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Spritpreis erhöhen zielfführend im Klimawandel?

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Anonymous
 Anonymous
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Was meint Ihr?
Wäre eine Spritpreiserhöhung in dieser Preisklasse wirklich zielführend?"
"70 Cent mehr" steht in den Schlagzeilen.

Mein erster Gedanke dazu:
1.Müssten dann bei uns die Busse öfter und zuverlässiger fahren (genügend Platz zum Sitzen, pünktlichere Fahrten, häufigere und längere Fahrzeiten), mit Anschnallgurten auch für "nicht so lange" Fahrten!
2. Dürfte der ohnehin schon recht teure Preis einer Busfahrt dann nicht noch mehr erhöht werden mit der (gerechtfertigten?) Begründung, dass ja nun auch für die Busunternehmer der Preis gestiegen ist pro Fahrt!

Das beißt sich in den Schwanz, wie man bei uns so sagt?

Und wer täglich fahren MUSS, weil sein Arbeitsplatz anders nicht gut erreichbar sein wird, geschweige denn in einer annehmbaren Zeit (!), oder seine Kinder zeitnah und schnell zu verschiedenen Arztterminen müssen in der eigenen und anderen Stadt, der wird da nur draufzahlen ohne wirklich umsteigen zu können.

https://www.tagesschau.de/inland/umweltbundesamt-studie-101.html

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Anonymous
 Anonymous
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Nein (mit mehreren Begründungen)
Nein, nicht zielführend. Warum? Ich versuche das mal in einem größeren Kontext ein bißchen aufzudröseln:

1. In vielen Regionen muß überhaupt erst mal ein öffentlicher Nahverkehr her, um den Leuten eine umweltfreundlichere Alternative zu bieten. Sonst zieht man ihnen nur das Geld aus der Tasche. Ich staune immer wieder, wie gut das in der Schweiz funktioniert: Da wartet am Bahnhof schon die "Postkutsche", die einen im Stundentakt auch in entlegene Dörfer bringt.

In Hamburg gibt es glücklicherweise ein relativ dichtes Busnetz, doch die Busse sind in vielen Stadtteilen oft die einzige Möglichkeit, denn die Stadt hat jahrzehntelang den Ausbau der S- und U-Bahn verschlafen. Man muß oft 20 oder 30 Minuten mit dem überfüllten Bus fahren, bis man in die S- oder U-Bahn umsteigen kann. Doch die Busse können einerseits die wachsenden Passagierzahlen nicht mehr bewältigen und stecken andererseits selbst im Stau. Das alles ist nicht attraktiv, und es wird nicht attraktiver, wenn noch mehr Leute vom Auto in den Bus umsteigen. Daß höhere Spritpreise auch zu höheren Fahrpreisen führen, sei nur am Rande erwähnt.

Es funktioniert ohnehin nicht, wenn zu viele Leute zur gleichen Zeit das Gleiche machen. Das gibt immer Schieflagen und neue Probleme. Deshalb ist es unklug von der Politik, zu viele Anreize zu setzen, die alle zum einem bestimmten Handeln zwingen sollen.

2. Bisher hat jeder Versuch, CO2 zu senken, zu einer Steigerung von CO2 geführt. Ein Grund dafür ist die unüberschaubare Komplexität unserer Welt, die wir mit unterkomplexen Ansätzen zu bewältigen versuchen. Der Versuch, mit drastischen Preissteigerungen das Verhalten der Leute zu verändern, wird viele unkalkulierte und unerwünschte Nebenwirkungen haben, die man sich vorher gar nicht ausmalen kann. Bestenfalls erreicht man damit nichts, schlimmstenfalls das Gegenteil des Beabsichtigten. Das ist das Wesen von Komplexität. Es stimmt nicht, was die Klimademonstranten sagen: Die Politik macht nicht zu wenig, sie macht zu viel - allerdings des Falschen. Wir veranstalten einen teuren und CO2-treibenden Aktionismus, der schlicht nicht durchdacht ist und deshalb nicht die erwünschten Ergebnisse bringen kann.

Hinzu kommt der unnötige Ehrgeiz, alles auf einmal erreichen zu wollen: Hamburg will Klimahauptstadt werden und hat sich verpflichtet, ab 2020 nur noch Elektrobusse anzuschaffen. Schon vor Jahren hat "unser" Betriebshof zwei Elektrobusse angeschafft, um sie im Linienverkehr zu testen. Sie waren nie auf der Straße. Die Technik ist nicht ausgereift. Ich bin gespannt, was das für ein Chaos in den nächsten Jahren gibt, wenn man an der unsinnigen Selbstverpflichtung weiter festhält. Die Leute steigen wieder ins zuverlässigere Auto um, und CO2 steigt weiter, wetten?

Auch mit der Energiewende wollen wir alles auf einmal erreichen: Atomausstieg, Kohleausstieg, erneuerbare Energien, Digitalisierung der Stromversorgung. Damit wollen wir der Welt imponieren und ihr ein Vorbild sein: Am deutschen Wesen soll mal wieder die Welt genesen. Doch wenn wir es noch nicht mal schaffen, einen Flughafen zu bauen, warum glauben wir, daß wir solch eine gigantische und milliardenteure Energiewende schaffen sollten? Was wir bisher erreicht haben, war, die Stromversorgung zu verteuern und zu destabilisieren (die Netzbetreiber müssen immer öfter "Lasten abwerfen", also Großverbraucher wie Stahl-, Aluminium- oder Glasschmelzen ohne Vorwarnung abschalten, um einen großflächigen Blackout zu verhindern).

3. Der Klimawandel ist mittlerweile zur Universalbegründung geworden für vieles, was schief geht. Daß Hamburg bahntechnisch tagelang von der Außenwelt abgeschnitten ist, wenn mal ein Sturm über die Stadt fegt, liegt nicht am Klimawandel, sondern daran, daß man die Streckenposten wegrationalisiert hat, die früher darauf geachtet haben, daß ihr Abschnitt verkehrssicher und frei von Baumbewuchs ist. Wenn man genauer auf "versinkende" Hafenstädte oder Inseln schaut, sieht man immer wieder, daß dahinter eher ökonomische, soziale oder politische Probleme stehen, die man selber lösen müßte. Aber man kann sich ja mit dem Klimawandel gut rausreden und die Verantwortung den "Verursacherländern" zuschieben.

Vielleicht geht es besser, wenn wir unsere vielen Probleme direkt anpacken, und nicht versuchen, von hinten durch die Brust ins Auge das Klima zum Problemlöse-Hebel zu machen.

Aber nun haben wir in der EU den Klimanotstand. Der Weg ist frei für Notstandsregierungen und Notstandsgesetze, die sich alle nur um das eine Thema drehen. Wie schnell rutschen uns dabei andere, ebenso brennende Probleme weg, ganz zu schweigen von den sozialen Verwerfungen, die der Klimaaktionismus mit sich bringt. Wir brauchen Weitblick und Besonnenheit, um mit der Komplexität unserer Welt umzugehen. Und das fehlt leider in der Politik.

PS: Ich reite viel auf der Komplexität herum - ein Thema, das wir in unserer duchglobalisierten und durchdigitalisierten nicht mehr ignorieren können. Wer mehr wissen will, hier ein guter Einstieg:
https://www.saurugg.net/hintergrundthemen/vernetzung-komplexitaet

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Danke für das ausführliche Statement!

Ja, an die großen Städte habe ich auch gedacht, also die die noch U-Bahnen, Straßenbahnen und bessere Busanbindungen und besseren Fahrzeitentakt haben!

Aber wie eine hier schrieb, vom Dorf nicht mehr gut in die Schule der Kinder und eine andere Stadt zu kommen, das geht so gar nicht!

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

ab 2020 nur noch Elektrobusse anzuschaffen

Elektrobusse, wenn sie ihre Energie aus Oberleitungen beziehen, fahren in wenigen deutschen Städten und sehr oft in osteuropäischen Städten schon seit vielen Jahrzehnten. Das funktioniert also. Es müßte nur die Oberleitung gespannt werden, was überschaubare Investitionskosten notwendig macht. Unsere Industrie setzt jetzt aber auf Akku-Betrieb, und das ist in meinen Augen ein Rohrkrepierer.

ungehorsam antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @ungehorsam

Unsere Industrie setzt jetzt aber auf Akku-Betrieb, und das ist in meinen Augen ein Rohrkrepierer.

Elektromobilität hat man schon mal vor gut hundert Jahren ausprobiert, als die "Elektrisierung" damals genauso in aller Munde war wie heute die Digitalisierung. Hat sich aber nicht bewährt.

Obusse in Hamburg wären nicht wirklich attraktiv: Wenn auf der A7 vorm Elbtunnel wieder mal Stillstand ist und sich alles in die Stadt zurückstaut, müssen sich die Busse manchmal kilometerlange Umwege abseits des Linienweges suchen, um da irgendwie durchzukommen. Müßten sie unterm Fahrdraht bleiben, kämen sie nicht mehr vorwärts.

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

müssen sich die Busse manchmal kilometerlange Umwege abseits des Linienweges suchen, um da irgendwie durchzukommen.

Ach so, und die Haltestellen entlang der Linienführung werden dann nicht mehr angefahren? Dann kann der Bus gleich im Depot stehen bleiben. Du hast wohl noch nichts von Busspuren gehört?

ungehorsam antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Ach so, und die Haltestellen entlang der Linienführung werden dann nicht mehr angefahren?

Richtig. Unangenehm für die Anwohner. Sie müssen die Verkehrsnachrichten hören, und wenn wenn mal wieder "16 Kilometer Stau, 90 Minuten plus, Rückstau im Stadtgebiet" angesagt ist, eben radeln oder laufen.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Dann kann der Bus gleich im Depot stehen bleiben.

Könnte man so machen. Wäre aber unangenehm für alle anderen Benutzer der Linie.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Du hast wohl noch nichts von Busspuren gehört?

Nein.

Der Senat aber schon. Sie geben gerade viel Geld für die Busbeschleunigung aus. Das ist in Hamburg nicht einfach, weil - anders als etwa in Berlin - viele Straßen schmal und eng sind. Aber wo es geht, fällt man reihenweise alte Bäume, um Platz für Busspuren und Radwege zu machen. Da Hamburg außerdem Fahrradhauptstadt werden will, macht man einen Kotau vor den Radfahrern und gibt ihnen die Freiheit zu wählen, ob sie den Radweg oder die Busspur benutzen wollen. Und so zuckeln die beschleunigten Busse hinter den Radfahrern her.

Um die vermutliche Frage hinter Deiner Stichelei zu beantworten: Keine der Buslinien, die ich benutze, hat im Umfeld der Autobahnquerung eine Busspur. Das würde auch nicht viel bringen: Die Busse stecken ja schon lange vorher in den zuführenden Straßen entlang der Wohnviertel fest, und die sind einfach zu schmal. Da bringt auch Bäumefällen nichts.

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Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Nun ja, die Elbchaussee ist zu schmal, und um Ottensen sollte man sowieso einen Bogen machen.
Ich bin in Hamburg aber auch schon in einem dreiteiligen Bus gefahren ("Metrobus"?), der hatte ob seiner Länge die Busspur in der Straßenmitte. Daß der aber nicht überall fahren kann, ist mir klar.

Ich bin schon der Meinung, daß der Radverkehr in der Stadt gefördert werden sollte. Je mehr Leute auf das Fahrrad umsteigen, um so sauberer wird die Luft, Ressourcen werden geschont, der ohnehin zu enge Platz wird besser genutzt.
Das ist eine ganz einfache Rechnung. Im Pkw sitzen selten mehr als eine Person. Wieviel Platz brauch ein Pkw (auch zum Parken!) und wieviel Platz brauch ein Fahrrad?

ungehorsam antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Ich bin in Hamburg aber auch schon in einem dreiteiligen Bus gefahren ("Metrobus"?), der hatte ob seiner Länge die Busspur in der Straßenmitte.

Genau, Metrobus 5 - hier folgt die Busspur früheren Straßenbahngleisen. Es ist die am stärksten frequentierte Buslinie Hamburgs. Die Doppelschlenkis sind inzwischen ausgemustert, heute fahren da wieder kürzere Busse, dafür mit weniger Sitz- und mehr Stehplätzen. Leider wenden gern mal unaumerksame Autofahrer über die mittige Busspur. Wenn der Busfahrer eine Vollbremsung machen muß, gibt das bei so vielen stehenden Fahrgästen immer Verletzte. Die Kräfte, die da wirken, scheinen gewaltig zu sein. Man liest von abgerissenen Haltegriffen oder eingedrückten Glasscheiben.

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Je mehr Leute auf das Fahrrad umsteigen, um so sauberer wird die Luft, Ressourcen werden geschont, der ohnehin zu enge Platz wird besser genutzt.

Stimmt schon. Trotzdem sind die Konflikte um den Verkehrsraum heftig. Es ist einfach zu wenig Platz. Wenn es Radfahrern auf dem Radweg zu eng wird, wechseln sie schon mal unvermittelt auf die Fahrbahn, was auch schon Busse zu Notbremsungen zwang.

Hinzu kommt, daß die Fahrräder der Pendler mittlerweile die Gehwege rund um die S-Bahnhöfe zuparken. Bei uns am Bahnhof haben sie dieses Jahr eine weitere von diesen doppelstöckigen Fahrradabstellanlagen gebaut. Sie tun also was, kommen aber nicht mit den steigenden Fahrradzahlen mit. Die Entwicklung ist zu schnell, der Platz zu knapp.

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Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

Es müßte nur die Oberleitung gespannt werden, was überschaubare Investitionskosten notwendig macht. Unsere Industrie setzt jetzt aber auf Akku-Betrieb, und das ist in meinen Augen ein Rohrkrepierer.

Zunächst zeigt mir dein Denken eines. Es wird immer nur an die Stadt gedacht und das Land vernachlässigt, oder willst du Oberleitungen durch das Land ziehen. Ich wohne in einem Dorf mit 170 Einwohner. Die Busverbindung ist sehr schlecht. Es gibt sogar eine Haltestelle die fährt der Busfahrer nur an, wenn er vorher angerufen wird. Das Land zahlt an ein Taxiunternehmen. Es verpflichtet sich dafür über den Tag verteilt bestimmte Routen zu fahren. Die kann man abonnieren und auf Anruf wird einem gesagt, wann und wo man hingehen muss damit man mitgenommen wird. Für die einzelne Fahrt muss man neben den Abokosten noch mal extra zahlen. Es ist etwas billiger, als das alte Taximodel, aber teurer als mit dem Bus. Das ist die Wirklichkeit bei uns auf dem Lande.

Ich schreibe aus einem anderen Grund. Du schreibst die Industrie würde das bestimmen. Das ist falsch. Nicht die Industrie bestimmt das, sondern die Politik und der Markt. Würden Land und Kommunen Oberleitungen für Busse zu machen, dann hat die Industrie bereits jetzt die Kapazitäten entsprechende Busse zu bauen. Die Autos mit Batterie werden vom Markt bestimmt. Merkel wollte eine Millionen E-Autos auf die Straße bringen. Das Ziel wird voraussichtlich nicht erreicht. Allein in diesem Jahr, wurden 600.000 SUVs neu zugelassen. Das war der Stand im September. Es muss kein SUV sein und kann auch ein Golf sein, es zeigt die Menschen wollen keine E-Autos. Nicht in Deutschland und der Weltmarkt schon gar nicht. Das ist die Realität. Also hilft nur die Daumenschraube, um den Menschen zu zwingen. Das passt aber schlecht in die Demokratie. Es hat seinen Grund, warum die fetten Brocken erst nach den nächsten Wahlen kommen. Würde bereits jetzt kassiert dann würden die Volksparteien nur noch schwächer und die AfD stärker. Der Grund wäre kein abrutschen nach rechts, sondern weil so eine Umweltpolitik menschenfeindlich ist.

orangsaya antworten
mrb-II
 mrb-II
(@mrb-ii)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 954
Veröffentlicht von: @orangsaya

Es wird immer nur an die Stadt gedacht und das Land vernachlässigt, oder willst du Oberleitungen durch das Land ziehen.

auf der a5 bei frankfurt a.m. gibt es eine teststrecke mit oberleitungen auf der autobahn. geht prinzipiell auch ausserhalb der stadt, macht aber wenig sinn. in einem bus gibt es genügend platz für baterrien, brennstoffzelle oder biogasantrieb.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Nicht die Industrie bestimmt das, sondern die Politik und der Markt.

selbstverständlich bestimmt die industrie, in welche technologie sie entwicklungsgelder steckt und das gibt nur eine triebfeder. rendite.

Veröffentlicht von: @orangsaya

Es muss kein SUV sein und kann auch ein Golf sein, es zeigt die Menschen wollen keine E-Autos. Nicht in Deutschland und der Weltmarkt schon gar nicht. Das ist die Realität.

dafür dass niemand elektroautos will, verkauft sich tesla ganz ganz. die meisten möchten oder können einfach den mehrpreis zu einem verbrennermodell nicht ausgeben. dass niemand elektroautos will, heisst das nicht.

mrb-ii antworten
Orangsaya
(@orangsaya)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 2894

auf der a5 bei frankfurt a.m. gibt es eine teststrecke mit oberleitungen auf der autobahn. geht prinzipiell auch ausserhalb der stadt, macht aber wenig sinn. in einem bus gibt es genügend platz für baterrien, brennstoffzelle oder biogasantrieb.

Natürlich kann es in der Innenstadt Sinn machen. Eine Oberleitung liefert zuverlässig und ohne Unterbrechung Energie. Da wo sich eine U-, oder Straßenbahn nicht lohnt, könnten solche Busse eine Alternative sein. Was die LKW betrifft, so ist hier der Verkehr umfangreich. Es ist auch das Ziel wichtig. Also müssen Umladestationen geschaffen werden. Das hat aber wirtschaftliche Nachteile. Ich wäre als Spediteur auch vorsichtig. Vor wenigen Jahren wurde den Bürgern empfohlenen einen Diesel zu kaufen. Das wäre umweltfreundlicher als Benzin. Dann haben sie für Diesel die Abgaswerte derartig herabgesetzt, dass der dem Durchschnittsverdiener schmerzlich viel Kapital vernichtet wurde. Da würde ich als Unternehmer nichts auf die Worte von Politikern geben. Schließlich hängen einige Existenzen am Betrieb.

selbstverständlich bestimmt die industrie, in welche technologie sie entwicklungsgelder steckt und das gibt nur eine triebfeder. rendite.

Natürlich bestimmt es der Markt. Kein Markt keine Aufträge, keine Arbeit, keine Rendite. Auch wenn es einige nicht gemerkt haben. Unser komfortabler Sozialstaat kann überhaupt deswegen existieren.

dafür dass niemand elektroautos will, verkauft sich tesla ganz ganz. die meisten möchten oder können einfach den mehrpreis zu einem verbrennermodell nicht ausgeben. dass niemand elektroautos will,
heisst das

Ach der Tesla ist doch nur ein Spielzeug für wenige Reiche. Da kann man mal ordentlich Gas geben und fährt dem Benziner davon. Allerdings kommt man so nicht weit. Aber nebenbei auch so ein Auto kann ganz nett sein.
Das normale Auto mit Batterien ist seit Jahren ein Flop. Zwar sind diese Nuckelpinnen, die es vor etwas über zehn Jahren gab, (da fing die Diskussion auf j.de an), aber keiner will sie. Das aus gutem Grund. Das fängt im Winter an. Steh da mal im Stau und mache die Heizung für die nötige Wärme an. Wenn der Stau vorbei ist, fehlt dir der Strom zum Fahren. In Nordhessen wird an der A 7 eine super Elektrotankstelle gebaut. Viele Zapfstellen und für jedes Auto kann man schnell tanken. Schnell heißt 15 Minuten. Ein paar hundert Autos an so einem Knotenpunkt aufzutanken ist da gar nichts. Was gäbe es da für Warteschlangen, wenn E-Autos die Regel wäre?

Der Marktanteil ist trotz Förderungen gering, weil die Nachteile eines solchen Wagens höher liegt.
Ich glaube den Leuten kein Wort mehr. Wer hat denn hier ein E-Auto? Die befürworten doch nur, dass etwas politisch erzwungen wird, aber selber wollen sie es nicht. Wir haben seit Jahren eine Schwundwahrung. Das heißt, wenn du sparst, wirst du bestraft und wenn du sinnvoll Schulden machst, wirst du belohnt. Jeder der durchschnittlich verdient kann sich ein E-Auto leisten. Es will nur niemand so einen Wagen. Auf der Straße, oder am Computer kann man große Sprüche hören, aber die Wirklichkeit sieht anders aus.
Hätte man z. B. den Hybrid gefördert, dann hätten wir längst CO2 gespart. Ein Auto in Deutschland fährt am Tag durchschnittlich ca. 40 Kilometer. Man kann einen Hybrid so auslegen, dass er es mit Strom schafft. Wenn man einen Wagen mal richtig braucht, hat man keinen Versager in der Garage und kann die Verwandten besuchen, in den Urlaub fahren, usw. Doch für den Alltag wäre der Wagen CO2 einsparend.

orangsaya antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @orangsaya

Es wird immer nur an die Stadt gedacht und das Land vernachlässigt, oder willst du Oberleitungen durch das Land ziehen.

Es gibt tatsächlich Überland-Obusse. Eine solche Linie habe ich zu Sowjetzeiten auf der Krim kennengelernt. Daß man allerdings auf diese Weise nicht die bisher vernachlässigte Fläche erschließen kann, dürfte klar sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus#%C3%9Cberlandstrecken

Das mit der Elektromobilität hat man übrigens schon vor 100 Jahren ausprobiert. Damals war sogar die AEG ein Autobauer. Aber es hat sich nicht bewährt. Ob der jetzige zweite Anlauf besser klappt? 🤨

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Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1372

Du hast jetzt viel gesagt, was nicht funktioniert.

Und was würde denn funktionieren? Was schlägst du vor?

Gruß. Tineli

tineli antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @tineli

Und was würde denn funktionieren? Was schlägst du vor?

Erst mal einen Toast zubereiten - so muß ich nicht schon wieder so viel schreiben:
https://www.youtube.com/watch?v=_vS_b7cJn2A

Die Probleme sind groß und unüberschaubar. Doch unsere Erkenntnis ist Stückwerk. Gott sei Dank ist jeder Mensch anders, und so vermag jeder die Welt ein wenig anders zu sehen. Diese Puzzleteile müssen wir zusammentragen, um ein größeres Bild zu bekommen. Wir brauchen Menschen, die in der Lage sind, miteinander zu reden und zu kooperieren. Daß es daran derzeit am meisten mangelt, wird immer deutlicher sichtbar. Mir bereitet jedenfalls die soziale Abkühlung mehr Sorge als die globale Erwärmung.

Aber wie lassen sich Menschen oder menschliches Verhalten verändern? Jedenfalls nicht durch Druck, nicht durch Angst, nicht durch Anweisungen oder Gesetze. Damit's kein Roman wird: Wir wissen vieles über den Menschen, aber wir wissen noch nicht so recht, wie wir daraus etwas Funktionierendes zusammensetzen können. Wenn Du eine Idee davon bekommen willst, in welche Richtung es gehen könnte, dann schau mal hier (das Thema beginnt bei Minute 12):
https://www.youtube.com/watch?v=fxDo-PqVxhs&feature=youtu.be

Es ist heute ein bißchen so, wie vor der Erfindung der Eisenbahn: Die Dampfmaschine hat einen Wirtschaftsboom gebracht, doch Pferdekarren schafften es nicht mehr, das viele Zeug zu transportieren. Die Transportkosten stiegen astronomisch, und das drückte der Wirtschaft die Luft ab. Die Zutaten zur Problemlösung waren längst da: Die Dampfmaschine und das System Schiene. Doch die Dampfmaschine war groß, schwer und immobil. Wie sollte sie das Transportproblem lösen? Es brauchte zuerst kühnes Denken und dann viel Ingenieurskunst, um aus den Zutaten das zu schaffen, was das dringendste Problem jener Zeit lösen konnte.

Da wir hier auf Jesus.de sind, traue ich mich noch einen Schritt weiterzudenken: Letzten Endes kann kein Mensch den Menschen wirklich verändern. Das kann nur Gott. Und wenn uns die Probleme über den Kopf wachsen, und wir daran schuld sind, gibt es nur eins: Umkehr. Oder, wie mein Navi sagt: "Bitte wenden!" Bei Gott ist immer ein Neuanfang möglich, egal wie groß unsere Sünde ist. Wenn wir es mit dem Klima vergeigt haben, dann sollten wir uns an den wenden, der sich damit auskennt, weil er's erfunden hat.

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @joseph

1. Es funktioniert ohnehin nicht, wenn zu viele Leute zur gleichen Zeit das Gleiche machen.

Hä? Du meinst, es funktioniert ohnehin hnicht, wenn viele Leute zur gleichen Zeit mit ihren Autos zur Arbeit fahren? Oder funktioniert es ohnehin nicht, wenn viele Leute zur gleichen Zeit freie Tage bekommen? Oder geht es um die Toiletten, die überfüllt sind, wenn alle zur Gleichen Zeit da rein kacken?
--> leere Floskel.

Veröffentlicht von: @joseph

2. Bisher hat jeder Versuch, CO2 zu senken, zu einer Steigerung von CO2 geführt.

Na, dann kann das ja nix werden und man sollte künftig keine Versuche, CO2-Emissionen zu begrenzen, einstellen.
--> leere Floskel

Veröffentlicht von: @joseph

Hinzu kommt der unnötige Ehrgeiz, alles auf einmal erreichen zu wollen:

Unnötig ist Ehrgeiz dann, wenn keine Not besteht. Ansonsten, wenn's darum geht, Ziele zu erreichen, ist Ehrgeiz zumindest ein treibendes Motiv (das Hauptmotiv besteht i.d.R. darin, der Not zu wehren).

--> leere Floskel

Veröffentlicht von: @joseph

3. Der Klimawandel ist mittlerweile zur Universalbegründung geworden für vieles, was schief geht.

Das könnte u.a. daran liegen, dass der Klimawandel ein ziemlich wichtiges Phänomen ist, das in der multikausalen Welt die unterschiedlichsten Auswirkungen hat. Selbst wenn er nicht die direkte Ursache für das eine oder andere Phänomen ist, das man mit ihm in Verbindung bringt, so ist er dennoch ein ziemlich relevanter Faktor und die Frage, ob eine Spritpreiserhöhung helfen kann, ihn zu begrenzen, wird von Deinem Punkt 3 überhaupt nicht berührt.

--> leere Floskel

Veröffentlicht von: @joseph

Aber nun haben wir in der EU den Klimanotstand. Der Weg ist frei für Notstandsregierungen und Notstandsgesetze, die sich alle nur um das eine Thema drehen. Wie schnell rutschen uns dabei andere, ebenso brennende Probleme weg, ganz zu schweigen von den sozialen Verwerfungen, die der Klimaaktionismus mit sich bringt.

Das ist AfD-Sprech wie aus dem Lehrbuch. Wobei ich mich immer wundere, dass ausgerechnet die Blauen darauf setzen, dass braune Begrifflichkeiten (Notstandsgesetze...) negativ konnotiert sind. Aber auch das gehört wohl zum rhethorischen Einmaleins der braunen Blauen, so zu tun, als treibe einen auch noch ein demokratischer und antifaschistischer Impuls.

--> Keine bloße Floskel mehr, sondern schon richtiggehende Verhetzung.

Veröffentlicht von: @joseph

Ich reite viel auf der Komplexität herum

Nicht in diesem Posting zumindest. In diesem Posting tust Du mit einigem rhethorischen Einsatz (ablenkendes Gerede) alles, um eine vermutlich ziemlich notwendige Maßnahme, die selbstgesetzten deutschen Klimaziele zu erreichen (unter vielen) zu diskreditieren.

Und dafür kriegst Du hier überwiegend Grün-Zustimmung. Na, Gratulation!

Nachtrag vom 07.12.2019 1426
Korrektur:
Na, dann kann das ja nix werden und man sollte künftig [del]keine[/del] alle Versuche, CO2-Emissionen zu begrenzen, einstellen.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @blackjack

man sollte künftig keine Versuche, CO2-Emissionen zu begrenzen, einstellen.

Die "leeren Floskeln" ... geschenkt. Aber was soll denn dieses Schwarzweißdenken?

Veröffentlicht von: @blackjack

AfD

Ich rede doch nicht Parteien das Wort.

Veröffentlicht von: @blackjack

Verhetzung

Schönen Dank auch.

So kann Kommunikation nicht gelingen.

Anonymous antworten
Tineli
 Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1372

grün
Danke, du hast in Worte fassen können, was ich nur irgendwie gefühlt habe. Dafür gern ein grünes Sternchen.

tineli antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @joseph

Doch wenn wir es noch nicht mal schaffen, einen Flughafen zu bauen,

Welchen denn? Falls Du BER meinst, der ist schon jahrelang (fast) fertig gebaut. Aber das ist ja das Werk einer linken Regierung, nicht von Kommunen oder der derzeitigen Regierung.

Veröffentlicht von: @joseph

Der Klimawandel ist mittlerweile zur Universalbegründung geworden für vieles, was schief geht.

Der wird auch dafür legitimiert, kräftig an der Steuerschraube zu drehen. Ändern wird sich dadurch ncihts, denn selbst beim Atomausstieg müssen eben wieder Kohlekraftwerke herhalten oder hochgiftiges Lithium mit riesigen Schiffen (die auch CO2 ausstoßen) ins Land gebracht werden.

Veröffentlicht von: @joseph

Aber man kann sich ja mit dem Klimawandel gut rausreden und die Verantwortung den "Verursacherländern"

Sicher, das stimmt ja teilweise auch. Oder siehst Du nicht, dass mehr als die Hälfte der Regenwälder weltweit abgeholzt wurden? Der Klimawandel ist nicht nur Produkt der Industrialisierung. Und Verantwortung hat hier in erster Linie Brasilien.

helle antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @helle
Veröffentlicht von: @helle

Doch wenn wir es noch nicht mal schaffen, einen Flughafen zu bauen,

Welchen denn? Falls Du BER meinst, der ist schon jahrelang (fast) fertig gebaut. Aber das ist ja das Werk einer linken Regierung, nicht von Kommunen oder der derzeitigen Regierung.

Ja, meine ich. Aber wir haben ja nun endlich einen Eröffnungstermin. 😊

Ich hätte auch andere Großprojekte nennen können. Und da spielen alle möglichen Probleme rein, auch politische. Das zentrale Problem besteht aber darin, daß wir in einem Umfeld steigender Komplexität versuchen, unsere Ziele mit unterkomplexen Mitteln zu erreichen.

Vielleicht wird das durch eine grafische Darstellung deutlich:

Die Industriegesellschaft war es gewohnt, Probleme in ihre Einzelteile zu zerlegen und am Ende die Einzellösungen linear zusammenzufügen. Arbeit wurde in Einzelschritte zerlegt, Unternehmen in Abteilungen und Hierarchieebenen. Das konnte man gut standardisieren, mechanisieren, automatisieren (= taylorisieren). Die Komplexität früherer Zeiten war gesunken, die Dinge waren "nur noch" kompliziert.

Globalisierung und Digitalisierung haben aber die Komplexität wieder gesteigert. Alles hängt mit allem zusammen, und zwar nichtlinear, und die Sache mit dem Zerlegen und Zusammenfügen ist funktioniert nicht mehr wirklich.

Wenn die Komplexität steigt, die Unternehmen (und die Politik) aber an der unterkomplexen Arbeitsweise festhalten, öffnet sich eine Lücke, die uns immer mehr Zeit und Geld kostet (in der Grafik durch den blauen Pfeil dargestellt).

Bevor wir solche Riesenprojekte wie den Umbau der Energieversorgung oder gar der ganzen Wirtschaft anpacken, müssen wir das Unterkomplexitätsproblem lösen. Das aber ist nicht eine Sache der Technik, sondern eine Sache des Menschen. Das verdeutlicht diese Grafik der "Taylor-Wanne" sicher besser als die obige Handzeichnung:

Komplexität kann man nur meistern, wenn die Menschen lernen, ihre verschiedenen (und vielleicht einander widersprechenden) Perspektiven konstruktiv und produktiv zusammenzubringen. Silodenken, Parteidenken oder Besserwisserei sind unterkomplex und kontraproduktiv.

Anonymous antworten


billy-shears
Beiträge : 1513

Beim Auto setzt der Verstand aus

Wäre eine Spritpreiserhöhung in dieser Preisklasse wirklich zielführend?"
"70 Cent mehr" steht in den Schlagzeilen.

Ja, definitiv. Denn es gibt bereits seit Jahren und Jahrzehnten Alternativen.
- LPG
- CNG
- Kleinwagen mit 3l/100km

Wenn immernoch 1 Mio SUV's pro Jahr in D neu zugelassen werden, dann ist der Sprit noch nicht teuer genug.
Wenn Leute immernoch mit über 200 km/h über die Autobahn brettern, dann ist der Sprit noch nicht teuer genug.

Dürfte der ohnehin schon recht teure Preis einer Busfahrt dann nicht noch mehr erhöht werden

Bei uns fahren die Busse seit Jahrzehnten mit CNG.
Und zu 30% wird der aus unserer Biotonne gewonnen.

Das beißt sich in den Schwanz, wie man bei uns so sagt?

Nein. Es gibt schon sehr lang Alternativen. Aber beim Auto setzt der Verstand des Deutschen aus.

billy-shears antworten
31 Antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6036

Wir haben übrigens ein Auto mit CNG, ein Mini-SUV (Seat Arona). Damit fährt mein Mann zur Arbeit. Verbraucht 4 - 4,5 kg/100 km.

Unsere Familienkutsche ist allerdings eine 21 Jahre alte Mercedes V-Klasse - und die säuft wie ein Loch, und damit nicht genug macht ihr der E-10-Sprit Verdauungsprobleme.

Und da fängt jetzt das Problem für viele Familien an: Man kann halt nicht einfach die alte Karre verschrotten lassen und sich eine neue anschaffen. Das gibt nicht jedes Familienbudget her.

Mal ganz abgesehen davon: Verbessert es die Klimabilanz, sich alle paar Jahre ein neues, wenn auch sparsameres Auto herzutun? Oder ist es nicht sogar umweltfreundlicher, das alte Auto zu fahren, bis der TÜV das Teil aus dem Verkehr zieht? Die Produktion eines neuen Autos verbraucht ja auch Ressourcen und produziert CO2.

alescha antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1513

Unsere Familienkutsche ist allerdings eine 21 Jahre alte Mercedes V-Klasse - und die säuft wie ein Loch

Und genau das ist das Problem, säuft wie ein Loch und ihr fahrt in trotzdem. Offenbar ist der Sprit noch nicht teuer genug.

billy-shears antworten
Alescha
(@alescha)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 6036

Gibst Du uns das Geld für einen neue V-Klasse oder ein vergleichbares Fahrzeug, also einen 7-Sitzer mit genug Stauraum?

Veröffentlicht von: @billy-shears

Hast Du meinen Beitrag überhaupt gelesen?

Das frage ich mich bei Deiner Antwort auf meinen Beitrag allerdings auch gerade.

alescha antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Seh ich anders, sorry. Ich brauche für meine Familie ein bezahlbaren VAN. Wird nun Kinder haben, auf dem Land wegen verfehltem Wohnbau leben und Pendler sein unter Strafe gestellt im Zuge der Klimahysterie?

Was heist Land. Für 15 Km zur Arbeit in Heilbronn wäre ich mit öffentlichen ca 3- 4 ! Stunden unterwegs(um 21 Uhr nix mehr), wir gehen als Familie so schon auf dem Zahnfleisch, Tage sind zu kurz wenig schlaf etc

Den Klimawandel am Auto festmachen finde ich nicht fair. Fangt bei den Luxusschiffen an, am ehesten zu verschmerzen.

Klar wäre es besser wir müssten weniger Auto fahren. Aber man sollte Familien mit kleinen Kindern hier einfach ausklammern. Oder die Autoklasse von der Kinderzahl abhängig machen. Singles nur noch Polos....

derneinsager antworten
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Veröffentlicht von: @derneinsager

Was heist Land. Für 15 Km zur Arbeit in Heilbronn wäre ich mit öffentlichen ca 3- 4 ! Stunden unterwegs(um 21 Uhr nix mehr), wir gehen als Familie so schon auf dem Zahnfleisch, Tage sind zu kurz wenig schlaf etc

Mit dem Fahrrad relativ gemütlich in 45 min. Das sollte gerade bei schönem Wetter kein Problem sein. Zum Einkaufen (5-Pfersonen-Haushalt) fahr ich 3 mal die Woche etwa 22 km mit dem Fahrrad...

Veröffentlicht von: @derneinsager

Den Klimawandel am Auto festmachen finde ich nicht fair. Fangt bei den Luxusschiffen an, am ehesten zu verschmerzen.

Wieso soll nicht jeder seinen Beitrag dazu beitragen??

Veröffentlicht von: @derneinsager

Klar wäre es besser wir müssten weniger Auto fahren. Aber man sollte Familien mit kleinen Kindern hier einfach ausklammern. Oder die Autoklasse von der Kinderzahl abhängig machen. Singles nur noch Polos....

Meine Kinder sind 2, 5 und 6 Jahre alt. Die beiden Großen fahren richtig gut mit dem Fahrrad, auch weitere Strecken (selbst über 50 km am Tag ist kein Problem). Sie sind es gewöhnt. Am Montag, wenn meine Frau arbeiten ist, fahr ich fast jedesmal mit denen in die Stadt, das sind dann insgesamt gut 20 km. Jeder hat seinen Fahrradkorb und voller Stolz fahren die unsere Einkäufe mit heim. Auch in den Kindergarten müssen die jeden Tag radeln, der Kleine fährt noch im Anhänger mit. Wenn man Kinder gar nicht zu sehr mit dem Auto verwöhnt, gewöhnen sie sich gleich dran, dann sie sich selbst bewegen müssen. Und Wohlstandskrankheiten beugt man damit auch noch effektiv vor.
Ein Auto haben wir leider trotzdem, einen einfachen Dacia Lodgy, weil es bei uns im Dorf kein Carsharing gibt. Aber wenn immer es einigermaßen möglich ist, lassen wir es stehen.

Schönen Abend
Bubu

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Stefantweeetys
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Veröffentlicht von: @bububaer

Wieso soll nicht jeder seinen Beitrag dazu beitragen??

Auf der einen Seite kann man sagen: Der andere soll zuerst sparen 😀. Auf der anderen Seite kann man sich fragen wo am meisten gespart werden kann.

Da sind Schiffe ganz oben dabei. Es gibt einige Studien die z.B. sagen, dass die Luft in Köln oder anderen Städten am Rhein kaum besser werden kann, weil die größten Dreckschleudern die Schiffe auf dem Rhein sind. Was bringt es die Autoabgase von 0,5 auf 0,4 zu reduzieren wenn ein einziges Schiff einen Faktor von 10.000 aufweist. Eine Reduzierung wäre pro Einheit auf einem Schiff viel viel günstiger. Warum ist das so, warum kümmert sich die Politik nicht darum? Andere Länder sind weiter.

Machbar sind Filter auch auf den Schiffen. In Norwegen gibt es einige Ort die mehr und mehr auf strenge Auflagen setzen. Die Kreuzfahrtschiffe passen sich an, aber nur weil der Druck da ist. Ohne Filter, kein Besuch der Fjorde, also auch kein Profit.

In meinem leben hatte ich nie ein Auto und bin immer mit dem Fahrrad gefahren. Meine Eltern haben aber zwei Autos, weil sie auf dem Land leben. Mein Vater ist eine Weile mit dem Fahrrad gefahren, aber da sie in den Bergen wohnen war das kein Spass. Musste er aus gesundheitlich Gründen aufgeben, er hätte das aber gerne gemacht. Öffentlicher Nahverkehr gibt es kaum, in den Schulferien fährt nur ein Bus am Tag.

Wenn die Politik grün haben will ist das okay, aber dann bitte vorher den Nahverkehr so ausbauen, dass man den überall benutzen kann.

stefantweeetys antworten
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CO2-Filter für Schiffe?? Wo kommt das CO2 dann hin?? Ins Mineralwasser?? Oder meinst du die anderen Luftschadstoffe, Stickoxide, Staubpartikel, usw.?

Wie viele Schiffe gibt es und wie viele Autos?? Hast du schon mal ausgerechnet, wie viele km so in einer Durchschnittlichen Elterntaxi-Klasse pro Jahr gefahren werden??

Ich finde, jeder sollte etwas dazu tun. Und so nebenbei: Dem Gesundheitssystem tut es auch nur gut, wenn Menschen sich mehr bewegen...

Schönen Abend
Bubu

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Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
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Veröffentlicht von: @bububaer

Ich finde, jeder sollte etwas dazu tun.

Das stimmt. Aber es ist doch, dass technisch bei den Autos sehr viel gemacht wurde. Es ist immer schwieriger weniger Schadstoffe auszustoßen.

Bei Schiffen hingegen wurde fast noch nichts gemacht. Die Grenzwerte an den Rheinstädten durch saubere Schiffe runter zubekommen ist sehr viel einfacher als mit Autos.
Die Menge an Kraftfahrzeugen spielt dabei weniger eine Rolle, weil die Schiffe so dreckig sind, das es auf einige zigtausend Autos garnicht drauf an kommt.

stefantweeetys antworten
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Veröffentlicht von: @stefantweeetys

Das stimmt. Aber es ist doch, dass technisch bei den Autos sehr viel gemacht wurde. Es ist immer schwieriger weniger Schadstoffe auszustoßen.

Schadstoffe sind das Eine - CO2 ist das andere... Das darf man nicht in einen Topf werfen. Der CO2-Ausstoß ist bei den Autos nur auf dem Papier gesunken (der ist direkt proportional zum Verbrauch).

Und ein kalter Automotor haut seinen Dreck nahezu ungefiltert raus, weil die ganzen Abgasreinigungen erst bei Betriebstemperatur richtig arbeiten. Das heißt, dass gerade häufiger Kurzstreckenverkehr besonders schädlich sind. Und gerade Kurzstrecken kann man wunderbar komplett vermeiden: zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Laut der Statistik von MiD (Mobilität in Deutschland) sind von ALLEN PKW-Fahrten: 28,5 % unter 5 km und 42% unter 10 km. Und das sind Strecken, die ein gesunder Mensch auch durch Muskelkraft bewältigen kann.

Da braucht man nicht erst auf die Schiffe zeigen (ja, die sind natürlich auch ein Problem). Man kann da direkt selbst was ändern...

Schönen Abend
Bubu

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Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
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Veröffentlicht von: @bububaer

Man kann da direkt selbst was ändern...

klar. Ich hatte auch nie ein Auto und bin immer grün unterwegs. Meine Eltern würden das auch, können aber nicht, weil es schlicht weg kein Nahverkehr gibt.

Wenn man in einer Stadt lebt ist es leicht auf das Fahrrad umzusteigen, ich bin selbst jeden Tag 10 km zur Arbeit mit dem Rad gefahren. Das heißt aber nicht das es für jeden im Moment möglich ist.

Mein Vater ist auch mit dem Fahrrad gefahren... aber da ist ist ein Berg dazwischen... und mit 60 macht man das nicht mehr undim Winter mit einem Meter Schnee ist das zwar begrenzt möglich, aber lebensmüde.

stefantweeetys antworten
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Sicher gibts die Fälle, von denen du schreibst.
Ich sehe aber jeden Tag viele kerngesunde Leute im Stau stehen, denen Radeln sicher nicht schaden würde und die im besten Alter sind...

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DAS kannst Du den Leuten ansehen?
Respekt.
Wie Du meine stechend schmerzenden Kniescheiben sehen willst, wegen denen ich kein Auto und Fahrrad mehr fahren kann und daher von meinem Mann oder Sohn ständig gefahren werden muss, so dass Du nur den gesunden Mann oder Sohn am Steuer mit der so gesund aussehenden Frau daneben siehst, das überlasse ich da Deinen großen Fähigkeiten.

Kerngesund und im besten Alter.
Das ist dann eher eine Diagnosemöglichkeit, die Du unbedingt den Ärzten beibringen solltest, denn was DAS für Krankenkassenkosten sparen kann!
Wow!
Doch wenn ich da nun an die Fehldiagnosen denke, aua.
"Sie haben doch gar nichts, können prima laufen, was wollen Sie eigentlich hier?"
Statt MRT und Diagnose mit Behandlungs - bzw. OP-Möglichkeiten.
Danke.

Ironie off ...

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Von genug Leuten, die ich jeden Tag im Auto sehe, weiß ich, dass Skifahren, Mountainbiken usw. kein Problem ist.
Erst, wenn sie dann im Alltag radeln ist es plötzlich so ein großes Problem...

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Aber erstens werden die weiterhin Auto fahren wenn sie genug Geld haben, zweitens werden daher die Falschen erwischt werden die es ebenfalls weiterhin tun müssen, aber das Geld dafür nicht haben.
Und wie gesagt da alles andere auch teurer werden wird, ist das keine Lösung.

Es wird daher nicht annähernd den Effekt haben, den es angeblich bewirken soll, sondern nur nach hinten los gehen vor allem finanziell für die Ärmeren.

Nachtrag vom 08.12.2019 1712
anders gesagt:
Um die Reichen und sinnlosen Vielfahrer zu erziehen nun die anderen und ärmeren, die es aber nicht anders machen können, mit zu bestrafen - in "Sippenhaft zu nehmen" sozusagen - und zu zwingen mehr Geld auszugeben für unabweichliche Fahrten, das ist nicht fair.
Und wie gesagt nicht zielführend, ich wiederhole mich.

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Veröffentlicht von: @karibu20

Um die Reichen und sinnlosen Vielfahrer zu erziehen nun die anderen und ärmeren, die es aber nicht anders machen können, mit zu bestrafen - in "Sippenhaft zu nehmen" sozusagen - und zu zwingen mehr Geld auszugeben für unabweichliche Fahrten, das ist nicht fair.
Und wie gesagt nicht zielführend, ich wiederhole mich.

Was würdest du dann für eine Lösung vorschlagen?

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Wie im anderen Beitrag letztens beschrieben, als Erstes mal andere Problembereiche reduzieren die überflüssig sind:
Kreuzfahrtschiffe (die sehr verantwortlich sind für die Verdreckung der Meere und Schiffe).
Containerschiffe besser sichern und daher besser gesetzlich verpflichten, damit nicht wie letztes Jahr (oder war es noch in diesem?) wieder über 200 Container rausfallen wegen ein bißchen mehr Wind (Hallo, wir sind Nordsee?) und an unsere schönen Inselstrände spülen
samt Giftinhalten bzw. im Meer verrotten.
Rennautos verbieten wegen unnötigem Luxus der nur sinnlose unsere Umwelt vergiftet und Ressourcen verbraucht.
Hersteller strafrechtlich verpflichten wieder länger haltbare Güter und Elektro-Geräte herzustellen oder halt Strafen zahlen zu lassen wenn die dann zu früh kaputt gegangen sind.
Usw.
Und wenn der Spritpreis teurer wird, muss es Rabatte geben für Händler und für die, die auf das Auto angewiesen sind (was im Einzelfall dann wieder sehr schwer wird auseinander zu halten, und zudem zusätzliche Arztgänge und Behördenkram ohne Ende bedeutet).
Oldtimern ihre Zulassung wegnehmen, wenn sie nur noch Dreckschleudern sind, dann müssen die Liebhaber halt neuere Motoren einbauen oder sie als Deko in den Stall stellen.
Usw.
Und dann waren da noch vor allem die Auto-Hersteller, die schlicht und einfach schummeln bei ihren Autos, was den Schadstoffausstoß und die Kats angeht.

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Da sind viele Vorschläge dabei, denen ich voll zustimmen würde. Mir fällt noch einer ein: Müllexporte würde ich komplett verbieten um dem Problem des Plastikmülls im Meer und den Elektroschrottbergen in Afrika Einhalt zu gebieten.
Wo ich anderer Meinung bin: Warum sollen Händler Sprit billiger bekommen? Selbst die Bahn zahlt den vollen Dieselpreis. Händler können die Transportwege ja auch beeinflussen in dem sie auf regionalere Produkte umstellen. Da wäre dann vielen geholfen: Der Landwirtschaft, den Kunden, usw. Es kann zwar sein, dass vereinzelt Produkte dadurch teurer werden, aber ich finde durchaus, dass Luxusdinge auch Geld kosten dürfen...

Schönen Abend
Bubu

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Stefantweeetys
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Veröffentlicht von: @bububaer

Selbst die Bahn zahlt den vollen Dieselpreis.

Bist du dir da sicher?
Landwirte zahlen z.B. sehr viel weniger für ihren Diesel.

stefantweeetys antworten
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So funktioniert das mit dem Tanken
bei ner Lok

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-einmal-volltanken-3200-euro-1.2503629

Und zum anderen legen Oberbauer und seine Leute den Preis erst im Nachhinein fest.

Dabei greifen sie zum Monatsende auf eine Marktnotierung eines Brancheninstituts zurück und bilden einen Monatsdurchschnittspreis. Auf diesen Wert schlagen sie noch 5,6 Cent je Liter für die Handling-Kosten drauf. Dieser Satz ist von der Bundesnetzagentur genehmigt, sagt Oberbauer. Im April zahlten die Kunden so in München einen Nettopreis (also ohne Mehrwertsteuer) von 99,9 Cent je Liter.

Ok, der Artikel ist von 2015 aber das Grundprinzip wird wohl gleich bleiben.

Also ist es bei Bahn beim tanken

Nettogrundpreis gemittelt zum Monat + Arbeitskosten + Mwst = Endpreis

Diesel fürs Auto beim Tanken

Tagesaktueller Preis + Erdölbevorratungsabgabe + Energiesteuer + Mwst = Endpreis
https://www.bft.de/daten-und-fakten/benzinpreis-zusammensetzung

Ob beide Endpreise dann nahe beineiander liegen ist die Frage

Würde die Mwst bei dem Diesepreis an der Bahntankstelle und beim ticketpreis wegfallen, könnte die Bahn 8und ihre Konkurenten) das Geld a) in den Ausbau des Rollmaterials udn den Strecken udn somit Verbindungsausbau stecken was die Attraktivität erhöht.
Und Atraktivitätssteigerung ist wesentlich besser wie Verbote, Reglementierung und Abgabenerhöhung

https://www.spiegel.de/reise/aktuell/geringere-mehrwertsteuer-auf-bahn-tickets-allianz-pro-schiene-begruesst-vorschlag-a-1263293.html

Die Ersparnis für Bahnfahrer im Fernverkehr wäre beträchtlich. Sie könnten laut Scheuer um bis zu 400 Millionen Euro pro Jahr entlastet werden. "Wem es mit dem Klimaschutz und dem Umstieg von Auto oder Flugzeug auf die Bahn ernst ist, der muss bei der Steuer ansetzen." Statt zu Verboten, Tempolimits oder dem Verteuern von Mobilität zu greifen, müssten Bahnverbindungen noch attraktiver gemacht werden, sagte Scheuer.

Zwischen Hamburg und Berlin fliege quasi niemand mehr, weil die Bahnverbindung gut sei. Eine positive Bilanz zieht der Minister zudem für die ICE-Strecke Berlin-München, wo sich die Fahrgastzahlen verdoppelt hätten. "Wir haben auf dieser Strecke schon 30 Prozent der Passagiere vom Inlandsflug zum Umstieg auf die Schiene bekommen."

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Ja, da bin ich sicher. Ich kenne einen Betriebsleiter einer Länderbahn und der hat mir mal gesagt, dass die Bahn auch Ökosteuer und Mineralölsteuer für ihren Dieselkraftstoff zahlen muss...

Übrigens zahlt die Bahn sogar die EEG-Umlage...
Kein Wunder, dass die überhaupt nicht konkurrenzfähig gegenüber anderen Verkehrsarten. Hier ein sehr interessanter Artikel:

https://www.allianz-pro-schiene.de/themen/personenverkehr/wettbewerbsbedingungen/

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Stefantweeetys
(@stefantweeetys)
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danke... dabei wollen die Politiker grün 😀... wobei Stromtrassen echt besser für die Umwelt sind
-> größter Atomstromabnehmer in Deutschland ist aber die Bahn 😀 Ob das jetzt besser ist.

stefantweeetys antworten
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Immerhin kann eine Elektrolok die Bremsenergie zurückspeisen...

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Vieleicht wäre ja Wasserstoff
die alternative zu

Veröffentlicht von: @stefantweeetys

größter Atomstromabnehmer in Deutschland ist aber die Bahn

Zumindest erst mal für RE und RB strecken, die man dann nicht mehr aufwendig elektrifizieren müsste.

https://www.youtube.com/watch?v=_F11bx6FqbM

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Was den Müll angeht, überkam mich das gruseln dieses Jahr, was da nun in der Welt überall angekommen ist von (Plastikteile in der Antarktis usw.), und dass trotzdem täglich weiterhin immer mehr und mehr produziert wird.
Wenn wir uns auch nur annähernd mal hochrechnen, was da täglich dazu kommt in die Welt, sinnloser Verpackungsmüll und Wegwerfware (zu schnell kaputtes Jahrmarktsspielzeug oder wie früher schon Spielsachen mit einem Schild drauf' "nicht auswechselbare Batterien" in einem fest verschweißten nicht zu öffnenden Fach?), dann denke ich oft, so lange kann es jetzt Doch nicht mehr hin sein bis Jesus wiederkommt.
Denn die Welt erstickt (im wahrsten Sinne des Wortes) in ihrem eigenen Müll.

Diesen Sommer am Nordseeinselstrand, da habe ich nur gedacht:
"Baaah! Was ist das denn diesmal alles hier?"
Keine Ahnung, ob das wohl dieses Jahr "einfach auch" daher kam, dass das Containerschiff Monate vorher diese Wahnsinnsmenge an Containern (über 250) verloren hatte genau auf der Fahrrinne, die wir vom schönen Strand aus ständig (ununterbrochen ....) "bewundern" dürfen, ein Pott nach dem anderen, na ja ist ja auch die Fahrrinne von und nach Hamburg, der Hauptumschlagplatz in Deutschland, wo einfach alles ankommt aus sämtlichen Ländern.
Und die Container (wenn die Container nicht auf den Meeresboden sanken) bzw. ihr Inhalt haben zwar hauptsächlich die holländischen Inseln erreicht, aber einige halt auch die westlichsten Inseln der deutschen Nordsee.
Kann also sein, dass es deswegen so heftig aussah dort am Strand.
Da mochte man manchmal gar nicht mehr sammeln gehen diesmal, ständig fasste man in eigenartige Massen und angeschwemmte eigenartige Substanzen in größerer Menge, also Teile, die nicht wie Mini-Styropokugeln aussahen ....
Und ich weiß, es war insgesamt noch wenig gegen das, was die anderen Inseln (je weiter westlich man war ...) alles abbekommen hatten.

Und diese Luxusdinge, die dann an den niederländischen Stränden einkassiert wurden von den Menschen dort (weil sie es legal einfach behalten durften), die werden täglich zuhauf transportiert, wie gesagt die Linie der Schiffe (Container und Kreuzfahrt) reißen nicht mehr ab dort wenn man auf die Fahrrinne blickt, die am Horizont ist.
Eine Silhouette von Schiffen, die wohl nur wegen dem Mindestabstand noch die Sicht auf das offene Meer nicht komplett abdichten.

Wenn man dann liest, welchen Anteil vor allem Kreuzfahrtschiffe, aber auch die ganzen Containerschiffe an der Meeresverschmutzung und damit Vergiftung der Meereswelt und unserer Erde haben, dann ist das Auto in Deutschland - Augenwischerei.

Luxusdinge, Fernseher und Anderes (Computer sind schon lange keine mehr sondern notwendiger Alltagsgegenstand für Schule, Bankkonto, Mail-Adressen usw.), MÜSSEN daher auch endlich wieder länger halten.
Mensch, früher waren wir noch stolz auf unsere jahrzehntealten Möbel, Fahrräder, Radiorecorder, usw., heute ist man schon froh, wenn das eigene Gerät erstens nicht nach 2 Jahren schon allzu veraltet ist, aber meist "einfach nur" wenn es noch etwas länger halten darf.
Oder die Möbel bereits innerhalb der ersten Jahre bereits wieder auseinander fliegen.
Oder die Häuser?
An einem der neueren Häuser hier in der Gegend (Reha-Zentrum für ambulante Krankengymnastik in unserem Stadtteil) wurde nach nur ca. 3-5 Jahren bereits komplett im oberen Bereich von außen saniert, besser gesagt repariert.
"Pfusch am Bau", wurde mir gesagt (hämmer hämmer klopf klopf klopf...), und "bitte sprechen Sie den Herrn ...... nicht darauf an".

Der Import wird nicht eingeschränkt werden, die Händler WERDEN die Preis dem Endkunden aufdrücken, da brauchen wir uns doch nichts vormachen.

Selbst wenn man sagt "Strafzölle für die, die minderwertige Ware einführen", was rechtlich sehr sehr schwer wäre, würde das auf die Kunden umgerechnet werden und weiter gemacht werden.
Die deutschen Hersteller bzw. ihre Mitarbeiter lassen doch selber überall produzieren und fertigen, oder schicken ihre Leute dort vor Ort hin, damit hören die dann doch nicht.

"Made in China", "made in China", "made in Bangladesh", "made in India", "made in China, "made in China", und dann war da noch "made in China" ....
Und auch "Made in W-Germany", UPS, da ist mir wohl was Altes dazwischen geraten (dass DAS überhaupt nicht existiert, so ein Alter ist doch heute fast undenkbar ...).

Liebe Grüße
Karibu

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DerNeinsager
(@derneinsager)
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Hm, schon mal überlegt das es schon seine Gründe haben könnte?

-Man bringt vor der Arbeit Kinder zur Kita
-Man wäre mit dem Rad doppelt und dreifach so lange unterwegs, man kommt aufgrund von Arbeit, überstunden, Kinder, Termine , Renovierungsarbeiten etc. absolut nicht mehr klar zeitlich (bei mir so, zwei Kinder beide berufstätig)
-Man möchte nicht bei Wind und Wetter verschwitzt oder durchnässt die Arbeit anfangen....

Ich selber reagiere auf Forderungen an Pendler negativ, weil ich selber durch aberwitzig hohe Preise mir kein Domizil mehr in meiner Heimatstadt leisten kann, bzw. es zu keiner Relation steht. Warum? Weil Politik das Thema über Jahrzehnte verschlafen hat Baden wir es aus.

derneinsager antworten
billy-shears
(@billy-shears)
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Beiträge : 1513

Ich brauche für meine Familie ein bezahlbaren VAN.

Warum besorgst Du dir dann nicht einen mit CNG oder LPG? Ich komm mit meinem Transporter auf 5€/100km,
der Zweitwagen auf 3,60€/100km. Beide LPG, beide bis zu 90% weniger Schadstoffausstoß.
Ist ja nicht so als gäb's keine Jahrzehnte alten Alternativen.

Klar wäre es besser wir müssten weniger Auto fahren.

Hast Du meinen Beitrag überhaupt gelesen?

billy-shears antworten
Anonymous
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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Eine wichtige Alternative (gerade für Strecken bis 10 km) hast du vergessen:
Das Fahrrad.

Anonymous antworten
Anonymous
 Anonymous
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Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Bin ein wenig überrascht, mal eins Deiner Postings Wort für Wort unterschreiben zu können. Daumen hoch und grün!

Anonymous antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1513

Bin ein wenig überrascht, mal eins Deiner Postings Wort für Wort unterschreiben zu können.

😉

Ich äußere mich ja auch eher selten zu Themen die nichts mit dem Glauben zu tun haben.

billy-shears antworten
Helle
 Helle
(@helle)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 772
Veröffentlicht von: @billy-shears

Wenn immernoch 1 Mio SUV's pro Jahr in D neu zugelassen werden, dann ist der Sprit noch nicht teuer genug.
Wenn Leute immernoch mit über 200 km/h über die Autobahn brettern, dann ist der Sprit noch nicht teuer genug.

Und wenn der Liter 5 Euro kostet, würde das auch nicht viel ändern, denn wer sich Spritschlucker leisten kann, dem tun hohe die Spritkosten nicht weh. Aber ich stimme Dir zu, die Autoindustrie sollte endlich aufhören, solche Autos zu bauen und lieber den Benzinverbrauch senken! Und ein Tempolimit mit engmaschiger Überwachung ist sinnvoll, zumindest um die Raser, die 10 Liter/100km und mehr verbrauchen, zum Umdenken zu bewegen!

Die CDU hat meines Wissens nach in den 80ern Forschungsgelder für die Autoindustrie zusammengestrichen, die das Wasserstoffauto entwickeln wollte. DAS wäre auch eine saubere Alternative.

helle antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1513
Veröffentlicht von: @helle

Die CDU hat meines Wissens nach in den 80ern Forschungsgelder für die Autoindustrie zusammengestrichen, die das Wasserstoffauto entwickeln wollte. DAS wäre auch eine saubere Alternative.

Ich habe zum Abi ein Referat gehalten über das Wasserstoffprojekt von BMW, weil ich das am besten und am weitesten fortgeschritten fand. 3-4 Jahre später musste ich lesen, dass sie es dann eingestellt haben. Betrugssoftware hat sich dann wohl mehr rentiert... 🙄

billy-shears antworten
Anonymous
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Ich sage mal:
Trifft die Falschen auf ungerechte Weise einfach viel zu sehr (mit), so dass es auf keinen Fall so umgesetzt werden sollte.

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frischebrise
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Zum einen würden wohl in den ländlichen Gebieten die Leute trotzdem noch viel Auto fahren. Wie sollte man sonst teilweise z.B. zum Arzt kommen.
Es gibt hier manche Orte, wo kein Bus in den Schulferien fährt.

Ich stelle mir jetzt mal noch höhere Preise vor. Da würde ich auf jeden Fall mehr im Internet bestellen. Aber ich denke dass die Klimabilanz doch noch besser ist wenn ich ein Paket schicken lasse - als selber zu fahren. Na gut kommt wohl auch auf die Entfernung an, die ich ansonsten mit dem Auto zurücklegen würde.

Gerade wenn man auf dass Auto angwiesen ist, wird man wohl eher versuchen bei anderem zu sparen. So mancher kleiner Laden in kleinen Dörfern auf dem Land hat es dann noch schwerer.

frischebrise antworten
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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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frischebrise?
Kennen wir Dich eventuell aus einem anderen früheren Nick?

Anonymous antworten
frischebrise
(@frischebrise)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 266

Nein - wie kommst Du darauf?

frischebrise antworten
Stefantweeetys
Beiträge : 426
Veröffentlicht von: @karibu20

Wäre eine Spritpreiserhöhung in dieser Preisklasse wirklich zielführend?"

Deutschland mit seinen sparsamen Autos erhöht die Steuern um den Finanzminister glücklich zu machen 🙂

ich meine es macht doch keinen Sinn die Spritpreise nur in Deutschland anzuziehen. Meine Tankstelle um die Ecke bietet einen Liter Benzin für etwa 50 Cent an.
Die Autos um die Ecke verbrauchen aber auch 3x so viel wie ein typisch deutsches Auto.

Wer auch mal in anderen Ländern war, weiß das wo anders wahnsinnig viel mehr Abgase im Verkehr entstehen.

stefantweeetys antworten


Anonymous
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Veröffentlicht von: @karibu20

Wäre eine Spritpreiserhöhung in dieser Preisklasse wirklich zielführend?

Kommt drauf an, was man will. Will Deutschland die selbstgesteckten Ziele erreichen oder nicht?

Veröffentlicht von: @karibu20

Und wer täglich fahren MUSS, weil sein Arbeitsplatz anders nicht gut erreichbar sein wird, geschweige denn in einer annehmbaren Zeit (!), oder seine Kinder zeitnah und schnell zu verschiedenen Arztterminen müssen in der eigenen und anderen Stadt, der wird da nur draufzahlen ohne wirklich umsteigen zu können.

Ja nun - so jemand hat halt in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten durch seine Lebensgestaltung für einen Umweltschaden gesorgt, ohne dafür berappen zu müssen, weil eben die Umweltschäden immer schön sozialisiert wurden. Und nun kann - falls tatsächlich mal ökologische Preise gemacht würden - so jemand sich halt überlegen, ob er seine Lebensgestaltung mal langsam umbaut oder nicht.

Dass diejenigen, die bis heute einen Lebensstil pflegen, der unter'm Strich unser aller einzig bewohnbaren Planeten schädigt, soll durch derartige Preiserhöhungen ja gerade geändert werden.

Freilich wird das "der kleine Mann auf der Straße" nicht einsehen und so wird es keine effektiven Preishebel zum Umbau unserer Wirtschaft in eine ökologisch nachhaltige Wirtschaft geben. Und entweder wird dann der Klimawandel mit der sich abzeichnenden Wucht in wenigen Jahrzehnten uns vor Herausforderungen stellen, gegen die ein Wohnungswechsel näher hin zum Arbeitsplatz ein Witz sein dürfte - oder aber der Strukturwandel hin zur ökologisch nachhaltigen Wirtschaft wird bloß hierzulande nicht hingekriegt, während Indien und insbesondere China demnächst die Weltwirtschaft dominieren, sodaß niemand in Deutschland mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren braucht, weil die in zwischen nicht mehr konkurrenzfähige deutsche Industrie keine Arbeitsplätze mehr bieten wird.

Mir egal - ich krieg das nicht mehr wirklich mit und hab keine eigenen Kinder. 😊

Anonymous antworten
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