder) mittlerweile ist; die u.a. aus dem bisherigen Geschichtsunterricht gewohnten Konzepte werden sich für diese Arbeit sicher nicht 1:1 übernehmen lassen. Aber es würde mich schon wundern, wenn Bildungspolitik diesmal schneller reagieren würde, als bei anderen heißen Themen, etwa der Inklusion. Es muß doch meist erst richtig 'brennen', bevor etwas geschieht.
Zumal es eine für mich nur schwer nachvollziehbare Zurückhaltung gibt oder gab, migrantischen Antisemitismus zu benennen und zu verurteilen. Daß bis 2019 jährlich eine Al-Quds-Demo in Berlin stattfinden durfte, ist für mich unfaßbar.

Wenn Deutschland auch künftig Menschen aus dem muslimischen Raum aufnehmen und integrieren möchte (Multikulti wäre natürlich eine Alternative, aber das diskutieren wir jetzt nicht 😀 ), braucht es pädagogische Konzepte. Und auf der anderen Seite Härte für all diejenigen, die es nicht checken oder nicht checken wollen.

Im Grunde also genauso, wie man sich das für Nazis und Linksradikale auch wünschen würde. Und da passiert sicher auch eine Menge - ich behaupte nicht, den großen Überblick zu haben. Aber in der Summe wirkt es auf mich doch immer wieder so, als ob ich jetzt erst mal wieder ein gutes Glas Wein bräuchte, um aus dem Schwarzsehen raus zu kommen.

mrorleander antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15627
Veröffentlicht von: @mrorleander

Wenn Deutschland auch künftig Menschen aus dem muslimischen Raum aufnehmen und integrieren möchte (Multikulti wäre natürlich eine Alternative, aber das diskutieren wir jetzt nicht 😀 ), braucht es pädagogische Konzepte. Und auf der anderen Seite Härte für all diejenigen, die es nicht checken oder nicht checken wollen.

Nun, ich hatte es ja schon mehrfach erwähnt, dass ich da persönlich involviert bin... was heisst, dass ich auch genau mit dieser Problematik konfrontiert werde. Und da merkt man dann schnell, dass das alles gar nicht so einfach ist.

Denn man hat da ganz unterschiedliche Leute. Da ist vielleicht ein netter, freundlicher und hilfsbereiter Typ, der bestens integriert scheint, sich in der Schule bemüht, eine gute Ausbildung anstrebt... und dann aber ziemlich radikale Ansichten vertritt, wenn es um das Thema Israel geht.
Und dann steht man da... einerseits möchte man ja die positiven Aspekte nicht einfach ignorieren, andererseits ist da aber die radikale Linie, die inakzeptabel ist, und wo auch kaum eine Diskussion möglich ist.

Denn wir geben uns hier oft der Illusion hin, dass sich Integration und Radikalität ausschliessen... das ist aber nicht so, zumindest nicht äusserlich.
Ich kenne bestens "integrierte" muslimische Mädchen aus Flüchtlingsfamilien, die gut in der Schule sind, sehr gut deutsch sprechen, eine Ausbildung machen und arbeiten gehen wollen... aber trotzdem derartig konservative Ansichten und Rollenbilder vertreten dass man das als Aussenstehender kaum zusammen bekommt.

Dann gibt es etliche zerbrochene Familien, traumatisierte Kinder, die ganz eigene Probleme mit sich herumschleppen... die haben ihr Weltbild, in dem die Juden ganz selbstverständlich die "Bösen" sind, und es interessiert sie überhaupt nicht, wenn jemand kommt, der das in Frage stellen will, weil die ganz andere, viel naheliegendere Probleme haben, die erst mal gelöst werden müssen, bevor die auch nur bereit sind über so etwas - in ihren Augen Belangloses - nachzudenken.

Und man hat natürlich auch Leute dabei, die tatsächlich gebildet und weltoffen sind und sich von stumpfen Parolen nicht blenden lassen.

Die Formel: "Bildung und Integration - und dann haben wir keinen Antisemitismus mehr!" geht allerdings so nicht auf, weil das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.

Aufgeben ist allerdings auch keine Option. Der hohe Anteil von Antisemitismus bei Einwanderern muss auf jeden Fall zum Thema gemacht werden... aber ohne dass man pauschal alle Einwanderer als Antisemiten verdammt. Und daran scheitern dann viele Einheimische hierzulande ganz offensichtlich...

lucan-7 antworten
Orangsaya
Beiträge : 2894

Es gibt einen rechten, einen linken, und einen islamischen Antisemitismus. Mit diesen drei Kategorien ist die Zuordnung zwar richtig, aber nicht alles. Es gibt einen alltäglichen Antisemitismus, der ist oft auch sehr unreflektiert und von einigen nicht böse gemeint. Es gibt einen christlichen Antisemitismus. Auch wenn es paradox ist, gibt es eine jüdischen Antisemitismus, der aus der Tradition des Antijudaismus kommt. Es gibt auch einen Philosemitismus, der tatsächlich einen antisemitischen Hintergrund hat und vieles mehr.
Ich will nicht über jeden Punkt streiten. Wem ein Punkt nicht gefällt, kann diesen ruhig gedanklich streichen und gut. Wenn er verstanden hat, dass sie Frage des Antisemitismus sehr komplex ist, dann hat er verstanden, was ich mit der Aufzählung sagen will.

Was mir an der Diskussion nicht gefällt, wenn versucht wird, dieser oder jener Antisemitismus ist unser Problem und es wird entgegen gesetzt, dass deutsche Nazis die Synagogen beschmiert haben, Auf Friedhöfen randaliert haben und die Synagoge in Halle angegriffen wurde um Juden zu töten. Das ist alles richtig und gehört verurteilt und die Schandtaten müssen genauso gewürdigt werden, wie wir jetzt aus einem anderen Anlass reden. Es sind bisher vorwiegen islamische Demonstranten, die mit Schmährufen durch die Straße gehen und deswegen wurde ganz klar der Thread eröffnet. Rechter und linker Antisemitismus kann auch erwähnt werden. Aber mir widerstrebt. wenn dieser hervorgehoben wird, um den islamischen Antisemitismus zu relativieren. Der islamische Antisemitismus ist im Moment ein besonders intensiver Antisemitismus und das weltweit. Auch die Zerstörung des WTC wurde in einigen islamischen Ländern auf der Straße gefeiert und die Kinder bekamen Bonbons. Das WTC stand bei Antisemiten als Symbol für das Judentum. Das sollte man nicht bestreiten oder verniedlichen, indem man bei antisemitistischen Handlung, den Antisemitismus verschiebt und auf eine andere Gruppe verweist, die zurecht zu kritisieren ist.

orangsaya antworten


Jack-Black
Beiträge : 2112
Veröffentlicht von: @helle

Was müsste Eurer Meinung nach nun geschehen?

Religion sollte weniger Einfluß auf die Politik haben.

jack-black antworten
28 Antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Meinst Du, dass sich dann das Bild der gesellschaftlichen Situation ändern würde? Und diese Frage ist nicht rhetorisch gestellt ...

banji antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Ich habe dazu, dass die Siedlungspolitik Israels religiös motiviert ist, mal ziemlich eindeutige Originalaussagen von Politikern im Interview (Spiegel) vor mehreren Jahren schon gelesen.

Nachtrag vom 16.05.2021 1303
Vielleicht nicht ausschließlich, aber eine Rolle spielt das auf jeden Fall.

tatokala antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Meinst du, die Siedlerpolitik, was das auch immer sein mag, würde es ohne religiöses Judentum nicht geben?

orangsaya antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

Avigdor Liebermann
Avigdor Liebermann lebt in einer der Siedlungen der Westbank und ich würde ich jetzt nicht als religiös bezeichnen. Als sowjetischer Jude ist er eher nicht mit Religion aufgewachsen.

jigal antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Danke für den Namen. Ich glaube, der war es.

tatokala antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Ob es sie gar nicht geben würde, kann ich nicht sagen. Es geht natürlich auch um wirtschaftliche Interessen und es sind sicher auch Personen beteiligt, deren Motive nicht religiös sind. Aber eine Triebfeder oder eine der Triebfedern) ist es schon.

tatokala antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15627

Ein Leben ohne Religion

Veröffentlicht von: @banji

Meinst Du, dass sich dann das Bild der gesellschaftlichen Situation ändern würde? Und diese Frage ist nicht rhetorisch gestellt ...

Ja, würde es. Vorsichtig formuliert gäbe es hier etliche positive Aspekte.

In Albanien wurde eine Zeitlang die Religion abgeschafft. Es galt als atheistischer Staat... leider taugt das nur sehr bedingt als Vorbild, weil es sich um eine Diktatur handelte, die Menschen unterdrückte und den Staat ruinierte. Aber durch die Abschaffung der Religion gab es auch keine religösen Konflikte mehr. Menschen konnten einander ohne Problem heiraten und sich wertschätzen, so wie sie waren. Es hatte eine Menge positiver Aspekte.

Leider, wie gesagt, handelte es sich um eine Diktatur, Korruption machte vieles kaputt und das Land leidet darunter bis heute.
Auch ist die Religion inzwischen zurückgekehrt und reisst alte Gräben wieder auf... vor allem Muslime investieren hier eine Menge, auch aus dem Ausland.

Und natürlich ist das Recht auf freie Religionsausübung ein Grundrecht.
Und trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, was wohl passieren würde, würde man Religion einfach verbieten.

Was würde wohl passieren, wenn man Religion und deren Ausübung sowohl in Israel als auch in den palästinensischen Gebieten schlicht und einfach verbieten würde?

Klar, es gäbe diverse Untergrundbewegungen und dergleichen... aber ansonsten? Wo wäre man in 20 oder 30 Jahren, wenn es keine Religion mehr gäbe...?

lucan-7 antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Ich habe bei den diesbezüglichen Gedanken auch an Frankreich gedacht.
FR ist ja nun seit ewigen Zeiten ein laizistischer Staat und doch gibt es dort immer wieder Konflikte, die aus dem religiösen Raum kommen.

Aber Laizismus ist natürlich noch nicht eine Gesellschaft, in der Religion verboten ist.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Klar, es gäbe diverse Untergrundbewegungen und dergleichen... aber ansonsten? Wo wäre man in 20 oder 30 Jahren, wenn es keine Religion mehr gäbe...?

Das wäre ein Thread für sich. Wäre die Welt dann besser oder würden die Menschen nur andere Themen finden, um sich gegenseitig zu nerven ... ? Hm ...

banji antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447
Veröffentlicht von: @lucan-7

Was würde wohl passieren, wenn man Religion und deren Ausübung sowohl in Israel als auch in den palästinensischen Gebieten schlicht und einfach verbieten würde?

Wenn sich die Ausübung verbieten lassen würde... Ich nehme mal ein Szenario, das "religiöses" schlicht aus allen Köpfen gelöscht wäre.

Mit Blick auf das wenige, was ich um Israel rum so erlebt habe und von Leuten aus der Gegend gehört habe, würde das eine ganze lange Weile wenig ändern. Dann bliebe immer noch die "ethnische" Zugehörigkeit bzw. die zum Clan. Da wären Palästinenser und andere Araber, Juden unterschiedlicher Herkunft, die sich teils in herzlicher Abneigung gegenüberstehen, Armenier und Kurden, Turkmenen, Aramäer und Assyrer, ... und da sie sich zum Teil schon seit Jahrhunderten, und eben nicht nur anhand des Merkmals "Religion" voneinander separieren und sich argwöhnisch betrachten oder offen anfeinden, sehe ich nicht, warum sich das ändern sollte.

Da denke ich immer an das Dorf, in dem ich aufgewachsen bin. Der eine Bauer wohnte ziemlich "am Dorfrand", in der Senke. Die Familie heißt tatsächlich "Niebuhr". Die waren da vor 400 Jahren angesiedelt worden, kamen wohl ursprünglich mal aus Richtung Flandern oder so, hatten jedenfalls da eine sumpfige Stelle urbar machen sollen und das auch erfolgreich getan. Die lebten da seit 400 Jahren auf "ihrer" Scholle. Aber die anderen Bauernfamilien lebten da länger. Ätsch. Die Niebuhrs waren tatsächlich immer noch die "neuen Bauern". Der Mann war ein guter, erfolgreicher Bauer, ein netter Kerl mit freundlichen Kindern - aber was immer er machte, war falsch "im Dorf". 😕

In 20 oder 30 Jahren wäre man mit oder ohne Religion keinen Schritt weiter. Vielleicht in 440 Jahren oder so. Aber in der Zwischenzeit hätte man sicher genug andere Streitpunkte, so dass man Ethnie/Herkunft nicht mehr bräuchte. Vielleicht "Politik". 😀

lubov antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15627
Veröffentlicht von: @lubov

In 20 oder 30 Jahren wäre man mit oder ohne Religion keinen Schritt weiter. Vielleicht in 440 Jahren oder so. Aber in der Zwischenzeit hätte man sicher genug andere Streitpunkte, so dass man Ethnie/Herkunft nicht mehr bräuchte. Vielleicht "Politik".

Ich denke, das würde schneller gehen. Religion ist im Grunde der einzige echte Unterscheidungspunkt. Die Palästinenser haben viele ihrer ursprünglichen Bräuche dort längst aufgegeben, die größte Gemeinsamkeit ist die Religion. Ohne Religion würde damit schnell der entscheidende Unterscheidungspunkt wegfallen, der die eigene Zugehörigkeit definiert.

Es wäre natürlich naiv zu sagen, dass es dort ohne Religion automatisch keine Konflikte mehr gäbe. Aber es würde zumindest ein großer Faktor wegfallen, der eine Lösung zur Zeit noch verhindert.

lucan-7 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 3 Sekunden

Beiträge : 0
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447

Schweizer hier?

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich denke, das würde schneller gehen. Religion ist im Grunde der einzige echte Unterscheidungspunkt. ...

Also, ich schätze deinen Optimismus, aber ist "Bräuche aufgeben" gleichbedeutend mit "Clanverständnis aufgeben"? "Clanverständnis ist nicht genau das Wort, das ich suche, aber es kommt diesem "Der gehört nicht hier her, wir sind länger da als er!" oder dem "Der gehört in die Sippe x, der bekommt keine unserer Töchter der Familie y zur Heirat!" am nächsten. Das war schon bei Romeo und Julia ein Problem, und ich habe das schon vor fast 20 Jahren in Syrien, im Libanon und in Jordanien erzählt bekommen, dass es oft nichtmal um die Religion geht, sondern eben um Zugehörigkeit zu Sippen und Ethnien. Dass es z.B. die Bedu ganz schwer haben, selbst, wenn sie sich integrieren wollen, weil sie eben dieser Ethnie angehören. Oder dass Nordsyrer und Südsyrer sich total doof finden etc. pp.

Ich denke, wenn "der entscheidende Unterscheidungspunkt" wegfiele, gäbe es genug andere - das zeigt sich ja auch sehr schön in säkularisierten Staaten, wie groß da die Gräben oft sind.

Schweizer hier? Wie ist es denn bei euch so? Laufen bei euch "Sprachgräben" oder "Traditionsgräben" nichtreligiöser Art - oder nicht?

lubov antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128

Jepp hier! Ich werde ganz giggerig (im positiven Sinne aufgeregt), wenn hier mal jemand nach der Schweiz fragt! 😀

Veröffentlicht von: @lubov

Schweizer hier? Wie ist es denn bei euch so? Laufen bei euch "Sprachgräben" oder "Traditionsgräben" nichtreligiöser Art - oder nicht?

Ich glaube ich könnte fast ein Buch darüber schreiben. Aber was genau meinst du mit "laufen"? Wann laufen kulturelle Gräben?

Also bei dem...

Veröffentlicht von: @lubov

aber es kommt diesem "Der gehört nicht hier her, wir sind länger da als er!" oder dem "Der gehört in die Sippe x, der bekommt keine unserer Töchter der Familie y zur Heirat!" am nächsten.

... denke ich spontan an die rätoromanische Schweiz. Ich kenne dort einen Ort, wo die Einheimischen im Grunde genommen wie eine grosse Familie funktionieren. Man kennt sich, man hat sich so zu verhalten wie es sich geziemt. Aber scheinbar gibt es auch andere Einheimische (!), die geschnitten werden.

Z.B. hat es zwei Bäckereien in diesem Ort. Der eine hat kaum einheimische Kundschaft, keine Ahnung warum. Ein Grund könnte sein, dass er in einer naheliegenden Ortschaft eine andere Bäckerei mit Restaurant betreibt und mglw. als reich gilt.

Oder anderes Bsp.: die einen sind Kunde bei einem bestimmten Schreiner aber ja nicht beim anderen und umgekehrt.

In der Romandie ist es so, dass die Welt sprichwörtlich klein ist. Dies merkt man besonders bei der Stellensuche. Die meisten Romands kennen sich zumindest um ein paar Ecken herum, was einem Vorteile einbringt, wenn man dazu gehört, aber eben Nachteile wenn nicht.

Sehr berühmt ist auch der sogenannte Röstigraben. Der wird besonders thematisiert bei Volksabstimmungen, wenn die Westschweiz und die Deutschschweiz unterschiedlich abstimmen. Tendenziell ist die Westschweiz eher links, die Deutschschweiz eher konservativ/lieberal eingestellt.

tamaro antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2447
Veröffentlicht von: @tamaro

Jepp hier! Ich werde ganz giggerig (im positiven Sinne aufgeregt), wenn hier mal jemand nach der Schweiz fragt! 😀

😀

"Laufen" = "Verlaufen". Anders gesagt: Gibt es diese Gräben - und wo? Wie gut "mischen" und/oder "vertragen" sich die Schweizer untereinander? Da hast du im Grunde drauf geantwortet. 😊

Wie schnell wird man denn als "Zugezogener" in der Romandie als "gehört hier her" anerkannt? Und ist das problemlos, wenn ein Westschweizer in die Deutschschweiz (oder so) heiratet bzw. andersrum? Oder ist das dann wie in der lippischen Gegend, aus der ich komme, wo die Frau, die sich einer nach seiner Walz aus dem Fränkischen(!) "mit heimbrachte" der Grund für seinen Vater war, den Betrieb lieber zu verkaufen als ihn dem Sohn mit der "fremden Frau" zu vermachen, wie es vor der Walz noch geplant war? 😉
Oder wo unsere Nachbarn uns liebevoll aber ernst erklärten, dass wir (weil unser Haus nur gemietet war) als "Gäste" natürlich willkommen wären, aber eben doch "Fremde" blieben, wenn auch beliebte Fremde? 😀

lubov antworten
Tamaro
 Tamaro
(@tamaro)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1128
Veröffentlicht von: @lubov

Wie gut "mischen" und/oder "vertragen" sich die Schweizer untereinander?

Mischen eher weniger, vertragen gut bis sehr gut würde ich sagen. IdR sind die Leute auf eine schweizerische Art Deutschschweizer, Romands, Tessiner oder Rätoromanen. Das verbindet. Die Romands z.B. sollten nie als "halbe" Franzosen bezeichnet werden. Die mögen die Letzteren z.T. gar nicht, trotz gleicher Sprache. Franzosen denken umgekehrt tw., Romands seien Deutschschweizer, die Französisch sprechen.

Der grösste Graben ist durch die Sprachbarriere bedingt. Auch die Mentalitäten sind verschieden. Die lateinischen Schweizer sind eher temperamentvoll bis impulsiv, aber dafür auch sehr offen und sie nehmen das Leben oft gelassener. Die Deutschschweizer sind eher Typ Bauer oder Buchhalter resp. eine Mischung von beidem.

Veröffentlicht von: @lubov

Wie schnell wird man denn als "Zugezogener" in der Romandie als "gehört hier her" anerkannt?

Das kann sehr schnell gehen, je nachdem, was für ein Typ man ist und Anschluss findet. Die Romands machen es einem da mE sehr leicht. Nur muss einem bewusst sein, dass man immer der "Suisse Allemand" bleiben wird. Das auch dann, wenn man noch so gut Französisch spricht.

Es gibt recht viele Deutschschweizer, die in die Westschweiz "ausgewandert" sind. Den umgekehrten Fall gibt es auch. Bevölkerungsmässig gesehen ist Zürich die drittgrösste französischsprachige Stadt der Schweiz. Die Romands bleiben in der Deutschschweiz aber eher unter sich, was vermutlich in erster Linie sprachlich bedingt ist. Das Problem: Romands lernen in der Schule "nur" Deutsch, damit kann man in der Deutschschweiz aber herzlich wenig anfangen.

Veröffentlicht von: @lubov

Und ist das problemlos, wenn ein Westschweizer in die Deutschschweiz (oder so) heiratet bzw. andersrum?

Das ergibt sich eher nicht so oft, sprachlich bedingt. Ich hatte eine angeheiratete Tante aus der Westschweiz. Ihre Eltern waren als strenge Katholiken gegen die Heirat und boykottierten die Hochzeit (1960).

Aber ansonsten denke ich, ist es unproblematisch.

Veröffentlicht von: @lubov

Oder ist das dann wie in der lippischen Gegend, aus der ich komme, wo die Frau, die sich einer nach seiner Walz aus dem Fränkischen(!) "mit heimbrachte" der Grund für seinen Vater war, den Betrieb lieber zu verkaufen als ihn dem Sohn mit der "fremden Frau" zu vermachen, wie es vor der Walz noch geplant war?

Früher war es so, dass es ein Riesenproblem darstellte, wenn jemand aus katholischem in reformiertes Gebiet zog (wie in meinem Bsp. gerade erwähnt). Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das heute noch irgendwo ein Problem darstellt. Höchstens bei einigen sehr konservativen Familien, aber das betrifft dann nicht das ganze Dorf.

Veröffentlicht von: @lubov

Oder wo unsere Nachbarn uns liebevoll aber ernst erklärten, dass wir (weil unser Haus nur gemietet war) als "Gäste" natürlich willkommen wären, aber eben doch "Fremde" blieben, wenn auch beliebte Fremde?

Ich denke, in einem Ort (wie jenem im Kt. Graubünden, den ich kenne), wo die Einheimischen wie eine grosse Familie funktionieren, wird man immer ein (willkommener) Zugewanderter bleiben. Einer der ihren wird man aber nicht, nicht einmal als Dorfpräsident, z.B. als Deutschschweizer in der rätoromanischen Schweiz.

In einigen Orten der Innerschweiz und auch im Emmental (ausgesprochen ländliche Gegenden resp. Bergregionen) könnte es nach wie vor so sein, dass man als Zugezogener einen schweren Stand hat. V. a. noch dann, wenn man z.B. beruflich nicht ins gewohnte Schema der dortigen Bevölkerung passt.

Nachtrag vom 20.05.2021 1331
Katholisch/reformierte Ehen wurden natürlich von beiden Seiten kritisch gesehen.

tamaro antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 15627
Veröffentlicht von: @lubov

Also, ich schätze deinen Optimismus, aber ist "Bräuche aufgeben" gleichbedeutend mit "Clanverständnis aufgeben"?

Nein, ich denke nicht dass man einfach die Religion verbieten kann und plötzlich ist alles gut. Natürlich würde man sich weiter voneinander abgrenzen.

Aber unter den vielen Barrieren und Hindernissen ist Religionszugehörigkeit eine der größten. Es erscheint selbst einem Atheisten einleuchtend, dass Hochzeiten zwischen Christen und Muslimen problematisch sind. Würde diese Barriere wegfallen, dann wäre es leichter, aufeinander zuzugehen. Insbesondere dann, wenn man nach und nach erkennt, dass ein Frieden und eine Zusammenarbeit langfristig große Vorteile für alle bringt.

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2112
Veröffentlicht von: @lubov

Mit Blick auf das wenige, was ich um Israel rum so erlebt habe und von Leuten aus der Gegend gehört habe, würde das eine ganze lange Weile wenig ändern. Dann bliebe immer noch die "ethnische" Zugehörigkeit bzw. die zum Clan. Da wären Palästinenser und andere Araber, Juden unterschiedlicher Herkunft, die sich teils in herzlicher Abneigung gegenüberstehen, Armenier und Kurden, Turkmenen, Aramäer und Assyrer, ... und da sie sich zum Teil schon seit Jahrhunderten, und eben nicht nur anhand des Merkmals "Religion" voneinander separieren und sich argwöhnisch betrachten oder offen anfeinden, sehe ich nicht, warum sich das ändern sollte.

Es würde sich insofern ändern, als irgendwann eine der Seiten den Sieg davontragen würde. Es würde sich insofern ändern, als z.B. nicht Waffen und Geld und militärisches Knowhow aus der ganzen Welt ständig dafür sorgen würden, dass der Konflikt weiterlodern kann.

Und es würde der gesamte ideologische Input, den Religionen nun mal haben, die sich auf Instanzen berufen, die höher sind als alles Menschliche, wegfallen. Es mag auch den einen oder anderen Selbstmordattentäter geben, der sich für die Interessen seines Clans in die Luft sprengt. Aber solche hirnkranken Aktionen würden vermutlich dennoch wesentlich seltener ausgeführt, wenn nicht die Täter an ein (am besten noch privilegiertes...) Leben nach dem Tod glauben würden. Märtyrer-Elan ohne Jenseitsperspektive dürfte ein vernachlässigbares Randphänomen sein - und schon bräuchte nicht bei einem israelischen Schulbusfahrer das Herz zu rasen anfangen, nur weil mal ein etwas dicker angezogenes arabisch aussehendes Kind mit einsteigen möchte... Um nur mal ein konkretes Szenario zur Verbildlichung heranzuziehen.

Veröffentlicht von: @lubov

Der eine Bauer wohnte ziemlich "am Dorfrand", in der Senke. Die Familie heißt tatsächlich "Niebuhr".
Die waren da vor 400 Jahren angesiedelt worden

Und seit 400 Jahren kam es zu regelmäßig tödlich endenden Auseinandersetzungen zwischen den Niebuhrs und den "eingesesseneren" anderen Bauern? Wohl kaum. Denn wenn das Dorf, in dem Du aufgewachsen bist, nicht ein für Deutschland völlig untypisches Dorf gewesen sein sollte, latschten die Niehburs so wie ihre Nachbarn allsonntäglich in dieselbe Kirche und wuchsen mit den gleichen Lehren - dahingehend, dass man andere "gute Christenmenschen" gefälligst nicht zu töten habe - auf.
Was sich dann allerdings - es sei denn eben, Dein Heimatdorf wäre etwas ganz Besonderes gewesen - problemlos damit in kognitive Übereinstimmung damit bringen ließ, dass Niehburs und Nachbarn sich nicht weiter an der anti-jüdischen Gesetzgebund nach (und, seien wir ehrlich: auch vor) 1933 störten. Weil man zwar keine guten Christenmenschen töten darf, aber Juden, diese Gottesmörder, nun mal keine guten Christenmenschen sind.

Aber weil Du das Zugezogenen-Beispiel bringst. Das erinnert mich an die Erzählungen eines Großonkels von mir, dessen evangelische Restfamilie es nach dem Krieg ins katholische Südwestdeutschland verschlagen hatte. In den ersten drei Jahren waren die einzigen "Lehrerinnen", die zur Verfügung standen, Nonnen, welche die im Krieg abhanden gekommenen "ordentlichen" Lehrer ersetzten in der katholischen Grundschule.
Da hattenes die evangelischen Zuzügler aber mal so gar nicht schön, denn dass sie eigentlich schon mit einem Fuß in der Hölle stünden, wurde ihnen durch die Blume ständig vermittelt. Am deutlichsten aber wurde der religiöse Unterschied an zwei Details: zuerst mal anhand des Bretterzauns, der auf Betreiben der Nonnen quer durch den Pausenhof errichtet worden war - damit die katholischen Kinder ungestört von den evangelischen Kindern ihre Pausen genießen konnten.
Und zum zweiten darin, dass, da nur zwei voneinander separierbare Schultoiletten vorhanden waren, fortan Mädchen und Jungs sich dieselben Klos teilen mußten. Weil man ja sonst keine separaten Toiletten für evangelische und katholische Kinder gehabt hätte...

Veröffentlicht von: @lubov

In 20 oder 30 Jahren wäre man mit oder ohne Religion keinen Schritt weiter.

Im Falle meines Großonkels war man schon drei Jahre später weiter, als die Nonnen nicht mehr das Sagen hatten und Religion keine Kategorie mehr war, nach welcher Kinder aufgeteilt und gegeneinander aufgestachelt wurden.

jack-black antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2240

Natürlich würde das die gesellschaftliche Situation ändern.
Es gibt ein Staat Palästina. Und es gibt die Religion Islam.
Es gibt ein Staat Israel, Und es gibt die Religion Judentum.

Nun findet eine grobe Gleichsetzung statt:
Muslime = Palästina
Und:
Juden = Israel

Nun fühlt sich plötzlich ein deutscher Muslime in ein Konflikt involviert mit dem er eigentlich gar nichts zu tun hat. Er verknüpft die Taten von Israel mit dem Judentum. Hinzu kommen dann die hunderten Verschwörungstheorien gegen Juden. Ein Feindbild manifestiert sich im Kopf.
Und so wird ein deutscher Jude, der nichts mit dem Konflikt zu tun hat und keinerlei Einfluss auf die Politik von Israel, zum Sündenbock erklärt.

Religion, die bestimmte Landregion für sich beanspruchen, müssen früher oder später politisch werden. Anders ist so ein Anspruch nicht durchzusetzen. Würden Juden, Christen und Muslime Frieden wichtiger sein als Landesansprüche, gäbe es weit weniger Krieg im nahen Osten.

Man könnte dann auf die wilde Idee kommen, dass Muslime, Christen und Juden im selben Land leben könnten, geführt von einer religionsunabhängigen Regierung, die die Religionsfreiheit wahrt und allen Menschen aller Religionen ermöglicht friedlich zu leben.

lhoovpee antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

Es gibt keinen Staat Palästina
Es gibt nur ein Autonomiegebiet Palästina. Einen Staat gibt es nicht, hat es auch nie gegeben. Es gibt zwei autonome Gebiete in dem am Mittelmeer den die Ägypter nicht mehr haben wollten regiert die Hamas in der Westbank regiert die Fatach. Wahlen wollten sie jetzt mal wieder durchführen, die letzten sind schon lange her. Herr Abbas ist praktisch nicht mehr legetimiert. Nebenbei hat er eine Doktorarbeit verfasst in der er den Holocaust leugnet.

jigal antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2240

Das sehen 138 Länder anders und haben Palästina als Staat anerkannt.

lhoovpee antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

Es gibt auch Länder die Jerusalem nicht als Hauptstadt Israels sehen und andere nicht. Es ist doch klar dass muslimische Länder einen Staat Palästina anerkennen, wenn ihn Arafat, übrigens in Kairo geboren, ihn in Lybien ausruft. Der jordanische König war darüber sehr erfreut und hat sich um die Leute in der Westbank nicht mehr gekümmert, war praktisch froh sie los zu sein.

jigal antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2240

Man könnte es auch anders rum drehen: Es ist doch klar dass westliche Länder einen Staat Palästina nicht anerkennen, wenn die USA ihn nicht anerkennt.

Veröffentlicht von: @jigal

Es ist doch klar dass muslimische Länder einen Staat Palästina anerkennen,

Brasilien und Russland (um mal zwei Beispiele zu nennen) würde ich jetzt nicht als muslimische Länder bezeichnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Anerkennung_des_Staates_Pal%C3%A4stina

Für meine ursprüngliche Aussage ist es aber vollkommen irrelevant, wer Palästina als Staat anerkennt oder nicht. Dabei geht es lediglich um das Selbstverständnis der beteiligten Menschen. Und diese sehen in Palästina einen Staat mit dem sie sich identifizieren.

lhoovpee antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Wieso eigentlich, wenn Palästina als Staat noch gar nicht existent ist, sondern nur als "Autonomiegebiet" definiert ist? Werden denn Autonomiegebiete an sich automatisch als Staaten anerkannt?

Ich finde das sehr verwirrend, was 138 andere Länder da machen. Aber vielleicht ist das ja auch usus?

banji antworten
Miss.Piggy
(@miss-piggy)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 1627
Veröffentlicht von: @jigal

Wahlen wollten sie jetzt mal wieder durchführen, die letzten sind schon lange her. Herr Abbas ist praktisch nicht mehr legetimiert.

Angeblich ist das auch mit ein Grund für den derzeitigen Konflikt. Abbas möchte die Wahlen hinauszögern, weil er wahrscheinlich nicht mehr wiedergewählt werden würde. Da kommt so ein Ablenkungsmanöver gerade recht.

Veröffentlicht von: @jigal

Nebenbei hat er eine Doktorarbeit verfasst in der er den Holocaust leugnet.

Aha, interessant!

miss-piggy antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894
Veröffentlicht von: @jigal

Nebenbei hat er eine Doktorarbeit verfasst in der er den Holocaust leugnet.

Er ist Palästinenser der darf das. 😈

Veröffentlicht von: @jigal

Wahlen wollten sie jetzt mal wieder durchführen, die letzten sind schon lange her.

Die letzten Wahlen in den Autonomiegebieten war vor 16 Jahren. Abbas ist 86 Jahren. Wenn gewählt würde, dann wären die nächsten Wahlen, wenn Abbas hundert ist. Bei solchen Verhältnissen kommt es auf eine Verschiebung nicht an. Die Autonomiegebiete sind eine Diktatur, dagegen sind Länder wie Russland und die Türkei demokratisch.

orangsaya antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2112
Veröffentlicht von: @banji

Meinst Du, dass sich dann das Bild der gesellschaftlichen Situation ändern würde? Und diese Frage ist nicht rhetorisch gestellt ...

Über längere Zeiträume hinweg: ja. Dass Menschen mit einander entgegengesetzten Interessen gegeneinander physische Gewalt einsetzen, d.h. Krieg führen, wird man solange nicht vermeiden können, wie Gewaltanwendung sich immer wieder mal lohnt. Will sagen: auch ohne Religion in der Politik wird es weiterhin Kriege geben - die enden erst dann, wenn jeder, der fähig ist, Waffen einzusetzen, auch einsieht, dass es sich nicht lohnt, dies zu tun (ob, und falls ja - wann dies der Fall sein wird, weiß ich nicht).

Aber beim Israel-Palästina-Krieg haben wir es eben nicht mit einem "normalen" Krieg zu tun, sondern mit einem Krieg, der in die Gruppe der "Bruchlinienkriege" gehört. Ich beziehe mich da auf einen Begriff, den ich von S. Huntington aus seinem Buch "Clash of Civilisations" - schlecht übersetzt auf Deutsch als "Kampf der Kulturen" übernommen habe.

Bruchlinienkriege sind in der Tendenz endlos, oder zumindest viel längerwährend und brutal-blutiger als "normale" Kriege. Und zwar, weil das Feuer vor Ort ständig von "außen" neues Benzin gegossen wird. Sie finden darüber hinaus in aller Regel entlang religiöser Bruchlinien statt. Ganz einfach, weil Religion das beste (d.h. am verläßlichsten funktionierende) Argument für Unnachgiebigkeit und Kompromißlosigkeit ist.
Ließe sich z.B. ein Palästinenser womöglich noch dadurch überzeugen, einfach aus den umkämpften Gebieten wegzuziehen, wenn ihm mit dem Geld, welches Katar oder andere islamische Länder traditionell in den "Wiederaufbau" der zerbombten Gebiete stecken, so wird das nicht geschehen - weil es eben den Geldgebern nicht um die Menschen (die von der israelischen Luftwaffe aus ihren Häusern gebombten Palästinenser) geht, sondern darum, dass der Islam nun mal in Jerusalem seine dritt- (oder viert-? oder fünft-? who the fuck cares?) heiligste Stätte hat und deswegen dieses Gebiet für den Islam nie aufgegeben werden darf.
Da die islamische Welt groß genug ist, wird es also nie an Geld- und Technikmitteln fehlen, um da bis ans Ende aller Tage weiter zu kämpfen.

Umgedreht genauso: Es gehört angeblich zur deutschen Staatsräson, das "Recht der Juden auf ihren eigenen Staat" zu vertreten und zu verteidigen. Und das ist in letzter Konsequenz eben auch ein religiös fundiertes Credo. Wir Deutschen stellen uns also bedingungslos auf die jüdische Seite. Dabei übernehmen wir offensichtlich die Definition, dass Jude sei, wer von einer jüdischen Mutter geboren etc. wurde.

Wer von einer jüdischen Mutter geboren ist, gilt im Talmud daher ebenso als Jude wie jemand, der zu diesem Glauben übergetreten ist, unabhängig von seiner Herkunft. Der Begriff des jüdischen Volkes im zweiten Sinne bezeichnet nicht ein ethnisch einheitliches Nationalvolk mit geschlossenem Siedlungsraum, einer gemeinsamen Geschichte, Sprache und Kultur, sondern eines, das zur jüdischen Diaspora zerfiel.[/url]

"Die Juden" sind nach dem "westlichen" Credo Teil von uns, der judäo-christlichen Kultur. Entsprechend kann sich Israel, egal, wie inkompetent und zynisch auch seine jeweilige Regierung gerade sein mag, immer darauf verlassen, vom judäo-christlich sich verstehenden Block Rückendeckung zu bekommen.

Es gab ja einst unter den Europäischen Juden Leute, die zwar meinten, dass es eines eigenen Nationalstaats für Juden bedürfe - aber denen es nicht unbedingt darauf ankam, dass dieser Staat sein Gebiet im heutigen Israel haben müsse. Meiner Erinnerung nach waren auch mal Gebiete im damals noch als "praktisch unbewohnt" verstandenen Südamerika im Gespräch (die paar Indios in der Gegend wurden als quantité négligeable betrachtet). Wäre es so gekommen, wäre also der nach dem 2. Weltkrieg entstehende jüdische Staat in einer Gegend eingerichtet worden, die nicht so mit religiöser Bedeutung aufgeladen wäre wie das heutige Israel - vermutlich gäbe es dann keinen solchen Endloskrieg wie heute. Nach den paar Indios, die man für die anzusiedelnden Juden in der argentinischen Pampas hätte vertreiben müssen, hätte bald schon kein Hahn mehr gekräht, ganz egal, wie heilig ihnen selbst bestimmte Orte in dieser Pampas gewesen wären. Wir hätten heute ein Israel in Südamerika, was die Nobelpreis-Quote des ganzen Kontinents vermutlich um ein Vielfaches erhöht hätte, und von den "Ureinwohnern" gäbe es ein paar hübsche Exponate in lokalen Museen zu betrachten.

Aber es kam nicht so. Sondern gemäß der religiösen Definition davon, was ein Jude sei, strömen seit 1948 Juden in das "Heilige Land", seit dem Untergang der Sowjetunion überwiegend tatsächlich religiös geprägte Juden - und als solche wenig willens, ja vermutlich unfähig zum "Interessensausgleich".
Gestern hab ich mit einem Freund darüber diskutiert, nach dem wir in einer Fernsehsendung darüber informiert wurden, dass vor allem Ägypter und Leute aus Katar momentan als "Moderatoren" vor Ort angesehen werden, mit deren Hilfe der Konflikt (wieder mal für ein Weilchen...) deeskaliert werden könnte.

Wir überlegten uns: Was würde es wohl kosten, entweder für die Palästinenser oder für die Juden z.B. entlang der Küste am Roten Meer genügend Wüstengebiet zu erschließen - mit Entsaltzungsanlagen zur Gewinnung von Süßwasser und allem PiPaPo - und eine der beiden Streitparteien einfach dorthin "umzusiedeln"? Man könnte es ihnen schmackhaft machen, die "Weltgemeinschaft" könnte sich auf einen Fünf-Billionen-Dollar-Akt einigen: Wüstenland urbar machen und einen nun schon 80 Jahre währenden Endloskrieg beenden. Ich meine: möchstest Du als Palästinenser dort leben, wo gerade die israelische Luftwaffe bombardiert? Das ist doch nicht schön da, sondern laut, heiß, trocken, stinkig, perspektivlos...
Oder möchtest Du den Preis zahlen, den die israelischen Juden nun seit achtzig Jahren zahlen müssen: mit extrem langer Militärverpflichtung für Frauen und Männer - mit all den Ausgaben für Sicherheitsmaßnahmen, mit all der Angst vor Terrorangriffen?
Warum nicht einfach woanders hinziehen, wo es ruhig ist, wo die Infrastruktur genauso gut oder besser ist?

Aber das wird selbstverständlich nie geschehen, denn: Heilig, heilig, heilig!
Juden und Palästinenser schlagen sich da seit 80 Jahren die Köppe ein und es wird immer genügend Brennholz von aussen in's Feuer geworfen, sodaß nicht eine der beiden Seiten am Ende noch aufgrund von Erschöpfung kleinbei gibt.

Andere Beispiele für Bruchlinienkriege findest Du in der Ukraine (dort verläuft die religiöse Front zwischen den - ironischerweise auch im Westteil des Landes wohnenden - Katholiken und Orthodoxen), im ehemaligen Jugoslawien (wo die orthodoxen Serben folgerichtig Unterstützung aus Rußland hatten und der Westen, repräsentiert durch Frankreich - frühzeitig die Unabhängigkeit des katholischen Kroatiens anerkannte und dann später den serbischen Milosevich (der den orthodoxen Kulturblock vertrat) per Bombardements zur "Menschenrechts"-Räson zwang, während nach den Bosniern kein Hahn gekräht hätte, wenn nicht dorthin islamisches Geld und erfahrene Afghanistan-Veteranen geflossen wären...

Was sowohl den Ukraine- als auch den Jugoslawien-Bruchlinienkrieg weniger "unendlich" macht als den in Israel: Soooo heilige Stätten wie in Jerusalem finden sich in der Ukraine und in Jugoslawien nicht. Für die Krim engagiert sich der Westen nicht so wie für Jerusalem. Und für irgendwelche Hinterwald-Moscheen in Bosnien werden die Machthaber in Katar oder Theheran auch nur begrenzt eintreten - weil sie halt nicht wirklich so wichtig und heilig sind, dass es sich per Popularitätswertsteigerung rentieren würde.

jack-black antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772

Deutschland
Deutschland hat doch Religion und Kirche strikt getrennt, oder? Welcher Einfluss haben Religionen Deiner Meinung nach auf die Regierung? Oder meintest Du den islamischen Einfluss auf arabische Regierungen?

helle antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2112
Veröffentlicht von: @helle

Deutschland hat doch Religion und Kirche strikt getrennt, oder?

Nein.

Veröffentlicht von: @helle

Oder meintest Du den islamischen Einfluss auf arabische Regierungen?

Was ich meinte, habe ich in meinem Antwortposting auf Banjis Nachrfrage ausführlicher dargelegt und mag mich nun nicht wiederholen.

jack-black antworten
ALF.MELMAC
Beiträge : 2153

" Helmut Schmidt und Karl Lagerfeld. Der eine blieb noch im hohen Alter bei seiner These, dass die Kulturen des Islams und des Abendlandes „nicht kompatibel“ sind. Der andere empörte sich kurz vor seinem Tod in Richtung Kanzleramt: "Selbst wenn Jahrzehnte dazwischenliegen, kann man nicht Millionen Juden töten und später dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde holen." Damit geißelte der Modezar mit überdeutlichen Worten Merkels Flüchtlingspolitik. "

https://kath.net/news/75179

alf-melmac antworten
36 Antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Wobei man bei Helmut Schmitt zu dem Thema sagen muss, er war auch privat ein Freund von Sadat. Das hat Schmidt immer wieder mal beton. Sie verstanden sich, weil sie ein ähnliches philosophisches Bild. Es geht um strukturelle Probleme.

orangsaya antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Für mich ist Karl Lagerfeld nicht so wirklich ne Autorität auf diesem Gebiet.

tatokala antworten
Eldarion
(@eldarion)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 526

Er mag ja auf Anzüge und Krawatten spezialisiert gewesen sein, aber wo er recht hatte, hatte er recht.

eldarion antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Finde ich nicht. Mit der Einstellung wäre das Potential, neuen Krieg anzufangen, problemlos vorhanden. Das ja genau das, was die Welt braucht.🙁

tatokala antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

wer Jogginghose trägt
Er hat ja auch was zur Jogginghose gesagt, wer die trägt hätte die Kontrolle über sich verloren. Gut ich käme nie auf die Idee in einer Jogginghose einkaufen zu gehen.

jigal antworten
Banji
 Banji
(@banji)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 3583

Dazu hat er absolut Recht.

Was ich in der letzten Zeit im öffentlichen Bereich an Jogginghosen gesehen habe ... ist optisch unerträglich.

banji antworten
Jigal
 Jigal
(@jigal)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 2748

Ja ich verlass mit Jogginghose auch nicht das Grundstück.
Bei Kleidung ist er kompetent.

jigal antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 2240

Kompetent? Das ist immer noch Geschmacksache. Ich fand seinen Kleidungsstil und seine Friseur einfach nur schrecklich. Aber jedem wie er es mag. Ob mit Jogginghose (die im übrigen auch mal eben >100€ kosten können) oder Anzug, mir egal.

Aber so schlimm kann er sie nicht gefunden habe. Oder ihm war egal, was unter sein Namen verkauft wurde. Zumindest gab/gibt es Karl Lagerfeld Jogginghosen.

lhoovpee antworten