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Neuwahlen hierzulande...

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fhfrentnerin007
Themenstarter
Beiträge : 31

...nicht wählen heißt rechts wählen sagen manche...

Viele wählen AFD.

Wen soll man wirklich wählen? Kann man überhaupt noch wen guten Gewissens wählen?

 

 

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171 Antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 2297

@fhfrentnerin007 

Lese gerade, dass Habeck nicht mit Weidel ins separate Duo-Duell gehen will ...

Meine Meinung: Das ist richtig so.

Das Gegenargument, es wäre "Wasser auf die Mühlen" der AfD, zieht für mich nicht, denn die knatschen und heulen ja sowieso rum, dass sie ausgegrenzt, missachtet und nicht hofiert werden mit ihrem Wähler-Potential ... Da würde ich sie weiter in der Schmoll-Ecke und im Rumpelstilzchen-Modus belassen.

Entscheidend ist für mich, in der Zustimmung zu Habeck, dass die AfD defintiv ein "No Go!" auf allen Ebenen verdient - und kein weitres medial-öffentlich-rechtliches Schau-Laufen in der Öffentlichkeit. Toleranz findet ihre Grenze bei denen, die Intoleranz plus einer recht-populistischen und verfassungsfeindlichen Agenda in den Ring werfen. Da hilft nur ein "Nein!"

L'Chaim

awhler antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@awhler 

Lese gerade, dass Habeck nicht mit Weidel ins separate Duo-Duell gehen will ...

Meine Meinung: Das ist richtig so.

Dem stimme ich zu, allerdings nicht aus den von dir genannten Gründen. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb Scholz und Merz allein ein Duell bestreiten sollen und aus welchem Grund Weidel und Habek hier ausgenommen werden.

Weidel liegt in den Umfragewerten weit vor Scholz. Und so wenig ich der AfD eine Plattform gönne, wo sie ihr Gift und ihre Lügen verbreiten können, so muss man doch die Tatsache zur Kenntnis nehmen, dass die AfD den Umfragen nach an zweiter Stelle hinter der CDU steht. Das kann man nicht einfach ignorieren.

Und ich erwarte von den Kandidaten der anderen Parteien, dass sie selber die überzeugenderen Argumente haben und in der Lage sind, eine Populistin wie Frau Weidel zu kontern - deren Methodik ist ja nun inzwischen leidlich bekannt. Sie auszuschliessen und zu ignorieren halte ich für den falschen Weg. Die Kunst liegt natürlich darin, sie nicht die Agenda bestimmen zu lassen, was nicht einfach ist - aber von einem Politiker, den ich wählen soll, erwarte ich, dass er das vermag.

lucan-7 antworten


AWHler
 AWHler
Beiträge : 2297
Veröffentlicht von: @lucan-7
Ja, Du hast recht, schon dass Grundsetting 2x2 in Frage zu stellen ... hab auch erst überlegt, daas anzusprechen, hab's dann aber versäumt. Das Ganze ist schon im Kern daneben ...

so muss man doch die Tatsache zur Kenntnis nehmen, dass die AfD den Umfragen nach an zweiter Stelle hinter der CDU steht. Das kann man nicht einfach ignorieren.

Hier bleibt die Frage ganz grundsätzlicher Art, wie eine verfassungsfeindliche, rechtsextreme Partei (!!!) etwas Anders verdient haben soll als eine ausgesprochene Verweigerung ... Sie stellen sich ja selbst (!)  ins Abseits  mit ihrem Gebaren, Agieren und programmatischen "Nicht mit uns!", das verträgt sich nicht mit der Einklage des Dabeisein-Wollens.

Ich finde hier geht es ans Eingemachte, wenn braune Brut sich breit machen will bzw. sich breit macht in Berufung auf verfassungsrechtliche Freiheiten, für die sie selbst nicht stehen.

L'Chaim

awhler antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@awhler 

Hier bleibt die Frage ganz grundsätzlicher Art, wie eine verfassungsfeindliche, rechtsextreme Partei (!!!) etwas Anders verdient haben soll als eine ausgesprochene Verweigerung ... Sie stellen sich ja selbst (!) ins Abseits mit ihrem Gebaren, Agieren und programmatischen "Nicht mit uns!", das verträgt sich nicht mit der Einklage des Dabeisein-Wollens.

Schon richtig. Ein Verbot mag auch auf Dauer gerechtfertigt sein. Aber so weit sind wir im Moment noch nicht, und die nach Umfragen zweitstärkste Partei sollte man eben nicht so einfach ignorieren. Denn es geht darum, auch ihren Anhängern (Und vor allem jenen, die es werden könnten) eine Botschaft zu senden.

Natürlich ist die Kommunikation hier extrem schwierig, weil sich die AfD ja nicht an gängige Gepflogenheiten hält. Früher haben Politiker nur dann gelogen, wenn ihre Lügen nicht offensichtlich waren. Heute ist es kein Problem mehr alles zu behaupten was immer man auch will, solange es nur Emotionen anspricht und das eigene Lager bestätigt.

Damit ist schwer umzugehen, und die übliche Methode, die Anhänger des Gegners von der eigenen Position überzeugen zu wollen funktioniert hier nicht. Denn die lassen sich selbst von offensichtlichen Tatsachen nicht beeindrucken.

Aber es geht ja auch darum, dass nicht noch mehr Menschen zur AfD rennen. Ein Bekannter von mir sagte kürzlich, die größte Gefahr, die er für Deutschland sieht, ist dass Deutschland bald ein islamischer Staat sein wird. Er ist kein AfD Wähler, aber von so einer Überzeugung bis zur Wahl der AfD ist es kein weiter Schritt - und das sollte natürlich verhindert werden.

Und je schwächer sich die anderen Parteien geben, desto schwerer wird das werden.

lucan-7 antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 8520

@lucan-7 

Natürlich ist die Kommunikation hier extrem schwierig, weil sich die AfD ja nicht an gängige Gepflogenheiten hält. Früher haben Politiker nur dann gelogen, wenn ihre Lügen nicht offensichtlich waren. Heute ist es kein Problem mehr alles zu behaupten was immer man auch will, solange es nur Emotionen anspricht und das eigene Lager bestätigt.

In der Tat. Inzwischen ging ja ein Zitat viral, das die Taktik der AfD ziemlich gut beschreibt: "Egal, wie gut du Schach spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen."

 

alescha antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 2297
Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber es geht ja auch darum, dass nicht noch mehr Menschen zur AfD rennen. Ein Bekannter von mir sagte kürzlich, die größte Gefahr, die er für Deutschland sieht, ist dass Deutschland bald ein islamischer Staat sein wird. Er ist kein AfD Wähler, aber von so einer Überzeugung bis zur Wahl der AfD ist es kein weiter Schritt - und das sollte natürlich verhindert werden.

Und je schwächer sich die anderen Parteien geben, desto schwerer wird das werden.

Ja, es ist ein Dilemma ... 🙁

Aber Menschen, die wie dein Bekannter diese beknackte Angst haben, würden und werden ja durch alle AfD-Sprechs, wo immer man ihnen Wort gibt, bestärkt ... und sagen: "Jau! Die sprechen es aus! Dier nehmen mich ernst!" ... Da könnten dann drei andere in der Runde den Kopf schütteln, handfest widerlegen & sauber widersprechen  - es käme nicht an (befürchte ich)

Und zum letzten Satz: "Je schwächer sich die anderen Parteien geben ..." - das tun sie m.E. wenn sie sich eben häppchenweise und verdreht auf die AfD einlassen. Stark wären sie, wenn sie tatsächlich - ohne Wenn & Aber - konsequent für ein "Nein und nochmals Nein!" einstehen ...

Aber, wie gesagt, ein Dilemma ... und traurig, wie weit wir in diesen Jahren wieder gekommen sind.

L'Chaim

awhler antworten
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Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29398

@awhler 

Aber Menschen, die wie dein Bekannter diese beknackte Angst haben, würden und werden ja durch alle AfD-Sprechs, wo immer man ihnen Wort gibt, bestärkt ... und sagen: "Jau! Die sprechen es aus! Dier nehmen mich ernst!" ... Da könnten dann drei andere in der Runde den Kopf schütteln, handfest widerlegen & sauber widersprechen - es käme nicht an (befürchte ich)

Das ist eben das Schwierige. Da ist diese irrationale Angst - und es nutzt leider wenig, einfach zu belegen, dass diese Angst "irrational" ist. Denn die Leute fühlen sich dann ja nicht ernst genommen.

Genau so falsch ist es aber, weiter auf die Behauptung der AfD einzugehen, der Islam stelle so eine große Gefahr dar - damit bestimmt die AfD die Agenda und hat damit praktisch schon gewonnen.

Die Kunst besteht darin, das Thema auf die eigentlichen Probleme zu lenken - wie etwa die Tatsache, dass die Integration vieler Muslime nicht gelingt, und dass die Schuld dafür keineswegs immer in Fremdenfeindlichkeit liegt (Wie gerne mal behauptet wird), sondern darin, dass sich diese Leute einfach nicht integrieren wollen, weil sie unseren Staat und unsere Kultur ablehnen.

Das ist prinzipiell erst mal in Ordnung, so lange sich diese Leute an die Gesetze halten, schliesslich leben wir ja in einem freien Land, in dem jeder so leben kann wie er will.

Aber man muss auch klar sagen, dass es hier Grenzen geben muss. Denn wenn der Anteil an Menschen, die nicht hinter unserem Staat stehen, zu groß wird, dann haben wir ein Problem. Und diese Probleme werden an vielen Stellen deutlich - und darüber müssen wir reden.

Aber eben nicht so, wie die AfD es tut...

lucan-7 antworten


Helle
 Helle
Beiträge : 806

@fhfrentnerin007 Heute wählen Viele nur das kleinere Übel, um einen noch größeren Super-GAU zu verhindern. In unserem Land wird gerade das Kernstück der Industrialisierung zerstört. Das Volk ist gespalten, die Gewalt auf Straßen hat drastisch zugenommen (erst diese Woche wurde ein CDU-Politiker erstochen.)

Parteien instrumentalisieren Opfer von Messerstechereien (wie kürzlich Merz) usw. Für mich ist Politik ein verlogenes, heuchlerisches Geschäft! Trotzdem gehe ich wählen. Wen, werde ich noch sehen.

helle antworten
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