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Russlands Taktik

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Meriadoc
Themenstarter
Beiträge : 406

Russland versucht ja alles, nur damit die NATO nicht eingreift und sendet Raketen in Massen die die Infrasstruktur sehr stark zerstören. Erfrieren, Verdursten und Verhungern. Darüberhinaus sorgt ja Wassermangel eventuell auch zu Seuchen. 

 

Man kannn gar nichts tun und das wissen alle auf der Welt. Nichts! 

Auch wenn dann ein Bündnissfall eintreten sollte, ist diese mit vielen Hürden verbunden. Russland weiß das. Es macht munter weiter, hat noch tausende, wenn auch veraltete, Raketen. 

 

Genau das Ziel von Russland. Zermürben!

Wie lange hält Ukraine das aus? 

 

M.

 

Antwort
61 Antworten
Orangsaya
Beiträge : 2931
Veröffentlicht von: @mr-k

Ich bin ehrlich gesagt froh, dass sich die Nato im Moment noch in Besonnenheit übth

War die Nato in den letzten rund 75 Jahren anders als besonnen?

Egal ob der "Irrläufer" eine ukrainische, oder russische Rakete war. Es muss kein zwingender Kriegsgrund sein. Mehr Sorgen kann man sich wegen dem Anschlag auf Nordstream machen. Auch wenn man im Moment nicht daran denkt. Stellt sich heraus, dass da Russland dahinter steckt, wäre es ein russischer Angriff auf die europäische Infrastruktur, also würde hier der Bündnisfall eintreffen. Seien wir doch mal ehrlich. Das Gas, welches wir in unseren vollen Tanks haben ist vorwiegend russisches Gas.  

Würde der Bündnisfall eintreffen, heißt es nicht, dass die Nato die Mobilmachung einleitet. Wir wären aber dann in einem unmittelbaren Kriegszustand mit Russland. 

 

orangsaya antworten
2 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@orangsaya 

Stellt sich heraus, dass da Russland dahinter steckt, wäre es ein russischer Angriff auf die europäische Infrastruktur, also würde hier der Bündnisfall eintreffen. Seien wir doch mal ehrlich. Das Gas, welches wir in unseren vollen Tanks haben ist vorwiegend russisches Gas.

Würde der Bündnisfall eintreffen, heißt es nicht, dass die Nato die Mobilmachung einleitet. Wir wären aber dann in einem unmittelbaren Kriegszustand mit Russland.

Dann hätte man diverse Mordanschläge auf Nato-Territorium auch schon als "Bündnisfall" werten können. Ob wir in einem Kriegszustand mit Russland liegen oder nicht entscheidet die Nato nach politischen Erwägungen, es gibt keinen Automatismus.

Das wäre einzig dann der Fall, wenn eine offizielle Kriegserklärung Russlands vorläge.

 

 

 

lucan-7 antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 212

@orangsaya 

Mehr Sorgen kann man sich wegen dem Anschlag auf Nordstream machen. Auch wenn man im Moment nicht daran denkt. Stellt sich heraus, dass da Russland dahinter steckt, wäre es ein russischer Angriff auf die europäische Infrastruktur, also würde hier der Bündnisfall eintreffen

Gazprom gehört Nordstream 1 zu 51% und Nordstream 2 vollständig. Dann von europäischer Infrastruktur zu sprechen, ist eher albern.

derelch antworten


der_alte
Beiträge : 679
Veröffentlicht von: @suzanne62

 

Und dennoch haben sie immer gesagt: nichts, aber auch gar nichts und keine noch so tolle "gute Sache" ist einen Krieg wert.

Die Kriege gegen das I., das II. und das III. Reich waren notwendig, auch wenn die Ergebnisse nicht ganz so waren wie sie hätten sein können/sollen.

der_alte antworten
18 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@der_alte 

Die Kriege gegen das I., das II. und das III. Reich waren notwendig, auch wenn die Ergebnisse nicht ganz so waren wie sie hätten sein können/sollen.

Eine merkwürdige Zählung...

Es gab nur zwei wesentliche Fälle der Kriegserklärung durch Deutschland. Und je nach Zählweise würdest du hier entweder das "Heilige römische Reich deutscher Nation" mit einbeziehen oder die Weimarer Republik... einen Sinn ergibt das nicht.

 

 

lucan-7 antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 679

@lucan-7 das HRR (dem Spott nach: "Das heilige römische Reich, – weder heilig, noch römisch, noch Reich." - Voltaire) griff mit anderen zusammen das revolutionäre Frankreich an und ging am Ende daran zugrunde (und kam auch nicht wieder nach dem Wiener Kongress).

Das II. Reich verursachte mit seiner carte blanche an Österreich-Ungarn den I. WK.

Und das III. Reich den II. WK.

der_alte antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@der_alte 

das HRR (dem Spott nach: "Das heilige römische Reich, – weder heilig, noch römisch, noch Reich." - Voltaire) griff mit anderen zusammen das revolutionäre Frankreich an und ging am Ende daran zugrunde (und kam auch nicht wieder nach dem Wiener Kongress).

Das II. Reich verursachte mit seiner carte blanche an Österreich-Ungarn den I. WK.

Und das III. Reich den II. WK.

Ich denke dass alles, was vor dem 20. Jahrhundert geschah, im geschichtlichen Kontext betrachtet werden muss - und da spielte Deutschland keine besondere Rolle in irgendeiner Weise sondern verhielt sich so, wie es der damaligen Politik in Europa entsprach.

Der erste Weltkrieg war eine Wendung, weil er zeigte, dass diese Politik nicht mehr funktionierte. Und der zweite Weltkrieg war durch Deutschland in jeder Hinsicht von Verbrechen geprägt.

 

 

 

lucan-7 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@lucan-7 ich weiß nicht, was du willst? Der alte antwortet auf die Aussage von Suzannes Eltern , dass es drei notwendige Kriege gegeben habe. 

Die drei Reiche hat er sich ja nicht ausgedacht. Keiner hat davon gesprochen, dass es allein um Deutschland ginge. Er sagt nur, es sei notwendig gewesen, gegen diese 'drei Reiche ' Krieg zu führen. Dass sie nicht fortbestehen konnten.

goldapfel antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@goldapfel 

Die drei Reiche hat er sich ja nicht ausgedacht. Keiner hat davon gesprochen, dass es allein um Deutschland ginge. Er sagt nur, es sei notwendig gewesen, gegen diese 'drei Reiche ' Krieg zu führen. Dass sie nicht fortbestehen konnten.

In dieser groben Vereinfachung ist seine Aussage in jeder Hinsicht irreführend, weil Ursachen, politische Situation und Voraussetzungen hier grundverschieden waren.

Mal ganz abgesehen davon, dass gar nicht klar ist, auf welche Kriege er sich überhaupt genau bezieht...

 

 

 

lucan-7 antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 679

@goldapfel und sie wurden von "Iteration" zu "Iteration" gewalttätiger. Das I. das HRR war noch gespalten und wenig schlagkräftig, das II. dann unter der Herrschaft Preussens, über das de Mirabeau mal die Sentenz tat: "Andere Staaten besitzen eine Armee, Preußen ist eine Armee, die einen Staat besitzt." - « la Prusse n'est pas un pays qui a une armée, c'est une armée qui a un pays ». Und das III. braucht man ja nicht weiter zu beschreiben, das sollte bekannt sein.

"Popkulturell" erinnert das mich an den Anime "DBZ" in denen der "Villain" in jeder Wiederkehr ärger geworden ist, ohne dies durch den Vergleich nun zu banalisieren

der_alte antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@der_alte 

"Popkulturell" erinnert das mich an den Anime "DBZ" in denen der "Villain" in jeder Wiederkehr ärger geworden ist, ohne dies durch den Vergleich nun zu banalisieren

Du lässt ja kaum einen Versuch aus, Deutschland als ein Grundübel der Welt darzustellen... aber abgesehen vom "3. Reich" war Deutschland immer ein Staat (bzw. Staatenbund), der sich nicht wesentlich von anderen Staaten seiner Zeit unterschied. Im Guten wie im Schlechten.

 

lucan-7 antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5035

@der_alte 

über das de Mirabeau mal die Sentenz tat

Das war so unter dem „Soldatenkönig” (der selber alles tat, um Kriege zu vermeiden), hat mit 1870 wenig zu tun.

Noch Marx hat darüber gespottet, wie wenig militärisch aktiv Preußen war …

Allgemein:

Dein erster Krieg war kein Krieg gegen Deutschland, sondern ein Krieg gegen Frankreich. Aus Sicht der Monarchien notwendig, nachdem der König hingerichtet wurde und es zu Massenexekutionen gab (die fortschrittliche Guillotine machte es möglich).

Der zweite Krieg wäre vermutlich auf jeden Fall früher oder später ausgebrochen, angesichts der Blockbildung (Entente vs. Mittelmächte), gegenseitiger Aufrüstung … vor allem Deutschland und Russland haben die Eskalation vorangetrieben.

Und jetzt zitiere ich mal einen Spruch, den ich von meinem Vater habe, der hat ihn von seinem Großvater, der von dessen Großvater, und der hat ihn 1815 selber gehört:

Lieber die Franzosen zum Feind als die Russen zum Freund. Haben die Leute in Schlesien ja beides erlebt damals.

hkmwk antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 679

@hkmwk der erste Koalitionskrieg setzte doch schon 1792 ein, da lebte Louis Capet (noch). Auch unter dem Eindruck des Krieges wurde seine Verurteilung forciert (die sehr knapp war, m.W. mit einer Stimme Mehrheit).

Und die Massenexekutionen setzten erst kurz vor dem Ende von Maximilien de Robespierre ein, der den Terror forderte und förderte (wie er im Feb. 1794 sagte: "Tugend, ohne sie ist der Terror verderblich; Terror, ohne ihn ist die Tugend machtlos").

Da war beim Beginn des ersten Koalitionskrieges noch nichts zu sehen, Louis Capet war mit seiner Familie noch Gefangener des Staates.

der_alte antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5035

@der_alte

der erste Koalitionskrieg setzte doch schon 1792 ein

Da hab ich was in der Reihenfolge durcheinander gebracht, aber zu den Zusammenhängen hat schon Mr.K genug gesagt.

hkmwk antworten
Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 69

@der_alte 

Veröffentlicht von: @der_alte

das HRR (dem Spott nach: "Das heilige römische Reich, – weder heilig, noch römisch, noch Reich." - Voltaire) griff mit anderen zusammen das revolutionäre Frankreich an und ging am Ende daran zugrunde (und kam auch nicht wieder nach dem Wiener Kongress).

Historisch gesehen nicht ganz sauber. Immerhin war es der französische König Ludwig XVI, der dem damaligen König von Böhmen und Ungarn Franz I (oder Franz II als Kaiser des Heiligen Römischen Reichs) mit Unterstützung der Nationalversammlung Frankreichs den Krieg erklärte und nicht andersrum. Es sollte auch erwähnt werden, dass Preußen sowie die meisten anderen deutschen Staaten bereits 1795 mit den Verträgen von Basel aus dem Krieg ausschieden. Der erste Koalitionskrieg dauerte noch bis 1797 an. In den anschließenden Koalitionskriegen kämpften auch Deutsche auf Frankreichs Seite, Napoleons Armee wurde unter anderem durch württembergische, badische und bayrische Truppen verstärkt.

Die Aussage jedoch, dass das HRR Frankreich angegriffen hat, ist einfach faktisch falsch. Sorry. 

mr-k antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 679

@mr-k 1792 hatte Louis Capet (wie er seit 1792 genannt wurde) nichts mehr zu entscheiden, politisch war er entmachtet. Louis Capet hatte schon 1791 die Flucht ins Ausland versucht, zur Verwandtschaft seiner Gattin Marie-Antoinette aus dem Hause Lothringen-Habsburg (Lothringen-Habsburg weil es kein österreichisches Haus Habsburg mehr gab nach der prag. Sanktion des Vaters von Maria-Theresia, das spanische war da auch schon lange ausgestorben). In Varenne wurden sie entdeckt und nach Paris zugebracht, als Gefangene, was zum Druck aus Ausland führte (das sich noch zu Gut an den Lordprotektor Cromwell und Charles I. erinnerte).

Die umliegenden Staaten, insbesondere das HRR hatten Interesse daran und wollten Louis Capet wieder zu Ludwig XVI haben und die 1789 "rückabwickeln".

der_alte antworten
Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 69

@der_alte Ändert nichts an der Tatsache, dass der erste Koalitionskrieg von Frankreich erklärt wurde und nicht vice versa. Und es ändert auch nichts an der Tatsache, dass das HRR erst im März 1793 in den Krieg eintrat, 1 Jahr nach der Kriegserklärung Frankreichs. Es ist auch davon auszugehen, dass der Kaiser des HRR zu der Zeit andere Sorgen hatte als Frankreich. Zur damaligen Zeit denke ich dass das Aufsteigen Russlands zu einer Großmacht unter Katharina II sowie der österreichisch-russische Türkenkrieg im Zentrum der Aufmerksamkeit stand...

mr-k antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 679

@mr-k nachdem das HRR Frankreich mit Krieg gedroht hatte (Pillnitzer Erklärung) wenn es nicht vor ihm auf die Knie ginge und die neue Staatsform rückabwickeln würde.

Ab dem 24 August 1792 wurde Thionville von Preussen/Österreich belagert, den dominierenden Teilen des HRR.

Zum Glück verschwand am  Ende das HRR und wurde auch auf dem Wiener Kongress nicht wiederbelebt. Leider entstanden dann Ende doch noch zwei weitere deutsche Reiche.

Die nun auch Geschichte sind, aber zu welchem Preis.

Und zum zweiten deutschen Reich stehen immer noch Denkmäler, sind immer noch Strassen gewidmet, wie bspw. Sedanstrassen. Eigentlich ein recht offener Affront gegenüber Frankreich, im Jahr 2023.

Auch die Frage warum es noch Denkmäler zu den Staatspersonen des II. Reiches gibt, warum nach diesen Strassen benannt sind. Umbenannt wurde immer nur dann, wenn diese Personen auch noch das III. Reich tangierten, wie Feldmarschall v. Hindenburg, wenn wahrscheinlich auch noch nicht überall.

Oder das Hermannsdenkmal mit frankreichfeindlichen Inschriften.

Der Krieg gegen das osmanische Reich hat aber schon 1792 geendet.

der_alte antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 679

Wobei das HRR, hier besonders die lothringisch-habsburgische Dynastie die die Kaiserperson stellte, ihr Interesse an Louis Capet und seiner Gemahlin der Tochter von Maria-Theresia hatte.

Und die neue Staatsform auslöschen wollte, von der man befürchtete, dass diese auch Personen in dem eigenen Staatsgebilde zu inspirieren in der Lage sein könne.

Den Mächten von aussen war, später, auch recht egal, dass im Department Vendée geschätzt 300.000 Menschen (m/w/d) dem Bürger:innen-Krieg zum Opfer fielen.

der_alte antworten
Mr.K
 Mr.K
(@mr-k)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 69

@der_alte Die Pillnitzer Deklaration wurde aber nicht von allen Königreichen des HRR unterzeichnet, sondern nur von Preußen und Österreich. Wenn Du das HRR auf diese beiden Staaten reduzieren willst, von mir aus, halte ich aber aus meiner Sicht für argumentativ schwach.

Veröffentlicht von: @der_alte

Und zum zweiten deutschen Reich stehen immer noch Denkmäler, sind immer noch Strassen gewidmet, wie bspw. Sedanstrassen. Eigentlich ein recht offener Affront gegenüber Frankreich, im Jahr 2023.

Und in Frankreich stehen noch genug Triumphbögen, England hat Trafalgar Square, Österreich den Husarentempel - und lass mich gar nicht erst mit den ganzen Kriegsdenkmälern der Amerikaner anfangen... Wenn wir abbauen, bauen die dann auch ab?

 

mr-k antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 679

@mr-k welche Königreiche gab es im HRR sonst noch?

https://www.odagsen.de/chronik/karten-zur-geschichte/108-1789

sehe da nur Preussen und Österreich (zu dem m.W. Böhmen gehörte) und beide gehören nicht zur Gänze zum HRR.

Bayern und Württemberg wurde es m.W. durch Rangerhöhung nach ihrem politischen Anschluss an Frankreich.

Beide waren die dominierenden Kräfte, das habsburgische/lothringische-habsburgisch Österreich schon seit Jahrhundert, trotz Wahlmonarchie (die mehr ein Hand-aufhalten der wählenden Kurfürst:innen war).

Und was interessieren "uns" andere? Die Sedanstrassen sind "hier" nicht dort.

Warum steht in der Walhalla (interessante Namenswahl dafür dass diese von einem christlichen Land errichtet wurde) eine Büste von Richard Wagner bspw.?

Warum steht ein Hermannsdenkmal (siehe anderer Faden) mit offen anti-französischen Inschriften und Figurenhaltung...

der_alte antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5035

@der_alte 

welche Königreiche gab es im HRR sonst noch?

Formal hat du Recht, nur machten die beiden gerade mal die Hälfte aus.

Warum steht …

Lässt sich historisch erklären. Hat aber heute kaum eine Bedeutung (wer spricht noch von Erbfeindschaft gegen Frankreich …). Und dass ein Wagner gewidmetes Opernhaus dessen Büste zeigt, ist doch normal.

Wagner gefällt mir auch nicht, aber damit wären wir hier endgültig off-topic, darüber könnte man woanders reden.

hkmwk antworten
Orangsaya
Beiträge : 2931
aber Veröffentlicht von: @lucan-7

Dann hätte man diverse Mordanschläge auf Nato-Territorium auch schon als "Bündnisfall" werten können.

Mir ist ja nicht klar, warum du jetzt eine Brücke zu Mordanschlägen auf Nato Gebiet kommst.  Aber unabhängig von der Frage der Zerstörung der Infrastruktur, können Mordanschläge durchaus ein Grund sein, den Bündnisfall, also einen Kriegszustand, auszurufen, die Nato sieht sogar terroristische Anschläge als mögliche Option für den Bündnisfall.  Die Mordanschläge auf das WTC war ja in der Geschichte, der einzige Bündnisfall, der ausgerufen/beschlossen wurde.

Veröffentlicht von: @lucan-7

Ob wir in einem Kriegszustand mit Russland liegen oder nicht entscheidet die Nato nach politischen Erwägungen, es gibt keinen Automatismus.

Von einem Automatismus redest doch nur du. Mir ist kein gegenwärtiger Automatismus bekannt, der einen Automatismus auslöst. 

Veröffentlicht von: @lucan-7

Das wäre einzig dann der Fall, wenn eine offizielle Kriegserklärung Russlands vorläge.

Nein, eine Kriegserklärung wäre ein möglicher Grund dafür, dass der Bündnisfall ausgerufen wird, aber nicht der Einzige. Wie ich zuvor schon in meiner Antwort zuvor gesagt habe. Die Nato war in ihrer über siebzigjährigen Geschichte schon immer besonnen. Ein Angriff eines Staates auf unsere Infrastruktur, wäre durchaus ein ein legaler und legitimeren Grund dafür, denn Bündnisfall zu sehen. Wie kommst du nur darauf, dass das kein Grund wäre?

orangsaya antworten
1 Antwort
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5035

@orangsaya

Nein, eine Kriegserklärung wäre ein möglicher Grund dafür, dass der Bündnisfall ausgerufen wird, aber nicht der Einzige.

Aber der einzige Fall, bei dem der Bündnisfall automatisch eintritt, d.h. dann ist er gegeben, ohne dass die NATO einen Beschluss fallen muss.

Aber was dann passiert, ist auch wieder schwammig: »So handeln, als ob man selber angegriffen wird« - Deutschland würde dann kapitulieren? 😉

hkmwk antworten


Orangsaya
Beiträge : 2931
Veröffentlicht von: @derelch

Gazprom gehört Nordstream 1 zu 51% und Nordstream 2 vollständig. Dann von europäischer Infrastruktur zu sprechen, ist eher albern.

Es ist durchaus normal, dass Bereiche die der Infrastruktur dienen ausländische Unternehmen gehören können. Die entscheidende Frage ist nicht die des Eigentümers, sondern die des Zwecks. Der Zweck von Nordstream dient ganz klar der Infrastruktur auf europäischen Gebiet und zweifellos sind Staaten betroffen, die zur Nato gehören. 
Es ist nicht albern, zu meinen, dass dies nicht zum Bündnisfall zählen kann. Vielmehr ist die Zerstörung der Infrastruktur Teil einer militärischen Taktig. Das konnte man im zweiten Golfkrieg sehen, oder im Jugoslawienkrieg. Da war die Zerstörung der Infrastruktur von den westlichen Staaten ausgehend kriegsentscheidend. Im Moment zerstört Russland die Infrastruktur in der Ukraine. Meinst du, die Fragen nach den Eigentümer? 😆 So was dummes. Es ist sogar wahrscheinlich, dass ein Teil der Infrastruktur, die Russland in der Ukraine gegenwärtig zerstört, im russischen Besitz ist. 

orangsaya antworten
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der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 679

@orangsaya russ. Eigentum, im Besitz momentan nicht.

der_alte antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 212

@orangsaya 

Der Zweck von Nordstream dient ganz klar der Infrastruktur auf europäischen Gebiet und zweifellos sind Staaten betroffen, die zur Nato gehören.

Der Zweck von Nordstream war Geld zu sparen. Ist ja nicht so, dass es vorher keine Erdgasleitungen gab und jetzt keine mehr gibt. Es war eine Win-Win-Situation für Russland und Deutschland. Und jetzt ist es eine Lose-Lose-Situation.

Es ist nicht albern, zu meinen, dass dies nicht zum Bündnisfall zählen kann.

Stimmt, es ist hanebüchen.Der Bündnisfall erfordert einen bewaffneten Angriff auf das Teritorrium eines Natomitglieds, so stehts im Nato. Das war bei der Sprengung der Pipelines nicht der Fall. Bisher hat noch kein Nato-Staat erklärt, sein Territorium sei angegriffen worden. Wie auch?

Davon mal abgesehn, lieferte Russland zu dem Zeitpunkt schon kein Gas mehr und Deutschland hat schon sehr öffentlich darüber nachgedacht überhaupt kein russisches Gas mehr zu kaufen. 

Meinst du, die Fragen nach den Eigentümer?

Mit Sicherheit. Oder hast du irgendwelche Hinweise darauf, dass die russischen Öl- und Gaspipelines auf ukrainischen Gebiet Ziele der russischen Armee sind?

Es ist sogar wahrscheinlich, dass ein Teil der Infrastruktur, die Russland in der Ukraine gegenwärtig zerstört, im russischen Besitz ist. 

Welche denn?

derelch antworten
Helmut-WK
Beiträge : 5035

@meriadoc 

Wie lange hält Ukraine das aus?

Ich fürchte, nicht allzu lange. Zerstören ist immer einfacher als aufbauen, und Russland kann offensichtlich schneller zerstören als die Ukraine reparieren kann. Ist nur noch ne Frage der Zeit, bis die Ukraine praktisch völlig ohne Strom und Wasser ist und dringendst einen Waffenstillstand braucht, um die Infrastruktur einigermaßen zu reparieren (bis jedes Haus wieder Strom und Wasser hat, wirds noch mal deutlich länger dauern).

Was macht ein Krankenhaus ohne Strom, ohne neuen Treibstoff für das Notstromaggregat, und ohne Wasser (die Pumpen für das Wasser stehen still …)? Was macht die Ukraine, wenn es praktisch überall so ist?

Spätestens wenn die ukrainische Armee auch keinen Strom mehr für Drohnen, Smartphones und andere militärisch wichtige Infrastrukur hat, wird sich das auch auf dem Schlachtfeld zeigen.

Wie hat die NATO im Balkankrieg Serbien in die Knie gezwungen? Nicht durch eine Invasion, sondern durch Graphitbomben, die in elektrischen Anlagen jede Menge Kurzschlüsse erzeugen, so dass die sich selbst zerstören. Russland macht das jetzt auf seine Weise nach. Hat auch in Syrien prima geklappt …

Man sagt mir einen Hang zum Pessimismus nach, aber ich fürchte, diesmal ist es leider Realismus.

hkmwk antworten
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DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 212

@hkmwk 

Wie hat die NATO im Balkankrieg Serbien in die Knie gezwungen? Nicht durch eine Invasion, sondern durch Graphitbomben, die in elektrischen Anlagen jede Menge Kurzschlüsse erzeugen, so dass die sich selbst zerstören.

Die Graphitbomben waren nicht so wirksam. Auf jedenfall hats für die Knie nicht gereicht, so dass man dann doch lieber konventionelle Bomben genommen hat. Allerdings hatte die Nato auch Lufthoheit über Serbien und keine Ambitionen irgendetwas zu anektieren. Das war viel einfacher, als ein Land wie die Ukraine zu erobern.

derelch antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5035

@derelch

Die Graphitbomben waren nicht so wirksam. Auf jedenfall hats für die Knie nicht gereicht, so dass man dann doch lieber konventionelle Bomben genommen hat.

Mag sein, so genau hab ich das nicht in Erinnerung. Jedenfalls hat die NATO Serbien durch Bombardierung besiegt. Was im Prinzip Russland genauso macht.

hkmwk antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 212

@hkmwk 

Was im Prinzip Russland genauso macht.

Nicht wirklich. Russland macht nur Terror. Der militärische Nutzen ist äusserst fraglich. So werden sie die Ukraine nicht auf die Knie zwingen.

 

derelch antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5035

@derelch

Der militärische Nutzen ist äusserst fraglich.

Seh ich anders (siehe oben), aber es wär natürlich schön, wenn du Recht hast.

hkmwk antworten
DerElch
(@derelch)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 212

@hkmwk 

Glaubst du ernsthaft die Ukrainer kapitulieren, weil Zivilbevölkerung keinen Strom hat? Das hätten sie vor 9 Monaten billiger haben können. Jugoslawien war erheblich kleiner und hätte keinen Verbündeten der zu ihren Gunsten rechtzeitig eingegriffen hat. Selbst der Krieg hat länger gedauert, als gedacht und es hätte genauso gut eine Invasion nötig werden können, obwohl die Nato nicht so eine desolate Lumpentruppe hatte, wie Russland heute.

derelch antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 16988

@hkmwk 

Spätestens wenn die ukrainische Armee auch keinen Strom mehr für Drohnen, Smartphones und andere militärisch wichtige Infrastrukur hat, wird sich das auch auf dem Schlachtfeld zeigen.

Natürlich profitiert auch das Militär von einer funktionierenden Stromversorgung - ist darauf aber weitaus weniger angewiesen als die Zivilbevölkerung.

Die Terrorangriffe Russlands sind weitgehend sinnlos und wirken auf die Ukrainer allenfalls motivierend, sich den Russen noch viel mehr entgegen zu stellen.

Mich erinnert das an die völlig sinnlosen Bombenangriffe der Nazis auf zivile Ziele... Terror, der letztlich dazu geführt hat, dass die Bevölkerung nur noch mehr gewillt war, den Krieg zu gewinnen.

 

 

 

lucan-7 antworten


Mr.K
 Mr.K
Beiträge : 69
Veröffentlicht von: @der_alte

Und die neue Staatsform auslöschen wollte, von der man befürchtete, dass diese auch Personen in dem eigenen Staatsgebilde zu inspirieren in der Lage sein könne.

Hat ja super geklappt. Auch ohne die Intervention Preußens und Österreichs wäre Frankreich am Ende wieder als Monarchie dagestanden. Warum wurde also der Krieg weitergeführt, als Frankreich nach der Revolution wieder eine Monarchie war?

mr-k antworten
2 Antworten
der_alte
(@der_alte)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 679

@mr-k Pläne klappen halt nicht immer. Was danach kam ist eine andere Sache.

der_alte antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 5035

@mr-k (Zum Beitrag)

Warum wurde also der Krieg weitergeführt, als Frankreich nach der Revolution wieder eine Monarchie war?

War es nicht Napoleon, der ihn weiterführte?

Formal ging die Kriegserklärung von Großbritannien aus, dem sich erst Russland und dann Teile des sich auflösenden HRRs anschlossen, aber der Grund war eine expansive Außenpolitik (CH, NL und schließlich Hannover unter französischer Kontrolle).

hkmwk antworten
Seite 2 / 2
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